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tommyknox

Matrose

  • »tommyknox« ist der Autor dieses Themas

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21

Mittwoch, 11. April 2018, 16:07

Moin zusammen.

Erst mal vielen Dank für die vielen Tips. Ich bin grade dabei diese zum Teil zu befolgen.
Ich habe die Menge des Wasserauslasses gemessen. Ergebnis: ca. 0,5l / Minute. Wenn ich mir vorstelle, dass da laut Angaben 5l / Minute raus müssten, wäre das im Vergleich eine riesen Menge. 60 Sekunden ist ja nicht viel... Naja. Jedenfalls nur ca. 0,5l/Min. im Standgas! Zu wenig.
Ich habe bereits das Termostat ausgebaut gehabt. Ganz ohne Termostat kommt etwas mehr Wasser. Mit wieder weniger. Bei kaltem Motor. Das Termostat funktioniert. Habe ich in heissem Wasser getestet in einem Topf.
Ich werde kommendes Wochenende eine neue Wasserpumpe einbauen. Ich hoffe sie kommt bis Freitag. Die alte ist ca. 5 Jahre alt und hat sicher mehr als 500 Stunden auf der Uhr und hat bereits einen ganz kleinen Öltropfen am entsprechenden Auslass. Also Dichtung zum Motor wohl defekt. Da ich nicht das richtige Werkzeug habe, hab ich eine neue Bestellt und hab dann wenigstens das gute Gefühl, dass sie neu ist.
Auch werde ich am Wochenende eine Spülung mit Essig (10%ig) durchführen und hoffe, dass dann etwas mehr Wasser kommt.
Zum Temperaturverhalten: Bei geringer Leistung (etwa Halbgas) bleibt die Temperatur lange unter dem grünen bereich und steigt nur langsam. Nach ca. 45 Minuten Fahrt bleibt die Temp-Anzeige dann aber auf kurz vor 12 Stellung stehen. Das ist noch im grünen Bereich. Der rote beginnt erst bei ca. 1 Uhr...Sobald ich dann in Standgas gehe, geht die Temperatur bis 12 uhr hoch und dann langsam wieder runter. Bei höherer Drehzahl sinkt sie dann wieder merklich.

Seewasserfilter ist gereinigt. Impeller ist neu. Ist eine Einkreiskühlung. Temperatur an den Zylindern nirgendwo höher als 74 Grad gemessen. Wasserauslass ist handwarm.
»tommyknox« hat folgende Datei angehängt:
  • IMG_1563_LI.jpg (862,89 kB - 20 mal heruntergeladen - zuletzt: 16. April 2018, 11:45)
Viele Grüße! :D

Löhni

Salzbuckel

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22

Mittwoch, 11. April 2018, 17:58

Ich hatte im letzten Schiff auch einen MD7a mit der, vermutlich gleichen, Johnson Pumpe. 3 Jahre lang habe ich gesucht und war schon kurz vor der Verzweifelung. Mal hatte ich wenig Kühlwasser, gelegentlich auch mal gar keines und ab und zu aber auch relativ "normal".
Ich habe alles gemacht, was so empfohlen wird: Impeller getauscht, Deckeldichtung natürlich auch, Deckel plan geschliffen, Wärmetauscher auseinander genommen und gereinigt, Seewasserfilter entfernt, alle Schläuche getauscht, Seeventil getauscht... Manchmal glaubte ich, das war es jetzt, aber einen Tag später kam wieder kaum Wasser. Es war zum Verzweifeln. Ich hatte sogar das Getriebe im Verdacht, da dieses bei dem Motor durch die Saugleitung gekühlt wird. Also auch dort die Dichtungen getauscht.
Als mir dann ein Vereinskollege seine baugleiche Pumpe zum testweisen Austausch angeboten hat, habe ich meine Pumpe erstmals ganz ausgebaut und staunte nicht schlecht, was ich da entdeckt hatte: In den metallenen Schlauchtüllen vom Zu- und Abfluss der Pumpe steckten alte Impellerreste. Nachdem ich die raus gefummelt und alles wieder zusammen gebaut hatte, kam Wasser in bisher unbekannter und regelmäßiger Menge. :) ...bis zuletzt.

Hier hatte ich damals davon berichtet. Dort sind auch Fotos von den Übeltätern. ;)

Also daher mein Tipp: Bau die Pumpe mal ganz aus und schau in die Schlauchtüllen. Evtl. kannst Du da auch ohne Ausbau mit einem Zahnarztspiegel und einer kräftigen Taschenlampe rein schauen.Beide Schläuche, Deckel und Impeller müssen aber definitiv vorher ab/raus.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

micha571

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23

Mittwoch, 11. April 2018, 18:26

Ich hatte (an meinem Bukh DV10) vorletztes Jahr mal dasselbe Problem. Es kam viel zu wenig Kühlwasser. Hab alles mögliche geprüft, Deckeldichtung vom Seewasserfilter, Impeller, Wasserpumpe, Thermostat etc... ewig geschraubt und keine Lösung gefunden.
Irgendwann hab ich dann mal den Schlauch zwischen Wasserpumpe und Motor abgenommen und reingeschaut. Der hatte sich innen fast aufgelöst, da passte fast nix mehr durch. Von außen war dem Schlauch nichts anzusehen. Neuen Schlauch drauf und alles war gut. So einfach kanns sein, man muss es nur finden :rolleyes: Deshalb - bevor Du so teure Sachen wie die Pumpe tauschst, vielleicht auch mal einen Blick in die Schläuche werfen oder testweise einen anderen Schlauch ausprobieren.

24

Mittwoch, 11. April 2018, 19:36

Ich hatte ja bereits zu dem Thema -Thermostat und Auspuffkrümmer- geschrieben, dass ich Dir dringend zu einer Spülung des Kühlsystems rate.
Ich bezweifle jedoch, dass dies ausreichend sein wird, so wie der Krümmer aussieht. Bei einer Spülung wirst Du zugesetzte Kanäle nicht freibekommen.
Wenn schon der Krümmer so zugesetzt ist, wird in den Zylindern zwischen Zylinderwand und Laufbuchse so viel Schmodder sitzen, dass eine ausreichend Kühlung nicht mehr gegeben ist.
Bei mir sah es nicht so schlimm aus, trotzdem habe ich bei der Demontage der Laufbuchsen festgestellt, dass sie zu gut einem Drittel im unteren Bereich verschlammt waren, und das trotz vorheriger Spülung.
Wasserdurchsatz sollte mind. ca. 5l/min sein, obwohl das Messen am Auslass / Auspuff trügerisch ist.
Über die Abgaskühlung im eigentlichen Krümmer, - da wo der Auspuffschlauch sitzt- wird immer Wasserdurchlass sein, der für die Motorkühlung nicht relevant ist.
Somit ist eine Aussage alleine über die Kühlwassermenge nicht aussagekräftig. Im Extremfall kommt Wasser aus dem Auspuff, aber durch den Motor geht nix mehr.........

Handbreit
Ralf

tommyknox

Matrose

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25

Donnerstag, 12. April 2018, 10:38

Hey Ralf.
Oh man, Du machst mir ja Mut.. :-/ Ich werde jedenfalls am WE eine Spülung vornehmen und die Tips bzgl. Wasserpumpe usw. durchführen. Eine neue Wasserpumpe ist ja dann auch vorhanden. Vielleicht bau ich die nach der Spülung ein und schau ob es einen Unterschied macht.
Ich überlege grad, ob ich für kurze Zeit (unter Temperaturbeobachtung mit Infrarot-Thermometer) den Beipass, der ja direkt von Thermostat zum Auspuffkrümmer läuft, blockiere, sodass das Wasser quasi gezwungen wird durch den Motor zu gehen. Dann kann ich die Wassermenge vergleichen. Ob dann tatsächlich durch alle Kühlkanäle Wasser läuft ist ja schwer festzustellen.
Bekommt man das auseinandernehmen, reinigen der Kanäle und das wieder zusammenbauen wohl selbst hin, oder ist das sehr kompliziert?
Viele Grüße! :D

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26

Donnerstag, 12. April 2018, 11:10

Hi,

0,5l/min ist definitiv zu wenig.

Eine Spülung scheint dringend angeraten, mit den schon benannten Einschränkungen. Statt Essig wäre Amidosulfonsäure angesagter. Ist wirksamer (gegen Kalk), funktioniert im Gegensatz zu Essig auch kalt und falls man (wie bei Essig) mit warmen Wasser die Wirkung verbessern will besteht keine Gefahr des Ausfallens von nicht mehr löslichen Produkten.

Spülen macht man mittels Akkuschrauber und entsprechender Förderpumpe.

Pumpe an den Zulauf zum Motor nach der Kühlwasserpumpe, Ablauf des Motors (Einspritzung am Auspuff) ab und in den Eimer wo auch die Bohrpumpe fördert reinleiten. Dann kann man wunderbar im Kreislauf fördern, man flutet nicht den Motor und kann beobachten was so mit rausgespült wird.
Anleitung dazu bei z.B. Schmidt&Seifert.
Man baut dazu auch den Thermostat aus und kann mit kleinem Schwamm o.ä. die Bypassleitung verschliessen, so dass das Wasser sicher durch den Motorblock gefördert wird.
Mehrfach im Kreislauf fördern und länger einwirken lassen.

Grüße

Andreas
Pfusch ist erst wenn man´s sieht ;)

Immer schön nach rechts blicken, von dort nähert sich die Gefahr! Lernt man schon beim Führerscheinkurs ;)

27

Donnerstag, 12. April 2018, 16:55

Ablauf des Motors (Einspritzung am Auspuff) ab und in den Eimer wo auch die Bohrpumpe fördert reinleiten. Dann kann man wunderbar im Kreislauf fördern, man flutet nicht den Motor und kann beobachten was so mit rausgespült wird.

Um mit etwas Druck arbeiten zu können muss dann aber der Schlauch zum Auspuffkrümmer (so wie Du schreibst) am Krümmer abgezogen und verschlossen werden.
Ansonsten drückst Du das Wasser ggfs. am Motor vorbei.... meintest Du das mit dem Schwamm?
Trotz allem wirst Du die wohl den mittlerweile im Zylinder abgesetzten Schmodder nicht wegbekommen. Was etwas helfen könnte wäre eine Spülung durch die Wasserablassventile unten am Zylinder.

Handbreit
Ralf

F28

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28

Donnerstag, 12. April 2018, 17:12

Bekommt man das auseinandernehmen, reinigen der Kanäle und das wieder zusammenbauen wohl selbst hin, oder ist das sehr kompliziert?

naja, zumindest muss wohl der Kopf runter...das ist nicht superkompliziert, aber doch eine größere Schrauberei, die man typischerweise eher in Ruhe im Winter ausführt. Zumal man dabei auch (grade bei älteren Maschinen) öfters auch Dinge entdeckt, die man vorher nicht auf dem Schirm hatte.
Jetzt iss irgendwie nicht die richtige Jahreszeit, um seinen Diesel zu zerlegen...
Gruß
F28

Abyss

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29

Freitag, 13. April 2018, 11:21

Nachdem ich das ja mit dem Zylinderkopf-Wechsel gerade hinter mich gebracht habe, kann ich nur sagen, dass
es die beste Art und Weise ist, seinem betagten Diesel wieder einer Verjüngungskur zu unterziehen.
Ich habe mich jahrelang davor gedrückt, letztendlich waren es 2 Tage Arbeit. (also ca. 16Std.)
Hätte ich noch länger gewartet, wäre der Motor sicherlich ernsthaft beschädigt worden: Überhitzung des Zylinderkopfes
wegen mangelnden Wasserdurchfluss.

Es bringt ungemein viel, die Einspritzdüsen checken und abdrücken zu lassen (Sprühbild...etc...)
Die Ventile entsprechend einschleifen zu lassen und mit neuen Ventilschaftdichtungen zu versehen.
Den Kopf reinigen und von Ablagerungen befreien.
Das kostet ca. 250.-€...und mit entsprechender Vorarbeit (Reinigung...) und wenn man selber den Kopf wechselt kann man viel Geld sparen.
Dann, nach dem Zusammenbau noch das Ventilspiel einstellen...

Grüße Marian

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30

Freitag, 13. April 2018, 12:36

Hi,

hat der MD11 nasse Laufbüchsen?

Wenn ja, gibt es einiges anders zu beachten als bei einem MD7 oder 2002.

@mac88: Ja, so ähnlich meine ich.
Wenn man eine ordentliche Spülung machen will geht das nur, wenn man auch das Wasser dazu zwingt durch den Block zu kommen. Dazu muss irgendwie die "Abkürzung" nur durch den wassergekühlten Krümmer temporär verschlossen werden und das Thermostat nimmt man auch raus.
Wichtig ist dann auch hinten den Schlauch von der Seewassereinspritzung am Auspuff abzunehmen und in den Vorratsbehälter mit der Spüllösung zu führen. Sonst pumpt man den Wassersammler über den Auspuff voll und es läuft dann weiter von da in den Motor. Dann hat man schnell über offene Auslassventile den Motor geflutet. Das ist blöd!

Grüße

Andreas
Pfusch ist erst wenn man´s sieht ;)

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F28

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31

Freitag, 13. April 2018, 13:39

Nachdem ich das ja mit dem Zylinderkopf-Wechsel gerade hinter mich gebracht habe, kann ich nur sagen, dass
es die beste Art und Weise ist, seinem betagten Diesel wieder einer Verjüngungskur zu unterziehen.
Ich habe mich jahrelang davor gedrückt, letztendlich waren es 2 Tage Arbeit. (also ca. 16Std.)
Hätte ich noch länger gewartet, wäre der Motor sicherlich ernsthaft beschädigt worden: Überhitzung des Zylinderkopfes
wegen mangelnden Wasserdurchfluss.
Es bringt ungemein viel, die Einspritzdüsen checken und abdrücken zu lassen (Sprühbild...etc...)
Die Ventile entsprechend einschleifen zu lassen und mit neuen Ventilschaftdichtungen zu versehen.
Den Kopf reinigen und von Ablagerungen befreien.
Das kostet ca. 250.-€...und mit entsprechender Vorarbeit (Reinigung...) und wenn man selber den Kopf wechselt kann man viel Geld sparen.
Dann, nach dem Zusammenbau noch das Ventilspiel einstellen...
Grüße Marian

das entspricht alles ziemlich genau meinen Erfahrung.
Aber: wenn ich das richtig mitbekommen habe, hattest Du einen frischen (generalüberholten) Kopf in der Tasche, den Du direkt draufschrauben konntest. Wenn Du den alten Kopf abnimmst und zum Instandsetzer gibst, musst Du etwa 4 Wochen einrechnen, bis Du das Teil zurückbekommst. Bei mir hat alleine das Warten auf die Zylinderkopfdichtung für den MD2030 im letzten Jahr 6 Wochen gedauert (war aus irgendeinem Grund nicht direkt lieferbar).

Wenn der TE jetzt (Mitte April) seinen Diesel zerlegt, kann es also sein, dass der erst Anfang Juni wieder seinen ersten Huster tut. Es stellt sich also die Gewissenfrage, ob man den Bock jetzt zerlegt und auf das Segel-Frühjahr verzichtet. Oder ob man mit dem spärlichen Kühlwasser-Rinnsal noch durch eine weitere Saison tuckert.
Gruß
F28

Abyss

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32

Freitag, 13. April 2018, 14:43

@F28: Ja da hast Du Recht, ohne "Austausch-Kopf" könnte es dauern....also lieber auf nächsten Winter verschieben und noch
irgendwie so durchkommen.

Grüße Marian

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33

Freitag, 13. April 2018, 14:44

Hi,

nun ja, ich habe den Zyl.-Kopf meines MD7As runtergepflückt, die Ventilsitze neu eingeschliffen, neue Ventilschaftdichtungen, Ventile, Sitze und Ein- u. Auslasskanäle gereinigt und Kühlwasserkanäle ebenfalls von groben Ablagerungen befreit. Dichtflächen (zum Block und Krümmer) gereinigt, Krümmer gereinigt. Dafür habe ich insgesamt zwei Tage gebraucht ohne mich zu hetzen. Die Teile (Dichtungen) hatte ich mir vorher besorgt, mit etwas Netzrecherche waren die Lieferzeiten überschaubar.

Aber mein Kühlsystem sah auch vor der Zyl.-Kopf Demontage längst nicht so desolat aus wie das des TEs. Hier dürfte der Aufwand leicht unschätzbar werden.

Mit "mal eben Demontieren und ein bisschen reinigen" ist´s da, fürchte ich, nicht getan. Zumal leicht Dichtflächen erodiert sein können und dann erst aufwändig überarbeitet werden müssen oder beim Ausbau auch noch Teile wg. Korrosionszustand zerstört werden und neu beschafft werden müssen.

Einen Rat ob weiterfahren oder nicht mag ich nicht geben.

Grüße
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F28

Salzbuckel

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34

Freitag, 13. April 2018, 14:58

Mit "mal eben Demontieren und ein bisschen reinigen" ist´s da, fürchte ich, nicht getan. Zumal leicht Dichtflächen erodiert sein können und dann erst aufwändig überarbeitet werden müssen oder beim Ausbau auch noch Teile wg. Korrosionszustand zerstört werden und neu beschafft werden müssen.

ich glaube, darauf können wir uns einigen. Beim Zerlegen derartig alter Maschinen wird man immer auf irgendein Problem stoßen, das man vorher nicht auf dem Schirm hatte. Festsitzende Schrauben, ausgerissene Gewinde und was der schönen Überraschungen mehr sind.
Und schon ist der Zeitplan geplatzt.
Aber eine Empfehlung würde ich auch nicht geben. Ich sag ja: Gewissensfrage, die nur der Eigner selbst beantworten kann.
Gruß
F28

tommyknox

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35

Freitag, 13. April 2018, 15:09

Oh man.
Ja also 4-6 Wochen schrauben/warten wollte ich jetzt nicht. Die Saison fängt grad erst an. Außerdem hab ich sowas ja auch noch nie gemacht, will es aber gern selbst machen und lernen.
Vielleicht ist ein Ausbau des Motors im Herbst und anschließende Zerlegung und bearbeitung in einer warmen Garage sinnvoll. Man hat dann ja den ganzen Winter Zeit dafür.
Ich werde morgen die Spülung versuchen, die neue Wasserpumpe einbauen und dann mal schauen was das Wasser so sagt.
Wenn es nicht hilft, dann muss ich unter strenger Temperaturbeobachtung der Zylinderköpfe die Saison irgendwie überstehen.
Ich werde berehichten.

Vielen Dank für die bisherigen zahlreichen Tips!
Viele Grüße! :D

36

Freitag, 13. April 2018, 15:41

Der MD 11 hat Laufbuchsen, die gezogen werden können. So hast Du natürlich den grossen Vorteil, die Ablagerungen am Zylinderboden mechanisch zu entfernen. Wie bereits geschrieben wurde liegt das Problem in nicht vorhersehbaren Korrosionschäden. Bohrungen vom Kopf zum Zylinder, sowie von der Wasserleiste zum Kopf korrodieren mit der Zeit.
Wenn Du Pech hast wird das nicht mehr dicht, wenn der Rost erstmal weg ist. Die Dichtflächen sind nicht allzu gross bemessen.
Wenn es hilft kann ich ein paar Fotos hochladen.......
Solltest Du nicht allzu lange unter Motor fahren, kannst Du es ja riskieren, aber so wie dein Auspuff auf den Bildern aussieht, würde ich mich nicht nur auf ein Spülen des Motors verlassen.
Du hast keinerlei Kontrolle ob etwas zusitzt und an welcher Stelle...

Handbreit
Ralf

tommyknox

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37

Sonntag, 15. April 2018, 20:39

Zitat

Der MD 11 hat Laufbuchsen, die gezogen werden können. So hast Du natürlich den grossen Vorteil, die Ablagerungen am Zylinderboden mechanisch zu entfernen. Wie bereits geschrieben wurde liegt das Problem in nicht vorhersehbaren Korrosionschäden. Bohrungen vom Kopf zum Zylinder, sowie von der Wasserleiste zum Kopf korrodieren mit der Zeit.
Wenn Du Pech hast wird das nicht mehr dicht, wenn der Rost erstmal weg ist. Die Dichtflächen sind nicht allzu gross bemessen.
Wenn es hilft kann ich ein paar Fotos hochladen.......
Solltest Du nicht allzu lange unter Motor fahren, kannst Du es ja riskieren, aber so wie dein Auspuff auf den Bildern aussieht, würde ich mich nicht nur auf ein Spülen des Motors verlassen.
Du hast keinerlei Kontrolle ob etwas zusitzt und an welcher Stelle...

Handbreit
Ralf


Hallo zusammen.
Ich hab dieses Wochenende die Seewasserpumpe mit neuem Impeller eingebaut. Die alte brauchte eh eine neue Dichtung und dient nun als Ersatz.
Seit dem habe ich gefühlt etwas jmehr Wasserdurchfluss. Vorher war die Temperaturanzeige bei längerer Fahrt im oberen grünen Bereich und kurz vor rot. Nun kommt die Temperatur nicht mal mehr in den grünen Bereich. Sie bleibt im kleinen weißen Bereich vor dem grünen. Also kalt. Sie steigt erst ein wenig an, wenn der Motor ausgestellt wird.
Wir sind 2-3 Stunden gemotort und ich habe dabei regelmäßig mit einem Infrarotthermometer die Temperaturen am Motor gemessen. Nirgendwo wurde der Motor wärmer als 65 Grad. Krümmer lag bei 35 Grad. Bei weitem nicht mehr so warm wie vorher.
Eine Spülung mit Essig habe ich noch nicht gemacht, hole ich aber sicher noch nach.
Ein Werftmitarbeiter sagte mir noch, dass der Motor ohnehin nicht viel Wasser braucht und zieht. Die Pumpe macht zwar 4-5 Liter pro Minute (habe ich mit manuellem einfüllen in den Seewasserfilter aus einem 5l Kanister getestet), aber dadurch, dass der Wasserfilter über der Wasserlinie liegt und die Pumpe mehr arbeiten muss wenn der Filter geschlossen ist (Vakuum ziehen über ca. 1m vom Borddurchlass aus), macht die Pumpe dann automatisch weniger Wasser. Der Werftingenieur meinte, ich könne den Seewasserfilter auch unterhalb der Wasserlinie versetzen, dann wäre der Wasserdurchfluss so wie beim manuellen einfüllen.
Fazit: Mehr Wasser durch neue Pumpe und Filter, geringere Temperatur am Motor. Ich denke erst mal alles gut und werde weiter beobachten.

Viele Grüße


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Viele Grüße! :D

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38

Montag, 16. April 2018, 10:54

Zu kalt ist aber auch nicht gut. U a öl zu dickflüssig und Motor hat eine niedrigere Effizienz.
Sieht meiner Meinung aus als ein defekter thermostaten . Vor dem Impellertausch nur teilweise geöffnet und festsitzend , jetzt immer noch fest aber ganz geöffnet durch den gösseren Förderdruck wegen neuer Impeller.
Ad

Marinero

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39

Montag, 16. April 2018, 12:05

Sieht meiner Meinung aus als ein defekter thermostaten . Vor dem Impellertausch nur teilweise geöffnet und festsitzend , jetzt immer noch fest aber ganz geöffnet durch den gösseren Förderdruck wegen neuer Impeller

:whistle2:

Ich habe bereits das Termostat ausgebaut gehabt. Ganz ohne Termostat kommt etwas mehr Wasser. Mit wieder weniger. Bei kaltem Motor. Das Termostat funktioniert. Habe ich in heissem Wasser getestet in einem Topf


btw - der neue Impeller soll die Feder vom Thermostat aufdrücken ("ganz geöffnet durch den gösseren Förderdruck") !?

fiete-34

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Heimathafen: Kieler Förde

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40

Montag, 16. April 2018, 12:48

Moin,
naja, die Auffassung von "Yellow Boat" ist hanebüchen. Das Thermostat funktioniert wie ein Bypass- Ventil und leitet je nach Ausdehnungszustand des Thermoelements mehr oder weniger Kühlmedium am Wärmetauscher vorbei, und egal... tommyknox schreibt ja, dass das Teil funktioniert... Im übrigen sucht sich das geförderte Wasser auf der Pumpendruckseite den Weg des geringsten Widerstands nach außenbords, und der mag bei entferntem Thermostat geringfügig niedriger sein, und geht bei Einkreiskühlung größtenteils am Kühlmantel vorbei. Ich wüsste auch nicht, warum der Durchfluss bei Einkreiskühlung und kaltem oder defektem Thermoelement vollkommen behindert sein sollte...
Handbreit...! F.

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