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Hugo

Offizier

  • »Hugo« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 9. November 2018, 11:08

Altanstrich entfernen

Moin zusammen,



mein Voreigner hat das einigermaßen vergilbte Gelcoat im Decksbereich mit einem 1-K Lack übergepinselt, hierbei aber wohl recht schlampig gearbeitet. Der Lack ( ich denke Toplac von International) löst sich nun recht großflächig vom Deck....

Nun möchte ich gerne alles neu mit einer 2-K-Beschichtung aufbauen und überlege, was wohl das beste Verfahren zur Beseitigung des Altanstriches ist.´

Sandstrahlen? Trockeneis?

Auf Schleifen und/oder abbeizen hab ich wenig Lust, wird insbesondere auch bei den Strukturflächen im Trittbereich eine never-ending-Story.



Jemand von euch eine Idee wie ich hier am besten vorgehen sollte?



Beste Grüße,


Thorsten

Beiträge: 1 747

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2

Freitag, 9. November 2018, 12:18

Ich würd's runterschleifen.

Auf Schleifen und/oder abbeizen hab ich wenig Lust


:nixweiss1:

Schoner

Crazy-Ijsselmeer-Skipper

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3

Freitag, 9. November 2018, 12:45

wenn der alte Lack 1K ist, musst du ihn, fallst du mit 2K lackieren willst, restlos entfernen. Das geht meiner Meinung nach am besten mit Abbeizen. Strahlen ist ganz schön teuer . Wenn du 1K streichen willst, musst du nur die losen Teile entfernen, schleifen füllern und lackieren ;)
Gruß


Volker

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4

Samstag, 10. November 2018, 17:48

Lackhersteller fragen und alten Lack entfernen

Der alte Lack muss ab, ich würde bei einem Deck mit Antirutschmusster mit Beize arbeiten, ist aber egal wie der 1 K muss weg.
Wenn nicht alles restlos entfernbar ist, muss auch zwingend erst eine Sperrschicht lackiert werden das der 2K nicht mit den Altlackresten reagiert. Ich hatte bei einer Segelflugzeugtragfläche eines 5 Meter Modellsegelflugzeugs, bei der vom Vorbesitzer mit 1 K Kunstharzlack lackiert wurde, ein ähnliches Problem, der Kunstharzlack ließ sich nicht überall restlos entfernen, und der 2K Acryllack hätte sich nicht mit ihm vertragen, deswegen habe ich zuerst eine 2k EP Grundierung gespritzt und über diese dann erst den 2k Acryllack gespritzt.

Am besten Frag mal den Lackhersteller, dessen 2k Produkt du verwenden möchtest, was er dazu meint.

5

Samstag, 10. November 2018, 19:47

Deine Ansätze das Problem zu lösen gehen schon in die richtige Richtung. Frage mal eine Firma die Strahlarbeiten macht. Es gibt ja verschiedene Materialien zum strahlen. Die müssen sich das sicherlich vorher ansehen, aber dann hast Du eine gute angeraute Oberfläche. Das sollte auch eine gute Grundlage für die 2kGrundierung sein. Bestenfalls entfällt dann das anschleifen.

6

Dienstag, 13. November 2018, 11:54

Sandstrahlen (resp.Trockeneis- / Walnuss/- / ...) führt zu Oberflächen, die meistens wieder mit Spachtel aufgebaut werden müssen. Schleifen wäre besser und ist mit der richtigen Technik eine überschaubare Arbeit. Abbeizen macht viel Dreck.

Ein Tipp, wenn der Lack ohnehn nur schlecht haftet, wäre, alles mit einem möglichst großen Kärcher hart abzustrahlen. Da wird etliches wegfliegen. Vor allem an den Stellen, an denen man nicht gut Schleifen kann, wo Du auch nicht gerne schleifen wirst, wird das zu einer guten Ausbeute führen. Wenn der Lack aber alt ist, muss ohnehin nicht immer und in jedem Fall das letzte Bisschen runter. Es kommt auf einen Versuch an, wie sich der Vorstrich mit Resten des angeschliffenen 1K-Lacks verträgt. Gerade wenn der 1K-Lack vorher nicht unmäßig dick aufgetragen wurde, sind die Chancen nach etlichen Jahren ganz gut, dass nichts mehr hoch geht. Geht nichts hoch, genügen die Bindemittel in der Vorstrichfarbe, um dünne aber poröse Bereiche zu durchdringen und zu verfestigen. Das könnte z.B. am Trittbelag interessant sein.

Chris

7

Dienstag, 13. November 2018, 12:42

Sandstrahlen (resp.Trockeneis- / Walnuss/- / ...) führt zu Oberflächen, die meistens wieder mit Spachtel aufgebaut werden müssen. Schleifen wäre besser und ist mit der richtigen Technik eine überschaubare Arbeit. Abbeizen macht viel Dreck.
Moin,
wir haben unser U-Schiff strahlen lassen (Schleifgut habe ich nicht in Erinnerung - wird speziell von Fa. Wrede verwendet) und es stimmt, die Oberfläche ist hinterher recht rustikal. Es ist imho sicher nicht geeignet, um eine eingearbeitete Waffelstruktur oder dergl. im Deck zu erhalten. Die nach dem Strahlen verbleibende angerauhte Struktur eignet sich im Prinzip gut zum Überstreichen - wenn sie denn nicht zu rauh wäre. Für ein brauchbares Finish muss sie auf jeden Fall noch ausreichend angeschliffen werden und wir sprechen hier nicht von einem Feintuning a la Körnung 300...400, sondern von einem Einstieg mit 80er Körnung! Ich schätze, damit kann man dem Decksanstrich dann auch gleich mit der Schleifmaschine zu Leibe rücken.
Übrigens muss beim Strahlen natürlich sorgfältig der umgebende Bereich geschützt und wirksam abgedeckt werden und es versteht sich, dass keinerlei Beschläge, Fenster oder Luken dem Schleifgut ausgesetzt werden dürfen. Da ist also viel Vorleistung nötig.

Aber natürlich kostet Fragen nichts und vielleicht ist es mit anderer Technik oder anderem Strahlgut durchaus möglich.


Gruß + gutes Gelingen
Andreas

8

Dienstag, 13. November 2018, 19:23

Ich habe selbst Sand gestrahlt, allerdings nicht mit den "Waffen" die die professionellen Strahler anwenden. Die Luftmengen und deren Strahlgut ist meist auf Entrostung ausgerichtet mit entsprechendem Ergebnis. Diese Variante würde ich auch nicht am Boot benutzen , aber diejenigen die sich schon mal angesehen haben wenn nicht Stahl sondern Holzbalken oder Aluminium gestrahlt wurde, wissen was ich meine. Es gibt auch für GfK entsprechende Materialien die nur soviel abtragen das hinterher nicht gespachtelt werden muss.
Nur , das kann nur ein Fachbetrieb wirklich sicher klären. Eisstrahlen sollte auch möglich sein, da habe ich aber keine Erfahrung wenn es um GfK-geht.

9

Dienstag, 13. November 2018, 19:26

1-K auf unebener Fläche würde ich versuchen abzubeizen. Mit Spachteln und Bürsten geht einiges..
Schleifen bringt zu viele Nachteile und mit Wärme kann man auf GfK schlecht arbeiten.

Krusefix

10

Dienstag, 13. November 2018, 19:41

Mit Abbeizen habe ich überhaupt keine Erfahrung, weil ich die Sauerei bei der Entsorgung fürchte. Wenn man, je nach Produkt, abspülen muss, werden freigelegte Bauteile und Löcher feucht.

Mit sehr guter Absaugung schleifen, das geht mit den richtigen Schleifmitteln auch ohne schädliche Wärme, besonders, wenn man Abranet verwendet und damit überall Luftkühlung durch die Saugluft hat.

Dann können ruhig kleine Reste in manchen Fugen bleiben, wenn sie die Oberfläche nicht stören. Grobe Löcher spachteln, mit Epoxy base filler. Epoxy fibre filler, wenn sich irgendwo das Gelcoat verabschiedet (hat).

Dann eine gute Grundierung. Ich habe z.B. noch nie erlebt, dass Hempel Light Primer irgendeine andere Unterlage gelöst hat oder damit hochgekommen ist.

Nur meine Erfahrungen, keine Gewähr. :D

Auf der Basis kann man dann so gut wie Alles aufbringen.

Didira

Offizier

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Schiffsname: Didira

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11

Dienstag, 13. November 2018, 19:52

Hallo mein Kumpel hat es gerade mit YachtStrip pobiert.... Ich habe erst nicht daran geglaubt das es funktioniert , aber das Zeug ist der Hammer.........

Gruß Thomas

12

Dienstag, 13. November 2018, 22:31

YachtStrip


das ist ja dann doch wieder Abbeizen.

Think

Krusefix

13

Dienstag, 13. November 2018, 22:41

Problematisch ist doch eigentlich das erreichenaller Ecken , Ritzen und Winkel um eine homogene saubere Fläche zu erstellen. Und wenn Abbeizer oder ähnliches angewendet wird und auch wieder entfernt werden muss, dann wirds hakelig.
Daher favorisiere ich Druckluft oder ähnliche Anwendungen.
Wenn es aber realistische Alternativen gibt, warum nicht? Wenn Trockeneis funktionieren würde ,dann wäre das die Lösung.

14

Dienstag, 13. November 2018, 22:44

machs einfach,nicht kompliziert.

15

Dienstag, 13. November 2018, 23:15

Also wenn du das Entfernen als heikel ansiehst, dann wäre es ggf eine idee eine gute 1k farbe statt unbedingt 2k zu nehmen? Dann entfällt der stress der vollständigen entfernung des alten 1k anstrichs?

Magermix

Offizier

Beiträge: 158

Bootstyp: 45ft Alu-One-Off

Heimathafen: Flensburg

Rufzeichen: DKJD

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16

Heute, 08:44

Es gibt eine ziemlich elegante Möglichkeit

die alte Farbe zu entfernen:

Höchstdruck-Wasserstrahlen.

Z.B.: http://www.vogelmann-systemtechnik.de/ho…wasserstrahlen/ oder viele andere.

Macht keinerlei Oberflächenschäden, wie grober Sand etc. Das teure daran sind die Wegekosten. Sonst ist das preislich mit Sandstrahlen vergleichbar.

Wenn man eine glatte Oberfläche haben will, kann man mit Walnussgranulat oder Glasperlen strahlen. Damit kann man fast polieren! Trockeneis geht auch, macht aber u.U. auf der Gegenseite Probleme mit Kondenswasserbildung unter eventuellen Beschichtungen.

Magermix

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