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rolandk

Matrose

  • »rolandk« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 6. Juni 2018, 14:12

Restwasser im Kiel entfernen

Hallo und Fachfrage an alle Experten,

ich habe eigentlich ein im Inneren trockenes Schiff. Leider war da kürzlich die Sache mit dem undichten 80-Liter-Frischwassertank ... dessen Wasser landete in der Bilge und floss damit auch in ein oben offenes Metallrohr, dass senkrecht in den mit Beton ausgegossenen Kiel einbetoniert wurde, keine Ahnung wozu. Aus diesem Rohr habe ich eine Pütz Wasser herausgepumpt, glaube aber, dass sich da unten im Kiel vielleicht noch Restwasser befindet, möglicherweise irgendwie seitlich verteilt.

Frage: Gibt es eine nicht rostende Flüssigkeit, die schwerer ist als Wasser und sich nicht mit Wasser verbindet, die ich in das Rohr im Kiel gießen kann und die mir das vermutete Restwasser aus dem Kiel nach oben drückt, damit ich es absaugen kann? Quecksilber scheidet aus. ;-))

Welche andere Lösung bietet sich an, um vermutetes Restwasser aus dem Kiel zu entfernen? Das ganze Boot umdrehen scheidet aus, auch das Herausholen des Bootes und Anbohren von unten... ;-))

Bin sehr gespannt auf praktikable Lösungsvorschläge.

Wirkliche Sorgen mache ich mir noch nicht, ein Durchrosten erlebe ich nicht mehr, hätte es aber gern wieder wie vorher...

Gruß
roland

2

Mittwoch, 6. Juni 2018, 14:17

könntest Du nicht fönen? Sprich einen Schlauch in das Rohr bis zum Ende stecken und dann warme Luft durch diesen Schlauch blasen? Es müsste natürlich genug Querschnitt in dem Rohr sein, dass der Schlauch nicht den ganzen Platz einnimmt...

Das mit der schwereren Flüssigkeit würde ja nur funktionieren, wenn der Raum kein Hochpunkte oberhalb des unteren Endes des Metallrohrs im Kiel hat.

3

Mittwoch, 6. Juni 2018, 14:19

Reis reinpacken und dann "raussaugen"?

VG

PS: Und Flüssigkeiten rosten doch nicht ;-)


"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)


4

Mittwoch, 6. Juni 2018, 14:22

Moin,

als Flüssigkeit schwerer als Wasser käme Glycerin in Betracht.

Sorry, mischt sich mit Wasser.

Der Beitrag von »M-Y« (Mittwoch, 6. Juni 2018, 14:23) wurde aus folgendem Grund vom Autor selbst gelöscht: Steel war schneller (Mittwoch, 6. Juni 2018, 14:24).

windwaerts

Bootsmann

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6

Mittwoch, 6. Juni 2018, 14:42

Es gibt Bauentfeuchtungsgeräte für Parkettfußböden. Die leiten einen Luftstrom durch den Fußboden, um dann da die Fechtigkeit rauszutrocknen.
Vielleicht kannst Du mal recherchieren, wo Du so ein Gerät ausleihen kannst.
Viele Grüße
Markus

Hugo

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7

Mittwoch, 6. Juni 2018, 15:35

Trocknungsgerät ist je nach Zugang zum Kiel eine gute Idee. Bitte komm nicht auf die Idee andere Flüssigkeiten in deinen Kiel zu kippen:-)

8

Mittwoch, 6. Juni 2018, 15:44

Hm,

welchen Durchmesser hat denn das Metallrohr?
Restfeuchte könnte mit Saugpapier gebunden werden; dieses sollte jedoch halbwegs zuverlässig abgelassen und auch wieder aufgeholt werden können.
Evtl. eignet sich auch Granulat aus einem Luftentfeuchter, welches in ein durch das Rohr führbares zylindrisches Behältnis eingebunden wird.
Die Prozedur wird sicher mehrfach wiederholt werden müssen.

Gruß
Andreas

Yellow Boat

Salzbuckel

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9

Mittwoch, 6. Juni 2018, 15:44

Mmmm, die einzige schwerere Füssigkeiten die ich kenne sind leider alle Chlorkohlewasserstoffe wie Chloroform Tetra und Methylenchlorid.
Sind aber leider alle sehr giftig und auch löst sich Polyerster drin auf .
Es gibt zwar andere organische nicht mischbare Flüssigkeiten aber die sind leider alle leichter als Wasser.
Man könnte auch mal ein Versuch machen ( aber erst klein versuchen) mit Polyesterharz oder Epoxidharz. Die heben beide ein spezifisches Gewicht von etwas über 1,1 .
Ob die allerdings nach Kontakt mit Wasser überhaupt noch fest werden weiss ich nicht , also erst klein Versuch starten.

@ Andreas; das sollte alelrdings nicht das oft verwendete Kalziumchlorid sein denn das löst sich völlich in Wasser und beildet so eine shr korrosive Lösung.
Ginge nur mit Silica Gel oder Ähnliches oder Molekularsiebe ( die aber schwerer zu bekommen sind) , https://de.wikipedia.org/wiki/Molekularsieb .
Ad

10

Mittwoch, 6. Juni 2018, 15:50

Finde nur ich die Logik "befremdlich" eine Flüssigkeit durch eine andere ersetzen zu wollen?

VG


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Hugo

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11

Mittwoch, 6. Juni 2018, 16:04


schwattwitt

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12

Mittwoch, 6. Juni 2018, 16:10

Welchen Durchmesser hat das Rohr? So groß das Du Katzenstreu rein kippen kannst und die Klumpen danach auch wieder rausbekommst?

13

Mittwoch, 6. Juni 2018, 16:22


Na dann ;-)


Kommt demnächst die Frage, wie man Glyzerin aus dem Kiel entfernt :D


"What 'n Drama mit dem Karma"
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14

Mittwoch, 6. Juni 2018, 16:46

Welchen Durchmesser hat das Rohr? So groß das Du Katzenstreu rein kippen kannst und die Klumpen danach auch wieder rausbekommst?



Mir ist mal im Kofferraum ein Sack aufgerissen und das Zeug in den Reserveradkasten gelaufen. Die Feuchte Pampe bekommt man nur sehr sehr schwer mit viel Aufwand wieder heraus.

Gurli

Smutje

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15

Mittwoch, 6. Juni 2018, 16:49

Kohlenstoffdisulfid, Nitrobenzol oder Chlorbenzol würden es tun. Ungiftig oder nichtexplosiv musste die Flüssigkeit ja nicht sein, oder?

Ansonsten könntest Du auch eine trockene Betonmischung einfüllen. Der Zement würde das Wasser chemisch binden. Das Loch wäre richtig zu und es könnte kein Wasser mehr reinlaufen, wenn mal wieder derTank ausläuft, und Sauerstoff käme auch nicht mehr ans Metall, sodass nicht einmal mit Wasser im Kiel noch Korrosion möglich wäre.

Falls Du was anderes ausprobieren willst, leg Unterdruck an. Wenn Du bei 15 °C bis auf 0,017 bar runterkommst – und das ist nicht extrem –, hast du das Wasser schnell raus. Wenn du den Kiel wärmer kriegst, geht es auch mit höheren Drücken.

Grüße

Martin

16

Mittwoch, 6. Juni 2018, 16:50

Die Idee von Quallenschubser scheint mit am besten. Es gab mal den Tipp mit Windeln um eine trockene Bilge zu haben. Da bin ich zwar prinzipiell nicht so ein Freund von, aber in deinem Fall schon. Immer mal an einem festen Draht so ein Teil runtergeschoben und nach einiger Zeit wieder raus damit. Steht und fällt natürlich mit der Rohrgröße. Bei kleinem Durchmesser eben die Nässe saugenden Teile verkleinern, in einen Damenstrumpf und rein damit

Gruß Odysseus

17

Mittwoch, 6. Juni 2018, 16:53

So kleine Granulatsäckchen mit ner Angelschnur zusammenbinden und dann nach und nach runterlassen und nach dem Wirken wieder rausziehen?


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Hugo

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18

Mittwoch, 6. Juni 2018, 17:00

Bei aller Liebe, aber ich finde hier einige Vorschläge befremdlich. Wer kippt sich denn Katzenstreu in den Kiel?

Vielleicht macht der TO mal ein Foto, damit man eine Vorstellung von der Gesamtsituation bekommt.
Wasser+Stahl führt unweigerlich zu Korrosion, das Wasser sollte also raus. Wenn möglich vor dem Winter.....

Was spricht eigentlich dagegen NACH dem Einwintern ( :rolleyes: )ein Loch von unten in den Kiel zu bohren und dann mit einem Trocknungsgerät das ganze trockenzulegen? ISt doch schnell wieder zugeschweißt.
Bis dahin ev. mit Tüchern oder der "Säckchenmethode" soviel Wasser wie möglich rauszuholen?

Alternativ die richtige Lösung: Beton raus, alles trockenlegen und wieder versiegeln, neuen Beton rein, fertig....

19

Mittwoch, 6. Juni 2018, 17:26

Alternativ die richtige Lösung: Beton raus, alles trockenlegen und wieder versiegeln, neuen Beton rein, fertig....


Bloß nicht, wer weiß was man da eingegossen findet! :D

Gruß Odysseus

biancasegler

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20

Mittwoch, 6. Juni 2018, 20:14

Jetzt habe ich diesen Trööt gerade zum 2. Mal gelesen und habe endlich eine Erleuchtung: Das Wasser mit 'nem Nass/Trocken-Sauger raussaugen. Sowas haben ja viele Haus- und Gartenbesitzer sowieso, und manche Bootsbesitzer auch (z. B. für's AF-Schleifen). Ich denke da an sowas: Beispiel

Sollte innerhalb weniger Minuten erledigt sein, wenn der Rohrdurchmesser nicht zu klein ist. Falls das Saugerrohr zu dick sein sollte, könnte man aber immer noch mit nem davor gesetzten Schlauchstück (einfach mit Gaffatape an die Rohr- oder Schlauchöffnung kleben) zu einer Lösung kommen.

Viel Erfolg wünsche ich auf jeden Fall, egal wie du es machst.

Viele Grüße - Martin
"Die See, dachte er, glich der Mathematik in der Hinsicht, dass sie ebenso rein und unbestechlich war. Sie wurde von eigenen Gesetzen regiert, welche die Menschen vielleicht begreifen, aber nie beherrschen würden." (Aus: Die lange Heimkehr von Philip Caputo)

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