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christian73hl

Leichtmatrose

  • »christian73hl« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 33

Bootstyp: Jeanneau Sun Odyssey 31

Heimathafen: Passathafen Travemünde

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121

Montag, 12. März 2018, 09:58

Kurzes Update:
Alles wieder eingebaut, Förderbeginn mit 1,6mm shims bei Mittelstellung Gasschieber eingestellt und Diesel direkt mit der Spritze+Schlauch der ESP zugeführt um andere Fehlerquellen auszuschließen.
Resultat: keine Änderung beim Startverhalten im kalten Zustand. Nach dem er dann irgendwann nach mehreren Startversuchen lief und warm war, sprang er auch auf Schlag an. Also es hat sich nichts verändert :(
Jetzt habe ich mir nochmal neue Einspritzdüsen bestellt und werde sie auf 170 bar Öffnungsdruck gem. Servicebuch einstellen lassen. Meine derzeitigen öffnen ja schon bei 160 bar. Vielleicht bringt das noch was.

x-molich

Seebär

Beiträge: 1 242

Schiffsname: Martha

Bootstyp: Molich-X-Meter

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122

Dienstag, 13. März 2018, 14:07

Hi,

das muß was anderes sein.

Mein 30 Jahre alter Bukh 8PS hat einen Riss im Kopf und bläst ins Kühlwasser ab (seit zwei Saisons) aber anspringen tut er selbst nach der Winterpause ohne Glühen mit zwei Umdrehungen.
Kompression oder Kraftstoffversorgung aber daß höherer Einspritzdruck hilft, kann ich mir nicht vorstellen.

Grüße
Sascha
Umwege erhöhen die Ortskenntnis!

christian73hl

Leichtmatrose

  • »christian73hl« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 33

Bootstyp: Jeanneau Sun Odyssey 31

Heimathafen: Passathafen Travemünde

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123

Dienstag, 13. März 2018, 17:14

Moin!
Kompressionsdruck ist mit 38 bar mehr als genug, Einspritzpumpe ist auch ok. Kraftstoffversorgung ist auch zu 100% gegeben, da ich die ESP sogar direkt mit einer Spritze versorgt habe, um andere Fehlerquellen wie die Förderpumpe, Luft in den Leitungen etc. auszuschließen.
Bin mit meinem Latein am Ende. Aber wenn noch jemand eine Idee hat, immer her damit...
Vielleicht investiere ich nochmal die 180€ und lasse die ESP auf einem Prüfstand checken. Aber da wird wahrscheinlich auch nichts bei rauskommen, da die Teile in der Pumpe bereits neu sind.

Gruß,
Christian

124

Dienstag, 13. März 2018, 18:07

Luft in der Zuleitung von der ESP zu den Düsen?
Da können vielleicht noch die Überwurfmuttern lose oder ausgenuddelt sein.

jade

Seebär

Beiträge: 1 116

Wohnort: Küste

Bootstyp: D34

Heimathafen: Großenbrode

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125

Dienstag, 13. März 2018, 18:16


... Bin mit meinem Latein am Ende. Aber wenn noch jemand eine Idee hat, immer her damit...


Warte doch einfach noch etwas ... soll ja langsam wärmer werden ;)
wenn nicht jetzt ... wann dann?? :segeln:

126

Mittwoch, 14. März 2018, 13:20

Da können vielleicht noch die Überwurfmuttern lose oder ausgenuddelt sein.


Ha !!

DAS könnte auch bei mir das Problem sein!
Eine Undichtigkeit zwischen Einspritzpumpe und Zylinder!

Warum bin ICH nicht darauf gekommen.....

Deshalb ist bei mir auch nur der 1. Zylinder von Luft betroffen... Da wird mal jemand bei der Wartung Mist gebaut haben und da der Motor warm war, hat es keiner sofort gemerkt....
Mein Vorbesitzer hatte nämlich augenscheinlich ebenfalls Probleme mit dem Starten.
Der Weg ist das Ziel.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
Jede Sucht mit einem ersten Mal.

Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker

Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...

F28

Salzbuckel

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Schiffsname: Rike

Heimathafen: Colijnsplaat

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127

Mittwoch, 14. März 2018, 13:46

DAS könnte auch bei mir das Problem sein!
Eine Undichtigkeit zwischen Einspritzpumpe und Zylinder!

aber das würdest Du doch sofort bemerken! Wenn dort etwas undicht ist, suppt im Betrieb sofort mehr oder weniger viel Diesel raus. Kann man eigentlich kaum übersehen.
Gruß
F28

128

Mittwoch, 14. März 2018, 15:25

Nein, suppen tut es da nicht. Bin den Motor allerdings auch noch nicht weit gefahren.
Logisch erscheint es mit allemal, da auch mein Motor, sofern er mal gelaufen ist, prima anspringt.
Anspringen tut er immer, da Dreizylinder, aber der 1. läuft im Leerlauf eben nur nach Entlüftung mit.
Sonst nur unter Gas....
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christian73hl

Leichtmatrose

  • »christian73hl« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 33

Bootstyp: Jeanneau Sun Odyssey 31

Heimathafen: Passathafen Travemünde

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129

Montag, 1. Oktober 2018, 11:22

Ursache gefunden!!!

Moin Leute!

Nachdem der Motor mal wieder rückwärts angesprungen ist und ich mir dadurch den nächsten Wasserschlag und damit ein krummes Pleuel geholt habe, habe ich meine Forschung nach der Reparatur mal wieder aufgenommen!

Folgendes waren die Ursachen:

1. Falscher Förderbeginn
Der Einpritzzeitpunkt war falsch eingestellt. Er wird in Mittelstellung (Vollgas) des racks (Zahnstange, die den Kolben der Einspritzpumpe verdreht) eingestellt. In dieser Stellung ist der Förderbeginn auf der Schwungscheibe markiert. Nicht in Ruhestellung, wie es mir der Mitarbeiter der Motoreninstandsetzung erzählt hat. Diese Stellung erreicht man, indem man den Hebel des Abstellers ein Stück bewegt, bis man einen ersten Widerstand merkt. In Ruhestellung (beim Starten) kommt nämlich der 1mm Absatz im Kolben der ESP zum Tragen (siehe Beitrag weiter oben).
Stellt man den Förderbeginn so ein, ist er etwa 10° zu früh. Daher lief er manchmal auch rückwärts an!

2. Luft in der ESP
Die Kupferdichtungen unter dem Kolben/Zylinderpaket (siehe Bild, rot markiert) waren undicht und so konnte Diesel bei langem Stillstand nach unten durch die Einspritzpumpe (blau markiert) laufen. Diese Leckage war natürlich nicht zu erkennen, da der Diesel in der Ölwanne landet.
Herausgefunden habe ich es, nachdem ich alle Leitungen durch Klarsichtschläuche ersetzt hatte. Im Betrieb oder nach Stillstand waren jedoch keine Luftblasen zu sehen. Erst als ich mit einer Spritze an dem Schlauch der Einspritzpumpe gesogen habe, kamen kontinuierlich Luft heraus.
Damit war klar, dass die Pumpe intern eine Undichtigkeit haben musste!

Also die Dichtungen getauscht und Förderbeginn richtig eingestellt. Jetzt sprang er auch nach 2 Wochen Stillstand und 10 Grad am Morgen wieder an :)

Viele Grüße und nochmals vielen Dank für Eure Unterstützung,
Christian
»christian73hl« hat folgende Datei angehängt:
  • ESP.JPG (167,06 kB - 16 mal heruntergeladen - zuletzt: 2. Oktober 2018, 21:22)

sailkoop

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130

Montag, 1. Oktober 2018, 14:56

Wow, was für eine Sisypfusarbeit!! Freut mich, das Du es gefunden hast!!
allzeit eine Handbreit

Björn
www.sy-serafina.de

axi

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131

Dienstag, 2. Oktober 2018, 00:43

Der Motor hat jetzt 2600h gelaufen, da kann es gut sein, dass Verschleiß die Ursache ist.

Dachte ich es mir doch, ein Yanmar mit einer 4-stelligen Laufleistung ist nicht verschlissen! :verstecken:
Prima, dass der Fehler gefunden ist. :glueckwunsch:
Handbreit axi

132

Dienstag, 2. Oktober 2018, 08:09

1. Falscher Förderbeginn
Der Einpritzzeitpunkt war falsch eingestellt. Er wird in Mittelstellung (Vollgas) des racks (Zahnstange, die den Kolben der Einspritzpumpe verdreht) eingestellt. In dieser Stellung ist der Förderbeginn auf der Schwungscheibe markiert. Nicht in Ruhestellung, wie es mir der Mitarbeiter der Motoreninstandsetzung erzählt hat.
Moin Christian,

schön dass der Fehler endlich gefunden ist. Aber was für ein Aufriss bis dahin!!

Habe gerade das Eröffnungspost noch einmal gelesen und verstehe die Geschichte noch nicht. Der Einspritzzeitpunkt verstellt sich nicht von selbst.
Hattest Du vor den Problemen den Motor auseinander und hast es nicht erwähnt?

Meine eigenen Lehren aus Deinem Fall sind nämlich die: Vorsicht bei Reparaturen anhand von Youtube Videos, Zuspruch und Tipps aus sozialen Netzwerken etc., von denen man eigentlich selbst nichts versteht. Denn es gibt immer das kleine Detail, das man dabei übersieht - oder einer der Tippgeber. Dass es hier offenbar einem Profi passiert ist, macht es nicht besser.
Scheitert man an der eigenen Reparatur und lässt einen Mechaniker ran, steht der vor einer fiesen Aufgabe: Er denkt bei der Problembehebung in den Kategorien Verschleiss und auftretende Defekte. Nicht daran, dass jemand vor ihm an unvermuteter Stelle einen Fehler eingebaut hat...

Gruß
Andreas

zooom

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Im Marktplatz: 1

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133

Dienstag, 2. Oktober 2018, 08:14

Der Motor hat jetzt 2600h gelaufen, da kann es gut sein, dass Verschleiß die Ursache ist.

Dachte ich es mir doch, ein Yanmar mit einer 4-stelligen Laufleistung ist nicht verschlissen! :verstecken:



Das möchte ich doch hoffen, mein 2GM20 hat auch erst 6200h runter...

Aber was für ein blöder Fehler!
Gruß Thomas


starkiter

Proviantmeister

Beiträge: 250

Wohnort: HH

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Bootstyp: Rj 85

Heimathafen: Wedel

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134

Dienstag, 2. Oktober 2018, 08:29

Moin Christian,

Glückwunsch und kannst die Anleitung ja an Yanmar verkaufen. :D
Man sollte vielleicht das Problem und die Lösung in einen Block stellen so könnten wir eine Sammlung aufmachen.
Gruß Holger

christian73hl

Leichtmatrose

  • »christian73hl« ist der Autor dieses Themas

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135

Dienstag, 2. Oktober 2018, 16:58

Habe gerade das Eröffnungspost noch einmal gelesen und verstehe die Geschichte noch nicht. Der Einspritzzeitpunkt verstellt sich nicht von selbst.
Hattest Du vor den Problemen den Motor auseinander und hast es nicht erwähnt?


Moin!
Nein, ich hatte den Motor vorher nicht auseinander. Aber die Dichtscheiben in der Einspritzpumpe waren auf 0.3mm dicke zusammengepresst. Da hatte vielleicht mal jemand zu kräftig die oberen Verschraubungen nachgezogen und damit die Undichtigkeit hervorgerufen und so den Förderbeginn verstellt.
Denn je dünner die Dichtung, desto früher ist auch Förderbeginn, denn der Zylinder der ESP mit der Querbohrung kommt entsprechend weiter runter. Hätte ich mit diesen zerdrückten Dichtscheiben den Förderbeginn richtig einstellen wollen, hätte ich 1.5mm shims unter die Pumpe legen müssen, was unnormal viel ist.
Die neue Kupferdichtung ist 1mm dick und ich habe jetzt 0.6mm unter der Pumpe.

Naja, wenigstens kenne ich jetzt den Motor jetzt ziemlich gut ;)

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