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41

Montag, 5. November 2018, 10:36

Man muß aber auf den Aufbau klettern um den Mast zu stellen, bzw. herunterklettern beim legen.

Je nach Aufbau, der ja nicht unbedingt aufs Mastlegen optimiert ist, kann das beschwerlich sein. Meistens, wie auch auf der Skizze, ist der Mast dann aber schon in einer Position, wo man ihn entweder mal eine Sekunde lang alleine lassen kann oder man bittet einen Helfer.
An meinem Boot gibt es dort zwar keinen Aufbau, aber beim ersten Heben liegen zwischen dem Mastfuß und mir nur 1/4 der Mastlänge. Ohne meinen je gewogen zu haben, denke ich, dass er locker auf der Schulter getragen nicht mehr als ein Sack Putz (30 kg) wiegt.

Chris

Solpat

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42

Montag, 5. November 2018, 16:15

Rechenfehler: 25X5 mm Alu-Rohr reicht doch als Jüttbaum

Danke für den Hinweis,

in der Tat ist mir wohl ein Rechenfehler unterlaufen. Ein großes Dankeschön deshalb an Steggano :O . Richtig muss es heißen:

1. Moment im Drehpunkt des Mastes in horizontaler Ausgangslage bei 30 kg Mastgewicht: Mm= Fm/2 x 10m= 30kg x 9.81m/s² / 2 x 10m = 1.500 Nm

2. Horizontalkraft (Fj) die am oberen Punkt des Jüttbaums angreift: Fj = Mm / Länge Jüttbaum = 1.500 Nm / 2,5 m = 600 N

3. Vertikalkraft als Resultierende der Seilkräfte auf den Jüttbaum: Da die Länge des Jüttbaums gleich der Länge Mast zum Beschlag des Vorstags betragen muss, handelt es sich um ein gleichseitiges Dreieck. Somit ist die Horizontalkraft näherungsweise auch gleich der Vertikalkraft Fv = 600 N. Bei gleichmäßiger Belastung also 300 N pro Rohrseite. Hinweis: Hier nehme ich an: 1. Der Drehpunkt des Jüttbaums (Zweibein) ist auf Höhe des Mastdrehpunkts. 2. Die Höhe des Jütt-Baums ist gleich dem Abstand vom Vorstag-Anschlagpunkt zum Mast-Drehpunkt. Damit handelt es sich beim Kräftedreieck aus a) Vorstag-Anschlagpunkt, b) Jüttbaum Anschlagpunkt und c) Mast-Drehpunkt in der Ausgangslage (horizontaler Mast) immer um ein gleichschenkeliges Dreieck, da die Längen Mastdrehpunkt zu Jütt-Anschlagspunkt sowie Mastdrehpunkt zus Vorstag-Anschlagspunkt gleich groß sind.

3a. Unter der Berücksichtigung, dass eine Beneteau 235 eine max. Breite von 2,49 m hat, nehme ich gemäß der Rumpfform auf Höhe des Mastes eine Breite von 2,00 m an. Damit entsteht für das Zweibein "Jüttbaum" eine Abspreitzung pro Schenkel von 1,00 m bezogen auf die Bootsmitte. Bei einer gewünschten Jüttbaum-Höhe von 2,50 m ergibt sich damit eine erforderliche Schenkellänge von 2,69 m und eine Kraftkomponente entlang der Schenkel von Fs = Fv / 2 / 2,5 x 2,69 = 323 N.

4. Für auf Knickung beanspruchte schlanke Stäbe gilt laut meiner Formelsammlung „Mechanik und Festigkeitslehre“ ein Sicherheitsfaktor von 3 bis 8. Ich habe mal die Mitte mit 5 angenommen. Danach ergibt sich die Fk = Fs x 5 = 1615 N

5. Daraus errechnet sich ein erforderliches axiales Widerstandsmoment wie folgt:
Ierf = Fk x s² / pi² / E
Hierbei sind:
Fk = Knickkraft aus Pkt. 4
s = freie Knicklänge (2.690 mm) und
E = Elastizitätsmodul für Alu mit 72.000 N/mm²
damit ergibt sicht
Ierf = 1615 N x 2.690² mm² / 3,1416² / 72.000 n/mm² = 16445 mm^^4

6. Das axiales Widerstandsmoment eines beliebigen Kreisquerschnitts (Rohr) errechnet sich wie folgt:
I = pi x (D^^4 – d^^4) / 64 wobei D = Außendurchmesser und d = Innendurchmesser
Für das von Dir gewählte Profil 25x5 ergibt dies:
I = 3,1416 x (25mm^^4 – 15mm^^4) / 64 = 16.690 mm^^4
D. h. der von Dir gewählte Querschnitt ist rechnerisch so gerade mal ausreichend.

Trotzdem kommt mir 25 mm Durchmesser auf 2,69 m Knicklänge grenzwertig schlank vor. Hier würde ich in jedem Fall auf 30x5 mm gehen.

MfG

Oliver

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Solpat« (5. November 2018, 18:57)


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43

Dienstag, 6. November 2018, 09:02


... Da die Länge des Jüttbaums gleich der Länge Mast zum Beschlag des Vorstags betragen muss, handelt es sich um ein gleichseitiges Dreieck. ....


@Solpat: Irgendwie werde ich nicht schlau aus der von Dir berechneten Geometrie. Bei einem gleichschenkligen Dreieck sind alle Seiten gleich lang, so eine Jüt hab ich noch nie gesehen. Der Jütbaum sitzt unten am Mastfuß. Idealerweise bildet die ganze Vorrichtung ein rechtwinkliges Dreieck, bei dem die Distanz Jütbaum->Masttop die Hypotenuse bildet, Mast und Jütbaum dann die Katheten. Der Winkel zwischenMast und Jütbaum beträgt dann ca, 90°.
Oder gehst Du vom Dreieck "Bug/Mastfuß"-Jütbaum-"Jütbaum/Bug aus?
Außerdem hast Du doch eine Jütgabel berechnet?

Schönes Beispiel für Tucholsky, aneinander vorbeireden... :O
Gruß, Jörg!

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44

Dienstag, 6. November 2018, 10:46


... Da die Länge des Jüttbaums gleich der Länge Mast zum Beschlag des Vorstags betragen muss, handelt es sich um ein gleichseitiges Dreieck. ....


@Solpat: Irgendwie werde ich nicht schlau aus der von Dir berechneten Geometrie. Bei einem gleichschenkligen Dreieck sind alle Seiten gleich lang, so eine Jüt hab ich noch nie gesehen. Der Jütbaum sitzt unten am Mastfuß. Idealerweise bildet die ganze Vorrichtung ein rechtwinkliges Dreieck, bei dem die Distanz Jütbaum->Masttop die Hypotenuse bildet, Mast und Jütbaum dann die Katheten. Der Winkel zwischenMast und Jütbaum beträgt dann ca, 90°.
Oder gehst Du vom Dreieck "Bug/Mastfuß"-Jütbaum-"Jütbaum/Bug aus?
Außerdem hast Du doch eine Jütgabel berechnet?

Schönes Beispiel für Tucholsky, aneinander vorbeireden... :O
Das die Länge des Jüttbaums gleich der Länge vom Mast zum Vorstagbeschlag betragen muss stimmt aber nicht. Das is nur der Fall wenn der Jüttbaum am Mast befestigt wird. Man kann im aber auch genau so gut an Deck befestigen wie das bei einem "A-Frame" der fall ist.

Z.B. bei meiner Leisure 27 ist das A-frame nur etwa 2,3 Meter lang aber der Abstand Mast-Vorstag über 3 Meter. Wie genau und der Grund dafür (erreichbarkeit der Besfestigung am Vorstag bei gelegtem Mast ) kann man hier lesen : https://docs.google.com/document/d/1d7Eq…dit?usp=sharing
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45

Dienstag, 6. November 2018, 11:59



Nun möchte ich eine Jütvorrichtung in der Art umgekehrtes "V" über den Winter bauen.


Ok, um die Jütgabel gehts havanna auch. Ich bin die ganze Zeit vom Jütbaum (toter Mann)ausgegangen.
Lag ich also mal so richtig falsch. ;(
Gruß, Jörg!

Yellow Boat

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46

Dienstag, 6. November 2018, 12:11



Nun möchte ich eine Jütvorrichtung in der Art umgekehrtes "V" über den Winter bauen.


Ok, um die Jütgabel gehts havanna auch. Ich bin die ganze Zeit vom Jütbaum (toter Mann)ausgegangen.
Lag ich also mal so richtig falsch. ;(
Nachteil eines Jüttbaums ( den es übrigens bei meiner Leisure 27 auch gab als ich den gekauft habe) ist das dieser immer wieder aufgebaut und wieder entfernt werden muss weil die ja auf dem Vordeckt im Weg liegen würde.
Habe den nur einmal benutzt als ich den mast gelegt habe während der Überführung vom Kaufort Eembrugge zum Schildmeer .,( guck mal in Google earth ) .

Das war auch bei mir der Grund das zu ändern.
den alten (teilbare) Edelstahl Jüttbaum habe ich dann benutzt für den , ebenfalls teilbaren, Masttützen am Heck.
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»Yellow Boat« hat folgende Datei angehängt:
  • Stütze.jpg (113,1 kB - 6 mal heruntergeladen - zuletzt: 6. November 2018, 17:59)

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47

Dienstag, 6. November 2018, 14:06

Mein Jütbaum ist zweiteilig und nur gesteckt Auf- oder Abbau brauchen ca. 30s, wenn ich mir Zeit lasse. Eine Gabel wär bei mir wegen dem Ankerkasten am Bug gar nicht möglich. Bei Nichtgebrauch liegt der JB sicher im Regal im Vorschiff.
Gruß, Jörg!

Solpat

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48

Dienstag, 6. November 2018, 14:51

Hallo Jörg,

ich glaube nicht das wir aneinander vorbei reden. Ich beziehe mich auf ein gleichschenkeliges Dreieck (= zwei Seiten sind gleich lang) und Du auf ein gleichseitiges Dreieck (= alle drei Seiten sind gleich lang). Weiterhin beziehe ich mich auf die Skizze des Thread-Erstellers die im ersten Beitrag (#1) ersichtlich ist. Demnach ist die Höhe oder auch die Länge des Jüttbaums (Maß a) gleich dem Abstand Mastfuß zum Anschlagpunkt Vorstag (Maß b), damit bei senkrecht stehendem Mast der Jüttbaum exakt auf dem Anschlagpuntk am Bug zum liegen kommt. Damit sind also die Vertikale und die Horizontale dieses Dreiecks gleich, und die vertikale Kraftkomponente aus der unter 45° schräg ziehenden Zugkraft vom oberen Punkt des Jüttbaums zum Bug hin gleich der Horizonten Komponente, die in der Berechnung aus den Komponenten Mastgewichtskraft / 2 x Mastlänge / Jüttbaum-Höhe resultiert (siehe auch nachstehendes Bild eine Jüttbaum-Skizze)



Ob Jüttgabel oder Jüttbaum - ich möchte hier nicht an Begrifflichkeiten festhalten. Berechnet habe ich eine Einrichtung gemäß der Skizze aus Beitrag #1 zum Stellen des Mastes und nicht zum Ablegen des Mastes für den Transport. D. h. Mast liegt - Stütze steht senkrecht. Mast steht - Stütze liegt flach auf dem Vorschiff. Und ja - es ist in meinen Augen ein Zweibein (oder auch A-Frame), welches sich in der Nähe der Fußreling aufsteht und auch an dieser gegen Wegrutschen befestigt ist. Und es ist nur über das Vorstag mit dem Mast verbunden, steht also immer im rechten Winkel zum Mast.

Vielleicht kann man hier aber nochmal für u. a. für mich den Unterschied zwischen Jüttbaum und Jüttgabel etc. bildlich darstellen. Danke.

MfG

Oliver

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Solpat« (6. November 2018, 15:03)


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49

Dienstag, 6. November 2018, 16:54

Bildlich kann man den Unterschied hier unter dem Absatz 'Hebelarm' sehen ... räumlich gesehen bildet der Jütbaum (toter Mann) im Einsatz ein Dreieck, die Jütgabel eine Pyramide.

Eure physikalischen Berechnungen übersteigen mein Durchhaltevermögen.
Auf meinem Boot ist eine Jütgabel permanent montiert: Edelstahl, Länge 270 cm, Durchmesser geschätzte 5 cm, die Mastlänge ist 10m (ziemlich schwer, nicht gewogen)

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