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Paul b

Salzbuckel

Beiträge: 3 637

Wohnort: linker Niederrhein

Schiffsname: Generation X

Bootstyp: Comet 1050

Heimathafen: Stavoren Buiten Marina

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41

Dienstag, 5. Juni 2018, 09:07

Das das für Fahrtensegler so ein Thema ist.

oh Gott fremde Menschen an Bord!! :erschrocken:

Ich habe jede Regatta die Bude voll. Und es sind immer mal wieder fremde Menschen an Bord. Auch bei Überführungen fahren wir ständig mit neuen Besatzungen.

Ist doch ganz einfach. Wenn man jemand zum Mitsegeln sucht , soll man direkt beschreiben was man will, und wie man segelt, (Kaffetörns, Hardcoreüberführung, Regatta etc) welches Boot und schon melden sich auch die Richtigen.

Das ist ja auch kein Bund fürs Leben sondern für ein paar Tage.



Norbert, wenn das so einfach wäre. Wir haben ja bei Facebook so nen Crewbörse fürs Ijsselmeer mit etwa 200 People. Da Angebote mit freien Kojen öfters ins Leere laufen, haben ich mal aktuell versucht zu ergründen, woran es liegt. Meist genannter Grund war, das Angebote zu kurzfristig sind. Was bei uns schon mal eine Entscheidung innerhalb weniger Tage für´s Wochenende bedeutet. Ich denke, viel machen auch nur Wind und sind auch nicht wirklich interessiert. Denn wenn man interessiert ist, müsste man alles tun, um an Bord zu kommen.
:fb: Mitsegeln?
:fb: Mitfahren?

DerRiemser

Leichtmatrose

Beiträge: 31

Schiffsname: iChhörnchen

Bootstyp: Hunter 31

Heimathafen: Riems

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42

Dienstag, 5. Juni 2018, 09:53

Meine Erfahrung: Ich KANN mein Boot alleine beherrschen. Ich muss es aber nicht. Ich nehme am liebsten "Landratten" mit. Das ganze Boot voll mit Leuten die noch nie oder selten auf See waren.
Dann kommt MEINE Vorgehensweise: Sicherheitseinweisung, kurze Erläuterung zu ein paar Prinzipien der Physik (z.B. dass es keine Bremse gibt). Ab diesem Zeitpunkt fasse ich nix mehr an und zwinge mich regelrecht die Hände in den Taschen zu lassen.
Ich erkläre alles tausendmal, frage, ob alle alles verstanden haben. Irgendjemand der noch nie Boot gefahren ist, fährt das Boot aus der Box. Im Hafenbecken wird aufstoppen geübt, vor dem Hafen der erste MOB.
Eiserne Regel für mich, NIX anfassen ;-)

Ich hab da unglaublich Spaß dran. Die Frischlinge lernen schnell. Wenn sie Fehler machen, ist es MEIN Fehler, entweder habe ich es nicht gut erklärt oder nicht so dass es verstanden wurde. Ich habe damit nicht nur einigen Leuten was zum Thema Segeln vermittelt, sondern auch zum Thema Team und Teambuilding. Viele Mitsegler hielten es für unmöglich den ganzen Tag mit 6 Mann Crew ohne Vorwissen das Schiff alleine zu bewegen.

Ich habe bisher KEINE Schäden an Schiff oder Crew und habe selbst viel gelernt, über mich, über Wissensvermittlung usw...

Das erworbene Wissen nutze ich jeden Tag auf Arbeit als Arzt (Notfall-, Intensivmedizin) um junge Kollegen fit zu machen. Das was sie können müssen, können sie nicht in der Nacht alleine Lernen, es ist meine Aufgabe tagsüber viel auszuhalten und es Ihnen beizubringen, wann immer es vertretbar ist.

So kombiniere ich Hobby und Beruf ;-)

EDIT: Manchmal fühlt es sich an, als würde einem eine unbekannte Kraft die Hände aus den Taschen ziehen. Wenn ich jetzt ins Steuerrad greife oder selber an der Schot zuppel ist alles gut. Das ist m.E. die Kraft die es zu überwinden gilt. Klar danach ist alles gut, aber keiner hat wirklich was gelernt. Das kenne ich noch aus meinen Segelnanfängerzeiten, ich habe gesehen wie der Skipper reagiert hat, aber ich habe es nicht verstanden. Aushalten, Aushalten, Aushalten...ggf. Manöver abbrechen, Hafenrunde, neue Erklärrunde, neu beginnen. Always keep your hands in your pockets.

Und dann gibt es "untrainierbare Situationen": Auch das erkläre ich Kollegen wie Mitseglern, das sind Manöver für die es nur eine Chance gibt, klappt oder klappt nicht, retten oder nicht retten. Diese Manöver musste ich an Bord noch nie selber machen, in der Klinik schon. Prozeduren in denen man nicht erwarten kann, dass sie einem als Frischling beigebracht werden, die man sich bei YouTube angucken kann, die man beherrschen muss, sich gedanklich vorbereiten, aber man darf nie erwarten, dass sie einem "vorgeführt" werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »DerRiemser« (5. Juni 2018, 10:25)


fiete-34

Seebär

Beiträge: 1 020

Wohnort: Nähe Frankfurt

Bootstyp: klassische 34´- SY

Heimathafen: Kieler Förde

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43

Dienstag, 5. Juni 2018, 11:08

Moin,
klar - "learning by doing" sowie "aus Fehlern lernen..." funktioniert auch bei Mitseglern, und man muss einplanen aber tatsächlich nicht andauernd befürchten, dass andere und das eigene Schiff bald dem Fallobst ähneln...
Handbreit...! F.

Kokopelli

Salzbuckel

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Schiffsname: LIMANDE

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Heimathafen: Wassersportgemeinschaft Arnis

Rufzeichen: DK9289

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44

Dienstag, 5. Juni 2018, 17:32

Wenn Du allerdings - was übel ist - von der Bordkasse freigestellt bist,
Das ist so'ne Unsitte von Skippern, sich freihalten zu lassen - am besten auch noch im Restaurant. Das ist mir noch nie im Traum eingefallen, im Gegenteil: am Ende des Törns gibt es bei mir Captains Table, d. h. ich lade meine Crew ins Restaurant ein als Dankeschön für gute Zusammenarbeit.

45

Mittwoch, 6. Juni 2018, 18:18

Wenn Du allerdings - was übel ist - von der Bordkasse freigestellt bist,
Das ist so'ne Unsitte von Skippern, sich freihalten zu lassen - am besten auch noch im Restaurant. Das ist mir noch nie im Traum eingefallen, im Gegenteil: am Ende des Törns gibt es bei mir Captains Table, d. h. ich lade meine Crew ins Restaurant ein als Dankeschön für gute Zusammenarbeit.

Das ist dann auch wieder so eine Sache. Als Einzelner musst Du dann alle Entscheidungen der Mehrheit mittragen. Auch finanziell. Wenn Du nur einmal nicht mitgehst oder mitmachst, bist du gleich der Eigenbrötler. Ganz zu schweigen von Schäden oder Selbstbehalten. Alle müssen immer alles mitbezahlen. ;(
@Kokopelli: Ich finde es sehr charmant von Dir, das Du deine Gäste einlädst. :good2:
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

46

Montag, 11. Juni 2018, 09:17

Meine Erfahrung (als Mitsegler und Skipper):
Segelneulinge sind einfacher, weil sie sich auf die auf dem Boot geltenden Regeln einstellen
Zickenkrieg bei Frauen? Da hat jemand noch nie eine Gruppe aus lauter "Skippern" erlebt, die alle testosterongeprägt die Alphatierchen spielen und immer alles besser wissen. Da ist ein missratenes An/Ablegemanöver garantiert.

Ein Crewtreffen vorher, bei dem die Wünsche und Ziele durchgesprochen werden, hilft ungemein. Und da sollte jeder ausführlich zu Wort kommen. Auch so Details wie: "ich stehe gerne früh auf " oder "ich möchte im Urlaub auch mal auschlafen". Dann kann man die Kojen besser verteilen bzw. evtl. vor dem Törn klarmachen dass Ausschlafen im Tidengewässer manchmal nicht geht.

47

Montag, 11. Juni 2018, 09:42

Weil immer mal wieder von "fremden Menschen" gesprochen wird...
Es spielt ja absolut keine Rolle, ob die Crew bis zum Ablegen "fremd" war oder nicht. Aber bei Bekannten oder Freunden kann man vielleicht eher einschätzen, wie das an Bord laufen könnte, als bei Leuten, die einem vorher völlig unbekannt waren.
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

48

Freitag, 22. Juni 2018, 22:23

Hallo,
ich bin als Eignerin mit PaulB in der Facebook-Gruppe und habe schon viele fremde Mitsegler mitgenommen.
Mittlerweile hat es sich sogar herum gesprochen, dass ich morgens gerne mit Kaffee-rehbraun/Koje geweckt werde und auch
das klappt super :-) Trotzdem habe ich beim Segeln nicht das Gefühl, dass meine Autorität als Skipperin angezweifelt
wird. Ich achte darauf, die anfallenden Aufgaben an diejenigen zu verteilen, denen ich sie zutraue.....oder mache es
selbst. Ich glaube, es ist gut, dass ich mein Schiff auch alleine bewegen kann, so dass ein 'Komplettausfall' der
Crew für niemanden unnötige Risiken birgt.
Was HgK auch ausmacht, ist die Hilfe bei den Winter- und Frühjahrsarbeiten. Auch hier habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Die meisten Mitsegler sind mir bis auf ein Telefonat oder eine WhattsApp fremd......und wie im richtigen Leben...mal
passts, mal passts nicht so gut. Aber richtig schlechte Erfahrungen habe ich nicht gemacht....einige sehe ich nicht wieder,
einige habe ich ständig auf dem Kutter....und das richtich gerne :-)
Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung.

jo68

Bootsfrau

Beiträge: 133

Schiffsname: Persephone und Elidor

Bootstyp: ETAP 20 und ETAP 28i

Heimathafen: Sloten

Rufzeichen: DH8927

MMSI: 211713120

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49

Samstag, 23. Juni 2018, 01:06

Hugo, mach einfach! Du bist in Friesland und im IJsselmeer unterwegs. Da ist der nächste Hafen meist nicht mehr als 20sm entfernt. Und wenn die Chemie so gar nicht stimmen sollte, trennt man sich halt früher als geplant wieder, anständig und respektvoll. Soll sich ja niemand quälen.
Ich habe sonne und sonne erlebt. Von einigen weiß ich nicht einmal mehr die Namen, bei anderen gingen Fremde an Bord und verließen es als Freunde.
Gegen Einsamkeit auf dem Törn kann es auch helfen, wenn du Martin und Sinja oder Kai und Doreen oder Frank und mich einfach mal anquatscht. Unser Hafen ist ja wahrlich überschaubar. Flottillentörn zum nächsten Zielhafen ist auch ne feine Sache und wenn man keine Lust mehr auf Gesellschaft im Hafen hat, verzieht man sich halt wieder aufs eigene Boot.

Gruß
jo
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.

50

Samstag, 23. Juni 2018, 14:06



"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)


51

Gestern, 06:47

Ich habe schon oft Mitsegler mitgenommen und im Wesentlichen gute Erfahrungen gemacht. Einige sind ja auch hier im Forum, da muss ich ja aufpassen was ich hier schreibe. :P

Eine besondere Gefahr ist, dass sich einige Leute ein Profil z.B. in FB schaffen, dass mit Ihren realen Kenntnissen in keinerlei Deckung liegt.

Es gibt Supersegler, die in Regattakleidung auflaufen und keinen Klampenschlag können. Leute, die angeblich einen Schein haben und nicht die grundlegensten Kenntnisse aufweisen. Das wäre im Prinzip nicht schlimm, man kommt sich halt nur etwas verar... vor, da man anstatt eines Crewmitglieds welches etwas einbringen könnte jemanden an Bord hat, der dann das kostenlose Ausbildungspaket gebucht hat.
Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Schiff ohne Segel..

Spi40

Salzbuckel

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MMSI: 211591600

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52

Gestern, 13:05

Das mit dem kostenlosen Lernpaket finde ich nicht schlecht, wenn der Mitsegler es auch möchte und lernwillig und vor allen lernfähig ist.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

Henning

Salzbuckel

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Bootstyp: kurzes Patscheboot mit Kinderrigg

Heimathafen: Bordelumsiel

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53

Gestern, 13:24

Handwerkern fällt es deutlich leichter, sich auch an für sie ungewohnten Tätigkeiten zu beteiligen.
Mit Akademikern ist das Risiko, dass "wenn ich das Kommando gebe, machst du die Leine los" uminterpretiert wird in "ich mach die Leine los, wenn ich glaube, dass es die richtige Zeit dafür ist."

Verdammt!
Ich bin handwerkender Akademiker!
:D
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

Yachtcoach

St. Lubentius des Forums

Beiträge: 6 054

Wohnort: mittendrin

Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

Bootstyp: Ja ...sagt man von mir....

Im Marktplatz: 1

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54

Gestern, 19:58

Wenn man denn unbedingt will... und es soll keine verkappte Chartertour werden ....


* Im Voraus mindestens ein Törntreffen machen, Dabei lernt man sich kennen, kann Dinge der Bordusancen klären und über sich und das Boot informieren. ..
* im Voraus die realen seglerischen Erfahrungen der Mitfahrenden (immer schön genderkorrekt) abfragen.

Klarmachen, dass die Funktionen im Decksdienst bzw. bei den Manövern auch davon abhängen; dass es aber nicht schlimm ist, wenn wenig Erfahrung da ist. Damit kann man bei der Segelei umgehen. ..
* im Voraus das mit der Verpflegung bzw. der Kombüse klären. Wer kochen will / kann und wer einkauft. Rechtzeitig Differenzen vermeiden durch gemeinschaftliche Eiigung bezüglich der Essengewohnheiten !

* Dass der Skipper nicht mit in die Bordkasse einzahlt, is nur im gewerblichen bzw. trainingsbedingten Chartern üblich.Wenn Bootskosten geteilt werden, dann aber auch alle.



* Ganz wichtig ! Vorher klären, wer mit bzw. über wem, in welcher Kabine und in welcher Koje pennt ! Das vermeidet Konflikte. .

* im Voraus klären, dass keine Koffer, sondern nur Seesäcke, Taschen etc. mitgenommen werden. Und das in entsprechender Menge für die paar Tage. Spart ebenfalls Platz und Konfliktpotential. ..

* rechtzeitig über die Törnroute informieren und dass evtl. Alternativhäfen angelaufen werden. Das rückt die Erwartungshaltung in die richtige Richtung.

* Wichtig ! An Bord herrscht der Imperativ ! Der Skipper (und Eigner) hat das Sagen, was Schiffsbetrieb, Sicherheit und Bordangelegenheiten anbetrifft.

Spezielle Wünsche könne beim Törntreff geäußert und bei geistigen Getränken schwerpunktmäßig diskutiert werden.


* ach sooo, noch was wichtiges : Vorher eventuelle gesundheitliche Behinderungen bzw. Krankheiten checkne ! Das kann sonst massive Probleme auf dem Törn geben !

Ich glaube, das wars im großen und Ganzen.. Den Rest gebietet die seglerische Vernunft...

neee, ich sag das schlimme Wort S......sch... nicht.

:D

so wird nur der Getränkeabsatz vermehrt...nicht der im Text :zus(10):
es setzt sich ab, wie es will...
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Yachtcoach« (Gestern, 19:52)


55

Gestern, 22:21

Nun war der TO schon lange nicht mehr hier drin, aber ich glaube, dass es ihm bei einer Sirius 26 nicht unbedingt um mehrwöchige verkappte Chartertörns gehen dürfte... @jo68 hat es wohl gut getroffen.

EInfach mal am Steg mit den potenziellen MitseglerInnen an Bord Kaffee trinken, gerne bei Regen, der Hälfte wird es dann ohnehin zu eng oder unbequem sein. Wer übrigbleibt, dürfte für einen Nachmittagstörn passen.

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