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Bruk

Maat

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21

Donnerstag, 9. November 2017, 18:33

Mit dem Gelcoat ist es wie mit der Haut. Eine Transplantation kommt erst dann in den Fokus, wenn die Originalhaut zerstört ist. So gut wie das Original wird es nie mehr.

Das gilt genauso für nachträgliche Beschichtungen. Eine chemische Verbindung zwischen Laminat und Gelcoat funktioniert nicht mehr. Aber gerade das ist entscheidend.

Moderboot

Seebär

Beiträge: 1 411

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22

Freitag, 10. November 2017, 13:41

Wenn der Rumpf trocken ist spricht doch nichts gegen Epoxiüberzug.

Er müsste, bevor mit EP beschichtet wird, völlig trocken sein, sonst schliesst man ja Feuchte innen ein und provoziert die Osmose unterm Primer. Da das nicht geschieht ohne Tempern, das Durchtrocknen zu 100%!, mein Rat: Nicht EP, sondern Vinylprimer. Und gut.

Isso. Ob er wirklich trocken ist kann man zwar mit aufwändigen Methoden ermitteln, aber ein paar Stichproben ersetzen das nicht. Ich würde wie vielfach empfohlen auch wieder 1K nehmen, und das erst im Frühjahr, wenn die Gute einen ganzen Winter lang hoffentlich im Freien oder zumindest bestens belüftet trocknen konnte.

Grüße, Chris

23

Sonntag, 12. November 2017, 10:26

Da sieht doch wirklich gut aus!
Und du hast ja auch die richtig Zeit erwischt um einen guten Schutz aufzubringen.
Wenn es Dich interessiert, ich habe in den letzten Monaten auch solch eine Maßnahme erfolgreich durchgeführt und nun einen grundsoliden UW-Schutz drauf. Ich habe 7 Schichten Epoxid mit Sperrgrundzusatz drauf +1Schicht Teerepoxid und der Rumpf ist richtig schön glatt geworden.
Es war viel Arbeit, das vorweg, aber super glatt geworden.!! Wenn Dich Einzelheiten / Details interessieren scheib mir ne PN.


Ich hoffe für Dich, dass vor dieser Radikalkur der Rumpf vorher durchgetrocknet war. Sonst folgt Ärger! Die Feuchtigkeit begibt sich auf Wanderschaft und es wird keine fröhliche Reise "auf nach Italien!" sein. Man wird damit rechnen müssen, dass die Wassermoleküle nun nach Innen laufen, Richtung Topcoat.

Im Übrigen bringt eine EP-Beschichtung nur etwas, wenn sie bei homogenen Verhältnissen (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit). durchgeführt wurde. Gibt es dazu keine Möglichkeiten, wird der teure EP-Auftrag nicht gasdichter sein als das Originalgelcoat.

Liebe Grüße

Klaus


Na Klaus, ich habe den Job nicht das erste Mal gemacht. Und Ja, der Rumpf und das Laminat war und ist trocken. Und wie kommst Du auf die Idee das ich an diesem Boot Topcoat verarbeitet habe oder hier überhaupt Topcoat verarbeitet wurde?

?( ?(

Gruß Ronald

Meeresfee

Salzbuckel

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24

Sonntag, 12. November 2017, 11:35

Nun man keine Panik machen. Ich habe 2016 im September unser Boot auch abgebeizt unten, dann Schliff, dann bis März April in der Halle trocknen lassen. Spachteln, wo kleine Rabscher, dann sechs Mal Hempel light primer, einmal Primocon, zweimal shogun. Es ist ein relativ junges Boot, 2004 EW, es ist mit Isoharzen und Gelcoat gebaut, das wird schon trocken gewesen sein.
Aber diese alte Vindö, mit Orthoharz dick laminiert, ist viel viel älter als meine Winner. Ich würde darüber mal mit Herrn Wosniak von Voss Chemie reden, ob EP oder ob lieber wieder 1K. Keine Forumsweisheit ersetzt die Kenntnis des Chemikers. Carsten

Bruk

Maat

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25

Sonntag, 12. November 2017, 12:24

Da sieht doch wirklich gut aus!
Und du hast ja auch die richtig Zeit erwischt um einen guten Schutz aufzubringen.
Wenn es Dich interessiert, ich habe in den letzten Monaten auch solch eine Maßnahme erfolgreich durchgeführt und nun einen grundsoliden UW-Schutz drauf. Ich habe 7 Schichten Epoxid mit Sperrgrundzusatz drauf +1Schicht Teerepoxid und der Rumpf ist richtig schön glatt geworden.
Es war viel Arbeit, das vorweg, aber super glatt geworden.!! Wenn Dich Einzelheiten / Details interessieren scheib mir ne PN.


Ich hoffe für Dich, dass vor dieser Radikalkur der Rumpf vorher durchgetrocknet war. Sonst folgt Ärger! Die Feuchtigkeit begibt sich auf Wanderschaft und es wird keine fröhliche Reise "auf nach Italien!" sein. Man wird damit rechnen müssen, dass die Wassermoleküle nun nach Innen laufen, Richtung Topcoat.

Im Übrigen bringt eine EP-Beschichtung nur etwas, wenn sie bei homogenen Verhältnissen (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit). durchgeführt wurde. Gibt es dazu keine Möglichkeiten, wird der teure EP-Auftrag nicht gasdichter sein als das Originalgelcoat.

Liebe Grüße

Klaus


Na Klaus, ich habe den Job nicht das erste Mal gemacht. Und Ja, der Rumpf und das Laminat war und ist trocken. Und wie kommst Du auf die Idee das ich an diesem Boot Topcoat verarbeitet habe oder hier überhaupt Topcoat verarbeitet wurde?

?( ?(

Gruß Ronald



Moin Ronald,

offenbar aneinander vorbei geschrieben. Da Dein Laminat knochentrocken ist, wird es das von mir geschilderte Problem nicht geben. Was das Topcoat angeht: Normalerweise wird das Innenlaminat damit versiegelt, oft auch LT-Lack. Ich meinte den Originalauftrag der Werft.

Insgesamt verhält es sich so, dass mir jedes mal die Tränen in die Augen schießen, wenn ich sehe, wie die Leute ihr gesundes Gelcoat runterschleifen und dann Epoxy auftragen. Das ist so, als würde ein Arzt die gesunde Haut runterreißen und gegen eine fremde Haut austauschen.

Osmose entsteht ja bekanntlich, wenn während der Fertigung des Laminats der chemische Prozess unterbrochen, bzw. abgebrochen wurde. Das passiert dann, wenn aus Platzgründen der frisch laminierte Rumpf abends in eine nicht beheizte Halle verbracht wurde. Wenn der Prozess einmal unterbrochen wurde, springt er nie mehr an. Oder wenn kein Isophtalsäureharz verwendet wurde. Die Wassermoleküle reagieren mit den nicht ausreagierten Esthern. Daher der Essiggeruch, wenn man die Blasen öffnet. Grundsätzlich nimmt jedes Laminat während der Saison Feuchtigkeit auf. Das ist aber keine Osmose, sondern ein normaler Prozess. Im Winter, an Land, wird das Laminat wieder ausgasen. Vor diesem Hintergrund wird ein mehrjähriges Winterlager im Wasser das Laminat nicht positiv beeinflussen.

Ohne Tempern wird eine Epoxybeschichtung nicht die erwünschte Wirkung zeigen. Auch Epoxy ist nicht vollständig gasdicht. Im suboptimalen Klima aufgetragen, ist die Beschichtung oft schlechter als das Originalgelcoat.

Da Wrede Garantien vergibt, wird dort auch getempert.

Liebe Grüße

Klaus

26

Sonntag, 12. November 2017, 16:14

Jo Klaus, originales Gelcoat in einem Zug mit dem Laminat naß in naß in der Form aufgebracht ist immer besser als jede Rekonstruktion. Das würde ich auch niemals bestreiten wollen. Aber wenn der Rumpf nun schon mal so bearbeitet wurde wie es die Bilder zeigen, was bitte sollte dann aufgetragen werden?
Darüber kann man ja gerne philosophieren, ich kann hier nur meine eigenen Erfahrungen einbringen. Mag sein, dass es wesentlich bessere Beschichtungen gibt, aber die Möglichkeiten die man bekanntlich hat, sind mitunter schon wegen den Räumlichkeiten und /oder Entfernungen relativ begrenzt. Daraus abgeleitet habe ich so mein UW-Schiff mit West-System-Epoxi saniert.

Gruß Ronald

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lümmel« (12. November 2017, 17:15)


Bruk

Maat

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27

Sonntag, 12. November 2017, 23:30

Es kommt drauf an, was man mit dem Boot langfristig vorhat. Sollte es das "Lebensschiff" sein (wie bei mir), käme nur eine professionelle Behandlung in optimaler Umgebung in Frage. Dazu zählen u.a. ein geregeltes Klima (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) und eine Temperhalle. Das kostet. Billig und gut lagen noch nie dicht beisammen.

Gruß

Klaus

  • »hafergaertner« ist der Autor dieses Themas

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MMSI: 211666920

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28

Dienstag, 14. November 2017, 20:18

Nun man keine Panik machen. Ich habe 2016 im September unser Boot auch abgebeizt unten, dann Schliff, dann bis März April in der Halle trocknen lassen. Spachteln, wo kleine Rabscher, dann sechs Mal Hempel light primer, einmal Primocon, zweimal shogun. Es ist ein relativ junges Boot, 2004 EW, es ist mit Isoharzen und Gelcoat gebaut, das wird schon trocken gewesen sein.
Aber diese alte Vindö, mit Orthoharz dick laminiert, ist viel viel älter als meine Winner. Ich würde darüber mal mit Herrn Wosniak von Voss Chemie reden, ob EP oder ob lieber wieder 1K. Keine Forumsweisheit ersetzt die Kenntnis des Chemikers. Carsten


So hab ich es dann gemacht. Ergebnis: bis April erst mal in die Halle und trocknen lassen, dann die Löcher spachteln, 5xEpoxi, Primer und 2xAntifouling und gut ist es.
Viele Grüße

hafergärtner

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