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jensstark

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1

Freitag, 8. Juni 2018, 11:49

Manches sieht man erst nach Reinigung und Politur.

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Das ist der Rand der Luke im Salondach. Leider außerhalb der Dichtung.

Was macht man da?

Löhni

Salzbuckel

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2

Freitag, 8. Juni 2018, 12:04

Wow, das sieht ja rundum auch schon ganz schön rissig aus. Ist das nur in der Nut, wo die Luke drin sitzt, oder das ganze Deck?

Falls es nur die Nut ist, würde ich folgendes Vorehen in Erwägung ziehen:
- Das Loch reinigen und loses Material etwas mit einem Dremel entfernen.
- Loch mit Epoxi-Spachtel verschließen.
- Einen sauberen Übergang zum Deck abkleben.
- Die ganze Nut anschleifen.
- Die ganze Nut neu lackieren.

Falls das ganze Deck so aussieht? :nixweiss1: Vielleicht mal über eine Komplettlackierung nachdenken ?( Dein Voreigner hat da ja gerade einige Erfahrung gemacht.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

jensstark

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3

Freitag, 8. Juni 2018, 13:19

Zum Glück ist es nur die Nut! :)

4

Freitag, 8. Juni 2018, 13:31

Man sieht eine kleine Macke, die nichts macht. Könnte man auch so lassen. Wenn man alles neu macht, sieht man eine große Reparaturstelle. Vielleicht eine ordentliche, vielleicht sieht man sie kaum, aber man sieht dass sie groß ist. Wenn überhaupt würde ich das kleine Löchlein mit Gelcoatspachtel im passenden Farbron verschließen.

... erinnert mich an einen Jungen in der Nachbarschaft. Erst hatte er einen kleinen Kratzer im Kotflügel, den man kaum sah. Jetzt hat er eine mit Spraydosen lackierte Kotflügelspitze, die man es aus 1 km sieht - aber ohne den Kratzer.

jensstark

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5

Freitag, 8. Juni 2018, 13:34

Was ist mit meiner Sorge, dass sich Wasser da hineinamüsiert?

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6

Freitag, 8. Juni 2018, 13:37

Was ist mit meiner Sorge, dass sich Wasser da hineinamüsiert?

Nicht für das Loch, aber für den Rest:



7

Freitag, 8. Juni 2018, 15:13

Das steht ja nicht ständig unter Wasser und hat immer mehr Zeit zum Trocknen als zum Nasswerden. Es gibt dermaßen viele Boote mit solchen Ecken im Cockpit, an Deck, ... Die im Grunde ja ganz berechtigte Osmose-Panik sollte uns nicht zu der Annahme verleiten, GFK sei wie Balsaholz oder Salzteig.

jensstark

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8

Freitag, 8. Juni 2018, 20:29

Was ist mit meiner Sorge, dass sich Wasser da hineinamüsiert?

Nicht für das Loch, aber für den Rest:



Ist das Captain Soundso's Crack Cure als Nachbau?

jensstark

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9

Freitag, 8. Juni 2018, 20:55

Das steht ja nicht ständig unter Wasser und hat immer mehr Zeit zum Trocknen als zum Nasswerden. Es gibt dermaßen viele Boote mit solchen Ecken im Cockpit, an Deck, ... Die im Grunde ja ganz berechtigte Osmose-Panik sollte uns nicht zu der Annahme verleiten, GFK sei wie Balsaholz oder Salzteig.

Wir hatten gerade eine Decksreparatur, weil unter einem Beschlag Wasser bis in das Balsaholz lief....

10

Freitag, 8. Juni 2018, 21:47

Wir hatten gerade eine Decksreparatur, weil unter einem Beschlag Wasser bis in das Balsaholz lief....

Das ist aber eine ganz andere Baustelle.
Sandwich ist nur stabil wenn die Verbindung zwischen den GFK -Schichten gegeben ist.
Eine einzelne Schicht ist viel zu dünn um Belastungen standzuhalten.
Die Gelcoat platzer ermöglichem dem Wasser ja kein ernsthaftes Eindringen.
Solange das Laminat heil ist werden Hohlräume oder Sandwichfüllung auch kein Wasser ziehen.
Unversiegeltes Polyesterlaminat gibt bei konstanter Wasserbelastung (also unter Wasser) nach rund 4 -5 Jahren Glasfasern frei.
Also so das die Fasern rausgelöst werden. (Eigene Baustelle, Angelboot Schweden)

jensstark

Salzbuckel

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11

Freitag, 8. Juni 2018, 23:50

Unversiegeltes Polyesterlaminat gibt bei konstanter Wasserbelastung (also unter Wasser) nach rund 4 -5 Jahren Glasfasern frei.

Ah! Also kein Grund zur Panik! DANKE

Bruk

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12

Samstag, 9. Juni 2018, 00:50

Entwarnung!

Diese Art von Rissen ist ein ganz typischer Hinweis auf fehlerhaftes Gelcoat. Wahrscheinlich wurde dem Harz zuviel Beschleuniger zugesetzt. Die Folge ist ein Gelcoat, das weit unter der normalen Elastizität liegt und deshalb aufgrund der verschiedenen Bewegungen auf See würfelförmige Risse kreiert! Mit dem darunter liegenden Laminat hat das rein gar nichts zu tun! Oft wurde im Bereich von Luken usw. Gelcoat nachträglich aufgebracht. Was allerdings auffällig ist, ist die Anmerkung zu den Decksreparaturen. Dass nämlich offenbar an bestimmten Stellen das Laminat bis auf den Balsakern gerissen ist. Nur deshalb die Feuchtigkeit. Aber weil das ja repariert wurde, wollen wir davon nicht mehr reden.

Wie nun vorgehen?

Das wirkungsvollste Mittel hierzu heißt "captain tolley's creeping crack cure". Eine auf Acrylatbasis aufgebaute Lösung, die flüssiger als Wasser ist. Sie verdrängt eingedrungenes Wasser und versiegelt die Risse. Aushärtung durch Luftfeuchtigkeit.

Mach Dir wegen dem darunter liegenden Laminat keinen Kopp. Das geht schon klar.

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Deine Optima wird Dich mit Sicherheit überleben! Dehler war, was Laminatqualität angeht, immer oberes Regal! Wird in Deinem Fall nicht anders sein!

In diesem Sinne,
schöne und entspannte Saison wünscht
Klaus

jensstark

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13

Samstag, 9. Juni 2018, 12:30

Das wirkungsvollste Mittel hierzu heißt "captain tolley's creeping crack cure". Eine auf Acrylatbasis aufgebaute Lösung, die flüssiger als Wasser ist. Sie verdrängt eingedrungenes Wasser und versiegelt die Risse. Aushärtung durch Luftfeuchtigkeit.


Davon habe ich hier eine Flasche. :D

14

Samstag, 9. Juni 2018, 12:43

Ich habe an meiner Schalupe auch diese Hinterlassenschaften der Voreigner. Einer muss sogar ein Grobmotoriker gewesen sein. Ich arbeite diese Stellen Stück für Stück ab. Gut ausschleifen, Dremel, dann mit Azeton reinigen, Gelcoat auftragen und mit Folie glätten. Die Meisten habe ich bereits beseitigt, aber Einige lächeln mich noch immer an. :rolleyes:

15

Samstag, 9. Juni 2018, 13:25

Wir hatten gerade eine Decksreparatur, weil unter einem Beschlag Wasser bis in das Balsaholz lief....


Der Beschlag wird aber durchgebohrt gewesen sein (?!) Hier fehlt etwas Makeup an der Oberfläche. Ein heftig entzündeter Nasenring ist schon was anderes als ein leicht verwischter Lidschatten.

Diese Art von Rissen ist ein ganz typischer Hinweis auf fehlerhaftes Gelcoat. Wahrscheinlich wurde wie bei abertausend anderer Boote die Deckschale mit einer Negativform gebaut. In Ecken mit kleinen Radien ist Gelcoat meistens etwas dicker aufgetraggen, weil getränkte Matte das Bestreben hat, einen gewissen Mindestradius freiwillig nicht zu unterschreiten. Gelcoat ist abeer weniger fexibel als das Laminat darunter, weswegen Schichtstärken ab 0,4 mm als kritisch gelten. Hier wird es mehr gewesen sein. Schon nach wenigen Jahrzehnten entstehen an solchen Stellen Risse. Die Theorie mit dem Beschleuniger ist zwar richtig, aber wieso hätte man das machen sollen? Um im mitteleuropäischen Herbst Topfzeiten von unter 2 Minuten zu realisieren? Ich nehme mal an, dass die ganze Form mit dem gleichen Gelcoat beschichtet wurde bevor man weitergemacht hat.

VG

Bruk

Kapitän

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16

Samstag, 9. Juni 2018, 18:56

Bewusst haben die ganz sicher nicht mehr als nötig Beschleuniger bei getan, manchmal passieren aber Nachlässigkeiten. Mag auch sein, dass das gesamte Gelcoat fehlerhaft war. Dagegen spricht, dass an anderen extremen Radien, z.B. Übergang Süll Cockpit, Kajütaufbau Deck, diese Fehlerzeichen durch würfelförmig gebrochenes Gelcoat nicht auftauchen, vielleicht war auch nur der Radius rund um das Luk von zu starkem Gelcoat betroffen. Im Nachhinein sind das alles schwer belegbare Vermutungen.
Die optimale Gelcoatstärke beträgt in diesem Zusammenhang 0,6 mm. Ich kenne keine Qualitätswerft, die darunter gearbeitet hat. Ab 1mm wird es dann kritisch, eben wegen der unterschiedlichen Elastizitätsmodule von GfK und Gelcoat.
Leider ist es in Boomzeiten häufig vorgekommen, dass mehr als empfohlen Beschleuniger beigefügt wurde, um die zahlreichen Aufträge termingerecht abzuwickeln. Man wollte fertig werden.
Folgende schwerwiegenden Fehler sind durch Termindruck u.a. aufgetreten:
- unterschiedliche Laminatstärke des Rumpfes bei Halbschalenbauweise (betroffen u.a. HR 31 Monsun)
- frisch laminierter Rumpf aus Platzgründen nach draußen gefahren, um einen neuen Rumpf in Angriff zu nehmen. Laminat dann über Nacht zu stark abgekühlt. Polymerisation unwiederbringlich unterbrochen (Hauptgrund für spätere Osmose).
- Rumpf zu früh aus der Form genommen. Später verformten Rumpf gewaltsam mit Deck verbunden. Spannungsrisse vorprogrammiert.
- Rumpf zu früh aus der Form genommen und dann ohne Deck zur Ausbaufirma auf LKW gefahren. Von Vornherein waren Delaminierungen zu beklagen.
- In der Hektik zahlreiche Lunker, weil Laminat nicht ordentlich entlüftet. Nach Jahren brach dann das Gelcoat, darunter dann ein Loch (Lunker).
- Bei Halbschalenbauweise Verbindungslaminat fehlerhaft und nicht stark genug. Bei Kranung durch Druck der Gurte reißt der Rumpf unten auf (betroffen u.a. Najad 391).

Das sind nur einige Fehlermöglichkeiten, die immer wieder vorkamen. Hintergrund u.a., dass man viele Jahre unterschätzte, welche Qualifizierung der Laminierer notwendig war.

Vor diesem Hintergrund ist es nach Jahrzehnten unmöglich, den wahren Grund des Schadens heraus zu bekommen. Außerdem ist der Schaden im Bild schon älteren Datums. Frische Haarrisse sind kaum zu sehen, da sich noch kein Schmutz in ihnen befindet.

Liebe Grüße
Klaus

ex-express

Kapitän

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17

Samstag, 9. Juni 2018, 19:56

Käptn Trollies oder so...

Bruk

Kapitän

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18

Samstag, 9. Juni 2018, 20:29

Käptn Trollies oder so...


Was soll mir dieser Halbsatz sagen?????????????? :O

jensstark

Salzbuckel

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19

Sonntag, 10. Juni 2018, 15:10

ch habe an meiner Schalupe auch diese Hinterlassenschaften der Voreigner. Einer muss sogar ein Grobmotoriker gewesen sein. Ich arbeite diese Stellen Stück für Stück ab. Gut ausschleifen, Dremel, dann mit Azeton reinigen, Gelcoat auftragen und mit Folie glätten. Die Meisten habe ich bereits beseitigt, aber Einige lächeln mich noch immer an. :rolleyes:

Das werde ich, wenn auch mit jetzt geringerer Priorität, wohl auch machen. :)

Der Beschlag wird aber durchgebohrt gewesen sein (?!) Hier fehlt etwas Makeup an der Oberfläche. Ein heftig entzündeter Nasenring ist schon was anderes als ein leicht verwischter Lidschatten.

War er! Und das Deck lebt jetzt ohne diesen Beschlag, was die Reparatur einfacher und schneller machte. :D
Also bei einfachen Abplatzern keine Sorgen machen, dafür aber um so mehr ein Auge auf komische Stellen auf Beschlägen... :) Auch davon haben wir auf dem Laufdeck die eine oder andere verdächtige...

Frische Haarrisse sind kaum zu sehen, da sich noch kein Schmutz in ihnen befindet.

Na ja - theoretisch über Eindringprüfung. Diese Spraydosen mit roter Farbe. :) Ob man dann allerdings den Riß hinterher immer noch einfach mit sowas wie crack cure versiegelt kriegt, steht auf einem anderen Blatt.

ex-express

Kapitän

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20

Montag, 11. Juni 2018, 13:57

..., heißt das "Originalprodukt", welches in Gelcoatrisse eindringt und diese abdichtet.

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