Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

1

Freitag, 15. November 2013, 14:33

Material Propeller

An alle Metaller und andere Wissenden, unter Euch.

Bei meinem Gori Faltpropeller sind die Bohrungen der Achsen, in den einzelnen Flügeln leicht ausgeschlagen.

Um weiteren Schäden vorzubeugen, habe ich vor, die vorhandenen, ausgeschlagenen 13mm Bohrungen aufzubohren, mir entsprechende Büchsen zu drehen und diese einzupressen.

Neue Achsen kann man wohl noch über Bukh beziehen.

Frage:

Aus welchem Material besteht denn wohl so ein Prop.

Ich habe etwas von Alu Mehrstoffbronze gehört.

Da ich nun eine Kontaktkorrosion vermeiden möchte, will ich keinen ungünstigen Materialmix verwenden.

Zur Hand hätte ich ein 30mm Rundmaterial, CuAl10Ni5Fe4, Werkstoffnummer 2.0966, DIN 17665

Kann das klappen?

Yellow Boat

Salzbuckel

Beiträge: 8 188

Schiffsname: YELLOW DREAM

Bootstyp: Leisure 27

Heimathafen: Schildmeer Holland

Rufzeichen: PG8944

  • Nachricht senden

2

Freitag, 15. November 2013, 14:56

Vieles über die Bronzearten und deren Betändigkeit gegen Meerwasser findest du u.A. hie:
http://mejo.de/metallexikon_bronzen.asp

Aber wo zu kaufen weis ich nicht in deuschland. Nur eventuell in Holland , iefert aber auch in Deutschland.
http://www.metaalwinkel.nl/de/index.php?item=2597

Dort kann man auch nach Zeichnung gleich das fertige Produkt bestellen. http://www.bewerking4metaal.nl/
Ad

Woodwind

Salzbuckel

Beiträge: 4 867

Wohnort: Flensburg

Schiffsname: White Lady

Bootstyp: 6KR

Heimathafen: Flensburger Förde

Rufzeichen: DK2056

  • Nachricht senden

3

Freitag, 15. November 2013, 15:50

Propeller sind meistens Aluminiumbronze. Ist seeehr seewasserbeständig. Aber auch andere Bronzelegierungen sollten Dir für die Buchsen keine Probleme machen. Hauptsache, kein Messing (Rotguss ist auch Messing w/ hohem Zinkanteil!)

Eventuell wäre eine Legierung mit Bleianteil für die Buchsen optimal - sehr gute Selbstschmierungseigenschaften, wenig Abrieb.

LG, Georg

PS: www.kupferinstitut.de, da wirst Du geholfen.

unregistriert

4

Freitag, 15. November 2013, 17:31



Kann das klappen?


ist das der alte Gori der nach vorne überschlagt!?

Schmeiß weg! Verzahung ist dann auch fertig!

5

Freitag, 15. November 2013, 17:47

Propeller sind meistens Aluminiumbronze.
Das muss man differenzieren.

Die meisten Propeller an Segel- oder Motorbooten sind, falls sie Festpropeller sind, aus Manganbronze. Diese ist gut seewasserbeständig und hat für Flügel von Festpropellern eine ausreichende Festigkeit. Bei Drehflügelpropeller und den meisten Faltern kommt die deutlich festere Nickelaluminiumbronze (Nibral)zum Einsatz. Sie ist zwar doppelt so teuer wie Manganbronze, durch ihre Härte gibt es aber kaum Verschleiß in den Lagern. Ich hab seit 20 Jahren einen Drehflügler (aus Nibral) von Prowell an meinem Boot. Es gibt nur eine minimales Spiel in den Lagern der Propellerflügel.

Welches Material bei deinem Gori eingesetzt wurde, weiß ich nicht. Gori lässt sich auf seiner Webseite nicht darüber aus. Du kannst ja mal bei Bukh anfragen. Nibral und Manganbronze liegen in der elektrischen Reihe nicht dicht beieinander.

Bei Bootspropellern sind abgesehen von Exoten Manganbronze und Nibral die Hauptwerkstoffe. Bei den richtig großen Schiffspropellern kommt häufig Aluminiummanganbronze zum Einsatzt, da Nickel dann doch zu teuer ist.


Gruß Heinz

6

Samstag, 16. November 2013, 12:44

Vielen Dank schon mal für die vielen Tips.

Der Prop ist von 2003. Ob der "nach vorn überschlägt", kann ich nicht sagen. Würde aber mal sagen: Nö. Der kann für Vor- und Rückwärtsfahrt umklappen und auch im Overdrive gefahren werden.
Also dieser hier: http://www.bukh-bremen.de/files/346/uplo…og%202008-9.pdf

index.php?page=Attachment&attachmentID=165043

Die Verzahnung ist noch tadellos in Ordnung. Man kann noch deutlich die Frässpuren in den Flanken sehen.
An der Achse erkennt man einen Spalt von ca. 0,5mm.
Bei einem Preis von ca. 2200,- € lohnt es sich für mich allemal 1 -2 Stunden an der Drehbank zu verbringen.

Bei Bukh habe ich auch nochmal angefragt. Vielleicht kommt da ja noch erhellendes.
Ansonsten würde ich vielleicht einfach mal einen Versuch mit meinem CuAl10Ni5Fe4 wagen. Da das Boot in NL im Süßwasser liegt, ist eine allzuheftige Reaktion ja nicht zu erwarten.
Sollte sich beim Kranen im nächsten Herbst zeigen, dass da Korrosion entstanden ist, ließen sich die Büchsen ja nochmal gegen welche aus anderem Material tauschen.

Einwände?

Gruß Basti

Yellow Boat

Salzbuckel

Beiträge: 8 188

Schiffsname: YELLOW DREAM

Bootstyp: Leisure 27

Heimathafen: Schildmeer Holland

Rufzeichen: PG8944

  • Nachricht senden

7

Samstag, 16. November 2013, 15:39

Laut diese Vergleichstabelle sind die Gori Props aus Nibral:
http://www.propelspecialisten.dk/downloa…rison_chart.pdf

Und das ist indertat Aluminium Bronze:
http://www.inweldcorporation.com/datashe…20Bronze-46.pdf


Da sieht man mal wieder . Google weiss alles. :D
Ad

8

Samstag, 16. November 2013, 16:28



Da sieht man mal wieder . Google weiss alles.:D
Ad
Nur weiß Tante Guggel nicht, ob auch die Goris von 2003 schon aus Nickelaluminiumbronze hergestellt worden sind, deshalb ist die Bukhanfrage durchaus sinnvoll.
Ein derartig großer Verschleiß, wie er an der Bohrung zu sehen ist, wäre für Nibral ungewöhnlich.

Gruß Heinz

9

Samstag, 16. November 2013, 22:04

@ yellow boat

Respekt. Das hätte ich nie gefunden.
Der Einwqand von Heinz ist allerdings nicht ganz unangebracht.
Jetzt stellt sich mir die Frage, wie weit Nibral und Alu Mehrbereichsbronze in der Spannungsreihe auseinander sind.
Evtl. wäre es sinnvoll die Büchsen gleich aus Nibral zu fertigen.

10

Samstag, 16. November 2013, 22:52

Hej Basti,

deine Aluminiummehrstoffbronze CuAl10Ni5Fe4 liegt in der Spannungsreihe schon dicht an Nibral.
Die Zusammensetzung von Nibral ist: CuAl8,5-9.5Ni4,0-5,5Fe3,0-5,0Mn0,6-3,5Zn0,1Si0,1Pb0,02. Die Hauptkomponenten sind in ähnlicher Größenordnung in deiner Bronze schon drin. Zusätzlich enthält Nibral Mangan und in geringem Umfang Zink, Silizium und Blei.

Also, ich würde es wagen, wenn der Gori aus Nibral sein sollte.


Gruß Heinz

Yellow Boat

Salzbuckel

Beiträge: 8 188

Schiffsname: YELLOW DREAM

Bootstyp: Leisure 27

Heimathafen: Schildmeer Holland

Rufzeichen: PG8944

  • Nachricht senden

11

Sonntag, 17. November 2013, 10:09

@ yellow boat

Respekt. Das hätte ich nie gefunden.
Der Einwqand von Heinz ist allerdings nicht ganz unangebracht.
Jetzt stellt sich mir die Frage, wie weit Nibral und Alu Mehrbereichsbronze in der Spannungsreihe auseinander sind.
Evtl. wäre es sinnvoll die Büchsen gleich aus Nibral zu fertigen.
Klar , da hat er natürlich recht.
Aber wieso nicht beim Hersteller von u.A. Gori selber fragen. Die können dir sicher helfen.
http://www.steelteam.dk/en/index.php/en/industries/maritime
http://www.steelteam.dk/index.php/en/
http://www.steelteam.dk/en/index.php/en/contact-us
Gori ist nur ein Markenname , nicht der Herstellername .
Ad

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 483   Hits gestern: 2 258   Hits Tagesrekord: 6 218   Hits gesamt: 4 749 588   Hits pro Tag: 2 342,53 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 7 989   Klicks gestern: 15 646   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 37 636 874   Klicks pro Tag: 18 562,75 

Kontrollzentrum