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  • »tierzeit01« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10

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Bootstyp: Phantom 32

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1

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 02:12

Offenes Unterliek

Guten Tag allerseits,

ich brauche ein neues Großsegel für meine Phantom 32 und alle Angebote beinhalten ein offenes Unterliek. Mein altes Großsegel wird aber mit einem Keder in der Nut des Baumes gehalten. Nach stundenlangen Durchforsten von Foren meine ich herausgehört zu haben, daß ein Umstieg auf ein loses Unterlieg kein Nachteil ist (leichteres Trimmen,etc)
Jetzt meine Anfängerfrage: Muß irgendetwas am Baum geändert werden? Das kann doch nicht einfach so gewechselt werden, oder? Auf Bilder sehe teilweise Klettbänder.... ?(

Danke für eure Hilfe

Peter

Paul b

Salzbuckel

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2

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 04:23

Ein Groß das in der Keder des Baums gefahren wird hat eine Fixierung nach unten und durch den Unterliekstrecker eine Variabilität zum Trimmen nach vorne (bauchig) bzw hinten (flach). Wenn du nun ein offenes Unterliek fährst „fehlt“ die Fixierung des Segels „nach unten“ auf/an den Baum, hier wird oft ein Klettband genommen, das am Schothorn und Baum befestigt wird. So ist es beim Trimmen vom Winkel ähnlich.

Ohne eine Fixierung würde zusätzlich das Unterliek auch vom Winkel steigen bzw kleiner werden, was nicht gewollt ist.
:fb: Mitsegeln?
:fb: Mitfahren?

Fmarx

Offizier

Beiträge: 231

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3

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 06:28

Nein, es ändert sich nichts. Segel mit offenem Unterliek funktionieren wie auch Segel mit in den Baum eingezogenem Unterliek. Es gibt einen kleinen Nachteil: Bei Regen sammelt sich das Wasser nicht und läuft über einen Punkt ab, sondern setzt relativ gleichmäßig die Leeseite des Cockpits unter Wasser. Ansonsten halte ich die leichtere Bedienbarkeit und Trimmbarkeit für einen Vorteil. Das Segel ist auch deutlich schneller komplett verpackt. Zum Gurt um den Baum wurde ja schon was gesagt. Das Segel muss zwingend "nach unten" gesichert werden. Das geht entweder duch ein Klettband oder auch durch einen Großbaumrutscher (Musst du Googeln), der an der Baumnock angegurtet ist.
__________________________________

Microcupper - Der kleine sportliche Cruiser-Racer für Binnenseen

www.micro-ger.de

4

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 07:23

Hallo Peter,

das offene Unterliek ist für Segelstand und Trimm zunächst kein Nachteil. Die Fixierung des Schothorns kann über einen Rutscher in der Baumnut oder ganz einfach über ein um den Großbaum geschlungenes Gurtband mit Klettverschluss erfolgen. Letzteres ist wohl häufig die Standardlösung der Segelmacher wenn man sie ließe. Denn eines stimmt natürlich auch: Die Ausstattung des Segels wird so abgespeckt und senkt die Fertigungskosten. Das kannst Du mittragen, musst es aber nicht. Auch in unserer Klasse sind offene Unterlieken verbreitet; gleichwohl haben wir uns dagegen entschieden und einen Fußshelf einsetzen lassen - der übrigens flexibel ist und keine Last aufnimmt. Das tut allein der Rutscher am Schothorn.
Unsere Gründe:
1. Geschlossenes Fußshelf:
Peter FMarx nannte zu Recht den Wasservorhang entlang des Großbaums bei offenem Unterliek im Regen. Der würde bei uns ernsthaft nervenl. Wir haben keine Sprayhood und einen Cockpitarbeitsplatz für den Vorsegeltrimmer in Lee, der auf Am Wind-Kursen bei Leichtwind dauerhaft besetzt ist. Bereits leichter Sprüh- oder Nieselregen produziert nach einer Weile eine Abtropfkante entlang des Großbaums. Laminatsegel verstärken das, denn Gewebetuch bindet offenbar etwas mehr Wasser.
2. Schothorn Rutscher vs. Gurtband
Das Gurtband in Höhe des Schothorns muss natürlich auf der Länge des Verstellweges frei beweglich und der Baum dort frei von Beschlägen sein sein. Bei uns wäre der Großschotbeschlag im Weg.


Es mag noch weitere Entscheidungsparameter geben, die mir jetzt nicht einfallen. Prüfe vor der Bestellung die Situation bei Dir an Bord.


Gruß
Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Quallenschubser« (5. Dezember 2018, 09:39)


Olaf_P32

Admiral

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5

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 08:03

Ob das mit dem Regen wirklich ein Nachteil ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich kenne viele Boote bei denen im Regen hoch am Wind das Wasser genau in Richtung der Füße des Rudergängers abgeleitet wird.

Ansonsten ist das offene Unterliek deutlich besser zu trimmen als geschlossen.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

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6

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 10:11

Wir fahren seit Jahren Großsegel mit losem Unterliek und sehen folgende Vorteile:
  • Raumschots bauchig trimmen ist deutlich wirkungsvoller als mit festem Unterliek.
  • An- und Abschlagen deutlich leichter
  • Reffbänsel müssen nur um das Segel gezogen werden und nicht um den ganzen Baum. Können deswegen kürzer sein.

Wir haben allerdings ein Groß, das nicht bereits mit der untersten Tuchbahn am Unterliek endet. Darunter hängt noch eine spindelförmige Bahn aus sehr dünnem Tuch, die sich bei Spannung auf dem Strecker zusammenfaltet und bei losem Unterliek auffaltet. Nennt sich Banana-Shelf und mach die Lücke zwischen Großsegel und Baum zu. Zieht bei raumen Kursen noch zusätzlich.
Nur das Beste wünscht

Anne

krkl

Leichtmatrose

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7

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 11:39

Nur als Frage, rein interessehalber. Wie ist das mit dem "Endplatteneffekt". Meine Segel haben am Unterliek auch den Anschluss an den Baum (ganz dünnes Tuch, lose, also ohne Spannung, im Grunde nur ein horizontaler Lappen zwischen eigentlichem Unterliek des Segels und Großbaum), und ich war immer der Ansicht, dass dies den Druckausgleich Luv-Lee am Unterliek reduzieren und somit die Leistung des Segels verbessern soll?

Marinero

Salzbuckel

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8

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 12:26

Wie ist das mit dem "Endplatteneffekt"

Mit dem footshelf schließt du eine Lücke von 10 cm zwischen Baum und Unterliek und behältst eine Lücke von 1 m zwischen Baum und Deck. ;)


btw - wir haben auch noch eins mit 'weicher' Fussbahn. Und wenn man richtig Bauch reinmachen will, wirft das schon Falten. Die meisten Segelmacher sprechen beim losen Unterliek von besserer Leistung. z.B.: http://www.uksailmakers.com/racing-mains…ons/loose-foot/


PS: Die Frage gab's schon öfter...

Unterliek lose oder in der Baumnut?
Neues Großsegel für Condor von 1967 - Unterlieksfrage

  • »tierzeit01« ist der Autor dieses Themas

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9

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 14:06

Danke für die Antworten und Tipps!

Sagt mal: Kann das sein, daß ich an meinem Baum überhaupt keinen Unterliekstrecker habe? Gibt es so etwas?
Das Boot liegt jetzt an Land, der Mast liegt daneben und der Baum an Deck, weil ich einiges reparieren möchte. Ich meine, ich hätte nur den Baumniederholer abgebaut.
Guckt euch mal bitte das Foto vom Baumende an. Ich seh da keinen Strecker.

Liebe Grüße
Peter
»tierzeit01« hat folgende Datei angehängt:
  • 0baum706.JPG (1,91 MB - 102 mal heruntergeladen - zuletzt: 10. Dezember 2018, 20:30)

10

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 14:40

Der Unterliekstrecker ist dieses weiße Bändsel, das mehrfach zwischen Schothorn und Schäkel an der Baumnock hin und herläuft. Das kann man so anbringen, das es leicht zu fieren und dicht zu holen ist. Für ein wirksames Trimming ist das Unterliek aber etwas zu lang. Oder es ist schon maximal dichtgeholt.

Gruß Odysseus

Marinero

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11

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 14:48

Kann das sein, daß ich an meinem Baum überhaupt keinen Unterliekstrecker habe?
Der Unterliekstrecker ist dieses weiße Bändsel, das mehrfach zwischen Schothorn und Schäkel an der Baumnock hin und herläuft

Ist halt mehr ein Unterliekhalter als ein Unterliekstrecker :mosking:


Ich wüsste auch nicht, wie man das ohne großes Theater umbauen könnte. Irgendwo muss ja ne Klemme hin. Und evtl. ne Umlenkrolle.
»Marinero« hat folgende Datei angehängt:
  • 0baum706.JPG (2,01 MB - 57 mal heruntergeladen - zuletzt: 7. Dezember 2018, 11:48)

12

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 14:51

in diesem Zustand schon. aber es läßt sich ändern. So lässen sich die Trimmgewohnheiten schon erkennen :O

Gruß Odysseus

13

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 16:33

Wie schon erwähnt dieses Bändsel ist kein verstellbarer Unterliekstecker, es ist ein fester Unterliekhalter.
Daran sieht man erstens, dass das Unterliek ist nie beim Segeln verstellt worden ist, zweitens das Groß ist im wahrsten Sinne des Wortes „am Ende“.
Das bedeutet zweierlei. Erstens: Wenn jetzt ein neues Groß bestellt wird muss das ein kürzeres Unterliek haben als das alte ausgewehte. Zweitens: Es sollte eine Möglichkeit geschaffen werden das Unterliek des neuen Segels aktiv zu trimmen.
Da kommt nun die Rolle seitlich an der Baumnock ins Spiel. Welchen Zweck hat die momentan? Keinen? Dann könnte es sein das sie ursprünglich mal zum strecken des Unterlieks genutzt wurde. Dabei wurde die Leine des Unterlieksteckers vom Segel aus durch die Stahl-Öse an der Baumnock über diese Rolle nach vorn in Richtung Mast geführt, und da dann entweder irgendwo belegt, oder sogar weiter ins Cockpit geleitet.
Einfach mal kucken ob das gehen könnte, und der Voreigner das „vereinfacht“ hat, weil er eh nie etwas getrimmt hat.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

14

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 17:07

einfachste Version:index.php?page=Attachment&attachmentID=227129

Gruß Odysseus

Marinero

Salzbuckel

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15

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 17:38

Hm. :ueberlegen: Diese seitliche Rolle ist aber nicht gerade schön in Zugrichtung. Und erst oben durch die Öse und dann zur Rolle? Das geht gewaltig um die Kurve.

Wenn ich raten müßte, war die Rolle mal für ne Reffleine oder ne Dirk gedacht.

16

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 17:58

Wenn es von der Öse gleich zur Rolle geht wird das Horn stark zur Seite gezerrt, läuft noch schlechter. Aber wie geschrieben: die einfachste Version.
Mach doch auch mal nen Vorschlag

Gruß Odysseus

grummel

Leuchtturmwärter

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17

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18:14

Ähnliche Sachlage bei mir.
Ich lese mal interessiert mit. Vor allem die möglichen Lösungen interessieren mich sehr. ;)
von nix Ahnung, aber glücklich.
Mein Marktplatzeintrag

Marinero

Salzbuckel

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18

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18:28

Mach doch auch mal nen Vorschlag

:D Hm. Ja. Öh.

Vielleicht so was in der Art, eine liegende Umlenkrolle, oben auf den Baum dübeln.

Wenn man Glück hat, passt die noch zwischen Segel und Endbeschlag. Wenn nicht, müßte man die runde Öse oben auf dem Endbeschlag abflexen und die Umlenkrolle da oben drauf setzen. Hinten am Ende ist ja noch ein weiterer Bügel (für Dirk o.ä.) angeschweißt.

Ob man die Streckerleine dann auf dem Baum abklemmt oder noch weiter umlenkt, kommt auf die Bedienung des Restes an.
»Marinero« hat folgende Datei angehängt:
  • baum.jpg (323,33 kB - 6 mal heruntergeladen - zuletzt: 6. Dezember 2018, 17:06)

19

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18:35

2.te Version, mit Untersetzung, hakelig in die Curryklemme zu bekommen:

Gruß Odysseus index.php?page=Attachment&attachmentID=227133

warum erscheint einmal direkt das Bild dann nur de Dateinahme?

20

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18:37

Wenn ich raten müßte, war die Rolle mal für ne Reffleine oder ne Dirk gedacht.

Also für eine Reffleine ist sie eigentlich an der falschen Stelle. Da müsste sie weiter vor liegen. Und für die Dirk haben sie ja eine Öse, was soll die Rolle da? Klar geht die Umlenkung da hefig ums Eck, aber das ist eben billiger als eine Mimik im Baum.
Man könnte schon so etwas nachträglich einbauen. Ich hab das bei mir so gemacht, und zwar mit innenliegender Taljenübersetzung, aber ob das geht hängt vom genauen Baumprofil und vom Lümmelbeschlag ab.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

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