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aspro1966

Leichtmatrose

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1

Sonntag, 9. September 2018, 22:14

Relingstützen Befestigung ausgerissen

Hallo
Hab gerade eine Sunbeam 23 gekauft. Freude. Bin maximal enthusiastisch. Kiel Version in Originalzustand. Polsterbezüge von 1980, aber super gepflegt.
Leider sind die Schraubenlöcher einiger Relingstützen ausgerissen. Sind auf einer auflaminierten nach oben verjüngenden Leiste angeschraubt. Ich vermute mal ich sollte den schadhaften Teil heraus schneiden, neuer Holzkern und darüber Laminat und Gelcoat. Hat jemand hier schon so was gemacht. Außerdem war vermutlich zwischen Relingstütze und Boot ein Gummi, denn jetzt wackelt jeder Relingstütze obwohl die Schrauben fest sind.
Danke Horst

2

Sonntag, 9. September 2018, 23:59

Fotos würden auch hier helfen. Sollten die Relingfüße aber wirklich nur mit Holzschrauben in einer überlaminierten Holzleiste befestigt sein, dann ist das eigentlich Pfusch, sie gehören durchgebolzt und gegen das Deck mit starken Unterlegscheiben bzw. einer Platte gesichert. Falls der Bereich also von unten zugänglich ist, würde ich einfach die vorhandenen Löcher mit Epoxid zugießen (Holzdübel in der Mitte erleichtert das anschließende Bohren) dann komplett durchbohren und eben mit Maschinenschrauben und Muttern verschrauben.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

aspro1966

Leichtmatrose

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3

Montag, 10. September 2018, 05:05

Hallo. Bin am Samstag beim Boot und werde die Reling mal abbauen. Dann auch Fotos nachliefern. Bei einer Relingstütze dringt Wasser ins Boot ein. Da muss sicher eine aufwendigeren Reparatur gemacht werden.

aspro1966

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4

Montag, 17. September 2018, 09:25

So.
Schaden mal näher begutachtet. Die Befestigung ist mit 4 Schrauben, 3 von oben, und eine von außen mit metrischen Schlitzschrauben verschraubt. Keine der Schrauben kommen nach innen, wo ich nach Muttern gesucht habe. Somit ist es so, dass Gewindehülsen ein laminiert wurden. Schöner Mist. Denn mehrere Schrauben drehen durch, was für mich bedeutet, dass die Hülse nicht mehr mit dem Laminat verbunden ist und durchgeht. Das würde auch den Wasserschaden an einer Stelle erklären. Hat jemand selbiges Problem bereits behoben? ?( Fotos reiche ich am Abend nach. LG Horst

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5

Montag, 17. September 2018, 14:45

Die Frage, die sich mir stellt:
Warum braucht man auf einem 23 Fuß-Schiff überhaupt eine Seereling? Ein Seeschiff ist das nicht und 6m Wellen werden dir nie begegnen.
Du hast ganz lange Griffe auf dem Cockpitdach und sonst noch die Wanten. So lang und gefährlich ist der Weg vom Cockpit zum Bug nun auch nicht.
Was willst du "auf See" denn auch vorne? Wenn nicht schon vorhandenen ist die Rollfock die bessere Investition, damit brauchst du nie nach vorn - außer im Hafen.
Wofür brauchst du diesen gigantischen Heckkorb ??

Bau den ganzen Kram bis auf den Bugkorb doch einfach ab, dann kann da auch kein anderer dran biegen und reißen, keine Leckagen und du hast das optisch schönere und zweckmäßigere Schiff
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

aspro1966

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6

Montag, 17. September 2018, 21:22

Das ist für mich keine Option. Möchte nahe zum Originalzustand. Und wo soll ich meine Socken trocknen :D

aspro1966

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7

Dienstag, 18. September 2018, 08:27

Meine erste Idee wäre mit einem 17mm Sägebohrer den einlaminierten Gewindeeinsatz ausbohren und dann einen neuen eingießen
»aspro1966« hat folgende Datei angehängt:

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8

Mittwoch, 19. September 2018, 13:06

Hallo Gemeinde. Ist das Abmontieren der Reling der einzige Tipp. Irgend einer hat doch sicher mal eine wacklige Stütze gehabt. LG

9

Mittwoch, 19. September 2018, 13:31

Tja, meine ist auch abgebaut :D

Zum Foto: Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Gefrickel von einer Werft wie Schöchl original ist. Die Seitenplatte scheint mal einer angeschweisst zu haben.
Wieviel von der jetzigen Befestigung ist original und was davon ist Düsentrieb?

Für mich gibt es genau eine Möglichkeit, eine Reling zu montieren: Durchgebolzt.
Wenn dieser Zustand nicht herstellbar ist, gibt es keine Reling.

Zu Deinem Fall:

Kein Ratschlag, weil keine hinreichende Information. Die Falle derartiger Befestigungen, die einfach irgendwo reingespaxt worden sind: es wird rdan gerötert (nirgendwo wird so sehr dran gerötert wie an einer Reling), die Schrauben erhalten sukzessive Spiel und verlieren ihren Halt.
Wird in Holz verschraubt, wird dieses nass und vertorft.
Das scheint schon einem Voreigner passiert zu sein und der hat immerhin Hülsen eingesetzt (oder waren die möglicherweise original? wäre untypisch, im Zweifel andere Sunbeam-Eigner oder Schöchl fragen, die gibt es doch noch), aber hat er zuvor feuchte Stellen saniert?
Also alles ab, Hülsen raus, gucken ob die Substanz hält. Was feucht ist, entfernen oder auskratzen. Sobald trocken, mit angedicktem Epoxid füllen. Das ist jetzt eine Basis für Neuverschraubung, ggf. sogar ohne durchbolzen. Dann hält es natürlich weniger lange.

Deine Konstruktion darf eigentlich nicht zu einer Leckage führen, denn die Stützen sind ja nicht durchgebolzt. Wenn doch, ziemlicher Mist, denn dann ist an dieser Stelle durch Bohrlöcher Wasser bereits ... ja wohin eigentlich? eingedrungen. Du solltest herausfinden, wie die gesamte Rumpf-Deck-Verbindung konstruiert ist, im Zweifel über die Werft.
Sodann, welchen Weg das Wasser nimmt und wo es noch welchen Schaden angerichtet haben könnte. Z. B. indem es hinter die Winkellaminate und an die Schnittkanten einlaminierter Schotts gelangt ist, in den Winkellaminaten steht und die Schotten dort fröhlich vor sich hinmodern. Wie es aussieht, könnte das Neuverschrauben der Reling noch das kleinere Problem sein.

Wo genau tritt denn innen Wasser aus, wenn es keine durchgehenden Bolzen gibt? Kannst Du das lokalisieren?



Gruß
Andreas

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10

Mittwoch, 19. September 2018, 16:19

Hallo,
nun kenne ich die Sunbeam nicht bzw. nur von aussen als ein Boot, was ich "mal gesehen" habe.
Ich selbst hatte 16 Jahre eine Dehlya 22, welche Aluplatten ins Süll einlaminiert hatte, in die die Relingshalter eingelassen wurden. Ausserdem wurde von unten alles durch eine Innenschale abgedeckt.
Frage: Hast du unten eine Innenschale oder nicht ?
Frage: Hast du im Bereich der Befestigungen innen eventuell irgendwelche Schapps, Klappen o. ä.?
Das hilft insofern, als das man diese ggf. für die Reparatur demontiert und anschliessend wieder montiert, so bleibt die Reparaturstelle unsichtbar.

Also... was ist zu tun:
1. eventuell vorhandene Schapps demontieren
2. Innenschale (falls vorhanden) vorsichtig mit einem Multimaster auftrennen, spätestens dann müssen Schrauben sichtbar werden oder aber die Konturen einer einlaminierten Aluplatte, in die Gewinde eingeschnitten wurden.
Ist eine Aluplatte zu sehen, so würde ich diese von oben durchbohren und den Relingshaltergrundbeschlag mit Schlosschrauben befestigen. Ausserdem von unten ein paar zusätzliche Lagen Glasfaser plus Epoxid aufbringen, das verstärkt ungemein.

Ist keine Aluplatte zu sehen, so würde ich alle Schrauben entfernen, Sikareste entfernen, die Löcher von Sikaresten befreien und ausbohren, die Löcher mit angedicktem Epoxid vergiessen und dann von unten 3-6 zusätzliche Lagen Glasfaser mit Epoxid auflaminieren. Dann von oben wieder Löcher für Schlosschrauben bohren und den Relingsgrunhalter neu montieren. Die Schrauben sollten natürlich in Sika eingelegt und mit Konterkplatten versehen sein.
Das Ganze ist keine Hexerei, aber es kostet Zeit, denn es sind zig Arbeitsschritte mit entsprechenden Wartezeiten fürs Epoxid durchzuführen.
Ich habe es mal 2004 hinter mich gebracht, nachdem mein damals 10 Jahre alter Sohn das Boot an der Reling bei BFT 5 vom Steg abhalten wollte.

An der Reparaturstelle kannst du anschliessend von einer deutlich erhöhten Stabilität ausgehen.

Viele Grüsse
Uli
Segeln ist die schönste Art und Weise, 100 Euro Scheine in der Luft zu zerreissen

aspro1966

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11

Mittwoch, 19. September 2018, 22:23

Wird sicher ätzend

Hallo Leute. Die Vorbesitzer machten auf mich nicht den Eindruck, dass sie mit Laminat irgend welche Reparaturen auf dem Boot gemacht hätten. Alles noch im Originalzustand. 2. Besitz seit 28 Jahren. Aber in 38 Jahren kann viel passieren.
Es gibt ein vergammeltes Regal, 2 m lang, in welches das Wasser von der Reling eingedrungen ist. Rund um die Relingstütze sind Risse im Laminat, was das Wasser im Boot schon erklären könnte. Es sind sicher Hülsen einlaminiert worden, da ich keine Gegenmutter finden konnte und die Schraube aber durchdreht. Bzw eine Schraube lies sich entfernen, ca 40mm lang und bis zum Schluss im Gewinde. Somit kann man interpretieren keine Aluplatte, sondern Hülse, ca 40mm lang. Wäre innen schon irgend ein Bohrloch verschlossen worden, wäre mir das mit ziemlicher Sicherheit aufgefallen, und es ist ein Bereich der nicht gerade gut erreichbar ist.
Und ja, es gibt eine Innenschale, was alles ein wenig komplizierter macht, und aus diesem Grund wurden vermutlich die Hülsen einlaminiert. Werde mal Kontakt mit schöchl aufnehmen, doch was man so hört, sind die wenig bereit Informationen zu geben. Mit dem Hinweis, bitte Reparatur beim Fachhändler.
Die Reparatur wird auch erst im Frühjahr durchgeführt. Ich bin gelernter Modelbauer, somit stoße ich nicht gleich an meine handwerklichen Grenzen.

LG Horst

aspro1966

Leichtmatrose

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12

Donnerstag, 20. September 2018, 06:02

Originalfoto

Hallo. Auf der Sunbeam Homepage kann man noch das Originalprospekt aus den 80ern anschauen. Ist zwar verpixelt, aber man kann die Relingstützen erkennen und die sehen aus wie bei mir. Da wurde bei meiner zumindest nichts verändert. Vielleicht eine nicht ganz geglückte Konstruktion. Aber mal gucken. Horst

13

Donnerstag, 20. September 2018, 06:32

Abbauen, aufbohren und neue Rampa Muffen einkleben, Gerne M8. Dann Gelcoat und alles schick verschleifen und polieren.
Hatte ähnliches Problem mit Mastschiene .
Als Dichtung bewährt sich Butyldichtband auch bekannt als Matschband.

14

Donnerstag, 20. September 2018, 10:13

Ja, hört sich im Prinzip gut an.


Im Prinzip, weil:
Wassereinbruch im Umfeld der Relingstützen, der schon 2m Regale (gemeint sind wohl Einbauschapps) ruiniert hat?
Und die Stützen wackeln schon länger?
Stellt sich die Frage, was sich im Kern der Fußleiste befinden könnte.
Torf? Nicht unwahrscheinlich.
In was also würden die Rampamuffen gedreht?
Die losen Relingstützen sind ja eine Sache; das durch die ganze Chose, obwohl keine Durchbolzungen vorhanden sind, die lecken könnten, auch noch auf irgendeine Weise ziemlich viel Wasser durchs Deck kommt, eine andere.
Und das offenbar schon seit längerer Zeit, sonst wäre nicht die Einrichtung vergammelt.

=> die Befestigung der Relingstützen ist möglicherweise nur die Spitze eines Eisbergs.

Checke nach dem Entfernen aller vorhandenen Gewindehülsen, zumindest der losen, doch mal deren Umfeld unterhalb des GfK-Laminats, denn die ausgeformte Fußleiste ist ja kein massives GfK, sondern ein Formteil mit einem möglicherweise aufgeweichten und nassen Kern.
Innerhalb dieser Leiste kann Wasser in Längsrichtung auch sonstwohin laufen und an unerwarteten Stellen unter Deck eindringen.
Ich denke, die Detektion des Lecks unter Deck ist mindestens ebenso wichtig, wie die Sanierung der Relingsbefestigung.

Viel Erfolg,
Andreas

15

Donnerstag, 20. September 2018, 12:34

Relingsstützen 10 cm weiter vorn/hinten ordentlich anbringen und den Schaden richten. Denke an der Schadstelle kanst Du entweder fachmännisch alles aufmachen und neu aufbauen oder eben zumachen und an anderer Stelle neu befestigen.
*es ist immer niedriger als Du denkst!*

aspro1966

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16

Samstag, 22. September 2018, 07:12

Hallo. Ist mir klar, das der Kern der Leiste, sofern Holz, sich aufgelöst haben könnte, und eine großflächige Sanierung nötig wird. Versetzen der Relingstützen ist nicht möglich, da die Stützen in Ausnehmungen sitzen. Grundsätzlich gehe ich von ausbohren, Schäden einschätzen, ev. großflächigerer Eingriff, Sanierung mit Laminaten und GFK, neues Einkleben und Befestigen aus.
Der Wassereinbruch wurde mit Tape vom Vorbesitzer „repariert“. Dürfte überhaupt ein beliebtes Reparaturmittel gewesen sein.
Lg Horst

17

Sonntag, 23. September 2018, 14:27

Ich habe mir das hier jetzt mal durchgelesen. Mir sind solche ähnlichen Probleme schon bekannt und bei einigen älteren Booten ist das auch kein Wunder. Die Relingstützen sind besonders belastet mechanisch wegen der Länge , Wasser und UV machen das umgebende Laminat nicht besser.

Daher würde ich mich in diesem Fall vor allem mit der Unterseite der Deckschale beschäftigen, also den Stützen erst einmal ein ordentliches "Fundament" schaffen. Das könnte so aussehen, dass das GFK an den Stellen großflächig verstärkt wird und /oder Aluplatten einlaminiert werden. Diese Platten sollten dann auch mit der Bordwand innen verbunden werden um zusätzliche Steifigkeit zu haben. Wenn das so gemacht wird,dann können die Relingstützen mit ihren Fußpunkten langfristig fest und sicher befestigt werden. Das funktioniert dann auch mit dem Durchbolzen.

aspro1966

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18

Freitag, 12. Oktober 2018, 09:29

Hallo noch mal, hier Fotos vom Schaden. Wie gesagt großflächige Reparaturarbeiten notwendig. Gibt es die Möglichkeit auf andere Reling Halterungen umzusteigen. Wo wird so was angeboten. Bin auch über jeden Reparaturtip dankbar. Hab ja den ganzen Winter Zeit :D
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19

Freitag, 12. Oktober 2018, 10:35

eine große Variation von Relingstützen und Halterungen gibt es beim segelladen.de
Grußß Svenning

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20

Freitag, 12. Oktober 2018, 11:10

Hallo,
das ist eigentlich sehr einfach zu reparieren, kostet aber unendlich Zeit und du brauchst viele Sitzungen. Deswegen wird es, von einer Werft gemacht, auch richtig teuer. Da laufen dann halt die Stundenlöhne.
Zunächst würde ich die Kanten links und rechts über 5-6 cm schäften.
Dann im Ausschnittbereich einige Lagen Glasfaserstreifen mit Epoxid auflegen und aushärten lassen. Die Höhe dieser Streifen muss so gewählt werden, dass du die ins Laminat einzulegende Metallkonterplatte wieder an gleicher Stelle einlegen kannst.
Dann alles passend beischleifen, testen ob die Metallplatte passend platziert werden kann.
Wenn ich das richtig identifiziert habe hat die Metallplatte ein eingeschnittenes Gewinde? Dann darf dieses natürlich nicht mit Harz verklebt werden. Das Problem hatte ich mal 2004 an meiner damaligen Dehlya 22. Gelöst habe ich es, indem ich die Metallplatte mit dünnen Klebestreifen am Loch verklebt hatte und dann mit 2-3 Lagen dünner Glasseide eingewickelt habe. Nach dem Aushärten der Glasfaser habe ich den Metallklotz grob angeschliffen, das Loch am Gewinde blieb aber verschlossen. Durch das Einwickeln und Schleifen des Metallkotzes erzielt man eine optimale Oberfläche für das anschliessende Einkleben des Metallkotzes in eingedicktes Epoxidharz.

Nach dem Einkleben des Metallkotzes alles wieder der Kontur entsprechend beischleifen.
Danach folgen weitere Lagen Glasfaser bis das die Deckskontur wieder voll aufgefüllt ist. Danach alles strakend schleifen. Erst dann kann das Loch für die Relingsstange gebohrt werden und das mit Klebestreifen abgeklebte Gewinde in der Konterplatte mit einem Dremel vorsichtig wieder freigelegt werden.
Zum Schluss muss die Reparaturstelle mit vorbeschleunigtem Gelcoat überpinselt werden (das härtet dann ohne Abkleben mit Folie aus).
Nach dem Aushärten des Gelcoats muss alles mit allerfeinstem Schleifpapier (1000er oder 1300er) nass von Hand beigeschliffen werden. So erzieltst du eine total glatte Oberfläche.
Zum Schluss dann Polieren mit der Politur deiner Wahl. Wenn es gut gemacht ist sieht du abgesehen von Farbunterschieden beim Gelcoat (unvermeidbar) so gut wie nicht mehr von der Reparaturstelle.
Dann bleibt dir zum Schluss nur noch die Montage des Relingshalterungsbeschlags und der Relingsstange.

Hier noch ein Link zu meiner Relingsreparatur von 2004:
http://forum.dehlya.de/viewtopic.php?f=1…+abhalten#p7799

Viel
Spaß beim Reparieren....
Uli
Segeln ist die schönste Art und Weise, 100 Euro Scheine in der Luft zu zerreissen

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Jantar 23 Mythos« (12. Oktober 2018, 18:03)


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