Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

ElRolfo

Leichtmatrose

  • »ElRolfo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 36

Wohnort: Hohenlohekreis

  • Nachricht senden

41

Montag, 4. Juni 2018, 16:41

Was spricht gegen eine Wende / Halse um das Geschehen dann auf dem Gegenkurs erst einmal weiter anzuschauen? Wie beim Auto Fuss vom Gas geht auf dem Wasser nicht ganz so einfach, ausser Segel runter oder alles loswerfen (letzteres dann oft incl. Segelschäden). Auf einer Jolle sind Wenden doch flott und auf engen Raum gut machbar.

Dagegen spricht natürlich nichts. Allerdings war´s zu dem Zeitpunkt (nachdem wir uns vom Schreck erholt hatten) verdammt eng auf dem Wasser geworden. Wir haben trotzdem (nachdem wir durch das Bootsgewimmel durch waren) eine Halse gemacht und sind wieder in das Durcheinander reingefahren - weil uns schlichtweg keine Alternative blieb: ein paar hundert Meter weiter wurde das Wasser schmal und dann war der See zu Ende.
Nachdem wir die Lage gepeilt hatten sind wir (immer noch mit dem subjektiven "Affenzahn") mit einer Wende umgekehrt und dann in Richtung Boje. Mittlerweile hatte der Wind wieder gedreht so daß wir quasi einen
Aufschießer geschenkt bekamen. Wir hatten alle weiche Knie nach der Geschichte (die subjektiv keine 90 Sekunden dauerte) und waren heilfroh als das Großsegel unten und zusammengepackt hatten.

Beiträge: 137

Bootstyp: Atlanta - Kolibri

Heimathafen: Hagnau am Bodensee

  • Nachricht senden

42

Montag, 4. Juni 2018, 16:52

Also nach der ersten Aufregung bekommst Du von mir auch mal ein :welcome: und ein :alleswirdgut:
Darf ich mal dazwischen fragen, wer Dir das segeln beibringt? Eine Segelschule? Ein Freund? Ein Segelverein? Oder habe ich etwas überlesen?
Wenn ich Deine Posts lese bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass es auch am Bootsführer gelegen hat, das das von Dir beschriebene Manöver so viel Panik an Bord generiert hat.
Viele Grüße

Tobias
_____________________________________________________
***Atlanta Bootsbau - Kolibri - 1978*** :wickie:
***Cobramold Ltd - Leisure 17SL*** - SOLD :segeln:

ElRolfo

Leichtmatrose

  • »ElRolfo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 36

Wohnort: Hohenlohekreis

  • Nachricht senden

43

Montag, 4. Juni 2018, 17:14

Das war der letzte Tag des Grundkurses bei einer Segelschule. Alle Schulungsteilnehmer sind eine Art Regatta gesegelt (naja, nur teilweise mangels WInd) bis auf zwei Boote- eines davon war das auf dem ich war. Meine Frau sollte für den Grundschein praktisch geprüft werden und saß an der Pinne. Ich war der "Fockaffe" (Vorschoter). Der Grundkurs dauerte eine Woche bei der wir auch viel auf dem Wasser waren, meistens war aber Flaute oder ganz schwacher Wind. (< 5 km/h). Das ist sehr fein um als blutiger Anfänger Manöver üben zu können, wenn man aber plötzlich und ohne Vorbereitung quasi "an die Front" gerät reicht diese Art der Vorbereitung nicht aus.

Der Wind war keine normale Böe sondern eine Art Sogwind der dort vor einem Gewitter entstehen kann wenn warme Luftschichten auf kalte Luftschichten stoßen. Dieser dauert ein paar Minuten und ist sehr kräftig. Der Wetterdienst meinte es gab abschnittsweise Böen bis 4 Bft. Nach dem was ich so empfang war dieser Wahnsinnstrip die ganze Zeit mit 4 Bft abgelaufen. Das Boot war voll aufgetucht, also ohne Reff und mit kompletten Focksegel - es war ja stundenlang nur gaaanz wenig Wind, wenn überhaupt. Die meiste Zeit saßen wir auf dem Boot und haben uns Witze erzählt weil kein bißchen Bewegung reinkam.

Nachdem wir den Schreck überwunden hatten (und immer noch auf das Gewimmel am Hafen zurasten) war uns allen dreien (meine Frau, ich und ein weiterer Schulungsteilnehmer) klar daß wir das nur durchstehen wenn wir die Nerven behalten. Bei der Halse und bei der Wende haben wir daher meine Frau kräftig unterstützt und sie hat das auch ausgezeichnet hinbekommen. Trotzdem erscheint mir das alles im Nachhinein als wäre alles in wenigen Sekunden abgelaufen - zeitliche Verkürzung durch extremen Streß würde ich sagen.

Danach haben wir beschlossen daß wir noch viel üben müssen damit wir (wenn das wieder passiert) wissen was wir tun können. Daher versuchen wir jetzt immer wenn es geht am Wochenende aufs Wasser zu kommen.
Trotzdem hat mir der Vorfall gezeigt daß es gut ist wenn man auch theoretisch besser vorbereitet ist.

Klaus Helfrich

Salzbuckel

Beiträge: 3 841

Wohnort: Lübeck

Schiffsname: Tammina und Siebengestirn

Bootstyp: Motoryacht + Jolle Triss Giggen

Heimathafen: Schlutup

Rufzeichen: DJNW

  • Nachricht senden

44

Montag, 4. Juni 2018, 17:43

Die Idee mit der Pütz ist witzig, aber der lommelige Plastikeimer der in dem Boot lag wäre sicher dabei kaputtgegangen



Deswegen empfahl ich Dir eine Pütz:index.php?page=Attachment&attachmentID=222866

und nicht irgendeinen Plastikeimer. Du wolltest ene Empfehlung wie Du zukünftig in einem solchen Fall handeln könntest um Fahrt aus Deinem Boot zu nehmen, von Anhalten war nicht die Rede:
Angenommen ich segele einen Raumschot- oder Halber-Wind-Kurs: was muß ich tun um in dieser Situation das Boot langsamer zu bekommen?

Das Abbremsen mit einer Pütz habe nicht etwa ich mir ausgedacht, sondern das war der Rat eines sehr erfahrenen Seglers, nachdem ich mein Boot nicht rechtzeitig zum Stehen brauchte und ihn rammte. Das ist ca. vierzig Jahre her, vielleicht gilt es ja heute nicht mehr oder ist "na ja":
Der Gedanke, auf ner Jolle nen Eimer hinterherzuschleppen, erscheint mir , na ja...
was auch immer "na ja" bedeuten mag, es wird ja nicht nur Klugscheisserei gewesen sein ... oder?
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

grauwal

Kapitän

Beiträge: 753

Schiffsname: lebhaft

Bootstyp: Aquanaut 1000

  • Nachricht senden

45

Montag, 4. Juni 2018, 20:53




Deswegen empfahl ich Dir eine Pütz......


Nee Klaus, es geht hier um eine "Jolle", ein offenes Kielboot. Bei einer richtigen Jolle ist das in höherem Maß kein passender Hinweis.
Viele Ratschläge, die von Dickschiffseglern und Ausbildungsspezialisten erdacht wurden taugen nicht für die Jollensegler, wobei ich die erwähnte Valk nicht zu den Jollen zähle.
- Das anluven in einer Bö, wie es die Ausbilder predigen, ist im Regattabetieb gut für ein paar Meter höhe zu machen, für bei Schmackes über Wasser zu bleiben nicht. Schon die Zentrifugalkraft des Riggs (1/3 bei einer Rennjolle) reicht mit dem zugenommenen Wind für eine Schwimmeinlage. Man vermeidet die Kenterung durch verstärktes Ausreiten, Fieren (wenig, sonst geht´s nach Luv zu Wasser) und letztlich: Abfallen!!!! Das verlängert die "Kenterlinie" und setzt die Energie in Fahrt um (letzteres gilt nur für die Jolle).
- Dass eine Vergrößerung der projizierten Windangriffsfläche (übermäßiges Dichtholen des Groß) zu mehr Krängung führt ist auch eine Legende. Der Auftrieb eines Profils ist deutlich wirkungsvoller
- Dass eine Halse gefährlich sei, ist ebenso dummes Zeug. Nur die Patenthalse ist es, klar das pennen gefährlich ist.
- Das ein Aufschießer, so wie in der Grafik gezeigt gesegelt werden muss, sollte man ganz schnell vergessen - siehe Nahezuaufschießer (ca. 45° zum Wind). Hier kann man jeder Zeit korrigieren.

Zum Thema: Halb und raumer erhält des Groß einen Vortrieb, es sei den dass man es "überplatt" drücken oder zerren kann. Bei leichtem Wind kann man so trefflich bremsen (und rückwärts aus der Box durch den Hafen segeln, wenn man es kann :)). Bei mehr Wind reicht der Vortrieb der Fock. Mit der kommt man überall hin wenn das Groß vorher schon geborgen wurde, und man kann sie jederzeit fliegen lassen.

Mit diesen Thesen steh ich ziemlich alleine da, nicht ganz: Uwe Mares stimmt mir zu :).


Mares / Schubert, "Segen mit der Jolle", ISBN 3-7688-0151-9, Delius Klasing. Der bezieht sich allerdings nicht auf bräsiger Ausbildungsteiben wo zuweilen die Klau auf den Lümmel gerefft wird.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

Klaus Helfrich

Salzbuckel

Beiträge: 3 841

Wohnort: Lübeck

Schiffsname: Tammina und Siebengestirn

Bootstyp: Motoryacht + Jolle Triss Giggen

Heimathafen: Schlutup

Rufzeichen: DJNW

  • Nachricht senden

46

Montag, 4. Juni 2018, 21:19

Nee Klaus, es geht hier um eine "Jolle ", ein offenes Kielboot. Bei einer richtigen Jolle ist das in höherem Maß kein passender Hinweis.
Viele Ratschläge, die von Dickschiffseglern und Ausbildungsspezialisten erdacht wurden taugen nicht für die Jollensegler, wobei ich die erwähnte Valk nicht zu den Jollen zähle.

Um welchen Schiffstyp handelt es sich Deiner Meinung nach? Im obigem Zitat verstehe wer will was Du meinst, ich verstehe es nicht.
Hast Du das Bremsen mit Hilfe einer Pütz überhaupt schon mal ausprobiert?
Jeder der ein Boot, eine Leine und eine Pütz hat, kann ja das Verlangsamen der Fahrt mit Hilfe einer Pütz ausprobieren und dann über Erfolg oder Misserfolg berichten.
Btw Aufstoppen kann man gut mit einem Anker. Wenn man es einigermassen geschickt macht, dann dreht das Boot von selbst in den Wind. Ich habe häufig sowohl Segel gesetzt und geborgen, wenn meine Jolle verankert war...
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

Löhni

Salzbuckel

Beiträge: 6 017

Wohnort: Mönkeberg

Schiffsname: Canta Libre

Bootstyp: Dehler Optima 98 GS

Heimathafen: Mönkeberg, Strandweg 14

Rufzeichen: DH6458

MMSI: 211489660

  • Nachricht senden

47

Montag, 4. Juni 2018, 22:56

Anfänger geraten öfter in die Situation, dass es ihnen "alles zu schnell geht". Entweder weil sie, wie Du, Angst haben, irgendwo gegen zu fahren, weil sie erstmal die Schoten, den Pinnenausleger oder sich selbst klarieren müssen, oder weil sei schlicht den Eindruck haben, von der Situation überfordert zu sein und erstmal durchatmen müssen.
Aufschießer sind da tatsächlich nur bedingt zu empfehlen. Dass das Boot unter Umständen nur kurz steht, bevor es wieder abfällt und Fahrt aufnimmt, ist nur ein Problem. Das kann man durch Fieren aber verhindern. Schlimmer ist, dass nach einem Aufschießer das Großsegel samt Baum über oder vor dem Kopf des eh schon aufgeregten Anfängers hin und her schlägt. Das trägt meist nicht zur Beruhigung bei.
Wir bringen unseren Kindern als erstes die "Parkposition" bei: Anluven, bis das Boot auf einem (geschrickten) Amwindkurs ist, und dann die Schot los schmeißen. Dann kommt das Boot ruckzuck zum Stehen und man hat Ruhe, um alles zu klarieren und einen klaren Gedanken zu fassen. Der Baum schlägt einem nicht über dem Kopf rum und man kann durch simples Dichtholen jederzeit wieder Fahrt in definierter Richtung aufnehmen.
In der speziellen Situation, dass in Luv kein Platz ist, würde ich es vorziehen, erstmal abzufallen (um Raum zum Luvhindernis zu gewinnen) und dann (beinahe) aufzuschießen, bevor ich mit zuviel Druck im Segel eine Halse fahre.

Und noch ein Tipp: Die allermeisten (wenn nicht alle) Segelboote fahren vor dem Wind langsamer, als raumschots. Wenn es dir raumschots etwas zu schnell zugeht, kann also das Abfallen auf Vorwind auch ein bisschen Speed rausnehmen. Allerdings erfordert das Steuern vor dem Wind deutlich mehr Konzentration (und Erfahrung)

Vor dem Wind oder auf tiefen raumschots-Kursen die Segel dicht holen gehört bei Anfängern auf Jollen bestimmt zu den "Top 5" Gründen, ungewollt im Bach zu landen. :D
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

grauwal

Kapitän

Beiträge: 753

Schiffsname: lebhaft

Bootstyp: Aquanaut 1000

  • Nachricht senden

48

Dienstag, 5. Juni 2018, 00:06

………………..
Um welchen Schiffstyp handelt es sich Deiner Meinung nach? Im obigem Zitat verstehe wer will was Du meinst, ich verstehe es nicht.
Hast Du das Bremsen mit Hilfe einer Pütz überhaupt schon mal ausprobiert?

………….....


Bei einer Valk handelt es sich um ein offenes Kielboot, das ist etwas ganz anderes als eine Jolle.
Auf der Jolle habe ich nie eine Pütz mitgeführt, das macht kein Mensch.
Das letzte Mal, als ich mit der Pützbremse konfrontiert wurde, ist gar nicht lange her. Wir haben einen motorlosen Halbtonner aus dem Hafen von Scheveningen geschleppt, der hatte vorsorglich eine halbvolle(!) Pütz griffbereit weil wir vom Hafenkapitän fast eine Stunde aufgehalten wurden und im engen Innenhafen lavieren mussten. Wir haben dieses Hilfsmittel nicht genutzt, weil wir beide mit unserem Schiff umgehen konnten. Anschließend haben wir uns ein spannendes, lustvolles Rennen bei Nordostwind bis IJmuiden geliefert, haben nie bremsen müssen :).

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

Klaus Helfrich

Salzbuckel

Beiträge: 3 841

Wohnort: Lübeck

Schiffsname: Tammina und Siebengestirn

Bootstyp: Motoryacht + Jolle Triss Giggen

Heimathafen: Schlutup

Rufzeichen: DJNW

  • Nachricht senden

49

Dienstag, 5. Juni 2018, 00:18

Weitere Diskussionen mit Dir erübrigen sich, da Du anscheinend nicht weißt was Du schreibst ....

Zitat

Nee Klaus, es geht hier um eine "Jolle ", ein offenes Kielboot. [---] wobei ich die erwähnte Valk nicht zu den Jollen zähle.
..und Tschüsss
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

50

Dienstag, 5. Juni 2018, 06:43

Auf der Jolle habe ich nie eine Pütz mitgeführt, das macht kein Mensch.

Wozu auch. Das Wasser läuft ja nach dem Aufrichten von alleine wieder raus.
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

Till

Lotse

Beiträge: 1 620

Wohnort: Langenfeld Rhld

Schiffsname: Seizh Avel

  • Nachricht senden

51

Dienstag, 5. Juni 2018, 07:10

Wozu auch. Das Wasser läuft ja nach dem Aufrichten von alleine wieder raus.

Bei einer ganz normalen Jolle läuft das Wasser nicht einfach ab.

52

Dienstag, 5. Juni 2018, 07:13

Wozu auch. Das Wasser läuft ja nach dem Aufrichten von alleine wieder raus.

Bei einer ganz normalen Jolle läuft das Wasser nicht einfach ab.

Bei allen "ganz normalen" Jollen, die ich gesegelt bin, tat es das! Jedesmal wieder... ;)
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

pks

Lotse

Beiträge: 1 605

Wohnort: Mittelfranken

Bootstyp: ehemals: Conger - Friendship 25 HK - Compromis C999

  • Nachricht senden

53

Dienstag, 5. Juni 2018, 07:33

Bei allen "ganz normalen" Jollen, die ich gesegelt bin, tat es das! Jedesmal wieder... ;)

Da fehlen dir aber einige (Jollen) in deiner Sammlung :rolleyes:

nen abgesoffenen Piraten wieder flott zu bekommen bedarf schon einiges, naja halt Nostalgie :O
Gruß aus Mittelfranken
Peter

Olaf_P32

Kapitän

Beiträge: 742

Wohnort: Steinhagen

Schiffsname: Irrwisch

Bootstyp: 15m² Jollenkreuzer

Heimathafen: Mardorf

Rufzeichen: Hallo

  • Nachricht senden

54

Dienstag, 5. Juni 2018, 07:43

Bei einer ganz normalen Jolle läuft das Wasser nicht einfach ab.
Da hast du warscheinlich noch keine Konstruktion gesehen die jünger als 50 Jahre ist. Alle halbwegs modernen Jollen wie 505,470, Korsar, FD usw. haben offene Spiegel bzw. eben dort große Klappen zum Wasser ablassen oder ein selbstlenzendes Cocpit wie die Conger. Nur so altehrwürdige Konstruktionen wie z.B. Pirat oder Zugvogel müssen leer gepützt werden. Auf meinem Korsaren hatte ich weder Pütz noch Ösfass, weil schlicht unnötig.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

Till

Lotse

Beiträge: 1 620

Wohnort: Langenfeld Rhld

Schiffsname: Seizh Avel

  • Nachricht senden

55

Dienstag, 5. Juni 2018, 07:48

Ist doch nicht so schwer zu verstehen: Die allgemeine Aussage, dass bei Jollen das Wasser frei abläuft, ist nicht richtig.

Daran ändert sich auch nichts, nur weil bei den meisten modernen Konstruktionen das Wasser spätestens bei einem bisschen Krängung raus ist.


Und ja, ich bin viel auf einer alten Jolle gesegelt.

Olaf_P32

Kapitän

Beiträge: 742

Wohnort: Steinhagen

Schiffsname: Irrwisch

Bootstyp: 15m² Jollenkreuzer

Heimathafen: Mardorf

Rufzeichen: Hallo

  • Nachricht senden

56

Dienstag, 5. Juni 2018, 08:03

Und ja, ich bin viel auf einer alten Jolle gesegelt.

Ich auch. Als Vorschoter auf einer H-Jolle von Fricke Baujahr 1962 und als Skipper auf einem 15er Jollenkreuzer von 1936.
Und das schon einige Jahrzehnte.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

Löhni

Salzbuckel

Beiträge: 6 017

Wohnort: Mönkeberg

Schiffsname: Canta Libre

Bootstyp: Dehler Optima 98 GS

Heimathafen: Mönkeberg, Strandweg 14

Rufzeichen: DH6458

MMSI: 211489660

  • Nachricht senden

57

Dienstag, 5. Juni 2018, 08:08

Die meisten fingen und fangen das Segeln wohl auf dem Optimisten an.
Den trocken zu segeln, ist meines Wissens noch keinem gelungen.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

Till

Lotse

Beiträge: 1 620

Wohnort: Langenfeld Rhld

Schiffsname: Seizh Avel

  • Nachricht senden

58

Dienstag, 5. Juni 2018, 08:28

Wo wir eh vom Thema abgedriften sind:

Vor langer, langer Zeit war ich mit einem Freund auf unserer Koralle segeln. Wir hatten darüber gesprochen, ob wir irgendwo ein Eis essen wollen oder zum Becker gehen - das weiß ich nicht mehr. Er wollte jedenfalls sehen, ob er genug Geld mit hat, ist aber im Sitzen nicht in die Taschen seiner Jeans gekommen. Also ist er einfach aufgestanden, was ansich nicht so schlimm gewesen wäre. Wir waren aber an einer Stelle auf dem See, wo mit Fallböen zu rechnen ist. Und so kam es dann auch, der extra Hauch Wind hat gereicht, um uns umzuschmeißen.
Kein Drama, dann richten wir die Jolle halt wieder auf. Beim ersten Versuch ins Boot zu klettern, haben wir es unter Wasser gedrückt, und es ist einfach nach unten weg gesackt. Schön aufrecht, mit der Mastspitze nach oben. Wir konnten also zusehen, wie der Mast immer weiter im Wasser verschwindet, bis er ganz untergetaucht war, und dann dem Mast und dem orangen Verklicker hinterhersehen, wie sie im klaren Wasser des Bergsees verschwinden.
Und dann ist das Boot langsam, und genauso aufrecht, wieder hoch gekommen.

So lag es dann vor uns, das Deck fast bündig mit dem Wasserspiegel. Ganz offensichtlich stimmte mit dem Auftrieb etwas nicht.

Wir haben versucht, vorsichtig rein zu klettern, das hat nicht geklappt. Dann haben wir es mit Freisegeln versucht. Und zwar seitlich neben dem Boot hängend. Auch das hat nicht geklappt.
Am Ende haben wir das Boot dann von außen soweit leer geschöpft, dass wir wieder rein klettern konnten.
Insgesamt waren wir zwei Stunden im 16 Grad kalten Wasser, und am Ende unserer Kräfte.


Ursache war übrigens, dass jemand einen Teil der Auftriebskörper, die in den Bug gehören, aus dem Boot genommen hatte. Die lagen in der Garage, und waren völlig in Ordnung.

59

Dienstag, 5. Juni 2018, 08:53

Nochmal für den TO zusammengefasst...
Man tut sich mit der Kenterei leichter auf einer selbstlenzenden Jolle. :tit:
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

60

Dienstag, 5. Juni 2018, 09:28

Was auch bremst: zu weit hinten sitzen. Eigentlich ein Fehler. Aber zum absichtlichen verlangsamen echt gut.
Gruß
der Michael

:D

Zur Zeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Ähnliche Themen

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 450   Hits gestern: 2 069   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 3 800 477   Hits pro Tag: 2 339,73 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 11 036   Klicks gestern: 13 711   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 31 191 919   Klicks pro Tag: 19 203,03 

Kontrollzentrum

Helvetia