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Ostestrom

Fischkopp

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1

Montag, 2. Mai 2016, 22:06

Einhand anlegen auf Tidengewässer

Moin,
ich möchte euch noch mal um Ideen für ein gelungenes Manöver bitten.
Unser Boot liegt an einem Schwimmsteg an der Oste.
Die Oste ist ein Tidengewässer, wir haben hier teilweise 3-4 Knoten Strom. Anlegen geht hier ausschließlich gegen den Strom, Ablegen im Allgemeinen auch (bei günstigen Bedingungen kommt man aber auch schon mal mit dem Strom weg).
Ich möchte mich so langsam mal in die Lage versetzen, einhand mobil sein.
Was für Ideen habt ihr für das einhändige Anlegen (und ggf. auch gleich fürs Ablegen)?
Ein ungünstiges Detail ist hierfür noch wichtig: Wir haben leider am Steg keine klassischen Klampen, sonder nur rechteckige Festmacherösen. Vor und hinter den jeweiligen Booten ist mindestens ein Meter Platz.
Anbei einige Bilder vom Boot mit der Position der Klampen, auf dem letzten sieht man auch die Position am Steg, sowie ansatzweise einen der Festmacher.

Ich freue mich auf eure Ideen!

Gruß,
Timm

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schwattwitt

Salzbuckel

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2

Montag, 2. Mai 2016, 22:15

Da lese ich als Anfänger nur mal lernbegierig die kommenden Antworten mit ;-)
Ein schönes Boot an einem schönem Fluß hast Du!

3

Montag, 2. Mai 2016, 23:44

Moin,

keine leichte Aufgabe, die Du Dir da gestellt hast!
Hast Du eine Mittelklampe?
Eine kurze Spring zum Eindampfen.
Maschine leicht voraus, Ruder ablandig gelegt.
Mit oder ohne Strom liegt das Boot sicher und Du kannst die übrigen Leinen belegen.
An Deinem Festliegeplatz könntest Du eine feste Leine am Steg belegen und sie bei Dir auf die Mittelklampe legen.
Bleibt zu lösen, wie Du beim Anlegen gut rankommst.
Darfst Du einen Pfahl montieren?
Dort könntest Du sie an einem Haken in Griffweite aufhängen.

Gruß
Andreas

4

Dienstag, 3. Mai 2016, 07:26

Kann man die Festmacherbügel mit einem Bojenhaken greifen?
Dann würde ich gegen den Strom anfahren, die Achterleine per Bojenhaken befestigen, eindampfen und die anderen Festmacher in Ruhe belegen.
Am Ende den Bojenhaken durch einen normalen Festmacher ersetzen.
Kann das so funktionieren?
Jan

sdw

Salzbuckel

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5

Dienstag, 3. Mai 2016, 08:39

Ich weiß nicht, ob erst die Mittelklampe belegen das richtige in seinem Fall ist, denn er schreibt an seinem Anlegeplatz sind 3-4 Knoten Strömung. Zu weit von der Pinne weggehen, wäre bei 3-4 Knoten gewagt. Eine Mittelklampe kann ich auch nicht sehen.
Da muss es noch eine andere Lösung geben. Bin noch am überlegen.
sdw :Laie_22:




Auf`m Boot :segeln: ist wie zu Hause auf`m Sofa (Entspannung) :segeln:

6

Dienstag, 3. Mai 2016, 09:14

Gegen den Stron anfahren und die vordere Leine vorne belegen. Damit kann das Boot nicht mehr wegklappen, der Strom drängt es gegen den Steg.

Ablegen dann auch gegen den Strom. Egal ob vorwärts oder rückwärts, Hauptsache, gegen den Strom!
Der Strom strömt dein Ruder , Kiel etc. auch an, man hat selbst bei Stillstand Kontrolle über das Boot.

Die Maschine läuft eingekuppelt und hält das Schiff an der Stelle, das geht...
Der Strom steht ja (bei dieser Art Anleger) immer gegenan oder kommt von achtern, nie quer.

Manöver im Strom haben einen guten Trainingseffekt. Man lernt, sehr bewusst das Schiff zu führen, Manöver zu planen. Vorbereitung ist die halbe Miete. (Leinen, Fender, KOPF)
Ich bin seglerisch an der Elbe (Binnen) "groß" geworden, ich weiß wovon ich spreche...

Yellow Boat

Salzbuckel

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7

Dienstag, 3. Mai 2016, 11:04

Vielleicht so ein Leineneinfädler kaufen?
http://www.compass24.de/ausruestung/anke…efKey=UkC9aP2Zd

http://www.compass24.de/ausruestung/anke…ck-bojenfaenger

Ad

[video]https://www.youtube.com/watch?v=EMSKzCb9jq8[/video]

[video]https://www.youtube.com/watch?v=NUONw7p9Ifo[/video]

excos48

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8

Dienstag, 3. Mai 2016, 11:42

Gegen den Stron anfahren und die vordere Leine vorne belegen. Damit kann das Boot nicht mehr wegklappen, der Strom drängt es gegen den Steg.


Genau so.
Hatten wir nicht die gleiche Fragestellung schonmal vor ein paar Wochen, auch in der Oste?

Parallel zum Liegeplatz anfahren und Motorleistung anpassen bis man steht (auf deutsch "hovern" :D ), leichtes Ruder zum Liegeplatz, herantraversieren und Boot vorne gegen die Pier druecken. Vorne gut abfendern und auch einen weit nach achtern, falls man doch wieder abklappen sollte.
Vorleine von der vorderen Klaampe nutzen, besser als von der Springklampe. Erst wenn der Bug sicher am Steg liegt, Ruderlage etwas vergroessern, sodass das Heck schon leicht wieder abklappt. Ab diesem Moment hat man einhand viel Zeit auf den Steg zu steigen und die Leine zu belegen oder durch den Ring zu ziehen.
Wer schonmal ein Losenboot am fahrenden Schiff hat anlegen sehen... gleiches Procedure. Bloss brauchen die keine Leine.

Gruss
excos48

smurfi

Salzbuckel

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9

Dienstag, 3. Mai 2016, 12:50

Gegen den Stron anfahren und die vordere Leine vorne belegen. Damit kann das Boot nicht mehr wegklappen, der Strom drängt es gegen den Steg.


Genau so.
Hatten wir nicht die gleiche Fragestellung schonmal vor ein paar Wochen, auch in der Oste?
...

... Hatten wir - mit ein paar schönen Zeichnungen von mir!

:D
... Das Leben ist zu kurz, um langsam zu segeln ..
(Anm. d. Aut.: ... oder das falsche Boot...)

Klaus13

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10

Dienstag, 3. Mai 2016, 13:51


Parallel zum Liegeplatz anfahren und Motorleistung anpassen bis man steht (auf deutsch "hovern" :D ), leichtes Ruder zum Liegeplatz, herantraversieren und Boot vorne gegen die Pier druecken. Vorne gut abfendern und auch einen weit nach achtern, falls man doch wieder abklappen sollte.
Vorleine von der vorderen Klampe nutzen, besser als von der Springklampe.....


Er will das Einhand machen, wie soll er da an die vordere Klampe kommen? Anfahren wie von Dir beschrieben inkl. "hovern" ist sicher gut, aber dann in eine Leine eindampfen, die von der Heckklampe zum Steg führt. Da es Ringe auf dem Steg sind, würde ich zum fixieren des Festmachers einen Schleusenhaken benutzen. Der Motor sollte das Boot dann an den Steg drücken und Du kannst in aller Ruhe aller Leinen ausbringen.

Der Strom, wenn er stark genug ist, bringt sogar Vorteile, weil er oft stärker als der Wind ist. Wenn Du es drauf hast, das Boot im Strom an einem Ort zu halten, kannst Du perfekt seitlich ein- und ausparken. :D Seitenwind ist nicht mehr so dramatisch, wie im stehenden Wasser.

Gruß Klaus
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excos48

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11

Dienstag, 3. Mai 2016, 14:14

Klaus, bei Strom mit Richtung und Staerke wie hier erwartet, wird nicht in Leinen eingedampft, da wird sich nur in Leinen sacken gelassen... Der Strom ist dein Freund.
Genauso wie der Wind wenn er von der richtigen Seite kommt. Das Boot des TE ist wja ein Langkieler da gilt das umso mehr. Alles was da an Leinen nach achtern fuehrt und mit Motorkraft stramm gefahren werden soll, bei Strom von voraus ist in diesem Falle zum Scheitern verurteilt.
Wenn das Boot mit einem Winkel von sagen wir 15 Grad am Steg liegt, Bug dran bis Rundung mittschiffs, nimmt man die Vorleine lang mit an Land, von wo immer man gerne uebersteigt, zieht sie durch den Ring und geht wieder zurueck an Bord... Motor auskuppeln und gut ist. Der Rest kommt danach.
Wer mal ein im Strom wieder abklappendes Boot gesehen hat, welches an der Mittschiffs oder sogar Heckklampe an der Leine hing, wird sich das bildlich vorstellen koennen.

Gruss
excos48

edit Wenn man ohne Stroemung schon ca. 1000-1200 RPM braucht, um eine Vorspring ausreichend stramm zu fahren, damit das Boot am Steg liegen bleibt, braucht man die Drehzahl fuer weitere 3-4kn Strom gegenan ja noch oben drauf. Da kommt man aber schon ganz nahe an Vollgas. Ob das so galant ist???

Rüm Hart

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12

Dienstag, 3. Mai 2016, 14:25

Den gleichen Gedanken wie Klaus hatte ich auch beim Lesen. Wenn ich Timms Beschreibung eingangs richtig verstanden habe, hat er einen "Parkplatz" der 2 m länger als sein Boot ist - längsseits. Gegen den Strom (immerhin 3-4 knts!) das Boot an die Pier bringen und sich vom Strom sachte an selbige drücken zu lassen - alles ok. Dafür brauchst du zwei Hände - eine am Gas, die andere an der Pinne. Aber dann? Sobald er das cockpit verlässt um nach vorn zu flitzen oder mit der ins Cockpit geführten Vorleine von Bord zu springen hängt der Kahn im Hintermann oder macht sonstwas. Oder verstehe ich irgendwas miss?

Timm, wie verhält sich Dein Schiff beim Rückwärtsfahren? Ist ja schließlich ein Langkieler ...

Gruß, Manfred
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Ostestrom

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13

Dienstag, 3. Mai 2016, 14:40

Moin,
schon mal vielen Dank für eure bisherigen Antworten!
Wie eingangs geschrieben, geht es in der Tat um ein Einhandmanöver, gegen den Strom versteht sich von selbst. Das Boot hat auch eine Mittelklampe (siehe Bild 1).

Die Steuerung läuft übrigens via Pinne.
Ehrlich gesagt kommt es mir etwas riskant vor, das Boot genau ins Equilibrum zu bringen, mittels Ruder gegen den Steg zu drücken und es dann zum Festmachen zu verlassen... :eeek:
Der Kahn wiegt immerhin schlappe 4,5 Tonnen, wenn da eine blöde Seitenströmung oder Schwell kommt, ich mich beim Übersteigen auf die Nase lege oder sonstwas passiert, bin ich geliefert.
So auf den ersten Eindruck wirkt das auf mich wie ein "Du hast genau EINEN Versuch"-Manöver.
In die Leine einsacken lassen wäre aber ansonsten natürlich der schönste Weg.


Eindampfen in die Achterleine werde ich mal vorsichtig probieren. Ich habe einen Bojenhaken von Kong der sich dafür eignen könnte.
Bei dem Manöver könnte ich zumindest einfach einen weiteren Anlauf nehmen, wenn ich den ersten versiebe.


Der andere Thread zum Thema Anlegen an der Oste war übrigens auch von mir, aber da ging es um Anlegen in der Box bei Strom. ;)

@Rüm Hart: Beiträge haben sich überschnitten. genau die Sorge teile ich, wie oben geschrieben.

Ansonsten verhält sich mein Langkieler bei Rückwärtsfahrt vollkommen Artgerecht, also absolut bescheiden... :S
Das ist schon grenzwertig, wenn ich gegen den Strom Rückwärts raus muss, bin da aber fleissg am Üben.


Gruß,
Timm




Rüm Hart

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14

Dienstag, 3. Mai 2016, 15:02

Dann und wenn Deine Angaben nicht zu ändern sind (3 bis 4 knts Strom, Länge Liegeplatz = Bootslänge + 2m), muss man auch mal erkennen: es geht nicht einhand. Ich würd's zumindest nicht machen, nicht ohne einen Helfer auf dem Steg, der mir die zurechtgelegte Vorleine von der Reling pflückt und sie durch die Rechtecköse zieht (oder alternativ einen Schleusenhaken dort einhängt).

Grüße, Manfred
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Klaus13

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15

Dienstag, 3. Mai 2016, 15:14

Klaus, bei Strom mit Richtung und Staerke wie hier erwartet, wird nicht in Leinen eingedampft, da wird sich nur in Leinen sacken gelassen... Der Strom ist dein Freund.


Ok, verstanden. Grundsätzlich unterstelle ich Dir erheblich mehr Erfahrung, als ich jemals sammeln können werde. Einhand sehe ich jedoch genau die Gefahr, die der TE eben noch mal beschrieben hat. Die nach hinten gelegte Vorleine (mache ich auch immer so, ist dann aber ein weiter Weg nach vorne) würde ich nicht in die Hand nehmen und das Boot verlassen, während mein Motor gegen den Strom arbeitet. Zu riskant. Dann geht das eben nicht Einhand. Du beschreibst das Risiko des Abklappens ja sehr deutlich. Wegrtreiben ist aber auch nicht besser, wenn ich an der Kade stehe :D
Meine Erfahrungen beruhen übrigens ausschließlich auf meinen praktischen Übungen im Solent. Dort haben wir ausschließlich in Flußmündungen übernachtet und ausgiebig geübt, wie man das Boot in der Strömung hält und dabei seitlich versetzt. Vorwärrts und rückwärts. @Ostestrom: das ist einfacher als es aussieht, zumindest mit einer 37er Sigma. Bei einem Langkieler weiß ich es nicht.
Der schwierigste Punkt war manchmal, die Stärke der Strömung überhaupt zu ermitteln. Das ist irgendwann Gefühlssache.

Gruß Klaus
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excos48

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16

Dienstag, 3. Mai 2016, 15:31

Den gleichen Gedanken wie Klaus hatte ich auch beim Lesen.


Manfred, du hast doch denke ich ausreichend Einhanderfahrung, daher ueberrascht mich deine Skepsis.

Ihr habt glaube ich eine falsche Vorstellung was ich wohl meine. Und zuviel Respekt vor der Sache.
Wenn das Boot mittels Gas gegen den Strom gut "getrimmt" ist und auf der Stelle steht, was ist dann anders als ohne Strom und ausgekuppelt?
Das Boot wird nicht ohne weiteres zutun nach achtern treiben, warum sollte es das? Ja, es kann Schwankungen in Strom und Wind geben, aber wir reden von einem Zeitraum von maximal 20-30 Sekunden...

Wenn Timm mag, kann er sogar Touch-and-goes auf diese Weise trainieren, ohne Leinen, nur gut abgefendert und genau den Punkt erfahren, wo er naemlich das Cockpit verlassen und an Land steigen kann.
Grob geschaetzt sollten das maximal Halbgas und 5-10 Grad Ruderlage zum Steg sein. Vordere 3m des Bootes oder 2-3 Fender gedrueckt am Steg "abgelegt".
Das funktionert mit Schiffen, Motorbooten, Grosseglern... warum glaubt ihr sollte es mit einer Yacht nicht klappen?
Es gibt den Punkt, der "steady settings". Den findet man und alles ist gut. Gut... die Pinne sollte gern in ihrer Stellung arretiert bleiben, das ist zB bei unserem Boot mit Steuerrad einfacher.
Aus der Praxis. Bei dem was ich gerade tue habe ich deutlich mehr Steuerorgane verfuegbar, egal, aber dennoch kann ich das Fahrzeug in ein x-beliebiges Heading zum Strom stellen SOG Null, und den Sitz verlassen um einen Kaffee zu holen, solange die Hebel stehen bleiben wo sie sind. Erst nach Minuten wird sich eine minimale Veraenderung von 1-2 Hebeln als notwendig zeigen.

Bei einem Langkieler mit Prop.Welle koennte man theroetisch sogar so "Verwegen" sein und einen Rueckwaertsanleger mit Heck im Strom erwaegen, dann koennt ihr auch die Heckleinen zuerst nehmen, wenn der Weg an Land kuerzer ist. Aber dazu muss man die Charakteristik des Bootes schon genauer kennen.

Gruss
excos48

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17

Dienstag, 3. Mai 2016, 15:39

Grundsätzlich unterstelle ich Dir erheblich mehr Erfahrung, als ich jemals sammeln können werde.


@Klaus13: Das freut mich, aber spaetestens wenn du als Pensionaer 4-6 Monate im Jahr schoen gemuetlich Segeln gehst, waehrend ich noch 20 Jahre arbeiten muss... wird sich das Verhaeltnis in puncto Segelboote moeglicherweise rasch umkehren :O :D
Bestimmt.

Gruss
excos48 / Jan

Gernegroß

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Bootstyp: 9 Meter Alu aber nur 0,5m Tiefgang

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18

Dienstag, 3. Mai 2016, 15:43

Wenn Timm mag, kann er sogar Touch-and-goes auf diese Weise trainieren, ohne Leinen, nur gut abgefendert und genau den Punkt erfahren, wo er naemlich das Cockpit verlassen und an Land steigen kann.
Grob geschaetzt sollten das maximal Halbgas und 5-10 Grad Ruderlage zum Steg sein. Vordere 3m des Bootes oder 2-3 Fender gedrueckt am Steg "abgelegt".

Das ist mit Abstand der beste Tipp!!
Legastheniker sind auch nur Menschen (mit Rechtschreibproblemen)


Zitat Helmut Schmidt:"Der Terrorismus hat auf Dauer keine Chance, denn gegen den Terrorismus
steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, gegen den Terrorismus
steht der Wille des gesamten Volkes.
Dabei müssen wir alle trotz unseres Zornes einen kühlen Kopf behalten"

Klaus13

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19

Dienstag, 3. Mai 2016, 15:43

... waehrend ich noch 20 Jahre arbeiten muss... wird sich das Verhaeltnis in puncto Segelboote moeglicherweise rasch umkehren :O :D
Jan


:D Ich arbeite dran.

Übrigens, Deine Beschreibung des steady settings mag für große schwere Boote mit viel Trägheit passen, ev. auch für den Langkieler von Ostestrom. Eine Boot wie meines mit Pinne und Spatenruder bleibt keine Sekunde am Steg. Das hat natürlich viel damit zu tun, dass ich die Pinne nicht mit einem Griff fixieren kann. Aber um solche Boote ging es ja erstmal nicht.
Ansonsten finde ich die Idee gut und wohl auch praktikabel. Muss man eben viel üben.

Gruß Klaus
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20

Dienstag, 3. Mai 2016, 16:03

Hmm, ja. Was mich wieder zu dem Punkt führt, mir endlich richtig viel Zeit zu nehmen, einen geduldigen Kollegen einzupacken und akribisch genau solche Dinge zu üben und zu üben und zu üben. :O
Mit Familie an Bord geht das irgendwie nicht ;)

Ansonsten habe ich mir noch etwas überlegt, was zumindest einen versuch wert ist.

Ich belege die Mittelklampe mit einer relativ kurzen Leine (max 150cm, eher 100cm) und setze da den Kong-Haken dran.
Der wird in den Boothaken gesetzt und unter Reling nach aussen gesteckt, Griff in der Plicht.
Dann seitlich heranhoovern und den Haken in den mittleren Festmacher am Steg einschlagen.
Nun kann ich mich zurück fallen lassen und hänge in der Mittelklampe. Da diese knapp vor dem Mast sitzt, dürfte der Bug nicht zu stark umschlagen, insbesondere wenn ich das Heck mit nem fetten Fenderball abfender.

Meinungen dazu?

Ausserdem werde ich mal versuchen mir eine etwas flexible Pinnenfixierung mit Gummistrop zu machen. Die hält das Ruder, lässt aber noch Korrekturen zu. Mal schaun, ob meine Gummstrippe dafür kräftig genug ist. Dafür müsste ich dann noch eine kleine Klampe unter die Pinne schrauben.

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