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Refugio

Bootsmann

  • »Refugio« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 11. März 2018, 15:44

Anfängerfrage zum Segeln bei Wellen

Moin zusammen,

ich denke oft über Segeln mit stärkeren Wellengang nach.
Ab wann sollte man in die Welle drehen? Es ergibt sich ja schon öfter das man quer zur Welle segelt, oder vermeidet ihr dies grundsätzlich ?
Bei einer Meterwelle mach ich mir da wenig Gedanken, aber das Wetter macht nicht immer das was ich will :D

So ein paar wenige Meinunen dazu wären nett.

Danke
Andy
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Salzbuckel

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2

Sonntag, 11. März 2018, 17:04

Quer zur Welle kann richtig ungemütlich werden. Insbesondere wenn die Welle recht hoch. Ich kann mich da an Ostseeüberfahrten, eigenartigerweise immer von Klintholm nach Rügen bei 6 (7) Bft erinnern.....war nicht nur lustig als sich vor Hiddensee, als das Wasser flacher auf 10 m wurde und uns 2 Brecher regelrecht längsseit an die Bordwand krachten/donnerten, das Schiff mit Wasser überschüttet wurde und ich spürte wie ANTARES regelrecht zitterte.
Bei 6 (7) Bft läuft auf der Ostsee ja eine 3 m Welle und die hat schon richtig richtig viel Kraft.
Ein ansteuern der Welle wäre wohl im geschilderten Fall sinnvoll gewesen.....andererseits kommt die "richtige" Welle auch ziemlich schnell und viel Zeit zum agieren bleibt da nicht. Man muss schon sehr konzentriert und reaktionsschnell steuern.
Vor dem Wind gefällt mir das schon besser, gegenan bei 6 Bft.... niemals nimmer :no_1: . Wie gesagt bezieht sich auf große hohe Ostseewelle.
Ich segele seit der Zeit nicht mehr mit Welle querab unter solchen Bedingungen.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

Der Beitrag von »Marinero« (Sonntag, 11. März 2018, 17:07) wurde vom Autor selbst gelöscht (Sonntag, 11. März 2018, 17:08).

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4

Sonntag, 11. März 2018, 17:21

Ab wann sollte man in die Welle drehen?

Was meinst du?

Einzelne Wellen aussteuern oder den bisherigen Kurs aufgeben und langsam gegenan, wie es die dicken Pötte machen?

Refugio

Bootsmann

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5

Sonntag, 11. März 2018, 19:31

Genau das meine ich ....
gebt ihr den Kurs auf um aufrund von Wellen zu kreuzen ?? Eine Welle vom Heck ist auch nicht so entspannend.
Ich habe bisher, wenn es zu viel wurde den Kurs angepasst. Zumindest soweit, das ich die Wellen nicht quer sondern leicht schräg nehmen kann.

gruß
Andy
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SKOKIAAN

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6

Sonntag, 11. März 2018, 21:29

Das hast Du richtig gemacht: Bevor man querschlägt oder die achterliche Welle einsteigt, sollte man den Kurs so ändern, dass beide Gefahren möglichst vermieden werden - geht aber nur bei freiem Seeraum. In Küstennähe, mit Sandbänken rechts und links vom Fahrwassern und Brechern darauf (zB entlang der franz./belgischen Küste) muss man schauen, was geht.

Hängt ja auch vom Boot ab: Mit der First 310 bin ich gerne platt vorm Laken bei Starkwind ins Surfen gekommen (der relative Wind nimmt dann entsprechend ab), mit der Moody geht das nicht, aber bislang ging alles gut: Man muss von Fall zu Fall entscheiden, es gibt kein Patentrezept.

Als wir mit einer GibSea 125 (also 12,5 m Länge) im April von der Karibik zuerst nördlich und dann westlich gesegelt sind, kamen wir in einen leichten Sturm. Der Skipper hat das Groß weggenommen und die Genua 3 noch ein Stück eingerollt und dann mit dem Spibaum fixiert. Wir mussten dann platt vor dem Laken ablaufen, ein Kurswechsel je nach Welle war nicht möglich (in manchen Büchern zum Starkwindsegeln wird empfohlen, die Wellenberge schräg zu schneiden und dann wieder anzuluven). Aber da der Törn für den Skipper seine 52. Atlantiküberquerung war, habe ich das so akzeptiert, und es hat auch funktioniert. Waren auch nur 8-9 Beaufort, bei mehr hätten wir das Segel ganz eingerollt und wären vor Topp und Takel abgelaufen.

Generell gilt wohl, dass moderne Leichtbaukonstruktionen in der Welle bei Starkwind anders zu handhaben sind als ältere und schwerere Boote oder gar Langkieler (sog. "Bleitransporter").

Und generell gilt auch, dass Segeln in der Welle bei Starkwind eine geile Sache ist - man gewöhnt sich dann daran und findet es schön, aber wehe, der Wind frischt weiter auf. Dann schlägt der Spaß um in - ich weiß nicht genau, wie man es bezeichnen soll - jedenfalls geht dem Skipper dann der "Arsch auf Grundeis". Zum Glück geht es meistens trotzdem gut aus.

Handbreit, Skokiaan

7

Sonntag, 11. März 2018, 21:30


Ich habe bisher, wenn es zu viel wurde den Kurs angepasst.


Damit hast Du Dir die Antwort ja auch schon selbst gegeben - WANN es zu viel wird, hängt konkret von den Wellen, dem Wind und vom Boot ab.

Winterfalke

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8

Montag, 12. März 2018, 14:36

Wind, Welle und Kurs sind ja leider oft nicht das Gleiche. Aber der Wohlfühlfaktor spielt eben eine Rolle. Gegenan am Wind macht - mir persönlich - das Segeln den meisten Spaß. Vor dem Wind das Gerolle geht mir auf den Zeiger (und den Magen :kotz: ). Dann lieber raum abreiten und ständig aussteuern müssen. Ist eben Geschmackssache und auch die Wellenhöhe wird eine Rolle spielen. Bei der kurzen Welle vom Schirokko ist es mir eigentlich egal.
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

jogi73

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9

Montag, 12. März 2018, 15:24

Hallo,

habt ihr das Video vom Martin der Jambo (Bavaria 34) schon gesehen?
Er ist auf dem Heimweg in 5m hohen Wellen unterwegs.
Eine dicke Welle hat ihn auch quer geschlagen und komplett auf die Seite, leider gibt es speziell dazu keine Aufnahmen.
Aber er erklärt wieso dies passiert ist und er die weitere Reise bei den Bedingungen gemeistert hat

https://www.youtube.com/watch?v=dMBHTpDKEdo
viele Grüße der Jörg

Rottweiler

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10

Montag, 12. März 2018, 15:27

Wind, Welle und Kurs sind ja leider oft nicht das Gleiche

? wie könnte das auch das Gleiche sein? :P
Liebe Grüße, Walter

there is no tool like an old tool.....

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Rottweiler« (12. März 2018, 16:34)


11

Montag, 12. März 2018, 18:43

Probiere mal Surfen. Um das Gefühl für Wellen zu kriegen. Dann eine (Gleit)jolle. Mit meiner GRINDE waren Wellen die reine Freude. Von jeder Richtung. Aber ich war eben auch Surfer...... da liest man das Wasser. Und nutzt es wie ein Delphin.
Suche NV Karten Serie 1 2016 2017 2018 - aus Papier!

hans

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12

Montag, 12. März 2018, 19:00

Wir mußten mal, wg. Urlaubsende, bei starkem NW von Marstal zurück nach Kiel. Ich bin dann im Wellental etwas abgefallen zum Fahrt aufnehmen um dann oben auf dem Wellenkamm so hoch wie möglich durch die Welle zu gehen und danach wieder abzufallen. Das ging nicht schlecht, war aber auf die Dauer anstrengend.

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13

Montag, 12. März 2018, 19:14

Ich versuche (nicht nur) bei mehr Wind und Welle ausreichend Fahrt im Boot zu halten. Es ist weder sinnig sich hoch am Wind in der Welle festzustampfen, noch mit 2 kn Fahrt vor den Wellen abzulaufen. Gerade tief raumschots od. vor dem Wind ist es viel angenehmer, wenn man gleichschnell od. schneller als die Wellen ist.

Soweit die Theorie :O
Dietmar


-failure is always an option-

grauwal

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14

Montag, 12. März 2018, 19:22

Habe keine Erfahrung im Südpolarmeer,
außerhalb sollte man sehen das man ausreichend Fahrt behält (wie beim Segelfliegen :)) und den Autopilot machen lassen. Der meint zu den Wellen: Janich´ ichnorieren.
Sowohl die Windstärken als auch die Wellenhöhen haben ganz individuelle Skalen :)

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

15

Montag, 12. März 2018, 20:30

außerhalb sollte man sehen das man ausreichend Fahrt behält (wie beim Segelfliegen ) und den Autopilot machen lassen. Der meint zu den Wellen: Janich´ ichnorieren.
Sowohl die Windstärken als auch die Wellenhöhen haben ganz individuelle Skalen


... Mein Autopilot versagt leider bei zu viel Welle :-(

Aber ignorieren passt :)

.. und Übung schafft Gelassenheit... Öfter bei viel Wind und Welle rausfahren und alle Varianten für Dich ausprobieren.

Mein Lieblingskurs bei stundenlangem Gebolze; Beidrehen und Kaffee kochen... :D

unregistriert

16

Montag, 12. März 2018, 22:10

Moin, so richtig allgemeingültige Antworten auf die Frage gibt es wahrscheinlich nicht, dazu hängt die Sache zu sehr von Wellenlänge, Höhe, Seegebiet, dem Boot und der persönlichen Leidensfähigkeit ab. Irgendwann läuft das Schiff keine Höhe mehr gegenan, da hilft dann eigentlich nur noch ablaufen vor dem Wind. Wenn man dann genug Seeraum dafür hat. Ist mir Gott sei Dank erst einmal passiert und muss sich wegen mir auch nicht wiederholen. Aber manchmal wird man ja auch nicht gefragt. :D
Ansonsten finde ich die Sache mehr oder weniger selbsterklärend. Spätestens wenns richtig nass wird fängt man an die persönliche Abenteuerlust zu überdenken.

Gruss Hendrik

grauwal

Kapitän

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17

Dienstag, 13. März 2018, 08:47

Moin, so richtig allgemeingültige Antworten auf die Frage gibt es wahrscheinlich nicht, dazu hängt die Sache zu sehr von Wellenlänge, Höhe, Seegebiet, dem Boot und der persönlichen Leidensfähigkeit ab. Irgendwann läuft das Schiff keine Höhe mehr gegenan, da hilft dann eigentlich nur noch ablaufen vor dem Wind. Wenn man dann genug Seeraum dafür hat. Ist mir Gott sei Dank erst einmal passiert und muss sich wegen mir auch nicht wiederholen. Aber manchmal wird man ja auch nicht gefragt. :D
Ansonsten finde ich die Sache mehr oder weniger selbsterklärend. Spätestens wenns richtig nass wird fängt man an die persönliche Abenteuerlust zu überdenken.

Gruss Hendrik


Völlig richtig!
3m Welle auf 2000m Wassertiefe tun nix, die wollen nicht mal spielen. Bei ausreichend Wind ist es ein Spaß, ohne Wind sehr unbequem. 1,5m im Gatt ist übel, und die Möglichkeiten einer Reaktion sind rar, Augen zu und durch.
Bei wirklich hohen Wellen gerät man im Wellental in die Abdeckung, der scheinbare Wind schralt. Dann muss man bei der Höhe nachgeben oder grundsätzlich voller laufen lassen.
Das Boot hat auch einen erheblichen Einfluss. Bei 45' kann man die Wellen länger ignorieren als bei 30'chen. Hinzu kommt noch, das Boote mit guten Berg-auf-Eigenschaften noch mit winzigen Segelflächen die Wellen mühelos hinaufklettern während Segellauben längst abfallen müssen.

Hauptsächlich Gefühlssache.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

Winterfalke

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18

Dienstag, 13. März 2018, 09:22

... Mein Autopilot versagt leider bei zu viel Welle :-(

Als Charterer kann ich Dir sagen, ich hatte noch keine Yacht, deren AP bei ordentlich Wind und Welle nicht die Nerven weggeschmissen hat. Einhand im Manövern nicht so ganz unkritisch. Auch das unruhige Gekreische in der Steuersäule nervt ganz schön.
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

grauwal

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19

Dienstag, 13. März 2018, 10:06

... Mein Autopilot versagt leider bei zu viel Welle :-(

Als Charterer kann ich Dir sagen, ich hatte noch keine Yacht, deren AP bei ordentlich Wind und Welle nicht die Nerven weggeschmissen hat. Einhand im Manövern nicht so ganz unkritisch. Auch das unruhige Gekreische in der Steuersäule nervt ganz schön.


Da ist tatsächlich was dran,
kommt auf Kurs, Regelcharakteristik und das Boot an.
- Bei raumen Kursen haben die AP bei Welle das schwerste Stück Arbeit. Oft reagieren sie zu schnell und zu heftig. Am Wind sind sie ganz brauchbar.
- Die Regelcharakteristik ist nicht angepasst. Wie fast überall gilt auch hier: Schneller und stärker, im Gegensatz zu einem guten Rudergänger. Der lässt laufen und bewegt das Ruder so wenig wie möglich (jeder Ruderbewegung bremst). Kurzfristiges Versetzen der Kiellinie korrigiert sich von selbst, lediglich die aus mehreren Kursschwankungen erzeugte Summe muss korrigiert werden.
- Bei Booten die mit Kraft auf Kurs gehalten werden müssen (die sind i.d.R. mit Rad versehen) überfordern den AP. Die Kraft reicht nicht und er brauch reichlich Strom.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

20

Dienstag, 13. März 2018, 10:21


... die mit Kraft auf Kurs gehalten werden müssen (die sind i.d.R. mit Rad versehen)
So, so.
Gruß, Norman

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