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Windstärken

Windstärkentabelle

21

Sonntag, 5. Mai 2019, 23:32

Die wesentlichen Aspekte wurden schon genannt. Darum nur einige wenige zusätzlich
Dein Boot hat gegenüber modernen Designs einen großen Vorteil: es geht bei Seitenwind sehrviel langsamer auf Drift. Das gibt Dir Zeit z7m Handeln
Vermeide trotzdem, sie in engen Häfen auf Drift gehen zu lassen, denn du musst erst Fahrt voraus machen um sie wieder „ einzufangen“, damit sie Ruderwirkung zeigt.
Vermeide lange Rückwartsfahrten, übe statt dessen, sie (nahezu] auf der Stelle zu drehen. Das geht in vielen Fällen besser als alle sagen, nämlich mit Vor- und zurück unter Nutzung des Radeffektes: also rückwärts in dem sie kontrolliert nach BB dreht, vorwarts dreht sie besser nach StB. Übe das, das lernst du schnell. Wie schon von anderen gesagt, Gasgeben immer per Schub, nicht den Prop nur Müllern lassen. Dann ist bald kein Hafen zu klein....
Trotzdem, auch wir versuchen nur da festzumachen, wo wir auch wieder weg kommen, also mit ein wenig Vorausschau (Wie wird der Wind morgen früh sein?) geht das und meist schläfst du auch die Nacht besser.
Und hab keine Angst eine lange Verholleine einzusetzen: es ist besser das Schiff mit der Winsch 25 m kontrolliert durch ein Hafenbecken zu ziehen als unkontrolliert Durcheinander zu produzieren. Das machen andere schon genug.... wir sind schon zu einem Pfahl zum Verholen rüber geschwommen.... (ein Beiboot geht natürlich auch...)
Gruß

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22

Montag, 6. Mai 2019, 07:04

Unser Langkieler entscheidet auch manchmal bei der Boxenausfahrt, dass er in die andere Richtung will als ich.
Das muss mann immer ins Kalkül ziehen. Der Wind spielt dabei eine entscheidene Rolle.
Dank eines Becker- Ruders kann ich dann doch in der Boxengasse auf dem Teller drehen.
Beim Rückwärtsfahren kann man mit Vorwärtsgasstößen bei Volleinschlag die Richtung korrigieren.
Das ist stark gewöhnungsbedürftig :D
LM27 - nicht schnell aber komfortabel

Hanser

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23

Montag, 6. Mai 2019, 08:28

Seit gestern Nachmittag schon so viele Kommentare! Langkieler lassen ihre Skipper bei Hafenmanövern offenbar leiden. Ging mir anfangs auch so - als ich in einer komplett belegten Boxengasse wieder raus wollte und sich ein anderer Segler demonstrativ als Beobachter mit verschränkten Armen hinstellte, um mir zu sagen "Ich sehe genau, wenn du Scheisse baust".

Aber: In ein paar Wochen wird es klappen! Man entwickelt schnell ein Gefühl für das Machbare.
Mir tut nur der oft noch nicht richtig warme Motor leid, wenn ich ihn mit Gasstößen traktiere ...
Volker
*** Mein Boot ist zu verkaufen ***

Selliner

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24

Montag, 6. Mai 2019, 10:02

Seit gestern Nachmittag schon so viele Kommentare! Langkieler lassen ihre Skipper bei Hafenmanövern offenbar leiden.
Volker


Habe oft aber auch das Gefühl, die Nerven der anderen Bootslieger leiden, wenn man mit Kräftigen Gasstößen dicht bei ihnen manövriert. Wenn das Heckwasser brodelt und deren Liegeplatz durchspült, denn gibt es den ein oder anderen vorwurfsvollen Blick... :D

….
Mir tut nur der oft noch nicht richtig warme Motor leid, wenn ich ihn mit Gasstößen traktiere ...
Volker


Mir teilweise auch, aber das muß er abkönnen.
Weswegen ich mich nach ner Vorwärmmöglichkeit umschaue. Hab da schon was im Auge....

vlinder

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25

Montag, 6. Mai 2019, 10:12

Seit gestern Nachmittag schon so viele Kommentare! Langkieler lassen ihre Skipper bei Hafenmanövern offenbar leiden.
Volker


Habe oft aber auch das Gefühl, die Nerven der anderen Bootslieger leiden, wenn man mit Kräftigen Gasstößen dicht bei ihnen manövriert. Wenn das Heckwasser brodelt und deren Liegeplatz durchspült, denn gibt es den ein oder anderen vorwurfsvollen Blick... :D

….
Mir tut nur der oft noch nicht richtig warme Motor leid, wenn ich ihn mit Gasstößen traktiere ...
Volker


Mir teilweise auch, aber das muß er abkönnen.
Weswegen ich mich nach ner Vorwärmmöglichkeit umschaue. Hab da schon was im Auge....

In der Box warmlaufen lassen, aber NICHT IM LEERLAUF!! mit niedriger Tourenzahl (wenn es Wind und Nachbarschaft erlauben)
sollte kein Problem sein

Gruß
jürgen

Selliner

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26

Montag, 6. Mai 2019, 10:39

In der Box warmlaufen lassen, aber NICHT IM LEERLAUF!! mit niedriger Tourenzahl (wenn es Wind und Nachbarschaft erlauben)
sollte kein Problem sein

Gruß
jürgen


Bin ich kein Freund von und richtig warm wird er auch nicht.
Außerdem ändert das nichts an dem Kaltstart.
Ist der Warmwasserboiler im Hafen über Landstrom an, dann ist der Motor schon etwas warm. Der innere Kreislauf des Kühlwassers ist leicht erwärmt. Würde da am liebsten noch ne Umwälzpumpe reinsetzen, so daß man mit dem Boiler den inneren Kreislauf richtig aufwärmen könnte.
Besser wäre aber das Öl vorzuwärmen und da bin ich auf Suche wie installieren. Ein Heizelement ist nicht das Problem. https://www.calix.se/de/produkte/motorvo…ng/olvorwarmern
Eigentlich brauch ich nur noch das entsprechende Loch in der Ölwanne um das Heizelement einzusetzen.
Mit einer Ölablaßschraube wäre es kein Problem, aber die hat mein Vetus leider nicht.

Sander 850

Kapitän

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27

Montag, 6. Mai 2019, 11:06

Seit gestern Nachmittag schon so viele Kommentare! Langkieler lassen ihre Skipper bei Hafenmanövern offenbar leiden.
Volker


Habe oft aber auch das Gefühl, die Nerven der anderen Bootslieger leiden, wenn man mit Kräftigen Gasstößen dicht bei ihnen manövriert. Wenn das Heckwasser brodelt und deren Liegeplatz durchspült, denn gibt es den ein oder anderen vorwurfsvollen Blick... :D

….
Mir tut nur der oft noch nicht richtig warme Motor leid, wenn ich ihn mit Gasstößen traktiere ...
Volker


Mir teilweise auch, aber das muß er abkönnen.
Weswegen ich mich nach ner Vorwärmmöglichkeit umschaue. Hab da schon was im Auge....

In der Box warmlaufen lassen, aber NICHT IM LEERLAUF!! mit niedriger Tourenzahl (wenn es Wind und Nachbarschaft erlauben)
sollte kein Problem sein

Gruß
jürgen


Schadet Leerlauf dem Motor? Oder einfach einkuppeln weil er dann langsamer dreht und schneller warm wird?

Ich lasse meist so 2-3 Minuten warm laufen während ich im Cockpit noch mal alles aufräume, Fender rein hole usw.

Aber bei uns stellt sich das Problem ohnehin nicht mehr so da wir diese Saison am Steg einen Kopfplatz haben. Da kann ich gut manövrieren und muss nicht ganz so heftig ans Gas.

hafergaertner

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28

Montag, 6. Mai 2019, 11:19

Ruderstellung

mal vorausgesetzt, dass kein Seitenwind ist, kann ich bei meinem Langkieler durchaus gerade rückwärts fahren. Das geht so:

1) Vorwärtsfahrt aufstoppen, mit dem letzten Schwung das Heck leicht nach Steuerbord versetzen (ca. 1 Meter seitlich), bei mir ist Backbord die Schokoladenseite
2) Rückwärtsgang rein und kurz etwas mehr Gas, sodass Fahrt in die Kiste kommt, sobald das Boot fahrt macht, im Standgas eingekuppelt weiter rückwärts
3) durch den Radeffekt wird das Heck ca. 1 Meter nach backbord (Schokoseite) gelenkt, d.h. jetzt geht es in der gewünschten Richtung rückwärts.
4) Ab jetzt über den Bug peilen: Sobald sich der Bug nach Bb versetzt, Ruder hart Backbord bis zum Anschlag - bei mir kommt es gerade auf die letzte Zehnteldrehung an
5) Sobald sich der Bug nach Stb versetzt, Ruder hart Steuerbord bis zum Anschlag. Kurz gesagt: Ruder Maximal in die Richtung, in die der Bug dreht - und zwar schnell schnell. Ab einem gewissen Punkt kann man das nicht mehr kompensieren,

Auf diese Weise fährt man in eine leichten Wellenlinie rückwärts. Sobald mehr als 5-6 Knoten Wind von der Seite hinzukommen, überlagert bei mir der Wind den Radeffekt, d.h. der Bug wird zusätzlich nach Lee vertrieben. das kann man durch o.g. Verfahren ab einem gewissen Punkt nur noch teilweise korrigieren.

6) Wenn man die <kiste zu sehr verzogen hat: Ein paar Meter vorfahren, neu ausrichten und bei Punkt 1 beginnen
7) Die Blicke der Steglieger galant ignorieren, souverän dreinschauen und den Eindruck erwecken, dass das alles völlig normal ist :-)

Übrigens: bei mir sieht man sofort, wo die Schokoseite ist, ohne dass ich wüsste, ob meine Schraube rechts- oder links drehend ist. Das kann ich mir nie merken. Einfach in der Box mal Rückwärtsgang einlegen und etwas Gas geben. boot ist ja fest, kann also nichts passieren. Bei mir kommt das Schraubenwasser fast komplett Stb. raus, d.h. Bb ist Schokoseite.....
Viele Grüße

hafergärtner

---
Wer denkt, Abenteuer seien gefährlich, sollte es mal mit Routine versuchen: Die ist tödlich.

windwaerts

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29

Montag, 6. Mai 2019, 11:33

Es wurde schon gesagt: üben, üben, üben. Hafenmanöver mit einem Langkieler kann man nicht mit ein paar Tipps aus dem Forum lernen. Zum Üben am besten jemand mitnehmen, der Erfahrung damit hat.
Viele Grüße
Markus
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www.segel-zeltlager.de

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30

Montag, 6. Mai 2019, 11:50

Yapp, der Langkieler fährt rückwärts, wohin er will. Ich habe bei mir das Problem mit einem freibeweglichen AB gelöst, seitdem ist der Stress deutlich weniger. Ansonsten ist Leinenarbeit die Methode der Wahl. Immer schön um die Pfähle und Dalben rumziehen, bis das Heck in die richtige Richtung zeigt, und dann vorwärts weiter.
Take me back to my boat on the river...

hafergaertner

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31

Montag, 6. Mai 2019, 11:52

Es wurde schon gesagt: üben, üben, üben. Hafenmanöver mit einem Langkieler kann man nicht mit ein paar Tipps aus dem Forum lernen. Zum Üben am besten jemand mitnehmen, der Erfahrung damit hat.


Das kann ich nur zu 100% bestätigen, siehe mein alter Thread hierzu: Ich hab´s getan: Manövertraining
Viele Grüße

hafergärtner

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32

Montag, 6. Mai 2019, 12:12

Jepp, dem kann ich nur beipflichten. Auch ich habe meinen Langkieler durch Hilmar beherrschen gelernt.
Ist bestens investiertes Geld und macht obendrein einen Heidenspaß!!
Einziger Haken: wenn er redselig wird kommt man spät ins Bett...
Wie lange Beine haben eigentlich Möwen?

dolphin24

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33

Montag, 6. Mai 2019, 12:17

Es wurde schon gesagt: üben, üben, üben. Hafenmanöver mit einem Langkieler kann man nicht mit ein paar Tipps aus dem Forum lernen. Zum Üben am besten jemand mitnehmen, der Erfahrung damit hat.


Das kann ich nur zu 100% bestätigen, siehe mein alter Thread hierzu: Ich hab´s getan: Manövertraining
Entledige dich jeglicher Logik, die du vom Kurzkieler her kennst und übe, übe

Bei mir hat es auch sehr lange gedauert, bis ich bei meinem gemäßigtem Langkieler, das achteraus Manövrierverhalten bei unterschiedlichen Wind- und Strömungsverhältnissen verstanden habe.

Ja und auch heute noch glückt mir nicht jedes Manöver sofort , da ist leider schon noch ab und an Hafenkino dabei

Sander 850

Kapitän

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34

Montag, 6. Mai 2019, 12:23

Oder über ein Bugstrahlruder nachdenken. Ich war jetzt 3 Tage Einhand unterwegs. Und durfte öfters irgendwo fest machen.

Was man da braucht:

1. Viele Fender.
2. Eine lang Vorleine die bis ins Cockpit reicht. Und eine nicht ganz so lange achterleine.

Ich habe dann in Schleusen oder beim seitlichen anlegen als erstes die Achterleine belegt und dann mit der Vorleine in der Hand in die Bootsmitte gegangen und versucht die auch noch zu belegen. Falls das Boot schon seitlich mit dem Bug weg gegangen ist, dann einfach einkuppeln und der Bug kommt zurück.

Auf Radeffekt habe ich mich null verlassen. Da ich rechts Händer bin immer die Steuerbordseite angefahren. Und dann Hauptsache erst mal hinten fest.

Und im unbekannten Hafen erst mal da fest gemacht wo es am leichtesten ist und sich dann eine Hilfe geholt. Finde ich nicht verwerflich und ist weitaus besser als Bruch zu produzieren.

Habe noch nie erlebt dass da ein Skipper gesagt hat habe kein Bock oder keine Zeit.

Bruk

Admiral

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35

Montag, 6. Mai 2019, 12:32

Aufgrund meiner Praxiserfahrung mit sehr vielen Bootstypen und diversen Langkielern kann ich nur anmerken, dass es eine Fahrschule via Forum nicht geben kann. Ich selbst hatte / habe Langkieler derselben Werft und von demselben Konstrukteur. Obwohl die Unterwasserlinien sehr ähnlich sind, konnte ich die Erfahrungen aus dem IF nicht auf die Marieholm 32E übertragen. Alles ging von vorne los. "Gudrun", "Ingorata", "Albatros", "Möwe", "Nordsee" (GermaniaV) - sämtlich Langkieler. Jeder mit individuellen Eigenschaften.

Tipp:
so oft wie möglich Manöver aller Art im freien Wasser üben, besonders solche, die beim Aus- oder Einlaufen zum Tragen kommen. Das ganze Procedere bei verschiedenen Kursen zum Wind. Irgendwann ist das Gefühl für das Boot vorhanden.
Eine Standardantwort zur Lösung des Problems ist utopisch. Ich drehe mein Boot auf engstem Raum, nie gibt es Probleme - weder beim Ein- noch beim Auslaufen. Es würde Dich nicht weiter bringen, wenn ich Dir berichte, wie ich das mache. Nur soviel: Der Beginn der ersten Saison mit der Marieholm 32E war großes Kino für alle Hafenlieger, die "Dick und Doof" mögen.

Fleißig üben, und alles wird laufen!
Gruß
Klaus

Beiträge: 1 199

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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36

Montag, 6. Mai 2019, 14:50

Eigentlich ist die F28 kein Langkieler.
Jedenfalls nicht im Sinne der Probleme beim Rückwärtsmanövrieren.

Beim "echten" Langkieler hängt ja das Ruderblatt direkt am Kiel.
Was bedeutet, das bei Rückwärtsfahrt das Wasser nicht Ruderblatt und Kiel einzeln anströmt, sondern als ganzes.

Sieht man Langkiel und gedrehtes Ruderblatt jetzt von oben bei Rückwärtsfahrt, sieht man...
...genau, etwas, das ungefähr wie ein Tragflügel aussieht.
Nur wirkt dieser Flügel genau falsch herum.
Und weil er sozusagen "steigen" will, dreht sich das Boot falsch herum.

Die F28 hingegen hat eigentlich eher einen langgestreckten Kurzkiel
Und das Ruderblatt ist zumindest nicht zu üppig.

Ich würde denken, dass man mit einem besseren Propeller evtl. weniger Radeffekt hätte.
Man kann auch lange Leinen nutzen, um in engen Häfen das Boot zielgerichtet zu drehen.
Auf Slipp gelegt ist so etwas gut nutzbar.

Holger

Segelalex

Salzbuckel

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Bootstyp: Contest 29

Rufzeichen: DD3342

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37

Montag, 6. Mai 2019, 15:26

Hmm. Ich finde meinen Langkieler nach etwas Übung im Hafen mittlerweile deutlich angenehmer als eine Yacht mit Kurzkiel und vorallem ohne wirklichen Vorfuß. Man kann alles in Ruhe fahren, das Schiff vertreibt nicht gleich mit dem Bug und die morgendliche Frage, wie man das Manöver plant, stellt sich nicht. Das macht das Boot für einen.

Beim drehen starte ich die Drehbewegung mit viel Gas und danach gehts mit Gefühl immer so, dass die Drehung schön in einer flüssigen Bewegung weitergeht. Ohne Hektik. Und wenn es mal gar nicht will, kommen die Leinen zum Einsatz. Das kann man lernen und üben.

Rückwärts fährt meine mit gaaaanz viel Gefühl an Gas und Ruder auch mal ein Stück geradeaus. Nur minimal Ausschläge und genau die richtige Drehzahl. Das höre ich mittlerweile einfach. Allerdings wenn sie aus diesem Gleichgewicht abhaut, klappt sie auch echt einfach weg und man muss beherzt im Vorwärtsgang korrigieren.

Kurzum: Du brauchst kein neues Schiff und keine Bugschraube. Bißchen üben und Schiffsgefühl. Das kommt mit der Zeit von selbst. Und wann immer möglich mit den Augen klauen.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

Bruk

Admiral

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Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

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38

Montag, 6. Mai 2019, 15:50

Und wann immer möglich mit den Augen klauen.

Gruß

Alex

Wir sollten die Thematik nicht kriminalisieren!

Gruß

Halblang

  • »Lebensfreund« ist der Autor dieses Themas

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Bootstyp: Fellowship 28

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39

Dienstag, 14. Mai 2019, 21:33

Vielen Dank für Eure Anregungen und Tipps!

Zusammenfassung meines Threads:

- Langkieler: Halten nach voraus gut Kurs, nach achteraus schlechter.

- Beim Langkieler spielt der Radeffekt rückwärts die erste Geige, weil das Ruder gegen die große Lateralfläche schlecht ankommt und den so kaum überbieten kann. Dazu ist das Ruder bei der Fellowship noch recht kurz und mit Skeg. Am besten hilft noch ordentlich Gas, damit schnell Fahrt ins Schiff kommt und dann auskuppeln.

- Dann kann man mit Vorwärtsgas sofort den Kurs korrigieren bzw. wieder raus. Nichts ist schlimmer als vorwärts reinfahren und dann auf Grund des Drehkreises den man benötigt nicht wieder raus kommen.

- Eigentlich gilt, in der Regel fährt man rückwärts eigentlich gerade (kleine Korrekturen gehen) und mit kurzem aber kräftige Schub voraus richtet man den Bug bzw. die Kiellinie aus auf den Kurs den man fahren will.


Vorteile gemäßigter Langkieler:
- ist kursstabiler
- bei relativ viel Kiel nicht so viel Tiefgang.
- das Ruder ist sehr gut geschützt
- Setzt weicher in die Welle ein.
- geht bei Seitenwind sehr viel langsamer auf Drift


Tipp: Am besten Manövertraining machen

foxausrhens

Kapitän

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Wohnort: Koblenz

Schiffsname: Fuchur

Bootstyp: Dehler 34

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40

Dienstag, 14. Mai 2019, 23:08

Hallo Lebensfreund,

ich habe zwar einen Kurzkieler ich bin aber auch schon oft einen Langkieler gefahren, nämlich die Vlet (ca 11 Meter lang und gut 14 Tonnen schwer) meines Vaters. Beides hat vor und Nachteile und ein paar Posts vorher hat einer genau das wichtigste geschrieben jedes Boot fährt egal ob Langkieler , Kurzkieler etc. individuel, deswegen mußt du ein Gefühl für dein Boot entwickeln, ob das mit einem Manövertraining funktioniert, kann sein , kann auch nicht sein, das Problem ist hier immer den richtigen Unterweiser zu finden.
Bevor du viel Geld für ein nutzloses Training rauß wirfst ,schau erst mal ob dich vielleicht ein Stegnachbar (natürlich mit einem ähnlichen Boot) mit nimmt bei einem Segeltag , wenn das ein alter Hase ist und er ein ähnliches Boot hat, lernst du dabei viel.

Weiterhin würde ich einfach mal an einem Windstillen/schwachen Tag auf einen der vielen Seen in der Nähe von Warns fahren und üben, rückwärts fahren, aufstoppen , drehen auf dem Teller etc. dann kannst du gefahrlos alles ausprobieren und dein Boot kennen lernen, später dann im Hafen.

Ganz wichtig bevor du ein Manöver in einem Hafen fährst schau dir den Wind an , Richtung und die Böenstärke und häufigkeit , leg dir alle Leinen zu recht, weise deine Frau, Helfer etc. ein damit sie immer wissen was sie tun sollen und habe keine Angst davor der Hauptdarsteller im Hafenkino zu sein, war jeder hier schon auch die geübtesten , ich war es auch schon oft genug.

Bei allem bleib ruhig und lass dir Zeit, fahre eher mit zu wenig Gas als zu viel, kuppel er früher aus und nutze die Fahrt im Schiff durch die Massenträgheit, dann ist der Radefekt auch geringer. Ich habe mir immer dann ein Manöver versaut wenn es hektisch wurde, mit Ruhe kann man fast jede Situation so entschärfen das sie schadlos bleibt.

Das wird schon üben, üben , üben

Ein Bugstrahlruder ändert natürlich alles aber in deiner Bootsgröße auf einem Segelboot nicht wirklich sinvoll, nicht wegen der Kosten sondern wegen der damit verbundene nötigen großen Batterie, Gewicht etc. Außerdem sollte man immer das Boot auch ohne beherrschen, Strahler können auch mal ausfallen und das tun sie immer dann wenn es gerade nicht passt, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen bei dem Boot meines Vaters seiner Linsen Vlet, ist ein Bug und ein Heckstrahlruder verbaut und Beide sind ihm schon ausgefallen und dann sollte man es auch so können, sie machen natürlich wenn sie funktionieren das Leben leichter.

Viel Erfolg bei den nächsten Manövern

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