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41

Montag, 20. März 2017, 16:56

Moin,

ich wollte mir am Samstag Klarlack von Schooner international holen,der Lack wurde laut Verkäufer aus den Regalen genommen und darf nur noch an Gewerbetreibene verkauft werden :gh:
Ist bei AWN noch auf der website.
Genau wie der Hempel-Epoxy-spachtel, den man als Ersatz für watertite nehmen könnte. Und unter der AWN-hausmarke gibt´s auch noch Polyester-Spachtel. Ist also so, dass es nicht ale Hersteller trifft, sondern nur die, die die Verordnung verpennt haben.

horstj

Seebär

Beiträge: 1 418

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

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42

Montag, 20. März 2017, 16:57

Hallo,
kann das sein, dass es hier ein Mißverständnis gibt?
Meines Wissens ist das doch die übliche Chemikalienverbots-Verordnung Die wird alle paar Jahre erneuert und meist erweitert. Darunter fällt alles mögliche, was es nur über Fachhändler oder nur für Fachleute gibt, die ganzen Dünger und Pestizide im Baumarkt, ganz viel bei Raiffeisen, Apothekenzeugs, viele gute Lacke uvm. Den Sachkundenachweis muss der Händler erbringen und es darf keine unbeobachtete Selbstbedienung stattfinden.
Vermutlich hat der Handel das nur verschlafen oder gedacht, dass es mal wieder fröhlich Übergangsfristen gibt. Das ist aber eigentlich seit ein paar Jahren vorbei.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/
Saison 2017 beginnt bald: Spinnaker 29m² unbenutzt neu für Condor 55, Varianta K4/65/VA, Neptun 20/22: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…223994-211-9362

43

Montag, 20. März 2017, 17:04

Hallo,
kann das sein, dass es hier ein Mißverständnis gibt?
Meines Wissens ist das doch die übliche Chemikalienverbots-Verordnung Die wird alle paar Jahre erneuert und meist erweitert. Darunter fällt alles mögliche, was es nur über Fachhändler oder nur für Fachleute gibt, die ganzen Dünger und Pestizide im Baumarkt, ganz viel bei Raiffeisen, Apothekenzeugs, viele gute Lacke uvm. Den Sachkundenachweis muss der Händler erbringen und es darf keine unbeobachtete Selbstbedienung stattfinden.
Vermutlich hat der Handel das nur verschlafen oder gedacht, dass es mal wieder fröhlich Übergangsfristen gibt. Das ist aber eigentlich seit ein paar Jahren vorbei.


Ahhh...jetzt wird es interessant. Habe nämlich am WE beim Grosströdler meines Vertrauens ein Gespräch belauscht, aus dem hervorging, dass selbiger Grosströdler seine Mitarbeiter erst noch zu einer Schulung schicken muss, bevor er sein bisherig bekanntes Sortiment wieder zurück in die Regale stellen darf.

Haben wir also etwas missverstanden und sind wir garnicht diejenigen, die hier geprüft werden sollen?

Gruß
Michael

Irgendwas ist immer, nur hoffentlich nicht alles zusammen... :Mauridia_44:

44

Montag, 20. März 2017, 17:22

... Haben wir also etwas missverstanden und sind wir garnicht diejenigen, die hier geprüft werden sollen?
Derjenige, der diese Stoffe abgibt, muss über die Sachkunde verfügen, nicht der Endverbraucher.
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

45

Montag, 20. März 2017, 17:25

... Haben wir also etwas missverstanden und sind wir garnicht diejenigen, die hier geprüft werden sollen?
Derjenige, der diese Stoffe abgibt, muss über die Sachkunde verfügen, nicht der Endverbraucher.



...scheint richtig zu sein auf der Yacht-Website wurde das gerade bestätigt.

Gruß
Michael

Irgendwas ist immer, nur hoffentlich nicht alles zusammen... :Mauridia_44:

46

Montag, 20. März 2017, 17:41

...scheint richtig zu sein auf der Yacht-Website wurde das gerade bestätigt.
Das scheint nicht nur so, sondern so steht es in der Chemikalienverbotsverordnung.
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

jugocaptan

Gott der Flaute und Quoten-Ösi

Beiträge: 10 246

Wohnort: Wien

Schiffsname: Gipsy, alle, I - III

Bootstyp: O-Jolle, Motorzille, Mobo Fiberline

Heimathafen: Wipfinger Lucke, Donau

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47

Montag, 20. März 2017, 17:54

Da fällt mir das Projekt vom Ö Segler mit umweltschonenden Bootsbaumaterialien ein.
Sedlacek


Und was denkst du womit diese Fasern zusammengepickt sind?
Herzlichen Gruß - Peter Jc. :jugo:

48

Montag, 20. März 2017, 18:04

Und da schimpfen Leute über Fake-News, wenn hier in einem
Trööt quasi in Serie produziert und sich darüber echauffiert wird.
:D
--------------------------
Ehrensenator im Bundesverband "Klare Worte statt gesülztes Gelaber" (BV KlaWo)

49

Montag, 20. März 2017, 18:07

Kan nit verstan ?(
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

50

Montag, 20. März 2017, 18:39

@jugocaptan:
Das Boot wurde wohl aus Balsaholz und einem Laminat aus "Vulkanfaser" und Lösemittel- und phenolfreien Epoxy gebaut. Ohne Polyester/Styrol.
Was für Werftarbeiter und Erstnutzer sicher gesünder ist.
Ob das Zukunft hat - keine Ahnung. Aber ich finde es immer interessant wenn Alternativen erprobt werden.

Hier ein Artikel der yacht zum Thema. Am Ende des Artikels findet sich ein Link zur Verordnung.
http://www.yacht.de/ausruestung/es-hat-s…lt/a111992.html

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (20. März 2017, 19:43)


Pat

Leichtmatrose

Beiträge: 45

Bootstyp: IF Boot

Heimathafen: Wendtorf

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51

Montag, 20. März 2017, 19:34

Moin zusammen,

das Wesentliche um das es hier geht sind Haftungsfragen.

Man sieht dies daran, dass man als Gewerbetreibender (eigenes, wie auch immer geartetes, Unternehmen mit Gewerbeschein) immer noch ohne irgendwelche Probleme direkt bei den Herstellern einkaufen kann.

Die Hersteller verkaufen nur an Gewerbetreibende, weil man durch seinen Kauf (meistens in den AGB) bestätigt, dass man "sachkundig" ist. Und damit ist der Hersteller aus allen aktuellen oder auch zukünftigen Haftungsfragen raus. Dies hat übrigends nichts mit dem Gewerbe zu tun welches man betreibt, kann auch eine "Frittenbude" sein.

Beim Endverbraucher sieht die Sache etwas anders aus. Dieser muss ja nach, in den letzten 2 Jahrzehnten immer mehr zunehmender allgemeiner Meinung, vor sich selber geschützt werden. Die Hersteller liefern nach wie vor an Baumärkte oder wen auch immer. Das Problem hat der Verkäufer, der die Produkte an die Endkunden verkauft. Dieser muss sicherstellen (da er an Privatkunden verkauft), dass der Käufer ausreichend sachkundig ist und diesen ggf. entsprechend sachkundig machen. Und um juristisch auf der sicheren Seite zu sein würde man sich vom Endkunden noch schriftlich bestätigen lassen, dass dieser die Einweisung und Belehrung verstanden hat.

Ein Hoch auf die Bürokratie! Und schade, dass Darwin so aus der Mode gekommen ist. ;)

PS: Ein Gewerbeschein kostet je nach Gemeinde zwischen 15,00 und 30,00 Euro. :)

52

Montag, 20. März 2017, 19:42

Spannend fand ich folgenden Satz im Yacht-Artikel: "Deswegen arbeitet Vosschemie gerade unter Hochdruck an einer neuen Produktserie mit Spachtelmassen, Reparaturgelcoats und Farben ohne Styrol und Testbenzin. Diese soll es ab April geben." (http://www.yacht.de/ausruestung/es-hat-s…lt/a111992.html)

Wir wissen seit Jahrzehnten, dass Styrol gesundheitsschädlich ist. Jahrelang passiert nichts, nun auf einmal geht das schnell... Komisch auch... (Wobei Epoxy auch nicht ohne ist, aber das ist ein anderes Thema.)

53

Montag, 20. März 2017, 19:43

... Beim Endverbraucher sieht die Sache etwas anders aus. Dieser muss ja nach, in den letzten 2 Jahrzehnten immer mehr zunehmender allgemeiner Meinung, vor sich selber geschützt werden....
Das ist leider so. Wenn ich sehe, wie in Hausgärten ohne Sinn, Verstand und Maß mit Mineraldüngern und Pflanzenschutzmitteln geaast wird... Und wenn der Verbraucher nicht vor sich geschützt werden muss, dann aber seine Mitmenschen.
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

54

Montag, 20. März 2017, 19:47

Mein Grossvater war ein grosser und emsiger Freund der Holzschutzmittel. Wenn es damals mehr Aufklärung und Sensibilität bzgl kanzerogener Stoffe gegeben hätte, dann hätte er evtl etwas länger gelebt. Nur Vermutungen, dennoch ein Anlass Auflagen nicht nur kritisch zu sehen.
https://www.test.de/Holzschutz-Altlasten…Spur-4508463-0/

Obwohl mich diese Verordnung ehrlich gesagt auch annervt...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (20. März 2017, 20:04)


alinea

Salzbuckel

Beiträge: 2 247

Wohnort: NRW

Bootstyp: TES678BT

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55

Montag, 20. März 2017, 23:12

Spannend fand ich folgenden Satz im Yacht-Artikel: "Deswegen arbeitet Vosschemie gerade unter Hochdruck an einer neuen Produktserie mit Spachtelmassen, Reparaturgelcoats und Farben ohne Styrol und Testbenzin. Diese soll es ab April geben." (http://www.yacht.de/ausruestung/es-hat-s…lt/a111992.html)

Wir wissen seit Jahrzehnten, dass Styrol gesundheitsschädlich ist. Jahrelang passiert nichts, nun auf einmal geht das schnell... Komisch auch... (Wobei Epoxy auch nicht ohne ist, aber das ist ein anderes Thema.)


Die Frage dabei ist aber, ob diese "Ersatzprodukte" genau so gut sind wie die bisher üblichen. Wenn man jetzt "auf die Schnelle" neues Zeugs aus dem Hut zaubern kann, fragt man sich doch, warum dieses man neue tolle Zeugs nicht schon immer verwendet wurde, wenn das doch die gleichen guten Eigenschaften haben soll..

Ich denke dabei z.B. an umweltfreundliche Lacke auf Wasserbasis. Zumindest das Zeug, was man im Baumarkt für privat kaufen kann, ist auf Dauer der größte Sch...., den man sich denken kann. Als echter Ersatz für Kunstharzlacke mit (gesundheitsschädlichen) Lösungsmitteln funktioniert das einfach nicht. Ist wahrscheinlich nur 'ne Frage der Zeit, wann man uns Heimwerkern auch diese Mittel verbietet, oder nur gegen Sachkundenachweis und Personalausweis aushändigt.

Nein, ich habe nichts gegen gesundheitsunschädliche Materialien, nur sollte man die Kirche im Dorf lassen. Hinweise auf gesundheitsschädigende Wirkungen gab es bisher auch schon, und wenn man die Merkblätter mit den Handhabungsvorschriften ernst nimmt, dann, ja dann würde man damit genau dasselbe machen wie vor dieser "aus-den-Regalen-räumen-Aktion".
Viele Grüße
alinea
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www.tes-freunde.de

56

Dienstag, 21. März 2017, 00:14

Ist wahrscheinlich nur 'ne Frage der Zeit, wann man uns Heimwerkern auch diese Mittel verbietet, oder nur gegen Sachkundenachweis und Personalausweis aushändigt.


... zumal jeder blödsinnige Haushaltsreiniger mit "Nano-Partikeln" oder hohem Chlorgehalt x-beliebig abgegeben werden kann ...

jensstark

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57

Dienstag, 21. März 2017, 07:33

Die Frage dabei ist aber, ob diese "Ersatzprodukte" genau so gut sind wie die bisher üblichen. Wenn man jetzt "auf die Schnelle" neues Zeugs aus dem Hut zaubern kann, fragt man sich doch, warum dieses man neue tolle Zeugs nicht schon immer verwendet wurde, wenn das doch die gleichen guten Eigenschaften haben soll..

Na ja - da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es ist beispielsweise möglich, daß die Ersatzsubstanz teurer ist. Oder nicht so stabil, d.h. Haltbarkeit und Lagerung könnten ein Problem darstellen.
(Bei Styrol sehe ich da allerdings Probleme - Polystyrol geht nicht ohne Styrol, um nur ein Trivialbeispiel zu bringen.)
Oder (das sehe ich kritisch!) das neue Produkt hat andere physikalische Eigenschaften - und haftet nicht oder nicht dauerhaft. Oder es vergilbt schneller oder langsamer.

Ich denke dabei z.B. an umweltfreundliche Lacke auf Wasserbasis. Zumindest das Zeug, was man im Baumarkt für privat kaufen kann, ist auf Dauer der größte Sch...., den man sich denken kann. Als echter Ersatz für Kunstharzlacke mit (gesundheitsschädlichen) Lösungsmitteln funktioniert das einfach nicht. Ist wahrscheinlich nur 'ne Frage der Zeit, wann man uns Heimwerkern auch diese Mittel verbietet, oder nur gegen Sachkundenachweis und Personalausweis aushändigt.

Es gibt ein teures, durchaus gutes AF auf Wasserbasis. Deshalb sehr angenehm zu verarbeitet.
Wenn ich mir allerdings vorstelle, wie Leute beispielsweise Geldshield ohne Atemschutz streichen...
Jeder vernünftige Mensch ist in der Lage, sich ein MSDS zu beschaffen (auch wenn die normalerweise "nur für professionelle Anwender" geschrieben werden) und Sicherheitshinweise auf den Packungen zu lesen. Aber es ist richtig, man wird von der Legislative mehr und mehr als unvernünftiger Trottel gesehen. Selbstverantwortung ist nicht mehr in Mode.

Peterchen

Salzbuckel

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58

Dienstag, 21. März 2017, 08:05

.....und eine Sachkundeprüfung kann man noch nicht ablegen weil es die Prüfung noch nicht gibt (das iat irgendwie 1. April). Ist schon spannend, wie damals beim Dosenpfand.

Grad noch schnell 2 kg mit dem bösen Gefahrenzeichen auf ebay bestellt falls ich demnächst ein größeres Loch schließen muß....... :-)

Kokopelli

Salzbuckel

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59

Dienstag, 21. März 2017, 09:42

Es gibt schon Möglichkeiten, Gefahrstoffe an den Anwender zu verkaufen. Ich habe vor ca. eineinhalb Jahren einen Spezialkleber online gekauft. Der Hersteller hat mir das Sicherheitsdatenblatt im Vorwege zugeschickt und mich gebeten auf einem Vordruck die Bestätiging der Sicherheitsbelehrung zurück zu schicken. Danach hat er den Kleber anstandslos versandt.
Die Menschheit lässt sich in zwei Gruppen einteilen: Segler und vom Leben Benachteiligte.

60

Dienstag, 21. März 2017, 14:19

Wahrscheinlich kommt dann sowas bei raus wie beim Bauschaum mit Isocyanat. Den gibts hier im Baumarkt nur im versperrten Schrank. Der wird dann von einem lustlosen Verkäufer wortlos rausgeholt. Sogar ohne Info, dass im Regal daneben Bauschaum ohne Isocyanat liegt.

Ich hoffe, dass die grossen Versender und Behnke/v d Linden etc einen Weg finden weiter versenden zu können.

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