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41

Sonntag, 18. Februar 2018, 23:35

..so, nach zahlreichen externen Expertisen werde ich die Ruderfläche wie auf dem Bild zu sehen vergrössern. Wenn es nicht den von mir gewünschten Effekt bringt, erfolgt eben wieder der Rückbau...
»Phygos« hat folgende Dateien angehängt:
  • image.jpeg (1,17 MB - 138 mal heruntergeladen - zuletzt: 14. Mai 2018, 14:04)
  • image.jpeg (1,23 MB - 96 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Mai 2018, 20:00)

42

Montag, 19. Februar 2018, 08:04

Viel Erfolg!
Kann ja nur besser werden :-)

Olaf_P32

Kapitän

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43

Montag, 19. Februar 2018, 09:30

Ich schätze mal das die Fläche des Ruders um fast ein 1/3 größer wird. Hast du den daraus resultierenden Anstieg der Ruderkräfte wirklich berücksichtigt ? Du erkaufst dir bessere Mannövrierbarkeit im Haven mit permanent deutlich höheren Kräften. Du verlagerst den Druckpunkt des Ruders um ca. 20% nach achtern. Das bedeutet aber auch das die Kräfte die deine Ruderanlage (als Gesamtheit) aufnehmen muss um gut 20% größer werden. Ich will ja nicht behaupten das da irgend etwas bei nächster gelegenheit bricht, aber den Spruch vom "steten Tropfen" kennst du ja auch.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

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44

Montag, 19. Februar 2018, 10:38

Hast du den daraus resultierenden Anstieg der Ruderkräfte wirklich berücksichtigt ?

mit permanent deutlich höheren Kräften
Wirklich?
Meine Überlegung dazu: Permanent erzeugt das Ruder die Querkraft, die der Luvgierigkeit beim normalen Geradeaussegeln entgegenwirkt. Diese Querkraft hängt hängt von Kurs, Windstärke und Segelführung ab, aber nicht von der Größe des Ruderblattes. Nur wenn das größere Ruderblatt für die gegebenen Querkraft ein höheres Moment auf die Ruderwelle ausübt steigt die erforderliche Kraft an der Pinne oder dem Rad. Oder habe ich da etwas übersehen?
Gruß
Robert

45

Montag, 19. Februar 2018, 10:56

Ich vermute.
Physik ist nicht meine Stärke, aber ich bin mir sicher, dass bei der Vergrößerung bei gegebener Vorbalancierung (die kann ja nicht ausgeglichen werden und ist durch die vorhandenen Lager definiert) zwei Aspekte unterschieden werden müssen:

a) Verlängerung nach unten (Vertikale)
b) Verlängerung nach achtern (Horizontale).

Komponente b) wird nach meiner Schätzung den Ruderdruck überproportional erhöhen und ich würde sie überhaupt nur in Erwägung ziehen, wenn ich mir den Effekt
a) zuvor qualifiziert hätte durchrechnen lassen
b) das Boot in der Ausgangslage keinen Ruderdruck entwickelt und vor allem nicht leicht luvgierig eingestellt ist (dazu bringen Langkieler zugegebenermaßen meist gute Voraussetzungen mit).

Dazu folgendes: Wer Schwertboote mit aufholbaren Rudern (Jollenkreuzer etc.) segelt, wird den Effekt evtl. kennen:

Wenn profiliertes Ruderschwert ganz abgesenkt ist, steht es häufig bewusst etwas vorlicher als die Verlängerung der Ruderachse.
Dies soll den Effekt einer gewissen Vorbalancierung, wie sie bei frei stehenden Spatenrudern üblich ist, simulieren. Ist das Boot gut eingetrimmt, lässt es sich mit nur geringem Ruderdruck segeln.
Den Niederholer nur einige cm gefiert (bzw. nicht ganz dicht geholt) und das Schwert leicht aus der Vorbalancierung oder gar der Senkrechten geholt, mithin die Hacke wandert nach achtern, und der Rudergänger merkt den Effekt bei Fahrt im Schiff sofort und er merkt ihn signifikant.


Wenn irgend möglich, würde ich im Zweifelsfall auf Komponente b) bei der Vergrößerung des Ruders verzichten. Tiefer ja, breiter nicht.


Gruß
Andreas

Kokopelli

Salzbuckel

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46

Montag, 19. Februar 2018, 11:16

Da stellt sich für mich die Frage an dich @Phygos: hast du eine hydraulische Ruderanlage, oder eine mit Seilzügen?
Wenn letzteres, dann ok.
Wenn Hydraulik, dann wirst du diese Zunahme des Ruderdrucks nicht am Rad spüren, aber es werden erhebliche Kräfte wirken, die dir ohne weiteres die Anlage verbiegen/zerlegen können. Ich habs erlebt und erinnere mich mit Grausen an eine nächtliche Passage von Kap Arkona mit auflandigem Wind unter Notpinne.
Kann man aber auch überleben, sonst hätten wir beide uns ja nicht kennen gelernt. :winken:

47

Montag, 19. Februar 2018, 11:55

Die frage stellt sich für Jean nicht,

Kap Arkona ... wird er nie erreichen :verstecken:

grüße Sven

jugocaptan

Gott der Flaute und Quoten-Ösi

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48

Montag, 19. Februar 2018, 12:02

Wenn schon am Ruderblatt herumgebastelt wird würde ich die "Ruderplatte" auf alle Fälle profilieren.
Hab ich für einen Freund einmal gemacht, die Wirkung war gigantisch!!
Herzlichen Gruß - Peter Jc. :jugo:

Squirrel

nuts about boats

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49

Montag, 19. Februar 2018, 12:43

Wirklich?
Meine Überlegung dazu: Permanent erzeugt das Ruder die Querkraft, die der Luvgierigkeit beim normalen Geradeaussegeln entgegenwirkt. Diese Querkraft hängt hängt von Kurs, Windstärke und Segelführung ab, aber nicht von der Größe des Ruderblattes. Nur wenn das größere Ruderblatt für die gegebenen Querkraft ein höheres Moment auf die Ruderwelle ausübt steigt die erforderliche Kraft an der Pinne oder dem Rad. Oder habe ich da etwas übersehen?


So ist es. Natürlich werden bei gleichem Ausschlag höhere Ruderkrafte als bisher aufrtreten, aber mit höheren Ruderkräften fährt das Boot eben auch um die Kurve. Jean wird wie bisher einen geraden Kurs steuern wollen, das wird er mit geringeren Ruderausschlägen bei gleichbleibenden Querkräften ausführen.

Allein im Hafen werden größere Querkräfte auftreten als bisher. Da sind sie ja aber a) auch beabsichtigt, um die Manöverierfähigkeit zu verbessern und b) vergleichsweise gering, weil die Ruderkraft im Quadrat mit der Geschwindigkeit steigt und Jean in Häfen eher langsam unterwegs ist.

Trotzdem werden die Lager etwas schneller verschleißen. Das liegt aber überwiegend daran, dass die Gewichtskraft des Ruderblatts zunimmt und ihr Hebel länger wird. Das sollte sich aber mit der üblichen jährlichen Kontrolle händeln lassen.
There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

50

Montag, 19. Februar 2018, 14:03

Die frage stellt sich für Jean nicht,

Kap Arkona ... wird er nie erreichen :verstecken:

grüße Sven


..ja, da haste recht...das liegt aber nur daran, weil mir Kurzstrecken nicht liegen. Das war schon bei den Bundesjugendspielen so :D Deshalb starte ich immer gleich links herum Richtung Azoren oder England...na, was halt zuerst kommt... ;)

51

Montag, 19. Februar 2018, 14:25

moin Jean,

aber ansonsten sieht dein Boot gut aus, :goodjob: Carmen hat mir gestern ein paar Fotos gezeigt.

grüße Sven

52

Montag, 19. Februar 2018, 14:32

Da stellt sich für mich die Frage an dich @Phygos: hast du eine hydraulische Ruderanlage, oder eine mit Seilzügen?
Wenn letzteres, dann ok.
Wenn Hydraulik, dann wirst du diese Zunahme des Ruderdrucks nicht am Rad spüren, aber es werden erhebliche Kräfte wirken, die dir ohne weiteres die Anlage verbiegen/zerlegen können. Ich habs erlebt und erinnere mich mit Grausen an eine nächtliche Passage von Kap Arkona mit auflandigem Wind unter Notpinne.
Kann man aber auch überleben, sonst hätten wir beide uns ja nicht kennen gelernt. :winken:


Moin Klaus,
ja, ist eine Seilzugsteuerung. Die Gefühllosigkeit von Hydrauliksteuerungem ist ja ein bekanntes Thema, diese Herausforderung habe ich nicht.

Gruß

Niveco

Proviantmeister

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53

Montag, 19. Februar 2018, 19:09

Ich habe sowas auch mal gemacht. Also das Ruderblatt nach unten verlängert und unterm Skek auch etwas nach vorn.
Aber lange nicht soviel wie bei der Abbildung Nr.3. Ich habe Edelstahlblech über die Vorderkante gebogen und hinten
an der Achterkante verschweisst. Die Ruderwirkung ist enorm. :thumb: :zus(5):
Dem Mutigen gehört die Welt!

Louise70

Daniel Düsensegler

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54

Montag, 19. Februar 2018, 19:46

Wenn schon am Ruderblatt herumgebastelt wird würde ich die "Ruderplatte" auf alle Fälle profilieren.
Hab ich für einen Freund einmal gemacht, die Wirkung war gigantisch!!

Jean, DAS ist der entscheidente Punkt! Die Profilierung des Ruders ist von ganz entscheidender Bedeutung!

Folgende Überlegungen:

a) direkt hinter Deinem Festprop entstehen Wirbel, in diesem Bereich (in der Vertikalen gesehen) ist das Ruder fast wirkungslos. Habe ich leidvoll erfahren, als mein damaliger Drehflügler mal "hing" und ich dachte, mein Ruderblatt wäre abgefallen. Der Wechsel auf einen Falt/Drehprop würde an der Stelle schon wahre Wunder bewirken.

b) Das Profil des Ruders - und zwar gerade im Zusammenspiel mit dem davorliegenden Kiel - ist wichtig! Spielt man mal mit Strömungssimulatoren, gehen einem die Augen über..... es gilt, Kiel und Ruder in Harmonie zu bringen, sonst erzeugt alles nur Widerstand, aber keine Querkraft.
Dünne oder schlechte Profile bringen nur viel Widerstand und geringe Querkräfte unter Segeln.

c) Rückwärts könnte das etwas bringen, da spielt die Anströmung durch den Prop keine Rolle, da spielt die Fläche wirklich eine Rolle.

Gruß Niels

55

Montag, 19. Februar 2018, 22:22

....ich habe morgen noch ein Gespräch mit dem Bootsbauer meines Vertrauens und werde die genannten Punkte mal anführen. Das mit der Ruderprofilierung klingt logisch und ich werde berichten....

PS: Auf Drehflügler habe ich bereits umgerüstet...das hat tatsächlich schon einiges gebracht...

Gruß,
Jean

56

Dienstag, 20. Februar 2018, 22:45

...so, fast erledigt...
»Phygos« hat folgende Datei angehängt:
  • image.jpeg (1,28 MB - 56 mal heruntergeladen - zuletzt: 14. Mai 2018, 21:08)

Kokopelli

Salzbuckel

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57

Mittwoch, 21. Februar 2018, 16:22

Das ging ja fix! Ich bin gepannt auf deinen Bericht über den realen Einatz.

58

Mittwoch, 21. Februar 2018, 17:03

Interessant..

Magst Du mal erläutern, wie Du das gemacht hast?

Hast Du auch ein Foto von der anderen Seite?

Danke + Gruß

Andreas

59

Mittwoch, 21. Februar 2018, 17:09

Ja, und bitte eine Bezugsquelle für den UnterwasserMarmor angeben. :O

60

Mittwoch, 21. Februar 2018, 21:02

Ist das Material an der hintersten Kante Sperrholz oder täuscht das ?

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