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areopoli

Leichtmatrose

  • »areopoli« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 35

Schiffsname: AVANTI

Bootstyp: 20er Jollenkreuzer

Heimathafen: Bremen Grohn

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1

Dienstag, 9. Oktober 2018, 08:56

Ganzpersenning mit Sandsäcken ?

Unser Persenningschneider schlägt vor, Sandsäcke in den Saum zu nähen, damit der Wind sie nicht hochweht.
Habt ihr damit Erfahrung ?
Unsere alte Persenning hat eingenähte Schnüre.
Feiner Knoten: "Einfacher Konrad"
https://www.youtube.com/watch?v=OnsfbCemMNI

HRler

Matrose

Beiträge: 60

Wohnort: Nähe Bremen

Bootstyp: HR39 / Zugvogel

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2

Dienstag, 9. Oktober 2018, 09:10

Hallo Namensloser,

ich hatte etliche Jahre je Bootsseite zwei Sandsäcke in der Hochpersenning meines 5,80 langen Zugvogels. Grundsätzlich funktioniert das schon, wenn geometrisch sichergestellt ist, dass die Dinger bei viel Wind nicht auf das Deck hochschingen können und dort liegen bleiben. Das war bei mir immer das Problem. Ergänzend bestand bei mir nach etlichen Jahren das Problem, dass die Nähte undicht wurden und der Sand dann raus rieselt. Zudem trocknen die Säcke schlecht da der Sand das Wasser besser speichert als der Stoff. Man könnte den Sand natürlich zuvor in feste Folie unter Vakum einschweißen. Ein etwas höheres Gewicht ergibt sich natürlich auch durch die Säcke.

Mein Fazit: Eine mögliche Lösung, aber nicht gerade ideal.

Ich hatte dann später auf jeder Seite zwei Lederstreifen (quer zur Schiffslängsachse) von unten unter die Persenning genäht und diese mit Löchern versehen. Unter der Scheuerleiste wurden dann kleine Metall-Poller eingeschraubt wo diese Lederstreifen eingehakte werden.
Das hielt auch Sturm stand und war eine saubere Sache. Wassersäcke in der Persening waren damit vorbei.

Grüße, Oliver

3

Dienstag, 9. Oktober 2018, 09:41

Ich habe in den Saum meiner Persenning eine PE-Rohr geschoben und alle 50 cm eine Öffnung eingestanzt. So kann ich ein am dort frei liegenden Rohr ein Band anschlagen und unter dem Bootswagen hindurch ziehen. Das Rohr verteilt die Zuglasten sehr gut und kann beim Abbau im Frühjahr aus dem Saum gezogen werden was die Lagerung von Persenning und Rohr vereinfacht.

4

Dienstag, 9. Oktober 2018, 10:29

Mit Sandsäcken waren bei uns (Binnensee) früher die Persennings beschwert.
Hat gut funktioniert. Ob das nun die optimale Löung ist, hängt sicher auch von Deinem Boot ab. Wenn z.B. die Scheuerleiste zu wenig auslegt, um die Persenning darunter festzu zurren, dann können die Sandsäcke da schon helfen.
Schöne Grüße,
Roman
A ship in a harbour is safe, but that is not what ships are built for !

5

Dienstag, 9. Oktober 2018, 10:58

Sandsäcke

Meiner Erfahrung nach funktioniert es, ich würde es aber nicht mehr haben wollen.
Die Persenning wird unhandlicher und schwerer.
Die Sandsäcke waren etwas undicht, da verteilt sich der Sand überall hin.
Je nach Bauart bommeln die Säcke an die Bordwand.

6

Dienstag, 9. Oktober 2018, 11:25

Moin,

meine alte Ganzpersenning hatte auch Sandsäcke, wie bereits geschrieben sehr unhandlich und das Sandproblem (undicht, wird nass und trocknet recht schlecht). Bei der neuen, die geht auch nur bis zur Fußreling, habe ich mir Harken aus 2,5 mm A4 gebogen und an die Scheuerleiste gehängt. War am Anfang sehr aufwendig, aber wenn man die Maße erst mal hat und quasi eine Serienproduktion startet, geht es recht schnell.
Diese Konstruktion hat auch schon mal 30+ kn umlaufend ohne Probleme überstanden. Nur einmal war einer ausgeharkt in vier Jahren und ich vermute das ist beim Anlagen eines Bootes neben mir passiert.

Wenn die Persenning bis über die Kante gehen soll und auch noch den Rumpf vor UV-Licht schützen soll, würde ich vielleicht beides vorsehen, also irgendwie den Saum beschweren (vielleicht auch mit Blei) und etwas höher einen Stoffstreifen mit Ösen annähen lassen und dort Gummibänder mit entsprechenden Harken für die Scheuerleiste. Ganz komfortabel ist es vielleicht, wenn man die Persenning teilt und den senkrechte Teil in vier/drei Stücke aufteilen BB SB und Heck z.B.. Dann kannst Du das "Gewicht" (Blei Sand) im Heimathafen lassen und den Rest für den WE Törn mitnehmen.

Anbei ein zwei Bilder, leider habe ich keine Detailaufnahme der Harken. Könnte aber eine Zeichnung anfertigen und das Biegewerkzeug raussuchen, falls Interesse besteht.


Ich habe mich damals für einen recht leichten atmungsaktiven Stoff (WeatherMax 65) entschieden, die alte kann man fast nicht alleine heben, die neue ist dagegen fast federleicht und vor allem gepackt recht klein.
Gruß Hennes


PS: Die Persenning ist inzwischen an den Wanten etwas angepasst worden.

index.php?page=Attachment&attachmentID=225741
index.php?page=Attachment&attachmentID=225742

7

Dienstag, 9. Oktober 2018, 13:41

Ich finde ja das Thema "Stoffauswahl" bzw. Gewicht fast noch wichtiger, bzw. vordergründiger. Und wie man im zusammengemüllten Status möglichst schnell erkennt, was außen/innen und Bug/Heck ist. Erst Recht, wenn evtl. sogar zweigeteilt. ;-)

Wir sollten mal nen Thread a la "die optimale Persenning" ins Leben rufen ;-)

VG

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

8

Dienstag, 9. Oktober 2018, 14:54

Wir haben erst ohne Gewicht anfertigen lassen, dann aber zusätzliches Bleiband in den Saum nähen lassen. Würde ich auf jeden Fall machen wenn der Stoff über die Reling oder Sül hinaus geht und noch etwas nach unten hin abdecken muss. Kostet ja nicht die Welt.

areopoli

Leichtmatrose

  • »areopoli« ist der Autor dieses Themas

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Heimathafen: Bremen Grohn

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9

Dienstag, 9. Oktober 2018, 22:21

Danke schon mal für die Antworten.

Die Persenning soll weit über die Scheuerleiste ragen, etwa 30 cm. Die alte hatte Bänder im Saum, die dann am Schluss am Bug zusammengeschnürt wurden. War so schlecht nicht.

Auf Steuerbord lag sie nicht optimal, der Segelmacher meinte, das läge an den eingenähten Bändern.
»areopoli« hat folgende Datei angehängt:
Feiner Knoten: "Einfacher Konrad"
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10

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 09:01

Ich hatte 15 Jahre lang meine Dehlya22 mit einer Ganzpersenning (zweigeteilt) aus PVC abgedeckt.
Die Persenning hatte Sandsäcke und damit auch die hier üblichen heftigen Frühjahr- und Herbststürme überstanden und saß immer perfekt.
Der Vorteil der Ganzpersenning mit Sandsäcken liegt darin, dass sie sofort sitzt, wenn man sie über den Baum geworfen und ausgerollt hat.
Kein ewig langes und umständliches Getüdel mit Gummis, Haken und Leinen unter der Persenning (wo es im Sommer gerne mal unerträglich heiß wird) ....einfach hinteres Teil drüber werfen.....Vorderteil anzippen und rückwärts gehend die Persenningränder über die Scheuerleiste werfen....Boot über Bug verlassen ....fertig.
Ein möglichst großer Überstand über der Scheuerleiste verhindert das Hochwehen bei Starkwind.
Oben im "Dach" Lufthutzen vorsehen für eine gute Belüftung.

Ja sie wird schwerer keine Frage, aber was soll es.
Raus rieselnder Sand? Ja kann passieren. Bei mir war der Sand in TK-Beutel eingeschweißt und innen in Persenning-Taschen mit Kettverschluß (!) gesteckt. Geht so ein Beutel tatsächlich mal kaputt (selten), kann man ihn zu Haus ganz einfach neu machen und austauschen - also wirklich kein Problema.

Bei einem kleineren Schiff würde ich es immer wieder so machen.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Heaven Can Wait« (10. Oktober 2018, 09:53)


Olaf_P32

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11

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 09:46

Das eine Persenning mit Sandsäcken etwas schweerer ist als eine ohne ist klar. Bei einem Holzboot würde ich aber niemals eine Persenning nehmen, die nur bis auf das Deck reicht. Bei Holzbooten ist der wichtigste Grund für die Persenning der Schutz des Lackes vor Sonneneinstralung. Dazu muss auch der Rumpf möglichst gut abgeschattet werden. Bei meinem Boot endet die Persenning knapp über der Wasserlinie. Damit da bei Wind die Persenning am Platz bleibt braucht man eben etwas Gewicht Da ist es eigentlich egal ob Bleiband oder Sandsäcke (die auch teilweise mit Blei statt Sand gefüllt sind). Bei meiner Persenning sind in ca. 1m Abstand "Sandsäcke" von eingenäht. Da reiselt seit gut 15 Jahren nichts. Und bevor hier falsche Vorstellungen über die Sandsäcke auftauchen. Das Füllgewicht ist deutlich unter 1 kg. Ich schätze mal so 500-750g. Bei einer Neuanschafftung würde ich immer wieder eine Persenning mit eingenähten Gewichten nehmen. Allerdings würde ich eine zweiteilige Persenning wählen. Das Problem beim Handling ist meinerr Meinung nach nicht das Gewicht, sondern die schlechte Handhabung durch die schiere Größe.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

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12

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 09:58

Bei Holzbooten ist der wichtigste Grund für die Persenning der Schutz des Lackes vor Sonneneinstralung.


Genau so, bei mir waren aber es die roten Gelcoat Zierstreifen, die nach 18 Jahren noch nahezu im Neuzustand satt rot glänzten. So wie der gesamte Zustand des Decks.
Das war u.a. auch einer der Gründe, warum das Schiff gleich vom ersten Interessenten nach 1h Besichtigung - ohne Preisabschläge - gekauft wurde.
Gruß

Martin

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