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rallo_de

Matrose

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1

Sonntag, 7. September 2014, 10:43

Gennaker Manöver

Moin,


bin leider in der Suche nicht fündig geworden.
Ich kann unseren Gennaker nur setzen/bergen wenn ich den in die Abdeckung vom Groß bringe.
Jetzt sehe ich immer wieder Leute die Gennaker ohne Großsegel fahren. Wie machen die das? Würde ich gerne auch mal probieren ob ich dann noch etwas mehr bei achterlichen Wind den Gennaker nutzen kann.

Besten. Dank und Gruß
Ralf

Joop

Kapitän

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2

Sonntag, 7. September 2014, 11:11

Moin,

viele benutzen einen Bergeschlauch. Macht das Handling relativ einfach.

Cheerio
Jallajalla!

~__/)__

rallo_de

Matrose

  • »rallo_de« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 60

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3

Sonntag, 7. September 2014, 11:19

Bergeschlauch haben wir auch, aber wenn da Druck auf der Tüte ist hilft das ja auch nicht weiter ...

holztoeter

Proviantmeister

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4

Sonntag, 7. September 2014, 11:24

Also wenn Du im Internet schon recherchiert hast solltest Du auch gelesen haben dass genau davor abgeraten wird. Bei Flaute wird es sowieso schwer ihn zum stehen zu bekommen und wenn Wind ist hast und dann plötzlich eine Bö kommt hast Du genau nicht die Möglichkeit den Genni hinterm Groß zu verstecken und eventuell zu bergen.
Man kann über alles mit mir reden nur Kritik vertrage ich nicht.

5

Sonntag, 7. September 2014, 12:03

Den Gennaker kann man auch bei mehr Wind ohne Groß in den Bergeschlauch bekommen:
- Halsleine anziehen
- Schot loswerfen
=> Den auswehenden Gennaker konnte ich immer problemlos in den Bergeschlauch ziehen.

smaugi

Salzbuckel

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Bootstyp: Bavaria33

Heimathafen: Urk / NL

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6

Sonntag, 7. September 2014, 12:30

oder andersrum
Schot dichtholen, Halsleine loswerfen, dann mit dem Bergeschlauch vor dem Wind eintüten.
Klappt bei mir bis 5bft problemlos (guter Schnappschäkel am Hals erforderlich, der auch unter Last zu lösen ist)
Tschüss
Christian

Tamako

Leuchtturmwärter

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7

Sonntag, 7. September 2014, 12:44

Großsegel hochziehen ist doch kein großer Aufwand und resultiert i) 0,5 kn mehr Speed :) und ii) sieht besser aus !

Nun zum Thema: persönlich ziehe ich es vor bei auffrischendem Wind den Gennaker hinter dem Großsegel zu bergen, das geht problemlos und zudem bin ich dann nach dem ausrollen der Fock sofort wieder voll manövrierfähig ohne zwischen durch zum Großsegelsetzen (in den Wind schießen) den Motor anwerfen zu müssen. Ich sehe nur Vorteile in der Kombination Groß + Gennaker, bei minimalem Aufwand das Groß bei Ausfahrt aus dem Hafen zu setzen.
Mens sana in Campari Soda

8

Sonntag, 7. September 2014, 13:00

Großsegel hochziehen ist doch kein großer Aufwand und resultiert i) 0,5 kn mehr Speed :) und ii) sieht besser aus !...


Der TO spricht von achterlichem Wind; Vorwindkurs mit Groß und Gennaker ist doch nervig, das zus. Groß bringt - zumindest ohne Rüssel - nichts!
Für diese platten Kurse ist der Gennaker nicht geschnitten, dafür gibt es den Spi (bei uns dann ohne Bergeschlauch).

Aber zum gemütlichen und sicheren Cruisen bei achterlichem Wind kommt bei uns häufig der Gennaker ohne Groß zum Einsatz. AP an die Pinne und dann gemütlich in die Sonne legen (und nicht schießen).

Tamako

Leuchtturmwärter

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9

Sonntag, 7. September 2014, 13:16


Der TO spricht von achterlichem Wind; Vorwindkurs mit Groß und Gennaker ist doch nervig, das zus. Groß bringt - zumindest ohne Rüssel - nichts!
Für diese platten Kurse ist der Gennaker nicht geschnitten, dafür gibt es den Spi (bei uns dann ohne Bergeschlauch).

Aber zum gemütlichen und sicheren Cruisen bei achterlichem Wind kommt bei uns häufig der Gennaker ohne Groß zum Einsatz. AP an die Pinne und dann gemütlich in die Sonne legen (und nicht schießen).
Das musst Du schon etwas spezifischer betrachten, mit einem A3 oder A4 Gennaker kannst Du sehr tiefe Kurse bishin platt vor dem Wind fahren. (Meinen A2 fahre ich bei leichtem Wind bis 170 scheinbarer Wind - zusammen mit dem Groß)

Zitat

Quelle Diekow Segel: durch spezielle Konstruktionen ist es möglich Gennaker zu gestalten, die auch vor dem Wind hervorragende Leistungen haben. Auf dem Foto ist deutlich ein Kutter zu erkennen, der Schmetterling segelt. Bei dem Boot mit Gennaker fällt der scheinbare Wind bedingt durch den höheren Bootspeed deutlich spitzer ein: Das Schiff segelt fast mit halbem Wind. Dadurch läuft es wieder schneller und der Wind kommt noch spitzer ein – Ein sich selbst verstärkendes System.
»Tamako« hat folgende Dateien angehängt:
Mens sana in Campari Soda

10

Sonntag, 7. September 2014, 14:52

Mal schauen, ob eines meiner 10 Vorsegel auch so breite Schultern hat...

Ganove

Eigener Eigner

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11

Sonntag, 7. September 2014, 15:12

Ich habe auch bereits den Gennaker ohne Gross genutzt - bei zu viel Wind zum bergen wird halt die Genua ausgerollt hinter welcher der Gennaker schön einfällt ...

rallo_de

Matrose

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12

Sonntag, 7. September 2014, 17:28

Vielen Dank für eure Meinungen. Werde noch einmal etwas üben und schauen wie weit ich mit meinem Gennaker vor dem Wind komme.
Der Vorteil nur mit Gennaker alleine zu segeln scheint ja nicht sonderlich groß zu sein.

Gruß Ralf

norbaer

Salzbuckel

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13

Montag, 8. September 2014, 07:49

Hallo Ralf,
nein ist er auch nicht.

Wie schon angedeutet würde ich auch nie empfehlen den Spinnaker, Gennaker auf längeren Strecken solo zu segeln. Wenn der Wind auffrischt oder der Bergeschlauch klemmt haben Spinnakerwenigsegler (um nicht das Wort Anfänger zu benutzen) ganz schnell arge Probleme die bunte Blase zu bergen. Dabei passiert nicht wirklich etwas Schlimmes aber es trübt die Freude am Spinnakersegeln doch enorm und vergrätzt oft die Backoffice Crew (die Familie oder Freunde).

Und schon ist miese Stimmung wenn der Skippers beim nächsten Törn freudig ruft: Hey Leute last uns die bunte Blase setzen!

Es gibt mehrere Methoden die fehlende Möglichkeit das man einen Gennaker platt vorm Laken fahren kann:

1. Wegkreuzen ist in der Regel auch die schnellste Methode weg nach Lee zu machen. Nachteil: man hat keine "Ruhe" und muss auf einem engen Revier ständig Halsen.
2. Gennaker wie ein Spinnaker mit einem Spibaum nach Luv ziehen. Nachteil: das gleiche "Leinengedöns" wie beim Spinnaker. Das wollte man ja nicht sonst hätte man gleich einen Spinnaker kaufen können. ;)
3. Den Gennaker im Schmetterlingsmodus fahren. Wie eine Genua ausbaumen. Nachteil: man ist danach "manövrierbehindert" weil man nur noch einen Steuerwinkel von ca. +-10° hat. Macht also Stress auf einem Revier mit viel Verkehr.


Und zum Schluss noch ein paar altkluge Sprüche die aber stimmen:
Versuch macht klug! Und Übung macht den Meister!

Tamako

Leuchtturmwärter

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Wohnort: Tief im Südwesten der Republik

Schiffsname: TAMAKO

Bootstyp: Hanse 411

Heimathafen: Heiligenhafen - Ortmühle

Rufzeichen: DNQN

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14

Montag, 8. September 2014, 08:00

1. ist aus meiner Sicht die probate Methode, den Gennaker mit 2 Schoten fahren und bei der Halse vor dem Vorstag herumziehen. Bei wenig bis mäßigem Wind ist dass ein Manöver dass ich auch mit meiner Frau und/oder meinen Söhnen fahre. Nach ein paarmal üben sitzt dass und ist m.E. kein Stress
Mens sana in Campari Soda

rallo_de

Matrose

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Bootstyp: Hanse 320

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15

Montag, 8. September 2014, 09:30

Hast es genau getroffen Norbert.
Hatte auch schon eine missglückte Halse mit dem Gennaker bei auffrischenden Wind und gab Probleme den zu bergen. Kam also etwas stress auf und schon sagt die Familie ach nöö, lass mal mit Fock segeln.
Aber ich probier weiter, bringt nämlich spass und es kommt langsam Routine rein. Habe aber schon etwas Respekt vor der Halse falls die mal wieder nicht klappt und man nicht so viel Platz hat.
Also, halsen üben ;-)

Gruß Ralf

Danziger

Regattaleitung

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16

Montag, 8. September 2014, 10:33

Das musst Du schon etwas spezifischer betrachten, mit einem A3 oder A4 Gennaker kannst Du sehr tiefe Kurse bishin platt vor dem Wind fahren. (Meinen A2 fahre ich bei leichtem Wind bis 170 scheinbarer Wind - zusammen mit dem Groß)


Die ungeraden As sind in der North Nomenklatura die Reacher, also A1 Reacher für 1-2 BFT, A3 Reacher für 3-4 und A5 Reacher bis das Boot umfällt. Die geraden As sind Runner zum Tiefe holen, wie das Dein das A2 macht. Der A4 ist ein schwerer Runner für Wind ab guten 4.

Ich würde für's Fahrtenseglen immer einen mittel leichten (.75 Oz) A2 empfehlen. Mit etwas Übung halst man den wie's Brezelbacken und kommt auch ausreichend tief runter, besonders bei den typischen Windstärke, bei denen Fahrtensegler das bunte Tuch fahren wollen, also von 2-4. Reachen geht mit dem A2 auch, bis ca. 90 Grad scheinbar. Dann mit Fock/Genua weiter.

Hans

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Danziger« (8. September 2014, 11:11)


Danziger

Regattaleitung

Beiträge: 3 772

Schiffsname: ISOBAR

Heimathafen: Flevomarina

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17

Montag, 8. September 2014, 11:09

bin leider in der Suche nicht fündig geworden.
Ich kann unseren Gennaker nur setzen/bergen wenn ich den in die Abdeckung vom Groß bringe.
Jetzt sehe ich immer wieder Leute die Gennaker ohne Großsegel fahren.


Abdeckung von Groß und Genua ist goldrichtig. Ohne Groß braucht man einen Bergeschlauch, dem man vertraut. Das würde ich nie tun. Wenn man ohne Groß achterlich mit dem Gennaker fährt, ist er nur noch eine Windbremse und entsprechend wenig effektiv.

Am besten man hat einen schönen A2, der nach Luv rotiert und kreuzt vor dem Wind mit einem Halsewinkel je nach Windstärke von ca. 50-90 Grad. Das hHalsen eines Gennakers ist von 2 bis 5 Bft einfach. Man fährt Raum (Pfeil des Verklickers liegt auf dem luvwärtigem Schenkel) schlägt die Schot abrupt los und zieht an der neuen Schot wie ein Wahnsinniger. Hat das Schothorn des Gennakers das Vorstag passiert und beginnt der Gennaker auf der Luv-Seite Wind zu bekommen, ist es Zeit zu halsen. Man halst das Boot bis der Pfeil des Verklickers den neuen luvwärtigen Schenkel zeigt, fällt je nach Wind leicht ab und trimmt den Gennaker nach.

Das wars. Ok. Großsegel dicht holen macht auch Sinn, aber das ist beim Gennakersegeln eh dichter als beim Spisegeln.

Zum Bergen baust Du Dir eine Bergeleinen an Deinen Tackleinen Schäkel. Wenn Du den Gennaker bergen willst, rollst Du die Fock aus und fällst auf achterlich ab. Dann wirfst Du die Tackleinen los und ziehst mit der Bergeleine den Gennaker-Hals nach hinten zum Niedergang wo er mit dem Schothorn zusammen und dem Rest des Gennakers im Niedergang verschwindet.

Du kannst Dir im Niedergang eine Seilbahn aus zwei Strippen bauen, d.h. auf jeder Seite des Niedergangs befestigst Du eine Strippe, die am Mast im Salon endet. In diese Seile hängst Du den Spi-Sack. Beim Bergen kann man so den Spi direkt in den Sack rein bergen.

Hans

18

Montag, 8. September 2014, 14:23

Wir sind das bei 2-3 Bft. ohne Gross problemlos gefahren, benutzen allerdings keinen Bergeschlauch sondern einen Endlosroller plus Wirbel im Top. Zum Bergen wird das Gennakerfall dann fest angeknallt und der Gennaker aufgerollt. Geht bei den Windstärkern auch ohne Grossabdeckung. Gennake´rhalsen sind damit auch kein Problem. Gennakerschoten immer schön klar halten, sonst gibts Ärger.
Michael

Irgendwas ist immer, nur hoffentlich nicht alles zusammen... :Mauridia_44:

rondine

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19

Montag, 8. September 2014, 21:40

@Tamako:
Habe eine Rollgenua mit gut 70qm aber keinen Spriet für einen Genaker.
Kann ich einen Gen tatsächlich nur mit Schoten, also ohne Spriet fahren?
Ist der dann symmetrisch geschnitten?
Ich hätte gern einen, scheue aber den erheblichen Aufwand, einen Spriet
einzubauen, er muß ja doch sehr große Kräfte aufnehmen können.
Wie groß müßte etwa ein Fahrtengenaker sein? Mast ist 18 m ab Deck, Takelung 7/8.
Fahre das Boot i.d.R alleine.

Handbreit
Ernst
im Zweifel geht man besser segeln

Bluis

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20

Montag, 8. September 2014, 22:47

@Tamako:
Habe eine Rollgenua mit gut 70qm aber keinen Spriet für einen Genaker.
Kann ich einen Gen tatsächlich nur mit Schoten, also ohne Spriet fahren?
Ist der dann symmetrisch geschnitten?
Ich hätte gern einen, scheue aber den erheblichen Aufwand, einen Spriet
einzubauen, er muß ja doch sehr große Kräfte aufnehmen können.
Wie groß müßte etwa ein Fahrtengenaker sein? Mast ist 18 m ab Deck, Takelung 7/8.
Fahre das Boot i.d.R alleine.

Handbreit
Ernst


Ich habe mir so einen Selden Spriet einbauen lassen, ist kein großer Aufwand! Wenn ich den Gennaker nicht fahre liegt der Spriet in den Halterungen die an den Relingsstützen rechts zu sehen sind.
»Bluis« hat folgende Datei angehängt:
  • image.jpg (923,33 kB - 86 mal heruntergeladen - zuletzt: 4. Mai 2018, 22:42)
:segeln:
Schöne Grüße

Thomas

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