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Hufi

Bootsmann

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1

Freitag, 28. Juli 2017, 11:53

Hilfe zu richtigem Gennakertrimm erbeten

Hallo,
Ich wäre für eine Hilfestellung zum Gennakertrimm sehr dankbar. Wir haben gestern bei 10-12kn Wind erstmals unseren nagelneuen Gennaker A2 (83qm) ausprobiert, bei 120Grad Windwinkel stand er wie ich meine gut, tiefer zu segeln ging nicht, da er dann begann einzufallen, höhere Kurse erzeugten deutliche luvgierigkeit. Was haben wir falsch gemacht (wie gesagt sind was das gennakern angeht absolute Anfänger und für jeden Tipp dankbar).
Schon jetzt lieben Dank
Bernd
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2

Freitag, 28. Juli 2017, 12:01

Tiefer wird wohl kaum gehen. Das ist ein reach er und kein runner

JALULETO

WALL·E

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3

Freitag, 28. Juli 2017, 12:09

Hier ein sehr schönes Video zu dem Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=TkDFp-ouEOA
Gruß Jan :segeln:

4

Freitag, 28. Juli 2017, 12:19

Sieht auf dem Bild alles etwas straff aus. Versuch mal, die Halsleine loser zu fahren, dann dreht er auf raumeren Kursen etwas nach Luv und kann auch tiefer gefahren werden.

pks

Lotse

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5

Freitag, 28. Juli 2017, 12:22

Sieht auf dem Bild alles etwas straff aus. Versuch mal, die Halsleine loser zu fahren, dann dreht er auf raumeren Kursen etwas nach Luv und kann auch tiefer gefahren werden.

Richtig, ne Talje dran, dann geht das
Gruß aus Mittelfranken
Peter

smaugi

Salzbuckel

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6

Freitag, 28. Juli 2017, 12:26

Und eigentlich egal auf welch n Kursen , die Schot so weit fieren, bis das Luvliek des Gennakers so gerade eben nicht einfällt.
Ist eben ein aktiv zu fahrendes Segel.
Tschüss
Christian

Hufi

Bootsmann

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7

Freitag, 28. Juli 2017, 12:37

Super, vielen Dank für die Tipps, Halsleinenblock ist vorhanden, Halsleine wird ins Cockpit geführt. Auch die Schotführung werden wir so beachten.
Leider ist heute hier SW 6 in Böen 7 , so dass wir mit Umsetzen der Tipps und Üben besser warten. Lieben Dank, ich werde berichten.
Bernd

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8

Freitag, 28. Juli 2017, 15:45

Zum Trimm der Halsleine gibt es ja diese Philosophie, die sich mit meinem Grundverständnis vom Segeltrimm beißt (obwohl es meist funktioniert): auf raumeren Kursen die Tackline dichter, damit sich das Vorliek streckt. Der Gennakerschnitt soll dann trotzdem zu einem tieferen Profil führen. Schot fieren, das Vorliek schwenkt nach Luv.


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Henning

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9

Freitag, 28. Juli 2017, 15:46

2) Ist das nur gefühlt guter Trimm?
Grüße aus Köln
Henning


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Henning

JürgenG

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10

Freitag, 28. Juli 2017, 16:01

Ist das nur gefühlt guter Trimm?


Guter Trimm ist schnelles Segeln und auf der Logge ablesbar. Die dichter gefahrene Tackleine ist nicht nur gefühlt guter Trimm. Manchmal (kommt auf das Segel an) kann man auch das Fall noch etwas fieren, damit der Genni besser nach Luv rotieren kann.

Grüße Jürgen

Danziger

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11

Freitag, 28. Juli 2017, 17:09

A1 ist ein Reacher light, A2 ist ein Runner, A3 ein Reacher, A4 ein Heavy Runner, A5 Reacher Heavy.

Ein A2 als Runner ist fürs Tiefeholen gemacht und kommt bei 10 - 12 kn Wind auf ca. 145 Grad scheinbar und 160 Grad wahren Windwinkel runter. Vorliek eher dicht, d.h. Tack dicht. Das bringt wie sonst auch das Profil nach vorne. Schot fieren, fieren und fieren bis das Vorliek gerade nicht einfällt. Jetzt ist das Segel sichtbar nach Luv rotiert, das "Ohr" ist deutlich in Luv.

Tiefe holt man mit dem Gennaker so: Das bunte Segel durch leichtes Anluven aufladen, das Boot wird schneller, der scheinbare Wind nimmt zu, jetzt abfallen und tiefe holen, ruhig runter bis 170 Grad wahren Wind. Das Segel beginnt schwach zu werden und man luvt wieder an, bis sagen wir 130 Grad scheinbaren und ca. 150 Grad wahren Wind. Jetzt ist wieder Zug im Boot. Jetzt fallen wir wieder ab und holen Tiefe. Der Zyklus beginnt von vorne. Idealerweise wird er vom Gennaker Trimmer unterstützt, aber es geht auch so.

Mit einem sym. Spinnaker ist Tiefeholen deutlich leichter.

Hans

JürgenG

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12

Freitag, 28. Juli 2017, 18:16

A1 ist ein Reacher light, A2 ist ein Runner, A3 ein Reacher, A4 ein Heavy Runner, A5 Reacher Heavy.


Diese Terminologie kenne ich auch und so wird sie z. B. auch von North benutzt (Klick). Einige Segelmacher scheinen mittlerweile zumindest im Fahrtenbereich aber ihre eigenen Bezeichnungen kreiert zu haben, z. B. Diekow (Klick), Schultz bei uns in Kiel (Klick).

Grüße Jürgen

Meeresfee

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13

Freitag, 28. Juli 2017, 21:34

Fall bis zu einen Meter fieren unterstütztbdas Rotieren nach luv enorm und hilft sehr beim Tieffahren. C.

norbaer

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14

Freitag, 28. Juli 2017, 21:51

Nun ob Fall oder Tackline fieren macht theoretisch nicht viel Unterschied.
Zwei Dinge sind dabei zu beachten bzw zu bedenken.
1. Das Segel wird unstabiler und fällt schneller ein.
2. Die Längen die hier genannt werden gelten nur für 08/15 Stangenware die nicht exakt für das jeweilige Boot passen. Bei maßgeschneiderten Segeln sind das eher 20 cm. Mehr nicht!

Desweiteren ist die Aussage falsch, dass man auf tiefen Kursen die Tackline dicht holt also das Vorliek straff zieht.

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »norbaer« (29. Juli 2017, 08:05)


JürgenG

Salzbuckel

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15

Freitag, 28. Juli 2017, 22:03

Desweiteren ist die Aussage falsch das man auf tiefen Kursen die Tackling also das Vorliek straff zieht.


Von straff ziehen war auch nicht die Rede, sondern von dichter fahren. ;)

Grüße Jürgen

16

Samstag, 29. Juli 2017, 00:33

A1 ist ein Reacher light, A2 ist ein Runner, A3 ein Reacher, A4 ein Heavy Runner, A5 Reacher Heavy.


Diese Terminologie kenne ich auch und so wird sie z. B. auch von North benutzt (Klick). Einige Segelmacher scheinen mittlerweile zumindest im Fahrtenbereich aber ihre eigenen Bezeichnungen kreiert zu haben, z. B. Diekow (Klick), Schultz bei uns in Kiel (Klick).

Grüße Jürgen
Was für komische bezeichnungen von Diekow und Schultz. Wieso wird bei Diekow nen A1 reacher und A3 raumschoter genannt. Reach ist raumschots. Wie Danziger schon schreibt leichter, normaler, und schwerer reacher.

Die Volvo 60 hatten übrigens auch noch Segel wie A6, A7 und A8.

17

Samstag, 29. Juli 2017, 09:12

Hi!

Wie war denn die maximale Windwinkelangabe des Segelmachers? Mein A 2,5 ist obenrum etwas tiefer aber mehr als 130-140 Grad ist da auch nicht drinn und man muss bei ab 130 Grad ständig trimmen. Am besten hab ich den Umgang mit dem Segel gelernt in dem ich Beschleunigungskurven fahre. Da bekommt man recht schnell raus wo die Grenzen sind und wie man fieren oder eben nicht muss. Ich hab keine einfach justierbare Tackline, nehm das Fall dafür. Vorliek soll tanzen, also so tun als ob es einfällt. Dabei das Segel soweit öffnen wie geht bzw. der Kurs es erlaubt (spielen) und auf der Logge die Bestätigung einholen.

Und für platter brauchts halt den guten alten Spinnaker :-)
*es ist immer niedriger als Du denkst!*

Hufi

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18

Samstag, 29. Juli 2017, 10:39

Hallo,
der Segelmacher hatte uns den Gennaker als "Allrounder", d.h. Von Halbwind bis 160 Grad scheinbaren Wind gefertigt, was für Beginner wohl gut geeignet sein soll.

Bernd

19

Samstag, 29. Juli 2017, 10:47

Hallo,
der Segelmacher hatte uns den Gennaker als "Allrounder", d.h. Von Halbwind bis 160 Grad scheinbaren Wind gefertigt, was für Beginner wohl gut geeignet sein soll.

Bernd

also nix halbes und nix ganzes.
Wenn du Spass mit bunten Segeln haben willst und auch noch schnell fahren möchtest (zunmindest du möchtest die Richtung bestimmen), denn benötigst du min. 1 Runner und 1 Reacher, und gerade bei mehr Wind macht das Gennaker bzw Spi segeln sehr viel Spass.
Mit einem Gennaker 160° AWA zu fahren ist schon sehr schwierig, bei 25-30 kn Wind mag das länger funktionieren. Bei weniger Wind ist die Gefahr, dass er einfällt zu groß
Wobei Spi segeln um einiges einfacher ist als Gennaker segeln. Du hast zwar einige Strippen mehr, aber die Gefahr, dass sich das Segel um das Vorstag wickelt ist deutlich geringer. Und auch ist ein Spi nicht ganz so nervös wie ein Gennaker.

Hufi

Bootsmann

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20

Sonntag, 8. April 2018, 16:02

Ich hole den Thread nochmal vor um allen, die mit kompetenten und hilfreichen Ratschlägen sehr geholfen haben, eine positive Rückmeldung zu geben. Wie bereits berichtet, haben wir im Winterlager einen Selden Gennakerbaum installiert, (auch hier habe ich wertvolle Tips erhalten) und konnten jetzt endlich alle Tippps zum Gennakern umsetzen. Mit dem Baum ist das Gennakersegel super, endlich lässt er sich von ca 100 bis 160 Grad scheinbarer Windeinfall sehr gut Trimmen, steht gut, wandert bei Bedarf nach Lee, auch Halsen, bisher gefürchtet, weil immer was gehakt und geklemmt hat geht jetzt reibungslos. Wir hatten richtig viel Spaß beim üben. Fazit: Fahren des Gennakers am Ankerbeschlag ist ein fauler Kompromiss, richtig geht’s nur mir Gennakerbaum oder Bugplattform (was wir nicht wollten), die den Anschlagpunkt weit nach vorn bringen. Vielleicht hilft unsere Erfahrung anderen, die ebenfalls mit der Anschaffung eines Gennakers liebäugeln, es lohnt sich!
»Hufi« hat folgende Datei angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Hufi« (9. April 2018, 08:14)


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