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1

Montag, 29. April 2019, 10:25

Osmose ?

Hallo liebe Wassersportgemeinde,

ich bin verzweifelt und benötige Euren Rat.

Ich habe mir am Wochenende das letzte Boot meines verstorbenen Vaters zurückkaufen können und musste nun leider etwas mit Erschrecken feststellen.
Beim Reinigen des Unterwasserschiffes sind mir Blasen aufgefallen.Natürlich denke ich sofort an Osmose.
Jetzt bin ich kein Fachmann und wollte Eure Meinung zum Thema hören/lesen.
Ich habe mal ein paar Bilder hochgeladen, wo zu sehen ist, was ich meine(mit Blasen und einige habe ich mal auf geschliffen).
Vielleicht könnt ihr mir ja mit Rat du Tat zur Seite stehen.
Das Boot lag im Wasser, wird aber bei mir einen Landlieger bekommen, ich krane morgens ein und Abends wieder aus und wird höchstens auf Regatten 2-3 Tage am Stück im Wasser liegen.

Danke für Eure Tipps und Unterstützungen.

Monas Friend
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IngoNRW

Seebär

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2

Montag, 29. April 2019, 10:43

Das könnte durchaus beginnende Osmose sein. Wenn es kein Wasserlieger mehr wird, könnte es reichen, das Antifouling zu entfernen. Die Schadhaften Stellen ausbessern, trocknen lassen, eine Schicht Epoxid, und dann wieder AF drauf. Eine richtige Osmose Prophylaxe heisst aber, das Gelcoat bis aufs Laminat entfernen, und dann neu aufbauen. Bei einem Wasserlieger unerlässlich, aber heftig Arbeit. Und die Trockenzeiten, dann ist diese Saison gelaufen. Kommt Wasser raus, wenn Du die Blasen aufstichst?
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kassebat

Stowaway

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3

Montag, 29. April 2019, 10:47

Kommt Wasser raus, wenn Du die Blasen aufstichst?


Liege ich da falsch oder ist es nicht auch so, das die Flüssigkeit in den Blasen einen Essiggeruch hat, wenn es Osmose ist?
Handbreit
Torsten
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Winston Churchill wurde zu seiner Goldenen Hochzeit gefragt, ob er je an Scheidung gedacht hätte.
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4

Montag, 29. April 2019, 10:53

Hallo,

also Flüssigkeit konnte ich keine wahrnehmen.
Das Boot hat allerdings über Winter in der Halle gestanden und ich denke da ist alles getrocknet.
Die Blasen sind auch alle hart.

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5

Montag, 29. April 2019, 11:06

habe mal noch ein paar Fotos dran gehangen.
Bei manchen kann ich die Blasen ganz wegschleifen, bei anderen kommt das Gewebe zu Tage...
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IngoNRW

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6

Montag, 29. April 2019, 11:12

Ein Zeichen, dass das GFK so langsam seine Schutzwirkung verliert. Ich würde, wenn kein Wasserlieger, wie geschrieben, AF runter, Gelcoat reparieren, wo nötig, Dann Epoxid drauf, und dann AF. Das Problem bei einer Vollsanierung ist, dass der Rumpf unbedingt ausgetrocknet sein muss. Das dauert Monate. Man kann das etwas beschleunigen, wenn man den Rumpf öfter mit Aceton abwäscht, aber die Feuchtigkeit muss raus!
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7

Montag, 29. April 2019, 11:18

Wie würdet ihr das AF entfernen?
Schleifen oder Beizen oder ?

kassebat

Stowaway

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8

Montag, 29. April 2019, 11:34

Ziehklinge :D

als so etwas zum Beispiel
Handbreit
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9

Montag, 29. April 2019, 11:35

Von was für einem Boot reden wir denn hier?
Der Weg ist das Ziel.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
Jede Sucht mit einem ersten Mal.

Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker

Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...

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10

Montag, 29. April 2019, 11:40

Einer Monas...

Sander 850

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11

Montag, 29. April 2019, 11:56

Es gibt wohl auch Fehlstellen die bei der Produktion entstanden sind. Aber selbst wenn es Osmose wäre, ich würde es machen wie hier im Forum beschrieben.

Wichtig wäre wohl noch die Blasen bzw. das Gelcoat gut zu spülen. Da dürfen keine Salzreste drin sein sonst ziehen die wieder Wasser an.

Ob man jetzt da neues Gelcoat drauf machen muss oder einfacher direkt mit Epoxy sozusagen als Gelcoat Ersatz arbeitet, weiss ich nicht genau. Das ist ne Wissenschaft für sich. Gelcoat, Topcoat. Ich hatte bei meinem Motorboot alles mit Epoxy gemacht. Ist wohl auch weitaus weniger giftig als Gelcoat. Dann musst du aber den gesamten Rumpf versiegeln.

Schau dir mal bei International den Farbaufbau Unterwasser an:

Da kommen dann auf das gesamte Boot 5 Schichten Gelshield 200.

https://www.schiffsbedarf-axinte.de/file…bel-yachten.pdf


Wenn du eine richtige Osmose Sanierung machen willst, dann wird das entweder sehr teuer oder sehr heftig viel Arbeit.

Smarty

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12

Montag, 29. April 2019, 11:56

Alles nicht so wild, bloß nicht verrückt machen. Besonders als Landlieger nicht. Erstmal die Saison genießen und dann weitersehen. Das Boot fällt bestimmt nicht gleich auseinander.
Dann würde ICH im Herbst die Bläschen aufdrehmeln, spühlen, trocknen und mit Epoxy verspachteln. Dann mal schauen.

Finde ich toll, dass Du das letzte Boot Deines Vaters kaufen konntest. :)
mein Segelblog: www.kiehlboot.de

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13

Montag, 29. April 2019, 12:02

Habe mir direkt so eine Ziehklinge bestellt :-)

Folgendes habe ich nochmals bei International gefunden:

OSMOSESANIERUNG Entfernen Sie vorhandene Farbanstriche bis zur Gelcoat. Öffnen Sie alle Blasen und schleifen Sie diese aus. Den Rumpf austrocknen lassen (normalerweise dauert dies 6­8 Wochen). Wenn möglich zur Trocknung eine Umgebung mit hoher Temperatur und niedriger Luftfeuchtigkeit erzeugen. Nach dem Austrocknen die Blasenkrater mit Watertite verfüllen und glatt schleifen. (Polyester­Spachtelmassen eignen sich für diesen Zweck nicht.) Tragen Sie 7 Schichten VC Tar2 auf.


Würde ja im Grunde den beschriebenen Weg erklären...

Also innen im Boot ist alles trocken und riecht sogar noch neu (obwohl schon über 20 Jahre alt)

Das Boot ist über Winter in einer Halle gelagert worden. Also hat seit ca. 6 Monaten nicht im Wasser gelegen.
Es stellt sich halt die Frage ob ich, wenn ich das Boot jetzt ins Wasser lasse und eine Saison segle (auch als Landlieger) nicht mehr kaputt mache...


@Smarthy: Ja hat mich auch besonders gefreut, auch wenn die Freude zur Zeit einen kleinen Dämpfer erfährt. Um nichts in der Welt würde ich das Boot wieder zurückgeben.

bastus

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14

Montag, 29. April 2019, 12:41

Habe mir direkt so eine Ziehklinge bestellt
Denk bitte dran genügend Ersatzklingen zu besorgen, mit abgenutzten Klingen wird diese Mistarbeit noch viel schlimmer, als sie sowieso schon ist. Wir hatten keine Osmoseschäden, aber die Admiralität wollte ein ordentliches Unterwasserschiff 8o ( es waren sehr viele Schichten drauf und teilweise schon abgeplatzt.) Und einen guten Sauger verwenden, damit Du das Gift nicht noch einatmen musst, oder am ganzen Körper spazieren führst.

Viele Grüße und frohes Schaffen

Jürgen

starkiter

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15

Montag, 29. April 2019, 12:57

Wenn dein Boot großflächig mit Blasen Befällen ist würde ich im nächsten Winter ein Refit deines Unterwasserschiffs durchführen. Ist Arbeit aber bei der Bootsgröße kein Problem.
Wir haben es hinter uns bei einem 8,5 Langkieler.
Leih dir den Gelcoatschleifer von Lindemann. Höhlengerät aber erleichtert die Arbeit enorm. Damit schleifst/schälst du das Gelcoat ab. Versiegelung danach wieder mit Epoxy und extra Sperrzusätzen.
Ist auch eine Arbeit für ungeübte wenn du nicht zwei linke Hände hast.
Viel Erfolg
Holger

16

Montag, 29. April 2019, 13:25

Hallo N.N.,

ja wie von International beschrieben kannst Du es machen. Eigentlich ist das Vorgehen nicht nachhaltig, weil nur die jeweils vorhandenen Blasen aufgemacht und beseitigt werden. Bei einem echten Osmoseschaden kommen aber meist im Zeitablauf weitere hinzu, deren Kavernen unter der Gelcoatschicht schon vorhanden sind, die aber noch nicht genug Gasdruck gebildet haben, um die Gelcoatschicht anzuheben und als Blase erkennbar zu machen. Man würde im Worst Case also regelmäßig neuen Blasen hinterherarbeiten.
Deshalb wird bei einer nachhaltigen Sanierung der Rumpf üblicherweise gestrahlt, um auch die noch nicht als Blasen erkennbaren Kavernen aufzuschiessen und freizulegen.

Nun kann man bei einer Monas, zumal wenn sie künftig überwiegend an Land gelagert wird und osmotische Prozesse damit eigentlich gestoppt oder weitestgehend reduziert werden, die Kirche sicherlich auch im Dorf lassen.
Mach also wie beschrieben und Du dürftest bis auf Weiteres Ruhe haben; einzelne erneute Blasenbildungen, denen man dann auch punktuell zu Leibe rücken könnte, vielleicht ausgenommen.

Abbeizen wird vermutlich nicht gehen: Das Boot könnte den Fotos nach einen mehrschichtigen U-Schiff-Aufbau haben, der unterste wäre normalerweise ein Epoxidprimer. Dem kannst Du mW mit einem Abbeizer nicht zu Leibe rücken.
Da hilft nur mechanische Arbeit: Abziehen oder Schliff mit aktiver Absaugung (!!).
In beiden fällen musst Du vorsichtig vorgehen, um die Gelcoatschicht nicht unnötig zu demolieren.

Gruß
Andreas

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17

Montag, 29. April 2019, 13:41

Darf ich hier ganz kurz eine Frage reinwerfen? Lohnt nicht für ein eigenes Thema :-)

Wie kann man visuell Expoxyprimer und Gelcoat auseinanderhalten?

Ich hab ende diesen Monats 5 Tage Zeit und will 1-2 Schichten Epoxy-Primer und danach ein paar Antifoulings aufbringen, dafür muss ich ja bis zum gelcoat runter, will ihn aber nicht beschädigen.

bastus

Matrose

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18

Montag, 29. April 2019, 15:12

Epoxy-Primer ist meist nicht so schön weiss wie Gelcoat (Hempel light primer schon...) und riecht anderes, wenn du kratzt oder schleifst.
Fang mal am Wasserpass an, dann sieht du beim Arbeiten, welche Schichten drauf sind.

Beiträge: 371

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19

Montag, 29. April 2019, 15:17

Danke! Das hilft mir sehr :-)

IngoNRW

Seebär

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20

Montag, 29. April 2019, 16:31

Das Verfahren mit VC Tar reisst aber gut ins Geld. Guck mal bei Behnke. Da gibt es Epoxidharz für wenig Geld. Da einfach 3-4 Anstriche, und gut. Du kannst das noch einfärben, um die verschiedenen Schichten zu erkennen.
:Kaleun_Binocular:
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