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Lerigau

Admiral

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1

Montag, 20. März 2017, 20:58

Ballast erhöhen; ja, nein, wie viel

Moin,

wie einige vielleicht wissen mögen, fahre ich zur Zeit eine Stahlmotoryacht, kein Segelboot:
index.php?page=Attachment&attachmentID=211124
Es handelt sich um eine Veha 780 und wie man evtl. auf dem Bild sehen kann, ist die Pepino so ziemlich vollständig aus Stahl: Neben Rumpf auch Deck, Aufbauten und deren Dächer. Das genaue Gewicht kenne ich leider nicht, aber laut Recherchen wiegen andere Vehas in der Grösse 3,8 bis 5 to.
Der Kiel unterm Boot ist nicht durchgehend sondern endet ca. in der Mitte des Bootes. Darin steckt der Motor, ein OM636. Tiefgang beträgt 80 cm. Tank und Batterie befinden sich so ungefähr auf Wasserlinienhöhe.
Soweit die technischen Daten. Rein subjektiv mag ich kaum vermuten, dass sich der Schwerpunkt deutlich unter der Wasserlinie befindet :eeek:

In Fahrt ist es nun so, dass die Pepino bei Wellengang ziemlich ins Rollen kommt. Nicht, dass sie sich aufschaukelt, aber sie geht doch ganz schön hin und her. Auf der Weser z.B. ist es (bescheiden formuliert) sehr unangenehm, wenn mal ein dicker Pott aufkommt und man mangels Raum die Wellen "irgendwie" nehmen muss.

Nun hatte ich die Idee, dem ganzen mit mehr oder weniger Extra-Ballast unterm Motor entgegen zu wirken. Dazu wollte ich (testweise) Sandsäcke unter den Motor platzieren. Platz ist da noch genug, auch wenn man da schlecht hinkommt.

Aber wie viel? Fünf Säcke sind ca. 100 Kg, würde sich das überhaupt bemerkbar machen? Ich hätte gern, bevor ich mir die Mühe mache, eine Einschätzung über den Erfolg :O
(würde natürlich auch mehr Säcke nehmen, wenn es denn was bringt)
Achja: Wenn jemand an Bord von BB nach StB geht, dann merkt man das schon...

Kann jemand das irgendwie ansatzweise einschätzen, hat Erfahrungen oder muss ich probieren?

Danke fürs mitdenken :-)
Holger
„kommen sie, Rory, das ist keine Raketenwissenschaft! Das ist nur Quantenphysik“ (Dr. Who)

unregistriert

2

Montag, 20. März 2017, 21:05

Ich denke bei max. 80cm unter der Wasserlinie bringen da ein paar 100 Kg nicht viel. Du mußt wohl damit leben müssen.

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3

Montag, 20. März 2017, 21:09

Hallo Holger,
diese Schiffe sind für wellenlose Fluss- und Kanalfahrten gebaut. Da dürfte zusätzliches Ballast nur wenig ausrichten.
Ich hatte mal einen nl Plattbodensegler. Da habe ich dicke Gehweglatten mit Teermasse in die Bilge geklebt. Der Effekt war überschaubar gering.
Gruß aus dem Ot-Viertel

Leafde

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4

Montag, 20. März 2017, 21:56

einfach mal von nem freund bleibarren auslehen und testen. oder evtl über nen kleinen mast mit stützsegel nachdenken.
beton oder anderen unfug kann man nur abraten. das zieht nur feuchtigkeit an und lässt das boot von innen rosten ( beispiel domp /snekermeer)
Liebe Grüße Andreas

Squirrel

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5

Montag, 20. März 2017, 22:00

Das wird nichts bringen. Du änderst nur die Rollperiode, aber nicht das Phänomen an sich. Besser wäre, nach Art eines Fischerbootes ein kleines Stützsegel zu setzen - das braucht vermutlich kaum mehr a,s 2,5m² zu haben. Hat aber natürlich erhebliche Auswirkungen auf die optische Erscheinung.
There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

Lerigau

Admiral

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6

Montag, 20. März 2017, 22:06

Der Effekt war überschaubar gering.

Ein Plattboden hat aber auch noch weniger "nutzbaren" Tiefgang, den man mit Ballast ausfüllen könnte? Aber Danke, immerhin eine reale Erfahrung.
Und ja, Binnen macht es Freude, damit zu fahren :D

Immerhin, was mir vorhin noch eingefallen ist: Das Boot ist eigentlich für zwei Batterien ausgelegt, BB und SB je eine, ich fahre aber aktuell nur eine (BB). Und auf einem Foto vom Boot, welches jemand anders machte, als nur ich an Bord (und am BB-seitigem Steuerstand) war, da konnte man schon klar Lage erkennen. Das lässt zumindest vermuten, dass x Kg auf SB einiges an Balance erreichen...

Zitat

Du änderst nur die Rollperiode, aber nicht das Phänomen an sich

Darüber muss ich nachdenken, wenn mir keiner auf die Sprünge hilft :ueberlegen:

Stützsegel? Datt sind ja mal Ideen, cool. Als Besan würde das aber baulich kaum gelingen... oder?

VG
Holger
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Squirrel

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7

Montag, 20. März 2017, 22:12

Zitat
Du änderst nur die Rollperiode, aber nicht das Phänomen an sich


Darüber muss ich nachdenken, wenn mir keiner auf die Sprünge hilft :ueberlegen:


Soll heißen: Das Boot legt sich langsamer von einer Seite zur anderen, aber es hört nicht mit dem Schaukeln auf und es wird auch nicht unbedingt weniger.

Stützsegel muss nicht als Besan stehen, das geht auch Mittschiffs. Beispiel:
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Cocomax

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8

Montag, 20. März 2017, 22:47

Mir hat man das bei einer Fahrt auf einem Frachter so erklärt:

Wenn die Stahlblechrollen geladen hatten, war der Gewichtsschwerpunkt so weit unterhalb des Auftriebschwerpunktes, dass man auf der Brücke bei Sturm im Sekundentakt von links nach rechts flog - relativ kleiner Rollwinkel, aber sehr schnell.
Bei normaler Ladung mit höherem Gewichtsschwerpunkt rollte es langsamer, aber mit einem grösseren Rollwinkel.
Die letztere Situation war bei der Crew beliebter.
Inzwischen haben sie ein System intalliert, bei der die Stahlrollen auf halber Höhe im Laderaum platziert werden.


Wie Squirrel bereits sagte, die Art des Rollens wird sich ändern, aber es wird rollen.
Ulrich

hans

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9

Montag, 20. März 2017, 23:53

Das ist richtig, wir hatten mal Stahlplatten geladen. Der Laderaum war fast leer, nur ganz unten lagen ein "paar"solche Platten.
Die Rollerei war furchtbar, schnell und heftig, zum Kotzen gewissermassen. ;(

Lerigau

Admiral

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10

Dienstag, 21. März 2017, 00:02

Wie Squirrel bereits sagte, die Art des Rollens wird sich ändern, aber es wird rollen.

OK. Ich könnte also zum Wohlwollen aller eine zweite Batterie installieren :D

Aber nee; Ich werde die Lösung dieses Problems weiter dahin verschieben, wo ich eh schon "innerlich" war: Wir (meine Frau und ich) werden dieses Jahr mit der Pepino durch Holland cruisen (14 Tage), das Jahr über noch einige weitere Stellen abfahren (Lesum, EFK usw) und schon mal das Boot zum Verkauf anbieten. Währenddessen geniessen wir die Reise und schauen uns nach einem Segelboot um (nicht nur wegen des Rollens, aber eins kommt ja zum anderen).

Aber um nicht im eigenen Thread OT zu werden: Danke für alle Antworten, ich fühle mich beantwortet :D

VG
Holger
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11

Dienstag, 21. März 2017, 07:47

etwas abhilfe schaffen schlingerkiele, außen in längsrichtung am rumpf unter der wl angebrachte flache profile. dazu mußte aber schweißen ...
everybody ist perfekt - not mi!

la paloma

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12

Dienstag, 21. März 2017, 07:56

Weinkeller ausbauen und immer gut gefüllt lassen :verstecken:
Gruß
Arne

13

Dienstag, 21. März 2017, 08:32

Weinkeller ausbauen und immer gut gefüllt lassen :verstecken:

gibt schüttelwein - nein, schlingerwein.
everybody ist perfekt - not mi!

la paloma

Salzbuckel

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14

Dienstag, 21. März 2017, 08:41

Bei den Kreuzfahrtschiffen gibt es doch Systeme, die das Rollen verhindern oder minimieren. Mal nicht auf die Kosten geschaut, dürfte es doch solche Systeme auch für Sportboote geben, oder ?
Gruß
Arne

Squirrel

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15

Dienstag, 21. März 2017, 08:49

Ein Stabilisatoren-System für Sportboote kannst Du, z.B. bei Vetus oder hier, von der Stange kaufen - kosten aber echtes Geld
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Lerigau

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16

Dienstag, 21. März 2017, 08:51

etwas abhilfe schaffen schlingerkiele

Sind sogar schon da. Schauen ca. 7cm zu jeder Seite. Könnte man vielleicht sogar vergrössern... hm.

Weinkeller ist übrigens auch eine gute Idee, denn das könnte dauerhaft funktionieren, da wir nicht so die Weintrinker sind :D

VG
Holger
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17

Dienstag, 21. März 2017, 09:10

ev. winkelprofil dranschrauben, um den strömungswiderstand quer zu erhöhen. da du schon schlingerkiele hast, kannst du ja rel. einfach experimentieren ohne an den rumpf und dessen korrosionsschutz heranzumüssen.
aber mach dir nicht allzuviel hoffnung, je kleiner der kahn ist, umso stärker reagiert er auf wellenbewegungen.
everybody ist perfekt - not mi!

Lerigau

Admiral

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18

Mittwoch, 22. März 2017, 23:23

winkelprofil dranschrauben, um den strömungswiderstand quer zu erhöhen

Ich könnte die Schlingerkiele verbreitern und mal Sandsäcke untern Motor packen. Dann hätte der Ballast doch mehr "Wirkfläche", um das Rollen träger zu machen... hm.

VG
Holger
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Gernegroß

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19

Mittwoch, 22. März 2017, 23:34

Ich könnte die Schlingerkiele verbreitern und mal Sandsäcke untern Motor packen. Dann hätte der Ballast doch mehr "Wirkfläche", um das Rollen träger zu machen... hm.

oder du baust die die teure Variante an: Flossenstabilisatoren . Auch für Yachten Klick
auf Kreuzfahrtschiffen gibt es die :D:D Ist ein wenig oversized, aber wirksam
Legastheniker sind auch nur Menschen (mit Rechtschreibproblemen)


Zitat Helmut Schmidt:"Der Terrorismus hat auf Dauer keine Chance, denn gegen den Terrorismus
steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, gegen den Terrorismus
steht der Wille des gesamten Volkes.
Dabei müssen wir alle trotz unseres Zornes einen kühlen Kopf behalten"

20

Donnerstag, 23. März 2017, 07:38

Was du brauchst ist das zu dir und deinem Fahrtgebiet passende Boot.
Jedenfalls sind formstabil liegende Boote immer geneigt der Lage der Wasserspiegelfläche (der gedachten zwischen Wellengipfel und Tal) zu folgen. Das ist genau deren Aufgabe.
Gruß
der Michael

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