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  • »rundhuhn« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 5. April 2014, 20:33

Kohlefasermast fürs Fahrtensegeln?

Guten Abend,
beim Durchklickern der Angebote bin ich auf das eine oder andere Segelboot mit Mast aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (so heißt das wohl offiziell laut Wikipedia) gestoßen. Für den Regattaeinsatz leuchtet mir das sofort ein, aber taugt ein solcher Mast auch fürs gemeine Tourensegeln?
Hier im Forum hatte ein Teilnehmer unlängst schon mal gefragt, wobei es aber um ein konkretes Angebot ging.
Soweit ist es bei mir noch nicht, ich schaue mich um und bin an Erfahrungen interessiert. Ich selbst kenne Kohlefasermasten nur vom Windsurfen und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht (wunderbar leicht, nie kaputt gegangen).
Schönen Gruß
Robert

ams-christian

Salzbuckel

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2

Samstag, 5. April 2014, 20:45

Und was ist jetzt deine Frage? Du weißt doch laengst selber das schneller ankommen auch beim Fahrtensegeln Spass macht. Schneller unterwegs sein heißt Größeres potenzielles Revier heißt mehr Abwechslung....außer dem Preis gibt's echt keine Nachteile

  • »rundhuhn« ist der Autor dieses Themas

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3

Samstag, 5. April 2014, 21:12

Und was ist jetzt deine Frage?

Die Frage war: Was sind die Nachteile? Hat jemand Erfahrung damit?
außer dem Preis gibt's echt keine Nachteile

...und das war meine Hoffung :)

Girelle

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4

Sonntag, 6. April 2014, 11:49

Meine Erfahrung,:
12 Jahre keinerlei Problem mit dem Mast.
Aber manche Versicherungen scheinen Kohlefasermasten nicht versichern zu wollen.

5

Sonntag, 6. April 2014, 12:55

Bei einer Werftbesichtigung wurde uns mitgeteilt, das sie optional bei fahrtenyachten Kohlefaser Masten anbieten. Im Vordergrund stehe das geringere topgewicht.
ihr Dr. Bob :D

hans

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6

Sonntag, 6. April 2014, 13:18

Du darfst bei einem Kohlefasermast aber nichts nachträglich anbauen. Mal schnell ein Loch bohren für ein Kabel oder sonstwas ist keine gute Idee.
Abgesehen davon spricht eigentlich nichts gegen einen solchen Mast (außer dem Preis natürlich).
Viele Grüße
Hans

Louise70

Daniel Düsensegler

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7

Sonntag, 6. April 2014, 15:18

Wenn das nicht ein ausgesprochenes Regattaboot ist mit einem "auf Kante" dimensionierten Mast, dann spricht nichts gegen CFK. Das geringe Toppgewicht wird sich positiv bemerkbar machen. Nur - wie schon geschrieben - mal eben was anpoppen ist nicht.

Gruß Niels

Danziger

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8

Sonntag, 6. April 2014, 15:32

Kohlefaser Masten gibt es mittlerweile in der Großserie schon gut 10 Jahre. Man weiss, dass sie sicherlich genauso sicher sind wie Alumasten. Sie können aber auch wie diese überlastet werden und brechen. Weil die Kosten gut 3x mal so hoch sind und man mind. Rod als Wantenmaterial nutzen muss und Rod ca. alle 12 Jahre ausgetauscht werden sollte, sind sie nicht nur in der Anschaffung viel teurer, sondern produzieren deutliche höhere Folgekosten. Dann macht ein CF-Mast auch nur Sinn, wenn die Segel auch leicht sind, was auch da die Kosten signifikant (mind. Faktor 2) hebt.

Für ein Fahrtensegler, dessen Boot keine High-Performance Kiste ist, sind CF Riggs wenig sinnvoll. Sie sind selbst für den engagierten Regattasegler nur dann sinnvoll, wenn der Rest des Boots auch dafür ausgelegt ist. Also der Rumpf leicht ist und der Wellenwiederstand durch das leichtere Rigg auch eine echte Chance hat zu sinken, sonst wird's schwierig das gesunkene Handicap (höhere Stabilität) einzusegeln. Ansonsten würde ich immer für Alumasten plädieren. Sind sind einfacher zu warten und Modifikationen sind viel leichter zu bewerkstelligen. Gibt also Gründe, warum Dehler und X-Yachts ihre Kisten auch mit Alu anbieten und erfolgreiche Regattaschiffe auch heute als Neuboot teilweise mit Alu fahren.

Wenn ich mir aber z.B. eine gebrauchte Prima 38 oder IMX-40 zu legen wollte, wäre der CF-Mast für mich kein Hinderungsgrund, aber auch kein Kaufgrund.

Hans

Henning

Salzbuckel

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9

Sonntag, 6. April 2014, 16:51

Ich habe nen unverstagten Kohlefasermast und bin vom Material echt begeistert!

Böen werden perfekt abgefedert, quasi erste Reffstufe (Zumindest bei meinem unverstagtem Rigg).

8,5 Meter Mast wiegen um und bei 12,5 kg.

Mit einer einfachen Vorrichtung kann ich den durchgesteckten Mast allein setzten und stellen. Bei Wind bekommt zur Sicherheit eine 2. Person lediglich eine Leine zum Absichern in die Hand.


Gruß, Henning
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

  • »rundhuhn« ist der Autor dieses Themas

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10

Sonntag, 6. April 2014, 17:34

Vielen Dank für die Beiträge!
Mein Fazit: In dem eher unwahrscheinlichen Fall, dass ein Boot, welches mir angeboten wird, einen Kohlefasermast hat, ist das an sich noch kein Hinderungsgrund; man sollte aber sehr sorgfältig kontrollieren, ob nachträglich irgendwelche Halter (möglicherweise unsachgemäß) angebaut wurden.
Einen schönen Rest-Sonntag wünscht
Robert

11

Freitag, 28. September 2018, 15:57

Dieses alte Thema krame ich mal wieder hervor. Klar, teurer sind sie, du kannst nicht mal eben selbst etwas dran nageln und musst vermutlich beim Legen und Stellen vorsichtiger damit umgehen. Kommen ihre Vorteile aber wirklich nur bei extrem leichten Booten lohnend zum Vorschein? Dass man das höhere Handycap bei einer Regatta vielleicht nicht raus segelt meine ich jetzt mal nicht. Und wie viel leichter ist ein vergleichbarer Kohlemast überhaupt gegenüber dem Alu-Pendant? Gibt es da Erfahrungswerte / Faustregeln?

12

Freitag, 28. September 2018, 16:04

Und wie viel leichter ist ein vergleichbarer Kohlemast überhaupt gegenüber dem Alu-Pendant? Gibt es da Erfahrungswerte / Faustregeln?
... kommt wohl sehr auf den Hersteller an. Sprich mal Dirk Lemke aus Eckernförde an, falls Du ihn kennst. Bei ihm wurden (werden?) Kohlemasten aus Dänemark lackiert.

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13

Freitag, 28. September 2018, 16:15

Kommen ihre Vorteile aber wirklich nur bei extrem leichten Booten lohnend zum Vorschein? Dass man das höhere Handycap bei einer Regatta vielleicht nicht raus segelt meine ich jetzt mal nicht. Und wie viel leichter ist ein vergleichbarer Kohlemast überhaupt gegenüber dem Alu-Pendant? Gibt es da Erfahrungswerte / Faustregeln?

1. jedes auch noch so grottig segelnde Boot würde mit einem leichteren Mast besser segeln. Selbst wenn man die 1x19 Drähte und schwere Labbersegel lassen würde. Wenn ich die Knete hätte, würde ich keine Sekunde zögern. Ob man ein Rating dann nicht rausfahren kann ist mir wurst.

2. man sagt immer, der Mast wiegt die Hälfte. Gesamtersparnis im Rigg dann ca. ein Drittel (wenn man nicht auch textile Stagen riggt, dann wäre man komplett bei < 50 %)



PS: Ich finde immer schade, das ein Teil der Gewichtsersparnis durch Schienen für die Mastrutscher wieder verschleudert wird. Es gibt leider nur wenige, die auch Kohlemasten mit Nut anbieten

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14

Freitag, 28. September 2018, 16:28

Auf einem 10m Schiff mit einem 15m langen Mast sparst du vielleicht 20% im Extremfall 30% auf das nackte Profil bezogen.
Auf das komplette Rigg eben weniger in %.
Ein Standard-Aluprofil wiegt für so ein Schiff 3,8 bis 4,5 kg/m je nach Hersteller, heißt 57 bis 68 kg - nur das nackte Profil !
Das Sparpotential liegt dann bei 11 bis 20 kg.
Wenn du echt was erreichen willst dann mußt du auch konsequent sein und synthetische Wanten verwenden bzw. PBO.

Ich fahre ja selber einen Carbonmast und mein Vorgängerschiff hatte auch einen.
Meine Meinung: Nice to have...........mehr aber auch nicht. Ich bin eher Cruiser.

Ein Segel-Kollege hat mir kürzlich von der Umrüstung seines Kat berichtet.
Drehbarer Kohlefaser-Flügelmast, Membransegel mit Squaretop und allem PiPaPo...
Hat das was gebracht?
Ja klar !!!!!!! hat er mir gesagt, das Schiff wäre nicht mehr wieder zu erkennen!!!!
Statt sagen wir mal unter bestimmten Bedingungen vorher 10 kn jetzt 11 kn.
Naja hab ich mir gedacht und dafür 45T€ ausgegeben.

................und ja, es gibt Versicherungen die versichern keine Schiffe mit Carbonmast.
Mich hat man deshalb nach einem Schaden schon mal herausgeworfen
(die sagten mir ich wäre für die Solidargemeinschaft der Versicherten nicht mehr tragbar !).
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

BL

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15

Freitag, 28. September 2018, 16:35

Ein Standard-Aluprofil wiegt für so ein Schiff 3,8 bis 4,5 kg/m
Echt so wenig?
Meiner ist 13m irgendwas und soll mit Vorstag, Rolle, Salingen und allem drum und dran(ohne Baum) irgendwas um 180kg wiegen. Wenn wir ihn tragen, fühlt sich das auch so an.

16

Freitag, 28. September 2018, 16:46

Ich hab´ mal bescheiden da angefangen, wo es direkt was bringt.
6 m Spibaum, die jetzt locker von der Hand gehen.

17

Freitag, 28. September 2018, 16:46

Danke für eure Rückmeldungen. Das geht ja bisher so ein bisschen in beide Richtungen. In meinem Fall soll das Aluprofil etwa 3 Kg/m wiegen. Bei 25% Gewichtsersparnis wären das bei meinem 13m Mast etwa 10 Kg. Dazu käme noch der Baum, da ja aber zumindest recht weit unten angebracht ist. Textilverstagung (außer Achterstag) wäre für mich kein Thema ...

18

Freitag, 28. September 2018, 16:52

da angefangen, wo es direkt was bringt.
6 m Spibaum, die jetzt locker von der Hand gehen.

... so habe ich das auch getan, obwohl unser Spibaum schon etwas kürzer war. Und ich kann wirklich jedem raten, mal eine Carbon-Spinnakerbaum zu probieren. Einmal Carbon, immer Carbon. Problem ist oftmals nur, dass der zahlende Schipper so gut wie nie den Job auf dem Vorschiff macht. Dehalb wird die Bitte nach einem leichten Baum eher als Weicheieri abgetan. ;)
@Robst:

Ein Vorteil, der soweit ich das verfolg habe nicht genannt wurde, ist aber, dass der Mast deutlich steifer ist als der Aluminiummast. Und das soll man als versierter Segler wohl merken. Obs stimmt weiß ich natürlich mangels Versiertheit und auch mangels Carbonprofil nicht.

19

Freitag, 28. September 2018, 17:02

Ein Vorteil, der soweit ich das verfolg habe nicht genannt wurde, ist aber, dass der Mast deutlich steifer ist als der Aluminiummast. Und das soll man als versierter Segler wohl merken. Obs stimmt weiß ich natürlich mangels Versiertheit und auch mangels Carbonprofil nicht.

Bei gleichem Gewicht ist der bestimmt deutlich steifer. Ich gehöre allerdings eher der Fraktion derjenigen an, die an die ihr Wohl in flexiblen, leicht trimmbaren Riggs suchen. Entsprechend dafür geschnittene Segel vorausgesetzt. Zur Not müssen eben noch ergänzende Trimm-Backstagen her. Daher kommen auch meine 3Kg/m beim Aluprofil.

holztoeter

Proviantmeister

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20

Freitag, 28. September 2018, 17:08

leichter sind auf jeden Fall, würde ja zur Geüge gesagt. Aber auch anfällig für UV-strahlung und sollten lackiert werden und wehe Du weckst irgendwo mal hart an. Als ich noch den A-Cat fuhr hatte ich 2x einen Mast geschrottet, 1x beim kentern und 1x am Strassenschild.
Man kann über alles mit mir reden nur Kritik vertrage ich nicht.

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