Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

Hucky2

Matrose

  • »Hucky2« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 65

Bootstyp: Hanse 355

Heimathafen: 23730 Neustadt i.H. ancora-Marina

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 13. Juli 2017, 21:19

Neue Segel, die x-te

Ich bin beim Stöbern durch eine "Yacht" aus dem Frühjahr auf ein von NorthSails vorgestelltes Segel Namens 3Di NORDAC für Cruiser gestoßen, dass eine ganz neue Qualität der Polyester-Segel (Dacron) haben soll.
Werbung:
THE DACRON CRUISING SAIL REINVENTED
North Sails is excited to introduce this revolutionary sail technology for small to medium sized cruising boats. 3Di NORDAC™ transforms polyester fiber into seamless, one-piece sails that are uniquely strong, beautiful, and long-lasting.

Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht?

Gruß Jürgen

2

Donnerstag, 13. Juli 2017, 23:45

Ja, das hörte sich durchaus interessant an für den engagierten Fahrtensegler. Und wäre es früher heraus gekommen, dann hätte ich vielleicht schwach werden können, obgleich ich nicht unbedingt zu den „early Adoptern“ gehöre. Aber wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, soll wohl erst dieses Jahr das Material erstmals angeboten werden, und da eigentlich die Segel für diese Saison schon 2016 gekauft worden sind, werden nennenswerte Stückzahlen davon wohl frühestens 2018 ausgeliefert werden. Dann noch mal fragen.
Mit besten Empfehlungen
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

Marinero

Proviantmeister

Beiträge: 286

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Marina Minde

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 16. Juli 2017, 19:27

Ich bin beim Stöbern durch eine "Yacht" aus dem Frühjahr auf ein von NorthSails vorgestelltes Segel Namens 3Di NORDAC für Cruiser gestoßen (...) Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht?


North ist ja nun nicht der Hinterhof-Pimpelhuber-Segelmacher, da gehe ich davon aus, dass die Segel im Neuzustand toll sind. Wurden in dem Test ja auch sehr gelobt. Aber neue Segel sind, egal welches Material, immer toll.

Aber "Erfahrung"? Bei normaler Urlaubssegler-Nutzungsdauer, d.h. so 6 Wochen p.a., würde ich frühestens nach 5 Jahren von Erfahrung sprechen. Dann kann man anfangen, Lebensdauer etc. zu beurteilen.

Hucky2

Matrose

  • »Hucky2« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 65

Bootstyp: Hanse 355

Heimathafen: 23730 Neustadt i.H. ancora-Marina

  • Nachricht senden

4

Sonntag, 16. Juli 2017, 21:47

Ich hatte leider den angekündigten "Yacht"-test nicht gefunden. Ich wäre daran interessiert.
Mit Erfahrung meinte ich auch nur anfängliche praktische Segel- und Handlingserfahrung.

Jürgen

Marinero

Proviantmeister

Beiträge: 286

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Marina Minde

  • Nachricht senden

5

Montag, 17. Juli 2017, 11:36

Ausgabe 9/2017



Meeresfee

Salzbuckel

Beiträge: 3 202

Schiffsname: Gute Fee

Bootstyp: Winner 9.50

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: Tel.nummer

  • Nachricht senden

6

Montag, 17. Juli 2017, 12:10

Der Punkt ist, auch North neue 3Di Segel sind aus Dacron. Die Haltbarkeit muss man nun definieren. Grundsätzlich hält Dacron als Tuch wahnsinnig lange, 10 Jahre sind kein Thema. Denn es verzeiht knicken, es ist sehr UV fest, es ist sehr reißfest, nichts kann de-laminieren, da nichts laminiert wurde.
Dennoch ist für meinen Geschmack bei Dacron im Gross z.B., weil man das immer fährt nach 5 Jahren Schluss. Denn Dacron hält leider seine Form nicht dauerhaft. es verzieht, dehnt, reckt sich, fedeert nur in Massen zurück. somit ist ein 5 Jahre altes Groß technisch i.O., profilmäßig aber durch damit und gehört neu, das Alte kann man ja dem vertickern, der das nicht sieht oder dem es egal ist.
Nun kommt die Frage: Hat North es geschafft, diese 5 Jahresfrist zu verlängern? Ist der Mehrpreis so, dass man dennoch North nehmen sollte statt Heino Haase um die Ecke? Carsten, der diese Frage nicht beantworten kann.

Hucky2

Matrose

  • »Hucky2« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 65

Bootstyp: Hanse 355

Heimathafen: 23730 Neustadt i.H. ancora-Marina

  • Nachricht senden

7

Montag, 17. Juli 2017, 16:56

Das Neue an diesem Segel ist, dass es nicht in größeren Stücken zusammengenäht wird, sondern in rel. kleinen Stücken "verklebt" (North sagt Membran-Segel). Das müsste eigentlich deutlich formstabiler sein bei langer Einsatzdauer, UV-stabil und wenig anfällig gegen Knicke (Auftuchen).
Da ich kein Regattasegel brauche, könnte das zum Cruisen ein geeignetes Segel sein, wenn die Annahmen denn so stimmen würden.

Jürgen
»Hucky2« hat folgende Dateien angehängt:
  • NS_3Di_Nordac_.jpg (1,24 MB - 27 mal heruntergeladen - zuletzt: 17. August 2017, 08:38)
  • 3Di Nordac.jpg (224,52 kB - 29 mal heruntergeladen - zuletzt: 17. August 2017, 08:38)

Danziger

Regattaleitung

Beiträge: 3 728

Schiffsname: ISOBAR

Heimathafen: Flevomarina

  • Nachricht senden

8

Montag, 17. Juli 2017, 18:34

Polyester bleibt Polyester. Das ist ein sehr weit verbreiteter Kunststoff, aber mit völlig anderen Eigenschaften als Kohlefaser, Aramid (Kevlar/Technora) oder auch Polyäthylen (Dyneema).

Es sind sicherlich keine Wunder zu erwarte, die z.B. DCX auch nicht liefert, aber als Polyester Laminat etwas formstabiler ist als gewebtes Polyester (Dacron), solange es nicht überlastet wird.

Meine unbegründete Vermutung: North hat rausgefunden, dass der Markt der Laminatsegel seit Jahren wächst und möchte einen großen Anteil der Wertschöpfung nicht DP (DCX) und Contender überlassen, sondern an dem Trend in vollem Umfang mitverdienen, wie sie das ja bei ihren Leistungs- und Hochleistungslaminaten seit 3Di schon lange tun.

Elvström z.B. bietet rein Polyester basierte Segel in ihrer Epex Serie schon länger an. Das Cruising Epex verkauft sich wie geschnitten Brot, ist aber auch nur wirklich gut, wenn es Aramid Fasern enthält, die das Profil 5 und mehr Jahre in Form halten. Aber dann sind die Segel wieder teuer.

Denke, wird North Qualität haben und ganz sicherlich nicht günstig sein. Für den sportlich orientierten Tourensegler wird es gut passen, wie DCX das schon lange tut. Mehr aber nicht.

Hans

Marinero

Proviantmeister

Beiträge: 286

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Marina Minde

  • Nachricht senden

9

Montag, 17. Juli 2017, 22:19

Hab jetzt den Artikel nochmal rausgekramt..... :buchlesen:

Tücher werden wie 3Di aus Filamenten ausgerollt und auf der Form gebacken.
Beim Test war Segelstand und Profilierung sehr gut, stabiles Profil, keine Verformung in Böen.
Und natürlich kann noch keine Aussage zur Langlebigkeit getroffen werden.
North weist aber auf Erfahrung, tollen Kleber usw. hin.
Max Lieklänge derzeit nur 16 m.
Es wird aber an Varianten mit Dyneema gearbeitet, um größere Tücher anbieten zu können.

Preise:
  • Horizontalschnitt ➡ Triradial + 40%
  • Triradial ➡ 3Di Nordac ~ + 16 %
  • 3Di Nordac ➡ 3Di > + 40 %

Meeresfee

Salzbuckel

Beiträge: 3 202

Schiffsname: Gute Fee

Bootstyp: Winner 9.50

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: Tel.nummer

  • Nachricht senden

10

Montag, 17. Juli 2017, 22:22

Hans, rechne mal mit. Mein Dacron Gross kostet bei 28 qm 2500 in Contender Dacron, dem besseren. Genäht, horizontal. Bei 5 Jahren 500,- im Jahr. North müsste bei Preis 3500 7 Jahre durchhalten. Bei 4 schon 8. Das ist die Frage. Ich zahl denen doch nicht das Label, im Zuschnitt kochen die auch nur mit Wasser. Carsten

Danziger

Regattaleitung

Beiträge: 3 728

Schiffsname: ISOBAR

Heimathafen: Flevomarina

  • Nachricht senden

11

Montag, 17. Juli 2017, 22:49

North müsste bei Preis 3500 7 Jahre durchhalten. Bei 4 schon 8. Das ist die Frage. Ich zahl denen doch nicht das Label, im Zuschnitt kochen die auch nur mit Wasser. Carsten


Völlig Deiner Meinung. Wollte das nicht so direkt sagen, aber denke, dass Marketing da der Motor ist. Für viele, gerade Neueigner und Eisteiger ist es schön zu hören, wenn der salesman sagt, wir sind die Größten uns Besten. Polyester bleibt Polyester und 7 Jahre sind bei 40 Füßen aus dem Material formstabil niemals drin, ausser es ist tonnenschwer.

Grüße!

Hans

Danziger

Regattaleitung

Beiträge: 3 728

Schiffsname: ISOBAR

Heimathafen: Flevomarina

  • Nachricht senden

12

Montag, 17. Juli 2017, 23:00

Es wird aber an Varianten mit Dyneema gearbeitet, um größere Tücher anbieten zu können.


Das machen OneSails und Doyle schon seit ein paar Jahren. Habe eine Polyäthylen 4k-Forte Regatta-Fock, die im Grunde aus Dyneema besteht. Die hält das Profil sensationell, ist jetzt 3 Jahre alt und wird wie das Groß immer gesegelt. Aber sie wird nur noch 2 weitere Jahre machen, dann ist sie von chafe und wear am U-Liek durch und wird den Abnutzungstod sterben - lange bevor das Profil sich nach hinten bewegen wird. Aber wenn man das mit einer schützenden Tafettaschicht aus Polyester verbindet, bekommt man ein Segel, das evtl. sogar 8 und mehr Jahre richtige Spaß machen wird.

Aber es wird teuer im Einkauf. Auf die lange Sicht evtl. sogar wirtschaftlich sinnvoll, bei großem Spaßfaktor.

Marinero

Proviantmeister

Beiträge: 286

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Marina Minde

  • Nachricht senden

13

Dienstag, 18. Juli 2017, 12:19

Ich zahl denen doch nicht das Label, im Zuschnitt kochen die auch nur mit Wasser
Völlig Deiner Meinung. Wollte das nicht so direkt sagen, aber denke, dass Marketing da der Motor ist. Für viele, gerade Neueigner und Eisteiger ist es schön zu hören, wenn der salesman sagt, wir sind die Größten uns Besten


Carsten, wo ist denn bei 3Di der Zuschnitt? :O

Und natürlich ist da viel Marketing im Spiel. Aber bei welchem Segelmacher ist das nicht? Es wurden immer Top-Regattasegler "eingekauft", um die eigenen Produkte nach vorne zu fahren, weil, man kauft ja am Liebsten das, was auch schon seine Fähigkeiten durch Siege bewiesen hat.
Ist doch beim Reiten, Fussball oder Motorsport nicht anders. Oder auch generell in der Werbewelt. Warum macht Charlize Theron Werbung für Dior und nicht Cindy aus Marzahn?

Wie auch immer..... dass man bei North jetzt nur den Namen bezahlt und keine Leistung, sondern nur cleveres Marketing dahinter steckt, da würde ich doch widersprechen.

Meeresfee

Salzbuckel

Beiträge: 3 202

Schiffsname: Gute Fee

Bootstyp: Winner 9.50

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: Tel.nummer

  • Nachricht senden

14

Dienstag, 18. Juli 2017, 12:35

Komm, wenn Du Drachen segelst oder Star oder ORC auf hohem Niveau, kann North den edge machen. Aber wenn die Carpe diem, eine gut polierte Hanse 325 rund Fünen geschippert wird, ist der gut gewartete Diesel wichtiger als das Northlabel. Carsten

Marinero

Proviantmeister

Beiträge: 286

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Marina Minde

  • Nachricht senden

15

Dienstag, 18. Juli 2017, 13:09

Ging ja auch nur darum, dass es da doch so was wie den edge gibt. ;)

Wer's bezahlen kann/will....

Hucky2

Matrose

  • »Hucky2« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 65

Bootstyp: Hanse 355

Heimathafen: 23730 Neustadt i.H. ancora-Marina

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 19. Juli 2017, 00:51

Danke, für die vielen interessanten Beiträge.
Für mich als älterer "Neu"-Segler (jetzt die 7. Saison) ohne Regatta-Ambitionen, der das erstemal neue Segel (bessere als Werkausstattung) plant, entnehme ich daraus wichtige Hinweise.

Ich habe bereits seit 2016 die Segeldiskussionen hier im Forum verfolgt und bin dabei letztendlich für mich immer wieder auf Ausschlußkriterien gestoßen.

Die teuren Membran-Tücher sind wohl gut in der Stabilität und Performance, bedürfen aber auch besonderer Pflege und Hantierung (UV-Schutz, Feuchtigkeit) und sind mir für meine Törns (ca. 800 sm p.J) aber zu teuer.
Die Laminate sind neben der UV- und Feuchtigkeitsempfindlichkeit auch noch besonders knickempfindlich. Neben der Rollfock (Feuchtigkeit, Knicke) habe ich auch noch ein Einleinenreffsystem aus dem Cockpit, dass das gereffte Groß sehr stark auf den Baum zieht (Knicke). Das Laminat würde da nicht lange mitmachen. Über die Rollfock ständig Überzieher zu stülpen, mag ich auch nicht und die Segel im Herbst zu einer langen Wurst aufrollen, um sie einzulagern, mag ich auch nicht.
HydraNet ist eher etwas für Blauwassersegler, sie sind zwar besonders haltbar aber schwer und nicht besonders performant

Also bin ich wieder zurück in Richtung Dacron gekommen, die Dacronschwächen sind mir auch bekannt. Daher hatte ich in dem neuen North-Segel, aufgrund der neuen Fertigungstechnik, eine bessere Formstabilität erwartet. Die ersten Testergebnisse der "Yacht" scheinen das ja auch zu bestätigen, über die tatsächliche Langzeitstabilität kann man aber nur spekulieren.

Aus dem Beitrag von Meeresfee entnehme ich für ein Contender Dacron Groß eine Preisinformation von 2.500 € für 28 qm, ein 3Di Nordac würde da ca. 3.700 € (incl. MwSt) kosten. Daher würde mich der genaue Typ Fibercon? und die bisherige Erfahrung und der Segelmacher (ich liege in deiner Nähe) interessieren.

Jürgen

17

Mittwoch, 19. Juli 2017, 07:24

Danke, für die vielen interessanten Beiträge.
Für mich als älterer "Neu"-Segler (jetzt die 7. Saison) ohne Regatta-Ambitionen, der das erstemal neue Segel (bessere als Werkausstattung) plant, entnehme ich daraus wichtige Hinweise.
Ich habe bereits seit 2016 die Segeldiskussionen hier im Forum verfolgt und bin dabei letztendlich für mich immer wieder auf Ausschlußkriterien gestoßen.
Die teuren Membran-Tücher sind wohl gut in der Stabilität und Performance, bedürfen aber auch besonderer Pflege und Hantierung (UV-Schutz, Feuchtigkeit) und sind mir für meine Törns (ca. 800 sm p.J) aber zu teuer.
Die Laminate sind neben der UV- und Feuchtigkeitsempfindlichkeit auch noch besonders knickempfindlich. Neben der Rollfock (Feuchtigkeit, Knicke) habe ich auch noch ein Einleinenreffsystem aus dem Cockpit, dass das gereffte Groß sehr stark auf den Baum zieht (Knicke). Das Laminat würde da nicht lange mitmachen. Über die Rollfock ständig Überzieher zu stülpen, mag ich auch nicht und die Segel im Herbst zu einer langen Wurst aufrollen, um sie einzulagern, mag ich auch nicht.
HydraNet ist eher etwas für Blauwassersegler, sie sind zwar besonders haltbar aber schwer und nicht besonders performant
Wir nutzen Elvstrøm Laminat (Epex Vectran) Segel auf der Hanse 320. Bislang sieht es noch sehr gut aus, wir haben allerdings auch beidseitig Tafetta auf dem Segel. Die Reffknicke sind bislang kein Thema / Problem. Wir haben allerdings Scheuerstellen durch die Lazyjacks - ist aber kein Problem des Segels, sondern wäre auch bei Dacron ein Thema.
Die Fock hat den Sunbrella Bezug auf dem Vorliek - damit ist es (zumindest auf dem Urlaubstörn / am Wochenende) nicht nötig, die Persenning aufzuziehen. Liegt das Boot unter der Woche oder auch für 2 Wochen am Steg, nutzen wir die Persenning zum Schutz gegen Verschmutzung und unbeabsichtigtes Abrollen bei Sturm.

Dacron ist für uns keine Alternative. Auch in der 4. Saison sind die Segel noch 1a.

Jan

Marinero

Proviantmeister

Beiträge: 286

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Marina Minde

  • Nachricht senden

18

Mittwoch, 19. Juli 2017, 13:55

Die teuren Membran-Tücher sind wohl gut in der Stabilität und Performance, bedürfen aber auch besonderer Pflege und Hantierung (UV-Schutz, Feuchtigkeit)

Das mit der Pflege und Hantierung trifft eigentlich auf alle Segel jedweden Materials zu - wenn man denn möglichst lange was davon haben will.

(...) und sind mir für meine Törns (ca. 800 sm p.J) aber zu teuer

Du machst den Preis anhand der gesegelten Meilen fest? (|
Ich würd da entscheiden zwischen: Was kann ich bezahlen? Was ist mir das Mehr an Spaß wert? Wenn das Schiff mehr Höhe / mehr Geschwindigkeit läuft, freue ich mich bei 50 Meilen p.a. genauso darüber wie bei 500.

Die Laminate sind (...) auch noch besonders knickempfindlich. Neben der Rollfock (Feuchtigkeit, Knicke) habe ich auch noch ein Einleinenreffsystem aus dem Cockpit, dass das gereffte Groß sehr stark auf den Baum zieht (Knicke). Das Laminat würde da nicht lange mitmachen

Es gibt nichts besseres als das Rollfock-Einrollen. Wo soll da ein Knick sein?
Das Geknautsche beim gerefften Groß muss man erdulden. Und das Segel tut es auch. Soooo schnell geht das nun auch wieder nicht kaputt.

Über die Rollfock ständig Überzieher zu stülpen, mag ich auch nicht und die Segel im Herbst zu einer langen Wurst aufrollen, um sie einzulagern, mag ich auch nicht

Wurst im Winter ist nicht nötig. Überzieher im Sommer schon. Auch bei Dacron. Oder aufgenähte Tuchkante. Oder aufgemalte Schutzkante. Sonne ist Todesursache Nr. 1 !

HydraNet ist eher etwas für Blauwassersegler, sie sind zwar besonders haltbar aber schwer und nicht besonders performant

Wusste gar nicht, dass wir Blauwassersegler sind :D . Aber (zu) schwer? Würd ich nicht sagen. Und die 'Performance' würde ich als durchaus zufriedenstellend bezeichnen.

Also bin ich wieder zurück in Richtung Dacron gekommen

O.k. Kannst Du ja machen. Und kostet eben nicht die Welt, d.h. tut nicht so weh. Beim nächsten Mal in xyz Jahren kannst Du dann ja spaßeshalber mal die etwas bessere Variante wählen und wirst feststellen, was das doch für ein Unterschied ist. ;)

Auf dem vorherigen Boot haben wir seinerzeit von Dacron (Horizontalschnitt) auf Mylarsandwich (triradial) gewechselt. Ich war geplättet, wie das Ding auf einmal fuhr. Ein völlig anderes Boot. Jetzt kann man das immer relativieren, dass die alten Segel ja im Eimer waren, sonst wäre der Tausch ja nicht notwendig gewesen. Aber da war schon ein Unterschied, auch über die Jahre. Die Segel sind jetzt übrigens gut 10 Jahre alt und ich würde sie bald tauschen, aber dennoch, sie stehen auch jetzt immer noch ordentlich.

Momentan fahren wir das bleischwere HydraNet :rolleyes: aber da kann ich nix für, die hab ich so mitgekauft. Die sind jetzt in der 5. Saison, haben aber noch nicht viel auf dem Buckel und stehen noch gut im Saft. Ob ich beim nächsten Tausch das Material wechsle, keine Ahnung. Das erfordert ausführliches Zwiegespräch mit dem Segelmacher.

19

Donnerstag, 20. Juli 2017, 09:52

Zitat

... wir haben allerdings Scheuerstellen durch die Lazyjacks - ist aber kein Problem des Segels, sondern wäre auch bei Dacron ein Thema.

Jan


Warum, lässt du die Lazys beim Segeln stehen?

Wir binden sie, auch aus Performancegründen, immer weg (Reffhaken).

Gruß Axel
wenn nicht jetzt :segeln:... wann dann?? :P

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jade« (20. Juli 2017, 10:05)


20

Donnerstag, 20. Juli 2017, 18:30

Zitat

... wir haben allerdings Scheuerstellen durch die Lazyjacks - ist aber kein Problem des Segels, sondern wäre auch bei Dacron ein Thema.

Jan


Warum, lässt du die Lazys beim Segeln stehen?

Wir binden sie, auch aus Performancegründen, immer weg (Reffhaken).

Gruß Axel
Ich lasse sie stehen, da ich keine Möglichkeit / Vorrichtung zum Wegbinden habe.
Ein Thema für das nächste Winterlager - ich brächte Klampen am Mast, längere Lazies usw.
Jan

Ähnliche Themen

Verwendete Tags

North 3Di, Segel

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 61   Hits gestern: 2 152   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 3 122 035   Hits pro Tag: 2 353,11 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 631   Klicks gestern: 15 516   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 26 430 393   Klicks pro Tag: 19 920,84 

Charterboote

Kontrollzentrum