Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

41

Donnerstag, 22. März 2018, 18:11

Hallo Andreas,

ich schicke Dir heute Abend einen Satz NMEA Daten.

Norbert

42

Donnerstag, 22. März 2018, 19:27

Super. Habe gerade ein paar Testdaten bekommen.
Eine erste Version, die das integriert habe ich hochgeladen:
http://www.wellenvogel.net/software/avna…daily/20180322/
Die Anzeige ist bisher noch reiner Text - das könnte natürlich noch wesentlich netter werden.
Auch der Platz auf kleinen Displays könnte ein Problem werden - dafür muss ich dann aber erst noch mehr aufräumen.
Besonders getestet ist es noch nicht....
Wichtig ist, das in der avnav_server.xml useGpsd="false" stehen muss

Quellcode

1
<AVNGpsdFeeder useGpsd="false"

norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

43

Donnerstag, 22. März 2018, 21:01

So sehen jetzt die Daten aus. Die ersten 3 Strings sind Standard-NMEA0183 Sentences. Der vierte ist ein Custom String. Die vier Strings werden alle 1 Sekunde ausgesendet.

Hier noch einmal der Link zu den Bedeutungen der einzelnen Werte:

MWV http://www.nmea.de/nmea0183datensaetze.html#mwv
VWR http://www.nmea.de/nmea0183datensaetze.html#vwr
VPW http://www.nmea.de/nmea0183datensaetze.html#vpw

Deine Antwort mit avnav ist ja super schnell. Bei dem Tempo komme ich gar nicht hinterher. Werde das apk gleich mal runter laden und testen.

pi@openplotter:~ $ telnet 10.10.10.92 6666
Trying 10.10.10.92...
Connected to 10.10.10.92.
Escape character is '^]'.

$WIMWV,111.24,R,25.42,K,A*10
$WIVWR,111.24,R,13.72,N,7.06,M,25.42,K*57
$WIVPW,0.00,N,0.00,M*4c
$PWINF,0,111.24,D,2.02,D,7.06,M,25.42,K,13.72,N,3,B,*51

$WIMWV,112.63,R,25.27,K,A*13
$WIVWR,112.63,R,13.65,N,7.02,M,25.27,K*56
$WIVPW,0.00,N,0.00,M*4c
$PWINF,0,112.63,D,2.01,D,7.02,M,25.27,K,13.65,N,3,B,*53

$WIMWV,113.90,R,25.56,K,A*18
$WIVWR,113.90,R,13.80,N,7.10,M,25.56,K*55
$WIVPW,0.00,N,0.00,M*4c
$PWINF,0,113.90,D,2.03,D,7.10,M,25.56,K,13.80,N,3,B,*52

$WIMWV,111.09,R,25.85,K,A*14
$WIVWR,111.09,R,13.96,N,7.18,M,25.85,K*56
$WIVPW,0.00,N,0.00,M*4c
$PWINF,0,111.09,D,2.06,D,7.18,M,25.85,K,13.96,N,3,B,*54

$WIMWV,114.55,R,25.70,K,A*12
$WIVWR,114.55,R,13.88,N,7.14,M,25.70,K*53
$WIVPW,0.00,N,0.00,M*4c
$PWINF,0,114.55,D,2.05,D,7.14,M,25.70,K,13.88,N,3,B,*52

$WIMWV,116.53,R,26.15,K,A*16
$WIVWR,116.53,R,14.12,N,7.26,M,26.15,K*52
$WIVPW,0.00,N,0.00,M*4c
$PWINF,0,116.53,D,2.08,D,7.26,M,26.15,K,14.12,N,3,B,*5e

$WIMWV,112.19,R,21.04,K,A*1b
$WIVWR,112.19,R,11.36,N,5.84,M,21.04,K*56
$WIVPW,0.00,N,0.00,M*4c
$PWINF,0,112.19,D,1.67,D,5.84,M,21.04,K,11.36,N,3,B,*50

$WIMWV,110.87,R,16.39,K,A*14
$WIVWR,110.87,R,8.85,N,4.55,M,16.39,K*64
$WIVPW,0.00,N,0.00,M*4c
$PWINF,0,110.87,D,1.30,D,4.55,M,16.39,K,8.85,N,2,B,*61

$WIMWV,109.44,R,12.06,K,A*1b
$WIVWR,109.44,R,6.51,N,3.35,M,12.06,K*6d
$WIVPW,0.00,N,0.00,M*4c
$PWINF,0,109.44,D,0.96,D,3.35,M,12.06,K,6.51,N,1,B,*66

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »norbert-walter« (22. März 2018, 22:02)


norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

44

Donnerstag, 22. März 2018, 21:46

Hi Andreas,

habs gerade mal installiert auf meinem Tablett. Connecten tut er. Die Lampe ist grün. Status steht bei 0/0. Er kann vermutlich die Daten nicht interpretieren. Kann ich irgendwie feststellen was er liest? Liest Du vielleicht nur wahren Wind ein? Verwendest Du TCP oder UDP? Ich kann nur TCP. Auf der PC Version gibt es nur einen UDP-Reader. Ist das auf dem Tablett auch so? In OpenPlotter kommen meine Daten an. Ich sehe auch, dass mein Windsensor regelmäßig was absendet. Sieht so aus als ob Du TCP verwendest, sonnst würde ich nichts senden.

"Wichtig ist, das in der avnav_server.xml useGpsd="false" stehen muss " Wie kann ich das auf dem Tablett einstellen? Gibt es das da auch?

Super coole Software!!!

Norbert

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »norbert-walter« (22. März 2018, 22:18)


norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

45

Donnerstag, 22. März 2018, 23:09

So, die Daten kommen jetzt auch in AVNav an. Vorerst nur seriell. Aber es läuft. Sehr schön. Vielen Dank Andreas.
»norbert-walter« hat folgende Datei angehängt:

46

Freitag, 23. März 2018, 10:01

Hallo Norbert,
schön zu sehen, dass Du einige kompetente Mitstreiter gefunden hast! :-)
Ich habe zzt. sehr viel andere "Baustellen" am Boot, daher gibt es hier sicher einige Foristen mit mehr Zeit und auch mehr Kompetenz.
Wenn Du irgendwann einen Bausatz über hast, dann sage das ggf. via Forum oder PN. Ich probiere ihn gerne aus und kann um Dir die Arbeit zu nehmen auch Teilbereiche des Zusammenbaus übernehmen.
(Dort wo es Sinn macht - und Dir zuviel aber mir überschaubare Mühe bereitet.... ;-).
Ich drücke Dir die Daumen, dass ein tolles Ergebnis heraus kommt. Wirklich eine feine Idee.
Lg.
Riggse

norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

47

Freitag, 23. März 2018, 10:57

Hallo Riggse,

ich schicke Dir ein Teil zu sobald die Elektronik fertig ist. Andreas ist die ideale Besetzung für Software. Wenn Du dann unter Realbedingungen mittesten und mit zusammenbauen würdest wäre das prima. Ich melde mich per PN bei Dir, wenn es soweit ist.

Kann man den Netatmo-Ultraschall-Windsensor öffnen den Du hast? Mich würde interessieren wie das Ding intern aufgebaut ist. Speziell die Bauteile auf der Platine. Vielleicht kann man da irgendwo sinnvoll Daten abgreifen. Für 80 Euro ist das Teil schon interessant. Die Theorie dahinter ist aber nicht ohne. Der Link zum Profi-Selbsbau zeigt es. Viel Mathematik und Software. Hätte nicht gedacht, dass es so aufwändig ist. Der ESP8266 wäre damit wohl etwas überfordert.

Norbert

48

Freitag, 23. März 2018, 11:31

Super, Danke!!!

Ich schaue mal ob man den Windsensor öffnen kann.
Mich hatte vor einer Weile mal interessiert, ob es nicht eine Möglichkeit geben könnte die vom Windsensor gesendeten Daten "direkt" abzugreifen.
Das ärgerliche/verzögernde ist ja der Umweg über die Basistation und das Web.

Generell ist der Ultraschallwindmesser wirklich SUPER. Auch die Anzeige in der Netatmo-App ist genial.
Ich finde es toll jederzeit ortsungebunden zu sehen was sich gerade am See/Boot tut.
Ausserdem habe ich nun ein Wind/Wetterarchiv des gesamten vergangenen Jahres in meinem Handy.
Feuchte, Luftdruck, Temp (gemessen von der Basistation) sowie Windrichtung/Stärke. Werte im 5min Takt.Skalierbar bzgl. des Zeitraumes darstellbar.

49

Freitag, 23. März 2018, 16:06

Falls noch jemand testen möchte: Mit der "daily" von heute geht es jetzt auch unter android.
Jetzt braucht es noch ne hübsche Grafik in java script...

norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

50

Freitag, 23. März 2018, 22:58

Hallo Andreas,

die Winddaten kommen jetzt auch per WLAN in avNAV an. Problem ist nur, dass sie nur zur Anzeige kommen, wenn auch GPS-Daten mit ausgesendet werden. Schicke ich nur die Winddaten ohne GPS-Daten, dann reagiert avNAV nicht drauf. Sieht so aus, als ob der Interpreter nur anläuft, wenn GPS-Daten dabei sind. Habe das mal mit OpenPlotter verifiziert. Da kann ich beliebige NMEA0183 Datenstöme mixen und wieder ausgeben.

Norbert

51

Samstag, 24. März 2018, 15:36

@Riggse

Vielen Dank für Dein Angebot. Ich weiß es sehr zu schätzen. Primär wollt eich erstmal schauen, ob es überhaupt ein Interesse gibt und lohnt die ganze Sache weiter auszubauen. Vom Aufwand und Kosten her ist es sehr überschaubar. Die Druckkosten sind winzig bei 28 Euro/kg für das Filament (Kunststoff). Mit allen gedruckten Teilen liege ich gerade mal bei 2,80 Euro (ca. 120g). Das bischen Elektronik dazu sind noch einmal 8 Euro. Die Kugellager und mechanischen Teile aus Alu ca. 35 Euro. Die Materialkosten betragen in Summe ungefähr 50 Euro.....
.


Bin ebenfalls sehr beeindruckt von deiner Entwicklung, deutlich über meinen Kompetenzen.... Das Ding hat das Zeug etwas Großes zu werden... Bei Regattabooten ist heute die Qualität der Sensoren und deren Kalibrierung das größte Hindernis zu einer Verbesserung der Anzeigen. Die Rechnerei der Anzeigen ist weniger das Problem. Darum kann ein besserer Windsensor hier etwas beitragen. Nur zur Info, wir haben einen kabelgebundenen Ultraschall Windsensor von LCJ Capteur. Mehr als 12 Jahre alt.

Nur zwei Fragen bzw Hinweise:
- Kannst du versuchen die Sendefrequenz deutlich zu erhöhen? 1/sek ist wirklich das Minimum an Bord. Zum einen, weil das Windsignal ja in den anderen NMEA Datenstrom multiplexed werden muss. Dort geht es leicht unter, wenn ein Fluxgate im System "feuert" (das sollte er mit mindestens 5, bei Radaranlagen kompatiblem Fluxgates 10/sek). Da kommt ein Signal mit 1/sek schwer "durch, was ich an meinem Actisense NDC-4 deutlich sehen kann. Zum anderen wird das Signal mit 1/sek eher zu "langsam"/selten zB für einen AP unter Windsteuerung.
- Unterschätz nicht, was Möwen und Krähen mit den Mastanzeigen (Windex, Windmessanlagen) für einen Mist machen.... Siehe Foto, aufgenommen in Kopenhagen.
»ohlson38« hat folgende Datei angehängt:
  • _D711808.jpg (222,65 kB - 50 mal heruntergeladen - zuletzt: 23. November 2018, 09:43)
Gruß

norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

52

Samstag, 24. März 2018, 17:49

Hi Ohslon38,

der Windsensor ist recht genau was die Windrichtung und den Speed angeht. Es werden reine Digitalsignale verarbeitet und über eine quarzgenaue Zeitmessung der Winkel und der Speed berechnet. Eine Kalibrierung ist nicht notwendig, da die Genauigkeit nur von der Konstruktion abhängt. Sprich wie genau werden die Teile eingebaut und am Mast montiert. Ein einlernen der Mittschiffslinie für die Windrichtungsmessung wie bei anderen Sensoren ist nicht notwendig.

Ja, die Datenrate ist momentan nicht so hoch. Mit der jetzigen Software ist bei 2 Messungen je Sekunde schluss. Wenn ich die Firmware modifiziere (abspecke) könnte mehr drin sein. Problem ist die Rechenzeit, die für das WLAN benötigt wird. Im ESP8266 läuft ein Echtzeitkern der die Verwaltung des WLAN übernimmt. Es gibt feste Zeitfenster in denen die Firmware laufen darf. Wenn man auf WLAN verzichtet und seriell die Daten ausgibt dürfte es schneller werden. Die Sensoren sind schnell genug. Die können bis in den kHz-Bereich schalten. Ich denke 10Hz sollten machbar sein.

Ich frage mich nur, ob man wirklich so schnell die Daten haben muss? Wenn ich mir die Daten so anschaue die eintreffen, wenn das Teil arbeitet, dann merkt man, dass die Richtungsdaten durchaus schwanken können weil die Windfahne seitlich durch lokale Turbolenzen pendelt. Die Messdaten schwanken also. Was kann man damit anfangen? Willst Du auf jede Änderung wirklich reagieren? Das Boot würde es vermutlich nicht schaffen den Kurs unter 1s den geänderten Bedingungen anzupassen. Das ist ein klassisches Regelungsproblem mit Totzeit (Schiff). Ich glaube es interessieren eher Mittelwerte über eine gewisse Zeitspanne mit Unterdrückung von Ausreißern. Natürlich angepasst auf das jeweilige Boot.

Die Ultraschallsensoren sind vermutlich auch nicht die Lösung. Die können zwar ohne bewegte Teile die Windrichtung und den Windspeed messen, sind aber auch sehr ungenau bei geringen Windgeschwindigkeiten, da die auswertbaren Signale sehr klein werden. Ist hier sehr gut beschrieben:

http://www.dl1glh.de/ultraschall-anemometer.html

Das ist aber auch ein Profiteil. Die Specs der Sensoren für Boote sehen nicht so gut aus. Die Daten werden aber auch sehr springen, wenn auch genau.

Ich hatte mal jemanden im Internet gefunden, der einen Autopiloten modifiziert und verbessert hatte. Es ging darum den Stromverbrauch zu optimieren, damit der Autopilot nicht ständig nachregelt. Der hatte auch sehr damit zu kämpfen die unruhigen Messwerte zu bändigen. Es lief dabei heraus die Messdaten zu beruhigen und Ausreißer zu eliminieren. Dann lief der Autopilot nur noch mit der hälfte des Stromverbrauchs.

An Vogelschutz hatte ich auch schon gedacht. Man könnte einen dünnen Draht von der Spitze in Richtung Fahne anbringen. Das müsste gehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »norbert-walter« (24. März 2018, 18:40)


chrhartz

Offizier

Beiträge: 318

Wohnort: München

Bootstyp: Neptun 20

Heimathafen: Bernau, Chiemsee

  • Nachricht senden

53

Samstag, 24. März 2018, 22:56

Hallo Norbert,

wirklich toll, wie die Resonanz auf Deine Entwicklung hier ist! Und danke für Deine Bereitschaft, das
Projekt mit uns zu teilen. :)

Könntest Du kurz erklären, wie die PeetBros Windmesser funktionieren? Du hattest von einem Patent
geschrieben, das würde mich sehr interessieren!

Deine Mechanik würde mich auch interessieren. Ich würde gerne versuchen einen Magneten daran
anzubringen um meine Leiterplatte verwenden zu können.

Kann Deine CAD-Software die Kubikzentimeter angeben, die die Plastikteile ausmachen? Das Maker-Space
hier in München/Garching nimmt 70 Cent pro ccm und einen EUR für die Reinigung (Glasperlstrahlen) pro
Teil. Ich kann das gerne für Interessierte mit in Auftrag geben, wenn die Mechanik endgültig ist.

Die erwähnten POM/Glas-Lager werde ich mal bestellen und testen. Meine Mechanik mit dem Saphir und
oben Gleitlager war für die Windgeschwindigkeitsmessung eher ungünstig. Immer wenn das Windrad stehen
blieb, gab es ein schnarrendes Geräusch, das sich über den Alumast bis nach unten verbreitet hat. Extrem
nervig, wir hatten schon nach einem Takelmast Ausschau gehalten um das Ding zu demontieren!

Von der Positionierung her habe ich auch leidvolle Erkenntnisse gewonnen. Ich hatte beide Geber in gleicher
Höhe wie die 3-Farbenlaterne im Topp. Die Laterne hat dermaßen Strömungen verursacht, dass sich die
Windfahne wie verrückt gedreht und dadurch letztendlich zerlegt hat. :(

Für die drahtlose Variante würde ich per Bluetooth Advertisement-Paket auf Node-Red gehen und die Daten
direkt an den Signal-K Server von OpenPlotter schicken. Der kann wiederum daraus 0183 Pakete machen,
die man an OpenCPN oder an andere Visionalisierungssoftware schicken könnte.

Wie man das in AVNAV bekommt, weiß ich aktuell nicht. Da kann Andreas sicher weiterhelfen. :)

Grüße,
Christian
Neptun 20, Segelnummer 950, Honda 5BFU, Liegeplatz Bernau/Chiemsee

norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

54

Samstag, 24. März 2018, 23:41

Hi,

im Anhang ist ein Bild zur Explosionsansicht wie mein Sensor aufgebaut ist. Das Funktionsprinzip Ist genau so umgesetzt wie im Peet Bros- Sensor. Nur die Mechanik habe ich etwas geändert. Mir gefiel der Fuß mit dem Halter nicht. Für ein Rohr ist er aber super zu gebrauchen.

Hier ist der Link zum Patent. Es gab sowohl ein amerikanisches als auch ein europäisches Patent. Kann man auch als PDF downloaden. Da ist alles sehr ausführlich erklärt.

https://patents.google.com/patent/US5231876
»norbert-walter« hat folgende Datei angehängt:
  • Windsensor.png (72,16 kB - 25 mal heruntergeladen - zuletzt: 23. November 2018, 09:45)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »norbert-walter« (25. März 2018, 15:38)


norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

55

Sonntag, 25. März 2018, 15:49

Hallo zusammen,

hier mal ein paar Detailbilder vom zerlegten Windsensor:
»norbert-walter« hat folgende Dateien angehängt:

norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

56

Sonntag, 25. März 2018, 15:55

Fortsetzung:
»norbert-walter« hat folgende Dateien angehängt:

norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

57

Sonntag, 25. März 2018, 16:32

Wer sich die Konstruktion in 3D anschauen möchte kann sich unter: http://www.onshape.com kostenlos registrieren und meinen Windsensor in den Workplace von Onshape laden. Einfach nach dem Begriff "Windsensor " suchen. dann findet ihr alles. Aus Onshape heraus könnt ihr Euch auch die Teile in das STL-Format zum 3D-Druck exportieren. Aber wie gesagt, die Teile müssen noch auf den jeweiligen Druckertyp von den Toleranzen her angepasst werden. Also nicht einfach kopieren und zum 3D Dienstleister schicken. Das kann schief gehen.

So, heute habe ich eine Temperaturtest mit den schwarzen PLA-Kunststoffteilen gemacht. Dazu habe ich Prototypenteile in den Backofen bei Umluft mit 80°C gelegt und eine Stunde lang gebraten.

Fazit: Die Windfahne hat sich deformiert, weil beim Aufheizen des Ofens die Temperatur bis 110°C hoch ging. Das war dann zu viel für die dünne Windfahne. Die Strukturteile haben die Temperatur gut ausgehalten. Die Teile werden ein wenig weich, deformieren sich geringfügig bei Druck, gehen aber wieder in die Ausgangslage zurück. Die Stabilität hängt entscheidend von der Konstruktion ab. Die Strukturteile sind nicht vollständig aus Kunststoff. Sie haben intern ein Stützgerüst aus Versteifungen, um Material zu sparen. Meine Teile sind mit 30% Füllgrad versehen. Das Stützgeflecht ist eine Art thermische Isolation und versteift das Bauteil von innen. Im Bild der Slicer-Software sind die Stützstrukturen gut zu erkennen. Im Mittel lag dann die Temperatur bei 83°C. das habe ich mit einem Handpyrometer auf den Bauteilen gemessen. Bis zu dieser Temperatur macht die Elektronik noch mit. Darüber wird es kritisch. Ich werde noch einen Temperatursensor mit einbauen. So kann ich dann noch die Temperatur mit überwachen, zumindest für die ersten Prototypen.

Ich denke mit PLA könnte es funktionieren. Man sollte aber eher weißes Material verwenden. Das heizt sich bei Sonneneinstrahlung nicht so auf. Bin gespannt, ob das in Realität auch so gut funktioniert.
»norbert-walter« hat folgende Dateien angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »norbert-walter« (25. März 2018, 16:42)


58

Sonntag, 25. März 2018, 17:39

Hi Ohslon38,

der Windsensor ist recht genau was die Windrichtung und den Speed angeht. Es werden reine Digitalsignale verarbeitet und über eine quarzgenaue Zeitmessung der Winkel und der Speed berechnet. Eine Kalibrierung ist nicht notwendig, da die Genauigkeit nur von der Konstruktion abhängt. Sprich wie genau werden die Teile eingebaut und am Mast montiert. Ein einlernen der Mittschiffslinie für die Windrichtungsmessung wie bei anderen Sensoren ist nicht notwendig.

Ja, die Datenrate ist momentan nicht so hoch. Mit der jetzigen Software ist bei 2 Messungen je Sekunde schluss. Wenn ich die Firmware modifiziere (abspecke) könnte mehr drin sein. Problem ist die Rechenzeit, die für das WLAN benötigt wird. Im ESP8266 läuft ein Echtzeitkern der die Verwaltung des WLAN übernimmt. Es gibt feste Zeitfenster in denen die Firmware laufen darf. Wenn man auf WLAN verzichtet und seriell die Daten ausgibt dürfte es schneller werden. Die Sensoren sind schnell genug. Die können bis in den kHz-Bereich schalten. Ich denke 10Hz sollten machbar sein.
An Vogelschutz hatte ich auch schon gedacht. Man könnte einen dünnen Draht von der Spitze in Richtung Fahne anbringen. Das müsste gehen.


Zum Ultraschall, ich habe von meinem Sensor (aufgrund einer Rückfrage) die Messdaten aus dem Herstellerlabor bekommen; danach war die Linearität des U-Schallsensors besser als alles was es mit mechanischen Sensoren gibt. Dazu gab es auch mal einen Test. Ich habe aber trotzdem Vorbehalte, denn ich denke, dass die Messgenauigkeit leidet, wenn das Boot z B Lage macht. Ich hatte auch gedacht, Regen würde die Messungen beeinträchtigen, aber das konnte ich bisher nicht feststellen. Spinnen darin aber schon......

Aber auch unser Sensor hat eine Datenrate von nur 1/sek. Für den AP ist das mE kein Problem, der mittelt sowieso über die Werte. Das Problem sehe ich eher darin, dass ein Missverhältnis besteht zwischen den Datenraten der verschiedenen Sensoren (Kompass min 5, zumeist 10/sek) und dem Wind mit 1/sek. Der Wind im NMEA "Datenstrom" nach dem Multiplexer kommt schlicht nicht "durch" angesichts der hohen Rate die der Kompass sendet, dh die effektive Rate am AP ist dann 0 ,3/sek oder langsamer.

Dein Hinweis, dass eine hohe Rate den AP zu häufigerer Arbeit treibt ist völlig richtig. Das ist aber ein Problem der Fluxgate Einheiten, die natürlich jede Drehbewegung (Rollen, Gieren, Nicken) des Bootes in der Welle als Kursabweichung erfassen. Zur Korrektur der Drehbewegungen nutzen APs entweder einen zusätzlichen Gyrosensor oder die neuen Fluxgates erfassen die Drehbewegung durch einen zusätzlichen 9-Achsen Sensor. Das reduziert die Steuerbefehle beträchtlich.

Nochmals, beeindruckt von deinem Projekt!
Gruß

norbert-walter

Proviantmeister

  • »norbert-walter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 389

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

59

Sonntag, 25. März 2018, 18:44

@ohlson38:

Ich habe mal nachgesehen was ein Ultraschallsensor so kann:

Ultraschall: https://www.svb-media.de/media/snr/50353…1f52f12d2ed.pdf
Mechanisch: https://buy.garmin.com/de-DE/DE/p/146156#specs

Sieht nicht schlecht aus für den Ultraschallsensor. Er ist aber auch nicht wesentlich besser als der mechanische Sensor, mal abgesehen das er keine bewegten Teile hat. Das ist wirklich ein Vorteil. Mir ist mit erschrecken aufgefallen, dass teilweise die Sensoren nur bis 50°C oder 70°C spezifiziert sind. Ich denke im Realbetrieb kommen da höhere Temperaturen vor. Mit Sicherheit werden da 80°C erreicht.

@all:

Hier noch mal ein Bild vom POM-Kugellager mit Glaskugeln:



Der Ausdehnungskoeffizient von POM ist aber recht hoch im Vergleich zu Edelstahl, fast das 10-fache:

POM: 1,1 * 10E-4 / K
V4A: 16 * 10E-6 / K

Kann sein, dass es bei hohen Temperaturen Probleme gibt. Zudem läßt sich POM ohne spezielle Vorbehandlung nicht kleben. Die Kugellager werden nämlich zur Sicherung eingeklebt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »norbert-walter« (25. März 2018, 19:14)


Beiträge: 639

Wohnort: Zeuthen

Schiffsname: Celia

Bootstyp: Hunter 23

Heimathafen: Zeuthen

  • Nachricht senden

60

Sonntag, 25. März 2018, 19:08

Die Lager sind schön leicht und laufen auch sehr leicht, einmal angestoßen, rotieren die leichten Außenringe noch ordentlich nach. Schmierung ist nicht nötig.


Ein tolles Projekt Norbert!
Gruß, Jörg!

Zur Zeit sind neben Ihnen 2 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

2 Besucher

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 440   Hits gestern: 2 294   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 4 154 055   Hits pro Tag: 2 339,69 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 8 706   Klicks gestern: 16 783   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 33 666 836   Klicks pro Tag: 18 962,2 

Kontrollzentrum

Helvetia

Novosail

Professionelle Reinigung von Segeln und Bootsplanen