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1

Montag, 12. März 2018, 10:29

Epoxy oder Epoxy Grundierung?

Moin Zusammen,

mein Antifouling war rissig und ist zum Teil einfach abgefallen. Ich habe nun die alten Schichten abgezogen und stehe vor der Frage was nun.

Meine Vorgänger haben leider das Gelcoat z.t bis aufs Laminat durch geschliffen, so dass ich wohl eine dampfdichte Beschichtung brauche.

Das Boot steht im Winterlager draußen, die dauerhafte Temperatur > 10C werde ich an der Nordsee vor dem Slip nicht hin bekommen, damit fallen einige 2K Beschichtungen schon durchs Raster.

Was spricht eigentlich gegen eine Beschichtung mit Rein-Epoxy? Es gibt eine ganze Reihe Materialien, die ab 5C gehen.

Wo ist der Unterschied zu den Epoxy Grundierungen, die zum Teil 2 bis 3 mal so teuer sind?

Was ist von Pvc Sealer zu halten, der ist 1K und geht bei geringen Temperaturen?

Und irgendwo im Forum hatte ich gelesen, dass auch normale Vinyl oder Clorchautschuk Primer eine ausreichende Schicht aufbauen, reicht das auch schon?

Bin um jeden Tipp dankbar,

Schöne Grüße

Markus

Hugo

Offizier

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2

Montag, 12. März 2018, 10:40

Moin,

würde mich auch interessieren, ich stehe gerade vor einem ähnlichen Problem. Bei mir ist allerdings über dem Gelcoat noch irgendwas schwarzes, teerhaltiges aufgebracht. Mein Hafenmeister empfiehlt hier 6-7 Lagem Hempel Light-Primer und dann Antifouling.

Beste Grüße,

Thorsten

Kartoffelbrei

Proviantmeister

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3

Montag, 12. März 2018, 10:42

Ich würd mich jetzt von dem Sliptermin verabschieden und das Unterwasserschiff ordentlich aufbauen. Dazu würde ich Produkte von Bootsservice-Behnke verwenden, weil der Qualtät verkauft, bei mir um die Ecke sitzt und auch noch sehr gut berät.
Bei der Restauration meines Kleinkreuzers hab ich als Sperre 4 Schichten Epoxydharz 601 aufgetragen, 4 Schichten Epoxyprimer und als Haftvermittler 1 Schicht Vinylprimer vorm Antifouling.
Gruß, Jörg!

Segelalex

Salzbuckel

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4

Montag, 12. März 2018, 10:50

Auf trockenes, raues und sauberes, entfettetes Gelcoat oder auch Laminat die erste Schicht reines Epoxy, danach 5-6 Schichten Epoxy mit Sperrschichtfüller, kann nass in nass bis es läuft, sonst max 12 h dazwischen. Dann härten lassen und komplett einmal mit warmer Seifenlauge abwischen (ganz wichtig!!!). Dann 2x 2k Primer und schließlich Antifouling und du hast für immer Ruhe (also natürlich außer mit dem AF...)

Lass dich bei von der Linden beraten, welchen Härter du nimmst für die niedrigen Temperaturen.

10°C wären allerdings auch da echt von Vorteil. Vorallem das Schiff von innen richtig gut durchheizen, damit der Rumpf warm ist und sich dort kein Kondens bildet.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

Yellow Boat

Salzbuckel

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5

Montag, 12. März 2018, 11:07

Ich denke das reines Epoxy im Prinzip besser wäre . Ist allerdings weniger einfach an zu bringen weil es viel mehr abtropfen wird als spezielle Epoxy Coatings.
Coating enthalten immer auch Fullstoffe und Farbpigmente und manchmal auch verdünner was die Wasserschutz Qualität herabsetzen kan gegenüber reines Epoxid.

Reines Epoxid am besten etwas dickfüssiger machen mit z.B. Aerosil oder (Glas)Microballoons.

Meist wird aber eine Reine Epoxidschicht angebracht zusammen mit enem Glasgewebe. Wäre so ähnlich wie ein Boot aus Glas-Epoxid.

Übrigens kann man anstatt Epoxid auch sogenanntes Vinylester Harz nehmen was fast die gleichen wasserundurchlässige Eigenschaften hat als Epoxid , aber einfacher und sicherer zu verarbeiten und wesentlich billiger als Epoxid.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vinylesterharz

Verarbeitet wie Polyester , ist aber etwas wesentlich anderes und eigentlich eine Art mozdifiziertes Epoxid.
Ad

6

Montag, 12. März 2018, 12:14

Ich hatte ein fast identisches UW-Schiff-Problem.

Also habe ich den gesamten UM-Bereich bis auf das Laminat abgetragen. Dann 8 SchichtenWest System Epoxid gemischt mit 422 Sperrschicht (Aluminiumpulver) aufgetragen. Allerdings dauerte diese Arbeit einige Wochen.
Daher würde ich mich nicht unter Zeitdruck setzen lassen und diese Arbeiten in Ruhe und mit der nötigen Sorgfalt machen. Auch wenn es länger dauert. Ich habe nach dem Auftragen der Schichten den Rumpf geschliffen und nochmals mit dem selben Material gespachtelt.Im Ergebnis der Anstrengungen war der Rumpf so glatt, dass es eine Freude war drüber zu fühlen. Dann 2x Teerepoxid abschließend drüber gerollt und fertig. (Antifouling kommt noch)

Und ja es war eine sehr anstrengende Tätigkeit die einige Wochen gedauert hat. Muskelkater inklusive! ;(
Alex beschreibt es schon richtig wie es umzusetzen wäre. Für den Auftrag des Epoxids gibt es spezielle Rollen. Auch sind die Handpumpen zum mischen sehr sehr hilfreich. Alles bei West System zu bekommen.
Ich bekomme keine Provision oder ähnliches wenn ich diese Firma hier so benenne, aber deren Produktkette passt schon. Es gibt auch viele andere Anbieter .

7

Montag, 12. März 2018, 12:47

Alternativ Yachtlackierung Peter Wrede.


Kostet bestimmt mehr, wie selber machen. Dafür Profis, die das jeden Tag tun und ensprechende beheizte Hallen haben. (Garantie bis 7Jahre gibts dazu)

Was ihr angesprochen habt, hatte ich alles mal durch mit meiner damaligen Sprinta-Sport. Gute Erfahrung, aber nie wieder selber.

8

Montag, 12. März 2018, 14:17

Hallo Zusammen,

danke schon mal für die Tipps. Wrede kommt nicht in Frage, da ich schon nix mehr auf dem Rumpf habe und damit das Schiff nicht ins Wasser kommen kann ;-)

Von der Linden werde ich mal anrufen, Nass-in-Nass müsste das ja mit dem Epoxy (bei passenden Temperatur) an einem langen Arbeitstag machbar sein. Vinyl-Primer und Antifouling dann
ein Wochenende danach.

Mit dem PVC-Sealer hat keiner Erfahrungen?

Netter Gruß

Markus

9

Montag, 12. März 2018, 15:03


Mit dem PVC-Sealer hat keiner Erfahrungen?
Nicht auf GFK, nur auf Metall und Holz. Da wir aber Jotun Vinyguard übrig haben, dachte ich auch darüber nach das genau wie du auf GFK zu benutzen. Die Wasserdichtigkeit soll ja sehr hoch sein und die Verarbeitung macht sogar fast schon Spaß.
Die einzigen Dinge die mir als Gegenargument eingefallen sind, waren :

a) die viel geringere mechanische Belastbarkeit gegenüber Epoxy
b) da spreche ich aus leidlicher Erfahrung beim Metall: du willst das nicht nochmal runter schleifen müssen. Schleifmittel verkleben und das wird wieder eine klebrige Masse.

Weswegen ich es nicht machen würde.

Zitat von »zooom«

Das ist eine Verständnis- keine Wertungsfrage.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bernd Boje« (12. März 2018, 18:38)


10

Montag, 12. März 2018, 16:37

Das macht sich am besten zu Zweit einer mischt an und einer rollt. Diese Rollen habe ich verwendet, sie sind genau dafür gemacht. Und jede Menge Einweghandschuhe wären gut, sowie Aceton. Die einzelnen Aufträge habe ich etwas abgetönt um die Schichten beim Rollen besser unterscheiden zu können.
»Lümmel« hat folgende Datei angehängt:
  • Rollen.jpg (1,14 MB - 16 mal heruntergeladen - zuletzt: 21. März 2018, 21:04)

11

Montag, 12. März 2018, 18:25

H
Von der Linden werde ich mal anrufen, Nass-in-Nass müsste das ja mit dem Epoxy (bei passenden Temperatur) an einem langen Arbeitstag machbar sein. Vinyl-Primer und Antifouling dann
ein Wochenende danach.


Hallo Markus,

wie groß ist dein Schiff?
Unterschätze den Aufwand nicht (was machst du z.B. mit den Borddurchlässen, kommst du ohne Ausbau komplett an das Ruderblatt heran, Wie sieht der Übergang zum Überwasserbereich aus?).


Auch wenn du schnell in's Wasser möchtest. Ich würde dir ebenfalls empfehlen, dich nicht unter Druck zu setzen und zu warten, bis du auch Nachts Temperaturen über 10 Grad hast.
Kommt es wirklich auf die paar Wochen an?

Ein sauberer, gut geschliffener und trockener Untergrund ist aus meiner Sicht wichtiger als die Marke des Materials das du aufbringst.
Bedenke auch, dass sich bei den aktuellen Temperaturen schnell Feuchtigkeit am Rumpf absetzt. Dann hält es nicht!

Von der Linde ist sicher gut, ich habe mich allerdings bei meinem Boot für timeout.de entschieden.
Die Beratung und die Materialien (ein französischer Anbieter) sind ebenfalls top, das Material kostet jedoch erheblich weniger als das hochpreisige West System.

Viel Erfolg

Frank

12

Montag, 12. März 2018, 19:04

Ich würd mich jetzt von dem Sliptermin verabschieden und das Unterwasserschiff ordentlich aufbauen.

Auch wenn du schnell in's Wasser möchtest. Ich würde dir ebenfalls empfehlen, dich nicht unter Druck zu setzen und zu warten, bis du auch Nachts Temperaturen über 10 Grad hast.
Kommt es wirklich auf die paar Wochen an?
:gooost:
Nicht nur die Außentemperatur muss stimmen...aber auch die Luftfeuchtigkeitswerte..

Einmal richtig ..ist besser als voreilig und schlecht...
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

JürgenG

Seebär

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Wohnort: Kiel

Schiffsname: Skrållan

Bootstyp: Lady Helmsman II

Heimathafen: Kiel

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13

Montag, 12. März 2018, 20:07

Mit dem PVC-Sealer hat keiner Erfahrungen?

@bonobo: Hallo Markus, der PVC-Sealer ist ein Vinylprimer (PVC=Poly-Vinyl-Chlorid). Diese Sealer oder Primer dienen lediglich als teerfreier Haftgrund für die folgende Antifoulingschicht. Eine wasserdichte Versiegelung des Laminats bekommst Du damit nicht hin, falls Du das angenommen hast. An Epoxy führt kein Weg vorbei, dann den Sealer und zum Schluss das Antifouling.

Grüße Jürgen

piep

Lotse

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Im Marktplatz: 1

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14

Montag, 12. März 2018, 20:51

sigmaprime 200 ist bis 5°C zu verarbeiten. bei so tiefen temperaturen muß du aber besonders penibel auf den taupunkt achten. möglichkeit: den rumpf von innen aufheizen, bis rumpftemp. außen 3° über lufttemp. liegt.
»piep« hat folgende Datei angehängt:
everybody ist perfekt - not mi!

15

Montag, 12. März 2018, 22:10

So schnell wirst Du ohne Halle leider nicht fertig werden. Wie schon oben hingewiesen wurde müssen Temp. und Luftfeuchte in etwa stimmen. Auch sollte das Harz vorher zum anmischen vorgewärmt werden damit es flüssiger wird und sich besser verarbeiten läßt. Auch dauert die chem. Reaktion bei niedrigen Temp. etwas länger.

Man muss bedenken , dass es verdammt ärgerlich ist, wenn das gewünschte Ergebnis wegen den äußeren Einflüssen und unter Zeitdruck am Ende nicht eintritt. Das Material bekommst Du dann nicht so schnell wieder runter.
Auch wird es ohne nachträgliches glattschleifen und spachteln nicht wirklich ein richtig glattes UW-Schiff geben. Das mußte ich auch erleben und habe es dann ordentlich nachgearbeitet.

Bruk

Offizier

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Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

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16

Montag, 12. März 2018, 23:05

Hallo Zusammen,

danke schon mal für die Tipps. Wrede kommt nicht in Frage, da ich schon nix mehr auf dem Rumpf habe und damit das Schiff nicht ins Wasser kommen kann ;-)

Von der Linden werde ich mal anrufen, Nass-in-Nass müsste das ja mit dem Epoxy (bei passenden Temperatur) an einem langen Arbeitstag machbar sein. Vinyl-Primer und Antifouling dann
ein Wochenende danach.

Mit dem PVC-Sealer hat keiner Erfahrungen?

Netter Gruß

Markus

Hallo Zusammen,

danke schon mal für die Tipps. Wrede kommt nicht in Frage, da ich schon nix mehr auf dem Rumpf habe und damit das Schiff nicht ins Wasser kommen kann ;-)

Von der Linden werde ich mal anrufen, Nass-in-Nass müsste das ja mit dem Epoxy (bei passenden Temperatur) an einem langen Arbeitstag machbar sein. Vinyl-Primer und Antifouling dann
ein Wochenende danach.

Mit dem PVC-Sealer hat keiner Erfahrungen?

Netter Gruß

Markus


Hallo Markus,

die Empfehlung mit Light Primer ist korrekt. Er lässt sich sehr leicht verarbeiten. Die Werften in Kappeln verwenden gern dieses Produkt. Aber Du musst in der Nähe des Bootes sein, damit Du die Intervalle einhalten kannst.

Wenn Du eine homogene Rumpftemperatur von ca. 15 Grad einhalten kannst, wird die Gasdichtigkeit in Ordnung sein. Wenn nicht, ist Epoxy oft schlechter als das Original Gelcoat.

Da ich diese Bedingungen im Freilager nicht erfüllen konnte, habe ich es von Ancker Yachting erledigen lassen. Hervorragende Arbeit! Das war vor 3 Jahren. Alles in Ordnung. Allerdings ging es primär um das Abtragen von vielen alten Af-Schichten. Also keine Osmoseprävention! Da der Rumpf (gemessen und optisch besehen) vollkommen osmosefrei war, habe ich Gelshield nur in 2 Schichten als Grundierung auftragen lassen.

Wichtig ist die Messung der Feuchte im Laminat. In schlimmsten Fall ist dann eine 6-Schicht-Applikation kontraproduktiv, da es sein kann, dass sich die Feuchtigkeit dann ins Innere des Laminats ausbreiten kann. Ich habe mir dieses Problem einmal ansehen dürfen. Da waren die Blasen dann innen unter dem Topcoat.

Viel Erfolg bei den Arbeiten wünscht
Klaus

17

Dienstag, 13. März 2018, 09:59


@bonobo: Hallo Markus, der PVC-Sealer ist ein Vinylprimer (PVC=Poly-Vinyl-Chlorid). Diese Sealer oder Primer dienen lediglich als teerfreier Haftgrund für die folgende Antifoulingschicht. Eine wasserdichte Versiegelung des Laminats bekommst Du damit nicht hin, falls Du das angenommen hast. An Epoxy führt kein Weg vorbei, dann den Sealer und zum Schluss das Antifouling.

Grüße Jürgen
Hallo Jürgen,
hast Du dazu Belege oder kannst Du mir erklären warum das so ist? Also nicht dass ich es nicht glauben würde, ich kann aber abgesehen von meinen Gründen weiter oben die für mich ausreichend gegen PVC-Primer auf GFK sprechen keine Argumente dagegen finden. Ich habe sogar den Betreiber des Antifouling-Shop danach gefragt. Auch dort heißt es, dass die Wasserdichtigkeit sogar höher als bei manchem Epoxy sein kann. Andere Indizien sind für mich, dass Produzenten von Farben (Hansa, Jotun) 1K PVC als "kostengünstige" Alternative im Korrosionsschutz empfehlen. Die Anforderungen ist in beiden Fällen den Werkstoff vor Wasser(dampf) zu schützen. Die 2K Epoxy-Primer sind ja auch in der Regel für GFK und als Korrosionsschutz beworben. Zweitens stehen die verwendeten Namen, z.B. "Schwimmbadfarbe" oder eben "Sealer" (Abdichter) für mich prinzipiell für eben diesen Schutz.
Also falls mir jemand schlüssig belegen kann, dass PVC-Farbe der Anforderung an eine "wasserdichte Versiegelung" nicht nachkommt, wäre ich sehr dankbar!

Zitat von »zooom«

Das ist eine Verständnis- keine Wertungsfrage.

18

Dienstag, 13. März 2018, 13:22

Tja, ne homogene Rumpf-Temperatur über 15° nachts geht an der Nordsee nicht wirklich. In den letzten 3 Jahren hat es das nach meinem Wissen nicht gegeben. Deshalb ja meine Frage nach Materialien, die sich auch bei geringeren Temperaturen verarbeiten lassen. 5° sind realistisch mit Glück schon April erreichbar. Da würde ich dann versuchen im Hauruck Nass-in-Nass das Ganze am Stück zu machen. Vorbereitung ist bis dahin abgeschlossen. Das Material bekomme ich sicherlich über 15°, den Rumpf kann ich von innen heizen (Gasheizung und Heizlüfter sind an Board, die Bodenbretter nehme ich hoch) und auch eine Nacht durchlaufen lassen.

Lieber wären mir Materialien, die auch nach 2-3 Stunden ein Absinken der Temperaturen ohne Murren vertragen, deshalb schiele ich in Richtung Vinyl-Primer. Irgendwo hat es hier im Forum vor einiger Zeit einen Tröt gegeben, in dem jemand sagte, dass sein Bootbauer gesagt hätte, dass Vinyl-Primer bei älteren Rümpfen, die sowieso über Winter an Land stehen, besser seien, als Epoxy-Grundierungen. Kann sich daran noch jemand erinnern?

Schöne Grüße

Markus

Bruk

Offizier

Beiträge: 523

Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

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19

Dienstag, 13. März 2018, 13:33

Zu dem nachgefragten Vinyl-Primer habe ich keine Erfahrungen. Bei den von Dir geschilderten Klimabedingungen kannst Du natürlich Epoxybeschichtungen aufbringen, eine vernünftige Gasdichtigkeit wirst Du nicht erreichen können! Das war auch der Grund, weshalb ich die Arbeit vergeben habe. Aber vielleicht gibt es ja dennoch Produkte, die sich erfolgreich verarbeiten lassen, will sagen, die die gewünschte Gasdichtigkeit erreichen. Und nur darauf kommt es ja an. Mir selbst sind solche Produkte nicht bekannt.

Liebe Grüße
Klaus

20

Dienstag, 20. März 2018, 09:29

Hallo,

ich kann das Antifouling-Forum sehr empfehlen. Auch dort wird ein Vinyl-Primer als Haftgrund für das Antifouling verwendet. Dieser Primer soll eine höhere Feuchtedichte besitzen als z.B. ein Gelshield 200. Man kann da auch anrufen, ich wurde da immer freundlich und kompetent beraten.

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