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noopd

Lichtmaschinenerklärbär

  • »noopd« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 24. April 2017, 18:24

Wohin und wieviele Lenzpumpen

Hallo Forum,
ich möchte mir eine elektrische Lenzpumpe einbauen, weis aber, jeh mehr ich darüber nachdenke,
nicht mehr wohin, wieviele, wo den Auslass montieren, mit unterschiedlichem Alarm, jeh nach Pumpe?
Ein Schema meines Bootes habe ich mal eingestellt.
Wenn ich die Ruder- und Motorwelle als eine Gefahrenquelle zusammen fasse komme ich auf 5 Pumpen.
Und da die Leistung der Pumpen bei maximalen Schlauchdurchmesser etwa die Hälfte der angegebenen
Pumpleistung beträgt bin ich mir über die Fördermenge noch viel mehr unsicher.
Zum Schluß noch die Frage, wohin mit dem Auslass der Pumpen? Der Ankerkasten für die Pumpen
im Vorschiff scheidet aus, es sei denn ich vergrößere deutlich den Auslauf. Für die hinteren Pumpen würde sich das Cockpit eignen.
Allerdings sollte dann dauch jeweils ein Rückschlagventil aum Auslass montiert sein, damit bei überkommenden Wellen
das Wasser nicht durch die Schläuche in Innere des Bootes gelangt.

Was schlagt Ihr denn vor? Am liebsten wären mir natürlich schon umgesetzte Ideen.

Handbreit

Norbert
»noopd« hat folgende Datei angehängt:
  • Lenzpumpe.GIF (37,88 kB - 25 mal heruntergeladen - zuletzt: 7. Juni 2017, 17:04)
Prosecco kaltstellen ist irgendwie auch wie kochen. :wacko3:

Klaus13

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2

Montag, 24. April 2017, 20:30

Moin,

also grundsätzlich sollte eigentlich eine Absaugstelle im Boot reichen, das ist zumeist die Bilge. Alle anderen Kammern sind mit ihr verbunden, es sei denn, Du hättest ein wasserdichtes Schott irgendwo im Bugbereich. In die Bilge gehört der Schlauch einer Handpumpe und eine elektrische Pumpe. So habe ich das seinerzeit bei meiner alten Mareld nachgerüstet. Das sind dann auch schon zwei getrennte Abläufe. Fünf Pumpen halte ich für sehr schwierig, da Du die Menge na dicken Schläuchen, die alle auch noch einen Schwanehals haben müssen, irgendwo unterbringen musst. Außerdem würdest Du fünf Ausläufe benötigen, die sich meist nur im Heckspiegel unterbringen lassen. In Cockpit ist die Entwässerung riskant, wenn es nicht hinten offen ist. Die Cockpitlenzer sind ja oft nur kleine Öffnungen. Zur Fördermenge ist schon viel geschrieben worden. Einen echten Wassereinbruch schafft keine Pumpe. Es gilt, die größtmögliche elektrische einzubauen, die aber auch entsprechend Strom benötigt. Dauerhaft Pumpen kannst Du damit nicht. Die Größe sollte so bemessen sein, dass Du z.B. bei eine angerissenen Schlauch genügend Zeit hast, den Fehler zu orten, das Ventil zu schließen oder anderweitige Reparaturen einzuleiten oder aber geordnet das Verlassen des Schiffes vorzubereiten. Auch ein undichte Wellendichtung ist ein denkbares Szenario und mit einer Pumpe zu bewältigen, das spritzt es ja nicht mit armdickem Wasserstrahl raus. Eine etwas größere Pumpe benötigt dann auch mindestens 3/4" Schläuche, größer ist immer besser, vor allem bei langen Wegen. Nur verlegen lassen die sich meist nicht mehr. Als Pumpe habe ich seinerzeit die L2000 von Johnson genommen, die passte so gerade eben in die Bilge.

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

3

Montag, 24. April 2017, 21:06

Der Installationsort der Pumpe(n) sollte auch so gewählt werden das zB abgelöste Etiketten von Dosen etc die Pumpe nicht verstopfen können.
Im Zweifelsfall den Pumpenbereich mit Lochblech oder feinem Maschendraht großflächig abschotten.
Muß natürlich leicht entfernbar sein zwecks Wartung und Reinigung.

Zwei kleinere Pumpen sind sinnvoller als eine große. (besser natürlich zwei oder mehr große)
Wenn eine Pumpe in hinter einem Kollisionsschott liegt (zB Vorschiff) muß sie von aussen zu bedienen sein.
Ist doof wenn das Schott zu ist und die Pumpe es nicht schafft , irgendwann ist die Batterie alle.

Das sinnvollste ist eh ne fette Impellerpumpe am Diesel , der läuft so lange bis er Wasser saugt (normalerweise)

Leckstopf-Equipment sollte eh an Bord sein....

Ich bin gerade dabei alle relevanten möglichen Leckstellen am Schiff mit kleinen Schwimmerschaltern auszurüsten.
Ziel ist es den Wassereintrittspunkt schnellstmöglich zu finden.
Wenn erstmal 20cm rumschwappen ist das kaum noch möglich.

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4

Dienstag, 25. April 2017, 07:31

Hi,

Grundsätzlich sind die üblichen Bilgenpumpen erstmal nur geeignet eingedrungenes Wasser wieder aussenbords zu bekommen. Zum halten oder gar reduzieren des Wasserspiegels im Boot bei einem Leck was größer als ein Borddurchlass ist eignen sie sich aufgrund Förderleistung nicht.

Man kann das überschläglich ausrechnen:

Durch ein einfaches ca. 4cm Loch kommen wenn 1,2 m unter Wasser rd 3 l/s das sind 10800 l/h damit kann man schnell erkennen, dass ein Leck welches man nicht zu bekommt mit den üblichen Bilgenpumpen nicht dauerhaft zu halten ist.
Bei einem 10 cm Loch sind es schon ca. 22 l/s das sind 79.850 l/h und damit ist dann ein Boot in einer Stunde weg.

Für ein 4 cm Durchmesser Loch in einer Tiefe von 0,5 m (was z.B. bei einer 28 ft. Yacht gängig ist) dann kommen da rd. 2 l/s (genauer 0,0019 m³/s) raus. Das sind immer noch 7200 l/h.

Die KW-Pumpen der üblichen kleineren Diesel haben zw. 7 und max. 20 l/min also zw. 420 und 1200 l/h. Eine ordentliche elektrische Bilgenpumpe kommt so in Bereiche zw. 4000 bis 7000 l/h eine mechanische wohl realistischerweise so auf um die bei 2500 bis 3000 l/h. Richtig Bums haben elektrisch an den Motor anzukuppelnde fest angeflanschte Impellerpumpen.

Egal welche Pumpe man nimmt, um das Wasser zu heben und zu fördern braucht man Leistung. Ob per Motor, elektrisch oder mechanisch per Hand. Die muss bereitstehen.
Elektrische Bilgenpumpen saugen erheblich am Akku, daher sollte man im Falle eines Falles auch gleich den Motor anstellen, damit die Akkus zumindest noch ein bisschen über die Lichtmaschine entlastet werden.

Bei Deinem Schema vom Boot stimme ich Dir zu, man kann über fünf Pumpen nachdenken, wenn die Abteilungen wirklich relativ wasserdicht oder nur über "Schwellen" verbunden sind.
Alternativ kann man auch drei feste (vorne, mitte, hinten) und eine mobile nachdenken.

Auslass geht über einen Schlauch der als Schwanenhals gelegt wird und dann aussenbords (oder Cockpit). Rückschlagventil ist suboptimal weil es erzeugt hydraulische Verluste und kostet somit Förderleistung.
Überhaupt das Thema Förderleistung: Die Förderleistungen beziehen sich meist auf 1m Förderhöhe. Das ist aber die gesamte also aus der rein örtlichen und der hydraulischen also durch Rohrleitungen und Einbauten erzeugten Förderhöhe. Es gilt hierbei: Schlauchdurchmesser ist durch nix zu ersetzten ausser durch Schlauchdurchmesser und je mehr man nach oben von dem 1m Abweicht desto schneller gehen die Fördermengen in den Keller.
Jede Pumpe bekommt eine eigene Auslassleitung. Nicht zusammenlegen und auch möglichst nicht mit anderen Auslassleitungen zusammenlegen.

Grüße

Andreas
Pfusch ist erst wenn man´s sieht ;)

Immer schön nach rechts blicken, von dort nähert sich die Gefahr! Lernt man schon beim Führerscheinkurs ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andreas29« (25. April 2017, 08:11)


MichaelK

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5

Dienstag, 25. April 2017, 07:49

Ich habe eine mobile Pumpe mit kleinem 2T Motor an Bord. Die schafft 16000 l/h. Für ein grösseres Loch ist das immer noch zu wenig aber weit mehr als die gängigen elektrischen Pumpen schaffen. Zusammen mit zwei Kollisions Schutz Schotts kann man damit zumindest hoffen.
Michael
SY Sioned

6

Dienstag, 25. April 2017, 07:56

Ich habe eine Schwimmweste

norbaer

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7

Dienstag, 25. April 2017, 08:20

Männer macht et nicht zu kompliziert.

1 Pumpe (Pümpchen) an der tiefsten Stelle und gut is! Ihr rettet kein Boot mit einer Yacht Bilge pumpe!

Auslass ist bei Serienbooten im Heckbereich via Schwanenhals. Geht aber auch an einer Seite. (ist ja keine Rennjacht wo der Auslass bremsen würde)

Apropo Rennyacht, ich durfte mir am Wochenende mal eine KER 46 (die ehemalige Schakti fährt nun in NL) genau anschauen. Die hatten nicht weniger als 12 Bilgepümpchen, wegen der komplizierten Rumpfsektionen und wasserdichten Schotts. Sowas hat ja eine Serienyacht nicht.

Schoner

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8

Dienstag, 25. April 2017, 09:35

:thumb:
Gruß

Volker

Blog http://schoner.twoday.net

9

Dienstag, 25. April 2017, 10:00

Hallo Norbert, ich halte es mit Norbert...

1. Mit der Bilgepumpe rettest Du nicht das Schiff, da sind wir uns offenbar alle einig. Job einer elektrischen Pumpe: In einem Notfall bei kleiner Crew so lange
den Rücken frei halten, bis das Leck gefunden und bekämpft werden
konnte. Wenn das Leck dafür zu groß ist, verschafft sie ein paar
zusätzliche Minuten bis zum Eintreffen der Retter und dem Verlassen des
Schiffes. Oder bis zum Absaufen der Elektrik.
2. Dein Boot bzw. dessen Bilge ist offenbar in nicht verbundene Segmente unterteilt. Unseres auch. Was die Werft sich dabei gedacht hat, würde mich interessieren. Aber es ist wie es ist.
3. Es ist nachträglich nicht mehr möglich, Speigatten in die Wrangen zu bohren (bei uns jedenfalls)
4. Wenn z. B. im Bugbereich eine Leckage eintritt, kann diese nicht gelenzt werden, bevor das Wasser auf Bodenbretthöhe in das nächste Bilgesegment läuft.
5. Konsequenz könnte sein:
a) mehrere Lenzpumpen mit den von Dir beschriebenen Problemen
b) oder: so what. Wir haben eine Lenzpumpe an der tiefsten Stelle. Kann also sein, dass unter gewissen (welchen?) Umständen ein anderes Bilgesegment volläuft bevor die Lenzpumpe in Aktion treten kann.
6. Wenn Du alle Segmente lenzen können möchtest: Vielleicht eher zusätzlich eine mobile Pumpe mit ein paar Metern Schlauch mitführen und ins Cockpit lenzen?


Gruß

Andreas

10

Dienstag, 25. April 2017, 10:02

Eine manuelle(also Saugkorb dieser) und eine elektrische am tiefsten Punkt, Auslässe unter der Heckklappe. Schwanenhals kann entfallen, Rückschlagventil
ebenfalls, diese verkleinern nur unnötigerweise den Querschnitt.
Auch die älteren Dehler Modelle hatten doch zumindest eine manuelle Pumpe so installiert!

Gruß Odysseus

norbaer

Salzbuckel

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11

Dienstag, 25. April 2017, 10:38

Noch eine Ergänzung....

Wenn das Boot nicht zu hart und feucht gesegelt wird, würde ich mir die aufwendige Installation einer elektrischen Bilgepumpe sparen.
Unsere Optima und auch die First hatten keine elektrischen Pumpen und ich konnte prima damit leben. Selbst bei unserer doch immer recht nassen J mache ich die Bilge nach nassem Kampfsegeln mit der Hand trocken. Denn die Mindestfüllmenge der Bilge um die E-Pumpe sinnvoll einzusetzen sind 5 Liter. (bei einer flachen Bilge ohne Sumpf!)

Also um mal alle 5 Jahre bei einem Malheur die Bilge "leichter" leer zu bekommen im Tourenmodus würde ich kein E Pumpe einbauen.

Die zwei Dinge die mir mal passiert sind waren, 1 x Wassertank undicht und einmal eine Welle via Cockpit über den Niedergang. Das wars wo man mal die E Pumpe brauchen konnte. Man kann dann aber auch die manuelle Lenzpumpe benutzen! Tut auch nicht wirklich weh. ;)

12

Dienstag, 25. April 2017, 10:57

@norbaer: hat eigentlich Recht, auf unserer 31er war auch nur die Handpumpe, in 10 Jahren haben wir die nie gebraucht.

Gruß Odysseus

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13

Dienstag, 25. April 2017, 11:02

Hi,

auch wenn ich den Vorrednern in einigem zustimme, so ist das mit solchen "Sicherheits"einrichtungen, sie hängen eigentlich und hoffentlich ihr Leben lang nur rum und werden nicht gebraucht. Nur wenn man sie braucht, dann ist´s besser man hat sie.
So ähnlich wie Feuerlöscher, die hängen auch nur rum. Deshalb argumentiere ich aber nicht, ich habe Feuerlöscher bei mir an Bord, die habe ich in den letzten 30 Jahren nicht einmal gebraucht, lass sie weg ;) oder solch ein Feuerlöscher reicht eh nur wenige Sekunden, dann kannst Du ihn gleich weglassen ;)

Grüße

Andreas
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norbaer

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14

Dienstag, 25. April 2017, 11:11

Na so ein Pümpchen ist doch keine Sicherheitseinrichtung mit ca. 60L/min!



Ich halte mich immer an die ISAF Offshore Regularien und steht was zum wirklich Lenzen hilft:

Bilge Pumps and Buckets
** 3.23.1 a) two strong buckets, each with a lanyard and of at least 9 l (2.4 US Gal) capacity
Mo3Mu0,1,2 one permanently installed manual bilge pump

Die beste Bilgepumpe sind Eimer und Angst! :D

Moonday

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15

Dienstag, 25. April 2017, 11:14

Bevor man (automatisch) abpumpt sollte man schauen was da in der Bilge schwappt. Könnte ja auch Diesel sein...
look up at the stars and not down at your feet
Stephen Hawking

16

Dienstag, 25. April 2017, 11:17

Naja, die kleine Gelbe pumpt 3600l in der Stunde. Schau mal die üblichen Pumpen von Whale und Jabsco: die liefern nur um die 1000/h!!

Gruß Odysseus

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17

Dienstag, 25. April 2017, 11:19

Ich hatte mal einen Fall, bei dem ich nur mit viel Glück und einer elekt. Lenzpumpe nicht abgesoffen bin.

Was war Passiert?

Mein Schiff war ursprünglich mit einer Handpumpe für Seewasser an der Küchenspüle ausgerüstet.
Das macht in der Schlei nicht soooo viel Sinn, also hab ich die Pumpe entsorgt.
Das zugehörige extra Seeventil bleib jedoch, wurde mit einem Schlauch gesichert, der über der Wasserlinie endet (so der Plan).

Im Winterlager dann alle Seeventile auf halb zu (wg. Frost und Restwasser hinter der Kugel)

Im Frühjahr vor dem Kranen alle Ventile wieder zu - nur das eine hatte ich vergessen, weil unter den Bodenplatten. :O


Der Murphy-Anteil, der dann dazu kam:
Der Schlauch war abgesackt und ganz runter gefallen in die Bilge

Durch den 1/2-Zoll Schlauch und das halb offene Seevetil lief es dann den ganzen Tag und die folgende Nacht, das Schleiwasser.

Das viele Glück?
Ich hab am Samstag gekrant und so noch bis Sonntag auf dem Schiff übernachtet.

Das Problem?
Sonntagmorgen dann beim Aufstehen nasse Füße.
Meine Bilge ist tief, da stand ein guter halber Meter unter den Bodenbrettern.
Das sind dann schon ein paar m³.

Der Steg war über Nacht um einige Dezimeter gewachsen ...

Die Batterien waren komplett unter Wasser!

Die Lösung:

Mit der elektrischen war das dann nach einer Stunde erledigt.
Irgendwann kam dann auch der sprudelnde Schlauch an die Oberfläche.
Hat trotz der abgesoffenen Batterien funktionen, wohl aber nur wg. des Schleibrackwassers mit kaum Salzgehalt.


Mit Eimer und Schwamm hätte es wohl etwas länger gedauert.
Und ob ich das mit der Handpumpe geschafft hätte?????

Noch ein paar Stunden und der Kahn währe auf Grund gegangen.


In mir gedeiht seither der Wunsch nach einer durch den Diesel angetriebenen Pumpe:

Grußß Svenning

18

Dienstag, 25. April 2017, 11:24

Die Batterien waren komplett unter Wasser!

Die Lösung:

Mit der elektrischen war das dann nach einer Stunde erledigt.



Die Batterien haben die Pumpe noch beliefert? Schwer vorstellbar. Mit einer manuellen hätte man das Schiff aber auch leer bekommen.
Elektrisch hätte nur mit Automatik Sinn gemacht.

Gruß Odysseus

P.S. was für eine Pumpe war das denn? siehe meinen Beitrag oben

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19

Dienstag, 25. April 2017, 11:45



Die beste Bilgepumpe sind Eimer und Angst! :D


Hi,

jepp alter Spruch aber hat wohl was wahres :rolleyes:

Grüße

Andreas
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Hanser

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20

Dienstag, 25. April 2017, 11:46

In meinem Oldie habe ich an der tiefsten Stelle zwei Pumpen: Eine elektrische und eine klassische (fest montierte) Handpumpe. Das ist auch gut so, weil ich keine selbstlenzende Plicht auf'm Boot habe. Zusätzlich habe ich eine kleine Handpumpe, in einer Backskiste - warum weiß ich jetzt selber nicht so genau, beim Drübernachdenken. Ich habe eine tiefe Bilge, bei der das komplette Wasser zusammenläuft.

Und jetzt kommt der Vorschlag: Für die voraussichtlich kleinen Mengen an Flüssigkeit in den einzelnen Segmenten beim TO, die im Normalbetrieb mal zusammenkommen können (offenes Luk bei ordentlich Regen, kleine Undichtigkeit im Frischwassersystem, etc.), reicht eine kleine Handpumpe wie die hier. Wenn wirklich ein großer Schaden eintritt, dann darf das Wasser auch durchs ganze Boot laufen, bis es eine ordentlich ausgelegte E-Pumpe (und für den Fall der Fälle eine manuelle Pumpe) erreicht. Bin beim Chartern übrigens mal fast abgesoffen: Es war Flaute und die Stopfbuchse wollte nach ein paar Stunden Motoren nicht mehr.

Volker


PS: Auf'm Holzboot neigt man ja vielleicht zur Automatikstellung beim Pumpenschalter. Ist aber aus Gründen des Umweltschutzes laut TÜV in D dann nicht erlaubt, wenn die Motorbilge (plus Tank?) nicht absolut sauber von der eigentlichen Bilge getrennt ist. Sonst pumpt man mit viel Pech bei Abwesenheit seine Dieselleckage in das Hafenbecken.

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