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141

Montag, 30. Juli 2012, 09:39

hat er doch gemacht Claus,

das AHRS-Modul ist so ein 3 x 3 Achsen Teil aus dem Hubschrauberbereich.

- 3 Achsen Lagesensor
- 3 Achsen Beschleunigungssensor
- 3 Achsen Magnetometer


Dagegen ist ein Raynarine-Gyro ( 1 Achsen-Drehwinkelsensor) Kleinkinderspielzeug.
Grußß Svenning

  • »Heinrich-Der-Seefahrer« ist der Autor dieses Themas

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142

Montag, 30. Juli 2012, 09:40

Moin,
... wiederholten Male gelesen habe, frage ich mich, warum man den Gyro nicht aus einem vorgefertigten System heraus entwickeln konnte?

"Den Gyro entwickeln" ist grob am Thema vorbei. Hier geht es um die Vorteile eines 9-Achsen AHRS (siehe threadtitel) als Kursreferenz im Vergleich zu
einem einachsigen Drehratensensor, wie er in mittelpreisigen Consumergeräten der Marineindustrie zur Stabilisierung des Fluxgate-Kompasses eingesetzt wird.


Ich bin nun weit davon entfernt, die technische Leistungen von Joern auch nur entfernt beurteilen zu können. Daher habe ich die Details der Steuerungstechnik auch nicht verstanden, die meine Frage vielleicht beantworten würde. Ich weiß auch, dass der Knackpunkt in der Software, nicht in der Hardware steckt. Ich komme auf diese Frage, weil ich mich schon länger mit der Steuerung von Modellhelikoptern beschäftige.

Bei tatsächlicher intensiver Beschäftigung damit wird das technische Verständnis sicher etwas besser ;-)
Was ist als "Knackpunkt" zu verstehen? Ggf. der Punkt des Einschlafens? (|
Modellhelikopter werden auch nach optischen künstlichen Horizonten in Zusammenhang mit einer 6-Freiheitsgrad-IMU (Inertial Measurement Unit) und GPS geflogen/damit Lagestabilisiert. Nämlich, weil wenn von Elektromotoren angetrieben oder gesteuert(Servo's), ein Magnetometer als Kursreferenz kaum mehr eingesetzt werden kann.. :P
Allerdings benutzt man auch dabei zur Sensorfusion Kalmanfilter (das hat nu wieder mit kaltem Kaffee nix zu tun, sondern mit Matrizenrechnung und Fehlerwahrscheinlichkeiten / Vertrauensbereichen).


Dort werden seit einigen Jahren solche Gyros (2-Achs und 3-Achs) zur Lagestabilisierung eingesetzt. Zunächst nur zur Stabilisierung der Hochachse und seit einiger Zeit auch für alle Achsen, inkl. Drehrate usw. Das funktioniert so perfekt, dass man auch komplexe Manöver mit de Helis (oder auch Gyrocopter) ohne detailierte Fremdeinwirkung fliegen lassen kann. D.h. es sind nur die Steuereingabe für die neune Flugbewegung nötig, Korrekturen der Windabdrift, des Drehmomentausgleichs usw. sind nicht mehr nötig. Die hohen Stückzahlen der Geräte führen zu Preisen zwischen 150,-- und 450,-- EUR (es gibt auch Expertensysteme, die teurer sind) Ich gehe davon aus, dass diese Gerätre bekannt sind. Ich gehe ebenfalls davon aus, dass man da nicht so einfach in die Software reinkommt, allerdings gibt es auch eine Openspource Entwicklungsgruppe für so einen Gyro.

"Komplexe Mannöver .... ohne detaillierte Fremdeinwirkung..." - also ohne Fernsteuerung? oder wie?
"Erst nur für die Hohachse, und dann auch für die Achsen" - also wie und was denn jetzt?
"Steuereingabe..." - Was hat denn das Finanzamt mit Gyros an Tzaziki zu tun? Griechenland-Krise?
"... gibt auch Expertensysteme" (also je komplizierter, desto teurer???) Was muss man studiert haben, um das dann fliegen zu können? Ggf. Astral-Kybernostik?
"... gehe davon aus dass die Geräte bekannt sind..." welche jetzt? Haste mal nen link über die bereits genannten hinaus?
"... in die Software reinkommen..." wie ist das zu verstehen, jetze? Reinkommen im sinne: "Hacken" oder "Disassemblieren" oder "Open source code kopieren" oder "Algorithmen verstehen" oder was ganz anderes?
Klär doch bitte mal die vielen offenen Fragen, die sich aus Deinem Post ganz zwanglos ergeben, bütteeeee.... :)


Also, was sprach jetzt dagegen, so ein fertiges Modul ins Segelleben zu konvertieren? Hätte man damit nicht noch einiges an Entwicklungzeit sparen können.
Ich bitte darum, dies nur als offene Frage zu verstehen, und nicht als Kritik an der Arbeit selbst. Letzten Endes hätte ich eben auch gerne etwas zuverlässigeres als meinen Autohelm2000, nur bezahlen muss ich es können.
Gruß Klaus


B-CALMXP intelligent sailpilot = AHRS + KURSCOMPUTER + DISPLAY + IRGENDEIN ELEKTROANTRIEB
AHRS = LAGEREFERENZSYSTEM (Magnetometer, Gyrometerm Accellerometer, zus. GPS-INPUT)
KURSCOMPUTER = HAUPTMIC + MOTORCONTROLLER + SCHALTNETZTEIL
DISPLAY = 5TASTEN + LCD-ANZEIGE

Modularer und vorgefertigter geht's doch kaum noch. Alles zusammengesteckt. Alles open Hardware Module ausm Versand.

Joern

143

Montag, 30. Juli 2012, 09:56

Dass es im Segelbereich keine anständige Technik auf der Höhe der Zeit gibt liegt wohl daran, dass der Druck des Marktes fehlt. Solange beispielsweise die Leute mit serieller Datenübertragung mit 4600 Baud zufrieden sind (d.h. Stand der Technik von vor 40 Jahren) sieht kein Hersteller eine Motivation was ordentliches anzubieten bzw. wenn, dann nur zu exorbitanten Preisen. Ich merke das derzeit an meinem Ladegerätthema: Das alte ist so ein Yachtteil, billig aufgebaut, deshalb abgerauht und teuer verkauft. Das neue ist ein Industrieteil. Kostet die Hälfte, wiegt das doppelte, d.h. hat massivere Trafos drin.
Das ist bei Autopiloten das selbe. Die Frage ist auch: Brauche ich einen technisch perfekten AP? Meiner ist technisch gesehen 20 Jahre alt. Ich sag's mal so: Er hält das Boot auf Kurs mit minimalen Steuerbewegungen. Bei Wellen von schräg achtern kommt er halt an seine Grenzen, wie jeder AP den ich bisher kenne, d.h. das Boot neigt dann zum geigen, hält aber insgesamt Kurs. Wie der rechnet ist mir eigentlich wurscht, er tuts halt.
Ne andere Frage: Kann man dieses AHRS Wunderteil irgendwo einbaufertig kaufen? Was kostet es? Ist es denn auch entsprechend "seefest"? Die tollste Rechenmimik nutzt ja nichts, wenn das Ding dann wegen salzhaltiger Luft, Hitze, Kälte, Vibrationen o.ä. aussteigt.

  • »Heinrich-Der-Seefahrer« ist der Autor dieses Themas

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144

Montag, 30. Juli 2012, 11:12

Hab bei meinem Autohelm ST4000 Pinnenpiloten eine Funkfernbedienung - sehr praktisch vor allem beim Segelsetzen. Ist das vielleicht irgendwann auch beim B-Calm möglich?


Ist das denn beim Autohelm4000 störunempfindlich? Hab da etwas Bedenken diesbezüglich. (wenn da gerade 3 Autohelm nebeneinander beim Segelsetzen unterwegs sind... (| )
Es gibt da im open Hardware -Bereich das Xbee-Modul, damit sollte das eigentlich recht zwanglos gehen...
Dann noch einen Arduino+Xbee-Shield, eine kleine 7-Segmentanzeige, für "OFF" / "261°" und ein - meistens das schwierigste:
Wasserdichtes Hand-Gehäuse mit drei Tasten: Links / rechts / APONOFF - erstmal eins finden, wo alles reinpasst, und ein Akku....
Und dann fix bisserl Software tippern, schon ist die Fernbedienung fertig. Gleichzeitig MOB-Wachhund: Hartruder bei Signalverlust.... ;)

AP-seitig ist serieller Tastendruckempfang bereits realisiert, hier werde ich dann wohl aufgrund dieser Nachfrage (layoute gerade das Produktions-mainboard) einen Xbee-Sockel vorsehen, der dann auch einen Pin zum senden von Daten an die Fernbedienung bekommt.

@catrig: Es geht hier im wesentlichen um Energie- und Verschleißeinsparung bei guten Bedingungen. Und da sehen die kommerziellen aus gutem Grund verdammt schlecht aus.
Dass als Abfallprodukt ggf. auch eine Verbesserung beim Seegangsverhalten einstellt, ist da eher nebensächlich, weil das Limit bei zunehmendem Seegang irgendwann die Stellmotorgeschwindigkeit und - vorausschauendes Steuern wird. Niemand wird im Sturm gerne das absurfen von hohen Wellenbergen einem AP überlassen, dann schon eher einer WSA...

Joern

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Heinrich-Der-Seefahrer« (30. Juli 2012, 12:49)


Klaus13

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145

Montag, 30. Juli 2012, 15:43

Ok, danke Jörn,

ich betrachte meine Frage mal als beantwortet. Hier kann ich eben nicht mit, soll wohl auch nicht sein.
Ich meinte übrigens sowas Ac3X

Gruß Klaus
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146

Dienstag, 31. Juli 2012, 14:19

Ok, danke Jörn,

ich betrachte meine Frage mal als beantwortet. Hier kann ich eben nicht mit, soll wohl auch nicht sein.
Ich meinte übrigens sowas Ac3X

Gruß Klaus



Na, das ist doch mal was substantielles! :)
für 495,- Euro - allerdings ohne Kompass...
Und ohne Hochstrom-Motorcontroller.
Das ist eine IMU,und zwar mit 6 Freiheitsgraden: 3 mal Drehrate, drei mal Accellerometer.
Danke für den Link!

Joern

jensstark

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147

Dienstag, 31. Juli 2012, 15:38


Es gibt da im open Hardware -Bereich das Xbee-Modul, damit sollte das eigentlich recht zwanglos gehen...
Dann noch einen Arduino+Xbee-Shield,

...oder das Ganze "vernünftig" nachgebaut. Der Arduino ist ja recht groß und mit den Shields relativ hoch - das läßt sich sicher deutlich kompakter bauen, wenn der Prototyp erst einmal läuft. Oder man nimmt die Fertigversion mit Bluetooth und spart eine Stapelhöhe. Sollte reichen, wenn man nicht vom Hafencafé aus navigieren will, oder? :)

Wobei: Wenn Bluetooth, dann wäre auch eine Fernsteuerung über Mobiltelefon eine Möglichkeit.

Klaus13

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148

Dienstag, 31. Juli 2012, 20:34

Hier nochmal einer aus der Fliegerwelt. Meiner Erfahrung nach vergleichbare Qualität zum AC3X, aber deutlich günstiger MicroBeast. Vielleicht nützen die Infos was, sonst bitte ignorieren.
Ich wäre übrigens auch an so einer PiPi-Steuerung interessiert. Autohelm ST2000 vorhanden.

Gruß Klaus
Die Neue: MARIS

strandläufer

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149

Dienstag, 31. Juli 2012, 21:03

Ich bin auch weiterhin interessiert. Wie oft habe ich in diesem Jahr meinen TP 10 verflucht...

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150

Dienstag, 31. Juli 2012, 23:53

Innen hat mein oller TP10 (elektronik rausgerissen) jetzt nur 2 Endschalter auf kleinen Epoixi-Sockeln mehr:

Und damit fahr ich jetzt - wenn das Geräte von meiner Hightech-Kiste gesteuert wird - richtig leise und Nervensparend bei guten Bedingungen.
Bei viel Wind (Bft 5 und mehr für meine Sangria) muss das Gerät eben fast genausoviel orgeln wie vorher,
aber bei Glattwasser ist es mucksmäuschenstill.

Und das nenne ich als eingefleischer Windianer:
Fortschritt.

Viele Grüße

Joern
»Heinrich-Der-Seefahrer« hat folgende Dateien angehängt:
  • Bild 008.jpg (61,94 kB - 18 mal heruntergeladen - zuletzt: 7. Februar 2017, 20:25)
  • Bild 009.jpg (59,59 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 29. März 2014, 18:40)
  • Bild 010.jpg (57,32 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 29. März 2014, 18:40)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Heinrich-Der-Seefahrer« (1. August 2012, 00:04)


151

Mittwoch, 1. August 2012, 07:08

Sorry Meister, aber was ist da ein Fortschritt? Das macht doch jeder von Dir so geschmähte Stino AP wenn er richtig eingestellt ist.

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152

Samstag, 4. August 2012, 23:21

Hier nochmal einer aus der Fliegerwelt. Meiner Erfahrung nach vergleichbare Qualität zum AC3X, aber deutlich günstiger MicroBeast. Vielleicht nützen die Infos was, sonst bitte ignorieren.
Ich wäre übrigens auch an so einer PiPi-Steuerung interessiert. Autohelm ST2000 vorhanden.

Gruß Klaus


Danke für den neuen Hardware-Link, da find ich dann sowas:
Zitat:
Der im MICROBEAST integrierte Taumelscheibenmischer ermög licht darüber
hinaus die Verwendung von einfachen Fernsteuersystemen welche keine
eigene Taumelscheibenmischung besitzen (NO-MIX).

MICROBEAST kann viele Arten von Summensignalen verarbeiten (PPM / S-BUS
/ Spektrum / Multiplex SRXL). Mit dem optionalen Spektrum-Satelliten-Adapter ist der Einbau in
Indoor-Modellhelikoptern auch ohne großes Kabelaufkommen möglich.
Zitat/ende

Und das ist dann sehr Modellhelikopter-Spezifisch für 160 Euro.
Auf n'em Segelschiff herrschen etwas andere Anforderungen:
Hier sollte das Nord-Richtungssignal unabhängig von wellenbedingten Schiffsbeschleunigungen so weit wie möglich der Wirklichkeit entsprechen.
Und das liefert eben nur ein auf die Beschleunigungen eines Segelschiffs abgestimmter Kalman-Filter, der erkennt,
ob das gerade ein kursunerheblicher Welleneinfluss am Acceleromer war, oder eine tatsächliche Kursänderung...
Und den AP und Ruderwinkeländerungen eben darauf einstellt.

Joern

P.S.: So toll der elektriker auch werden kann, mit technologie, hardware und software-know-how, nichts geht über den mechanischen Segelbootsteuerkameraden: WindGear.

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153

Samstag, 4. August 2012, 23:40


Es gibt da im open Hardware -Bereich das Xbee-Modul, damit sollte das eigentlich recht zwanglos gehen...
Dann noch einen Arduino+Xbee-Shield,

...oder das Ganze "vernünftig" nachgebaut. Der Arduino ist ja recht groß und mit den Shields relativ hoch - das läßt sich sicher deutlich kompakter bauen, wenn der Prototyp erst einmal läuft. Oder man nimmt die Fertigversion mit Bluetooth und spart eine Stapelhöhe. Sollte reichen, wenn man nicht vom Hafencafé aus navigieren will, oder? :)

Wobei: Wenn Bluetooth, dann wäre auch eine Fernsteuerung über Mobiltelefon eine Möglichkeit.


Ok, haste was in Mache? Was muss zu einer Blauzahn-Steurung auf dem Mainboard draufsein?

viele Grüße

joern

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154

Sonntag, 5. August 2012, 09:35

Ich suche immer noch nach einer Pinnenpilotenlösung für mein Boot. Windsteueranlage geht (leider!) nicht, weil schmales Heck mit AB dran. Mein TP10 mit seinem sinnlosen Geruckel nervt.

Ich brauche also einen PiPi, der vor allem bei wenig Wind nicht so sinnlos herumruckelt - das scheint mir bei Jörgs Lösung schon mal gegeben - aber er muss auch bei mehr Wind und Welle ordentlich arbeiten, also besser als der TP10 mit seinen irren (sehr negativen) positiven Rückkopplungen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ich versteh leider kein Fachchinesisch, ist das bei der Konstruktion von dir, Jörg noch nicht wirklich gegeben?

Hier ist ein Viedeo von einem "Raymarine X-5" - entspricht das dem SPX-5? Das Ding scheint mir relativ überzeugend zu arbeiten, wobei hier das Boot unter Schwachwindbedingungen fährt, also ist es nicht wirklich sehr aussagekräftig. Mich würde mehr interessieren, wie das Gerät bei mehr Wind und Welle arbeitet.


Raymarine X-5 vs Navico TP30 Comparison
- YouTube

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155

Sonntag, 5. August 2012, 10:48

Ich lad Dich ein, komm nach Kolberg und sieh's Dir an...
Oder schau Dir meine Videos an, weiter oben verlinkt....
Ich finde gerade den "X5" in demvon Dir verlinkten Vergleich von Douwe Fokkema sehr charakteristisch für die Schwäche des "X5":
kaum Kursabweichung (nur rollen, kein gieren), aber dennoch Riesen-Steuerbewegungen.

Auch fokkema kommt in seinem video zu dem Schluss, dass der Navico hier etwas besser abschneidet.
(Und er hatte auf dem indischen Ozean alle Zeit der Welt, beide Geräte optimal einzustellen... :D )

Was welligen Halbwindkurs angeht:
Man muss sich das Gerät dann vernünftig parametrieren, was den Proportional- und Krängungsruderanteil angeht:
Zuviel Ruder pro Kursabweichung ergibt ggf. Übersteuern, aber eben schnelles Aussteuern von Wellen,
zuwenig ergibt ruhigeres Verhalten, aber starke Kursabweichungen werden langsamer ausgesteuert.
Für den ruhigen Rudervorhalt ist bei B-CALMXP ein Integrator zuständig.
Allerdings ist die maximale Ruderbetätigungsgeschwindigkeit, also rein elektromechanisch - bei zunehmender Welle auf Halbwind für eine brauchbare Steuerung irgendwann ein Limit, welches eine WSA nicht hat.

Es ist IMMER ein Kompromiss zwischen kurzfristiger Kurstreue und Energiebedarf/Verschleiss. Der jedoch bei B-CALMXP im Unterschied zu verschleissfreudigen AP-Steuerungen selber eingestellt werden kann.

Joern

PS-EDIT: Schau Dir doch mal SvenHeestermanns flache WSAan, die passt auch an ein Heck mit AB.
Eine HAI 710 (Aussenborder, angehängtes Ruder fährt übrigens seit kurzem auch unter WindGear ):
http://www.windautopilot.de/_de/images/s…on/HAI710_A.JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Heinrich-Der-Seefahrer« (5. August 2012, 11:14)


strandläufer

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156

Sonntag, 5. August 2012, 12:20

Danke für die links Jörg! :)

Kolberg und die polnische Küste werde ich sicher mal besegeln, dann schau ich gern mal vorbei.

Leider ist mein Heck wirklich sehr schmal, hab schon zig mal überlegt, ob man AB und Windsteueranlage nebeneinander montieren könnte, aber unmöglich. Und es sähe auch blöd aus und wäre zu viel Gewicht am Heck.

Deshalb hab ich auf Elektro gesetzt mit genügend Solarpanelen usw...

Die Steuerbewegungen in dem link oben fand ich auch ziemlich extrem, aber es scheinen mir noch halbwegs sinnvolle Ausschläge zu sein, die mit der Kränkung des Bootes zusammen hängen: Pinne nach Backbord bei Steuerbordkränkung, ergibt sich ja auch beim Steuern mit der Hand ganz intuitiv, dem Ruderdruck halbwegs nachgebend...
Allemal ist mir ein solches Steuern lieber als das Geruckel meines TP10, der zu 50% erstmal in die falsche Richtung ruckt wodurch eine Kursabweichung zustande kommt die dann mühsam wieder überkorrigiert wird, was weitere immer hektischer werdende Korrekturen nach sich zieht usw... Pfff.... Interessant wäre die Energiebilanz der einen wie der anderen Methode mal einander gegenüber zu stellen.

Naja, ich werde diesen thread weiter aufmerksam verfolgen, soweit ich halt folgen k a n n ! ;)

157

Dienstag, 25. Dezember 2012, 19:43

Moin Moin !

Ich wollte mal vor der Messesaison und mitten in der Bastelsaison nachfragen wie denn der Stand der Dinge beim B-CALMXP so ist.
Wie sieht das gute Stücke (die Bedieneinheit) jetzt aus ?
Gibt es die Möglichkeit für eine Fernbedienung, wie viel Ampere kann der Kurscomputer für die Ansteuerung eins Antriebs verarbeiten, was kostet das Ganze, wie realisiere ich das "Ein- und Auskuppeln des AP und und und ...
Für die kommenden Saison wollte ich nicht mehr ohne AP los fahren und da kam mir dieser gute Trööt in den Sinn.

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158

Donnerstag, 27. Dezember 2012, 09:52

Moin,

B-CalmXP Prototyp existiert in kleiner Stückzahl,
Hauptplatine (Klemmenplatine im Kurscomputer) ist 98% fertig und wird dann ggf. März erstmal in einer 10er-Kleinserie aufgelegt (ist bei der Handvoll aktueller Einheiten noch handverdrahtet).

Technische Daten:
Ruhestrom Gesamtsystem ohne Beleuchtung: 40 mA @ 12V, 23mA @24V,
Ruhestrom Gesamtsystem Beleuchtung höchste Stufe: 130 mA @ 12V
Maximaler Dauer-Antriebsstrom: 12A (Linarantriebe, Hydraulikpumpen, andere Elektromotoren usw...)
Kupplungsausgang, für induktive Lasten geeignet: 5 A, eingeschaltet wenn AP aktiv (Relais, Hydraulik-Überströmventile, elektromechanische Kupplung des Antriebs)
Je nach Einstellung der drei Reglermodule arbeitet der AP zumeist dicht beim Ruhestrom zuzüglich des ggf. angesteuerten Kupplungsausganges.
Zum echten Stromsparwunder wird B-CALMXP daher, wenn man eine mechanische Einkupplung hat (Linearantrieb auf Pinne einhängen), die keinen Strom kostet.
Fernsteuerung noch nicht vorhanden, aber geplant.

Preise (zzgl. Mwtst, freibleibend):
AHRS-Schiffslagesensor: € 207,02
Kurscomputer B-CALMXP € 338,40
Bedieneinheit (4-Zeilen Textdisplay) € 136,43
Versandkostenpauschale EU: € 25,-
--------------------------------------------------------
Zusätzlich braucht man einen Antrieb (TP10, TP20, Jefa, Hydraulikpumpe, usw...)
und 2 Endschalter, die als Unterbrecherkontakte am Verfahrwegende arbeiten.
Ein zusätzlicher Ruderlagesensor (analog) ist von Vorteil.

Der Kurscomputer verarbeitet NMEA 183-Daten (Kurs, Wind, NextWaypoint).

Joern

Astro-Wolf

Kapitän

Beiträge: 592

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Bootstyp: Colvic ATLANTA 31

Heimathafen: Lunegat (Holland, Nordsee)

Rufzeichen: DC 5872

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159

Donnerstag, 27. Dezember 2012, 10:03

Guten Tag

das ist eine sehr interessante Arbeit. Wir -mein ältester Sohn und ich- machen gerade etwas ähnliches, jedoch verschieden von dem System von Heinrich.Der.Seefahrer. Wir bedienen uns dem opencpn. Der in opencpn programmierte Kurs kann durch dieses Programm als Autopilot fungieren. Wir haben an Bord einen uralten AP: Sharp Seapilot. Von diesem aus können über über einen Schalter den Motor für unsere Hydraulik auf unsere Schaltung legen. Unsere Schaltung ist nur eine simple H-Brücke mit einer wenig PWM Steuerung und diese wird von opencpn bedient. Schrecklich einfach und natürlich nicht autark, wie das hier vorgestellte System.

Ich kann nur den Hut ziehen einen so kompletten AP herzustellen.

Frage an Dich lieber Heinrich.Der.Seefahrer: Dein AP sollte doch auch einen Motor für meine Hydraulik bedienen können. Ich tät gerne Dein Gerät einmal testen und auch eventuell einsetzen. Verkaufst Du das Gerät, wenn ja, bitte melde Dich unter PN bei mir.



Mit nettem Gruß


Astro-Wolf
Mit nettem Gruß

Astro-Wolf

contest36bn45

Leichtmatrose

Beiträge: 51

Wohnort: Kiel

Bootstyp: CONTEST 36 A Ketsch

Heimathafen: Kiel

Rufzeichen: DA 2712

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160

Freitag, 28. Dezember 2012, 00:22

Aufrüsten eines bestehenden AP

Moin Heinrich,
ich habe in meiner 10 t-Yacht einen ComNav 1420 Autopiloten mit Fluxgate-Compass
der einen Hydraulikmotor ansteuert, installiert. Ist es möglich, die Anlage durch das
AHRS-Modul zu modifizieren?
Gruss aus Kiel
+++

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