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Hugo

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1

Sonntag, 3. Juni 2018, 20:38

Mitsegler mitnehmen-eure Erfahrungen

Moin,



ich überlege gerade, mal Mitsegler mitzunehmen, einhand ist dann manchmal doch ein wenig langweilig:-)

Abgesehen von der rechtlichen Problematik- wie sind eure Erfahrungen? Leider habe ich wenig segelbegeisterte Menschen im Freundeskreis, so dass es wohl auf das Mitnehmen mir unbekannter Menschen hinausläuft.

Nun hab ich schon ein wenig Bedenken, dass es womöglich zwischenmenschlich nicht klappen könnte, daher an diejenigen unter uns die derlei machen bzw. gemacht haben: Wie sind eure Erfahrungen? Eher positiv oder "nie wieder"?

Dankbar für Feedback,



Hugo

Paul b

Salzbuckel

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2

Sonntag, 3. Juni 2018, 21:04

Genau aus diesem Grund haben einige Solosegler die Gruppe „Crewbörse Ijsselmeer HgK“ bei Facebook (siehe Mitsegel Link) gegründet. Bisher - das sind schon mehrere Jahre - habe ich nichts negative mitbekommen. Klar wie im wahren Leben findest du Mitsegler mit denen es besser klappt und auch welche mit denen es weniger gut ist. Letztendlich ist die häufigste Törnlänge ein Wochenende und da hält man es mit den meisten doch aus.

Zur rechtlichen Problematik haben wir zumindest eine Skipperhaftpflicht, wo siehst du weitere Probleme?
:fb: Mitsegeln?
:fb: Mitfahren?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Paul b« (3. Juni 2018, 21:35)


Hugo

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3

Sonntag, 3. Juni 2018, 21:18

Moin Paul,



ich glaube die Abgrenzung zur gewerblichen Nutzung mit allen damit zusammenhängenden Konsequenzen ist juristisch nicht ganz einfach zu fassen; mögliche Schadenersatzansprüche bei Personen- oder Sachschaden könnten bei grober Fahrlässigkeit ( sollte nicht vorkommen, KANN aber...) durch Versicherungen nicht abgedeckt sein etc.pp. Ich glaube, man bewegt sich da letztlich immer in einer rechtlichen Grauzone. Das Risiko wäre ich aber bereit zu tragen. Will auch kein Geld mit Mitseglern verdienen, Kosten werden geteilt und gut.

Nur habe ich ehrlich gesagt ein bißchen Bammel, dass ich die Geister, die ich rief, nicht wieder loswerde:-).

Gerade auf einem kleinen Schiffchen wie meinem lebt man doch recht beengt zusammen; bisher hat´s mir allen Mitsegelnden an sich ganz gut gepasst, aber die Leute kannte ich auch schon länger, daher die Frage hier an das Herdenwissen ob eurer Erfahrungen. Dass man auch mal ins Klo greifen kann ist mir dabei durchaus bewusst, mir sind die "Wahrscheinlichkeiten" nur nicht klar:-) Und jedesmal eine Kennenlernprozedur durchzuführen....nee, möchte ich auch net:-)



Gruß,



Hugo

Paul b

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4

Sonntag, 3. Juni 2018, 21:27

Naja ich verstehe nicht ganz den Vergleich zwischen segelbegeisterten Menschen und Freundeskreis :) Ich denke man muß es auch mal rheinisch sehen.

Artikel 3: Et hätt noch emmer joot jejange.
(„Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)
Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren.
Situationsabhängig auch: Wir wissen es ist Murks, aber es wird schon gut gehen.
:fb: Mitsegeln?
:fb: Mitfahren?

Hugo

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5

Sonntag, 3. Juni 2018, 21:52

Bin auch gebürtiger Rheinländer, ich weiß genau was Du meinst:-)

6

Sonntag, 3. Juni 2018, 22:00

Moin,
für die Überführung aus Holland habe ich hier im Forum nach einem weiterem Mitsegler gefragt,
weder „mein“ damaliger Vorschoter noch ich hatten Erfahrung außenherum.
Uns dreiMänner verbindet mittlerweile eine Freundschaft, „leider“ hat der Törnangesteckt,
beide haben sich kurz nach der Überführung eigene Boote gekauft.
Mein Tipp vorher länger miteinander telefonieren und mit einem Testwochenende anfangen.
Gruß Uwe

HERR Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
Psalm 90 Vers 12

Kokopelli

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7

Sonntag, 3. Juni 2018, 22:15

ich glaube die Abgrenzung zur gewerblichen Nutzung mit allen damit zusammenhängenden Konsequenzen ist juristisch nicht ganz einfach zu fassen

Das widerspricht sich schon mal mit dem hier:
Will auch kein Geld mit Mitseglern verdienen, Kosten werden geteilt und gut.

Jedenfalls, wenn du die reinen Törnkosten meinst, und keine laufenden Bottskosten u. ä. Dann jedenfalls bist du aus dem gewerblichen Fahrwasser raus. Wolltest du aber Törngebühren nehmen, die sich an Kosten von Charterwochen orientieren, hättest du recht.
Meine Erfahrung mit Mitseglern sind folgende: je weniger segelerfahren, desto schwieriger. Viele wissen nicht, was sie auf dem Boot erwartet und dass Mitarbeit erforderlich ist. Die würde ich nicht mehr mitnehmen wollen. Suche hier im Forum oder in anderen segelaffinen Zusammenhängen, da hast du die besten Chancen, die Richtigen zu treffen. Ich schreibe das aus Erfahrung als früherer Skipper eines Vereinsbootes, der des öfteren Leute an Bord hatte, die "auch mal mitsegeln" wollten. Da waren schon ein paar spezielle Figuren dabei... ;(

Hugo

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8

Sonntag, 3. Juni 2018, 22:28

@Kokopelli:



Ich glaube so einfach ist das leider nicht, allein das Teilen der entstehenden Törnkosten führt bei mir ja zu einem Gewinn in Höhe der ( hälftigen) Ersparnisse.... Außerdem ist es im Schadensfall, wenn einer Übles will, schwierig nachzuweisen, dass man kein Geld für den Törn erhalten hat.

Bei reinem HgK sollte ohnehin kein Mensch auf die Idee kommen, irgendwelche Ansprüche geltend zu machen, es sei denn, man hat ihn vorsätzlich in den Bach geschmissen.

Wenn man sich dann noch mal anschaut was die Mitmenschen und deren Rechtsverdreher heutzutage so umtreibt...:-) . Aber keine Sorge, den grundsätzlichen Glauben an die Menschheit habe ich noch nicht verloren:)

Goeni

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9

Sonntag, 3. Juni 2018, 22:31

Auch hier im Forum gibt es “spezielle“. Ich hatte aber mit keinem Mitsegler wirklich ernste Probleme. Viele sind inzwischen mehrmals mitgesegelt.

Wie im wirklichen Leben gehört halt etwas Toleranz von beiden Seiten dazu.

Goeni
Sunbeam 33 zu VERKAUFEN
PREIS: € 48.000
Besichtigung mit mir gegen Voranmeldung: 16/17 November in Barth
www.namastetwo.npage.at

Kokopelli

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10

Sonntag, 3. Juni 2018, 22:41

Schau mal nach "Mitsegelvereinbarung" im Netz nach, Hugo. Für alles gibt's Regeln und Verträge.

11

Sonntag, 3. Juni 2018, 23:08

Ansprüche Dritter - Z.B seitens der Kranken- und/oder Rentenversicherung , Angehöriger etc. - können im Falle von Unfall oder Verletzung durch diese ganzen merkwürdigen Mitssegelvereinbarungem incl. Haftungsausschluss/ -Verzicht NICHT ausgeschlossen werden!!!

Und wer schriftliche "Verträge" fürs Mitsegeln bracht, sollte es von vornherein lieber lassen...
--------------------------
Ehrensenator im Bundesverband "Klare Worte statt gesülztes Gelaber" (BV KlaWo)

Hugo

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12

Sonntag, 3. Juni 2018, 23:15

Ich brauche doch auch gar keinen Vertrag, ich suche nur nach euren Erfahrungen mit unbekannten Mitseglern:-)

Thomas Lamprecht

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13

Montag, 4. Juni 2018, 07:04

Ich glaube so einfach ist das leider nicht, allein das Teilen der entstehenden Törnkosten führt bei mir ja zu einem Gewinn in Höhe der ( hälftigen) Ersparnisse....

Das ist steuerrechtlich kein Gewinn, das sind nicht mal Einnahmen.
Wenn ihr Euch einfach nur die Kosten teilt, gibt es hier nun wirklich keine Probleme.
BG
Thomas

Paul b

Salzbuckel

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14

Montag, 4. Juni 2018, 07:44

Der TE fragt doch ganz klar nach Erfahrungen, von denen lese ich nicht so viel bisher. Aber das drum herum scheint vielen wichtig zu sein ;)


Wenn mir eine Eigner eine Mitsegelvereinbarung in die Hand drücken würde, dann würde ich den ungläubig anschauen und diese nicht ausfüllen. :) Was allerdings ein muss ist, ist eine Skipperhaftpflicht mit ausreichender Deckung. Hier gibt es die kuriosesten Fälle, die auftreten können, die abgedeckt sein sollten.

Ich habe schon zig mal Leute echtes HgK mitgenommen. Teilweise ohne diese vorher zu kennen, teilweise mit Crew Casting (wie ich es nenne). Meine Erfahrungen auch bei Frauen sind durchaus positiv. Das betone ich, aus dem Grund, da die Mädels wenn es mit einem Kerl auf so engen Raum geht eher zurückhaltender sind und das in Teilen gesellschaftlich geprägt ist. Man schaut den potentiellen Kandidaten eh nur vor den Kopf, wenn man sie vorher trifft, das wahre Leben spielt sich an Bord ab und zeigt sich auch nur dort, ob es passt oder nicht. In der empfohlenen Crewbörse kennen sich auch einige Eigner und man tauscht sich über die Mitsegler aus bzw. empfiehlt welche andere halt nicht. Wie im richtigen Leben :)

Hierzu 2 Beispiele:
Ich war mit einem potentiellen Kandidaten, da er räumlich in der Nähe wohnte Essen und es passte. An Bord stellte sich schnell heraus, dass es nicht passte. Aber es war nur ein Wochenendtörn und da kann man in den sauren Apfel beißen. Und im Leben gibt es desöfteren solche Situationen.

Noch beim Latte Cup hatte ich ein "Blind Date" Crewmitglied an Bord. Ich wusste nur Segler etwa gleiches Alter, männlich und Dortmund Fan (Ich bin Schalker). Da hat es gepasst!

Vielleicht noch einen Hinweis zu HgK
Ich denke, hier sollte man genau seine Erwartungen definieren. Wenn ich jmd bei der Überführung helfe, ist das für mich kein Hgk im eigentlichen Sinne und ich Erwarte schon, dass der Diesel zu Lasten des Eigners geht. In Teilen erwarte ich das auch je nach Situation von den Reisekosten. Wer Mitsegler mitnehmen möchte und im Vorfeld Geld aufruft, bietet kein HgK an auch wenn es all in ist. Eine Bordkasse aus der Liegeplatz, Nahrung, Diesel gezahlt wird, ist für mich das schon das wahre HgK.
:fb: Mitsegeln?
:fb: Mitfahren?

Hamburger Deern

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15

Montag, 4. Juni 2018, 07:58

Ein Törn, der ganz entspannt "geplant" war entpuppte sich zu Einem den ich nicht wiederholen möchte und den ich vorzeitig abgebrochen habe.
Mein Gast hat aus heiterem Himmel Allüren bekommen und sich - sagen wir mal - recht keck aufgeführt. Wir kannten uns vorher recht gut und haben
den Törn gemeinsam beschlossen, weil wir dachten, dass es Spaß machen wird.


Wenn Du einhand mit Deinem Boot zurecht kommst, hast Du im Notfall ja die Möglichkeit Deinem Mitsegler eine Heimreise auf dem Landweg
anzubieten. ;)


„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“ :lachtot:
Joachim Ringelnatz



Till

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16

Montag, 4. Juni 2018, 08:36

Einen ganz großen Unterschied macht die Länge des Törns.
Die meisten Männer brauchen ein paar Tage, um sich so auf die Nerven zu gehen, dass es schwierig wird.
Sind zwei Frauen dabei, fallen möglicherweise die ersten giftigen Bemerkungen schon nach ein paar Stunden.

Um mit den Vorurteilen direkt weiter zu machen:
Handwerkern fällt es deutlich leichter, sich auch an für sie ungewohnten Tätigkeiten zu beteiligen.
Mit Akademikern ist das Risiko, dass "wenn ich das Kommando gebe, machst du die Leine los" uminterpretiert wird in "ich mach die Leine los, wenn ich glaube, dass es die richtige Zeit dafür ist."

Aber alles halb so wild. Ich bin schon viel mit Nicht-Seglern unterwegs gewesen, etwas weniger mit Seglern. Und es hat fast immer gut gepasst.

Bei zwei Törns als Mitsegler hatte ich von Anfang an das Gefühl nicht richtig dazu zu gehören. Keine Ahnung warum, aber sowas kann halt auch passieren.

Spi40

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17

Montag, 4. Juni 2018, 10:17

Ich habe in der Vergangenheit ziemlich oft Mitsegler mitgenommen, welche ich nicht kannte.
Da waren Törns über 3-4 Tage über Himmelfahrt oder Pfingsten dabei wie auch Wochentörns über 9 Tage, wie auch 4 Wochen Törns nach Oslo und Stockholm.

Ich habe positive Erfahrungen gemacht, wie auch Erfahrungen, welche man nicht noch mal haben muss. Generell nehme ich nur einen Mitsegler mit, nie zwei oder gar Pärchen oder die beste Freundin der Mitseglerin nicht. Grund Gruppendynamik vermeiden! Gut beschrieben und nachzulesen in der "Skipperfibel" von Schenk.
Vorheriges Kennenlernen ist gut, hilft aber wie schon weiter oben geschrieben nicht vor dem Griff ins Klo.
Vorher sollte dem Mitsegler das Boot beschrieben werden und ihm mitgeteilt werden was man von ihm verlangt und gefrsgt werden was er für Vostellungen hat. Ebenso sollte man vorher klar sagen wie so ein Segeltag abläuft, denn auch das Essen und der Abwasch muss beispielsweise gemeinsam erledigt werden. Gut ist wenn er Vorkentnisse hat und den einen oder anderen Törn mitgemacht hat. Leute die nicht mal Knoten können bleiben bei mir an Land. Mittlerweile auch Raucher, muss aber jeder selbst entscheiden, ob es ihm was ausmacht, wie mir oder eben nicht.

Selbst sollte man sein Boot beherrschen und in der Lage sein klare Anweisungen, Erklärungen und Hinweise geben zu können. Tollorant sollte man sein aber nicht zu allem. Man sollte führen können ohne dem anderen zu bevormunden. Wichtig ist immer ihn mit einzubeziehen. Ich lasse die Mitsegler fast sofort nach dem Ablegen an die Pinne, sage an was als nächstes gemacht wird und welche Aufgaben er dabei hat.

Um finanzielle Desaster (gab es auch schon mal ganz am Anfang) zu umgehen lasse ich den Mitsegler immer die Hafengebühren zahlen. Den Einkauf und oft die gemeinsame Anreise per Auto habe ich vorgestreckt. Am Ende wird dann zusammengerechnet (es gibt ne Liste in die jeder seine Zahlungen einträgt) und 50/50 gemacht.

Es haben sich Mitseglet herauskristallisiert die jetzt öfter mitsegeln und gern dabei sind, welche man bei "Not" an Mannschaft natürlich persönlich anspricht und fagt ob sie wieder mitkommen wollen.

Ach so, ein Sponsoring für das Boot von 100-150€ pro Wochentörn ist immer gerne gesehen. Und jetzt liebe Steuerfachangestellten zerreist Euch das Mundwerk, Feuer frei!

Das man als Skipper für alles zur Rechenschaft gezogen wird, sollte vorher klar sein, aber dann kann man alternativ nur Alleine segeln.....und das macht auch auf Dauer keinen Spass. Das einzige was ich vor Törnbeginn gegenzeichnen lasse ist die vollständige Einweisung in das Boot, die Sicherheitseinweisung und die Erklärung der Notsysteme.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

Paul b

Salzbuckel

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18

Montag, 4. Juni 2018, 10:29

Das von Spi 40 hätte ich nicht besser schreiben können ;)

So ein Crewpool ist total sinnig!

Das mit der Hafengebühr habe ich bisher nicht beachtet, aber es ist ein guter Weg - Danke für die Anregung!

Ich hatte zwischenzeitlich mal überlegt, da "Hand" ja auch Einsatz dieser bedeutet, ich mir eine Art Pfand geben lasse, um die Herrschaften für Arbeiten im Winterlager zu motivieren. Wer arbeitet, bekommt das Pfand zurück, wer nix tut, dann bekommt das Pfand das Schiff. Aber hier bin ich gedanklich noch nicht klar. Ich möchte kein Bargeld, vielleicht Paypal. Wer Anregungen hat - immer gerne.
:fb: Mitsegeln?
:fb: Mitfahren?

Winterfalke

Salzbuckel

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19

Montag, 4. Juni 2018, 10:46

Nun hab ich schon ein wenig Bedenken, dass es womöglich zwischenmenschlich nicht klappen könnte, daher an diejenigen unter uns die derlei machen bzw. gemacht haben: Wie sind eure Erfahrungen? Eher positiv oder "nie wieder"?

Ist echt schwierig. Wir haben auch gerade überlegt, mit Freunden mal eine Woche in Kroatien zu segeln. Zwischenmenschlich sollte das gut besprochen sein, weil jeder seine individuellen Gewohnheiten, Interessen und Marotten hat und ggf. jeder mal etwas Freiraum braucht. Der eine will lieber baden, der andere lieber segeln, der nächste will sich Städte angucken oder shoppen. Es kann einer (oder mehrere) seekrank werden, Partner können sich anfangen zu zanken und weiß der Kuckuck was noch alles. Kleinigkeiten können schon zu Verstimmungen führen. Bekannte von uns haben sich mal heillos mit ihren Freunden zerstritten, weil eines der Kinder Butter am Messer hatte, als es damit Nutella aus dem Glas geholt hat.
Es sollte klar sein, wer an Bord das Sagen hat. Der Skipper natürlich wegen der Sicherheit. Aber ohne den Ahab raushängen zu lassen oder profilneurotisch zu werden! Das muss man auch können. Besonders in einer "geschlechtsbereinigten" Crew. Dort wird erfahrungsgemäß viel gesoffen. :alc:
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

eckstein

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20

Montag, 4. Juni 2018, 10:46

Ich habe Erfahrung sowohl als Mitsegler als auch als Mitnehmer. Meine Karriere als Seesegler habe ich mitsegelnd begonnen, 1700 sm in 2 Monaten auf 18 Fuß. Das ging, weil ich die vielen Gegensätzlichkeiten mit meinem Skipper ausgeblendet habe und mich auf die einmalige Gelegenheit konzentriert habe, einen solchen Törn zu machen.
Später habe ich selbst mitgenommen, Freunde und Fremde mit unterschiedlichen Spaßgraden. Nie mit Ärger. Ich denke, man sollte sich selbst prüfen, wie weit man bereit ist, abweichende, teils auch befremdliche Verhaltensweisen, Gerüche und was sonst noch so in Frage kommt, hinzunehmen. Denn man kann ja nie den Anderen ,immer nur sich selbst ändern. Wenn man das Motto beherzigt, dass man selbst bestimmt, wer einem den Spaß verderben kann, kann man auch viel ausprobieren.

Schönen Gruß

Lutz

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