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1

Montag, 17. Juni 2019, 21:21

Vorbereitungen lange Strecke auf Trailer

Hallo zusammen,

in Kürze werde ich einen Kleinkreuzer über eine längere Strecken (ca. 800km) auf dem Trailer transportieren. Welche Vorbereitungsschritte sind denn so gängig/empfehlenswert?

Selber fällt mir ein:
- Außenborder abbauen
- Schwere Gegenstände und Kanister aus den Backkisten entfernen
- Wanten/Stagen entfernen? Hier bin ich mir nicht ganz sicher, da ich ggf. die Trimmeinstellung verliere, da die Spanner auseinander geschraubt werden müssen.
- Fallen in den Mast ziehen? Fallenschäkel entfernen?
- Baum unter Deck oder auf Trailer verzurren
- Salinge dran oder ab?
- Windex abnehmen

Wäre für Ideen/Anregungen dankbar.

Viele Grüße

Christian

cross2502

Admiral

Beiträge: 920

Wohnort: Flensburg

Schiffsname: vela

Bootstyp: Cross 25

Heimathafen: Flensburg

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2

Montag, 17. Juni 2019, 21:39

Alles, was schwer ist, sollte entweder in Zarges Box(en) möglichst in Achshöhe Trailer oder mittig ins Zugfahrzeug. Außenborder natürlich ab. Die Halterungen mögen das Geruckel nicht sonderlich. Anker auch runter vom Schiff. Mein Schiff hat einen Festkiel von 1,60 --- mein Gespann ist also ziemlich hoch...

Ich lasse bei meiner die Wanten und Stage dran, verwende Abschnitte von alten Isomatten um den Mast, dann die Niroteile mit Zurrgürtchen am Mast befestigen. Die Salinge lasse ich auch dran, aber polstere die ebenso ab, damit die nicht am Aufbau scheuern können. Die Fallen sind am Spibaumbeschlag angeschäkelt und die Fallen auf Zug gespannt. Baum, Kicker, Spibaum unter Deck Topplicht ab, Windex unf Windmess ab. Ich habe sowohl für das Topp als auch für den Mastfuß "Präser", sprich Säcke aus LKW Plane zum drüberstülpen und verzurren.

Mein Mast liegt auf drei Punkten auf: Halterung für den Bugkorb, dann ein "Stöpsel" für das Mastloch und hinten habe ich eine Brücke, die auf dem Heckkorb aufliegt. So kann der Mast auch bei einer Vollbremsung nicht weg. Scheren, lose Böcke o.ä. bergen die Gefahr des Umkippens. Scheren für den Mast mit Teppich drunter auf das Deck stellen.

Ich hab noch Flausch-Überzieher für die Gurte im Bereich des Rumpfes, wo die Gurte anliegen könnten. Die Flattern im Fahrwind und scheuern sonst die Außenhaut kaputt/stumpf.

Gen Süden? Italien oder so? Dann unbedingt an die dort vorgeschriebene Warntafel denken!
... born to sail .... but forced to work....

Henning

Salzbuckel

Beiträge: 4 132

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Schiffsname: Fjordsang

Bootstyp: kurzes Patscheboot mit Kinderrigg

Heimathafen: Bordelumsiel

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3

Montag, 17. Juni 2019, 22:05

Reifen, Bremse, Radlager checken (lassen).
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

Nanuma

Matrose

Beiträge: 63

Wohnort: nähe Bremen

Bootstyp: Sportina680

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4

Montag, 17. Juni 2019, 22:19

Caravanspiegel ,Spanngurte ( Zustand ,sind die Label noch dran),Zugmaul,Reifen ,Reifendruck,
Und ob du 100 KM oder 1000 Km fährst - Ladungssicherung !

5

Montag, 17. Juni 2019, 22:49

Wichtig ist es, die Spanngurte nicht zu fest zu zurren (beschädigt Dein Schiff) und auch nicht zu lose zu lassen (beschädigt ebenfalls Dein Schiff). Nach ein paar Kilometern anhalten und die Spanngurte prüfen und ggf. nachziehen. Nach spätestens 50 Kilometern wiederholen. Ich ziehe bei mir die Spanngurte vorne vor und hinten hinter den Klampen über das Deck, so dass mein Schiff auch nicht entlang der Fahrtrichtung verrutschen kann.
:segeln:

Topspin

Seebär

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Wohnort: Kewarra Beach (Cairns, Australia)

Schiffsname: Milonga

Bootstyp: MASRM 720

Rufzeichen: MO714Q

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6

Montag, 17. Juni 2019, 23:05

Ersatzreifen prüfen ! Werkzeug zum Reifenwechsel !
Now.... bring me that horizon! (J.Sparrow)

Pat

Matrose

Beiträge: 61

Bootstyp: IF Boot

Heimathafen: Wendtorf

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7

Montag, 17. Juni 2019, 23:53

Moin,

das Meiste wurde schon gesagt.


- Stützlast prüfen. Maßgeblich ist hier der niedrigere Wert (Anhänger bzw. Zugfahrzeug). Ich kenne da jemanden ( :) :) ), der aus Nichtkenntnis der Stützlast ca. 600km mit ca. 420kg (bei zugelassenen 150kg) Stützlast gezogen hat und anschließend die Tandemachse des Anhängers um fast 45 cm nach vorne versetzt hat. Im Falle einer Kontrolle wäre Ende der Fahrt gewesen. Aus 420kg Stützlast macht man bei einer Tandemachse durch Umladen keine 150.


- zulässiges Gesamtgewicht Hänger UND Zugfahrzeug, sowie zulässige Anhängelast beachten. Die Stützlast wird dem Zugfahrzeug zugerechnet, bzw. vom Gesamtgewicht des Hängers abgezogen. Und je nach Fahrerlaubnisklasse (ich gehe mal von alter Klasse 3 aus, da ist es unwichtig) wird auch noch das Gesamtzuggewicht interessant.


- Wie schon anderweitig erwähnt, solange der Süden Deutschlands gemeint ist sind die Toleranzen bzgl. der Gewichte sehr moderat. Wenn es weiter südlich gehen soll, unsere Nachbarländer sind da weniger tolerant was die Bußgelder angeht.


Bzgl. stehendem Gut: Ich bin ein großer Freund von Gummistrops / Zeisings mit den Kugeln (https://www.ebay.de/itm/153066233636). Man kann sich damit ziemlich weh tun, aber das macht man nur ein- oder zweimal. Danach ist man vorsichtiger bei der Anwendung, vor allem beim Lösen :D :D . Stehendes Gut befestige ich zunächst mit dem laufenden Gut (im Prinzip weit gezogene halbe Schläge am Mast und abschließend kommen noch ein paar von den Strops drum.


Viele Grüße,


Dirk




pks

Salzbuckel

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Wohnort: Mittelfranken

Bootstyp: ehemals: Conger - Friendship 25 HK - Compromis C999

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8

Dienstag, 18. Juni 2019, 00:18

Achten auf die max. Geschwindigkeit, bei meinem Gespann mit ~2To Anhängelast war das etwas über 80 km/h

bei 85 ging das Aufschaukeln los, da hilft nur ein kräftiger Tritt auf die Bremse
Peter

reinglas

Bootsmann

Beiträge: 134

Wohnort: Berlin

Schiffsname: demnächst: "THEA"

Bootstyp: GFK-Kajütboot (Hai 590)

Heimathafen: Berlin Spandau /Johannisstift

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9

Dienstag, 18. Juni 2019, 00:41

Boot trailern über lange Strecke

bisherige Hinweise und Anregungen sind gut. Einige sollte man unbedingt, andere kann man befolgen.
Z.B. Reserve-Rad kann man haben - muß man bei Reifenpanne haben..... und wann kommt Reifenpanne? Manche PKW's fahren 200.000 km ohne ein Ersatzreifen zu brauchen - manche Trailer auch.
Wichtig: nur eine Sorte Reifen sind zeitlich begrenzt. Es sind die Reifen von Anhängern die 100 km/h erlauben, sie dürfen nicht älter als 6 Jahre sein und sind dann auszutauschen. Die Zulässigkeit aller anderen Reifen (PKW, LKW, Anhänger) sind altersunabhängig nur von ihrem Zustand abhängig. Polizisten und TÜV-Prüfer wissen das und "nutzen" dieses Wissen hemmungslos.
Eine 20 km-Fahrt mit 50 km/h sollte so vorbereitet sein, wie eine 800 km-Fahrt mit 100 km/h. Salinge würde ich auch bei einem Kleinkreuzer abbauen. Ihre Anbringung ist für eine solche Belastung (100/80 km/h) nicht ausgelegt. Wanten, Stags und Fallen können am Mast angepänselt werden (5 x). Der Mast sollte unbedingt in Längsrichtung abgesichert sein. Eine Notbremsung oder Auffahrunfall darf den Mast nicht zum Geschoß werden lassen.

Beiträge: 966

Wohnort: Zeuthen

Schiffsname: Celia

Bootstyp: Hunter 23

Heimathafen: Zeuthen

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10

Dienstag, 18. Juni 2019, 08:25

Wichtig ist es, die Spanngurte nicht zu fest zu zurren (beschädigt Dein Schiff) und auch nicht zu lose zu lassen (beschädigt ebenfalls Dein Schiff). Nach ein paar Kilometern anhalten und die Spanngurte prüfen und ggf. nachziehen. Nach spätestens 50 Kilometern wiederholen. Ich ziehe bei mir die Spanngurte vorne vor und hinten hinter den Klampen über das Deck, so dass mein Schiff auch nicht entlang der Fahrtrichtung verrutschen kann.


Wieso sollten zu fest gespannte Gurte das Schiff beschädigen? Zur Ladungssicherung ist es auch noch nötig, einen Gurt diagonal vom Trailer zur Bugöse zu spannen, um die negativen Beschleunigungen abzufangen. Eine Niederzurrung (auch wenn die Klampen ein verrutschen des Gurtes verhindern) ist dazu ungeeignet. Eine diagonale Abspannung nach hinten wäre dann perfekt, um Bewegungen innerhalb der Längsachse zu eliminieren.
Caravanspiegel benötigt man nur bei einem Schwertboot, ein Kielboot steht so hoch, daß man da drunter durchschaut.
Gruß, Jörg!

Capri1992

Leichtmatrose

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Wohnort: Müllheim

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Bootstyp: Albin Vega 27

Heimathafen: Amsterdam

Rufzeichen: PF2595

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11

Dienstag, 18. Juni 2019, 08:48

Hallo zusammen,

in Kürze werde ich einen Kleinkreuzer über eine längere Strecken (ca. 800km) auf dem Trailer transportieren. Welche Vorbereitungsschritte sind denn so gängig/empfehlenswert?

Selber fällt mir ein:
- Außenborder abbauen
- Schwere Gegenstände und Kanister aus den Backkisten entfernen
- Wanten/Stagen entfernen? Hier bin ich mir nicht ganz sicher, da ich ggf. die Trimmeinstellung verliere, da die Spanner auseinander geschraubt werden müssen.
- Fallen in den Mast ziehen? Fallenschäkel entfernen?
- Baum unter Deck oder auf Trailer verzurren
- Salinge dran oder ab?
- Windex abnehmen

Wäre für Ideen/Anregungen dankbar.

Viele Grüße

Christian
Hallo Christian


In Erfahrung habe ich ein 4 T Schiff 6´000 Meilen durch USA gezogen und in Europa ein 3 T über etwa 1´600 Km, nur begrenzt Autobahn.

Ich würde beurteilen, es ist wichtig, dass Du deine Route festlegst. Kommst du durch Ortschaften, mach dich mit Goolge Maps voerher schlau. Fahr denn Schlepper vorher und mach dich vertraut mit ihm.

Loses, alles auf den LKW Ladefläche (Aussenborder unbedingt) Vorsicht Diebstahlgefahr
Was in den Backkisten war, liess ich da. Ist ja wie in einem Sturm. Wenn gepackt, dann still.
Wanten/Stagen? Ich habe die gesamte Takelage unten entfernt. Vorher, unbedingt die Verschraubung markieren, damit du beim Neuspannen einen Anhaltspunkt hast (kommt darauf an, ob du Wantenspanner verwendest, oder selbst draussen spannst). Markiere jedes Paar Wantenspanner und Zubehör mit einem Klebestreifen und einer Nummer. Die Verschraubungen sind leicht angerostet und daher, wenn sie nachher nicht mehr die gleichen zusammen gehören, geben sie Probleme. Reinige alles zuvor mit Natrium. Flugrost und alles sollte mit Natrium behandelt sein. Ich nheme nie Stainless Steel Polisher, da Natrium ph-neutraler und den Rost entfernt und alles wieder glänzendmacht, aber nicht ätzt.
Fallen etc. alles bündeln. Nicht entfernen, da je mehr entfernt, umso komplizierter. Nimm Klebeband zum bündeln und sichern, aber nciht entfernen.
Baum separat auf der Ladefläche Transporter
Salinge einklappen und sichern. Nicht entfernen
Windex unbedingt entfernen. Meine gehen immer kapuut, wenn nicht entfernt.

Viel Spass und dur wirst unbedingt Verbesserungen feststellen. Es gibt nichts Perfektes und jeder machts anders.

Das Schiff ist ein Balancefahrzeug. Festzurren ja, aber nicht anspannen bis zum geht nicht mehr. Ein guter Hänger hast du Balance, so alleine. Bring hinten ein Schild an "Bremsweg beachten, Distanz nehmen" Hafte nicht dafür, dass Du mein Schiff bezahlst beim auffahren!

Lichter unbedingt in Ordnung halten.Kurvenabstand vomrandstein gut üben. Du hast ein langes Fahrzeug und musst ausholen. Kreiselfahren üben. Gut wäre ein Beifahrzeug und Kontakt per Radio... gegenseitig aufmerksam machen.

Anker auf die Ladefläche nehmen, Ankerkasten leer halten.

Auf der Seite und vorne und hinten Leuchtreflex Plastikstreifen anbringen
Gegen den Wind zu segeln ist manchmal einfacher, als die Mitmenschen zufriedenstellen! :O

12

Dienstag, 18. Juni 2019, 10:37

Lach nicht, aber wir verpacken unseren Mast seit Jahren mit Küchenklarsichtfolie einfache alles einwickeln, nix klappert und schabt. Kostet so 60 Cent pro Verpackung und 5 Minuten Arbeit.

Yellow Boat

Salzbuckel

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13

Dienstag, 18. Juni 2019, 10:48

Und...... zovor ganz genau dei totale Höhe messen . Nicht alle Brücken sind gleich hoch , vorallem nicht innerhalb von Städten . Dann sollte man schon seine Höhe genau kennen. :rolleyes:
Ad

frank_x

Salzbuckel

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14

Dienstag, 18. Juni 2019, 11:16

Überführung Berlin=>Lorient

Nicht ganz vorschriftsgerecht ( fehlende 3m-Tafeln ) und die Warntafel am Mastende war auch nicht so ideal, da nicht winddruck-sicher.

+ Salinge, Wanten, Stage, Fallen etc. kann man dran lassen, wenn gut gesichert.
+ Diagonale Abspannung
+ Sichere Auflagen
+ Auch auf/im Boot ALLES sichern - das fliegt sonst mächtig durch die Gegend

So oder so ähnlich bin ich dann noch oft mit dem Schiffchen gefahren.
»frank_x« hat folgende Datei angehängt:
  • Foto0640.jpg (144,19 kB - 28 mal heruntergeladen - zuletzt: 2. August 2019, 10:01)

Yellow Boat

Salzbuckel

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15

Dienstag, 18. Juni 2019, 11:22

In diesem Fall wúrde ich auch die Ruder abbauen .

Ad

starkiter

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16

Dienstag, 18. Juni 2019, 11:28

Zum Polstern von Wanten Profilstag oder ähnliches eigentlich sich gut Stücke Isolierung für Warmwasser oder Heizungsrohren zubenutzen.
Sollten die Gurte am Schiffsrumpf seitlich aufliegen, unbedingt polstern sonst hast du dort eine Scheuerstelle.
Gute Fahrt Holger

frank_x

Salzbuckel

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17

Dienstag, 18. Juni 2019, 11:46

Kann man machen und macht manche Passage ( von Mautstationen ) auch einfacher. Aber ... ist eine weitere Stunde Aufwand ...

In diesem Fall wúrde ich auch die Ruder abbauen .

Yellow Boat

Salzbuckel

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18

Dienstag, 18. Juni 2019, 12:07

Kann man machen und macht manche Passage ( von Mautstationen ) auch einfacher. Aber ... ist eine weitere Stunde Aufwand ...

In diesem Fall wúrde ich auch die Ruder abbauen .


Ach du meine güte , schon wieder einer der immer in Eile ist .
Da sollte man einfach mal "entschleunigen" , viel besser für die gesundheit in vielerlei Hinsicht. ;)
Ad

19

Dienstag, 18. Juni 2019, 15:22

Vieles schon gesagt, vielleicht noch dies:

Ladungssicherung: die wichtigste Leine ist die vom Bugbeschlag auf den Trailer, sie sitzt ausreichend nah am Drehpunkt (Kupplung) und verhindert, dass das Boot anfängt zu schlingern, nur wenn die fest ist fährt das Boot sauber hinterher. Schlingern macht es dann, wenn man nur an den Stützen befestigt. Ist die Leine am Bug fest, schlingert/schaukelt auch der Hänger nicht.
Was am Boot befestigt/angebunden ist muss auch fest sein, alles andere schamfilt, und zwar aufgrund der Windgewindigkeit mächtig. Fallen nach oben ziehen und unten aufschießen, optimal ist ein alter Langsack eines Segels, da kommt alles rein, wenn man nicht ein komplettes Mastpersenning hat wie Regattaboote es haben. Gute breite Spanngurte nehmen, am besten jeder ausgelegt auf die Gesamtlast. Hinterher Soanner einfetten, die gammeln sonst beim rumliegen.
Mast darf (in einigen Ländern) nicht mehr über die Kupplung nach vor ragen. Ebenfalls beachten, wie lange der Mast nach hinten übersteht (echtes Problem bei Masten, die nicht an Deck stehen).

Wichtig ist bei der Kupplung, das Fangseil der Hängerkupplung muss an dem Fahrzeug eingeklinkt sein. Dazu sollte die Kupplung eine entsprechende Öse haben (haben aber immer noch nicht alle!) andernfalls an der Abschleppöse sichern. Die übliche Praxis mit einer Schlinge um die Kupplung ist heute unzulässig und wird zumindest in CH und NL mit hohem Bußgeld belegt.

Einige Länder (Italien!) erfordern rot/weiß schraffierte Tafel hinten. Kostet sonst teuer Geld.

Fahren: Hangerfahren ist angenehm. Man schafft große distanzen weil man lang und konstant fahren kann wie ein LKW. Möglichst sich von lkw fernhaften, dh knapp über 84 km/h der LKW bzw auch nachts fahren. Das geht wirklich besser und angenehmer, gerade wenn es voll ist in den Sommermonaten. Beachte, wenn der Hänger auf 100 km aufgelastet ist darf auch 100 gefahren werden, aber nicht mehr! 105 sind 25 km zu schnell und bringen erhöhtes Bußgeld! Überholverbot für LKW gilt auch für Gespanne >3,5 t. Das kann sehr nervig sein, weil man zB bei abbiegen in der LKW Kolonne ggf stehen muss, wenn der Verkehr sonst noch rollt. Hohes Bußgeld.

Vorsicht bei Baustellen und seitlichen Niveauunterschieden. Bootshanger mit Kielbooten (höherer Schwerpunkt) werden bei zu hoher Geschwindigkeit kopfüber „katapultiert“.

Hangerreifen: stehen sich kaputt! Abgefahrene gibt es praktisch nicht, aber die Lagen brechen wenn der Hänger auch unbeladen lange rumsteht. Da die Reifen oftmals weniger gängig sind werden a) oft alte Reifen geliefert, selbst neue Hänger bekommen Lagerware (billiger) montiert und b) sind bei einer Panne ggf schlechter zu beschaffen. Darum Ersatzreifen und möglichst gängige Großen montieren, was aber aufgrund der Tragzahl des Reifens dann auch nur begrenzt nutzt.

Beladen: NICHT den Hänger wassern, selbst wenn die Nabe wasserdicht ist, die Bremsen sind es nicht. Folge, Bremse gammelt über die Zeit fest, Belag reist beim Fahren ab und schiebt sich unter die andere Backe, Rad läuft heiß und reisst ab. Klassiker.....
Gruß

LeoM

Leichtmatrose

Beiträge: 45

Wohnort: Wiesbaden

Schiffsname: easy smile

Bootstyp: Seascape 24

Heimathafen: Schierstein

Rufzeichen: DG7014

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20

Dienstag, 18. Juni 2019, 17:24

Und...... zovor ganz genau dei totale Höhe messen


Ist vor allem bei Tankstellen an den Autohöfen wichtig: die haben oft eine Höhenbegrenzung, damit LKW's nicht in den PKW-Bereich fahren. Das kann mit Boot und leicht hoch stehendem Mast knapp werden. Und im LKW-Bereich kann man mit PKW i.d.R. nicht tanken :(

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