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1

Freitag, 1. Juni 2018, 13:33

Einsatzbereich Code-0

Seit dieser Saison ergänzt ein Code-0 meine Segelgarderobe und ich bin noch ziemlich am Rumexperimentieren damit. Insbesondere bei spitzen Kursen bin ich mir oft nicht sicher, ob jetzt die G3 oder der Code-0 das bessere Segel ist. Eine größere Genua habe ich nicht. Theoretisch kann ich mit dem Code-0 bei sehr wenig Wind bis etwa 40 Grad an den wahren Wind. Wie handhabt ihr das an der Kreuz - nur mit der Genua und der Code-0 erst ab etwa 60 Grad? Wie haltet ihr das mit der Vorliekspannung? Nur zum rollen stramm und dann etwas (10 bis 20cm?) Lose geben? Schon klar, dass man das für jedes Boot und jedes Segel individuell heraus finden muss. Fände einen Austausch darüber aber interessant ...

Till

Lotse

Beiträge: 1 659

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Schiffsname: Seizh Avel

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2

Freitag, 1. Juni 2018, 15:17

Du kommst mit dem Code-0 bis 40 Grad an den wahren Wind? Das finde ich sehr hoch.

Ich würde das Vorliek relativ stark durchgesetzt lassen, es sei denn du benutzt das Segel auch für tiefe Kurse.

3

Freitag, 1. Juni 2018, 15:30

Das Fieren des Vorlieks bis ca. 20 cm war ein Tipp meines Segelmachers. Entlastet den Toppwirbel und das leicht nach Lee wandernde Vorliek erlaubt höhere Winkel zum Wind, wenn man ein bisschen spielt und sich ran tastet. Denke aber nicht, dass das an der Kreuz die optimale VMG bringt. Das Segel steht zwar, bremst aber gefühlt aber auch durch den eigenen Windwiderstand. Sinn macht es - wenn überhaupt - nur bei Windgeschwindigkeiten, bei denen die G3 nicht mehr zieht. Bin aber - wie gesagt - noch in der Experimentierphase ...

4

Freitag, 1. Juni 2018, 15:36

Bei wirklich niedrigsten Windgeschwindigkeiten (so 2-3 Knoten) schaffe ich das bis ca. 45/47 AWA. Noch spitzer? Aus was für einem Material ist Dein C0?. Vorliek bei wenig Wind ordentlich durchgesetzt. EDIT: fieren bei so wenig Wind? Ich probiers mal. Beim Einsatz halte ich mich an die North Übersicht die meinem Segel auch entspricht und das passt ziemlich gut.




10 Knoten bei 80-100 Grad sind so die Wohlfühnumer. Ab ca. 12/14 Knoten AWA wegrolle da es, bei unseren Böen hier, dann schnell mal auf die 22 Knoten und mehr hoch gehen kann. Ab so 16 Knoten wird ein wegrollen zum echten Kraftakt und kein Spaß mehr für das Segel.

Ansonsten gehe ich bei 10 Knoten und spitzer 80 Grad auf die Fock 1. So ungefähr :-)
*es ist immer niedriger als Du denkst!*

5

Freitag, 1. Juni 2018, 15:42

Danke.

Meiner ist aus Contender ZL-P 04 Laminat ...

Bis zu welchem Winkel fahrt ihr das Segel bei Windgeschwindigkeiten von etwa wahren 5 Kn?

Till

Lotse

Beiträge: 1 659

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6

Freitag, 1. Juni 2018, 15:44

Ich hatte das nicht richtig gelesen. Ich dachte du gibst da mehr Lose.

Was für ein Boot, was für ein Material? Fall am Mast-Top?

Mein Code-0 kommt an ein Fall, das direkt über dem Vorstag sitzt. Also deutlich unter der Mastspitze. Und ich kann den Code 0 außen Schoten, wie einen Gennaker, oder innen wie die Genua. Aber ob das Ding bei 40 Grad am wahren Wind überhaupt stehen würde? Muss ich mal ausprobieren.

Da der Code-0 relativ klein ist, und das Boot sehr stabil, könnte ich eigentlich auch bei etwas höheren Windgeschwindigkeiten fahren. Weil ich feige bin, halte ich mich an die Empfehlung, das Segel ab 15 Knoten weg zu packen.

7

Freitag, 1. Juni 2018, 15:53

Ist eine Elan 295. 7/8 getakelt. Das Spifall liegt etwa 30cm oberhalb des Fockfalls. Material ist Contender ZL-P 04 Laminat.

Das Boot ist recht rank. Am Wind wird die G3 da ab 10 Kn schnell die bessere Wahl. Bei raumen Kursen geht natürlich deutlich mehr. Wenn der Genni anfängt, mir Sorgen zu machen, ist der Code 0 mit seinem Furler eine gute Alternative. Aber schwierig finde ich die optimale Segelwahl bei den spitzen Kursen.

8

Freitag, 1. Juni 2018, 22:27

Mal eine "Randfrage" ...

Ein durchhängndes Vorliek kostet bei einem konventionellem Segel "mögliche Höhe", ist es bei einem C-0 anders?

Ich habe keine Erfahrung mit einem C-0 , deshalb meine Frage...interessiert mich...

:flag_of_truce:
(Nick)namen werden überbewertet. :nono:

Kokopelli

Salzbuckel

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9

Freitag, 1. Juni 2018, 22:40

Mal eine "Randfrage" ...

Ein durchhängndes Vorliek kostet bei einem konventionellem Segel "mögliche Höhe", ist es bei einem C-0 anders?

Ich habe keine Erfahrung mit einem C-0 , deshalb meine Frage...interessiert mich...

:flag_of_truce:
Diese Frage hat sich mir auch gleich aufgedrängt. Kannst du @Robst: uns hier mal aufklären?

norbaer

Salzbuckel

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10

Freitag, 1. Juni 2018, 23:59

Ein Code 0 wird ja bei wenig Wind gefahren und dann ist Sag (Durchgang am vorliek) durchaus erwünscht.
Man löst ja auch bei wenig Wind das Achterstag oder wie wir bei Sportjachten wird auch das Vorstag gelöst.

Der sag bewirkt, das man noch tieferes Profil im vorderen Bereich bekommt.
Denn der verstellbereich mit dem Fall ist ja auch begrenzt.


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fellow

Admiral

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11

Samstag, 2. Juni 2018, 00:37

Ein Code 0 wird ja bei wenig Wind gefahren und dann ist Sag (Durchgang am vorliek) durchaus erwünscht.
Theoretisch kann ich mit dem Code-0 bei sehr wenig Wind bis etwa 40 Grad an den wahren Wind.
Aber doch nicht mit 40°!? – Lass mich da aber gerne eines besseren belehren.

Das Thema ist für uns auch interessant, da ich noch immer zwischen Code 0 und Genakker schwanke. Das Diagramm von NORTH belegt wohl, dass das Thema Code X mittlerweile "kreativ" gelöst wird. Bei unserem eher konservativen Riss fahren wir aktuell eine 105% Fock. Für Leichtwind bergan bis raumschots ca. 120° suchen wir noch ein passendes Segel. Tiefere Kurse fahren wir nur, wenn nicht anders machbar. Wir halsen lieber öfters.
Peter

12

Samstag, 2. Juni 2018, 07:05

Ein Code 0 wird ja bei wenig Wind gefahren und dann ist Sag (Durchgang am vorliek) durchaus erwünscht.
Man löst ja auch bei wenig Wind das Achterstag oder wie wir bei Sportjachten wird auch das Vorstag gelöst.

Der sag bewirkt, das man noch tieferes Profil im vorderen Bereich bekommt.
Denn der verstellbereich mit dem Fall ist ja auch begrenzt.


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Werde ich nachher gleich mal versuchen aber IMHO ist die Anti Torsionsleine im Vorliek zu schwer um bei Pippiwind und gefiertem Fall ein Profil im Richtung Luv zu halten. Eher abwärts :-) Wir reden hier ja von gaaaanz wenig Wind. Da es bei uns am See noch wenige Code 0 gibt, hab ich bei Leichtwind eine gute Sicht auf die Leistundgsfähigkeit. Alles steht, wir machen Speed in TWS Größe. Das aber wirklich nur in einem sehr engen Winkel von um die 45-50 Grad. Ist man da raus, steht man ebenfalls. Von daher versich ich das mal. Wobei mir mehr Wind lieber wäre :-)
*es ist immer niedriger als Du denkst!*

13

Samstag, 2. Juni 2018, 07:06

Meine Erklärung dazu ist, dass du die Genua zum Erreichen sehr Spitzer Windwinkel weit innen schoten kannst. Beim Code-0 als außen angeschlagenem Segel ist diese Möglichkeit begrenzt. Lässt du nun das Vorliek nun nach Lee wandern, wird der Winkel des Segels zum Wind ebenfalls spitzer. Allerdings zu dem Preis, dass das Segel insgesamt weiter in Lee hängt und damit einen stärkeren Hebel in Bezug auf die Krängung bekommt. Ist bei sehr schwachem Wind ja aber kein Thema.

Till

Lotse

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14

Samstag, 2. Juni 2018, 08:48

Ein Code 0 wird ja bei wenig Wind gefahren und dann ist Sag (Durchgang am vorliek) durchaus erwünscht.
Man löst ja auch bei wenig Wind das Achterstag oder wie wir bei Sportjachten wird auch das Vorstag gelöst.

Der sag bewirkt, das man noch tieferes Profil im vorderen Bereich bekommt.
Denn der verstellbereich mit dem Fall ist ja auch begrenzt.


Das sehe ich nicht so ganz. Wenn ein Segel vorne durch ein Stag oder durch den Mast geführt wird, dann kann man dort Lose geben, und dadurch im vorderen Bereich ein tieferes Profil erzeugen.
Fehlt die Führung des Vorlieks durch Stag oder Mastschiene, dann hängt das Liek durch, und es kommt zu einer völlig anderen Profilveränderung. Bei Am-Wind-Kursen hängt das Liek nach Lee, und das Profil wird in horizontaler Richtung flacher. Deshalb kann man im Prinzip höher an den Wind, die am Segel entstehende Kraft hat aber auch eine sehr hohe Komponente im rechten Winkel zur gewünschten Fahrtrichtung.

Bei sehr schwachem Wind kann das ja durchaus erwünscht sein, weil man sonst gar nicht die optimale Krängung erreicht.

Wenn der Wind reicht, um ausreichend Krängung zu bekommen (oder wenn man ein Boot hat, das auch ohne Krängung gut läuft), dann sollte das Vorliek eher gerade sein, weil das Segel dann am besten nach vorne zieht.
Oder etwa nicht?

Gruß, Till

smaugi

Salzbuckel

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15

Samstag, 2. Juni 2018, 09:02

Das Thema ist für uns auch interessant, da ich noch immer zwischen Code 0 und Genakker schwanke.

Ich habe auf unserem Lattecup letzte Woche folgendes erlebt - vielleicht hilft dir da bei deiner Entscheidung:
Wir (33Fuß) waren nach der Luvtonne 2 Stunden mit einem Gennaker unterwegs bei anfangs 4 bis später 1 Bft, eine zu dioesem Zeitpunkt weit vor uns liegende 38Fuß Yacht mit Code0. Der TWA war schwankte ca. von anfangs 100° bis später bei Leichtwind 120°. Mit unserem kleinen Böötchen haben wir die 38Fuß Yacht eingeholt, die sicher zuerst 500-1000m Vorsprung hatte. Der Code0 war eben für den leicht Raumschotswind nicht mehr optimal.
Den Gennaker kann man leicht bis 140° fahren - Der Code0 bringt da wohl keine Vorteile mehr.
Bei 50°-80° hingegen ist er sehr bevorteilt
Tschüss
Christian

Marinero

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16

Samstag, 2. Juni 2018, 18:29

Insbesondere bei spitzen Kursen bin ich mir oft nicht sicher, ob jetzt die G3 oder der Code-0 das bessere Segel ist. Eine größere Genua habe ich nicht. Theoretisch kann ich mit dem Code-0 bei sehr wenig Wind bis etwa 40 Grad an den wahren Wind
Das Thema ist für uns auch interessant, da ich noch immer zwischen Code 0 und Genakker schwanke

1. Code 0 ist nicht für 40° am Wind gedacht

2. Man kann nicht zwischen Code 0 und Gennaker wählen, weil das verschiedene Segel für verschiedene Einsatzbereiche sind

Code Zero ist wohl das must have Segel der letzten Jahre. Egal ob es zum Boot passt oder nicht, ob es sich für den doch ziemlich kleinen Einsatzbereich überhaupt lohnt, der "Turbolader" muss an Bord.

Ein Segel, ursprünglich nur aufgrund einer Regellücke entworfen und auf einem Vollblut-Racer gefahren, dem 17 (!) Segel pro Etappe zur Verfügung standen. :rolleyes:

Aber wer weiß, was die Segelmacher heutzutage alles als Code 0 verticken. Hauptsache der Rubel rollt.

17

Samstag, 2. Juni 2018, 18:46

Wenn man so einen alten Genuakahn fährt, mag der Code-0 nicht viele Vorteile bringen. Lässt die moderne Rigggeometrie aber nur eine 105% Genua zu, sieht die Sache komplett anders aus ...

18

Samstag, 2. Juni 2018, 19:21

Ich schließe mich dem letzten Beitrag an.

Wir haben bewusst eine 105% Epex Garderobe gewählt. Zusammen mit einem ebenfalls emphohlenen A2 macht das Spaß. Aber der ist selbst bei dichter als halbem Wind an seiner Grenze, steht nicht mehr gut...

Heute bei Anfangs 6kn TWS war etwas mau mit der Fläche bei einem Anlieger. Da habe ich mal wieder an eine C0 gedacht...

Marinero

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19

Samstag, 2. Juni 2018, 19:37

Wenn man so einen alten Genuakahn fährt...

:D

20

Samstag, 2. Juni 2018, 21:44

So, heute bei bestem Wind den Code 0 mal gefordert. Fall fieren um mehr Höhe zu laufen klappt bei mir nicht. Wie angenommen, bei gaanz wenig Wind ist das Torssionstau zu schwer. Hatten heute aber meist 10-12 Knoten OHNE große Böen. War wie Weihnachten. Wir sind bei 10 Knoten Wind bei unter 40 Grad geendet. Müssten so 37/38 Grad gewesen sein. Auf beiden Bugen / Bugs / Mehrzahl von Bug :-) jeweils identisch. Windmesser sollte also passen.

Geht also. Aber Krängung satt. Speed war mit bis zu 6.0 Knoten aber sehr ordentlich.

Bei 90 Grad machts aber mehr Spaß :-)
*es ist immer niedriger als Du denkst!*

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