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41

Montag, 13. Mai 2019, 20:15

Wie seid ihr denn drauf, eine Westen-/Lifebeltdisskussion bei diesem Threadthema...? (|
(Nick)namen werden überbewertet. :nono:

42

Montag, 13. Mai 2019, 20:20

Ja, ok, hat sich verselbständigt, sorry. Kann gerne ausgelagert werden, wenn die Diskussion noch weitergeführt werden soll.

43

Dienstag, 14. Mai 2019, 05:48

Wie seid ihr denn drauf, eine Westen-/Lifebeltdisskussion bei diesem Threadthema...? (|


Ich denke mal, jeder hier sieht das als Tragödie an.

Trotzdem, und gerade im Gedenken an den Verstorbenen, sollte m.E. genau wie nach dem Fastnet-Race 1979 mit 19 ertrunkenen Seglern anschließend eine Analyse erfolgen: Wie konnte das passieren? Was könnte vielleicht helfen, um eine erneute Tragödie dieser Art zu vermeiden?

44

Dienstag, 14. Mai 2019, 07:09

Bernie, es ist leider wie so oft in solchen Fällen. Die Antwort auf deine formulierte Frage ist recht kurz: Bei dem angesagten Unwetter, insbesondere nur mit einer Zweiercrew, nicht auslaufen. Alles andere ist herumdoktern an den Symptomen.

Gruß Ralf

45

Dienstag, 14. Mai 2019, 07:30

Bernie, es ist leider wie so oft in solchen Fällen. Die Antwort auf deine formulierte Frage ist recht kurz: Bei dem angesagten Unwetter, insbesondere nur mit einer Zweiercrew, nicht auslaufen. Alles andere ist herumdoktern an den Symptomen.

Gruß Ralf
Die BSU hat eine lange Reihe ähnlicher Unfälle untersucht.
Die Sicherheitsempfehlungen lauten:
- Lifelines nutzen
- Rettungswesten tragen
- Wetterberichte hören und Warnungen beachten
Die Berichte finden sich im BSU Archiv und sind nachzulesen.

Ein wesentlicher Punkt für die Einstellung der BSU Untersuchungen war, dass sich die Ursachen für Sportbootunfälle stark wiederholten.
Bei der Vorlage neuartiger Umstände / Themen will die BSU durchaus noch Sportbootunfälle untersuchen.

Jan

88markus88

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46

Dienstag, 14. Mai 2019, 09:15

Rettungswesten tragen

Aus diesem Fall habe ich schon etwas Neues gelernt: "Rettungswesten tragen" ist nicht so trivial wie es klingt, wenn viel Wasser überkommt. Man sollte auch vorbereitet sein auf den Fall, dass die Weste deshalb auslöst - und eine geeignete Reserve dabei haben.

kielius

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47

Dienstag, 14. Mai 2019, 11:07

:thumb:
Aus dem Zusammentreffen von Vorbereitung und Gelegenheit entsteht das, was wir Glück nennen.
Anthony Robbins

48

Dienstag, 14. Mai 2019, 12:14

Rettungswesten tragen

Aus diesem Fall habe ich schon etwas Neues gelernt: "Rettungswesten tragen" ist nicht so trivial wie es klingt, wenn viel Wasser überkommt. Man sollte auch vorbereitet sein auf den Fall, dass die Weste deshalb auslöst - und eine geeignete Reserve dabei haben.


... und den Moment des Ungesichertseins klein halten: Vor einigen Jahrzehnten ging bei der SKWB auf einer Nordlandfahrt jemand über Bord, weil der im Moment des Aussteigens aus der Kajüte ins Cockpit über Bord gespült wurde (Details finde ich auf die Schnelle nicht mehr), BEVOR er sich einpicken konnte Da kann man konstruktiv etwas machen (Augen zum Einpicken auch direkt am Niedergang), muss aber solche Fälle auch erstmal bedenken.

Wenn man wirklich nur noch U-Boot fährt, muss man wohl ggf. mit einer (teil)aufgeblasenen Weste leben..

88markus88

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49

Dienstag, 14. Mai 2019, 17:46

Wenn man wirklich nur noch U-Boot fährt, muss man wohl ggf. mit einer (teil)aufgeblasenen Weste leben..

Oder eben eine Weste mit Hydrostatischem Auslöser nehmen. Soweit ich weiss sind die Hammar Automaten wie z.B. bei Spinlock so gebaut. Hat dazu jemand Infos?
Gruss,
Markus

50

Dienstag, 14. Mai 2019, 18:25

Das stimmt, die Hammar Auslöser arbeiten hydrostatisch und können durch Spritzwasser, Regen nicht auslösen. Trotzdem sollte man immer Ersatz für den Auslöser dabei haben und die Faltung der Weste kennen. Man kann ja auch versehentlich die manuelle Auslösung betätigen.

Gruß

88markus88

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51

Dienstag, 14. Mai 2019, 21:50

Das stimmt, die Hammar Auslöser arbeiten hydrostatisch und können durch Spritzwasser, Regen nicht auslösen. Trotzdem sollte man immer Ersatz für den Auslöser dabei haben und die Faltung der Weste kennen. Man kann ja auch versehentlich die manuelle Auslösung betätigen.

Keine Frage, das sollte man drauf haben. Aber ganz ehrlich: bei 6 Bft oder mehr unterwegs, lege ich keine nasse Weste mehr zusammen. Die Kombination macht es dann: hydrostatischer Auslöser, und zur Sicherheit eine Reserveweste.

52

Mittwoch, 15. Mai 2019, 07:12

weil der im Moment des Aussteigens aus der Kajüte ins Cockpit über Bord gespült wurde (Details finde ich auf die Schnelle nicht mehr), BEVOR er sich einpicken konnte Da kann man konstruktiv etwas machen (Augen zum Einpicken auch direkt am Niedergang), muss aber solche Fälle auch erstmal bedenken.


Ich habe für diesen Fall vor etlichen Jahren einmal auf beiden Cockpitseiten nahe des Niedergangs "foldable padeyes" eingebaut -(leider finde ich kein Bild mehr, die hatten eine Kunststofffassung, um sie bei Nichtgebrauch unten zu halten) , die sind beim normalen Segelbetrieb nicht im Weg, aber wenn es kachelt, kann man kurz vom Niedergang aus nach draussen langen und den Karabiner des Lifebelts einklinken.

Woran viele mit ins Cockpit geführten Fallen/Streckern/Schoten auch nicht denken: gerade unter harten Bedingungen kann einmal etwas schieflaufen, so daß man doch zum Mast oder aufs Vordeck muss. Erschwerend kommen gerade bei modernen Konstruktionen die oft winzigen Seitendecks in Höhe der Sprayhood hinzu. Wenn man sich auf diesem Weg nicht einpacken kann ... Prost Mahlzeit, eine Welle reicht. Die Drahtreling ist völlig ungeeignet dafür, das Beste ist m.E. ein durchlaufendes Gurtband (über ein Drahtseil, wie vor Urzeiten üblich, kann man leicht ausrutschen), dann muss man den Lifebelt nicht umsetzen.

53

Mittwoch, 15. Mai 2019, 07:12

weil der im Moment des Aussteigens aus der Kajüte ins Cockpit über Bord gespült wurde (Details finde ich auf die Schnelle nicht mehr), BEVOR er sich einpicken konnte Da kann man konstruktiv etwas machen (Augen zum Einpicken auch direkt am Niedergang), muss aber solche Fälle auch erstmal bedenken.


Ich habe für diesen Fall vor etlichen Jahren einmal auf beiden Cockpitseiten nahe des Niedergangs "foldable padeyes" eingebaut -(leider finde ich kein Bild mehr, die hatten eine Kunststofffassung, um sie bei Nichtgebrauch unten zu halten) , die sind beim normalen Segelbetrieb nicht im Weg, aber wenn es kachelt, kann man kurz vom Niedergang aus nach draussen langen und den Karabiner des Lifebelts einklinken.

Woran viele mit ins Cockpit geführten Fallen/Streckern/Schoten auch nicht denken: gerade unter harten Bedingungen kann einmal etwas schieflaufen, so daß man doch zum Mast oder aufs Vordeck muss. Erschwerend kommen gerade bei modernen Konstruktionen die oft winzigen Seitendecks in Höhe der Sprayhood hinzu. Wenn man sich auf diesem Weg nicht einpacken kann ... Prost Mahlzeit, eine Welle reicht. Die Drahtreling ist völlig ungeeignet dafür, das Beste ist m.E. ein durchlaufendes Gurtband (über ein Drahtseil, wie vor Urzeiten üblich, kann man leicht ausrutschen), dann muss man den Lifebelt nicht umsetzen.

la paloma

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54

Mittwoch, 15. Mai 2019, 08:33

...also, life belt und Rettungsweste lassen sich wirklich hervorragend kombinieren! Handbreit...! F.



... und dann noch so ein Epirb am Körper erhöht die Chancen ... dann muss man auch nicht mehr schnellstmöglich absaufen, wenn man alleine über Bord fällt, das Leiden zu verkürzen. Die Zeit der alten Seefahrer und Wikinger ist vorüber :)
Gruß
Arne

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55

Mittwoch, 15. Mai 2019, 10:38



Woran viele mit ins Cockpit geführten Fallen/Streckern/Schoten auch nicht denken: gerade unter harten Bedingungen kann einmal etwas schieflaufen, so daß man doch zum Mast oder aufs Vordeck muss. Erschwerend kommen gerade bei modernen Konstruktionen die oft winzigen Seitendecks in Höhe der Sprayhood hinzu. Wenn man sich auf diesem Weg nicht einpacken kann ... Prost Mahlzeit, eine Welle reicht. Die Drahtreling ist völlig ungeeignet dafür, das Beste ist m.E. ein durchlaufendes Gurtband (über ein Drahtseil, wie vor Urzeiten üblich, kann man leicht ausrutschen), dann muss man den Lifebelt nicht umsetzen.


Genau darüber grübel ich auch. Ich habe eine Art Backdecker, d.h. das Kajütdach geht vor dem Cockpit über die gesamte Rumpfbreite. Dazu ne fest Scheibe auf der die Sprayhood sitzt. Zwischen Scheibe und Reling ist etwas über ein Fussbreit Platz. Allerdings sitzt da nicht nur ne einfache Draht Reling sondern ein stabiler Relingskorb aus Stahl in der Mitte. Aber wenn ich jetzt das Gurtband von Anfang Cockpit bis zum Bug beidseitig führen würde, dann würde man trotzdem über Bord gehen und dann außerbords im Gurt hängen.

Auch unschön. Ein Gurt genau in der Mitte wäre sinnvoller. Dann könnte man am Mast oder Vordeck arbeiten und würde nicht über Bord gehen sondern vom Lifebelt gehalten. Vielleicht ganz vorne nicht aber das wird man kaum verhindern können.

Allerdings wäre dann die Frage wo man mittig das Gurtband anschlägt. Da könnte man sich frühstens hinter der Sprayhood einklicken.

Ansonsten vielleicht noch ein Rat den aber jeder kennt oder intuitiv richtig macht.

Immer auf der Luv Seite nach vorne oder hinten gehen. Wenn man fällt oder sich fallen läßt dann landet man auf dem Deck.

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