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  • »Theorie« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 10. Februar 2019, 17:58

Bezugsquelle rote Unterlegscheibe und schwarze Maschinenschraube

Liebe Segler,


die Schraube ist ab, die Welle ist raus. Die Stopfbuchse wird erneuert.

Beim demontieren der Schaube musste die Unterlegscheibe (im ersten Bild rechts) stark leiden.
Ich gehe davon aus, dass es sich dabei um eine Unterlegscheibe mit Lasche (wie im ersten Bild links) in Bronze handelte.
Die Mutter (keine Abbildung vorhanden) ist wohl auch aus Bronze. Wo bekomme ich nun einen Ersatz für die Unterlegscheibe? Selbst bei Toplicht bin ich nicht fündig geworden.

Am anderen Ende der Welle (25 mm Durchmesser) mussten die etwas angerosteten Maschinenschrauben (Bild 2 in der Mitte) vom Kupplungsflansch gelöst werden. Auch dabei wurden keine Gefangenen genommen, sodass ich die 6 Maschinenschrauben (Ziffer 2 auf der verlinkten Explosionszeichnung) gerne erneuern würde. Ich bilde mir ein, dass diese ursprünglich schwarz waren. Nicht dass ich Marinepartseurope.com die 3,69 Euro pro Schraube nicht gönne, aber vielleicht kann ich die Schrauben offline erwerben und dabei den Berliner Einzelhandel unterstützen.

Meine Kompetenz in Fragen Materialkunde habe ich im Titel dieses Themas dezent reflektiert.


Grüße

Theo
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Spi40

Salzbuckel

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2

Sonntag, 10. Februar 2019, 18:33

Nun Schrauben solltest Du bei Max Witte in Berlin bekommen. Die Unterlegscheibe bastelst Du Dir aus Kupferblech oder wenn Du zuviel Geld hast aus Bronzeblech selbst. Kupferblech gibts im Baumarkt, Bronzeblech bei Gemmel Metalle.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

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3

Sonntag, 10. Februar 2019, 18:47

Danke für die schnelle Antwort und für die Tipps.

Max Witte kannte ich noch nicht. Wird wohl genau das sein, was ich brauche.


Ist denn Kupfer an der Stelle korrosionstechnisch genauso unbedenklich wie Bronze?

Spi40

Salzbuckel

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4

Sonntag, 10. Februar 2019, 20:06

Bronze besteht zu großen Teilen aus Kupfer. Es gibt dort die unterschiedlichsten Materialmischungen/Legierungen. Wenn Du beim deutschen Kupferinstitut mal in Materialeigenschaften eintauchen möchtest, solltest Du dort lesen.
Kupfer ist etwas weicher wie Bronze, aber wenn es gestaucht wird auch sehr fest/hart.
Korrosionstechnisch hätte ich persönlich keine Bedenken, Opferanode/en hast Du eh in dem Bereich. Es gibt hier aber bestimmt Kenner die qualifiziertere Aussagen treffen können, wie ich.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

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5

Sonntag, 10. Februar 2019, 20:40

Beim deutschen Kupferinstitut hab ich mal reingeschaut. Mir mangelt es an Grundwissen, um diese Fundgrube an wertvollen Infos nutzen zu können.

Opferanode ist natürlich dran.

silberfisch

Bootsmann

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6

Sonntag, 10. Februar 2019, 21:30

die U-Scheibe ist keine Unterlegscheibe, sondern die Schraubensicherung.
mfg
W. Schulz

Datimasare

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7

Sonntag, 10. Februar 2019, 21:44

Gibt es bei den Schraubenhändler in Edelstahl. Ev. auch bei einer KFZ Werkstatt

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8

Montag, 11. Februar 2019, 01:37

Danke für die Antworten.

Wenn ich nach "Schraubensicherung Bronze" google, finde ich nur Loctite. Aber wahrscheinlich heißt die Scheibe so.

Eine ähnliche Schraubensicherung/Unterlegscheibe in Edelstahl hab ich bereits. Wollte halt das nehmen, was ursprünglich dran war.


Die Maschinenschrauben Für den Kupplungsflansch sollte man wahrscheinlich eher nicht in Edelstahl nehmen? Die Originalschrauben sehen echt nicht nach Edelstahl aus.


Vielleicht bekomme ich auch beides beim Schraubenhändler: die Schraubensicherung und die Maschinenschrauben.
Torsten hat Max Witte empfohlen. Kennt jemand einen weiteren Schraubenladen in Berlin?

Zu den KFZ-Werkstätten hab ich leider keinen guten Draht. Wäre ein Thema für sich.

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9

Montag, 11. Februar 2019, 03:07


Kennt jemand einen weiteren Schraubenladen in Berlin?





Schrauben Neumann in Steglitz / Zehlendorf ( wenn´s den noch gibt...).....http://www.schrauben-neumann.de/


Edelstahlschrauben ( von wegen Kupplungsflansch...) haben im Normalfall eine geringere Festigkeit als die normalen schwarzen 8.8er Schrauben. Wem das zu haarig ist, der kann aber auch verzinkte nehmen, die haben bei Bedarf die selbe Festigkeitsklasse.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sejler« (11. Februar 2019, 03:19)


silberfisch

Bootsmann

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10

Montag, 11. Februar 2019, 10:31

keine

Danke für die Antworten.

Wenn ich nach "Schraubensicherung Bronze" google, finde ich nur Loctite. Aber wahrscheinlich heißt die Scheibe so.

Eine ähnliche Schraubensicherung/Unterlegscheibe in Edelstahl hab ich bereits. Wollte halt das nehmen, was ursprünglich dran war.


Die Maschinenschrauben Für den Kupplungsflansch sollte man wahrscheinlich eher nicht in Edelstahl nehmen? Die Originalschrauben sehen echt nicht nach Edelstahl aus.


Vielleicht bekomme ich auch beides beim Schraubenhändler: die Schraubensicherung und die Maschinenschrauben.
Torsten hat Max Witte empfohlen. Kennt jemand einen weiteren Schraubenladen in Berlin?

Zu den KFZ-Werkstätten hab ich leider keinen guten Draht. Wäre ein Thema für sich.







na ja, welche KFZ Werkstatt hat denn noch eine Werkstatt.
Zuerst kommt der Laptop und dann werden Bauteile gewechselt, aber nicht repariert.


sonst muß ja Garantie gewährleistet werden ;( ;( :gh:

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11

Montag, 11. Februar 2019, 14:42

Schrauben Neumann notiere ich mir auch. Danke.

Passende verzinkte Maschinenschrauben hab ich bei Baushaus gesehen, aber traute mich nicht. Ob Bauhaus es mit der Festigkeitsklasse so genau nimmt... Ich besuch lieber einen Spezi.

12

Montag, 11. Februar 2019, 15:10

Die Schraube macht das was draufsteht.
Nur rosten tut sie schneller wenn sie zu billig war.....

Geh zum Bauhaus schau auf den Kopf und schraub die mit dem entsprechenden Drehmoment ferst.
Ein wenig Keramikpaste oder auch nur Fett drauf und sie rostet auch nicht so schnell wieder fest.

Das ist keine Raketenwissenschaft....Wenn das Ding mit ner Sicherungsscheibe gesichert war hat das seinen Grund (dynamische Belastung...soll ja bei sich drehenden Sachen unter Wasser vorkommen) Also wieder drauf. Ansonsten geht auch Locktite Schraubensicherung in verschieden Stufen von leicht bis fastniewiederab, Sicherungsdraht ne Federscheibe oder eben eine zum umbiegen. Letztere bewahrt die Well ziemlich sicher vor Verlust, was ja nicht schlecht ist.

G.

13

Montag, 11. Februar 2019, 15:25

Wenn ich nach "Schraubensicherung Bronze" google, finde ich nur Loctite. Aber wahrscheinlich heißt die Scheibe so.

Heißt auch Sicherungsblech, wird heute meistens in VA geliefert.

Geh zum Bauhaus schau auf den Kopf und schraub die mit dem entsprechenden Drehmoment ferst.
Ein wenig Keramikpaste oder auch nur Fett drauf und sie rostet auch nicht so schnell wieder fest.

Mit Fett brauchst aber ein völlig anderes Drehmoment...
Leichte oder mittlere Schraubensicherung geht auch gut als Korrosionsschutz und erfüllt noch einen 2. Zweck.

14

Montag, 11. Februar 2019, 15:36

Komisch, bisher dachte ich immer ein Drehmoment ist immer so hoch damit die statische Vorspannung des Verbindungselementes höher als die dynamische Wechsellast ist. DANN und nur dann löst sich eine Schraube auch nicht bei dynamischer Last.... hat aber mit Fett oder nicht Fett nix zu tun. Die schraube muss halt nur eine Festigkeit besitzen um im (dynamischen Lstfall NICHT anzufangen zu fließen... (Ende Hookscher Bereich) dann wird sie auch nicht länger und löst sich.

Wenn beim festziehen hat man ja auch eine Gleitreibung wen der Drehmomentschlüssel "knack" macht....Das Fett soll ja nur verhindern dass das Gewinde festrostet. (Wie auf den Bildern zu sehen....)

Aber ehrlich wovon reden wir denn hier ? Von einem vermutlich völlig überdimensionierten Getriebeflansch zu Kupplung festschraubdingens. 25 Welle und 6!!! 10er Bolzen....

15

Montag, 11. Februar 2019, 16:07

Nur rund 10-20% der eingebrachten Kraft werden als Vorspannkraft umgesetzt.
Der Rest wird zur Überwindung der Reibung benötigt.
Wenn man Fett benutzt hat man bei gleichen Drehmoment ganz schnell die doppelte Vorspannkraft.
Hier ist das recht gut beschrieben.

16

Montag, 11. Februar 2019, 16:27

Und dass ist schlecht weil? Oder vielleicht doch gut weil die bessere Verbindung, die zudem nicht festoxidiert?

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17

Montag, 11. Februar 2019, 17:06

Aha. Von wegen keine Raketenwissenschaft. Drehmoment im Hookschen Bereich. Das habe ich mir gedacht.

Danke für den Input. Die Drehmomentfrage habe ich verdrängt. Nun fordert sie mich heraus.

Ist es nun der Zeitpunkt, an dem ich mir einen Drehmomentschlüssel besorgen sollte oder kann ich mich in meiner Ignoranz darauf verlassen, dass es schon irgendwie passen wird? Ich nutze diesen Kasten von Proxxon

18

Montag, 11. Februar 2019, 17:10

Die Schraube wird unter umständen überdehnt.
Beide Kräfte wirken am Schraubenschaft während des Anziehens.
Die Vorspannkraft und die Torsionskraft.

Geht oft gut, aber nicht immer....

Die Inbusschrauben am Klemmflansch sind sehr wahrscheinlich hochfeste !
Bei mir waren das 12.9 wenn ich mich richtig erinnere. (Auch Volvo Flansch f. 25er Welle)
Leih dir einen Drehmomentschlüssel.

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19

Montag, 11. Februar 2019, 17:29

Ok.

Ist denn das maximale Drehmoment eine Eigenschaft der Schraube oder des Systems Flansch/Schraube?
Bei marinepartseurope.com sind natürlich keine Angaben zum Drehmoment zu finden.
Wie erfahre ich die richtigen Werte?
Und wo wir schon dabei sind, die richtigen Werte für die Maschinenschrauben am Flansch und für die Bronze Mutter am Wellenende.

Hab auch in das spannende Dokument oben reingeschaut. Das kommt auf die Leseliste für den Sommerturn.

P.S.: es ist die gleiche Anlage wie bei Dir, glaube ich

20

Montag, 11. Februar 2019, 17:42

Puh.. man kann aber auch aus einer Kleinigkeit ein Projekt machen.
Schau auf den Schraubenkopf. Kauf Schrauben gleicher Festigkeit. ( Wenn jetzt die Frage kommt "WAS ist das..." Dann Ruf einen Mechaniker an. (Ansonsten nimm was zum Festschrauben das kürzer als 50cm ist und zieh die 6 Schrauben an.
Sollte eine abreissen bist du Herkules und gehst in den Zirkus. Wenn nicht ist alles gut und du gehst Segeln. Oder Motoren...

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