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Brachiopode

Leichtmatrose

  • »Brachiopode« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 31

Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Ahoi Marie

Bootstyp: Johnson 23

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1

Montag, 8. Oktober 2018, 15:59

Tipps und Tricks für Einhandsegler/innen

Liebe Leute,

als Anfängerin ist für mich jeder längere Segeltörn eine riesige Lerneinheit. So war es auch dieses Jahr wieder bei meinem Törn in die dänische Südsee. Neben den ganz persönlichen Erfahrungen mit Wind und Welle, habe ich auch einige Tipps bekommen, die für mich zu einer großen Entlastung beim Segeln geführt haben. Vielleicht geht es dem einen oder der anderen ja auch so und damit wir nicht jahrzehntelang segeln müssen, um alle Möglichkeiten kennenzulernen, möchte ich sie hier einmal sammeln.
Ich fang mal an:

1. Pinne festsetzen über Gummistropp

Mein Boot ist klein, mit schwerem Kiel und molliger Taille. Wenn ich die Pinne über die normale Vorrichtung einfach feststelle, vertrimmt das Boot schon, sobald ich nur daran denke, einen Schritt nach vorn zu machen.
Das führt bei mir zu hektischen Aktionen, immer mit einem Auge beim Kurs, einem Bein schon wieder im Rückwärtsschritt und nervt einfach.
Anders ist es, wenn man die Pinne mit einem einfachen Gummistropp feststellt, indem je ein Ende des Stropps an den Relingsstützen rechts und links befestigt und der Stropp dann einmal um die Pinne geschlungen wird. Das Gummi gibt bei Gewichtsveränderung zwar auch kurz nach, kehrt dann aber wieder in die Ausgangsposition zurück. Durch leichtes Verändern der Seitenlängen des Gummis kann der Kurs angepasst werden. So bleiben statt Sekunden nun Minuten für Manöver etc.

2. Zum Setzen des Groß nur den Baum in den Wind stellen

In der Phase zwischen ganz wenig Wind, wo es evtl. egal ist, wohin der Bug zeigt und richtigem Druck, kann man, wenn man ein sehr freiheitsliebendes Boot hat wie ich, das gern selbst entscheidet in welche Himmelsrichtung es den Bug stellt, einfach den Baum Richtung Wind halten (festsetzen) und so das Groß setzen.

3. Für Kurzsichtige: in der Dunkelheit eine überkorrigierende Brille tragen

Wie ich dieses Jahr feststellen musste, sehe ich im Dunklen die Lichter mehr oder weniger nur noch als Schemen. Das kann (und tat es auch ) zu bösen Überraschungen im fremden, engen Fahrwasser oder in Häfen führen. Ein User hier im Forum erklärte, das das Tragen einer überkorrigierenden Brille dagegen helfe, da sich die Fehlsichtigkeit bei Dunkelheit verstärke. Ich kann mir das gut vorstellen, denn mit Fernglas habe ich das Problem nicht. Werde es also bei nächster Gelegenheit ausprobieren.

Das also waren meine wichtigsten Erkenntnisse dieser Saison. Vielleicht gibt's ja noch mehr ......

2

Montag, 15. Oktober 2018, 21:44

Hi Brachiopode,

ich würde mal über einen Pinnenpiloten nachdenken. So ein Gerät ist die entscheidende Erleichterung beim Einhandsegeln und ein nicht zu unterschätzenden Sicherheitsfaktor.

- das Boot fährt seinen eingestellten Kurs bei Segelwechseln oder beim Reffen, es wird ruhiger auf dem Vorschiff und damit sicherer. Das Risiko durch einen schlagenden Baum und flatternde Segel wird deutlich reduziert.

- Du hast die Hände frei um mal in die Karte zu sehen, was zu Essen zu holen, Regenzeug anzuziehen, ...

- Wenden werden einfacher, einfach zwei Tasten drücken, und du kannst dich allein auf's Vorsegel konzentrieren,

- Du kannst ganz in Ruhe das Boot für's Anlegen klar machen, Fender und Leinen vorbereiten, etc...

- oder bei moderatem Wetter auf langen Schlägen auch mal ein Buch lesen...

... das Einhandsegeln wird damit einfach viel entspannter.

Handbreit

Frank

3

Montag, 15. Oktober 2018, 21:55

Jo Frank, das sehe ich genau so.

Hugo

Offizier

Beiträge: 312

Wohnort: Hannover

Schiffsname: Elli

Bootstyp: Sirius 26

Heimathafen: Sloten NL

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4

Montag, 15. Oktober 2018, 21:58

Moin,

Pinnenpilot ist ein Muss, Windsteueranlage ist auf langen Schlägen very-nice to have.

Kannst damit auch nur mit dem Vorsegel einen "recht-hoch-am-Wind-Kurs" fahren und dann in aller Ruhe das Groß setzen...

Auch prima sind:
- Mittelklampe
-Stern bridle
- ausreichend lange Festmacherleinen, um Bug und Heck gleicheitig von Land aus zu bedienen
- Plotter o.ä.

5

Montag, 15. Oktober 2018, 22:25

Plotter o.ä.


Stimmt, auch eine super Erleichterung!

Falls du dies noch nicht nutzen solltest... Ein normales Tablet mit der NV-App, (bei den NV-Karten dabei) funktioniert super, kostenlos gibt's auch OpenCPN, die Karten sind aber nicht so detailliert.
Ein Tablet finde ich bei Pinnensteuerung besser als einen "richtigen" Kartenplotter. Die meisten Tablets sind ganz gut Spritzwasser geschützt. Die alten Sony Tablets sind auch richtig wasserdicht, gibt's aber nur noch gebraucht.
Ich verwende dazu ergänzend "etwas altmodisch" ein normales GPS unter Deck mit dem NASA Clipper Anzeigegerät im Cockpit. Damit habe ich den Kurs auf den Wegepunkt, den gefahrenen Kurs und die Geschwindigkeit über Grund mit großen Ziffern (auch von der Pinne aus gut sichtbar) immer im Blick.

scalar28

Leichtmatrose

Beiträge: 43

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6

Montag, 15. Oktober 2018, 22:56

Moin zusammen,

alles was zum Pinnenpilot geschrieben wurde kann ich nur unterstreichen.



Hugo erwähnte darüber hinaus u.a. die Mittelklampe und lange Festmacher. Beides erleichtert sehr das Einhandanlegen in Boxen. Achterleinen zunächst als Spring über die Mittelklampen nach außen führen, nach dem Überlegen des Auges über den Pfahl kann man das Schiff mit voraus eingekuppelter Maschine sehr gefühlvoll mit dem Bug an den Steg fahren, indem die Leinen aus der Hand oder über die Schotwinschen gefiert werden. Leinen festsetzen, eingekuppelt bleiben und in aller Ruhe die Vorleinen ausbringen.

Gruß Claus
Navigare necesse est - Schiffen tut not!!

und deshalb habe ich auch ein Zweitschiff, die Atalanta

Brachiopode

Leichtmatrose

  • »Brachiopode« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 31

Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Ahoi Marie

Bootstyp: Johnson 23

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7

Dienstag, 16. Oktober 2018, 13:53

Hi Frank und alle anderen,

ja, Pinnenpilot ist natürlich das Beste, den habe ich mal als bekannt vorausgesetzt. Ich habe sogar einen, allerdings noch nicht montiert . Außerdem .......
ich bin immer auf der Suche nach einer Steuerung, die keine Energie verbraucht. Mein Boot ist klein, der AB ist schon sehr schwer, von den anderen "unentbehrlichen" Dingen an Bord will ich gar nicht reden. Was ich sagen will, eine 2. Batterie würde ich gern vermeiden. Windfahnensteuerung ist ebenfalls zu groß, außerdem auch zu teuer. Es gibt recht komplizierte Leinen- und Gummibandanordnungen über die Schoten für eine Windsteuerung, das hat man früher wohl öfter gemacht, da wage ich mich im Moment noch nicht ´ran. Und deshalb finde ich den Gummistropp im Verhältnis von Aufwand und Resultat so genial, kann man doch auch gut als Ergänzung zum Pinnenpiloten einsetzen.

4. Mittelklampe

genau, einhand ganz wichtig, egal ob beim Anlegen am Steg oder mit Heckpfählen (allerdings habe ich es noch nie geschafft, beide zu erwischen naja, man braucht ja auch Herausforderungen für die Zukunft).

5. Stern- Birdle

wer ihn noch nicht kennt : ein Festmacher, der von der Mittelklampe aus nach hinten oder nach vorn verläuft. Mit der entstandenen Bucht fängt man von Bord aus die Stegklampe, den Poller oder notfalls das ganze Steigende ein, setzt ihn fest und bringt dann in aller Ruhe die regulären Festmacher aus. (Alle Varianten dazu in dem Buch "Stressfrei segeln" von Duncan Wells)

6. Lange Heckleinen bzw. lange Festmacher

Je kleiner das Boot umso länger sollten die Heckleinen sein: " die Mittelklampe und lange Festmacher. Beides erleichtert sehr das Einhandanlegen in Boxen. Achterleinen zunächst als Spring über die Mittelklampen nach außen führen, nach dem Überlegen des Auges über den Pfahl kann man das Schiff mit voraus eingekuppelter Maschine sehr gefühlvoll mit dem Bug an den Steg fahren, indem die Leinen aus der Hand oder über die Schotwinschen gefiert werden. Leinen festsetzen, eingekuppelt bleiben und in aller Ruhe die Vorleinen ausbringen"


7. Statt Plotter iPad oder Tablet


Die Apps dazu gibt es deutlich kostengünstiger als Plotterkarten oder von NV sogar kostenlos (beim Kauf der Seekarte), von DK, Navionics und vielen anderen. Außerdem gibt es im Outdoorbereich diverse Wasserschutzhüllen. Tablets: Ich bin z.B. von meinem Samsung Galaxy 7 ziemlich begeistert, da es sehr hell einstellbar ist und eine lange Akkulaufzeit hat, zudem günstig ist und gar nicht ´rumzickt. Aber da gibt's bestimmt noch viele andere die sich gut eignen.


Ich hoffe, es ist euch recht, dass ich die Tipps hier zusammengefasst habe, damit man sie schneller findet. Ich hatte hier mal ´was gelesen über ein Self-made Selbstwendefock-Einrichtung, muss ich aber erst suchen.

Habt Ihr noch was ?

Beste Grüße,

Marlies

8

Dienstag, 16. Oktober 2018, 19:52

Hier gibt’s ein bisschen was zu lesen ...

NoStress

Matrose

Beiträge: 68

Wohnort: SU

Bootstyp: Victoire 26 / Laser II

Heimathafen: Volendam NL

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9

Dienstag, 16. Oktober 2018, 20:26

Auch ich hatte einen Pipi unbenutzt herumliegen, bis ich seine Vorzüge bei Einhandfahrten entdeckte. Seither mag ich nicht mehr ohne. Ich kenne den Wunsch nach Stromfreihheit, aber Du musst ihn ja nicht permanent anschalten. Aber in so gewissen Situationen alleine ist er eigentlich unverzichtbar.. Probier ihn einfach mal
Handbreit
M.

Gesendet von meinem unknown mit Tapatalk

Henning

Salzbuckel

Beiträge: 3 651

Wohnort: Hattstedt

Schiffsname: Fjordsang

Bootstyp: kurzes Patscheboot mit Kinderrigg

Heimathafen: Bordelumsiel

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10

Dienstag, 16. Oktober 2018, 20:40

Pinnenpilot ist echt ne feine Sache!
Auf der Ohlson 29 war er immer eine große Hilfe. Bei meinem Norwalk Island Sharpie 18 kann ich drauf verzichten, da reicht ein Pinnenkamm. Pinne festgestellt und ein wenig mit der Schot gespielt, dann läuft das Boot stur wie auf Schienen geradeaus. Da kann man ruhig mal die Toilette benutzen oder etwas kochen. Rekord liegt bei einer halben Stunde. Da hat der Wind dann etwas nachgelassen und ich musste ein wenig die Schot nachjustieren.
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

11

Dienstag, 16. Oktober 2018, 23:34

2. Zum Setzen des Groß nur den Baum in den Wind stellen


Dazu zu mindest bei meinem Boot (Waarschip 725) das Beilegemanöver
Ich musste erst lernen dieses Manöver in den Verschiedensten Situationen zu nutzen:
Reffen
Großsegel Setzen und Bergen;
Außenborder Starten
und alles andere wofür man ne Freie Hand braucht wenn mal zu viel Welle für den Pinnenpiloten ist (zum beispiel auf die Karte gucken oder Pullover anziehen)

Pinnenpiloten sind wenn sie denn funktionieren ein Luxus! Ich finde meinen aber manchmal reichlich unzuverlässig besonders wenns viel Schaukelt

Ich habe sonst mal was von einem Fockniederholer gehört, mit dem mann die Fock vom Cockpit aus runterkriegt ohne aufs vordeck turnen zu müssen. Sowas will ich mir nochmal installieren.
Wenn man eine Rollgenua hat kennt man die Problematik natürlich nicht.

12

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 00:41

…das Beilegemanöver
Ich musste erst lernen dieses Manöver in den Verschiedensten Situationen zu nutzen:…

Jetzt wird's spannend. Wie liegst du denn bei ohne Groß?

Tri4Fun

Smutje

Beiträge: 21

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Bootstyp: Trailer Trimaran

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13

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 00:43

Hi, möchte mich den Ausführungen über Pinnenpilot (pipi), Mittelklampe und Plotter/Tablet anschließen. Das wichtigste ist doch, dass das Boot auf Kurs bleibt, du dann weißt wo du bist, evtl. noch wo die anderen sind (AIS) und wie du das Boot alleine im Hafen oder in der Schleuse festlegst. Ich bin Ende August 5Tage einhand von Stavoren (NL) nach Lowestoft (UK) hin und zurück und habe in den ca. 60Segelstunden die Pinne nur für die Brückendurchfahrten, Schleusen und Hafenmaöver angefaßt. Meine Konzentration gilt dann mehr der Navigation und dem permanenten Segeltrimm. Guckst du: Youtube https://www.youtube.com/watch?v=f3ChHsjvOV4&t=158s

Winterfalke

Kap Hornier

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Wohnort: Niederösterreich

Bootstyp: gecharterte 30 - 34ft.

Heimathafen: Adria

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14

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 07:35

als Anfängerin ist für mich jeder längere Segeltörn eine riesige Lerneinheit.

Das wird auch immer so bleiben mehr oder weniger. ;)

molliger Taille.

Hab ich auch. :O

Wie ich dieses Jahr feststellen musste, sehe ich im Dunklen die Lichter mehr oder weniger nur noch als Schemen. Das kann (und tat es auch ) zu bösen Überraschungen im fremden, engen Fahrwasser oder in Häfen führen. Ein User hier im Forum erklärte, das das Tragen einer überkorrigierenden Brille dagegen helfe, da sich die Fehlsichtigkeit bei Dunkelheit verstärke.

Zumindest hilft es, wenn Du zuerst mal deine Augen gründlich untersuchen lässt. Mit der Zeit gewöhnt man sich an seine Sehfehler und ist dann ganz überrascht, wenn man mit Kontaktlinsen oder Brille auf einmal alles scharf sieht. :Mauridia_44: Mittlerweile gibt es sogar eine Brille, die die berüchtigte Rot-Grün-Schwäche korrigiert.

Ein Tablet finde ich bei Pinnensteuerung besser als einen "richtigen" Kartenplotter.

Ich auch. Ich bin mit iSailor auf einem iPad gefahren. Das hab ich einfach an die Steuersäule geprokelt. War super.
Siehe unten.

Dazu zu mindest bei meinem Boot (Waarschip 725) das Beilegemanöver
Ich musste erst lernen dieses Manöver in den Verschiedensten Situationen zu nutzen:
Reffen
Großsegel Setzen und Bergen;
Außenborder Starten
und alles andere wofür man ne Freie Hand braucht wenn mal zu viel Welle für den Pinnenpiloten ist (zum beispiel auf die Karte gucken oder Pullover anziehen)

Das Manöver heißt Beiliegen. Und dafür ist es eigentlich nicht gedacht und m.M.n. auch ungeeignet. Im Groß ist Druck und vor allem die Genua steht ja back. Wie willst Du da vernünftig reffen? Außerdem endet das Manöver mit dem Reffen ja sowieso.
»Winterfalke« hat folgende Datei angehängt:
  • iPad_Plotter1.jpg (123,87 kB - 14 mal heruntergeladen - zuletzt: 19. Oktober 2018, 22:21)
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

he geiht

Salzbuckel

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15

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 07:43

Moin,
zum Thema beiliegen hat die Yacht ein Video gedeht
Gruß Uwe

HERR Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
Psalm 90 Vers 12

SKOKIAAN

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16

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 07:49

Gut gemachter Film, geiles Segelgerät, dieser Trimaran, und dann noch trailerbar!

Ja, der Autopilot ist wichtig, bei meiner Moody genauso, vor allem bei Flaute mit Motorfahrt und bei achterlichem Wind, denn da kann das der Autopilot besser und vor allem aufmerksamer, den Kurs zu halten. Bei Amwindkursen gehe ich lieber selbst Ruder, um Winddreher mitnehmen zu können. Aber Einhand vor Schleusen, Brücken, vor dem Anlegen beim Ausbringen der Festmacher und Fender: immer Autopilot an.

Handbreit, Skokiaan

17

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 10:40

Das Manöver heißt Beiliegen. Und dafür ist es eigentlich nicht gedacht und m.M.n. auch ungeeignet. Im Groß ist Druck und vor allem die Genua steht ja back. Wie willst Du da vernünftig reffen? Außerdem endet das Manöver mit dem Reffen ja sowieso.


Bei mir Funktioniert Beiliegen (sorry für den Buchstabendreher) nur mit Fock und Pinne es reicht die Fock backstehen zu lassen und die Pinne so festzuklemmen das entsprechender Gegendruck entsteht. (Das ist bestimmt von Boot zu Boot unterschiedlich)
Das Groß ist komplett entlastet und steht in der perfekten Position um daran "rumzutüdelln". Im Windschatten der Fock und im Wind. Sicher muss dafür etwas mehr lose auf der Großschot sein.

Bei meiner Stagreiterfock wird sowiso nur das Groß gerefft. Zum Einhand Fockwechseln habe ich aber noch keine gute Lösung außer Pinnenpilot und schnell. (Wenn dafür jemand einen Tipp hat wäre ich sehr dankbar)

Den Film von Yacht.tv kenne ich: Das man auch das Groß zum Abstützen nimmt war mir neu. Aber ich hatte das so verstanden in dem Film, dass das Groß optional ist. (Damits nicht killt und zusätzlich Stabilisiert?) Jedenfalls stellt sich bei mir das Kräftegleichgewicht auch ein wenn das Groß nicht steht oder der Baum genau im Wind steht. (schon häufig getestet und genutzt)

pks

Lotse

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18

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 10:54

Das Manöver heißt Beiliegen. Und dafür ist es eigentlich nicht gedacht und m.M.n. auch ungeeignet. Im Groß ist Druck und vor allem die Genua steht ja back. Wie willst Du da vernünftig reffen? Außerdem endet das Manöver mit dem Reffen ja sowieso.

I wo, geht prima, völlig entspannt, hab ich mal mit unserer Club Yacht praktiziert, 42Ft, langsam in die Wende und dann hart Gegenruder, Gross killt nur minimal

blöd ist nur dass 2 Wenden damit verbunden sind
Gruß aus Mittelfranken
Peter

Winterfalke

Kap Hornier

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Bootstyp: gecharterte 30 - 34ft.

Heimathafen: Adria

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19

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 11:52

Das Manöver heißt Beiliegen. Und dafür ist es eigentlich nicht gedacht und m.M.n. auch ungeeignet. Im Groß ist Druck und vor allem die Genua steht ja back. Wie willst Du da vernünftig reffen? Außerdem endet das Manöver mit dem Reffen ja sowieso.

I wo, geht prima, völlig entspannt, hab ich mal mit unserer Club Yacht praktiziert, 42Ft, langsam in die Wende und dann hart Gegenruder, Gross killt nur minimal
blöd ist nur dass 2 Wenden damit verbunden sind

Und die back stehende Genua?
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

pks

Lotse

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Bootstyp: ehemals: Conger - Friendship 25 HK - Compromis C999

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20

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 12:04

Und die back stehende Genua?

War ne 3er, stand wie ein Brett

Edit: hab nachdem das Reff eingebunden und das Gross dicht war mit der back stehenden Genua eine Wende zu fahren, keine Chance, also das Ding rüber, Fahrt aufnehmen und dann wenden

muss man einfach mal ausprobieren, fürs Fahrtensegeln ideal
Gruß aus Mittelfranken
Peter

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