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Eswil

Leichtmatrose

  • »Eswil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 25

Schiffsname: Snorre

Bootstyp: Helmsman 26

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1

Montag, 17. Juli 2017, 14:30

Innenborder versus Aussenborder Sinn oder Unsinn bei alten Booten

Hallo Zusammen,

ich habe vor kurzem meine Frida (Hurley 22) mit Aussenborder im Schacht gegen Snorre eine Helmsman 26 mit Mb2 50s Saildrive getauscht.

Leider ist der Motor scheinbar so alt wie das Boot (37 Jahre) und nicht mehr so ganz beieinander. Das habe ich beim Kauf auch schon bedacht. Ich habe jedoch bis zum Schluß noch gedacht, ich könnte zumindest doch noch das erste Jahr, die zweite Saisonhälfte damit schaffen. Doch trotz Inspektion und neuem Impeller wird jetzt nach dem dritten Tag kein Kühlwasser mehr gefördert und aus dem Schalldämfer bzw Sammelbehälter spritz Wasser.

Ich habe mich mit einer Notlösung (Frischwasserpumpe) noch nach Hause (Schleswig) durchgeschlagen und muss jetzt überlegen wohin die Reise gehen soll.

Ideen:
  • Boot aus dem Wasser, Motor ausbauen, nochmal zur Inspektion, Boot wieder ins Wasser und nächster Versuch
  • Motor drin lassen und bis Ende September hoffen das es mit der Notlösung hält. Nach jeder Fahrt Bilge leer pumpen
  • Motor drin lassen und einen neuen Aussenborder anhängen im Winter alten Motor raus und das Loch dicht laminieren lassen
  • Einen neuen Motor (ruhig einen guten gebrauchten) kaufen und das entsprechende Fundament dazu einlaminieren lassen.
Überlegungen:

  • Nach meiner Meinung wird es keinen volvo penta mb2 50s im guten Zustand mehr geben. Das heißt wenn neuer Motor auch ein neues Fundament. Ich schätze mal unter 3000,- Euro wird das auch mit einem Gebrauchten Saildrive nichts.
  • Was passiert mit den Segeleigenschaften wenn der Saildrive ausgebaut und ein ca. 30 - 40 Kilo Motor hinten angehängt wird?
  • reicht ein 5 PS Schub-Ausseborder? Der Saildrive hatte 7,5 PS.
  • Kann der Durchlass wirklich sicher zulaminiert werden?
  • Macht es Sinn so einen alten Motor, für den es kaum noch Ersatzteile gibt, immer wieder reparieren zu lassen oder sollte man lieber einen Schlußstrich ziehen?
Ich bitte Euch um Eure Meinungen bzw. Erfahrungen.
Das Boot ist 8 m lang und 2,80m breit. Bild vom Heck ist im Anhang.

Gruß Sven
»Eswil« hat folgende Datei angehängt:
  • IMG_2274.JPG (948,16 kB - 103 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 00:19)

2

Montag, 17. Juli 2017, 14:53

Die Frage ist, was man will, und was man kann. Bekannte haben nen 1,6 t schweren (oder leichten...) Mälar 22 (9,50 x 1,80), und dazu nen 2,3 PS AB, mit abenteuerlicher Hallterung. Die sind mit dem Boot auch in Schweden auf der Ostsee udn den Schären unterwegs. Es wird halt gesegelt. Wilfried Hors, der Häuptling des FKY, hatte mal ärger mit dem VIRE-Motor seiner 7-KR-Yacht, und hat das Ding dann kurzerhand rausgeschmissen, und ist 1 oder 2 Saisons komplett ohne gesegelt.

Insofern würde ich es für die sinnvollste Variante halten, wenn möglich, einen kleinen AB zu montieren, und ansonsten weitestgehend zu segeln, auch die Hafenmanöver, wenn möglich. Die Bedienung des AB bei Deinem Boot dürfte schwieriger sein, als manches motorlose Erreichen eines LP.

Kaiensis

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3

Montag, 17. Juli 2017, 14:57

Ich hatte in meinem Boot auch so ein Kackteil von Volvo MB2a/50s.
Der wird seit '84 nicht mehr gebaut. Volvo schreibt den Wechsel der Saildrivedichtung alle 7Jahre vor, diese Dichtung kann man sich allenfalls noch selbst schnitzen... gibts seit 2002 nämlich auch nicht mehr.

Aus diesem Grund ist meine "neue" Karre beim Kranen im April fast auf Tiefe gegangen.
Da ich den Motor sowieso nicht brauche, hab ich ihn kurzum ausgebaut und den Rumpf unten zulaminiert.

Das Fundament ist noch drin, denn für den Zweifelsfall - vielleicht brauche ich ja doch noch mal einen Inborder - kann man sich für etwa 6.500 Tacken einen "Saildrive 330" anschaffen. Der passt ohne Änderungen auf das MB2a Fundament und hat einen 15PS Triebkopf von Parsun drauf, E-Start, ordentliche LiMa... kann man also durchaus machen.

Googel mal danach. Kommt aus Norwegen, der nächste Händler sitzt am Bodensee.

Edit: Schweden sinds, nicht Norweger...
Und ja, man könnte auf die Idee kommen und möglicherweise schadhafte Teile vom Volvo mit neuen vom S330 zu ersetzen... geht leider nicht. So weit war ich auch schon :(

Beiträge: 801

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4

Montag, 17. Juli 2017, 15:02

Ich würde mich nach einem gebrauchten Honda B100 und B75 umsehen.
Der Kraftkopf ist 100% Identisch mit dem MB2-50S.

Von den Hondas gibt's ja noch viele im Umlauf.

Den kannst du dann auf den Saildrive setzen und hast Ruhe.

Kaiensis

Proviantmeister

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5

Montag, 17. Juli 2017, 15:10

Ja, stimmt, der Honda BF 75 ist der Triebkopf auf dem 50s. Leider aber regelmäßig auch alt. Bringt einen auch nicht weiter.
Ich hab das ganze Prozedere hinter mir.

Eswil, versau Dir nicht das sexy Heck mit so einem komischen Motor...

Eswil

Leichtmatrose

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6

Montag, 17. Juli 2017, 15:17

@Kaiensis

Ja, die Anzeige habe ich auch gesehen. Aber ich habe nicht so viel Geld und ich weiß nicht ob es Sinn macht soooo viel Geld zu investieren. Das ist fast der doppelt Kaufpreis vom Boot.

@Pusteblume

Ich habe mit einem Händler gesprochen und der meinte
auch ein Aussenborder wäre in meinem Fall eh nur ein Kompromiss. Er hat
mir ein 5 Ps Mercury Sailpower vorgeschlagen. Ist dann aber nur ein
Flautenschieber. Würde ich gerne mal ausprobieren wie das Boot damit
reagiert. Das Boot wiegt 2,2 Tonnen. Dann aber mit einem neuen
Viertakter. Wir segeln so viel es geht. Ist ja auch ein Segelboot. Aber
ich möchte mich schon auf den Motor verlassen können. Hier auf der
Schlei gibt es so ein zwei Passagen da fällt es mir halt schwer
durchzukreuzen und dann sind da noch der Hafen und die Brücken.

7

Montag, 17. Juli 2017, 15:36

2,2 t...

Folkeboote werden i.d.R. mit Motoren zwischen 4 und 6 PS ausgerüstet. Vom Gewicht her passt´s. Im Hafen isses mit AB so eine Sache: kommst Du gut ran, und kannst ggf mitlenken - Fein! Kommst Du nur schlecht ran (so wie es bei Dir aussieht...) führt dies zu komischen Verrenkungen. Aufstoppen mit AB ist sowieso eine Sache für sich...

Ansonsten: Mein Boot wiegt 2 t, und ist mit 8 PS gefühlt sehr üppig motorisiert.

4-Takt AB: zu schwer, bei gleicher Leistung. Ich hab nen Tohatsu-2Takter, 2Zyl. Fürn 2Takter relativ laufruhig, und man kann ihn auch alleine noch gut tragen.

x-molich

Seebär

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Bootstyp: Molich-X-Meter

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8

Montag, 17. Juli 2017, 15:55

Hi,

Zitat

Ich habe mit einem Händler gesprochen und der meinte

auch ein Aussenborder wäre in meinem Fall eh nur ein Kompromiss. Er hat

mir ein 5 Ps Mercury Sailpower vorgeschlagen. Ist dann aber nur ein

Flautenschieber. Würde ich gerne mal ausprobieren wie das Boot damit

reagiert. Das Boot wiegt 2,2 Tonnen. Dann aber mit einem neuen

Viertakter. Wir segeln so viel es geht. Ist ja auch ein Segelboot. Aber

ich möchte mich schon auf den Motor verlassen können. Hier auf der

Schlei gibt es so ein zwei Passagen da fällt es mir halt schwer

durchzukreuzen und dann sind da noch der Hafen und die Brücken.
Motorleistung wird massiv überschätzt. Ich habe einen altersschwachen BUKH mit 8PS und Saildrive an einem 12m langen Boot mit 3,6 to Masse. Ok man freut sich, wenn man endlich segeln kann. Letztes Jahr habe ich ein Stück bei starkem Südwind durch die Engstelle vom Kalmarsund motoren müssen. War mit vier Knoten nicht dolle, aber mehr wollte ich die alte Maschine auch nicht quälen, aber es geht. Insofern denke ich, daß 4-6 PS bei dem Boot ganz gut sind. Denk immer dran, es ist keine große Rassy oder Najad, wo man auch bei 9 Bft. nocht stramm gegenan motoren will. Für mich liegt der Nachteil eher darin, daß Außenborder am Heck im Seegang schlecht zu handhaben ist.

Vorteil beim Aubo wiederum ist, daß man ihn zuhause waretn kann.

Grüße
Sascha
Umwege erhöhen die Ortskenntnis!

GiNsPaCe

Seebär

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Heimathafen: Sønderborg Lystbådehavn

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9

Montag, 17. Juli 2017, 16:02

Eswil, versau Dir nicht das sexy Heck mit so einem komischen Motor...

:klatschen: :good2:

bzgl der Überlegung : altes Schiff und Investment Motor.
Unsere Dame hat 2008 einen komplett neuen Motor von einem Voreigner erhalten: Kostenpunkt gut über 10.000€.
Und zu diesem Zeitpunkt war die originale Maschine noch okay und die Dame bereits 36 Jahre alt!!!! :ok:

mirror

Admiral

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Schiffsname: Jule

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Heimathafen: Kappeln bzw. vor Anker/Fels

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10

Montag, 17. Juli 2017, 17:24

Ich habe eine Delanta 78 und einen Tohatsu 6PS Sailpro. Das heißt Schubprop und Langschaft. Da der Motor mittig montiert ist habe ich mir per Leinen eine "Mitlenkung" zur Pinne geschaffen. Damit hat jedes Hafenmanöver seinen Schrecken verloren.


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Walter

:click-me: Jules Blog

Ist das Vorankommen allein die Motivation, ist der Segler nur die Maschine,
die das Boot auf seiner Reise bedient. - Hinnerk Weiler -

ps: Wer sich für Snoopy interessiert:

:downloads:

11

Dienstag, 18. Juli 2017, 02:01

Wir hatten beim Waarschip Vierteltonner den Vire durch einen Tohatsu 6PS-Viertakt, aber damals leider noch ohne Schubprop, ersetzt. Fahrleistung unter Motor besser und auf Weser und Elbe gut ausreichend, auch gewichtsmäßig kein Vertrimmen, da insgesamt der Trimm durch die frei werdende Motorbilge ausgeglichen werden konnte. Heute würden wir natürlich mit Schubprop kaufen. Merc und Tohatsu (und Mariner) sind grundsätzlich identisch. Die Merc/Tohat-4-Takt-Motoren bis 6 PS sind 1-Zylinder, wiegen nur 26kg, kaum schwerer als ein alter Zweitakter,

txg

Salzbuckel

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Heimathafen: Berlin

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12

Dienstag, 18. Juli 2017, 06:22

Die Merc/Tohat-4-Takt-Motoren bis 6 PS sind 1-Zylinder, wiegen nur 26kg, kaum schwerer als ein alter Zweitakter,


Naja. Die Zweitakter gibt es (zumindest bis 5PS) ab 18kg...wir fahren am Dinghy einen Tohatsu 9.8, das ist ein 2-Zylinder Zweitakter der auch nur 26kg wiegt. Nur mit viel mehr Dampf als ein gleich schwerer Viertakter.
Im Endeffekt spielt da natürlich noch viel mehr rein als nur das Gewicht, gerade wenn der Motor fest am Boot verbaut ist und nicht nach jedem Ankerauf weggestaut wird. Trotzdem: Die Gewichtsunterschiede sind nach wie vor nennenswert.

Eswil

Leichtmatrose

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Schiffsname: Snorre

Bootstyp: Helmsman 26

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13

Dienstag, 18. Juli 2017, 07:22

Wenn ich mir die Antworten so durchlese komme ich zu dem Schluss, dass ein Aussenborder mit 6 PS und Schubpro mein Boot schieben sollte.
Wirtschaftlich ist er für meine Zwecke (Schlei, Schönwettersegler, hauptsächlich segeln) auch eher sinnvoll als ein Saildrive Innenborder.
Von der Optik und Handhabung ist ein Saildrive Innenborder besser aber es gibt in der Größe nur eine Alternative und die ist mitca 6000,- € für mich unerschwinglich.
Reparatur des ca. 37 Jahre alten MB2 S50 ist mangels Ersatzteile nur mit Behelfslösungen möglich und es könnte auch sicherheitsrelevant werden.
Gibt es sonst noch irgendwelche Alternativen, die ich übersehe?

GiNsPaCe

Seebär

Beiträge: 1 116

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Bootstyp: Rebell 31

Heimathafen: Sønderborg Lystbådehavn

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14

Dienstag, 18. Juli 2017, 07:52

Da du schreibst "Schönwettersegler" .... Dann pack doch die Paddel aus ;) :P

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Heimathafen: Zeuthen

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15

Dienstag, 18. Juli 2017, 07:55

Du hast also ein Kühlwasserproblem und willst deshalb den ganzen Motor wechseln? Ich würd mich ums Kühlwasser kümmern. So eine Impellerpumpe ist keine Raketentechnik und den Sammelbehälter fürs Kühlwasser bekommt man mit Flüssigstahl auch dicht.
Wenn das Todesurteil für den Motor bereits gesprochen ist, denk mal über einen Podantrieb von Aquamot nach, den Trend 1,6KW Pod gibts mit Akku und Faltpropeller für ca. 3200,- Euro. Reicht als Flautenschieber allemal und für Manöver geht ein Elektroquirl um Längen besser als ein Verbrenner.
Ich hab den direkten Vergleich zwischen einem 2KW Torqueedo und einem 5PS 2T Verbrenner, der Torqueedo hat deutlich dickere Muskeln und die Angaben zum Stromverbrauch/Fahrzeit auf der Aquamot-Seite sind real.

http://www.aquamot.at/marine/produkte/tr…rend-11-16.html
Gruß, Jörg!

Neptun 25

Salzbuckel

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Bootstyp: Neptun 25

Heimathafen: Steht daheim, wird bei Bedarf getrailert.

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16

Dienstag, 18. Juli 2017, 08:10

Moin,

wir dürften um die 2200kg haben. In den beiden kurzen Videos mal den Vergleich bei normalen Drehzahlen, (es geht auch schneller aber dann lauter) vom 2.3 Honda und dem 6PS Diesel, gleicher Kanal, gleiches Wetter.....

https://www.youtube.com/watch?v=i2hOYaKEbag
https://www.youtube.com/watch?v=ZA8-S_9S6Ak

Gegenan hat der Diesel leichte Vorteile aber mit dem 2.3 kommt man auch voran.

Ich würde über einen Motorschacht nachdenken, dann einen 5-10PS AB da rein hängen.

Was meinen Diesel (Sole Mini 1) angeht, so habe ich auch eine Weile gebraucht, bis er zuverlässig lief.

Gruß
Willy
Neptun 25 KS in Gelb

17

Dienstag, 18. Juli 2017, 09:07

.... Doch trotz Inspektion und neuem Impeller wird jetzt nach dem dritten Tag kein Kühlwasser mehr gefördert und aus dem Schalldämfer bzw Sammelbehälter spritz Wasser.

...
Gruß Sven


Wenn aus dem Wassersammler das Wasser spritz, dann muss der Impeller das Kühlwasser fördern, das kommt bestimmt nicht via Auspuff dahin.
Klar wenn das Wasser im Boot bleibt, und der Wassersammler einem Sieb ähnelt, kommt aus dem Auspuff nichts raus. Ich würde einfach mal den Wassersammler dicht machen, im Zweifel, es gibt Händler, die leben vom Verkauf von Einzelteilen, ruhig ein neues Teil einbauen, bestimmt günstiger als ein Aussenborder
ciao

Andreas

Eswil

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18

Dienstag, 18. Juli 2017, 10:00

@cometsegler
Ja du hast recht es hört sich komisch an. Aber ich habe ja nicht alles genau beschrieben. Sollte nicht wie jammern klingen.
Ich habe das Boot mit dem alten Motor gekauf. Der Vorbesitzer hat die Vermutung geäussert der Wassersammler ist undicht. Daraufhin habe ich den Motor mit ihm ausgebaut, zur Inspektion in eine Fachwerkstatt gegeben. Der Werkstatt hat das Motor- und Gegtriebeöl + den Impeller gewechselt und die Leitungen gespühlt. Beim Wassersammler konnte die Werkstatt kein Loch oder austretendes Wasser sehen. Ich nehme mal an weil durch den fehlenden Auspuff nicht genug Druck darauf war. Wird zur Inspektion ja nicht mit ausgebaut. Kenne mich aber selber nicht so aus.

Anschließend wurde das Boot zu Wasser gelassen und der Motor lief einwandfrei. Weil bei der Erstinbetriebnahme der Schlauch, der in den Sammelbehälter gesteckt wird, abgerutscht ist hatten wir Wasser im Boot. Bei der nächsten Fahrt sah erstmal alles gut aus.
Dann habe ich das Boot überführt (4 Tage) und dabei ist mir aufgefallen, dass aus dem Wassersammler untern rechts in einem ganz feinen Strahl Wasser austritt. Hinten im Auspuff war da noch alles normal. Am nächsten Tag kam hinten zwar noch Wasser raus aber schon weißer Dampf. Am wiederum nächsten Tag kam kein Wasser mehr und wir gingen auf Fehlersuche. Alle Schläuche ab, festgestellt dass aus dem Saildrive nur ein Rinnsaal kam, Technicker angerufen, der hat festgestellt: Das muss der Impeller sein. Zum Wechsel muss das Boot wieder aus dem Wasser. In Lindaunis gibt es keinen Krahn. Also mit einer Trinkwasserpume über das Seeventiel Wasser in den Schlauch am Motor geleitet und siehe da hinten kommt wieder Wasser raus und der Wassersammler spritzt auch wieder rum.

Da der Impellerwechsel (schätze 100,- €), das Krahnen mit Mastlegen( 150,-€) , lagern für ein paar Tage auf dem Bock (geschätzt 80,-) und evtl. ein neuer Wassersammler(350,-) so viel Geld ist das ich einem alten Motor hinterher schmeisse überlege ich den einfach noch bis Ende September drinnen zu lassen und lieber in einen neuen Aussenborder mit Garantie oder guten gebrauchten (nicht so alten wo es noch alle Ersatzteile gibt) Saildrive zu stecken. Oder ob es sich noch lohnt Geld in den alten zu investieren.

Da ich denke, dass es sehr viele alte Boote mit ebenso alten Motoren gibt, wollte ich mal die Lösungen und Erfahrungen der Anderen in meine Entscheidung mit enfliessen lassen.

19

Dienstag, 18. Juli 2017, 10:18

Für den Impellerwechsel muss kein Boot aus dem Wasser, da reicht es, den Wasserhahn im Saildrive zu schließen. Ein Impeller kostet je nach Quelle 15-50Euro
Mein Kahn blieb diesen Winter im Wasser, natürlich habe ich den Impeller überprüft, im Wasser!
Da wollte anscheinend jemand Kasse machen, oder ist der Absperrhahn an deinem Saildrive defekt? Hatte ich auch mal, dann geht es nur via Kran, das Boot blieb damals einfach hängen, Hahn gewechselt und wieder zurück ins Wasser, mit stehenden Mast. Statt Bock wurde ein Holzblock unter dem Kiel gestellt (~5t Kahn), so ein Wechsel geht schnell!

Und einen Wassersammler bekommst Du schon für etwa 110 Euro: Beispiels weise dieser

Auch für den Wassersammler muss das Boot nicht in den Kran, den kann man einfach so wechseln und gut ist. Wasser kommt nur aus dem Motor, wenn der Impeller pumpt. Klar wird im Wassersammler noch etwa Wasser sein, kann man aber wieder raus schöpfen. Bei mir hatte mal der Wasserfilter Luft gezogen, da viel der Impeller natürlich trocken und ein Plastikteil/ Verbinder zum Wassersammler schmorte durch. Einfach neues Teil eingebaut, Dichtung im Wasserfilterdeckel ersetzt und gut war, ganz ohne Kran.

In Deiner Nachbarschaft sind doch einige aus dem Forum, die haben bestimmt einen Tipp, wer da mal eine Blick drauf werfen kann für kleines Geld
ciao

Andreas

Eswil

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20

Dienstag, 18. Juli 2017, 10:36

@cometsegler

Mir wurde gesagt um den Impeller zu wechseln muss der Saildrive vom Motor abgeschraubt werden. Der sitzt dazwischen. Die Leitung ist frei. Hat der Techniker durchgepustet. Absperrhahn habe ich den Plastikgriff abmontiert um auszuschließen das er überdreht. Mit einem Maulschlüssel kann man jetzt genau die richtige Stellung einstellen und sehen.

Der Wassersammler ist dieser und lt. Techniker kommt man an die unteren Schrauben nur rann wenn man den Motor aus dem Fundament hebt.

Am Krahn kann das Boot nicht bleiben, da ich den Motor vielleicht ausbauen kann aber die anderen Dinge muß der Techniker machen. Der hat auch noch andere Termine und schafft es mich innerhalb 1-2 Tagen dazwischen zu schieben. In der Zeit wird der Krahn gebraucht.

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