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Edi

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  • »Edi« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 22. August 2019, 16:21

Dehler 92

Hallo Schwarmwissen,

ich liebäugele (ganz vorsichtig) mit einer Dehler 92 auf 1975.
Gibt es dazu etwas was man unbedingt wissen sollte?
Die "normalen" Dinge wie Pflegezustand, Osmose. etc. meine ich jetzt nicht, sondern eher etwas für diese Boot typisches.

Bin gespannt ... (und danke im Voraus ;))
Viele Grüße von der Paloma :segeln:

Löhni

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2

Donnerstag, 22. August 2019, 16:45

Du meinst sicher die Optima 92?
Das ist ein grundsolides Schiff. Als "Schwachstelle" fällt mir da eigentlich nur die hydraulische Lenkung ein, die in späteren Jahren bzw. bei Nachfolgemodellen wie meiner Optima 98GS, durch eine mechanische (Kette/Bowdenzug) Steuerung ersetzt wurde.
Auch der Antrieb war wohl bei älteren Modellen etwas speziell (auch hydraulisch?).

Das Dehlerboote-Forum kennst Du? Da findest DU reichlich Infos zur Optima.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

Löhni

Salzbuckel

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3

Donnerstag, 22. August 2019, 17:32

Ach ja, auch die Rumpffenster sind nicht ganz unproblematisch und wurden bei vielen Optimas schon getauscht.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

4

Donnerstag, 22. August 2019, 19:02

Ich hatte ja auch eine fast 5 Jahre lang. Die Steuerung (Hydraulik) habe ich reparieren lassen. Ansonsten hatte ich die Version mit einer festen Welle. Schlimm waren die Bastelleien meiner Vorbesitzer, ansonsten ist die Optima ein schnelles, sehr geräumiges und stabiles Schiff.
Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Schiff ohne Segel..

wellenvogel

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5

Donnerstag, 22. August 2019, 19:15

Ruderanlage ausprobieren, Hydraulik ist oft ziemlich am Ende. Kann man probieren, wenn man das Rad auf Anschlag dreht und versucht, ob es weiterrutscht.
Könnte man auch rausschmeißen, wenn man Spass am Segeln will.
Rumpffenster sollten neu sein (Alu-Rahmen sichtbar).
Wassertank genau anschauen, ist laminiert...
Wasserabläufe vom Deck unter die Wasserlinie typisch ohne Seeventil - auch einen Blick wet.

Edi

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6

Donnerstag, 22. August 2019, 21:46

Super
Viele Grüße von der Paloma :segeln:

Edi

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7

Donnerstag, 22. August 2019, 21:58

Vielen Dank für die Hinweise. ;)
Viele Grüße von der Paloma :segeln:

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8

Freitag, 23. August 2019, 06:52

Die Optima 92 VAGANT ist das erste Schiff, auf dem ich je (mit)gesegelt bin. Das war übrigens einer von 3 Prototypen dieses Schiffes gewesen.
Nach dem Besuch eines Filmvortrags des Freienohler Weltumsegler-Ehepaares Ursel und Friedel Klee sind wir mit 3 unerfahrenden Jungspunden mit Friedel Klee in einer Kneipe versackt und haben seinen Geschichten von der Weltumsegelung 1976-79 gebannt gelauscht. Die hatten darüber auch bei DK ein Buch veröffentlicht...
Weil der Abend für die ganzen Geschichten nicht reichte, haben die beiden uns für ein Wochenende nach Großenbrode eingeladen. Das war 1981...
Die beiden hatten vor der Weltumsegelung die Radsteuerung gegen eine Pinne ausgetauscht und einen schwereren Kiel unterbolzen lassen, Doppelte Wanten, ein doppeltes Vorstag, Tritte in den Mast, eine ausklappbare manuelle Ankerwinsch und eine Schwing-Pilot-Windfahne sowie einen Petroleum-Kocher nachgerüstet. Probleme auf der Langfahrt hatten die immer wieder mit "dem an und für sich sehr guten Diesel in seiner viel zu kleinen Kammer".
Begeistert waren die Klees von den Am-Wind-Eigenschaften und dem angenehm weichen Seeverhalten, was wir an diesem Wiochenende bei ziemlich grobem Ostseehack bestätigt fanden. Wir hatten zwei Jahre später mal ein HHafen eine 92 gechartert, da war das Segeln mit diesem Schiff ebenfalls eine Freude.
Auf ihrer zweiten Weltreise sind die Klees dann in einem Sturm vor Alaska mit ihrer Optima durchgekentert und verloren ihren Mast. Nachdem sie dann ein Spruce-Rigg(!) stellen ließen, ging es weiter. Da haben sie sich von Bernard Moitessier (den älteren Semestern sagt das sicher was) und den Telegrafenmasten auf dessen JOSHUA inspirieren lassen, den sie im Südpazifik getroffen hatten und mit dem sie auf einem Atoll zur Bekämpfung der Ratten Katzen ausgesetzt hatten...
Die beiden haben bis an ihr Lebensende auf diesem Schiff gelebt, auch Kap Hoorn haben sie mit der kleinen Optima passiert. Ursel ist meines Wissens 1999 im Pazifikraum gestorben, Friedel segelte allein weiter und strandete 2001 in Oregon, nachdem er wohl an einem Herzanfall verstorben war.

Mehr dazu findet man auf der Seite von Franz Josef Molitor, der das Andenken der beiden bewahrt und da auch Briefe von Langfahrtgrößen wie Erdmann, Schenk und halt auch Moitessiert veröffentlich hat.


http://www.molitorfj.de/1%20Private%20Homepage/Friedel-Klee-Seite.htm

Die Seite scheint es aber nicht mehr lange zu geben, die Zeit vergeht...

Langfristig sind aus eigener Erfahrung die Dehlertypischen Luken dieser Zeit ein Problem. Keine Alurahmen sondern eine Plexiglasscheibe, die einfach nur auf den Gummiwulst drückt. Da kein Alu-Rahmen-Labyrinth existiert, dringt Wasser ein, sobald die Dichtung ein wenig altert. Das kenne ich so auch von meiner Delanta, die ich Mitte der 80er hatte. Und an meiner Varianta65, die ich hier noch rumstehen habe, ist das auch so.

Dehlertypisch sind auch die Kunststoff-Innenschalen nicht ohne, die an beanspruchten Stellen gerne auch mal einen Riss bekommen. Dehler hatte damals eigens eine Vakuum-Tiefzieh-Anlage in seiner Werft, in der sehr große Kunststoffplatten erwärmt und dann in Form z.B. der Innenschale tiefgezogen wurden. Das erreicht nicht die Haltbarkeit einer laminierten Struktur, wie man sich denken kann.

Insgesamt aber ein Schiff, mit dem man durchaus viele Vorhaben realsieren kann.

Handbreit Norbert
"To infinity and beyond" (Buzz Lightyear)

9

Freitag, 23. August 2019, 08:13


Franz Josef Molitor hat hier im Board ja auch viel geschrieben. Was ist eigentlich aus ihm geworden? Er gehörte ja zu denen, die in ihren Beiträgen was zu sagen hatten...
Sorry für die Abschweifung.

Ceterum censeo: ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (K. Adenauer)

nixxe

Ich bin 2 Øltanks

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10

Freitag, 23. August 2019, 08:23


.....die Radsteuerung gegen eine Pinne ausgetauscht....


das wäre auch mein erster Gedanke.
Aber ein bewährtes Schiffchen. Stabil und flott.
Unite behind the science

Rübezahl

Salzbuckel

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11

Freitag, 23. August 2019, 09:39

Wenn die Optima 92 eine feste Welle und keinen Saildrive hat, dann unbedingt den Wellenbock ansehen !! Der ist oftmals nicht mehr dicht und eine Reparatur durchaus aufwendig und teuer.
War bei meiner Optima 98 so und ich kenne auch weitere Boote, die den schaden hatten. Liegt daran, das Dehler damals aus dem Regal genommen hat, was da war. Und da hätte man manchmal besser arbeiten müssen.

Der Wellenbock wurde oft einfach durch den Rumpf gesteckt und dann von oben einfach mit Polyester und Matte sozusagen zugeschüttet. 2 Schrauben durch den Wellenbock, damit er nicht nach unten fallen kann und gut. Das ist aber eher pfusch und wird irgendwann zu einem Problem. Leider wurde da oft nicht ordentlich laminiert.

Also unbedingt prüfen und vom Sachverständigen ansehen lassen. Denn wenn da Risse vorhanden sind und Wasser eindringt ist das kein Spass !! Und dann auch gleich das Stevenrohr begutachten lassen. Das ist sozusagen eine "Einheit". Auch das Stevenrohr ist oft nicht ordentlich laminiert und einfach mit viel Polyestermatsche eingeklebt. Und da sollte man dann sein Augenmerk drauf richten. Ansonsten sind da schnell mal 5 TEUR fällig für die Reparatur. Ich kann ein Lied davon singen und habe nur Glück gehabt, das eine Versicherung das übernommen hat. Aber das ist nicht gesagt, das dies immer funktioniert.

Also Obacht !!

Bei Saildrive sieht das anders aus. Dazu kann ich dann nichts beitragen.
Der Bremer Ostseeveteran
Ralf

Wenn oben mehr Wind weht als unten, warum segelt mein Schiff oben nicht schneller ?( 8o

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