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Löhni

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1

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 23:13

Simrad SD10 bzw. Octopus Saildrive Erfahrungen???

Moin.
Die Suchfunktion liefert ein paar Treffer zum SD10, aber Erfahrungsberichte habe ich keine gefunden.

Wer von euch hat den Simrad SD10 als Antriebseinheit für den Autopiloten und kann von seinen Erfahrungen berichten?
- Wie groß ist der Widerstand im Ruder, wenn der AP nicht läuft?
- Wie laut? (im Betrieb und Standby)
- Reicht die Kraft? (Er ist bis 37 Fuß angegeben, scheint mit den 180kg Schub aber recht schwach zu sein)
- Verschleiß/Wartung?
Gruß,
Jan

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2

Montag, 6. November 2017, 19:27

Nanu? Niemand, der das Teil verbaut hat.
Habe mal die Suche hier im Forum bemüht: :)
@Sailor3110: Du hattest vor ein paar Jahren doch mal Fragen zur Montage? Hast Du das Teil damals erfolgreich montiert und kannst Erfahrungen berichten?
@Southerly: Du hattest dein neues Schiff mit dem SD10 bestellt, oder?
@stratman: Du hattest von dem SD10 Abstand genommen, weil zu schwach, richtig?

Bin weiterhin für jeden Erfahrungsbericht und Praxistipp dankbar.
Der hydraulische Linearantrieb von B&G passt bei mit jedenfalls nicht rein. Dazu hat die Optima ein zu schmales Heck. Wäre die Hydraulikpumpe seitlich montiert, ginge das evtl., aber da sie direkt hinter dem Zylinder sitzt, ist die Gesamtlänge zu groß. Da müsste ich ein Loch in die Bordwand schneiden. ;)
Gruß,
Jan

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Sailor3110

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3

Dienstag, 7. November 2017, 11:07

Hallo Löhni

sorry haben dein Post übersehen.

ich habe den Antrieb damals auf unserer Beneteau Oceanis 31 verbaut. Der Einbau war recht einfach, da in der Beneteau bereits ein entsprechender Einbauplatz vorgesehen war. Auf diesen Sockel wurde dann die
Antriebseinheit mit vier Schrauben befestigt. Im Anschluss wurde der Steuerungsdraht am bereits vorhandenen Steuerarm des Ruderquadranten befestigt. Die einzigste Herrausforderung mit viel Kraftaufwand
war dann den Steuerungsdraht in den Antrieb einzfädeln. Der Anschluss erfolgte dann bei mir an das Simnet und war folglich Plug and Play. Die Konfiguration/Justierung war einfach und verständlich erklärt und lief
auch reibungslos. Im Betrieb traten zwei Saisons keine Fehler oder Mängel auf. Gefühlt war der Stromverbrauch größer als bei dem jetzt auf der Hanse verbauten Antrieb.

Den Vorteil beim SD 10 sehe ich darin, daß das Steuerungsseil recht lang und flexibel ist, sodaß nicht in unmittelbarer nähe des Ruders der Antrieb verbaut werden muss. Auch muss keine exakte Ausrichtung zum Quadranten erfolgen.

Löhni

Salzbuckel

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4

Dienstag, 7. November 2017, 11:29

Moin @Sailor3110:
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Im Betrieb traten zwei Saisons keine Fehler oder Mängel auf.

Das ist doch schon mal eine erfreuliche Aussage. Mich würde noch interessieren, wie die Betriebserfahrungen sind? Hört man den SD10 sehr laut, wenn der werkelt und vor allem: Spürt man den Widerstand des Steuerkabels, wenn er nicht aktiviert ist?

Den Vorteil beim SD 10 sehe ich darin, daß das Steuerungsseil recht lang und flexibel ist, sodaß nicht in unmittelbarer nähe des Ruders der Antrieb verbaut werden muss. Auch muss keine exakte Ausrichtung zum Quadranten erfolgen.

Genau das ist mein Entscheidungskriterium. Mein relativ altes Schiff hat ein entsprechend schmales Heck. Einen Linearantrieb bekomme ich quer zur Schiffsrichtung nicht rein und längs oder schräg (bei entsprechend angepasstem Hebelarm) wäre ein unverhältnismäßiger Umbau nötig (Dieseltank, Gaskasten oder Warmwasserbeuler verlegen).
Der DD15 wäre nach meinen Recherchen die einzige passende Alternative, aber der ist (inkl. Schubstange) etwa doppelt so teuer.
Den SD10 kann ich unter der Hundekoje verbauen und brauche nur ein kleines Loch, um das Steuerkabel zum Hebelarm an der Ruderwelle zu bekommen. Habe ich das richtig verstanden, dass es dabei nicht mal so wichtig ist, dass das Kabel genau horizontal rechtwinklig zum Hebelarm läuft? Das könnte bei mir nämlich evtl. noch eine Hürde sein.
Gruß,
Jan

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Lotse

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5

Dienstag, 7. November 2017, 11:34

Das Gerät wird auch von NKE verbaut und insbesondere der integrierte Ruderlagengeber ist ein großes +.

Ich habe ebenfalls vor, das Teil (+ NKE Elektronik) einzusetzen - allerdings außen, da es bei mir keine Welle im Schiff gibt.

Zur Frage des Widerstands und Geräusches - ja, das würde mich auch sehr interessieren. Auf dem Mini gab es einen Jefa-Linear-Antrieb, der da eine Referenz gesetzt hat. Wenn es nur ähnlch wäre, wäre das schon toll.

Löhni

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6

Dienstag, 7. November 2017, 11:56

Zur Frage des Widerstands und Geräusches - ja, das würde mich auch sehr interessieren

Wenn das auf Dauer nicht zufriedenstellend ist, könnte man noch sowas einbauen - bei mir wäre zumindest der Platz dafür.
[video]https://www.youtube.com/watch?v=f9DMevixWjo[/video]
Gruß,
Jan

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7

Dienstag, 7. November 2017, 12:03

Da das Teil bei mir außen anschlägt ist per Sicherungsbolzen das gleiche erreichbar. Aber ... damit kann ich eben nicht einfach auf den Fernbed.-Knopf drücken, was erklärtes Ziel ist.
Bei dem Video - da sie nicht wissen, wo sich der Antrieb befindet muss man erst mal "einkuppeln" - bei 15kn unter Spi sicher keine tolle Idee, mal schnell einen Schlenker zu fahren ...

Sailor3110

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8

Dienstag, 7. November 2017, 13:23

Also die Beneteau war mit Radsteuerung vershehen. Wenn man so an dem Steuerseil zieht bevor es eingebaut ist, denkt man das der Wiederstand doch erheblich spürbar sein müsste.
Nach dem Einbau wird ist die Überraschung dann groß. Kein spürbarer Wiederstand das Ruder läst sich frei bewegen. Jeden Autopilotantrieb hört man, auch den SD 10. Im Cokpit eher nicht,
dafür aber in der Kajüte. Er ist nicht leiser oder lauter wie unser jetziger. Ein Bootsrump ist eben auch ein Resonatzkörper

Southerly

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9

Montag, 13. November 2017, 15:41

Nanu? Niemand, der das Teil verbaut hat.
Habe mal die Suche hier im Forum bemüht: :)
@Sailor3110: Du hattest vor ein paar Jahren doch mal Fragen zur Montage? Hast Du das Teil damals erfolgreich montiert und kannst Erfahrungen berichten?
@Southerly: Du hattest dein neues Schiff mit dem SD10 bestellt, oder?
@stratman: Du hattest von dem SD10 Abstand genommen, weil zu schwach, richtig?

Bin weiterhin für jeden Erfahrungsbericht und Praxistipp dankbar.
Der hydraulische Linearantrieb von B&G passt bei mit jedenfalls nicht rein. Dazu hat die Optima ein zu schmales Heck. Wäre die Hydraulikpumpe seitlich montiert, ginge das evtl., aber da sie direkt hinter dem Zylinder sitzt, ist die Gesamtlänge zu groß. Da müsste ich ein Loch in die Bordwand schneiden. ;)
Hallo Jan,

sorry! Auch ich habe erst grad Deinen Post mit der direkten Frage gelesen!

Ja, auf meiner Jeanneau Sun Odyssey 33i ist dieser Antrieb werksseitig mit dem B&G Autopiloten verbaut worden.
Ich habe bisher keine Probleme und bin sehr zufrieden damit. Leider kann ich Dir zum Einbau daher keine Erfahrungen berichten.
Aber aus der Praxis im Betrieb:

- Wenn der Autopilot nicht aktiv ist, spürt und hört man schlichtweg nichts!
- Wenn er aktiviert ist, hört man natürlich, dass er arbeitet. Ist aber nicht störend. Man sollte nur darauf achten, wie sensibel man die Kalibrierung einstellt. Wenn der AP zu fein arbeiten soll, z.B. im Windmodus bei leichten WInden, arbeitet er mehr und man hört auch mehr.
- Verschleiß/Wartung: Bei mir ist er seit April 2015 im Einsatz und hat bisher immer funktioniert!

- Ob die Kraft genügt, kann ich Dir nicht sagen....aber vielleicht hilft das Zitat aus der Anleitung, ob die Parameter zu Deinem Schiff passen?


Viele Grüße,
Peter


Zitat aus der Anleitung:

The SD10 Sailboat Drive is designed to produce a maximum cable push/pull of 180 kg/400 lbs, which requires a peak power of 90 watts. This makes the unit capable of handling the vast majority of sailboats up to 6500 kg / 14300 lbs displacement fully laden and 11 m / 37 ft length.
Fully Laden = The displacement of the yacht including all added accessories and crew. Any attempt to ignore this fact may reduce the autopilot performance and overload the unit.

Löhni

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10

Montag, 13. November 2017, 17:04

Vielen Dank euch allen.

Aufgrund der positiven Aussagen habe ich mir inzwischen den SD10 bestellt. Noch ist er nicht da, aber ich muss 'eh noch die restliche Installation vorbereiten. Meine Konfiguration ist dann:
- B&G Zeus2 7 Kartenplotter
- Simrad AC12 Kurscomputer
- Simrad Precision 9 Gyrokompass
- B&G Triton2 Autopilot Controller
- SD10

Alles von einem Hersteller - da sollte es keine bösen Überraschungen geben.

Allerdings bin ich noch unentschlossen, wo ich den P9-Kompass installieren soll. Simrad sagt, möglichst in der Schiffsmitte und mindestens 2 Meter vom Motor und anderen störenden Metallmassen weg. Und idealerweise auf höhe der Wasserlinie.
Mittig im Schiff wäre ja irgendwo im Salon. Unter den Salonbänken wäre eine Möglichkeit, aber das wäre ja nicht weit vom (Stahl) Kiel entfernt. Irgendwo sichtbar im Salon scheidet aus optischen Gründen aus. Alles was im Bereich Niedergang, Achterkoje ist, ist zu nah am Motor und die hintere Backskiste ist ja wenig "mittig" (weiter hinten geht ja gar nicht). Das gleiche gilt für den Raum unter der Vorschiffskoje.

Wohin also mit dem Ding?
Gruß,
Jan

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Löhni« (13. November 2017, 20:34)


Klaus13

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11

Montag, 13. November 2017, 20:24

Das gleiche gilt für den Raum unter der Vorschiffskoje.

Wohin also mit dem Ding?


Ja, das ist ein Problem. Ich habe den SD10 seinerzeit auch im Auge gehabt, mich dann aber für den DD15 entschieden. Doppelt so teuer???? Ok, 1400 zu 2200 Eur ist schon mehr, aber wenn man alle anderen Komponenten wie AC12 usw. einbezieht, relativiert sich das.

Zu Deinem Gyro: Auf einem kleinen Boot, meines ist ja auch nur 9 m, ist das eine Aufgabe. Meine ist im Vorschiff direkt vor dem Schott neben dem Durchgang gelandet, also ausmittig. Bisher kein Problem. Um das in Ruhe zu testen, empfehle ich Dir ein fliegende Verkabelung. besorge Dir also ein NEMA2000 Kabel, das so lang ist, dass Du von der Verteilung aus den Gyro mir Klemmen, Gummis, was weiß ich, probeweise befestigen kannst. Dann schau' Dir die Werte des Gyros in der Geräteliste des Plotters an. Da gibt es einen Punk "Daten". Gemeint sjnd die RAW-Daten, also dass, was der Gyro wirklich misst. Vergleiche das mit Deinem Bordkompass. Die Abweichung sollte 0 oder 180 Grad sein.sofern Du den Kompass wirklich exakt zu Längsachse des Bootes ausgerichtet hast. Mein Gyro ist um z.B. 180 Grad gedreht eingebaut. Stimmt der Winkel nicht, kannst Du das einstellen, aaaaaber Vorsicht. Wenn der Winkel wegen einer mag. Ablenkung (nicht einer Abweichung von der Längsachse), abweicht, nützt eine Korrektur wenig. Sobald sich das Boot dreht, verändert sich der Einfluß der Abweichung u.U. Das müsstest Du mal ausprobieren. Überlagern sich die Effekte, Einbauwinkel falsch und mag. Abweichung vorhanden, wird es unübersichtlich. Ist alles viel Arbeit und verlangt nach ein paar ruhigen Stunden.

Gruß Klaus
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Löhni

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Montag, 13. November 2017, 20:53

Um das in Ruhe zu testen, empfehle ich Dir ein fliegende Verkabelung. besorge Dir also ein NEMA2000 Kabel, das so lang ist,

Das ist eine gute Idee, das werde ich so machen. Ich favorisiere momentan die Montage unter der L-förmigen Sitzecke im Salon. (Im kurzen Schenkel des L) Das ist sowohl in Schiffsrichtung, als auch in Querrichtung nahezu die Mitte des Schiffes. (roter Pfeil). Falls dort Kiel und Mastfuß einen zu großen negativen Einfluss haben, käme noch der Raum unter der Vorschiffskoje in Frage (gelber Pfeil)
Beides ist relativ dicht an der Wasserlinie, was möglicherweise auch zu Problemen führen kann, falls es unter der Wasserlinie ist ?!?
Als letzte Option käme noch der "Kofferraum, also die hintere Backskiste in Frage. (blauer Pfeil) Dort im "Keller" befindet sich auch der Quadrant und dort werde ich wohl auch irgendwo den AC12 montieren.

Mein Gyro ist um z.B. 180 Grad gedreht eingebaut.

Das ist bei dem Precision 9 besser gelöst. Der kann in seiner Halterung stufenlos um 360° gedreht werden. Dadurch kann er im Prinzip überall angeschraubt, und dann durch drehen in Schiffsrichtung ausgerichtet werden.

index.php?page=Attachment&attachmentID=218041
Gruß,
Jan

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13

Montag, 13. November 2017, 22:12

Nachtrag: Es geht bei der Positionierung eigentlich nur darum, dass das Gerät möglichst im theoretischen Drehpunkt aller drei Achsen liegt, also möglichst nicht am Ende eines langen Hebels (der Extremfall wäre Mastspitze :D ) Daher ist es auch egal, ob Du 30 cm über oder unter der Wasserlinie bist, der Fehler wäre der gleiche, wenn wir die Wasseroberfläche als Drehpunkt der Längsachse annehmen würden (was sie vermutlich nicht ist). Es kommt aber meiner Erfahrung nach nicht so genau darauf an, grob in der Mitte genügt. Die Beeinflussung durch Metall ist erheblich problematischer. Daher denke ich, bist Du im Vorschiff besser aufgehoben bist, als in der L-Sitzecke. Aber probier es aus. Bei mir war im Salon nichts zu machen.
Das Heck ist sehr weit von der Hochachse entfernt und m.E. zu nah am Motor und der Welle. Müsste man probieren. Viel Erfolg.

Gruß Klaus
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14

Dienstag, 29. Mai 2018, 11:11

Moin moin!
Heute möchte ich mal ein kleines Feedback zum SD10 geben.

Wie weiter oben geschrieben, hatte ich mich für den Simrad SD10 Antrieb entschieden und diesen im Winter montiert. Das hat im Prinzip problemlos funktioniert und ist von handwerklich begabten Laien gut selbst zu erledigen. Dadurch, dass das Steuerkabel lang und (relativ) flexibel ist, kann man den Antrieb irgendwo platzieren. Gerade für Schiffe mit schmalem Heck ist das eine gute Alternative zu den anderen Antrieben, die alle ziemlich exakt zur Ruderwelle bzw. zum Quadranten ausgerichtet werden müssen. Da reicht der seitliche Platz einfach nicht und nach vorn und hinten ist ja auch oft wenig Platz. Der integrierte Ruderlagengeber erspart einem zudem die Montage eines zusätzlichen Gebers.
Und da die komplette Kraft von dem Gelenkarm aufgenommen wird, kann die Antriebseinheit nahezu lastfrei, also auch mit sehr kleinen Schrauben an dünnen Oberflächen montiert werden. Ich habe sie z.B. mit vier einfachen Holzschrauben an den Himmel der steuerbordseitigen Achterkoje montiert. Ursprünglich sollte sie unter die Achterkoje, aber das stellte sich als schwierig heraus, weil das Steuerkabel doch nicht ganz so flexibel war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Außerdem war der Platz dort sehr beengt und schwer zugänglich. Man darf auch nicht vergessen, dass das Kabel nach allen Seiten etwas arbeitet, wenn das Ruder bewegt wird. Es kann also nicht durch ganz enge Öffnungen geführt werden.
Fotos habe ich keine zur Hand, kann aber bei Bedarf demnächst welche nachreichen.

Nach anfänglichen Problemen bzw. Missverständnissen bei der elektrischen Installation, funktioniert er nun auch einwandfrei. Da die Installationsanleitung etwas irreführend ist, hatte ich die beiden (dicken) Adern des Motors auf "Motor +" und "Gnd" des Autopilot-Computers angeschlossen. Richtig ist aber "Motor +" und "Motor -".
Dadurch drehte sich das Ruder beim Initialisierungsprozess immer nur in eine Richtung. Nachdem der Fehler gefunden war, lief die Initialisierung (aus dem Einrichten-Menü des Zeus-Plotters heraus) problemlos durch.
Gruß,
Jan

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Löhni« (29. Mai 2018, 11:25)


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Dienstag, 29. Mai 2018, 11:15

Und nun zu den Betriebserfahrungen:
-Geräusche:
Obwohl der Antrieb ohne irgendwelche Geräuschdämmung verbaut ist, hört man ihn im Cockpit im Prinzip gar nicht. Wenn man sich konzentriert, kann man das Klacken beim Ein- und Auskuppeln hören und vernimmt ein ganz leises Surren. Ein riesiger Vorteil gegenüber dem Raymarine EV-100 Radpilot, der direkt am Ruderrad montiert wird und dort vor sich hin krächzt. Im Salon und vor allem in der Koje, über der er montiert ist, ist er schon zu hören. Stört aber bisher nicht - zur Not baue ich im nächsten Winter einen kleinen, gedämmten Kasten darum.

-Steuerverhalten:
Mir ist klar, dass nicht der SD10 dafür verantwortlich ist, sondern der Kurscomputer AC12, aber dennoch: Sowohl unter Motor, als auch unter Segeln ist auffällig, wie wenig der Antrieb arbeitet, und dennoch einen blitzsauberen Kurs steuert. Nur minimale Ruderbewegungen sind zu beobachten. Allerdings beschränkt sich meine Erfahrung bisher auf eher schwachwindige Amwind- und Halbwindkurse bei max 0,5 Meter Welle. Wie das bei mehr Wind und hoher achterlicher Welle aussieht, muss man sehen. Ich werde berichten.

-Widerstand im ausgekuppelten Zustand:
Das waren meine größten Befürchtungen. Wie stark spürt man den Widerstand des Steuerkabels, wenn man von Hand steuert. Schließlich wird es ja auch bei deaktiviertem Autopiloten ständig hin und her bewegt. Nun - es ist weniger, als ich zunächst befürchtet hatte, aber es ist nicht völlig zu vernachlässigen. Meine Dehler hat schon eine sehr direkte Ketten/Bowdenzug-Steuerung, bei der man anders als bei ihren hydraulischen Vorgängern durchaus etwas vom Ruder spürt. Dieses Feedback ist mir (zumindest für Regatten) auch wichtig. Durch den SD10 ist es etwas geringer. Ich werde mal sehen, wie das in der Praxis ist. Zum Glück lässt sich der Antrieb mit einem Handgriff vom Quadranten lösen. Zur Not kann ich also bei Bedarf auch schnell ohne fahren.

-Stromverbrauch:
Da er sehr wenig arbeitet, wird der Stromverbrauch sich vermutlich auch in Grenzen halten. Ich habe mir ein einfaches 12V „Wattmeter“ bestellt, welches ich in die Stromzufuhr des Kurscomputers einschleifen werde. Sobald das Teil installiert ist, und ich ein paar repräsentative Strecken gefahren bin, werde ich berichten.
Angegeben ist er mit 7A "peak", 2,5A "average" und 0,85A für die Kupplung.
Gruß,
Jan

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Dienstag, 14. August 2018, 11:36

Allerdings beschränkt sich meine Erfahrung bisher auf eher schwachwindige Amwind- und Halbwindkurse bei max 0,5 Meter Welle. Wie das bei mehr Wind und hoher achterlicher Welle aussieht, muss man sehen. Ich werde berichten.

Ich hatte versprochen zu berichten:
Nach mittlerweile knapp 3 Monaten und etwa 600 Seemeilen Erfahrung mit dem SD10 bin ich hochzufrieden.
Er steuerte bisher alle Kurse und das bei jedem Seegang. Kreuz von Poel nach Kühlungsborn bei zum Schluß 7 Bft aus NO und etwa 1,5-2 Meter Welle - kein Problem. Viel entspannter und ruhiger, als ich das kann. Auch bei den selben Bedingungen unter Maschine in den Wind zum Segel bergen - kein Problem.
Anderes Mal bei ähnlichen Bedingungen fast platt vor dem Laken - hohe achterliche Welle. Groß sicherheitshalber mit Bullenstander gesichert, damit es beim Geigen nicht aus Versehen halst - perfekt gesteuert und das mit minimalen Ruderbewegungen - den "Bullen" hätte ich nicht gebraucht.

Fazit: Der SD10 ist ein sehr guter und zuverlässiger Autopilot-Antrieb mit einem ordentlichen Preis/Leistungsverhältnis und genügend Kraftreserven für mein 32 Fuß Boot. Wenn man den (beim SD10 integrierten) Ruderlagengeber und die (beim SD10 nicht benötigte) Schubstange mit rechnet, kostet er schließlich nicht einmal die Hälfte von dem Jefa DD15. Und dank des flexiblen Steuerkabels ist er vermutlich auch leichter und unauffälliger einzubauen.
"Vermutlich" schreibe ich deshalb, weil ich noch keinen DD15 eingebaut habe. Was mir beim Einbau aber bewusst geworden ist, ist die Tatsache, dass eine exakte und waagerechte Höhenpositionierung des Antriebs eine ziemliche Herausforderung darstellen kann. Schließlich muss diese ja auch die ganze Kraft des Antriebes aufnehmen können! Wenn man, wie bei mir, ohne zusätzlichen Hebelarm direkt an den Quadranten gehen möchte, dann ist das bei anderen Antrieben aber unumgänglich.
Gruß,
Jan

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Dienstag, 14. August 2018, 20:55


"Vermutlich" schreibe ich deshalb, weil ich noch keinen DD15 eingebaut habe. Was mir beim Einbau aber bewusst geworden ist, ist die Tatsache, dass eine exakte und waagerechte Höhenpositionierung des Antriebs eine ziemliche Herausforderung darstellen kann. Schließlich muss diese ja auch die ganze Kraft des Antriebes aufnehmen können! Wenn man, wie bei mir, ohne zusätzlichen Hebelarm direkt an den Quadranten gehen möchte, dann ist das bei anderen Antrieben aber unumgänglich.


Hier hast Du völlig recht, der Einbau meines DD15 war ein echter Akt, zumal es in meinem Boot weder eine waagerechte noch irgendwie rechtwinklige Bezugsfläche für die Befestigung gab. Das habe ich sehr aufwendig aus Sperrholz gebaut (kann man auf meiner Homepage nachlesen).
Nachdem ich Deinen Bericht gelesen habe muss ich sagen, dass der SD10 für mein Boot wohl ausreichend gewesen wäre. Mein tech. Berater bei Mörer riet mir seinerzeit allerdings davon ab. Bin mit dem DD15 zwar sehr zufrieden, aber ich hätte wohl auch viel Geld sparen können. Vielleicht lernt die "Nachwelt" etwas aus Deinem Bericht und meinen Kommentaren dazu. ;)

Gruß Klaus
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