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SaskiaK

Smutje

  • »SaskiaK« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 23

Wohnort: Köln

Bootstyp: Neptun 22

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1

Donnerstag, 11. Januar 2018, 22:59

Neptun 22 Mini(?) Refit

Hallo zusammen!

Ich habe da ein Problemchen in Form eines 22 Fuß langen Bootes. Dabei ist es gar nicht richtig meins, sondern "nur" mein Pflegeboot.




Die Stella Maris stand leider rund 3 Jahre an Land. Leider ist nicht aufgefallen, dass das Schiebeluk offenstand und es ins Boot regnete.
Leider hat sie außer des verquollenen Holzes noch einige weitere Baustellen.

1.) Wasserschaden 1
Wie oben schon erwähnt, hat es lange in das Boot geregnet. Die Folgen sehr ihr hier: https://imgur.com/a/l2cT5
Hauptsächlich betroffen sind die Holzteile im Niedergang. Dort hat sich das Furnier gelöst. Insgesamt in meinen Augen aber nichts, was die Seetüchtigkeit beeinträchtigt.

2.) Wasserschaden 2
Auf der Steuerbordseite sind die Bohrungen für die einige Beschläge undicht. So ist jede Menge Wasser in das Schwalbennest gelaufen. Fotos hier (Steuerbordseite zum Vergleich): https://imgur.com/a/J4Yqr
Sollte wohl vor dem Zuwasserlassen bearbeitet werden. Sika liegt schon bereit. Beschläge einmal abschrauben, alles reinigen. Macht es Sinn eine Schicht von unten zu laminieren? Die Holzteile bei der Mittelklampe und der Relingstüze irritieren mich. Im Anschluss ordentlich mit Sika abgedichtet wieder montieren.
Die Türen der Schwalbennester auf der Seite sind hinüber. Die müssten getauscht werden, aber vermutlich nicht dieses Jahr.

3.) Deck allgemein
Einfach mal zur Begutachtung ein paar Fotos: https://imgur.com/a/eLCQD
Gummidichtung am Hubdach sollte wohl erneuert werden. Beim Rest: Keine Ahnung! Hilfe!

4.) Unterwasserschiff
Sieht nicht so pralle aus. Die alten Farbschichten lösen sich in Platten und der Kiel möchte entrostet werden: https://imgur.com/a/EBN8p
Ich würde alles abschleifen und mit Gelshield und Antifouling neu aufbauen.

5.) Fenster
Auch nicht mehr so wirklich gut? Fotos: https://imgur.com/a/fClPA
Ich denke, die wird man ausbauen und den schwarzen Gummi tauschen müssen? Und das sollte vermutlich auch vor Saisonstart erfolgen.

6.) Elektrik :(
Ich trau mir echt viel zu, aber da sehe ich nur noch eine Möglichkeit: Rausreißen, komplett neu machen. Fotos: https://imgur.com/a/dPdBB

Soviel zu den Baustellen.
Nun mein Plan.

* Vor Saisonstart
- Steuerbord Beschläge abdichten
- Außenborder fit machen
- Fensterdichtungen erneuern? Sind die Ersatzteile Nr. 5522-2123 von dieser Seite http://www.n-yachten.de/ersatzteile/ersa…-neptun-22-neu/ die Richtigen?
- Dichtung Hubdach erneuern (Teile Nr. 5522-2561 ?)

* Im Lauf der Saison
- Sich einen Elektriker anlachen (oder ein Buch lesen?) und die Elektrik erneuern
- Mit der Erneuerung der kaputten Hölzer beginnen

* Nächstes Winterlager
- All der restliche Driss :D

Ich möchte das Projekt so angehen, dass ich das Boot auf jeden Fall diese Saison segeln kann. Ich habe Bekannte, deren Boot steht jetzt seit 1 Jahr auf der Baustelle und das arme Ding kommt nicht ins Wasser. So will ich das nicht. Allerdings möchte ich natürlich auch gerne sicher segeln. Komfort ist nicht mal sooo wichtig. Licht gibt es aus der Petroleumlampe und gekocht wird auf dem Campingkocher. Die Polster sind übrigens wie durch ein Wunder noch vollkommen in Ordnung!

Durch meine Berufstätigkeit habe ich leider nur am Wochenende Zeit. Unter der Woche wird es ja leider relativ zügig dunkel :( Und eigentlich möchte ich sie am 7. April nach Stavoren ins Wasser bringen.

Ist das realistisch? Bin ich total naiv? Ist das Ding überhaupt noch zu retten?!

(wurde auch im Neptun-Forum gepostet)

2

Freitag, 12. Januar 2018, 00:55

Du liebe Güte....

erstmal der Disclaimer: nach dem zu urteilen was man auf den Fotos sieht, ist das Boot sicher noch zu retten. Es ist nur halt ein Totalfall. Der Rumpf selbst wird hoffentlich noch ok sein.
Nur ist es nicht nur enorm viel Arbeit (das kann natürlich je nach Gemüt auch Spaß machen), sondern da wird auch einiges an Geld reingehen.
Der Gebrauchtbootmarkt für alte Kleinkreuzer ist im Keller und einer ollen N22 weint niemand eine Träne nach. Das ist so als würde in den 90er Jahren einer fragen, ob man einen völlig abgeranzten C-Kadett restaurieren solle. Wenn das Boot hinterher Deins ist, Du es auch langfristig behalten wollen würdest, wenn Du innerhalb von 2-3 Jahren so viel Geld in das Boot stecken möchtest und kannst wie eine mittelmäßig erhaltene N22 sowieso kosten würde und wenn Du ein paar hundert Arbeitsstunden als Spaß aufnimmst - dann man los.
Ansonsten schaff Dir das Wrack vom Hals, schau Dich für den Gegenwert an Material und Ersatzteilen in der Bucht nach etwas brauchbarem um und geh damit segeln.

Innen: Entkernen. Das durchfeuchtete Sperrholz wird hin sein. Versuche es bei der Demontage nicht zu zerstören, damit es als Muster für Ersatzanfertigungen dienen kann.
Elektrik: Alles raus.
Decksbeschläge: Alle abmontieren.
Durchfeuchtete Holzunterfütterungen: Ab und weg.
Fenster: raus. Ob die Dichtungen die richtigen sind, weiß ich nicht. Übrigens super, dass es Ersatzteile zu geben scheint. Ist längst nicht für alle Boote so.
U-Schiff: Ob alles inkl. Primer oder nur das AF runter muss, kann man anhand der Fotos nicht sagen. Rechne damit.
Die Kiele sehen schlimm aus. Vielleicht kann man sie strahlen. Lass jemand kundiges draufgucken, ob sie nicht vielleicht sogar abgenommen werden müssten.
Dann erstmal Bestandsaufnahme machen und: Putzen!! Bis alles schier ist. Dreckplacken, Dichtmassen, alles, wirklich alles entfernen.
Niedergangshölzer, Schiebeluk, Hubdach: Checken.
Der Decksbelag sieht auch nicht so sonderlich gut aus. Vielleicht auch gleich runter damit.

Dann die Entscheidung zum Gelcoat: Soll es stumpf bleiben oder sollte der gestrippte Kahn nicht vielleicht doch lackiert werden? wenn dann jetzt, denn so nackig wird er nicht wieder sein.
Ob es andererseits aufgearbeitet werden kann: wer weiß, mit Arbeit und grober Politur geht manchmal mehr als man denkt.

Was ist mit Motor und Segeln? Kann man die sich so vorstellen wir den Rest dieser Halde?

Weißt Du, es geht nicht nur um die Arbeit. So etwas kann ein schönes Projekt werden. Aber wirtschaftlich könnte es rückblickend desaströs geworden sein.

Ach so, die Holzunterlagen unter dem Deck: Sie dienten dem Unterfüttern der Beschläge. Die Haarrisse an Deck verraten Dir, wo keine sind bzw. wie nötig sie waren.
Und unter dem einen Fenster sieht das Laminat gar nicht gut aus.

Die Fotos gestatten nur eine sehr oberflächliche Einschätzung. Dieses Boot ist über eine lange Zeit heruntergekommen und der Elektroverhau sowie die zugematschten Beschläge verraten einen nicht besonders engagierten oder kundigen Voreigner. Wir haben sicherlich noch längst nicht alles gesehen und Du vermutlich auch nicht.

Gruß
Andreas

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Rufzeichen: DB 2921

MMSI: 211757030

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3

Freitag, 12. Januar 2018, 06:53

Das ist eine Miglitsch mit Hubdach. Die sind eigentlich sehr gefragt und selten. Aber der Zustand ist schon heftig. Ich persönlich würde pruefen ob das Deck noch fest oder schon weich ist. Wenn weich, würde ich es fachgerecht entsorgen.
First 21.7, Etap 21i, aktuell Sunbeam 22.1

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4

Freitag, 12. Januar 2018, 06:56

Hallo SaskiaK,

segelst Du schon länger oder ist das Dein Einsteigerboot?

Wenn Einsteigerboot, dann prüfen, ob die Segel o.k., wenn ja und der Motor kein großen Reparaturen erfordert, dann einfach gründlich mit Hochdruckreiniger sauber machen, zusehen, dass die gröbsten Löcher dicht sind und segeln. Nix Rumpfaufarbeiten oder Unterwasserschichtaufarbeitung. Wenn Du ein bißchen Spaß haben willst, dann polier ein paar Stündchen rum, das ist gut für die Seele, weil das Ergebnis immer viel besser als vorher ist. Fallen und Schoten kontrollieren und dann auf ins Segeln. Dann ohne großes Invest die ganze Saison segeln.

Es macht Dir danach immer noch Spaß? Dann geh Ende der Saison hin und mach Kassensturz, wie viel Dir Segeln in Zukunft wert ist. Wenn Du ca. 3000 € in die Hand nehmen kannst, kauf Dir anschließend eine gut erhaltene Micro oder anderes Boot in Deiner Größe von 5,5 - 6,5 m, da gibts einiges an Auswahl, gerade in Holland. Das ist erheblich günstiger als Totalrestauration, die Dir hier bevorsteht.

Wenn Du allerdings zwangsweise genau DIESES Boot refitten willst, dann wird das ohne Halle und hunderte Abendstunden nicht gehen. Denn das Deck sieht arg übel aus und nach mehr als viel Arbeit. Und das gilt dann erfahrungsgemäß auch für den Rest. Wenn Du irgendwo anfängst kommt in der Regel das gesamte Ausmaß der Probleme erst nach und nach heraus... Da ist die minimale Elektrik, die so ein Boot braucht, zu vernachlässigende Spaßarbeit...

Wenn Du nur binnen in Friesland segelst und optisch nicht anspruchsvoll bist, kann Du aber mit mittelmäßig Arbeit auch bei diesem Boot sicher viel Spaß haben.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

horstj

Lotse

Beiträge: 1 712

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

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5

Freitag, 12. Januar 2018, 07:23

Hallole,
aufgeklebter Decksbelag? - aufwendig zu sanieren oder ignorieren.
rundum "nachgedichtete" zugeschmierte Beschläge mit Brüchen und Rissen im GFK? prüfen, ob das GFK dort mürbe ist, dann verstärken, Gelcoat erneuern und Beschlag neu montieren oder ignorieren.
Undichte Luken und Fenster? neue zuschneiden lassen und ganz neu montieren oder ignorieren.
Verrotete Elektrik? raus und nach 1-2 Saisons überlegen, ob man wirklich Elektrik benötigt.
Feuchter Innenausbau? alles raus incl. Teppiche und Wandbezug und neu fertigen oder ignorieren.
Verrostetes Kielschwert? raus (weils auch klemmen wird), strahlen und Epoxid beschichten, neue Bolzen, Fallen, oder ignorieren?
AF fällt in Platten ab? Beizen, schaben, schleifen, evtl. Epoxy Primer erneuern, AF erneuern oder ignorieren?
Gelcoat hin? polieren, lackieren oder ignorieren.
Wie siehts mit Rigg, Tauwerk und Segeln aus? Bei einem Segelboot nicht unwichtig.

bei yacht.de gibt es eine Videoreihe "Werkstatt", dort werden Fenster, Gelcoat, Beschläge, UW-Schiff Sanierung gut gezeigt, in einem Rutsch derzeit bei der Sanierung einer Dehlya 25.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

unregistriert

6

Freitag, 12. Januar 2018, 08:32

Zitat

Ist das realistisch? Bin ich total naiv? Ist das Ding überhaupt noch zu retten?!


Nein. Ja. Im Prinzip schon, aber...

Mal ernshaft, das Schiff ist ein ziemlicher Fall von Ohgottogott. Falls Du gerne viel und ausdauernd bastelst und sonst nix zu tun hast, nur zu. Ansonsten Finger weg, zumal es ja nicht mal Dein Schiff ist.

Nix für ungut,

Gruß Hendrik

SaskiaK

Smutje

  • »SaskiaK« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 23

Wohnort: Köln

Bootstyp: Neptun 22

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7

Freitag, 12. Januar 2018, 10:07

Hallo zusammen,

vielen Dank schon mal für euer Feedback.

So wie ich das bisher verstanden habe sollte ich vor der Saison auf jeden Fall die Beschläge einmal neu machen, das Gelcoat reparieren, Elektrik rausreißen und dann Segeln..? Eigentlich sollte sie auch schon in einer Halle stehen, ich denke das klappt noch im Januar. Dann kann ich auch mal nach der Arbeit hin, weil Strom und Licht :)

Rigg und Segel sind übrigens in deutlich besserem Zustand. Die Segel sind zwar nicht mehr hübsch, aber offensichtlich regelmäßig beim Segelmacher gewesen. Das Deck ist auch noch ordentlich steif und das Kielschwert macht zumindest "bonk" wenn man es löst. Scheint also nicht festgerostet zu sein.

Ich segel erst seit Anfang 2016, habe aber einiges an Erfahrung Hand gegen Koje sammeln dürfen und betreue tatsächlich auch noch einige weitere Schiffe (Cometino 701, Cometino 850, Bavaria 38 und 46) mit bei den Saisonarbeiten und ggf. notwendigen Reparaturen.

Ich würde bei der Neptun gerne nach dem Prinzip "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" arbeiten. Schönheit ist definitiv kein Kriterium, weshalb auch der Decksbelag, solange er nicht zu Stolperfalle, wird genauso bleibt :) Insbesondere, da das ja nur ein Pflegeboot ist. Mein eigenes werde ich mir vermutlich 2019 zulegen, dann aber auch 28-30 Fuß.

8

Freitag, 12. Januar 2018, 11:01

Hossa. Das sieht nach viel Arbeit aus.

Kurz zu mir: mein Freund und ich haben in den letzten 2 Winterlagern mehrere Monate lang eine Neptun 20 saniert. Trockenplatznachbarn von mir basteln an einer Neptun 22. Daher kenne ich das alles halbwegs.

1. Es wird mehr Arbeit und Geld als Du glaubst.
2. Da kannst Du aber ein schönes Boot daraus machen, das die Mühe wert ist. Neptuns sind wie Panzer gebaut, sind gutmütige, günstige, vielseite und angenehme Boote. (Hubdach etc.) Haben aber auch gewisse Nachteile (Wendewinkel etc.)

Aufgrund Punkt 1 würde ich das Projekt absolut nur machen, wenn Du das Boot kaufst. In dem Zustand ist der Kaufpreis ein Bruchteil dessen was Du reinstecken wirst. Dann sind klare Verhältnisse geschaffen bzgl. der Investitionen.
Ehrlich gesagt - ohne jdm. zu kränken - in dem Zustand würde ich max. 500-1000€ für das Boot zahlen. Es gibt top erhaltene und halbwegs gut ausgestattete Neptun 22 ab 5000€ im Web....

Das mit dem 7. April sehe ich skeptisch. Warum der Fixtermin? Ein bisschen Zeitdruck ist gut, aber das wirkt recht knapp.
Hast Du eine Halle??? Hast Du gutes Werkzeug? Und wirklich jedes Wochenende und manchmal auch Abends unter der Woche Zeit? Kurze Wege und Einkaufsmöglichkeiten falls spontan etwas fehlt?

Viele Arbeiten sind abhängig von der Temperatur und Luftfeuchte (Verarbeitungstemperaturen von Klebern, Lacken, AF, Epoxy) und brauchen zeitliche min./max. Intervalle die man einhält.
Während des gesamten Vorganges darf die Temperatur nicht zu niedrig sein, keine Luftfeuchte/Kondens. Tag und Nacht!
Da musst Du dich einlesen in die Datenblätter der Hersteller um vorher Deine Arbeiten realistisch planen zu können. International hat gute Infos als PDF online.

Aber erst mal pragmatisch bevor es zu sehr ins Detail geht:
1. Vergesse die Fensterdichtugen aus Gummi. Das ist der beste Tipp den Du bekommen kannst. Glaube es mir! Wir haben 500€ und 2 Wochenenden versch... und einen halben Nervenzusammenbruch riskiert weil wir es mit den Gummidichtungen probiert haben.
Ist eine Sch...Arbeit, obwohl man es sich leicht vorstellt. Die ersten Gummis waren zu eng (oder wurden durch den Einbau beleidigt) und sind aufgeplatzt nach einem Monat, die zweiten waren zu lose und es hat reingeregnet.
D.h. den Defekt wirst Du erst feststellen wenn das Boot schon im Wasser ist. Dann ist ein reparieren/Fenstereinbau echt schrecklich/unmöglich.
Daher mache es evtl. so wie wir (beim 3. Versuch, der dann super war!): Aus Plexi Scheiben zuschneiden (die müssen dann die Fensteröffnung um ca. 2cm überlappen; die alten Scheiben sind zu klein dafür), jene dann von aussen aufkleben mit schnellem MS-Polymer mit Abstandshaltern aus getrockneten MS-Polymer Scheibchen, mit Fendern und Seilen rund ums Boot über Nacht trocknen lassen. Dann noch eine MS-Polymerfuge von Aussen rum.)
Wenn Dich das interessiert, kann ich Dir eine Detailanleitung schreiben. Jetzt würde es zu weit führen. Ist sehr schön geworden. Hat super gehalten. Ist die billigste und nachhaltigste Variante, glaube mir!
Die Fenster musst Du aber auf jeden Fall vor dem Kranen machen. Sie sind auf jeden Fall undicht, das sieht man an den Rissen. Es ist nichts schlimmer als wenn es da doch reinregnet (ich weiss wovon ich rede, ist uns passiert) > im Wasser kannst Du nichts mehr daran machen...

Achtung: Teil 2 kommt gleich...

Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (12. Januar 2018, 12:43)


9

Freitag, 12. Januar 2018, 11:04

2. Was mir Kopfweh machen würde, wäre ob die Kielbolzen Schaden nehmen können wenn sie so lange in einer Pfütze/feuchtem Umfeld waren. Wenn das der Fall ist, dann wird das eine grössere Nummer und gefährlich wenn man da nichts macht.
Ich würde das an Deiner Stelle gut und professionell abklären, bevor Du mit den anderen Arbeiten beginnst!

3. Du hast einen fetten Schimmel im Boot. Das ist noch die angenehmste Arbeit. Drinnen: alles lose und süffige raus. Die Holzteile kannst Du und würde ich retten! Nix ist unschöner als verbastelte Boote ohne Originalteile.
Aber alles was lose oder nicht original ist raus. Bei dem Vorgang direkt die gesamte Elektrik raus. Alles Schrott. Brauchste garnicht versuchen in Teilen zu retten. Innen alles auswaschen mehrfach. Auf versteckte Stellen achten.
Kampfmittel: Spiritus, Essigessenz (Abstand zu Metallteilen damit), Schmierseife.
Du musst den Muff raus haben bevor Du auf die Idee kommst erste Dinge einzuräumen. Bei mir hat es ein mehrfaches Putzen und Desinfizieren gebraucht!

4. Hubdachdichtung: Keine Ahnung. Wir haben keine. Würde ich erstmal lassen. (Dieses Band neben dem Laub?) Mach doch erstmal den Dreck weg ;-)
5. Aber wahrscheinlich wird Dein Hubdachstoff verschimmelt oder stockig sein? Wir haben den alten Stoff entfernt. Dafür muss man die Nieten aufbohren, dann kann man den Stoff samt Aluschienen abnehmen. Wir fahren seit 2 Saisons ohne Stoff. Ist superschön, Du machst das Hubdach hoch, hast sofort frische Luft und einen tollen Rundumblick (was auch beim Arbeiten innen genial ist und um den Muff rauszubekommen).
Für kühle Abende haben wir dann innen Klettband angebracht und ein doppeltes selbstgenähtes Kunstlederband mit Klett versehen. So zieht es nicht rein. Den alten Hubdachstoff haben wir aufgehoben. Evtl. lassen wir den mal aufarbeiten oder machen einen neuen Stoff. Ist aber nicht dringend nötig. Wenn Du dich entscheidest den Stoff zu entfernen, würde ich das als erste Arbeit machen. Die Öffnung ist praktisch beim Fenstereinbau und beim Anreichen von Werk- und Putzzeug sowie zum Lüften.

6. Ein fieser Punkt: Du hast evtl. manches Wichtiges übersehen:
Kümmere Dich unbedingt (!!) um alles, was der Sicherheit und der Bedienbarkeit dient.
a.) Püttinge der Wanten (da sind richtig Lasten drauf, wenn dort das Laminat aufgrund Rott oder die alten Befestigungen nicht in Ordnung sind....)
b.) Wanten & Vorstag/Achterstag!
c.) Die Pinne. Die ist meist aus Holz das in einem Metallvierkant steckt. (Feuchte) Ich habe dieses Jahr von 2 gebrochenen Neptunpinnen im Hafen gehört. Bei mir ist eine Badeleiterstufe gebrochen obwohl die von aussen TOP aussah.
Von innen war aber alles schwarz und brüchig. Hier im Forum gibts wen, der macht sowas. Glaube ca. 200€ unlackiert.
Achte auch auf Deine Badeleiter, das hört sich harmlos an. Aber da gehst Du bei den Arbeiten an Land zigfach hoch&runter!!! Meine ist im Winterlager gebrochen. Ich bin volle Wäsch heruntergeflogen. Zum Glück ist nichts passiert!
d.) Fallen, Schoten, evtl. Umlenker. Kannst Du wahrscheinlich alles neu machen.
e.) Segel: wenn die hin sind plane ca. min 2500€ ein. Wir fahren seit 2 Saisons auch mit den alten Segeln. Es geht, aber nur weil unsere alten gut erhalten sind. Dennoch stehen bald neue an. Rechne mit dem Posten bzgl. der Preisverhandlungen ums Boot...
f.) gebt ihr da einen Aussenborder rein? Habt ihr einen? Sind die Befestigungen am Motorschacht ok?
g.) Rollanlage: ok?

Achtung: Teil 3 folgt...

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (12. Januar 2018, 12:48)


10

Freitag, 12. Januar 2018, 11:07

i.) sind die Klampen- Befestigungen für die Fallen /Niederholer am Mast in Ordnung? Die sind genietet, sowas kann lose werden mit der Zeit.
j.) ACHTUNG: Erneuere alle Öffnungen die Unterwasser sind. Zb. diese Logge die da auf dem Bild ist... Wenn sowas undicht ist (der Rest vom Boot sieht - sorry- sehr gepfuscht aus...) dann säuft Dir der Kahn sofort nach dem Kranen ab.
Über sowas habe ich mich noch nicht drüber getraut. Wäre ggf. eh kein Problem. Hatte aber zum Glück nichts unter Wasser. Da würde ich jdm. fragen, der das echt kann. Sowas ist heikel.


ELEKTRIK:
wie gesagt: raus!
Wenn Du keinen E-Motor hast, sondern nur eine normale kleine Bordelektrik brauchst, dann rate ich Dir zu:
AGM Batterie 115 Ah
Victron Blue Smart Lader 10A
Powerpole-Stecksystem (Anderson > wimo.de Homepage)
12V>5 Volt Wandler

Damit kannst Du folgendes machen:
Deine Positionslampen/Ankerlichter betreiben
Handy / Tablet (Navi!) laden und versorgen
Licht innen betreiben (praktisch sind zb Led Streifen vom Amazon um 10€)
kleine Kompressor (!) Kühlbox betreiben
Staubsauger
Musik
Evtl. Funk

Ohne Elektrik geht sicher auch. Mit Powerbanks und/oder kleinen Batterien die man zuhause lädt.
Ich würde es aber nicht missen wollen. Und ich bin sehr spartanisch!
Petroleum vergesse mal. Hatten wir am Anfang auch. Stinkt grausig unter Deck. Diese Licht-Aufsätze für Gas-Kartuschen sind auch murks. Done that. Fail.

Unterschätze NIE die Vorarbeiten. Die dauern immer länger als die Hauptarbeiten.
Plane akribisch, fast paranoid: Nichts ist beschissener als einen Tag Arbeitszeit zu verlieren weil irgendein Werkzeug fehlt oder ein Mittelchen falsch oder alt ist.
Kontrolliere alles. Öffne Dosen direkt nach dem Kauf. Wir haben alles erlebt. Eingetrockneter Spachtel vom guten Fachhandel. Gealteter Epoxy-Härter.
Das kann einen knappen Zeitplan zunichte machen.
Vor allem da Du in einem strategischen Kontext stehen wirst. Mache Dir eine Liste.
Was musst Du zuerst machen. Welche Verarbeitungsschritte sind nötig. Welche Arbeiten sind zeitgleich möglich, welche erst nacheinander...
Hört sich jetzt albern an. Wenn Du aber mal dran bist, wirst Du sehen was ich meine. Gute Planung ist da alles.

Unterwasserschiff: oh, oh, oh. Da habe ich letztes Winterlager einen gestandenen N22 Profibastler 3 Wochenenden fluchen gehört und fertig gesehen...
Unseres war zum Glück ok.
Mein Tipp: UW-Rumpf gut reinigen. Spezialmittel, die man lange einwirken lässt. Schrubben. Kärchern, Schrubben. Hoffentlich wissen welches AF drauf war. Dann anschleifen mit gutem Schleifer, Sauger, Atemmaske.
Und neues AF drauf streichen 2x.
Sind katschen im Unterwasserschiff? Spachteln vorher.
Achtung: Das ist evtl eine provisorische aber penible Stümper-Variante. Aber ein komplettes Abziehen und Neuaufbau würde ich erstmal versuchen zu umgehen. Damit das nämlich WIRKLICH gut wird und Du keinen Fehler machst, den Du später bereust, brauchst Du Ruhe/Zeit und ein bisschen Erfahrung. Sonst beschädigst Du das Gelcoat, machst Dir Katschen ins Boot bis ins Laminat, oder streichst zuwenig oder falsch die Grundanstriche auf. Da brauchst nämlich gute Temperaturen und VIELE Anstriche. Vor allem bei der Grundierung.
Alles in zeitlich verpflichtender Abfolge. (Folgeanstrich muss innerhalb von xxx)

Achtung: 4 Folgt... ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (12. Januar 2018, 17:00)


11

Freitag, 12. Januar 2018, 11:08

Hallo SaskiaK,

wenn du die Möglichkeit hast das Boot länger zu segeln, würde ich es in kleinen Schritten machen. Soll es ein strahlender Schwan werden, liegt viel Arbeit vor dir, aber es macht auch Spaß! Der Holzinnenausbau einer Neptun 22 ist robuster als man glaubt. In unserer Neptun stand nach einem Feuerwehreinsatz im Steelhaven Roermond gut ein halber Meter Wasser für mehrere Wochen und nach der Trocknung und dem Austausch kleinerer Teile war davon nichts mehr zu sehen. Die meisten Holzteile lassen sich zerstörungsfrei ausbauen und überarbeiten. Ich würde es so machen:

1. Das Boot auf dem Trailer aufriggen und schauen, ob alles komplett ist und der Mast sicher steht. Schlag die Segel an und schau, ob alles funktioniert.
2. Hat das Boot diesen Elementartest bestanden, würde ich es säubern und trocknen. Die Batterien würde ich entfernen und die Elektrik erst einmal nicht beachten. Hier ist später eine Totalsanierung fällig. Ich verstehe auch nicht, warum sämtliche Kabel sichtbar verlegt wurden. Die Kabel lassen sich in einer Neptun nahezu unsichtbar verlegen.
3. Den Motor (AB?) würde ich mit nach Hause nehmen und durchsehen. Springt er nach üblichen Wartungsarbeiten (neue Kerze, neues Öl, …) nicht an, bring ihn zur Begutachtung in eine Werkstatt. Dort kann man dir sagen, ob es nicht besser wäre den Motor auszutauschen. Gebrauchte ABs kosten nicht die Welt und auf den Motor sollte man sich verlassen können.
4. Ziehe das Unterwasserschiff grob ab und bearbeite den Kiel mit einer Drahtbürste. Mach ein weiches Antifouling drauf und mehr erst einmal nicht.
5. Lass es ins Wasser setzen und prüfe ob es dicht ist und sich das Kielschwert absenken lässt. Wenn nein, wieder raus und das Kielschwert gängig machen. Häufig hilft ein langes Sägeblatt mit dem man das Kielschwert in seiner Führung frei schneidet.
6. Segel eine Runde und frage dich, ob du mehr Zeit in die Aufarbeitung investieren willst! Wenn ja, besorge dir eine feste Plane und verhindere damit, dass wieder neues Wasser durch die undichten Stellen ins Boot läuft.

Jetzt hast du eine ganze Saison um dein Boot kennen zu lernen und kannst die weiteren Schritte planen. Für umfangreiche Sanierungen wirst du eine Halle brauchen und die Tücke steckt im Detail. Es fängt schon mit dem Lösen der verbackenen Schrauben an. Bei technischen Fragen kannst du dich an die Neptun Werft in Rheda-Wiedenbrück wenden. Dort bekommst du für dieses Boot auch sämtliche Ersatzteile. Zusätzlich gibt es für diese Boote ein eigenes Forum. Zuerst haben wir einen kleinen Probetörn gemacht und anschließend unsere Neptun komplett zerlegt, Innenraum, Backskisten, Deck und Rumpf neu lackiert, in der Plicht ein Stabdeck verlegt und die Elektrik neu gemacht und insgesamt ca. 12 WE dafür benötigt.

Nur Mut!

Gruß Martin

12

Freitag, 12. Januar 2018, 11:09

Kiel: Vergess es erstmal. Ausser Du bist Superwoman. Damit sowas wirklich nachhaltig gut wird brauchst Du mehr Zeit und Zeugs und gute Umstände als Dir lieb ist.
Stichwort: Zugänglich/Arbeitssituation. Altes müsste ab: Sandstrahlen oder Perago-Scheibe, dann schleifen. Es müsste SOFORT eine gute Grundierung drauf bei der die Umstände (Temp/Kondens) wirklich GUT sein müssen.
Dann mehrere Folgeanstriche. Immer darauf achten, welche Mittel sich mit Metall und untereinander vertragen.

Kleinkram, der aber auch Stunden dauert: Beschläge ab, eindichten. Schlimmste Stellen spachteln. Winschen mal anschauen/reinigen innen.
Das muss man alles gründlich machen. Sonst ists ein Pfusch. Für diese Arbeiten braucht man zt 2 Personen. (Schrauben gegenhalten etc.)


Jetzt ist Bootsmesse in Düsseldorf. Fahre da mal hin mit einem Foto-Ordner und gehe zu den einschlägigen Ständen. Schreibe alles auf was dir gesagt wird.
von der Linden, international, epifanes, hempel, ist behnke da?


Gutes Gelingen.
Wenn Du noch fragen hast, schicke mir eine pn.
lg.
Riggse


PS: Jetzt haben wir zeitgleich geschrieben.... Ich habe gerade erst Dein Posting bzgl. Deiner Bootspläne gelesen... Hm. Naja. Wäre ggf. beim ersten Posting auch gut gewesen die Info... Sei´s drum :D
Puh, ob es eine gute Idee ist, da dann soviel Arbeit reinzustecken. Das musst Du wissen. Im Grunde ist so eine N22 aber ein feines Schiff. Glaubst Du, Du könntest viel Arbeit und Sorgfalt reinstecken (man wächst ja mit dem Boot zusammen) und Dich dann rasch davon trennen?
Ob es den Einsatz wert ist, gerade wenn es nicht Dein Boot ist? Lernen wirst Du viel dadurch. Das ist ein guter Aspekt. Auch kann das Boot nur schöner werden. Aber denke daran, es wird sehr aufwendig werden....
Falls Du die Neptun behältst und in der zweiten Saison doch ein wenig Zeit für Schönes hast: wenn man das Holz der Scheuerleisten und Handläufe sowie vom Niedergang schleift und mehrfach ölt, dann wird das richtig schick! Beim Rumpf kann man viel machen mit sehr gründlicher Reinigung und anschliessend polieren und wachsen von Hand... Danach wirst Du das Boot nicht wiedererkennen!

13

Freitag, 12. Januar 2018, 11:34

Insbesondere, da das ja nur ein Pflegeboot ist.
Ok, Du lässt nicht locker :D

Trotzdem, ein Missverhältnis kann ich mir nicht recht erklären, nämlich die Kombination aus extrem viel eigenem Einsatz und einer fremden Eignerschaft (Verein?).
Das musst Du mit Dir selbst ausmachen, aber zumindest sollten alle anfallenden Sachkosten doch vom Eigner übernommen werden?!
Also wird der doch auch über den Umfang mitzureden haben.

Minimal-Lösung und imho bis April nebenbei (arbeitest oder studierst Du?) noch einigermaßen realistisch:

1. Säubern, entrümpeln, schier machen. Ziel: Segel-, aber nicht unbedingt bewohnbares Boot ohne Technik auf Binnengewässern.
Vergammeltes Holz und Elektrik raus, dabei bereits Bestandsaufnahme und Todo für den nächsten Winter entwickeln. Brauchbares (Polster) trocken und sicher einlagern.
Das Boot muss natürlich verschließbar bleiben. Leckende Fenster können ggf. noch eine Saison in Kauf genommen oder provisorisch gedichtet werden. Für den nächsten Winter dann den Austausch organisieren - wenn das keine N22 ist, gibt es wohl auch keine 1:1 Dichtungen und Ersatzteile. Es gibt diverse Möglichkeiten, neue Fenster fertigen zu lassen und dicht zu montieren. Stellen wir erstmal hinten an.
2. Das U-Schiff kann und sollte bis zum Wasserpass bereits saniert werden. Das ist noch ein realistisches Projekt bis April. Konzentriere Dich erstmal darauf.
3. Parallel oder nach dem Zuwasserlassen Decksbeschläge, Ruder und Rigg und ggf. auch den Außenborder durchsehen und ggf. in Ordnung bringen oder ergänzen.

Quasi als Kieljolle auf einem Binnenrevier ist das Boot jetzt fürs Daysailing einsetzbar. Da niemand drauf wohnt und nichts mehr drinnen ist, was Schaden nehmen könnte, kommt es auf zuverlässige Dichtigkeit der Fenster und Beschläge noch nicht an. Provisorisch dichten oder regelmäßig nach dem Boot sehen und lenzen reicht.

Im nächsten Winter könnten Beschläge, Fenster, ggf. Gelcoat/Decksbelag, Luken, Hubdach, Niedergang usw. folgen.
Dann wäre es immer noch ein Daysailer, jedoch außenrum fertig.
Im übernächsten Winter dann Inneneinrichtung, Elektrik, Navigationsausrüstung. Danach (2020) wäre das Boot auch wieder für Touren einsetzbar.

Drei Winter mit viel Arbeit und Kosten (hoffentlich wenigstens die nicht die Deinen!), aber immerhin mit Segelperspektive im Sommerhalbjahr.
Wenn die Umstände nicht passen (ist ja letztlich nicht Dein Boot), kannst Du das Projekt auch nach jeder Etappe abbrechen bzw. der Kahn hätte möglicherweise eine einigermaßen realistische Verkaufsperspektive oberhalb von 10ct minus Abwrackkosten.

Gruß und alles wird gut

Andreas

14

Freitag, 12. Januar 2018, 11:43

;-) Ich lasse auch nicht locker... : Mache unbedingt die Fenster. Da kommt VIEL Wasser rein, das überall hin fliesst. Unsere Gummis waren genau so. Provisorisch dicht bekommt man die nicht. Hatte 1,5 Saisons damit zu tun...

Letztlich ist das natürlich eine Frage der pers. Prioritäten und der geplanten Nutzung. Aber ich würde wirklich diese Reihenfolge beachten:
1. Gründlich alles was evtl. "irgendwann" raus soll SOFORT raus und putzen; sonst räumst und verschmutzt Du zigfach hin&her. Originalteile aus Holz aber retten oder zumindest aufheben wenn möglich...
2. Sicherheit (alles was brechen/reissen/lose/undicht werden kann)
3. Von oben/aussen DICHT machen! Und zwar noch an Land. Im Wasser ist sowas wesentlich aufwendiger.
4. alles für den Mast besorgen & machen was VOR dem Stellen nötig ist (Licht, Fallen, Umlenker für Fallen am Mastkopf passend?, Windex, Furlex ok?)
5. UW Schiff
6. Segelzeugs/Reffbar?/Schoten/Winschen/Umlenker/Klemmen unten/Persenning (als notwendiger UV und vor allem Sturmschutz). Das geht auch im Wasser. Ist aber gut das rasch erledigt zu haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (12. Januar 2018, 12:35)


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15

Freitag, 12. Januar 2018, 11:53


Ist das realistisch? Bin ich total naiv? Ist das Ding überhaupt noch zu retten?!


Meine Hunter sah ähnlich schlimm aus. Ist alles zu schaffen.
https://www.segeln-forum.de/board1-rund-…ht=Kleinkreuzer

Hau rein!
Gruß, Jörg!

SaskiaK

Smutje

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16

Freitag, 12. Januar 2018, 12:48

@Kartoffelbrei: Oh! So schlimm ist es bei meiner dann doch gar nicht :D

@Riggse: Wahnsinn, so viele Infos! Ich bin begeistert! Habe eben mal mit der Neptun Werft telefoniert. Der meinte auch Fenster raus und am besten neue drauf kleben. Da ja auch schon das GFK am Rahmen teil kaputt ist, unterstütze ich das. Jetzt ist die Frage: Den Umbausatz bei Neptun kaufen (Kostenpunkt 460 €) oder einfach im Baumarkt zuschneiden lassen?

Positionsleuchten hat sie alles, was benötigt wird. Nur wie kann ich denn die Lampen ohne Elektrik testen? Hat da jemand einen Tipp?

Ich möchte die gerne vom Trailer runterholen und aufbocken, damit der Trailer in die Werkstatt kann. Ich weiß theoretisch, wie ich das hinkriege, brauche aber einen Bock. Den kann man aus Kantholz selber bauen. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, nach welchem Plan. Habt ihr da Erfahrungen?

Die Polster der guten sind noch in Top Zustand. Segel sind auch ok. Das Groß möchte ich von Bändsel auf Einleinenreff umstellen, da ich meistens Einhand unterwegs sein werde. Das ist ja schnell gemacht und kein großer Kostentreiber.

Apropos Kosten: Die teile ich mir selbstverständlich mir den Eigner :)

Die Winschen... Da sind aktuell die Gurte dran befestigt. Aus Gründen möchte ich das Boot jetzt auch nicht mehrere Tage ohne Gurte auf dem Trailer stehen lassen, währen ich gemütlich zuhause die Winschen warte. Oder meint ihr das wäre kein Problem?

Außenborder ist kein Problem. Falls der, der zum Boot gehört nicht funktioniert, kann ich mir von einem befreundeten Eigner einen ausleihen.

Nochmals, vielen Dank für euren ganzen Input!

LG
Saskia

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17

Freitag, 12. Januar 2018, 14:12

Wie Horst oben schon schrieb, erstmal über eine Saison prüfen ob eine Bordelektrik überhaupt benötigt wird.
Ich komme prima ohne aus, Batterielaterne, Taschenlampe und Powerbox reichen für mich auch über mehrere Tage. Musik will ich nicht auf dem Boot. Da in meinem Binnenrevier kaum ohne Landfeste geankert wird, brauch ich nachts auch kein Ankerlicht, bzw. die Petroleumfunzel am Baum reicht auch der WaschPo. Nachts fahre ich nicht, war in den letzten zwei Saisons einfach nicht nötig. Ich seh auch für die kommende Saison für mich keinen Bedarf für eine Bordelektrik.
Gruß, Jörg!

18

Freitag, 12. Januar 2018, 15:02

Die Gurte kannst Du verlängern und komplett oben rum statt um die Winschen.

Lampen testen mit ner kleinen 12V Batterie und zwei Kabeln mit Krokodilklemmen dran.

Ich finde es beachtenswert wenn man sich an so ein Boot ranwagt zumal es nicht das eigene ist. Für 3000,- bekommt man N22 in recht gutem Zustand. Aber natürlich ist reuse immer besser! Viel Spaß dabei!
*es ist immer niedriger als Du denkst!*

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19

Freitag, 12. Januar 2018, 16:30

Wenn ich mal die Voraussetzungen und Bilder so betrachte, gebe ich hier mal eine Schätzung ab:
Bis zur nächsten Saison ist bestenfalls die Hälfte der Arbeiten fertig.
Wahrscheinlich aber eher ein Drittel oder weniger.

Und während der Arbeit tauchen dann noch gerne weitere Baustellen auf.

Wir haben einen Refit hinter uns und da hätten die Wochenenden bei weitem nicht gereicht.

Ist also die Frage: Arbeiten, weil es Spass macht oder für das Ergebnis?

Holger

20

Freitag, 12. Januar 2018, 17:03

@SaskiaK: Habe Dir bzgl Deiner Fensterfrage an mich eine PN geschrieben.

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