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  • »hafergaertner« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 8. November 2017, 07:48

Antifouling runter und schon gibts eine Baustelle...

Moin,

das Antifouling von (gefühlt 20 Jahren) ist runter, kein Primer und nix drunter gewesen und schon habe ich eine Baustelle. Drunter sind zahlreiche kleine Löcher, wie Erosionen, zum Vorschein gekommen, ca 2-3 mm tief (keine Sorge, GfK ist "sicherheitshalber" 2-3 cm dick laminiert, wie in den 70ern halt üblich).

Ich denke, die Bilder sagen alles. Jetzt lasse ich das erst mal ein paar Monate durchtrocknen. Wie gehts dann am besten weiter? Freue ich über Profitipps.
»hafergaertner« hat folgende Dateien angehängt:
Viele Grüße

hafergärtner

piep

Lotse

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2

Mittwoch, 8. November 2017, 08:04

mess doch ersteinmal die feuchtigkeit des laminats - jetzt, wo der kahn relativ frisch aus dem wasser ist. vielleicht hast du ja gar keine baustelle.
everybody ist perfekt - not mi!

Meeresfee

Salzbuckel

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3

Mittwoch, 8. November 2017, 08:04

Es muss gut trocknen, wenn die Erosionen Feuchte abgeben. Dann mit watertite o.Ä. spachteln.
Dann würde ich bei einem so alten Rumpf kein Leichentuch aus EP drüber legen, sondern mit Jotun Vinylprimer einen gewissen Feuchteschutz, 5 Schichten, einkomponentig aufbringen. dann AF. So meine Idee. Carsten

NC35

Leichtmatrose

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4

Mittwoch, 8. November 2017, 08:18

Schaut aus wie eine gestrahlte GFK Fläche, bei der man gleich das Gelcoat mit abgetragen hat - oder?

  • »hafergaertner« ist der Autor dieses Themas

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5

Mittwoch, 8. November 2017, 08:22

Schaut aus wie eine gestrahlte GFK Fläche, bei der man gleich das Gelcoat mit abgetragen hat - oder?


genau!
Viele Grüße

hafergärtner

6

Mittwoch, 8. November 2017, 08:41

bevor etwas gemacht wird, muss es trocken. Wenn Feuchtigkeit eingeschlossen wird, macht man es nur noch schlimmer!
Die Bilder sehen so aus, als wäre der Gelcoat zumindest angeschliffen, da würde ich schon etwas machen, aber nur wenn es trocken ist. Sperrschicht(en) EP ..
Vinylprimer gibt es von einigen Firmen, würde ich auch empfehlen, wenn Gelcoat noch vorhanden ist
ciao

Andreas

7

Mittwoch, 8. November 2017, 08:43

ich bei einem so alten Rumpf kein Leichentuch aus EP drüber legen,


Wenn der Rumpf trocken ist spricht doch nichts gegen Epoxiüberzug. Den Begriff Leichentuch kenne ich in diesem Zusammenhang nur von Holzrümpfen.

Gruß Odysseus

Olaf_P32

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8

Mittwoch, 8. November 2017, 08:51

Wenn der Rumpf trocken ist spricht doch nichts gegen Epoxiüberzug. Den Begriff Leichentuch kenne ich in diesem Zusammenhang nur von Holzrümpfen.

Gruß Odysseus
Bei Holzrümpfen spricht man bei Polyester Beschichtungen von "Leichentuch". Eine Epoxibeschichtung ist dabei definitiv kein Leichentuch.
Grund: zwischen Polyesterbeschichtung und dem Holz können sich spalten bilden, in denen sich Wasser sammelt. Der Rumpf rottet dann von Außen nach Innen. Wenn man das bemerkt ist es für eine Rettung meistens zu spät. Bei Epoxi tritt das nicht auf, da es in das Holz eindringt. Sich also kein Hohlraum bilden kann.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

9

Mittwoch, 8. November 2017, 09:07

Bei Epoxi tritt das nicht auf, da es in das Holz eindringt. Sich also kein Hohlraum bilden kann.


Hoffen wir mal das es überall ins Holz tief genug - sättigend- eindringt. Es geht bei diesem Begriff auch nicht um das Streichen, sondern Überziehen mit Glasfasermatten in Kombination von Polyester oder Epoxiharz.

Gruß Odysseus

Der Beitrag von »Peterchen« (Mittwoch, 8. November 2017, 09:09) wurde aus folgendem Grund vom Autor selbst gelöscht: bereits beantwortet (Mittwoch, 8. November 2017, 09:10).

11

Mittwoch, 8. November 2017, 10:02

Hallo Hafergaertner,

das sieht mir auch nach einem bereits gestrahlten Rumpf aus? Warst Du das oder hat ein Voreigner nach dem offenkundigen Befund (imho sind das freigelegte flächendeckende Osmoseschäden) die Notbremse gezogen, den Kahn übergetüncht und schnell vertickt?

Wie auch immer, ein Teil der notwendigen Arbeit ist offenkundig erledigt ;)


Zu klären ist, ob das angewandte Verfahren geeignet war, alle Kavernen freizulegen (strahlen?) oder nur die, die deren Decke mechanisch abgetragen worden ist (schaben?).
Besser wäre strahlen, denn dann hast Du nach der Sanierung länger Ruhe.
Den Rumpf ausgiebig mit Süßwasser abwaschen, dann lange über den Winter austrocknen lassen (oder eine oder zwei Wochen bei 30-40°C tempern lassen wenn möglich)
Sodann Kavernen ausspachteln, 4-5 Lagen Epoxidprimer aufbringen. Das wäre eine Amateurvariante.


Die Profis machen noch mehr.
Guck dazu mal hier


Oder auch dieses Video hier - das U-Schiff in der Ausgangslage könnte Dir vom Zustand her bekannt vorkommen...


Gruß + viel Erfolg
Andreas

  • »hafergaertner« ist der Autor dieses Themas

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12

Mittwoch, 8. November 2017, 10:09

das sieht mir auch nach einem bereits gestrahlten Rumpf aus? Warst Du das oder hat ein Voreigner nach dem offenkundigen Befund (imho sind das freigelegte flächendeckende Osmoseschäden) die Notbremse gezogen, den Kahn übergetüncht und schnell vertickt?


Den Rumpf habe ich jetzt frisch gestrahlt. Der Voriger hat nichts "übertüncht" - eher Jahr für Jahr die Dicke des Antifoulings um 1 mm erhöht :-)
Danke für die Tipps. Ich werde das Boot jetzt mal bis April in der Halle lassen und dann ordentlich sanieren.
Viele Grüße

hafergärtner

horstj

Seebär

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13

Mittwoch, 8. November 2017, 10:32

Verstehe ich jetzt nicht: Wenn nur Antifouling auf nacktem GFK ohne Gelcoat war dann ist das doch Megapfusch. Wenn das Gelcoat jetzt neu abgestrahlt wurde, warum? Neuaufbau sieht ja meist so aus: GFK trocknen, waschen, trocknen, waschen, trocken, möglichst tempern. Vinylester Harz, spachteln, evtl. Glasmatten und dann mit Epoxy Primern neu aufbauen zuletzt AF.
Das ganze Verfahren ist sehr ausführlich bei yacht.de -> Delhya 25 Refit Osmose erläutert. Durchgeführt von Wrede, die sich da ja durchaus auskennen sollten.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/
Saison 2017 beginnt bald: Spinnaker 29m² unbenutzt neu für Condor 55, Varianta K4/65/VA, Neptun 20/22: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…223994-211-9362

14

Mittwoch, 8. November 2017, 11:40


Den Rumpf habe ich jetzt frisch gestrahlt. Der Voriger hat nichts "übertüncht" - eher Jahr für Jahr die Dicke des Antifoulings um 1 mm erhöht :-)
Danke für die Tipps. Ich werde das Boot jetzt mal bis April in der Halle lassen und dann ordentlich sanieren.


wie schon geschrieben mehrfach auch gut mit Druck und ausgiebig mit Wasser spülen

Trocken ist besser draußen im Wind, und je kälter um so trockener (kennt jeder, der Wind im Winter trocknet die Haut aus)!
Alternative ist tempern aber auf keinen Fall die Halle

Halle ist gut für den Neuaufbau
ciao

Andreas

Meeresfee

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15

Mittwoch, 8. November 2017, 11:43

Das Boot hat doch keine Osmose, sondern beim Entschichten sind Gelcoatmacken passiert. Das ist alles. Macht doch nicht so ne Panik. Carsten

Meeresfee

Salzbuckel

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16

Mittwoch, 8. November 2017, 12:11

Das ist ein alter Rumpf. Er hat Jahrzehnte geatmet. Im Sommer etwas Wasser rein, im Winter wieder raus. Er hat dabei keine Osmose bekommen.Er müsste, bevor mit EP beschichtet wird, völlig trocken sein, sonst schliesst man ja Feuchte innen ein und provoziert die Osmose unterm Primer. Da das nicht geschieht ohne Tempern, das Durchtrocknen zu 100%!, mein Rat: Nicht EP, sondern Vinylprimer. Und gut. C.

Bruk

Maat

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17

Mittwoch, 8. November 2017, 14:29

Absolut! Ancker verfährt in Kappeln genau so. Wenn es nur darum geht, einen alten Rumpf von Antifoulingschichten zu befreien, wird nur geprimert. Es hatte in der Vergangenheit Fälle gegeben, bei denen nach der EP-Versiegelung Laminatfeuchtigkeit nach innen gedrungen ist und eine Osmose an der Laminatinnenseite verursacht hatte. Ich habe schon viele Osmoseschäden gesehen. Im vorliegenden Fall ist es definitiv keine Osmose.

Nebenbei: Die Vindö-Laminate heben einen hervorragenden Ruf. Von Osmose habe ich noch nie etwas gehört! ;)

Liebe Grüße

Klaus

18

Donnerstag, 9. November 2017, 15:26

Da sieht doch wirklich gut aus!
Und du hast ja auch die richtig Zeit erwischt um einen guten Schutz aufzubringen.
Wenn es Dich interessiert, ich habe in den letzten Monaten auch solch eine Maßnahme erfolgreich durchgeführt und nun einen grundsoliden UW-Schutz drauf. Ich habe 7 Schichten Epoxid mit Sperrgrundzusatz drauf +1Schicht Teerepoxid und der Rumpf ist richtig schön glatt geworden.
Es war viel Arbeit, das vorweg, aber super glatt geworden.!! Wenn Dich Einzelheiten / Details interessieren scheib mir ne PN.

NC35

Leichtmatrose

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19

Donnerstag, 9. November 2017, 16:16

War denn der Gelcoat noch intakt? Was war der Grund so radikal vorzugehen?

Bruk

Maat

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Heimathafen: Augustenborg

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20

Donnerstag, 9. November 2017, 18:25

Da sieht doch wirklich gut aus!
Und du hast ja auch die richtig Zeit erwischt um einen guten Schutz aufzubringen.
Wenn es Dich interessiert, ich habe in den letzten Monaten auch solch eine Maßnahme erfolgreich durchgeführt und nun einen grundsoliden UW-Schutz drauf. Ich habe 7 Schichten Epoxid mit Sperrgrundzusatz drauf +1Schicht Teerepoxid und der Rumpf ist richtig schön glatt geworden.
Es war viel Arbeit, das vorweg, aber super glatt geworden.!! Wenn Dich Einzelheiten / Details interessieren scheib mir ne PN.


Ich hoffe für Dich, dass vor dieser Radikalkur der Rumpf vorher durchgetrocknet war. Sonst folgt Ärger! Die Feuchtigkeit begibt sich auf Wanderschaft und es wird keine fröhliche Reise "auf nach Italien!" sein. Man wird damit rechnen müssen, dass die Wassermoleküle nun nach Innen laufen, Richtung Topcoat.

Im Übrigen bringt eine EP-Beschichtung nur etwas, wenn sie bei homogenen Verhältnissen (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit). durchgeführt wurde. Gibt es dazu keine Möglichkeiten, wird der teure EP-Auftrag nicht gasdichter sein als das Originalgelcoat.

Liebe Grüße

Klaus

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