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  • »Tamborineman« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 7. November 2018, 10:44

Sunbeam22 kleines Refit am Skeg und Ruder

Hallo Liebe Seglergemeinde,
ich segle seit ein paar Jahren eine Sunbeam22 und habe nun zur Winterpause ein Refit der Ruderanlage vor.
Leider habe ich gestern bei der ersten Bestandsaufnahme festgestellt, dass der Skeg sehr vernachlässigt wurde, so dass durch einen Riss über mehrere Jahre der Holzkern hinüber ist und er deutlich spiel hat.
Ich möchte diesen komplett aus dem Boot raus nehmen und neu aufbauen. Nun würde ich gerne eure Meinung dazu wissen, da ich nicht wirklich der Segeltechniker bin....
Ist es übertrieben den Skeg gleich neu aufzubauen oder reicht ein drüber laminieren ?
Soll ich beim Neuaufbau wieder einen großen Holzkern einlaminieren oder gibt es hierzu schon bessere Verfahren?
Welche Belastungen wirken auf den Skeg?
Bin über eure Ratschläge gespannt.

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2

Mittwoch, 7. November 2018, 12:04

Hi,

welche Version? Festkiel oder Kielschwert?
Wie alt?

M. W. haben die SB22 keinen Holzkern im Skeg, das ist eine GFK-Hohlform ohne Kern.
Der Skeg ist untergeschraubt, leider sind die Schrauben innen überlaminiert und man kommt (fast) nicht ran.

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
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3

Mittwoch, 7. November 2018, 12:53

Hi Andreas,

vielen Dank,
ja ein paar Kleinigkeiten habe ich vergessen zu erwähnen, es handelt sich um eine Festkielversion, die 40 Jahre alt ist.
Die Schrauben im Schiffsbauch habe ich bereits entdeckt und sind von Bb halbwegs gut zu erreichen, das Laminat darüber habe ich aber noch nicht entfernt.

Wenn der Skeg aus einer Holzkonstruktion besteht, ist der Rest dann aus geschäumt?

Gruß
Tobi
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4

Mittwoch, 7. November 2018, 13:21

Hi,

wieso Holz?

Wie gesagt, bei meiner war der Skeg hohl. Weder Holzkern noch ausgeschäumt. Allerdings hatte ich die Kielschwertversion
Ob der hintere Rand (wo die Ruderwelle sitzt) aus einem Hartholz gefertigt ist vermag ich nicht zu sagen, bei meiner damals nicht.
Ich habe bei meinem jetzigen Boot auch ein Problem mit dem Skeg gehabt, ähnlich wie bei Dir jetzt.
Ich habe den Skeg auf einer Seite aufgeschnitten, alles innenliegende (in dem Fall Schaum) rausgenommen.
Dann nach dem Trocknen von der Innenseite die hintere Kante komplett mit Gewebeband mehrfach überlaminiert, dadurch war die wieder dicht und stabil.
Dann das vorher ausgeschnittene Stück vom Skeg wieder anlaminiert, nur ein ganz kleines Fenster oben gelassen.
Dann mit 2K-Gießschaum den Skeg ausgegossen (in mehreren Etappen weil ich nicht den ganzen Schaum auf einmal anrühren konnte), mit der letzten Fuhre dann das Fensterstück angedrückt. Anschließend dieses auch zulaminiert.
Alles schön gemacht und dann fertig.
Allerdings hatte ich kein Problem mit der Skegwurzel.

Ähnlich könnte man auch hier vorgehen. Ggf. muss man den Skeg unten mit GFK ausgießen, damit dort, wo die Halteschrauben für den unteren Beschlag sind nicht Wasser in den ausgefüllten Hohlraum eindringt, dann wäre das nur von kurzer Haltbarkeit.
Man kann dann auch den Bereich der Wurzel ebenfalls von innen (vom Skeg) mittels Gewebelagen überlaminieren.

Grüße

Andreas
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5

Mittwoch, 7. November 2018, 13:55

Hier wie ich das vor 10 Jahren gemacht habe als ich das Boot gekauft habe.:
https://drive.google.com/file/d/0B1uUb8Q…iew?usp=sharing


Der geht jedenfalls nie wieder ab :D
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6

Mittwoch, 7. November 2018, 17:00

Moin Tobi,
frag doch einfach die Werft, die gibt es ja noch und die werden Antworten auf deine Anfragen wissen.

  • »Tamborineman« ist der Autor dieses Themas

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7

Donnerstag, 8. November 2018, 08:25

Hallo,

nun habe ich mich für die "kleine" Refit-variante entschieden und erstmal nur den hinteren Teil aus dem Skeg geschnitten und zum Vorschein kam eine total nasses Holz welches von oben bis unten durch geht. Der Skeg hat ein wenig spiel, löst sich aber nicht vom Rumpf und die einlaminierten Schrauben im Rumpf scheinen auch noch gut zu sitzen.
Also werde ich die Zeit arbeiten lassen, das Holz trocknen und anschließend wieder gut versiegeln und einlaminieren. (eventuell gibt es hier ja noch Tricks, wie ich das Holz schneller trocken bekomme???)
Derweil werde ich meinem Ruderblatt mehr Aufmerksamkeit schenken, denn das hat seit dem ich das Boot habe, einen Riss, den ich nie war haben wollte..... aber erst mal schleifen und weiter freilegen.

@peti: ich habe vor längerer Zeit mal an die Werft eine Mail geschrieben wegen Umrüstung meiner Wanten / Achterstag auf Dyneema..... auf die Antwort warte ich noch... aber ja ich werde das noch telefonisch probieren.

Allgemein würde ich bei meinem Boot am liebsten Dyneema fahren und hatte eigentlich diesen Winter vor meine Wanten zu erneuern, letztlich doch wieder mit Stahl??.... werde mich hier noch umschauen ob es hierzu auch Tipps von dem ein oder anderen hier gibt.

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8

Donnerstag, 8. November 2018, 12:09

Hi,

vor gut 10 Jahren war Herr Ambrosi mein Ansprechpartner für die SB22. Der kannte die sehr gut und hat immer schnell, freundlich und kompetent geantwortet.
Gerüchten (irgendwo hatte ich es im Netz gelesen, aber ich weiß nicht mehr wo) zufolge ist er nicht mehr dort.

Grüße

Andreas
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9

Donnerstag, 8. November 2018, 13:44

Allgemein würde ich bei meinem Boot am liebsten Dyneema fahren und hatte eigentlich diesen Winter vor meine Wanten zu erneuern, letztlich doch wieder mit Stahl??.... werde mich hier noch umschauen ob es hierzu auch Tipps von dem ein oder anderen hier gibt.

Warum Dyneema?
Die Gewichtsersparnis kann so immens nicht sein. Erfahrungen? Nun, ein Bekannter hat Achterstag und Backstagen umgerüstet. Seitdem hat er bei best. Windstärken immer ein besonderen Sound beim Segeln. Die Dinger singen, dass es eine Freude ist.
Ich würde es daher lassen. Gut, bei Backstagen schamfilt nicht so viel am Segel, aber das betrifft deine SB22 ja nicht.
Gruß

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10

Donnerstag, 8. November 2018, 15:10

tatsächlich ist es die Begeisterung für dieses "dünne" Seilchen welches so immense Kräfte aushalten kann.

Ich habe mal versuchsweise mein Achterstag, welches sich im unteren drittel teilt, auf Dyneema umgebaut und mit einer Talje gespannt. Das hatte für mich den Vorteil, dass ich es einfach aushängen konnte um besser ein-und aussteigen zu können.
Aber zugegeben, einen richtig scharfen vorm Wind Kurs habe ich etwas gemieden und wenn, immer ein etwas seltsames Gefühl gehabt.... Das ganze war mit einem Dyneema D-Pro 6mm versehen welches mit einer Bruchlast von 4300 daN angegeben ist, und mir vorher meine Talje um die Ohren geflogen wäre.
Mein eigentliches Hauptargument wären die Kosten und die Umsetzung der Spleißarbeiten, das Gewicht ist eher zweitrangig aber auch enorm.

Squirrel

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11

Donnerstag, 8. November 2018, 15:16

welches mit einer Bruchlast von 4300 daN angegeben ist,


Bruchlast ist kein Vergleichswert, es sei denn, Du bist gerade dabei, eine Sollbruchstelle zu konstruieren. Gehe immer über die Arbeitslast (SWL = safe working load)! Zwischen der SWL und der Bruchlast liegt ein Bereich, in dem das Material noch nicht reißt, aber bereits unwiederbringlich geschädigt wird. Wie groß dieser Bereich im ist, ist materialspezifisch.
In den Katalogen steht natürlich immer gerne die Bruchlast, denn der Wert ist höher ;)
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12

Donnerstag, 8. November 2018, 16:00

Danke für den Hinweis,das ist natürlich was anderes, wenn das Material arbeitet, hab ich so gar nicht daran gedacht... also auf das Dyneema bezogen. Die Talje hatte eine Arbeitslast von 200kg und eine Bruchlast von 800kg.
Aber wie verhält es sich denn bei den Wanten , die sind ja gerade und nicht viel in Bewegung?

Squirrel

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13

Donnerstag, 8. November 2018, 16:10

Na, so ähnlich - auch wenn dort nichts "arbeitet" gibt es einen Unterschied zwischen Arbeitslast und Bruchlast.
"Arbeitslast" ist die Last, mit der Du das Material maximal belasten kannst, ohne es zu schädigen.
"Bruchlast" ist die Last, unter der das Material ultimativ bricht.
Dazwischen liegt ein Bereich, bei dem das Material zwar noch irgendwie zusammen hält, aber das Teil bereits als Schrott zu betrachten ist. Dann ist das Teil zum Beispiel verbeult oder gestreckt, aber eben noch nicht gebrochen.
Wenn Du verschiedene Materialien (Kunststoff und Stahl) in ihrer Anwendbarkeit miteinander vergleichen willst, dann immer über die Arbeitslast.
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14

Freitag, 9. November 2018, 13:58

Ja vielen Dank für die Info's. Ich werde da auf jeden Fall dran bleiben.Vielleicht ersetze ich auch nur erstmal die Unterwanten mit Dyneema.... Ich finde es nach wie vor sehr interessant. Dyneema findet inzwischen auch in der Forstwirtschaft Einsatz wo es mit etlichen Tonnen auf Seilwinden beansprucht wird.....
Aber bevor es an die Wanten geht, muss ich noch mein Skeg und Ruderblatt sanieren.

Beste Grüße

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