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tommy64

Smutje

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1

Samstag, 9. Juli 2016, 17:52

Funkfernsteuerung von Autopilot / Maschine beim Einhandsegeln

Liebe Seglergemeinde,
ich beschäftige mich gedanklich mit dem Problem des Überbordgehens beim Einhandsegeln. Mein SSS-Ausbilder hatte eine einfache Lösung:" Überbordgehen ist grundsätzlich verboten!" Selbstverständlich werden alle Sicherheitsmaßnahmen (Rettungsweste, einpicken,....) durchgeführt. Aber es sind ja Situationen denkbar, wo es einen erwischen könnte und das Boot segelt gemütlich mit Autopilot weiter. Die Überlegung nun: ein Funksender an der Rettungseweste und ein Funkrelais an Bord. Das Relais könnte einerseits einen Autopiloten ausschalten und (falls das Boot unter Maschine fährt) den Magnetschalter des Diesels betätigen. Im Idealfall dreht das Boot nach Luv und stoppt. Damit wäre ich immer noch im Wasser und mein Boot würde "Führerlos" treiben. Vielleicht gibt es jedoch eine minimale Chance wieder an Bord zu kommen (das ist aber ein anderes Thema, da fällt mir der Film "Open Water 2" ein)
Das technische Equipment findet man schnell beim googeln (soll jetzt aber keine Werbung / Empfehlung sein) ->
http://www.fernkontrolle.com/433mhz-315m…anal-p-310.html
Den Sender gibt es in "wasserdicht" und mit theoretischer Reichweite von 1000m.
Was habe ich alles nicht bedacht? Warum kann so etwas nicht funktionieren?

Das Ganze dann auch nicht "Transatlantik" sondern eher Ijsselmeer.

VG tommy64

Mac

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2

Samstag, 9. Juli 2016, 18:14

strömung und wind?

vielleicht besser ne schleppleinen-abschuss-vorrichtung?
Moin aus Köln

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3

Samstag, 9. Juli 2016, 18:37

Denke auch, ab 2 bis 3 Windstärken wirst du dein Boot schwimmend nicht mehr einholen. Schon garnicht mit aufgeblasener Rettungsweste an. Und bei Windstille wirst du kaum über Bord gehen. Nichtsdestotrotz gibt es solche automatischen AP-Ausschalter über Funk bereits von NKE.

Gruß Robert

Yellow Boat

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4

Samstag, 9. Juli 2016, 18:49

Das allerwichtigste beim Einhandsegeln ist eben das verhindern von überbordgehen.
Deshalb bei Einhandsegeln auf grossen offenen Gewässer immer , auch bei wenig Wind , Motorfahrt oder wen man sich im Cockpit befindet eine Sicherheitsleine anlegen , am besten integriert in der Rettungsweste.
Dan braucht man auch keine Funkausschaltung oder Funkbedienung.

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tommy64

Smutje

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Montag, 11. Juli 2016, 08:25

Danke für die Antworten, Werde das "Projekt" ad acta legen und lieber in weitere Strecktaue und Lifebelts investieren
TS

Rüm Hart

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6

Montag, 11. Juli 2016, 09:09

Deshalb bei Einhandsegeln auf grossen offenen Gewässer immer , auch bei wenig Wind , Motorfahrt oder wen man sich im Cockpit befindet eine Sicherheitsleine anlegen , am besten integriert in der Rettungsweste.

Machst du das so, Ad? Ich hatte diesen Gedanken ebenfalls, als ich am Freitagvormittag bei reichlich Wind und kräftiger Welle vom abgesoffenen Dampfer nach Makkum segelte. Es ging, was die Bootsbewegungen angeht, ein bisschen zur Sache, jedenfalls kam mir für einen Augenblick die Idee, mich auch im Cockpit anzuleinen (was ich bei noch etwas heftigeren Bedingungen durchaus schon mal gemacht habe). Aber ich könnte mir für's Cockpit eine leichte Strippe stricken, die dort ständig fest angeschlagen ist und in die ich mich einpicke, wenn ich nicht unter Deck bin. Länge ... hm ... sagen wir mal testweise 1,40 m. Kommt drauf an, wo ich sie fixiere.

Hab ich was zu Denken ... :ueberlegen:

Gruß, Manfred
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7

Montag, 11. Juli 2016, 09:14

Hallo,

das ist ein je nach Boot sehr individuelles Thema. Wenn man sich mit einpickt, muss absolut sicher sein, dass die Leine so kurz ist, das man unter keinen Umständen Außenbords gelangen kann!

Da das bei meinem Boot im Prinzip unmöglich ist (X-79 ohne Reling), da ich dann nur noch mit einer 30cm langen Leine auf Deck kriechen könnte und selbst dann am Bug Außenbords rutschen könnte, picke ich mich Einhand nie ein. Ich bin körperlich nicht in der Lage mich am Boot wieder hoch zu ziehen und neben dem Boot herumgeschleift zu werden...

Daher trage ich immer eine Rettungsweste und in dieser einen AIS Sender sowie eine PLB/EPIRB.

Gruß

Tom

pks

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8

Montag, 11. Juli 2016, 09:29

mich auch im Cockpit anzuleinen

bin mal kurz vor der Hafeneinfahrt von einer Grundsee erwischt worden, war froh dass alle im Cockpit angebunden waren

von diesen Dingern habe ich 4 Stück im Cockpit montiert
»pks« hat folgende Datei angehängt:
Gruß aus Mittelfranken
Peter

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9

Montag, 11. Juli 2016, 10:12

Deshalb bei Einhandsegeln auf grossen offenen Gewässer immer , auch bei wenig Wind , Motorfahrt oder wen man sich im Cockpit befindet eine Sicherheitsleine anlegen , am besten integriert in der Rettungsweste.

Machst du das so, Ad? Ich hatte diesen Gedanken ebenfalls, als ich am Freitagvormittag bei reichlich Wind und kräftiger Welle vom abgesoffenen Dampfer nach Makkum segelte. Es ging, was die Bootsbewegungen angeht, ein bisschen zur Sache, jedenfalls kam mir für einen Augenblick die Idee, mich auch im Cockpit anzuleinen (was ich bei noch etwas heftigeren Bedingungen durchaus schon mal gemacht habe). Aber ich könnte mir für's Cockpit eine leichte Strippe stricken, die dort ständig fest angeschlagen ist und in die ich mich einpicke, wenn ich nicht unter Deck bin. Länge ... hm ... sagen wir mal testweise 1,40 m. Kommt drauf an, wo ich sie fixiere.

Hab ich was zu Denken ... :ueberlegen:

Gruß, Manfred
Ja ,im Prinzip immer wenn ich "draussen" bin.
Im Cockpit habe ich unten am Brücekndeck einen Ring wo ich mich anpicken kann und natürlich Sicherheitsbänder an Deck.
Die Lifline hat zwei längen. eine damit ich im Cockpit überall ran komme und eine kürzere fürs anpicken an Deck . Letzte genau so lang gemacht damit über die Reling fallen im Prinzip unmöglich ist.
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Rüm Hart

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10

Montag, 11. Juli 2016, 10:17

Ja, so einen ähnlichen Gurt habe ich auch. Der liegt immer im Cockpit bereit, und wenn ich zum Mast oder auf's Vorschiff muss, kommt der zum Einsatz. Aber für's immer Tragen, also auch im Cockpit sobald ich draußen bin, ist mir das Teil zu schwer und zu sperrig. Da würde eine "Hundeleine" reichen. Kann Gurtmaterial sein, könnte auch passendes Tauwerk sein.
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pks

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Montag, 11. Juli 2016, 10:43

könnte auch passendes Tauwerk sein.

hab ich auch selbst gebaut/gespleisst, 10er geschlagene Leine, aber bei den Karabinern heisst es aufgepasst
Gruß aus Mittelfranken
Peter

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12

Montag, 11. Juli 2016, 10:54

könnte auch passendes Tauwerk sein.

hab ich auch selbst gebaut/gespleisst, 10er geschlagene Leine, aber bei den Karabinern heisst es aufgepasst
Ditto , die länge der leine wie schon geschrieben angepasst .
@Manfred:
Das Bild diente nur als Vorbild . Die Sicherheitsleine habe ich selber angesfertigt , genau wie pks


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13

Montag, 11. Juli 2016, 11:11

Überbordgehen ist grundsätzlich verboten!"

Das sagt eigentlich schon alles und ist Paragraph 1,einen weiteren Paragraphen gibt es nicht schon garnicht einhand .
Ob eingepickt oder nicht eine Rettung nach den über Bord gehen ist Russisch Roulette .gerade bei den älteren unter uns ist ein wieder an Bord kommen oder hinter her schwimmen ziemlich aussichtslos.
Bei auffrischenden Wind wird das Cockpit nicht mehr verlassen.es gibt nichts unwichtigeres als zB.eine falsche gastlandflagge.
Es wird nur noch aufs WC gegangen oder Eimer oder lenzöffnungen.
Die liveline ist so kurz das man keine Chance hat über die Reling zu gehen oder ausser bords zu fallen.
Wer die Grundregeln befolgt hat mit der Einhaltung des Paragraph 1 kaum Probleme.

14

Montag, 11. Juli 2016, 16:10

Dass es keine Fernbedienung für den AP für diesen Zweck gibt, wundert mich schon länger. Wäre doch das leichteste von der Welt, wenn man den Kahn mittels Funk wieder zu seinem Herrchen zurückfahren könnte. Da werden Millionen in Smart-Home und Assistenzsysteme versenkt, aber so eine vermutlich simple Lösung ist nirgends zu bekommen.
Not on facebook.

GiNsPaCe

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15

Montag, 11. Juli 2016, 17:07

Wäre doch das leichteste von der Welt, wenn man den Kahn mittels Funk wieder zu seinem Herrchen zurückfahren könnte.

Sicherlich machbar, aber zu welchem Preis??
Die normale FB von Raymarine liegt ja schon bei gut 450€ ... mit POB sicherlich dann 1450... ;(

16

Montag, 11. Juli 2016, 17:47

Von NKE gibt es das wie erwähnt doch...

http://www.nke-marine-electronics.com/nk…ard-rescue-aid/

Zitat

Solo mode

In Man Over Board situation, while the autopilot is engaged, the system triggers:

-boat turns into the wind if your instrument system includes a wind sensor
-rudder turns to the end stop on the opposite side if your instrument system does not include a wind sensor

17

Montag, 11. Juli 2016, 17:52

Das Ruder lenken kann man ja bereits mit der normalen FB von NKE, so lange das Boot noch in Reichweite ist und der Autostop nicht aktiviert wurde. Aber gemeint war hier ja wohl das komplette Fernsteuern des Bootes, also inkl. Motor, oder?

Gruß Robert

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18

Montag, 11. Juli 2016, 18:05

Ich hab das schon mal so gelöst, obwohl ich noch nicht Einhand unterwegs bin:


Autopilot B-CalmXP von Jörn Heinrich.

Die Fernbedienung erfolgt über ein wasserdichte Android-Handy via Bluetooth und entspr. App.

index.php?page=Attachment&attachmentID=203080

Fällt man über Bord, reisst irgendwann die Bluetoothverbindung ab, der Autopilot legt dann Ruder hart Steuerbord.
Bis dahin kann man noch Fernsteuern.


Fährt man dabei unter Maschine, wird über ein Relais der Stopzug bedient und der Motor abgestellt.

Videos vom ersten Test, MOB simuliert durch Handy-Aus, noch ohne MotorStop:



Grußß Svenning

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19

Montag, 11. Juli 2016, 18:29

ich halte diese diskussion für sehr mühsam aber auch sehr intressant.
was muss das boot den eurer meinung nach machen,aufstoppen,in wind gehen,im kreis fahren auf euch zu fahren,segel los werfen?
und vor allem bei welchen szenario?
wenn ein ca.3-4m breiter dampfer auf einen zu kommt kann ich mir nur schwer vorstellen den ein zu fangen um an bord zu kommen.
aufstoppen zb. bei 1-2kn fahrt und in den wind drehen,kann man ja selbst mal ausprobieren mit einer boje oder so.wie weit das boot weg ist?
mit einer fernbedienung das boot wie ein modellboot lenken? ohne ein AST das auch die segel bedient wohl auch nicht möglich.
und bedenkt bitte andere diskussionen wo immer wieder die schwierigkeit des an bord nehmens einer person beschrieben wird.
bin sehr gespannt was hier noch kommt. ?(

Squirrel

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20

Montag, 11. Juli 2016, 18:39

Naja... Wenn Du keinen perfekten Plan hast, dann versuche es wenigstens mit einer Improvisation. Mag ja sein, dass das Wetter so ist, dass das Boot beigedreht schneller abtreibt als Du schwimmen kannst. Oder vielleicht bist Du, wenn Du den Rumpf erreichst, schon zu schwach, Dich hochzuziehen. Aber ist es nicht den Versuch wert? Wenn das Boot einfach weiterfährt, hast Du die Chance definitiv überhaupt nicht. Ich finde es deswegen eher 'sehr interessant', wenn bei solchen Gedanken immer jeder Lösungsansatz mit dem Hinweis auf den worst case vom Tisch gewischt wird. Worst case ist recht selten. Vorbereitet zu sein ist einer der Kerninhalte der 'guten Seemannschaft'. Die Summe verschiedener Vorbereitungen führt zum Erfolg.

Davon abgesehen teile ich die Vorstellung, dass es am Besten ist, nicht über Bord zu gehen.
There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

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