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  • »balthasar212« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 11. Dezember 2017, 16:03

Kielverlust bei Comet 45 vor den Kanaren

Hallo,

hier ist es gut gegangen:
http://www.yacht.de/aktuell/panorama/sch…el/a115058.html

Gottseidank war eine andere Yacht in Sichtweite.

Gruß, Dirk
:fb:

Tamako

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2

Montag, 11. Dezember 2017, 16:18

Super Reaktion der "St. Barbara V" und riesiges Glück für die "Tyger of London" dass eine kompetente Crew zum Zeitpunkt des Unglücks in Sichtweite war. Nehmen die Kielverluste nur "gefühlt" zu oder ist das schon ein gefährlicher Trend ?

Egal wie dem auch sei - meine persönliche Sicht: bei einem neuen Boot ist der untergebolzte Flossenkiel ein Ausschlusskriterium. Es sollte mindestens ein verbolzter "Strongback" oder ein Rezess die Krafteinwirkungen des Kiels aufnehmen.

Anbei noch ein sehr interessanter Artikel über eine Kielsanierung von @Koline:

http://www.dbsv.de/sites/default/files/u…tandsetzung.pdf
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Danziger

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3

Montag, 11. Dezember 2017, 19:43

Tamako, First 40.7 hat einen wirklich stabilen strongback drin. Aber wenn man vorher mehrfach ordentlich aufbrummt und den Schaden nicht nach Werftempfehlung reparieren lässt, fällt auch da der Kiel nach harter, langer Beanspruchung endlich ab, besonders dann, wenn die Verbindungen sich schon sichtbar bewegt haben und man einfach weiter segelt.

Das bei der Cheeky Rafik raus zu finden hat 2 Jahre und einige Prozesstage gedauert. Lange Rede, kurzer Gedanke: einfach so fallen Kiele nie ab. Gibt immer eine Vorgeschichte und meistens wissen die Ingenieure, was sie tun. Oder?

Grüße!

4

Montag, 11. Dezember 2017, 20:01

und meistens wissen die Ingenieure, was sie tun. Oder?

Klar, wie bei Bavaria, Oyster oder Maas :D

Und selbst dann steht die Frage im Raum, ob so ein "Rumperer" dieses "Sicherheitsfeature Kiel" komplett in Luft auflöse sollte. Wir reden ja hier nicht von Extrembauten am Limit der Leistungsfähigkeit, sondern von "Sportbooten für Jederdepp". ;(

VG

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Tamako

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5

Montag, 11. Dezember 2017, 21:03

@Danziger: die Geschichte bei der Cheeki Rafiki habe ich auch verfolgt. Meine 411er hat ja einen ähnlichen Strongback einlaminiert. Es bleibt der Schwachpunkt Kielnaht und für mein nächstes Boot wird es eine höhererrtigere Konstruktion.

Mit Strongback meine ich auch einen Stahlrahmen bei dem der halbe Rumpf abreißen muss bevor der Kiel abfällt. (ältere Cometen haben m.E. auch so einen Stahlrahmen, bei der 45er habe ich bis jetzt keine Informationen gefunden)

Wartung und Inspektion von vermeintlich fixen Anhängen ist ein absolutes muss. In der Hinsicht finde ich den von Koline veröffentlichten Bericht sehr gut - zeigt er doch sehr anschaulich die Problematik
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Tamako

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6

Montag, 11. Dezember 2017, 21:20

Zitat



Und selbst dann steht die Frage im Raum, ob so ein "Rumperer" dieses "Sicherheitsfeature Kiel" komplett in Luft auflöse sollte....



... es ist ja selten ein „Rumpler“ der zum Kielverlust führt, sonder ein längerer Prozess bei dem das System an einer oder mehreren Stellen geschwächt wird.

Die Konstrukteure setzen halt voraus, dass Ihre Konstruktion instand gehalten wird. Ein untergebolzter Kiel verzeiht nicht so viele Fehler
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Kieler Jung

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7

Montag, 11. Dezember 2017, 21:41

@Danziger: die Geschichte bei der Cheeki Rafiki habe ich auch verfolgt. Meine 411er hat ja einen ähnlichen Strongback einlaminiert. Es bleibt der Schwachpunkt Kielnaht und für mein nächstes Boot wird es eine höhererrtigere Konstruktion.

Mit Strongback meine ich auch einen Stahlrahmen bei dem der halbe Rumpf abreißen muss bevor der Kiel abfällt.


Willkommen bei X Yachts. : :O

Als uns klar wurde, dass unser neues, größeres Boot, auch jollenartig segeln können soll und dies heute leider nicht ohne sandwichrumpf einhergeht, war uns nen Stahlrahmen noch wichtiger. Der Kiel ist bombenfest. Auch durch paarige Kielbolzen. Seitlich bewgt sich absolut nix. Daher kann x yachts die Kielnaht auch standardmäßig einlaminieren. Eine Sikafuge, die die Bewegungen des Kiels ausgleicht, braucht es nix. Es gibt Dinge, die die Jungs aus DK nicht gut können. Kiele anschrauben können sie.

Werbung Ende. ;)

Scnr
Beste Grüße,
Arne


"Genieße dein Leben, es könnte dein letztes sein."

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8

Montag, 11. Dezember 2017, 22:26

Aber das Dilemma bleibt: Schnelle Schiffe mit langen und schmalen Anhängen sind anfälliger für Grundberührungen. Oder auch nur den Hack in schwierigen Wellensituationen?

Von einer Rustler 42 hat man aber noch nie gehört, dass sie den Kiel verloren hätte....Obwohl die ausgesprochene Schwerwettersegler sind.

Handbreit, Skokiaan

Kokopelli

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9

Montag, 11. Dezember 2017, 22:43

Von einer Rustler 42 hat man aber noch nie gehört, dass sie den Kiel verloren hätte
Von der Rustler nicht - aber vom Folkeboot. Und wer hätte das gedacht?

10

Montag, 11. Dezember 2017, 23:03

Der Untersuchungsbericht zur Cynthia Woods ist recht aufschlussreich.


Von der Rustler nicht - aber vom Folkeboot. Und wer hätte das gedacht?

Wahrscheinlich erst mal niemand. Andererseits ist der Kiel aber auch nur unter den Rumpf gebolzt und kein integraler Bestandteil des Rumpfes. Oder sehe ich das falsch?
Vor Korrosion ist niemand sicher.

Gruß Ralf

Tamako

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11

Montag, 11. Dezember 2017, 23:06

Zitat


Vor Korrosion ist niemand sicher.


.... insbesondere wenn statt Bronze nur Messing oder (Edel-) Stahl verwendet wird
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12

Montag, 11. Dezember 2017, 23:07

Naja. Es scheint ja ne Häufung solcher Vorfälle zu geben.

Und es sind interessanter Weise ja auch immer(?) Konstruktionen aus den letzten 20 Jahren, bei denen sowas passiert.

Und jetzt lese ich hier was von "Wartung und Inspektion", die ein absolutes Muss sei. Und wir reden hier nicht von nem Canting-Keel ;-)

Bisher war ein fixer Kiel doch bei den meisten eher ein Nobrainer. Selbst wenn man die Kielschrauben kontrolliert, erkennt man doch nicht zwangsläufig einen möglichen Lochfraß ebenso ist die Schraube ja doch nur eine Seite der Medaille.
Also mir ist natürlich klar, dass die hier im Forum erleuchteten das natürlich alle 1-2 Jahre machen ... nur was ist mit "the rest of us".

Die meisten Boote, von denen ich so ein "Missgeschick" mitbekommen habe waren in "professioneller" Betreuung?!

Ich zitiere da mal aus nem anderen Thread von Heute:
Moment ist Kraft mal hebelarm. ... Einfache Physik :D
(entsprechend abgewandelt ;-)

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: 'Das ist technisch unmöglich!'“

Peter Alexander Ustinov

Ich könnte mir da schon vorstellen, dass man vielleicht mal über eine andere Vorgehensweise nachdenken sollte. Crashboxen, irgendwelcher Crash-Marker oder andere Mittel, die diese "digitale" 0/1 Situation etwas entschärfen.

Man sollte sich mal die Konsequenzen überlegen. Wenn da einer unter Deck gewesen wäre, gäbe es in der Panik mit der typischen selbstauslösenden Rettungsweste kein entkommen. Und wenn er ohne raustaucht, säuft er später ab. ;(
Dazu evtl. kein Zugriff auf die Rettungsinsel, usw.

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Tamako

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13

Montag, 11. Dezember 2017, 23:27

Zitat

.... Crashboxen,...


.... es müssen (oft) keine aufwendigen Änderungen sein, sondern nur bessere Ausführungen oder Materialien oder (relativ) einfache Modifikationen wie ein Stahlrahmen oder ein Rezess
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14

Dienstag, 12. Dezember 2017, 07:57

Es gibt so schöne S-Spanter mit einlaminiertem Kiel. Es heißt allerdings, sie wären nicht so aufregend.

Orage

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15

Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:02

Zumindest nehmen manche Werften das Thema sehr erst:

http://www.yacht.de/aktuell/panorama/mit…els/a90929.html
Handbreit, Felix

16

Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:47

Da handelt es sich aber um einen Hubkiel mit eingearbeitetem "Stoßdämpfer". Ist nicht vergleichbar

Gruß Odysseus

17

Freitag, 22. Dezember 2017, 09:40

Gibts zu dem Thema eigentlich was Neues? Ich meine, das ist jetzt über 10 Tage her?! Die haben das Boot reingeschleppt und seit dem ist Funkstille?!

"What 'n Drama mit dem Karma"
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18

Freitag, 22. Dezember 2017, 11:08

Nö, bisher nichts neues.
Aber Du kannst dich ja in der Zwischenzeit mal auf der Webseite des Betreibers umschauen oder auf deren Youtube Channel.

Was mich wundert: Die Comet läuft unter englischer Flagge, allerdings wurde vom MAIB wohl noch keine Untersuchung eröffnet.

Gruß Ralf

19

Freitag, 22. Dezember 2017, 11:12

Nö, bisher nichts neues.
Aber Du kannst dich ja in der Zwischenzeit mal auf der Webseite des Betreibers umschauen oder auf deren Youtube Channel.

Was mich wundert: Die Comet läuft unter englischer Flagge, allerdings wurde vom MAIB wohl noch keine Untersuchung eröffnet.

Gruß Ralf

Danke. Da war ich schon. Ebenso bei Comar.

Hatte irgendwie diese naive Vorstellung, dass eine der beteiligten Firmen sich vielleicht zu einer Stellungnahme hinreißen lässt. Oder wenigstens zu nem "wir-waschen-unsere-Hände-in-Unschuld.de"

VG

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20

Freitag, 22. Dezember 2017, 12:46

Das dürfte wieder einer der "bedauerlichen Einzelfälle" sein.
Das Gute, die Crew hat es überlebt, das Schlechte ist, dass sich diese Einzelfälle summieren.

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