Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

1

Dienstag, 27. Februar 2018, 11:20

Lösemittel, der ultimate Verständnisthread

Hallo,

obwohl ich seit 30 Jahren "mit Booten rummache" (Holz, GFK, Alu Boote), habe ich noch kein wirkliches Konzept für Lösemittel. Oder heißt es fachlich korrekt Lösungsmittel?

Mir hilft ein Guide, welche Lösemittel in welchem Anwendungsfall einzusetzen sind. Im Internet so nicht gefunden. Auch hier im Forum nicht.

Einsatzgebiete Lack 1-komponentig
Holz-PU-Lacke habe ich z.B. mit Owatrol verdünnt und mit Universalverdünner
Ich weiss jedoch nicht, was welches Lösemittel tatsächlich bringt und wann es eingesetzt wird (Kriechverhalten, Temperatur, ...). Aua.

Einsatzgebiete Lack 2-komponentig
Da nutze ich meist die zu Farbe "passenden" Lösemittel, weiß jedoch nie was drin ist oder ob es preiswertere / bessere Alternativen gibt

Einsatzgebiet Epoxy
Auch da nur Nutzung der "passenden" Lösemittel, ohne zu verstehen was ich tue.

Einsatzgebiet Entfettung
Oberflächen vorm Beschichten zu entfetten ist oft gefordert. Nimmt man da nun Aceton (Verdünnung, auftragen und sofort abwischen) oder Spüli (Detergent). Oder Universallösemittel (das irgendwie einen Ölfim zurücklässt).

Einsatzgebiet Reinigung
Oberflächen reinigen mit Lösemittel? Ja, Nein, Wieso, Wie?

Je mehr ich nachdenke, je mehr steigt meine Verwirrung. :D

Vielleicht kann ja die Forumsweisheit weiterhelfen oder hat in der Vergangenheit einen Beitrag erzeugt, denn ich bis dato nicht gefunden habe.

Danke für Feedback
huttingoderwas

2

Dienstag, 27. Februar 2018, 14:16

Die Hersteller schreiben doch meist auf dem Gebinde vor was verwendet werden soll.
Bei Epoxid kannst Du nur so lange mit Aceton "verdünnen" wie es nicht gehärtet hat. Danach geht nichts mehr. Aceton ist daher bei dieser Anwendung eher als Reiniger für die Arbeitsgeräte zu verstehen. Es gibt keine klassische Verdünnung für dieses Material.

Bei Pu-Lack ist das nicht ganz so einfach, es hängte vom Lack ab und dessen Verwendung. (rollen streichen oder spritzen) daher gibt es hier Varianten von einem passendem Verdünner.

Entfetten geht mit Aceton oder auch speziellem Entfetter. Oder auch Anwendungsfall abhängig Bremsenreiniger. So allgemein ist das immer noch relativ oberflächlich zu beschreiben.
Geh mal zu einem Yachtausrüster oder Farbenhändler. Die Firma International hat eine schöne kleine Anstrichfiebel da werden viele Deiner Fragen beantwortet.

3

Mittwoch, 28. Februar 2018, 07:49

Nicht abgehärtetes Epoxyd geht mit Essig und oder auch Alkohol zu reinigen. Dabei neutralisiert der Essig nebenbei noch den Härter.

Entfetten geht gut mit Isopropanol.
~sx

Tamako

Leuchtturmwärter

Beiträge: 51 855

Wohnort: Tief im Südwesten der Republik

Schiffsname: TAMAKO

Bootstyp: Hanse 411

Heimathafen: Heiligenhafen - Ortmühle

Rufzeichen: DNQN

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 28. Februar 2018, 08:26

Zum entfetten reicht warmes Wasser mit einer milden Seife, mit Spüli oder Frosch liegst Du da richtig.
Mens sana in Campari Soda

5

Donnerstag, 1. März 2018, 10:16

Update

Lösemittel, der ultimate Verständnisthread
Hallo,

Mir hilft ein Guide, welche Lösemittel in welchem Anwendungsfall einzusetzen sind. Im Internet so nicht gefunden. Auch hier im Forum nicht.
Update Zwischenstand.

Einsatzgebiete Lack 1-komponentig
Optionen
Holz-PU-Lacke
Owatrol (bessere Penetration)
Universalverdünner
Verdünner nach Einsatzgebiet (Spritzen, Rollen, Streichen)

Einsatzgebiete Lack 2-komponentig
Da nutze ich meist die zu Farbe "passenden" Lösemittel, weiß jedoch nie was drin ist oder ob es preiswertere / bessere Alternativen gibt. Herstellerprodukte wählen.

Einsatzgebiet Epoxy
Fliesseigenschaft/Penetration von Holz/Gelege bei kalten Temperaturen: das Harz im Mischbecher in einem heisses Wasserbad erwärmen, dann erst Härter zuführen. Zu beschichtende Teile auch erwärmen (falls möglich). Minimaltemperatur der Verarbeitung beachten. Ggfs. anderen Härter nutzen.
Nicht abgehärtetes Epoxyd geht mit Essig und oder auch Alkohol zu reinigen. Dabei neutralisiert der Essig nebenbei noch den Härter.
Spüli geht auch. Aminröte mit Wasser entfernen.

Einsatzgebiet Entfettung
Oberflächen vorm Beschichten zu entfetten ist oft gefordert. Optionen:
Aceton (Verdünnung, auftragen und sofort abwischen)
Spüli oder Frosch (Detergent).
Isopropanol (Alkohol)
Bremsenreiniger

Einsatzgebiet Reinigung
Oberflächen reinigen mit Lösemittel? Ja, Nein, Wieso, Wie?


Weitere Ergänzungen/Ideen?

Danke für Feedback
huttingoderwas

zooom

Salzbuckel

Beiträge: 2 358

Schiffsname: NANA

Bootstyp: Gib Sea 312

Heimathafen: Trget

Rufzeichen: DH6616

MMSI: 211352760

  • Nachricht senden

6

Donnerstag, 1. März 2018, 10:19

Sikaflex geht frisch (auch von den Händen) mit Spiritus weg.
Anschließend Hände waschen und eincremen, Spiritus ist, wie fast alle Lösemittel, ein Zellgift.
Gruß Thomas

Dieses Jahr bekennender Alt 68iger

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »zooom« (1. März 2018, 11:51)


Yellow Boat

Salzbuckel

Beiträge: 7 605

Schiffsname: YELLOW DREAM

Bootstyp: Leisure 27

Heimathafen: Schildmeer Holland

Rufzeichen: PG8944

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 1. März 2018, 10:46

Lösemittel, der ultimate Verständnisthread
Hallo,


Einsatzgebiete Lack 2-komponentig
Da nutze ich meist die zu Farbe "passenden" Lösemittel, weiß jedoch nie was drin ist oder ob es preiswertere / bessere Alternativen gibt. Herstellerprodukte wählen.


Danke für Feedback
huttingoderwas
Was in irgend ein Lösungsmittel oder Farbverdünner so ungefähr drin ist kann man immer finden aufs entspechende Sicherheitsdatenblatt was jeder Hersteller für alle auf dem Markt verkaufte ( gefährliche, z.B auch Reinigungsmittel für den Haushalt) Produkte zur Verfügung stellen muss.
Z.B. hier für Pinselverdünnen für Double Coat PU Lack : https://www.de-ijssel-coatings.nl/upload…ds801CDELDE.pdf
So kann man auch mal schauen ob eine anderes Produkt auch geignet sein kann.
Einfach suchen mit Produktname , Hersteller und "Sicherheitsdatenblatt" oder MSDS ( material safety data sheet).
Ad

8

Sonntag, 4. März 2018, 11:00

Vielleicht wäre ein Hinweis zum Arbeitsschutz im Umgang mit den Lösemitteln auch an dieser Stelle angebracht.
Beispiel: Wenn in einer Halle gearbeitet wird sollte man auf Abluftmöglichkeiten achten und auch eventuell ein Hinweisschild am Hallentor anbrigen =Rauchverbot
Das mag eventuell für machen übertrieben klingen, aber ist es wohl nicht. Woher soll ein Raucher wissen was in der Halle gerade passiert?

Auch der Atemschutz ist nicht nebensächlich (FFP-Klassen) Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Atemschutzmaske

88markus88

Salzbuckel

Beiträge: 3 030

Wohnort: Frankfurt

Schiffsname: Aquileia

Bootstyp: Sailart 24

Heimathafen: Edersee

  • Nachricht senden

9

Sonntag, 4. März 2018, 12:04

Auch der Atemschutz ist nicht nebensächlich (FFP-Klassen) Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Atemschutzmaske

FFP - Masken helfen nicht gegen Lösungsmitteldämpfe, sondern nur gegen Partikel. Dafür benötigst du eine richtige Atemmaske mit chemikalienabsorbierendem Filter oder einen Vollschutz mit Luftzuführung - beides nicht praktikabel im Hobbybereich. Dort sollte man soweit wie möglich auf Lösungsmittel verzichten; wenn das nicht geht: sehr gut belüften und Handschuhe / Schutzkleidung tragen.
Es schadet auch nichts, sich über die Lösungsmittel zu informieren (Material Data Safety Sheet), es hängst sehr davon ab, was drin ist. Besonders vorsichtig wäre ich z.B. bei Verarbeitung von Polyester (Xylol), oder bei Testbenzin (Aromaten). Nicht ganz so wild sind aromatenfreie Verdünnung oder Aceton, und beinahe schon harmlos Alkohole (Methanol, Isopropanol, Ethanol, Brennspiritus)

10

Montag, 5. März 2018, 14:41

Dafür benötigst du eine richtige Atemmaske mit chemikalienabsorbierendem Filter oder einen Vollschutz mit Luftzuführung - beides nicht praktikabel im Hobbybereich.
Wie meinst du das, "nicht praktikabel im Hobbybereich"? Eine Moldex, 3M oder Sundström-Maske mit ABEK1-Filter kostet <50€ und damit ist abgedeckt:


  • Typ A: organische Gase und Dämpfe, z. B. Lösungsmittel mit Siedepunkt +65 ºC
  • Typ B: anorganische Gase und Dämpfe, z. B. Chlor, Schwefel-/Cyanwasserstoff
  • Typ E: saure Gase und Dämpfe, z. B. Schwefeldioxid, Fluorwasserstoff
  • Typ K: Ammoniak und Amine, z. B. Äthylendiamin

Zitat von »zooom«

Das ist eine Verständnis- keine Wertungsfrage.

horstj

Lotse

Beiträge: 1 712

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

  • Nachricht senden

11

Montag, 5. März 2018, 16:48

Entfettung:

Bei GFK daran denken, dass viel mit Trennmitteln ("Wachse", Silikonbasiert) gearbeitet wird, also nehme ich immer auch Silikonentferner zum Entfetten. Wird auch von VonderLinden empfohlen.


PSA:
trage auch Nitril Handschuhe, Lange Kleidung und Handschuhe darüber, Mütze, Atemschutz wie oben beschrieben und Augenschutz. Mag übertrieben wirken, weil ja nicht tägliche ARbeit, aber gerade am Boot arbeitet man teilweise auch über Kopf und bekommt schneller Spritzer aber als man denkt.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

12

Montag, 5. März 2018, 17:10

Ich habe zwar die falschen Schutzklassen bei den Masken oben benannt, aber ich meine auch das es doch wirklich wichtig ist, dass hier darüber mal etwas ausführlicher geschrieben wird ohne gleich den Zeigefinger mahnend zu erheben. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Und , es wissen wohl weniger Leute als gedacht dass es zu wirklichen Gesundheitsschäden beim Arbeiten mit z.B.Epoxid kommen kann.
Das Material ist öfter Auslöser für Allergien. Bei einem mehr bei anderen weniger. Aber man kann nicht vorsichtig genug sein!
Und die billigen Staubmasken sollte man sich nicht antun, die helfen nur dem Hersteller. Es gibt durchaus bessere Optionen wie schon von User "fugbaum" beschrieben.

Thema Epoxid
Hier geht es nicht um die Reinigung der Haut, Epoxid darf einfach nicht auf dieses Organ gelangen!
Wem das übertrieben erscheint, der möge hier nachlesen: Link:http://www.alles-zur-allergologie.de/All…ie/Epoxidharze/

Ich habe mein UW-Schiff komplett saniert und den Rumpf gespritzt. Die Arerosole waren dabei nicht ohne. Auch beim Schleifen selbst sind die Stäube nicht zu verachten. So eine Maske ist dann ein Muß,denke ich.

Und Gesundheit ist unbezahlbar.

13

Montag, 5. März 2018, 17:53

Moin Hutting etcpp.,

paar Ergänzungen von mir:

1K-Lacke:
Zum Lackverdünnen (Einstellen der Viskosität) Verdünnung Nr. 2 oder auch Terpentinersatz; zum Werkzeugreinigen Verdünnung Nr. 7.
Terpentinersatz ist in unterschiedlichen Qualitäten erhältlich; einige davon sind nahezu aromatenfrei und das führt imho zu einer Bevorzugung bei der Verdünnung von Kunstharzlacken: es werden einfach weit weniger gesundheitsschädliche Lösungsmittel ausgedünstet als z. B. von Universalverdünnung. Allerdings sind die Aromaten natürlich wirksamer bei der Werkzeugreinigung, weshalb hierfür gern auf "schärfere" Lösungsmittel zurückgegriffen wird. Konsequenz: Zwei verschiedene Produkte für die Lackverdünunng und für die Werkzeugreinigung. So in etwa die Aussage des Bootsbaumeisters, bei dem wir jahrelang im Winterlager lagen und die sich tendenziell auch bei der Netzrecherche belegen lässt. Nr. 7 eignet sich auch für die Verdünnung von epoxidbasierten Anstrichen. Für das Zeug unbedingt Atemschutz verwenden!

Atemschutz: sollte kein Problem sein, z. B. mit Sundström-Halbmasken mit Wechselfiltern; sogar die Kombination Lösungsmittel- und Staubfilter ist möglich.
Hautschutz: Handschuhe. Latex aus der Apotheke geht im Prinzip, lässt aber auch einige Stoffe durch. Nitrilhandschuhe sind besser.

Reiniger: ich habe bisher auch Aceton verwendet, allerdings ist das für diesen Zweck eigentlich viel zu flüchtig. Testbenzine können gehen, jedoch gilt: je mehr Aromaten enthalten sind, desto schädlicher und desto stärker greifen (lösen) sie Kunststoffoberflächen an. Ich bin da auch noch nicht 100 % zu Ende.

Leider verwenden die Hersteller zunehmend eigene Bezeichnungen und erschweren die Vergleichbarkeit von Produkten.

Gruß
Andreas

14

Dienstag, 6. März 2018, 11:27

Update

Update
Lösemittel, der ultimate Verständnisthread
Hallo,

Danke für die zahlreichen Beiträge. Der Nebel wird zumindest dünner.
Update II Zwischenstand.

Arbeitssicherheit
Generell: Zu wenig beachtet. Dicherheitsdatenblätter lesen. Vernünftiges Schutzequipment (Halbmaske, Schutzbrille, Handschutz, Körper bedeckt.
Die meisten Lösemittel sind Zellgifte.
Epoxid darf nicht auf die Haut gelangen! Link:http://www.alles-zur-allergologie.de/All…ie/Epoxidharze/
Atemschutz:Halbmasken von bekannten Herstellern z. B. mit Sundström/3M etc. -Halbmasken mit ABEK1 Wechselfiltern; Kombination Lösungsmittel- und Staubfilter ist möglich.
- Typ A: organische Gase und Dämpfe, z. B. Lösungsmittel mit Siedepunkt +65 ºC
- Typ B: anorganische Gase und Dämpfe, z. B. Chlor, Schwefel-/Cyanwasserstoff
- Typ E: saure Gase und Dämpfe, z. B. Schwefeldioxid, Fluorwasserstoff
- Typ K: Ammoniak und Amine, z. B. Äthylendiamin
Hautschutz: Handschuhe. Latex aus der Apotheke geht im Prinzip, lässt aber auch einige Stoffe durch. Nitrilhandschuhe sind besser.
Wenn in einer Halle/unter Deck gearbeitet wird sollte man auf Abluftmöglichkeiten achten. Rauchverbot.

Einsatzgebiete Lack 1-komponentig
Optionen
Holz-PU-Lacke
Owatrol (bessere Penetration)
Universalverdünner
Terpintinersatz (einige davon sind nahezu aromatenfrei und das führt zu einer Bevorzugung bei der Verdünnung von Kunstharzlacken: es werden einfach weit weniger gesundheitsschädliche Lösungsmittel ausgedünstet als z. B. von Universalverdünnung. Allerdings sind die Aromaten natürlich wirksamer bei der Werkzeugreinigung, weshalb hierfür gern auf "schärfere" Lösungsmittel zurückgegriffen wird. Konsequenz: Zwei verschiedene Produkte für die Lackverdünunng und für die Werkzeugreinigung.)
Verdünnung Nr. 2
Verdünner nach Einsatzgebiet (Spritzen, Rollen, Streichen)


Einsatzgebiete Lack 2-komponentig
Da nutze ich meist die zu Farbe "passenden" Lösemittel, weiß jedoch nie was drin ist oder ob es preiswertere / bessere Alternativen gibt. Herstellerprodukte wählen.

Einsatzgebiet Epoxy
Fliesseigenschaft/Penetration von Holz/Gelege bei kalten Temperaturen: das Harz im Mischbecher in einem heisses Wasserbad erwärmen, dann erst Härter zuführen. Zu beschichtende Teile auch erwärmen (falls möglich). Minimaltemperatur der Verarbeitung beachten. Ggfs. anderen Härter nutzen.
Verdünnung Nr. 7 eignet sich auch für die Verdünnung von epoxidbasierten Anstrichen. Unbedingt Atemschutz verwenden
Nicht abgehärtetes Epoxyd geht mit Essig und oder auch Alkohol zu reinigen. Dabei neutralisiert der Essig nebenbei noch den Härter.
Spüli geht auch. Aminröte mit Wasser entfernen.

Einsatzgebiet Entfettung
Oberflächen vorm Beschichten zu entfetten ist oft gefordert. Optionen:
Aceton (Verdünnung, auftragen und sofort abwischen)
Spüli oder Frosch (Detergent).
Isopropanol (Alkohol)
Bremsenreiniger
Bei GFK daran denken, dass viel mit Trennmitteln ("Wachse", Silikonbasiert) gearbeitet wird, also Silikonentferner zum Entfetten


Einsatzgebiet Reinigung
Oberflächen reinigen mit Lösemittel? Ja, Nein, Wieso, Wie?
Aceton ist für diesen Zweck eigentlich viel zu flüchtig. Testbenzine können gehen, jedoch gilt: je mehr Aromaten enthalten sind, desto schädlicher und desto stärker greifen (lösen) sie Kunststoffoberflächen an.
Pinselreinigen Verdünnung Nr. 7 (einkomponentig)
Sikaflex geht frisch (auch von den Händen) mit Spiritus weg.



Weitere Ergänzungen/Ideen?

Danke für Feedback
huttingoderwas

15

Dienstag, 6. März 2018, 11:40

noch eine Ergänzung zum Aceton..
es diffundiert auch schnell durch die Hautbarriere..und verursacht Schäden an deinem Blut...entfetten ebenfalls deine Haut
..ist mit einem Silikonentferner.. ..der beste Universalentfetter...nicht zusammen mixen !

http://www.gifte.de/Chemikalien/aceton.htm
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

Yachtcoach

St. Lubentius des Forums

Beiträge: 6 335

Wohnort: mittendrin

Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

Bootstyp: Ja ...sagt man von mir....

Im Marktplatz: 2

  • Nachricht senden

16

Dienstag, 6. März 2018, 12:32

Abgesehen von allen Informationen, die hier bereits vorliegen
und welche auch die Hersteller in Farb- bzw. Anstrichfibeln veröffentlichen.....

dürfte doch klar sein, dass Lösungsmittel in manchen Ländern auf der Ursachenliste für Berufskrankheiten (z.B. Maler , Lackierer und Anstreicher) stehen ?
Da gibt es diverse Hobbyhandwerker, welche meinen, dass man mit der Staubmaske hinreichend geschützt sei ?
Lösungsmittel sind fettauflösend......das Hirn hat Fettanteile.... daher..... :wacko3:
von Krebserregend wollen wir erst garnicht reden ?
Hab früher öfters Handwerker erlebt, die sich quasi mit Verdünnung gewaschen haben... :erschrocken: ,
was natürlich auch entsprechende Wirkung auf die Haut hatte.
Auch wenn es z.B. Waschbenzin heißt, muss man nicht darin baden.

Was man nicht sieht... ist oft gefährlicher, als sichtbarer Dunst.
Gerade im heutigen Bootsbau, mit vielem Kunststoff und chemischen Mixturen ist Vorsicht beim Verarbeiten angebracht.

Ich schreibe dies, weil ich im Hafen immerwieder erlebe, wie unbedarft manche mit der Chemie umgehen.
Dabei spreche ich noch nicht einmal von der Umwelt .

:rolleyes:
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

17

Dienstag, 6. März 2018, 12:49

Gerade im heutigen Bootsbau, mit vielem Kunststoff und chemischen Mixturen ist Vorsicht beim Verarbeiten angebracht.


Wobei Holz auch nicht ohne ist (Stäube). Und Metall auch nicht (Dämpfe beim Schweißen). Und beim Pönen treffen sich dann alle Bootsbaumaterialien wieder :-/

18

Mittwoch, 7. März 2018, 18:14

Diesen Absatz könnte man verständlicher machen:
Einsatzgebiet Epoxy
Fliesseigenschaft/Penetration von Holz/Gelege bei kalten Temperaturen: das Harz im Mischbecher in einem heisses Wasserbad erwärmen, dann erst Härter zuführen. Zu beschichtende Teile auch erwärmen (falls möglich). Minimaltemperatur der Verarbeitung beachten. Ggfs. anderen Härter nutzen.
Verdünnung Nr. 7 eignet sich auch für die Verdünnung von epoxidbasierten Anstrichen. Unbedingt Atemschutz verwenden
Nicht abgehärtetes Epoxyd geht mit Essig und oder auch Alkohol zu reinigen. Dabei neutralisiert der Essig nebenbei noch den Härter.
Spüli geht auch. Aminröte mit Wasser entfernen.

Aminröte bildet sich beim Arbeiten mit Epoxid und muss mit Wasser, dem Spüli zugesetzt worden ist, abgewaschen werden. Sonst kommt es evet. zu Haftungsproblemen mit nachfolgenden Anstrichen.

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 2 466   Hits gestern: 2 471   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 4 015 777   Hits pro Tag: 2 338,07 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 18 845   Klicks gestern: 17 463   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 32 698 384   Klicks pro Tag: 19 037,71 

Kontrollzentrum

Helvetia