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JonaT

Alter Schwede

  • »JonaT« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 17. Februar 2013, 19:53

Rost im Trinkwassertank Niro

Moin,

eigentlich wollte ich ja "nur" den Sensor für die neue Tankanzeige anschließen, habe aber wohl wieder eine neue Baustelle gefunden...

Auf dem Boden des Trinkwassertanks finden sich lose Rostansammlungen und die Schweissnähte sehen auch richtig rostig aus. Der Tank hat eine Zwischenwand, so dass nur der hintere Teil gut zugänglich/einsehbar ist.

Welche Möglichkeit seht ihr, weiteres Rosten zu stoppen bzw. die Schweißnähte zu versiegeln? Gibt es irgend ein Zaubermittel, dass die Korrosion zumindest deutlich verzögert und dennoch Trinkwasser-kompatibel ist?

Handbreit, Jona
...der Klügere gibt nach! :runner:

Spoiler Spoiler

...wenn ich die Welt so betrachte, wünsche ich mir die Dummen etwas leiser und die Klugen etwas lauter.
Sonst wird die Welt bald wirklich nur noch von den Dummen regiert!

2

Sonntag, 17. Februar 2013, 20:04

Da wurde bei der Herstellung des Tanks gepfuscht. Wenn man an die Nähte nichtmehr dran kommt wird's schwierig. Evtl. kannst Du den Tank ausbauen und beizen lassen. Sprich aber vorher mit dem Beizbetrieb.

JonaT

Alter Schwede

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3

Sonntag, 17. Februar 2013, 20:17

...ausbauen wird eher schwierig, ist gut eingeschäumt. Ich glaub, dann wart' ich bis er leckt...

Ich hab keine Ahnung von dieser Materie: Kann man den eingebauten Tank nicht beizen?
...der Klügere gibt nach! :runner:

Spoiler Spoiler

...wenn ich die Welt so betrachte, wünsche ich mir die Dummen etwas leiser und die Klugen etwas lauter.
Sonst wird die Welt bald wirklich nur noch von den Dummen regiert!

4

Sonntag, 17. Februar 2013, 20:23

Das kannst Du so nicht lassen, sonst hast Du den Ganzen Dreck im Trinkwasser. Da steht wie beizen geht: http://www.edelstahl-rostfrei.de/page.asp?pageID=1582 Probier's.

unregistriert

5

Sonntag, 17. Februar 2013, 20:23

Ich bin Laie auf dem Gebiet und bitte um Nachsicht wenn ich falsch
vermute.
Sehe ich es richtig das dir vor der Montage des Sensors keine
Verfärbungen des Trinkwassers aufgefallen sind? Also keine
Rostspuren o.ä.?
Ich denke bei so einem Problem immer an unsere heimische
Hauswasserversorgung. Da kommt auch ein Abtrag aus dem
Leitungssystem mit angespült.
Wir haben das mit einem Aktivkohlefilter gelöst.

Vielleicht ist diese Idee ja auch für dich praktikabel. Es geht ja
schließlich um die Trinkwasserqualität. Die Rostpartikel im Tank
würden mich salopp gesagt nicht weiter stören.
Auch halte ich den zu betreibenden Aufwand einer Tanksanierung
für unangemessen und teuer.


Beste Grüße
Achim

6

Sonntag, 17. Februar 2013, 20:30

Da kannst du leider nicht viel machen, scheinbar wurde bei der Herstellung des Tanks nicht korrekt gearbeitet ! Schweißnähte rosten eigentlich beim verschweißen von V2A nur wenn das Schweißgut mit Sauerstoff in Verbindung kommt. Da solche Tanks im WIG Schweißverfahren gemacht werden sollte man beim Schweißen den Innenraum mit Wasserstoff, Stickstoff Gemisch füllen (Formiergas) damit kein Sauerstoff von Innen an das Schweißgut kommt.
Scheinbar wurde das nicht gemacht darum rosten sie nun von innen, von außen wird beim Scheißen ja das Schweißgut durch Argongas geschützt. ;)
Yello,wünscht immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel !!! :)

7

Sonntag, 17. Februar 2013, 20:42

Das kannst Du so nicht lassen, sonst hast Du den Ganzen Dreck im Trinkwasser. Da steht wie beizen geht: http://www.edelstahl-rostfrei.de/page.asp?pageID=1582 Probier's.
Leider nützt nachträgliches Beizen bei Schweißnähten die durch Sauerstoff zerstört wurden nichts mehr,vielmehr ist das für die äußere Schweißnaht wenn sie ordnungsgemäß unter Argongas geschweißt wurde um den Zunder zu entfernen und sie gut aussehen zu lassen.
Yello,wünscht immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel !!! :)

8

Sonntag, 17. Februar 2013, 22:15

Dass der Tank gemurkst ist daüber sind wir uns ja einig. Nur was soll denn jetzt machen? Hast Du eine besere Lösung als beizen? Beizen - wenn richtig gemacht - könnte funktionieren. Es ist nämlich genau diese Zunderschicht die den Korrosionschutz des CrNI Stahls zerstört und wenn die weg ist sollte es nichtmehr rosten.

9

Montag, 18. Februar 2013, 08:37

Nein leider funktioniert so etwas nicht mit dem nachbeizen einer durch Sauerstoff zerstörtem Schweiß -Material bei Edelstahl! Wenn der Tank jetzt nicht fest eingeschäumt wäre könnte man ihn ausbauen und mit Formiergas füllen und noch einmal Schweißen das würde gehen, denn das würde dann das zerstörte Material wieder umwandeln und er würde zumindest nicht weiter rosten.
Aber die innere Schweißnaht bleibt an einigen stellen dann dunkel, dort wo sich verbranntes Material absetzt! Nur Lebensmittel-technisch einwandfrei ist so etwas natürlich nicht.
Eine andere Lösung wüsste ich da leider auch nicht...
Yello,wünscht immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel !!! :)

Micki

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10

Sonntag, 7. Januar 2018, 16:31

Ich greife dieses alte Thema noch einmal auf.

Bei meiner Corronet Baujahr 1992 habe ich das gleiche Problem. Tank 100 l im Bugbereich fest eingebaut und lässt sich nicht demontieren.

Bisher haben wir den Tank nicht genutzt, da wir noch einen weiteren 250 l Tank haben.
Stück für Stück rüsten wir jetzt unser Schiff für die Langfahrt und dazu haben wir im letzten Jahr den vorderen Tank gefüllt und mussten feststellen das diese leck ist.
Inzwischen habe ich den Tank von Innen mit einer Kamera besichtigt und musste feststellen, das die Schweissnähte in einigen Bereichen sehr rostig sind und wohl auch schon durchgerostet sind.

Nun zur Frage der Sanierung.

1. Möglichkeit wäre wohl einen Tanksack aus Folie einzubauen, aber da sehe ich Probleme mit den Anschlüssen.
2. Möglichkeit - sanieren mit Sika Permacore 136 TW - Hat das schon jemand gemacht und wie sind die Erfahrungen damit?

Von oben könnte ich eine Öffnung einbringen und so die Schweissnähte sanieren.

Gruß Jürgen

zooom

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11

Sonntag, 7. Januar 2018, 16:47

Wenn die Schweißnähte bereits leck sind (verdammte Pfuscherei), wirst Du im eingebauten Zustand kaum sanieren können, zumindest schweißtechnisch. Vielleicht wäre das Einbringen eines flexiblen Tanks in den Bestehenden, die am einfachsten zu bewältigende Methode.
Sika soll lebensmittelecht sein nach dem Vernetzen, aber wie lange das dann hält? Brauch- und Trinkwasserkreislauf trennen?
Gruß Thomas

Dieses Jahr bekennender Alt 68iger

12

Montag, 8. Januar 2018, 21:46

Würde das Eisenteil rausschmeißen und einen Plastiktank einsetzen. Minimale Kosten, maximaler Efffekt. Starre Plastiktanks sind geschmacksneutraler als die flexiblen.
Starre Plastiktanks werden für die besten Weine verwendet (!) :zumwohl:

Chris

ps.: nur wenige Touristen glauben, dass sie nach Sperrholz oder Dielenfußboden schmecken müssen

Micki

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13

Dienstag, 9. Januar 2018, 08:47

Genau das geht ja nicht,
Um den Tank auszubauen, müssten in der Kajüte alle Möbel demontiert werden, da diese einlaminiert sind, würde dies ein großer Schaden sein,

Aber eine Revisionsöffnung bekommen ich rein.

Ich werde wohl veruchen einen Schlauch einzubauen.

Gruß

14

Dienstag, 9. Januar 2018, 09:25

Du sprichst von 100 Litern im Bug, aber vom Ausbau aller Möbel in der Kajüte um einen zerlegten Tank herauszukriegen. ?(
Das ist wirklich Pech.
Wasser aus flexiblen Tanks kann man nach ein paar Tagen gerade noch zum Zähneputzen verwenden, besser zum Spülen oder Füße waschen.

15

Dienstag, 9. Januar 2018, 10:01

es gibt doch Tankbeschichtungen für Trinkwassertanks. Erfahrungen kann ich da nicht liefern, da ich einen Kunststofftank habe.

Einfach mal googlen
ciao

Andreas

Micki

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16

Dienstag, 9. Januar 2018, 12:26

Das war meine Eingangsfrage, ob jemand Erfahrungen damit hat.
Sika Permacore zur Tanksanierung habe ich gefunden, aber niemand der es im kleinen Bereich angewendet hat?

Ich habe jemand gefunden der das mit Epoxid aus dem Aquariumbau gemacht hat.

sailkoop

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17

Dienstag, 9. Januar 2018, 17:07

Moin Jürgen,
wenn das mit dem Epoxy gelingen soll, muss du dabei den Tank (Schiff) kontinuierlichen drehen damit das Epoxy überall hinkommt und alle Ecken eine Beschichtung bekommen. Sehe ich bei deinem Schiff schwieriger an, als das Ding irgendwie rauszuholen und zu tauschen!!
allzeit eine Handbreit

Björn
www.sy-serafina.de

18

Dienstag, 9. Januar 2018, 17:22

wie zooom bereits schrieb: am besten einen Kunststofftank in den Stahltank setzen. Du kommst von oben ran um ein Mannloch einzubauen, dann entferne doch die ganze Oberseite z.B. mit Stichsäge und setze einen massgefertigten Kunststofftank rein. Durchgerostete Schweißnähte mit einer Tankbeschichtung reparieren wollen geht eher nicht.
Problem sind sicher die Anschlüsse, lässt sich aber sicher mit der Form des Tankes regeln. Sind dann eben nicht mehr 100l sondern 80.
Wasser in den flexiblen Tanks taugt nicht lange ist auch meine Erfahrung


Gruß Odysseus

19

Dienstag, 9. Januar 2018, 17:26

kontinuierlichen drehen damit das Epoxy überall hinkommt


naja, da gibt es ein paar Hilfsmittel ;) um nicht den Tank/Schiff drehen zu müssen -> schon recht kompliziert gedacht ?(

Im Schiffsbau wird auch nicht die Form gedreht oder geschüttelt :O da nimmt man ggf. einen Pinsel oder Walze :P
ciao

Andreas

txg

Salzbuckel

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20

Dienstag, 9. Januar 2018, 17:38


Stück für Stück rüsten wir jetzt unser Schiff für die Langfahrt und dazu haben wir im letzten Jahr den vorderen Tank gefüllt und mussten feststellen das diese leck ist.
Inzwischen habe ich den Tank von Innen mit einer Kamera besichtigt und musste feststellen, das die Schweissnähte in einigen Bereichen sehr rostig sind und wohl auch schon durchgerostet sind.


Wenn das Stichwort Langfahrt nicht wäre würde ich beide von dir angedachten Lösungen für tauglich halten. Aber: Meiner Erfahrung nach ist eine vernünftige Wasserversorgung (heisst ausreichend und in guter Qualität) ausgesprochen wichtig wenn man länger unterwegs ist. Wir haben bei unseren Langfahrtvorbereitungen die alten flexiblen Wassertanks rausgeworfen und neue günstige aus PE eingebaut (2x100L).

Würden wir heute nochmal mit der Vorbereitung anfangen, wären maximal große Wassertanks (entweder maßgefertigt aus Edelstahl oder direkt aus GFK in den Rumpf laminiert) verdammt weit oben auf der Prioritätenliste.

Ergo: Der alte Tank muss raus, und wenn dafür Inneneinrichtung rausgerissen werden muss ist es eben so. An dieser Stelle solltet ihr absolut konsequent sein.

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