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1

Sonntag, 4. Februar 2018, 10:43

Defekte Bordelektrik durch Ladestrom der Lichtmaschine wenn Verbraucherbatterie nicht angeschlossen wurde?

Moin,

bei der Neuverkabelung der Bordelektrik hat sich bei mir eine Frage ergeben für die ich eure Erfahrung brauche.

Zunächst kurz wie die Elektrik ist geplant ist:

  • Eine Starterbatterie, versorgt nur den Motor, Hauptschalter direkt an Batterie. Direkt hinter dem Hauptschalter werden abgesichert Anlasser, Lichtmaschine, Ladegeräte angeschlossen.
  • Eine Verbraucherbatterie, versorgt nur Bordelektrik, Hauptschalter direkt an Batterie. Direkt hinter dem Hauptschalter werden abgesichert Lichtmaschine, Netz-Ladegerät und Versorgung des Schaltpanels für weitere Verbraucher angeschlossen.
  • Die Lichtmaschine wird mit einem noch zu beschaffenden Ladestromverteiler an die Starterbatterie und an die Verbraucherbatterie angeschlossen.

Zusammengefasst: Ich kann mit den zwei Hauptschaltern einzeln die unabhängigen Netze Motornetz bzw. Verbrauchernetz schalten. Die Hauptschalter sitzen direkt an den Batterien, erst danach kommen Lademöglichkeiten und Verbraucher.

Meine Frage: Was passiert wenn ich vergesse den Hauptschalter der Verbraucherbatterie anzuschalten und dann den Motor starte? Dann lädt die Lichtmaschine direkt in das Bordnetz ohne Verbraucherbatterie als Puffer...
Geht dann die Spannung unkontrolliert hoch (ggf. auch nur kurzzeitig) und zerstört mir die Bordelektrik? oder sind die Lichtmaschinen so geregelt dass das nicht passieren kann? Wie reagieren in diesem Fall Ladestromverteiler wir z.B. der Pro Split R?

Bin gespannt auf eure Einschätzung!

Beiträge: 1 172

Schiffsname: Tilda Ann

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MMSI: 211552400

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2

Sonntag, 4. Februar 2018, 10:48

Das wuerde ich lieber nicht machen, die Spannungsspitzen hast du angesprochen. Eine Lima liefert nach meiner Kenntnis auch nicht unbedingt eine konstante Spannung. Batteriehauptschalter nach Batterie Richtung Panel oder Anlasser dürfte richtig sein.

Frank

chrhartz

Offizier

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3

Sonntag, 4. Februar 2018, 12:15

Moin,

vermutlich verhält sich der Generator ganz ähnlich wie eine Kfz.-Lima. Dort wird der Effekt Load-Dump genannt
und gemeint ist das Abklemmen der Batterie während der Motor läuft.

Die Spannung geht dann abrupt hoch, das kann gut bis über 100 Volt gehen, wenn keine größeren Verbraucher
laufen. Die wichtigen Systeme vom Auto sind dagegen geschützt und die Elektronik wird im Rahmen der Zulassungen
gegen Load-Dump geprüft.

Alles was nachträglich angesteckt oder angebaut wurde, muss diesen Schutz nicht haben und wird ggf. gegrillt.

Beim Boot wäre ich vorsichtig. Möglicherweise ist lediglich die Motorelektronik geschützt und die gesamte sonstige
Elektronik ist gefährdet. Ich würde das besser bleiben lassen und die Batterie immer angeschlossen lassen, bzw.
immer eine Batterie als Schutz an der Bordelektrik haben.
Viele Grüße,
Christian
Neptun 20, Segelnummer 950, Honda 5BFU, Liegeplatz Bernau/Chiemsee

88markus88

Salzbuckel

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4

Sonntag, 4. Februar 2018, 12:27

RE: Defekte Bordelektrik durch Ladestrom der Lichtmaschine wenn Verbraucherbatterie nicht angeschlossen wurde?

...Meine Frage: Was passiert wenn ich vergesse den Hauptschalter der Verbraucherbatterie anzuschalten und dann den Motor starte? Dann lädt die Lichtmaschine direkt in das Bordnetz ohne Verbraucherbatterie als Puffer...
Geht dann die Spannung unkontrolliert hoch (ggf. auch nur kurzzeitig) und zerstört mir die Bordelektrik? oder sind die Lichtmaschinen so geregelt dass das nicht passieren kann? Wie reagieren in diesem Fall Ladestromverteiler wir z.B. der Pro Split R?
@segluser: Immerhin hast du doch die Starterbatterie im Stromkreis, die parallel geladen wird, oder? Wenn ja, solte die allzu hohe Spannungsspitzen verhindern. Stell doch mal den Schaltplan ein.
Ein ähnliches Arrangement mit 3Hauptschaltern direkt an der Batteriebank (+Starterbatterie, +Verbraucherbatterie, -Gemeinsame Masse) ist bei einigen Booten Standard, z.B. Etap.

F28

Salzbuckel

Beiträge: 2 474

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5

Sonntag, 4. Februar 2018, 12:37

es gibt da noch ein wichtiges Detail, das bisher nicht erwähnt wurde. Ich weiß es auch nur, weil ich es mal versehentlich ausprobiert habe:

Gleiche Konfiguration bei mir wie beim TE. Maschine gestartet, Verbraucher-Hauptschalter versehentlich noch auf AUS. Nach einer Minute fing meine (frisch eingebaute) Starterbatterie an zu zischen.

Grund war bei mir wohl die Sense-Leitung, die vom Regler aus direkt und ohne Unterbrechung auf die Verbraucherbatterie gelegt ist. Da passierte dann folgendes: Senseleitung misst auf der Verbraucherbatterie die üblichen 13 Volt Ruhespannung. Lima läuft beim Motorstart hoch und will die Verbraucherbatterie auf die vorgesehenen 14 Volt bringen. Senseleitung sagt aber: da kommen nur 13 Volt an (weil der Verbraucherschalter auf AUS stand, kam natürlich kein Ladestrom dort an). Der Regler tat das, was er tun soll: er regelt die Lima-Spannung hoch, um die blöde Verbraucherbatterie doch irgendwie auf 14 Volt zu bringen, klappt aber nicht, weil: siehe oben.
Tja, und die Starterbatterie bekam dann den Segen ab.
Jedenfalls bei mir ein Grund, auf keinen Fall mehr mit ausgeschaltetem Verbraucherschalter die Maschine zu starten.
Gruß
F28

Beiträge: 54

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Heimathafen: Bremerhaven

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6

Sonntag, 4. Februar 2018, 12:53

Bei mir...

...in der AlbinVega hängt ein Warnschild serienmäßig (auf Schwedisch): Bei laufender Maschine NIE die Batterie trennen, sonst verabschiedet sich da alles Mögliche.
Das wird wohl seinen Grund haben.
Mit ausgeschalteter Starterbatterie krieg ich die Maschine auch gar nicht an, das ist schon mal gut gemacht.
Thomas

fiete-34

Seebär

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Bootstyp: klassische 34´- SY

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7

Sonntag, 4. Februar 2018, 13:54

Moin F28,
vermutlich war Deine "zischende" Starterbatterie ohnehin am Ende ihrer Lebensdauer angelangt, vielleicht zu früh, oder auch nicht, denn hier sieht alles dannach aus, dass der LiMa- Regler (ist es ein serienmäßiger, welcher bei 14,5 V abzuregeln hat?) schon länger defekt war und die kleinere Starterbatterie regelmäßig überladen worden ist. "Frisch eingebaut" muss auch nicht "frisch" bedeuten... Handbreit....! F.

8

Sonntag, 4. Februar 2018, 14:00

Mit ausgeschalteter Starterbatterie krieg ich die Maschine auch gar nicht an,


jedenfalls über den elektrischen Anlasser, das ist normal.

Gruß Odysseus

F28

Salzbuckel

Beiträge: 2 474

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Heimathafen: Colijnsplaat

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9

Sonntag, 4. Februar 2018, 14:29

Moin F28,
vermutlich war Deine "zischende" Starterbatterie ohnehin am Ende ihrer Lebensdauer angelangt, vielleicht zu früh, oder auch nicht, denn hier sieht alles dannach aus, dass der LiMa- Regler (ist es ein serienmäßiger, welcher bei 14,5 V abzuregeln hat?) schon länger defekt war und die kleinere Starterbatterie regelmäßig überladen worden ist

ja, es ist ein serienmäßiger Regler an einer serienmäßigen Valeo-Lima. Un defekt kann er eigentlich nicht sein, denn ich hatte Lima samt Regler kurz vorher noch beim Boschdienst prüfen lassen (übrigens ein echtes Kunststück heute noch einen Boschdienst zu finden, der einen Lima-Prüfstand hat). Und nachdem ich den Verbraucherschalter wieder auf EIN gestellt habe, war das Problem ja auch restlos erledigt.
Gruß
F28

10

Sonntag, 4. Februar 2018, 15:09

Mit ausgeschalteter Starterbatterie krieg ich die Maschine auch gar nicht an, das ist schon mal gut gemacht.


Genial ! :schlageingif:

Spi40

Salzbuckel

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11

Sonntag, 4. Februar 2018, 17:33

Ich habe einen Sterling Laderegler AB1290 hinter der Lima, welcher die Verbraucherbattarie während der Motor läuft lädt. Der Starterakku wird direkt von der Lima geladen.
Beim Überführungstörn ins Winterlager letzten Oktober hatte sich der Hauptschalter der Verbraucherbattarie in die ewigen Jagdgründe (permanente Ausstellung) verabschiedet.
In dieser Konstelattion passierte nichts negatives mit den Verbrauchern. Ich bin 4 Tage mit dem defekten Schalter gefahren. Und hab ihn erst jetzt im Winterlager erneuert.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

12

Samstag, 10. Februar 2018, 21:39

Moin zusammen,

danke für die Kommentare soweit! Ich werde nun einen Sterling A2B Ladebooster mit 80A einbauen.

Ich habe einen Schaltplan erstellt, siehe angehängte pdf-Datei.

Was sagt ihr zu meinem Schaltplanentwurf? Ist die Verschaltung und Absicherung so sinnvoll oder was würdet ihr verbessern?
»segluser« hat folgende Datei angehängt:
  • Elektrik_01.pdf (15,21 kB - 107 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Juli 2018, 07:38)

MERGER

Kapitän

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13

Sonntag, 11. Februar 2018, 08:40

Mit Verlaub, aber wenn dein Schaltplan etwas übersichtlicher gezeichnet wäre, würde das die Bereitschaft sich damit auseinanderzusetzen sicher drastisch erhöhen.

Martin
Schau mal rein bei merger & friends und SY MERGER. Da findest du Tipps und Tricks rund ums Boot.

14

Sonntag, 11. Februar 2018, 11:00

Moin,

Martin, Du hast recht, der Plan war recht unübersichtlich.

Ich habe den Schaltplan etwas aufgeräumt. Ich hoffe, nun wird klarer wie die Strategie ist. Ich würde mich über eine Meinung bzw. Einschätzung freuen!

Zentrale Frage für mich weiterhin: Was passiert, wenn ich vergesse den Hauptschalter der Bordelektrik (Verbraucherbatterie) anzuschalten und dann den Motor starte? Was passiert, wenn ich bei laufendem Motor versehentlich den Hauptschalter der Bordelektrik ausschalte?
»segluser« hat folgende Datei angehängt:
  • Elektrik_02.pdf (13,82 kB - 73 mal heruntergeladen - zuletzt: 17. Februar 2018, 09:37)

15

Sonntag, 11. Februar 2018, 12:35

Eine Frage hast Du noch vergessen: Was passiert, wenn nach Deinem Schaltbild jemand bei laufendem Motor beide Hauptschalter ausschaltet :kopfkratz: ....... :zus(16):

16

Sonntag, 11. Februar 2018, 12:54

Westwind, gute Frage!

Was meinst Du denn dazu?

MERGER

Kapitän

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17

Sonntag, 11. Februar 2018, 13:00

Mir ist deine Schaltung immer noch zu kompliziert,(nicht nur gezeichnet). Das geht auch alles viel einfacher und damit auch betriebssicherer. Schau dir mal z.B. meine mit vergleichbarer Aufgabenstellung an. Das passiert nichts, wenn du den Hauptschalter bei laufendem Motort ausstellst. Nur neu starten kannst du dann nicht.
»MERGER« hat folgende Datei angehängt:
Schau mal rein bei merger & friends und SY MERGER. Da findest du Tipps und Tricks rund ums Boot.

18

Sonntag, 11. Februar 2018, 13:18

@segluser
Moin, zu deinem Schaltplan die Absicherung des Starters (sogar 2mal) ist Sicherheitstechnisch bedenklich!

Starter werden eigendlich über die nur Batterie in der Stromstärke Begrenzt.
Der Anlasser zieht besonders bei sehr kaltem Motor /Motoröl durch denn Spannungsabfall sehr viel Strom.

Der richtig ausgelegte Motorbat.-Haubtschalter z.B. 500A sollte reichen.

( und wenn man etwas doppelt in Reihe absichert dann immer abgestuft z.B. Vorsichrung 120A und dannn 100A und soweiter.
Sonst sucht man sich im Schadensfall einen Wolf und das passiert gerade dann auf See wenn man es nicht gebrauchen kann ganz mach Murphy's Law )

Gruß und Handbreit Matthias

19

Sonntag, 11. Februar 2018, 13:22

@Martin, danke für Deine Einschätzung und Deinen Schaltplan!

So wie ich Deinen Schaltplan interpretiere sind die wesentlichen Unterschiede:

  • Nur ein Hauptschalter (in der Masseleitung)
  • Keine Absicherung zwischen Hauptschalter / Batterie. Habe ich drin (nah an den Batterien), da der Weg zwischen Batterien und Hauptschaltern ca. 2m sind.
  • Keine Darstellung der Sicherungen zwischen Batterien und Lichtmaschine / Ladegerät / Solar (ich vermute, dass diese bei Dir aber installiert sind?).
  • Keine Darstellung der weiteren Messleitungen des Shunt

Der aus meiner Sicht grundsätzliche Unterschied ist damit vor allem, dass Du den Hauptschalter in der Masseleitung hast.

Siehst Du noch weitere, grundsätzliche Unterschiede in denen ich meine Installation vereinfachen könnte?


@Matthias: Bedenkenswerter Punkt! Besten Dank für den Hinweis. Ist es also Stand der Technik den Starter unabgesichert anzuschliessen?

20

Sonntag, 11. Februar 2018, 13:26

@segluser Vergiss Deinen Entwurf zu Gunsten der Überlebenschancen der Lima.

Auf das Schaltbild von @Merger kannst Du doch aufbauen.
- Keine Ausschalter und Sicherungen zwischen Motor und Starterbatterie, wozu auch.
- Halte Dich an das Schaltbild des von Dir gewählten Sterling AB (anstelle der Dioden beim Mergerplan) , da gibt es auch keine Ausschalter in den Ladeleitungen, nur Sicherungen.
- Keine überflüssigen Sicherungen, die die Fehlersuche erschweren.

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