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just sail

ex-beneteau

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101

Freitag, 31. Mai 2019, 10:41

Kann Dir bei abnehmbaren bei 2t keine Empfehlung geben. Potentiell eher den Trend 1.6. der hat mehr Power als die Travel. Aber mit Motor hinten und Batterie ganz vorne geht nur mit richtig dicken Kabeln.

Habe übrigens jetzt den 1103. Super leise und gefühlt mehr Dampf als der 1003. Liegt vermutlich auch an dem anderen Propeller.
Das leise ist aber nicht nur gut. Beim 1003 konnte ich Manöver nach Gehör fahren. Das geht nun nicht mehr. War jetzt schon oft zu schnell :rolleyes:
First 21.7, Etap 21i, aktuell Sunbeam 22.1

102

Freitag, 31. Mai 2019, 12:35

klar, Leistung ist immer gut. Aber Gewicht und Kasse ist eben auch nicht ganz unwichtig. Hauptargument für uns ist eigentlich einfaches Handling. Auch da bietet der Aquamot, neben der etwas höheren Leistung, scheinbar Vorteile (Gashebel nach eigenen Ergonomievorstellungen frei plazierbar, der eigentlich Motor ohne Akku natürlich viel leichter als die 1 KW-Alternativen von Torqeedo und eProp.). Meine Frau kann den Benziner (alter 6 PS 2-takter) weder einsetzen noch anlassen. Isso, brauch man nicht drüber diskutieren (und nein, neue Frau ist definitiv keine Option^^). Obendrein kommt man aus der Plicht nur mit Verrenkungen an den Heckspiegel bzw. den daran hängenden AB (große Backskiste dazwischen). Auf Dauer ist es einfach inakzeptabel, das Frau allein im Boot praktisch sowas wie ne Seenotsituation ist. Zumal ich auch nicht mehr allzu beweglich bin und das volle Sicherheitsprogramm selbst bei kleinsten Ausflügen einfach nervt. Das die Reichweite stark begrenzt ist kommt mir eigentlich entgegen. Ich hoffe das hilft uns der Bequemlichkeit nicht nachzugeben und wirklich nur zu motoren wenns unvermeidbar ist.

Laut Aquamot ist die Standardverkabelung so ausgelegt, dass der Akku gut 7 m vom Motor entfernt montiert werden kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »krkl« (31. Mai 2019, 12:49)


unregistriert

103

Freitag, 31. Mai 2019, 14:44

Der 1.6 ist für zwei Tonnen durchaus brauchbar. Kann man machen.

BTW... mein 1.6 läuft jetzt - 2 Jahre nach Reparatur - immer noch. Trotzdem jedesmal der gleiche Hirnfurz wenn ich ihn anschmeisse: "Läufter oder ist der Anker wieder festgegammelt?"

Mittlerweile sind auch drei neue Schwachstellen zum Vorschein gekommen: die höhenverstellbare Pinne lockert sich grundsätzlich nach ein paar Höhenverstellungen. Dann muss man den Gummibalg kurz aus dem Weg ziehen und die 6mm Imbusschraube nachziehen, die auf der Gegenseite in einer selbstsichernden Mutter mündet... ohne irgendwelche Friktionsscheiben o.ä.
Da könnte durchaus einfachst nachgebessert werden.
Und dann der Gummbalg an sich, der mittlerweile anfängt sich aufzulösen. Arge Risse kann man hier und da zwischen den Falten beobachten. Und das trotz Persenning.
Dann... wenn man den Motor hochklappt, reibt so ein Gussteil vom Schaft über ein anderes Gussteil von der Halterung. Da sieht man deutlichst etwa 0,5 - 1cm tiefe Abrasionen/Furchen/abgescheuertes Metall. Irgendwann wird das komplett durch sein.

Dieses Jahr war ich ja nu auf der Boot um mit den Aquamots ein oder zwei freundliche und zugewandte Worte zu reden. Aber als ich kurz vor dem Stand war, dachtick mir so "wozu jetzt noch doof rumlabern, wenn das Vertrauen sowieso längst weg ist?", machte kehrt und hielt 15 Meter weiter bei den Torqeedos. War irgendwie interessanter als mein unrsprünglicher Plan.

104

Freitag, 31. Mai 2019, 21:04

ach du lieber Himmel, das klingt ja so richtig unzufrieden. Warum kann so ne Produktsuche nicht mal einfach sein.

105

Freitag, 31. Mai 2019, 22:20

Ich habe seit letztem Jahr einen Haswing Protuar 2.0. Vorher Protruar 2 HP. Da der 2.0 kein Getriebe mehr hat bzw. der Propeller direkt auf der Welle sitzt, ist der Motor wirklich angenehm leise. Torqeedos kommen jetzt auch ohne Getriebe, sind nur 3-4 Mal so teuer. Den Haswing mit ca. 1000 W bei 24 V und dann 50 A gibts so für ca. 500 €. Ein vergleichbarer T. Kostet dann mit Lion Akku eher 1300-1500 €. Benziner oder E: Muss jeder selbst wissen. Ich hatte während 20 Jahren einen Evinrude und zwei Hondas: Nie wieder den Lärm und Mief bei z.B. Rückenwind. Allerdings sollte man einen Sreg mit Strom haben. Ich habe vier 12 V AGM Batt. seriell und parallel geschaltet: 24 V und 135 A. Mit dem Motor kann ich bei 6 km/h, Boot mit 2 Pers. Etwa 1 T., ca 4 Std. Fahren. Dann bin ich bei etwa 50 % Kapazität. Messe ich mit einem BAtt.Monitor BM1 von Nasa. Also, wenn Flaute ist oder man wegen der Windrichtung auch mit oft Kreuzen nicht heimkommt. Sonst wird gesegelt. Ich muss allerdings sagen: Berliner Gewässer. Kaum Strom, Tide sowieso nicht. Ein E-Motor Versuch vor 6 Jahren auf der Elbe Hamburg war ein absolutes Desaster.

106

Samstag, 1. Juni 2019, 08:34

haswing hatte ich kurz im Focus, wird aber für Salzwasser eher nicht empfohlen, oder? Nach jeder Benutzung immer mit Süßwasser rumpitschern oder entsprechend nervös werden wenn mal paar Tage Süßwasserbehsandlung nicht möglich ist schreckt mich ein bisschen.

Was mich bei Haswing obendrein nervt sind die variablen Angaben technische Daten. Mal wiegt der 6,2, dann wieder 8,4 kg (Leistung teilweise das Selbe). Abbildungen variieren auch von Händler zu Händler. Das schafft nicht grade vertrauen.

just sail

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107

Samstag, 1. Juni 2019, 19:43

Schon mal über die Pod Variante von Aquamot Trend nachgedacht? Dann sitzt er auch da, wo er was bringt. Und mit Faltprop ist er auch kaum eine Bremse. Dann haste den Fahrhebel im Cockpit für alle gut erreichbar Frauen- und ähm Narren sichere Bedienung ;)
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oschivel

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108

Samstag, 1. Juni 2019, 20:23

Schon mal über die Pod Variante von Aquamot Trend nachgedacht? Dann sitzt er auch da, wo er was bringt. Und mit Faltprop ist er auch kaum eine Bremse. Dann haste den Fahrhebel im Cockpit für alle gut erreichbar Frauen- und ähm Narren sichere Bedienung ;)

so einen hab ich ,cooles Teil SOGmax mei meiner 2t Etap 4,4 kn, kein vergleich mit 6ps AB, aber damit macht motoren bei Flaute auch spass
Oliver

scalar

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109

Samstag, 1. Juni 2019, 21:12

Ich habe seit letztem Jahr einen Haswing Protuar 2.0. Vorher Protruar 2 HP. Da der 2.0 kein Getriebe mehr hat bzw. der Propeller direkt auf der Welle sitzt, ist der Motor wirklich angenehm leise. Torqeedos kommen jetzt auch ohne Getriebe, sind nur 3-4 Mal so teuer. Den Haswing mit ca. 1000 W bei 24 V und dann 50 A gibts so für ca. 500 €. Ein vergleichbarer T. Kostet dann mit Lion Akku eher 1300-1500 €. Benziner oder E: Muss jeder selbst wissen. Ich hatte während 20 Jahren einen Evinrude und zwei Hondas: Nie wieder den Lärm und Mief bei z.B. Rückenwind. Allerdings sollte man einen Sreg mit Strom haben. Ich habe vier 12 V AGM Batt. seriell und parallel geschaltet: 24 V und 135 A. Mit dem Motor kann ich bei 6 km/h, Boot mit 2 Pers. Etwa 1 T., ca 4 Std. Fahren. Dann bin ich bei etwa 50 % Kapazität. Messe ich mit einem BAtt.Monitor BM1 von Nasa. Also, wenn Flaute ist oder man wegen der Windrichtung auch mit oft Kreuzen nicht heimkommt. Sonst wird gesegelt. Ich muss allerdings sagen: Berliner Gewässer. Kaum Strom, Tide sowieso nicht. Ein E-Motor Versuch vor 6 Jahren auf der Elbe Hamburg war ein absolutes Desaster.
du scheinst aber nicht an Regatten interessiert zu sein.....4 Agm....

Zitat

Lieber in der Hölle regieren als im Himmel dienen.

-John Milton-

110

Sonntag, 2. Juni 2019, 18:19

Schon mal über die Pod Variante von Aquamot Trend nachgedacht? Dann sitzt er auch da, wo er was bringt. Und mit Faltprop ist er auch kaum eine Bremse. Dann haste den Fahrhebel im Cockpit für alle gut erreichbar Frauen- und ähm Narren sichere Bedienung ;)


ja, hab ich. Die Express ist ja Klassenboot. Schätze mal Pod ist da nicht konform. Mal davon ab das ich vllt. irgendwann auch mal Regatta segeln will, für nen Wiederverkauf (man weiß ja nie was so auf einen zukommt) ist da son Pod sicher ne ganze Latte Minuspunkte, wenn nicht sogar Ausschlusskriterium.

just sail

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111

Sonntag, 2. Juni 2019, 23:25

Neee, dann besser keinen Pod. Dann bleibt wohl nur noch der Trend 1.6 mit abgesetztem Bedienteil.
Montiere es so, dass Du zum Regatten Segeln den Motor leicht demontieren kannst um das Heck leichter zu machen.
First 21.7, Etap 21i, aktuell Sunbeam 22.1

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112

Mittwoch, 12. Juni 2019, 08:00

Epropulsion Spirit 1.0 im Einsatz

Hallo zusammen,
habe mir vor vier Wochen den Spirit 1.0 remote zugelegt. Über Pfingsten konnte ich ihn ausgiebig fahren und muss sagen, dass ich mit der Leistung und der Akkukapazität gut zurecht komme. Mein H-Boot verdrängt mit 3 Leuten Besatzung und Ausrüstung etwa 1,8to. Motor ist auf einem Motorschlitten (aussermittig) befestigt. Habe mir eine Vorrichtung gebaut, dass ich den AB synchron mit der Pinne steuere. Manövrierbarkeit dadurch sehr gut. Die Remote-Einheit habe ich schnell demontierbar mit einem Winkel unterhalb der Pinne befestigt. Keine Kabel, da Bluetooth. Benutze den Motor nur zum Ab- und Anlegen und bis bzw. vom Fahrwasser zurück. Das muss nicht schnell gehen, daher "verbraucht" der Motor nur ca. 7% seiner Kapazität bei jeder Aus- und Einfahrt. Einzig das Aufstoppen ist ein Thema, wenn ich zu schnell in die Box komme. Der Pfahlzug rückwärts ist deutlich geringer als vorwärts [s.a. Palstek 01/2018]. Habe den Hersteller schon angeschrieben und die haben zugesagt, sich das mal anzusehen. Ein Propeller mit einer anderen Steigung sollte das Problem eigentlich lösen. Will mit meinem Boot unter Motor ja keine Regatta austragen.

Kann den Spirit 1.0 remote guten Gewissens empfehlen: Gutes Finish, Akku (soll) schwimmen, Leistung und Kapazität ausreichend für meine Zwecke. Mit der Remote-Einheit und der Mitsteuerung hohe Manövrierbarkeit und kann dabei sogar im Cockpit bleiben. :)

VG Stephan

113

Mittwoch, 10. Juli 2019, 08:37

Erfahrungen Epropulsion spirit 1.0 vs dem nagelneuen Torqueedo 1103

Hallo zusammen

ich überlege mit gerade den Spirit zuzulegen. Vielleicht schon morgen oder Freitag.

Mir geht es zur Zeit eher um den Vergleich mit dem neuen 1103. So könnte man fast einen neuen Thread eröffnen, ich denke aber das diese hier gut besucht ist und es im Interesse aller ist wenn die Diskussionen der Alternativen an einem Ort zu finden sind. Vielleich kann ja Mick oder ein Mod sein Einverständnis voraussetzen und den Threadtitel um den 1103 ergänzen.

Gerade hat zwar Torqueedo den 1103 herausgebracht, der nochmals etwas leiser als der Spirit wäre, allerdings hoffe ich das "noch leiser" im Vergleich zum "leise" des Spirit nicht ins Gewicht fällt.

Den Spirit bekomme ich für 1790 Euro (torqueedo - 2200 Euro) in Deutschland, dann gehen noch ca 10% Mwst. Einsparung runter. In der Schweiz kosten der 1103 und Spirit etwa gleich viel, 2400 CHF.
Hier verlangt man also "noch" (wird man gegen den Markführer wohl nicht durchhalten) einen schönen Aufschlag für den Spirit..... deshalb werde ich ihn wohl in D holen. Etwas warten, bis der Preis des Spirit in der Schweiz nach der Einführung des 1103 fällt, kommt für mich nicht in Frage.
Die Leistungswerte sind ja ungefähr gleich, die Abweichungen in der Ausstattung sind für mich nicht wichtig.


Wie sind die Besitzer des Spirit nach einiger Zeit zufrieden? Hat er den Winter gut überstanden, ohne Korrosion oder schlimmeres? Ist er noch so schön leise wie anfangs? Wie stehts mit der Zuverlässigkeit und ggfs dem Service?
Würden sie Ihn wieder kaufen, auch nach dem der 1103 auf dem Markt ist?


LG und schon mal Danke!
Hans

Spaßbremse

Offizier

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Heimathafen: Kieler Förde

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114

Mittwoch, 10. Juli 2019, 09:28

Ich habe den Spirit jetzt seit ca. 15 Monaten. Keine Auffälligkeiten, er ist so leise wie am ersten Tag und hat nie gezickt. Den Akku sollte man auch im Winter etwas im Auge behalten, die verbaute Elektronik entlädt ihn langfristig. Ich habe ihn mit ca. 70% eingelagert und dann nach 3 Monaten nochmal nachgeladen. Service kann ich nicht beurteilen, da nie benötigt. Ich würde ihn wieder kaufen, kenne allerdings den neuen Torqeedo nicht. Ein wichtiger Grund für die Kaufentscheidung war das nervige Geräusch des alten Torqueedo, denn ich allerdings auch nie besessen habe.
Gruß, Norman

115

Mittwoch, 10. Juli 2019, 13:27

Hi Norman,

danke für deine Erfahrungen!

Zur Einlagerung / Entladug habe ich eine interessante Aussage des Importeurs gefunden.



Im Video ab 07:07 zum "Batteriemanagement" - Sie senken nach einer gewissen Zeit die Spannung bewusst ab. So soll der Akku den Winter besser überstehen als vollgeladen. Natürlich sollte dennoch keine Tiefenentladung stattfinden. Wie tief sie absenken sagen sie leider nicht.... vielleicht war es dieser Effekt den Du bemerkt hast.

https://www.youtube.com/watch?v=ZMSqmR8IrdY&vl=de

Dazu auch eine Erklärung von STIHL (gilt wohl auch für moderne Bootsakkus) - die Empfehlen einen Einlagerung mit 30% ....danach sollte nur 1- 3 % pro Monat entweichen. Eine Tiefentladung wird so auch über den Winter vermieden.

https://blog.stihl.de/praxiswissen/2017/09/akku-vor-lagerung-voll-aufladen/

vielleicht weiss jemand wie das Batteriemanagement bei ePropulsion dies handhabt.

Ich freue mich auf weitere Erfahrungsberichte und Meinungen, zur Zuverlässigkeit und "Wiederkauf"

Grüsse aus dem 3-Seenland der Schweiz (Murtensee, Bielersee und Lac Neuchatel)

Hans

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »fischershans« (10. Juli 2019, 15:46)


116

Mittwoch, 28. August 2019, 11:47

Moin, ich suche jemanden mit konkreten Erfahrungen Aquamot Trend 1.6, brauche Hilfe.

Ich habe mir so ein Gerät gekauft und bin einigermaßen erschreckt wie schwach das Teil ist.

Vorgeschichte: Mein Boot ist eine Albin Express, leer 1,8t, knapp 26 Fuß, einigermaßen schneller Verdrängerrumpf. Hatte bis dato einen 5PS Benzin-AB und habe mir daher nach eingehender Recherche (habe bezüglich Leistung keine negativen Erfahrungsberichte gefunden) im Vertrauen auf die Herstellerangaben (Vergleichbarer Schub Benzin-AB 5 PS) diesen Motor bestellt.

Meine Erfahrungen mit dem Motor sind nun folgende (immer Vollgas):
max-V bei Windstille > ca. 4,5 kn Boots-V > (5PS Benzin > Rumpfgeschwindigkeit)
bei ca. 5 kn Wind von vorn > unter 4 kn Boots-V > (5PS Benzin > ca. Rumpfgeschwindigkeit, vllt. auch minimal darunter)
bei ca. 15 kn + entsprechend Welle von vorn > ca. 1,5 kn im Mittel(1,2 - 1,8 kn, 2 kn nicht mal kurzzeitig erreichbar) > (5PS Benzin > ca. 3 kn, eher darüber)

Dies als ein paar Eckdaten im Versuch ein bisschen Objektivität herzustellen. Sicherlich nicht unter Laborbedingungen ermittelt. Weiterhin habe ich das Boot mal bei fast Windstille mit einer Federzugwage dazwischen angebunden um die Schubkraft zu messen. Damit habe ich mich tatsächlich eine volle Stunde beschäftigt (verschiedene Messungen über längere Zeit für max. mögliche Genauigkeit) und bin im Mittel auf 26 kg gekommen. Das entspricht ca. 55 lbs (Herstellerangabe 89lbs)

Ich bin dann also auf den Trichter gekommen, dass der Motor sicherlich defekt ist und habe mich an den Hersteller gewendet.

Ein Techniker von Aquamot hat mir nun erklärt, dies hört sich für Ihn alles normal an. Auf meine Frage wie sich aus dem Beschriebenen der Vergleich zum 5-PS-Benziner ableitet wurde es mit Verweis auf Schub ein bisschen Spitzfindig (zusammengefasst, Schub korrelliert nicht mit Geschwindigkeit, soweit nachvollziehbar, warum guter Schub allerdings auch im untersten Geschwindigkeitsbereich keinen Vortrieb erzeugt konnte/wollte er mir nicht verständlich machen)

Fazit: Ich darf den gern einschicken und Aquamot überprüft den Motor, ggf. auf meine Kosten wenn aus Sicht von Aquamot alles in Ordnung ist (wovon er ausgeht).

Ich bin nun unsicher. Mein Pfahlzugtest zusammen mit Beschreibungen von guter Leistung dieses Motors aus dem Netz bestärken mich in der Vermutung eines Defektes, die Aussagen von Aquamot in der Befürchtung auf irreführende Werbung hereingefallen zu sein.
Einerseits wäre es extrem ärgerlich, sich bei dieser Investition mit einem kaputten Gerät zufrieden zu geben. Andererseits würde mich sicherlich maßlos ärgern, nach dieser Enttäuschung noch mal 300,- € ergebnislos draufzulegen.

Gibt es jemanden, der noch mal möglichst konkrete eigene Erfahrungen zur Leistungsfähigkeit dieses Motors machen kann, die mir bei meiner Entscheidung (einschicken oder nicht) helfen können?

Danke schon mal,

117

Mittwoch, 28. August 2019, 13:35

Bei Torqeedo wird ein größerer Motor (Cruise 2.0) mit dem 5 PS Benziner verglichen.

https://www.torqeedo.com/de/technik-und-…efficiency.html

oschivel

Matrose

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118

Mittwoch, 28. August 2019, 14:09

Ich habe an meiner Etap einen älteren Aquamot 1.6 (damals gabs wohl noch keinen Trend/Pro), und kann Deine Eindrücke in etwa bestätigen. Die Etap, ca etwas über 2t mit Besatzung bei Vollgas ca 4,5 kn ohne Wind/Strom, bei Halbgas ca 3 kn. Kein Vergleich zum Benziner Mercury 6PS mit Schubpropeller, der die Etap bei etwas mehr als Halbgas mit 6-6,5 kn schiebt, und auch bei 20kt wind gegenan Rumpfgeschwindigkeit erreicht. Dafür ist das Handling im Hafen und die Ruhe beim Flautencruisen der Hammer. Ich denke, ein echtes 5PS-Äquivalent ist eher in der 2-3kW klasse zu finden, dann mit entsprechenden Akkus aber auch preislich im Bereich eines 10 PS Einbaudiesels. Der Rest von Torqeedo und Aquamot ist Marketingsprech...

Im Übrigen, ich habe 2 220Ah Batterien, mit denen ich rund 2,5-2 h Vollgas fahren kann, also bei Halbgas ca 4hx3kn rund 12 sm Reichweite bei Flaute habe. Beim Trend ist glaube ich ein Akku dabei, der nur 25min Vollast ermöglicht. Wiegt aber auch 70 kg weniger als mein System.

Ich würde den Motor nicht einschicken, ich denke, der ist nicht defekt.
Oliver

119

Mittwoch, 28. August 2019, 20:51

Danke oschivel, das hilft mir schon mal auf die Sprünge. Bin ich wohl doch einfach wieder mal reingefallen. Kann mich auf meine alten Tage einfach nicht mehr dran gewöhnen, dass alternative Fakten inzwischen zum guten Ton gehören^^.

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120

Donnerstag, 29. August 2019, 07:57

Ich hab den Vergleich zwischen einem 5PS 2T Benziner (Nissan/Tohatsu/Mercury/Mariner) und 2KW Torqeedo Cruise an einem 1,6t Segler. Rumpfgeschwindigkeit erreichen beide. Der T. hat erheblich mehr Schub und stoppt auch besser auf. Das liegt vermutlich an dem viel besseren Propeller des T. Ev. hat sich ja da etwas bei Aquamot getan, vielleicht gibts mittlerweile effektivere Propeller.
Gruß, Jörg!

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