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1

Donnerstag, 17. Mai 2018, 11:20

Frage an die Batteriechecker - AGM unbedingt sofort wieder aufladen // Im Boot überwintern?

Liebe Batterie-/Elektrikchecker! :-)

Ich hätte eine Frage bzgl. eines Gesprächs, das ich neulich hatte.
Bei der Auswahl der Batterien und des Ladegerätes, sowie bei der generellen Handhabung meiner Batterien hatte ich sehr ich auf Qualität, eine gute Behandlung und lange Lebensdauer geachtet.
Batterien: 2x 115Ah Aquamot Deep Cycle parallel geschaltet. Selbe Charge. 2 Jahre alt.
https://www.kleinboote.at/AGM-Batterie-A…remiumqualitaet
Ladegerät: Philippi ACE 12/25, mit Tempsensor & AMG Kurve
https://www.yachtbatterie.de/de/philippi…25-12v-25a.html

Die klassischen Fehlbehandlungen mussten meine Batterien nie ertragen... ;) . Daher möchte ich aber gerne diese beiden offenen Punkte abklären.

1. In den letzten beiden Wintern habe ich die Batterien am Trockenplatz draussen im Boot gelassen. Das hatte ich vorher bei dem Batterieverkäufer, im sonstigen Fachhandel und im Web als für ok abgeklärt.
Ich bin monatlich zum Boot gefahren und habe gemessen. Die Batterien haben von November bis zur Wiederinbetriebnahme im April konstant ohne Zwischenaufladen 13,1V gehalten.
Für mich ein Indiz, dass das Prozedere so ok ist. Nun wurde mir gesagt, dies würde die Batterielebensdauer eklatant verkürzen???? Soll ich im nächsten Winter besser die Batterien ausbauen?
Für mich war es aber ein Kaufargument für gute AGM, dass ich sie problemlos voll aufgeladen draussen überwintern kann.

2. Die Batterien werden NUR für den E-Motor des Bootes genutzt. Jener zieht max. 30A auf Höchststufe die ich nur kurz fahre. Mittelstufe ca. 15-20A.
Im Grunde gibt es nur 2 Nutzungsszenerien.
a.) Einfaches Rein/Raus im Laufe des Tages zum Segelsetzen oft mit Zwischeneinkehr/Anlegen in einem Lokal untertags. Hierfür werden pro Tag laut Battmonitor max. 10-15Ah verbraucht. Also ca. nur 5% der Gesamtkapazität der Batteriebank!
b.) Flaute und länger fahren. Hier komme ich klassisch auf 40Ah. Maximal sehr selten auf 60-80Ah.

Vor einer Weile habe ich gelesen, dass AGM Batterien es nicht so sehr mögen, wenn sie nach nur minimalen (!) Verbrauch aufgeladen werden. Ich erinnere mich vage an ca. 5-10% der Kapazität als Richtwert.
Auch, dass es für den Zellenausgleich und die Chemie besser ist die Batterien wirklich in Ruhe voll zu laden anstelle zu zutzeln und öfter zwischendurch nicht voll zu laden.
Für 15Ah braucht mein Ladegerät 6Std. bis wirklich kein Strom mehr fliesst laut Battmonitor. Das ist ja untertags bei Lokaleinkehr nicht zu schaffen und tagsüber ist es oft heiss. Daher habe ich das Aufladen gerne nachts vorgenommen.
Bei minimalem Verbrauch auch erst in der Nacht von So auf Montag aufgeladen. Wenn ein Gewitter angesagt war oder ich nicht von So-Mo im Hafen sein konnte habe ich das Aufladen bei max. 10% Entnahme ohne Kopfweh auch mal um eine Woche verschoben.
Dann aber für min.12h und über Nacht kühle Batterien geladen. Regelmässig bei gemässigten Temp für 24h.
Das erschien mir besser als oft tagsüber in der Hitze ein wenig zu laden oder den Strom bei Abwesenheit angesteckt zu lassen. (Stegelektrik ist desolat und Gewitter-Respekt)
Das wurde mir nun als schlecht für die Batterie benannt.

"Muss" man wirklich jede Nacht den Strom anstecken? Auch wenn unter 5% entnommen wurden?
Mir war es lieber konsequent lang und kühl zu laden. Und unter der Woche den Strom abgesteckt zu haben. (Ja das ist eine persönliche Befindlichkeit ;) )
Freue mich über Infos!
Danke!
Riggse

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (17. Mai 2018, 11:31)


Ente 24

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2

Donnerstag, 17. Mai 2018, 12:01

M. E. Ist es Blödsinn, voll geladene und abgeklemmt es AGM Batterien den Winter über nachzuladen, weil, wie bereits festgestellt, keine oder kaum Energie verschwindet. Es reicht völlig sie bei etwa 60% Entladung wieder zu füllen. Ob Tiefsttemperaturen einer Batterie schaden, kann nur ein Fachmann sagen. Besser ist es sicher, sie im Keller oder Garage zu überwintern, aber wer macht das schon gerne mit 50-60 Kilo.

3

Donnerstag, 17. Mai 2018, 12:06

Hi. Danke für die Antwort.
Bei der Winterfrage ging es auch eher darum ob man sie generell im Winter draussen lässt. Das mit dem Nachladen bezog sich auf den Betrieb im Sommer. Im Winter wird sie durch einen Schalter direkt am Pol abgeklemmt und in Ruhe gelassen sowie 1x monatlich gemessen. Konstant 13,1V.
Für uns ist es auch sehr praktisch da es 70kg sind und wir extra ein Auto mieten müssten für den Transport, dann daheim in den 3. treppenlosen Stock hoch ohne kühlen Lagerräume.

Von allen Batteriesünden erschien es mir als eine der harmlosesten.
Daher hat es mich verwundert, dass mir gesagt wurde das Überwintern bei Minusgraden wäre schrecklich für die Batterien und es würde die Lebenszeit extrem verkürzen????
Aber abklären möchte ich es schon.

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4

Donnerstag, 17. Mai 2018, 12:15

Wie so häufig bei Technikfragen gibt es viele Meinungen, und da ist allerhand Widersprüchliche dabei, und nicht selten auch schlicht Unfug. Häufig werden Regeln, die an einer Stelle richtig sind, unzulässig verallgemeinert.

Was tun? Den Hersteller fragen! Häufig hilft schon die Lektüre der Betriebsanleitung. Was sagt die denn in diesem Fall?

Gruß Robert

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5

Donnerstag, 17. Mai 2018, 12:25

Moin Riggse,
Bleiakkus, darunter fallen ja auch sog. AGMs, soll man nie teilaufgeladen oder gar ungeladen länger stehen lassen, ansonsten leistet man der sog. eigentlich unvermeidbaren Sulfatierung und damit der Alterung mehr Vorschub. Dagegen sollten sie stets vollgeladen möglichst bei komplett abgeschalteten Verbrauchern zwischengelagert werden, und wobei am besten ein modernes Erhaltungsgerät verwendet wird, welches möglicherweise pulsierend für konstant ca. 12,9 bis 13,5 Volt Leerlaufspannung sorgt. Dabei sind die Akkus dann auch mehr kälteresistent, erst recht sog. AGMs. Ob sich allerdings deren doch recht beträchtlicher Mehrpreis rechnet, wage ich zu bezweifeln.
Handbreit...! F.

6

Donnerstag, 17. Mai 2018, 12:30

Huhu,
Danke für die Infos.
Aber ich glaube es werden zum Teil die Fragen vermischt???
a.) Im Winter IST der Akku ntatürlich vollgeladen und abgeklemmt. Am Aussenplatz GIBT es keinen Stromanschluss im Winter. Er hält aber fix 13,1V ohne Nachladen über 5 Monate! Das habe ich als guten Zustand gesehen und mir keine akuten Frostsorgen gemacht.
b.) Im Sommer ist das höchste und auch seltene Nichtaufladeintervall ca. 1 Woche. Das aber auch nur bei geringer vorheriger. Entnahme wie zb. 5%. Das sehe ich noch nicht kritisch. Also eine Woche sehe ich nicht als "länger" an? Zumindest las ich das so im Web.
Tagsüber zwischendurch für 2Std. in der Hitze die Batterie anzuklemmen, obwohl ein voller Ladezyklus für ca. 10-15Ah ca. 6Std. dauert hielt ich für schlechter als einen Tag zu warten mit dem Aufladen. Da ich eine 230Ah Batteriebank habe ist die Gesamtentnahme ja meist gering.
Was sagt ihr zu dem konkreten Fragen?
Danke!!!!
Datenblätter anbei. Dort liest man von -25°.
»Riggse« hat folgende Dateien angehängt:

7

Donnerstag, 17. Mai 2018, 12:31

Ich lasse meine AGM Batterie seit acht Jahren den Winter über im Boot. (Aussenlager)

Der Spannungsabfall von November bis März liegt unter 0,1 Volt. Meiner scheint es also nichts aus zu machen ;)

Als Ladegerät verwende ich Philippi AL12/15 Kapazität der Batterie 70Ah. Navi, Innenbeleuchtung, Kompressorkühlbox und Handyladen. Im Durchschnitt bin ich 2,5 Tage autark, bevor ich an den Landstrom muss, um Tiefentladung zu vermeiden.

Auch wenn ich nur wenig Strom entnommen habe lade ich bei jeder sich gebenden Gelegenheit nach.

Bis jetzt scheine ich mit meiner Batterie mehr richtig als falsch gemacht zu haben, denn sonst hätte sie ja bestimmt schon eine Macke. Hoffe sie hält noch ein paar Jahre durch.

Können AGM Batterien eigentlich auch "spontan" kaputt gehen oder merkt man irgendwie, wenn die Lebensdauer sich dem Ende neigt?
www.fam-kv.de

88markus88

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8

Donnerstag, 17. Mai 2018, 12:45

"Muss" man wirklich jede Nacht den Strom anstecken? Auch wenn unter 5% entnommen wurden?
Mir war es lieber konsequent lang und kühl zu laden. Und unter der Woche den Strom abgesteckt zu haben.


Ich glaube, du machst dir da zuviel Sorgen. Ob die Batterie eine Woche bei 95% oder 100% steht, dürfte keinen grösseren Unterschied machen. Es wird dir auch niemand eine absolut richtge und fundierte Antwort dazu geben können, da niemand solche Testreihen macht - auch die Hersteller guter Batterien nicht.
Von daher: ich würde mich an die Regel halten, die Batterien immer möglichst voll zu halten, und mir über 5% +/- keine Gedanken machen.

Dann schon eher darüber, ob ich das Ladegerät unbeaufsichtigt über die Woche dran lassen möchte - das hat ein höheres Schadenspotential, falls es mal abfackelt.

Handbreit, Markus

9

Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:08

Danke für die Info! So hatte ich es mir auch gedacht.
Daher war ich etwas verunsichert als mir dies als "schlechtes" Verhalten geschildert wurde. Ich müsste immer sofort anschliessen und am besten auch über der Woche angeschlossen lassen. (habe ich zumindeste so verstanden)
Mir ist es aber erstens generell lieber der Elektrokram läuft nur beaufsichtigt. Und Blitzschutzeinrichtungen vertraue ich auch nicht sonderlich. Oder kann man sich auf Blitzschutzeinrichtungen verlassen?

Da ich die Batterien ja sehr grosszügig hinsichtlich des häufigsten Nutzungsart dimensioniert habe, habe ich mir gedacht das sei nicht so tragisch sie mal 1-2 Tage oder auch mal eine Woche nicht zu laden bei nur 5-10% Entnahme.
Zumindest schien es mir besser sie in Ruhe einen kühlen langen Zyklus durchladen zu lassen als untertags immer in der Hitze bei über 30° im Boot hektisch rein&raus zu zutzeln.

Ich habe mal eine Mail an den Hersteller geschrieben. Ich hoffe denen wachsen derob keine grauen Haare. Es sind schon etwas akribische Fragen.
Aber der generelle Ansatz was den Batterien langfristig mehr schadet/nutzt interessiert mich in diesem Einzelfall schon!

Marinero

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10

Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:08

Mir war es lieber konsequent lang und kühl zu laden
Tagsüber zwischendurch für 2Std. in der Hitze die Batterie anzuklemmen (...) hielt ich für schlechter

Zitat

Zumindest schien es mir besser sie in Ruhe einen kühlen langen Zyklus durchladen zu lassen

Warum hast du Angst vorm Laden bei Wärme :fragen: wie willst du denn Batterien in den Tropen laden?

Und ob lang oder zwischendurch - denk mal an Solarzellen oder Windgeneratoren, wie "gleichmäßig" die laden.


ich würde mich an die Regel halten, die Batterien immer möglichst voll zu halten

jou :thumb: gilt eigentlich für alle Typen außer Lithium, denen ist der Ladezustand nahezu egal

11

Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:14

Ich habe keine "Angst" vor Wärme. Aber prinzipiell ist es für die Batterien wohl besser bei nicht zu hoher Hitze geladen zu werden.
Und wenn ich die Wahlmöglichkeit habe sie bei über 30° im Bummheissen Boot tagsüber nicht ganz voll zu laden bei einer Restauranteinkehr, sondern besser Abends oder am Ende des Wochenendes im Hafen einen kompletten Zyklus Nachts durchzuladen (Zellenausgleich etc.) wähle ich zweiteres.

Im Web finden sich zig Infos, dass das "sofortige Auflademuss" bei AGM Batterien/Traktionsbatterien untragischer/anders ist als bei konventionellen offenen Blei-Säure Batterien. Daher die Frage.
Insbesondere stelle ich mir die Frage was batteriefreundlicher ist. Ständig bisserl reinzutzeln oder in Ruhe einen Zyklus voll laden. Ich war bis jetzt bei zweiterem. Gerade da der Verbrauch minimalst ist.
Und habe wenn ich keine Zeit hatte auch mal eine Woche mit dem Aufladen gewartet. Aber nur bei ca. 10% Entladetiefe. Das hinterfrage ich nun. Ist mir aber mental lieber als ein ständig angeschlossenes Boot.

Ist halt eine Detail-/Strategiefrage. Praktiziert wird vieles. Aber wenn ich die Wahlmöglichkeit habe, dann wollte ich halt wissen was für die Batterien besser ist.

12

Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:21

Ich habe keine "Angst" vor Wärme. Aber prinzipiell ist es für die Batterien wohl besser bei nicht zu hoher Hitze geladen zu werden.
Und wenn ich die Wahlmöglichkeit habe sie bei über 30° im Bummheissen Boot tagsüber nicht ganz voll zu laden bei einer Restauranteinkehr, sondern besser Abends oder am Ende des Wochenendes im Hafen einen kompletten Zyklus Nachts durchzuladen (Zellenausgleich etc.) wähle ich zweiteres.

Im Web finden sich zig Infos, dass das "sofortige Auflademuss" bei AGM Batterien/Traktionsbatterien untragischer/anders ist als bei konventionellen offenen Blei-Säure Batterien. Daher die Frage.
Insbesondere stelle ich mir die Frage was besser ist. Ständig bisserl reinzutzeln oder in Ruhe voll laden. Ich war bis jetzt bei zweiterem. Gerade da der Verbrauch minimalst ist.

Ist halt eine Detail-/Strategiefrage. Praktiziert wird vieles. Aber wenn ich die Wahlmöglichkeit habe, dann wollte ich halt wissen was für die Batterien besser ist.

Ohne dem jetzt grundsätzlich widersprechen zu wollen, wird die Batterie im Rumpf des Bootes keine 30 Grad Umgebungstemperatur bekommen - außer sie erwärmt sich von sich aus beim Ladevorgang. Die Wassertemperatur hält doch die Bilge konsequent unter 30 Grad. Was anders herum auch heißt, dass es Nachts nicht so kalt für die kleinen wird ;-)

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

13

Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:23

Ich habe am Wochenende mal mit einem Infrarottemperaturmesser gemessen. Da hatte die Batterie tagsüber 28° und das ohne Aufladen und erst im Vorsommer.
Das Boot ist halt klein. Die Sonne knallt hier richtig fetzig runter. Und die Bilge ist nicht vertieft. Ich werds mal im Auge behalten mit den Temps. Bis jetzt war das eher "gefühlssache" ;-)

Mehr stand bei der Überlegung aber im Vordergrund, dass in den 2Std Lokalaufenthalt ja der Ladezyklus nur begonnen wird. Ein voller dauert bei der Entnahme ca. 6Std. Bei mehr Entnahme in der Regel ca. 12Std.
Das komplette Ladeprogramm lasse ich dann halt lieber in Ruhe bei Rückkehr Abends oder nach 2 Tagen im Heimathafen durchlaufen als ständig unterwegs kurz wo einen Stecker anzustecken. Das fand ich entspannender und für die Batterie auch besser.
Es wird ja nur der E-Motor zum Segelsetzen mit der Batterie betrieben sonst NIX. Also wirklich ein sehr geringes Entladen in Hinsicht auf die Kapazität.

@88markus88: Sorgen habe ich mir ja bis jetzt keine gemacht. Bis mir neulich jemand gesagt hat mein Überwintern und nicht immer und sofortiges anstecken und nicht über die Woche angesteckt lassen wäre Batterieschädlich.
Das wollte ich nur mal abklären falls ich doch einen Quatsch mit den Batterien mache..... :D

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (17. Mai 2018, 13:40)


Ente 24

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14

Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:30

Ich würde im Winter die Pole abklemmen, der Schalter kann auch mal defekt sein. Erhaltungsladung den Winter über ist in vielen Lägern wegen Brandgefahr nicht erlaubt.

Ein Blick in die Praxis: in Canada, Skandinavien, Russland bleiben die Batterien, normales Blei, in den KFZ, lediglich das Kühlwasser wird erwärmt.
Ich habe auch noch nie davon gehört, daß sie Batterien in Afrika oder Arabien über Hitze beschwert hätten.

Also, weiter machen wie bisher.

15

Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:35

Der Schalter ist eine Sicherung die direkt auf dem Pol ist. Symbolbild anbei. Die löse ich manuell aus.
Im Winter sowie jedes Mal im Sommer wenn ich von Bord gehe. Das scheint mir zuverlässig zu sein. Ausserdem ist ja im Winter kein einziger Verbraucher/Gerät ständig angeschlossen.

Mir wurde halt unlängst sehr überzeugt gesagt meine Batterien würden keine 5 Jahre alt werden wenn ich so weiter mache. Besonders der Winter wäre schädlich. Das fand ich bedenkenswert aber ggf. auch ein bisserl zu hinterfragen.
Bis jetzt war ich im Glauben, dass ich die Batterien recht gut dimensioniert habe und ggf entspannt aber unterm Strich doch konsequent/fürsorglich behandele.
»Riggse« hat folgende Datei angehängt:

Kaie

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16

Donnerstag, 17. Mai 2018, 15:05

Die hier übliche Kälte setzt nur die Kapazität der Batterie runter, sowohl ausgehend wie auch eingehend. Nicht die Lebenszeit...
Und laden tu' ich nur, wenn ein Landanschluss vorhanden ist oder der Akku _unbedingt_ wieder aufgeladen werden muss.
Ich sehe meine Batterien als das an, was sie sind - als Verschleissteil - und mache mich weder zum Sklaven der nächsten Steckdose, noch in die Hose, wenn so ein Teil mal nur reale 10 Jahre anstatt angepeilter/gewünschter z.B. 12 Jahre durchhält.

17

Donnerstag, 17. Mai 2018, 15:36

Ja. So habe ichs ja auch gehandhabt. Im Grunde würde ich nicht denken, dass es der Batterie sonderlich schadet im Winterlager draussen zu sein oder nur alle 2 Tage aufgeladen zu werden bei nur 10% Entnahme bis dahin.
Aber dann wurde mir da halt ein Batteriemeucheln zugesprochen.
Die Batterie würde im Winter einfrieren und das würde sie zerstören. War ein Gespräch zu später stunde. Aber ich glaube es wurde gesagt so würde meine Batterie keine 5 Jahre alt werden, wenn ich Pech hätte noch weniger und Profis würden NIEMALS ihre Batterie im Winter im Boot überwintern lassen. Das hat mir dann doch zu denken gegeben und ich wollte mal nachfragen.

Marinero

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18

Donnerstag, 17. Mai 2018, 15:58

Im Web finden sich zig Infos, dass das "sofortige Auflademuss" bei AGM Batterien/Traktionsbatterien untragischer/anders ist als bei konventionellen offenen Blei-Säure Batterien. (...) Insbesondere stelle ich mir die Frage was batteriefreundlicher ist. Ständig bisserl reinzutzeln oder in Ruhe einen Zyklus voll laden

Mehr stand bei der Überlegung aber im Vordergrund, dass in den 2Std Lokalaufenthalt ja der Ladezyklus nur begonnen wird. (...) Das komplette Ladeprogramm lasse ich dann halt lieber in Ruhe bei Rückkehr Abends oder nach 2 Tagen im Heimathafen durchlaufen als ständig unterwegs kurz wo einen Stecker anzustecken. Das fand ich entspannender und für die Batterie auch besser

Ich lass mich gerne eines besseren belehren, vielleicht lebt die Batterie auch am Ende einen Monat länger, aber ich denke, das ist wumpe.

Wenn ich an einen "normalen" Segeltag denke:
  • Batterie war die Nacht über am Ladegerät, ist voll
  • beim Ablegen läuft der Motor und lädt noch ein bisschen voller
  • beim Segeln laufen der Kühlschrank und die Instrumente, Batterie wird entladen
  • nach einigen Stunden ist plötzlich Flaute, Motor an, Batterie wird geladen
  • nach einer halben Stunde kommt wieder Wind, Motor aus, Batterie wird entladen
  • es folgt ein betonntes enges Fahrwasser, Motor an, Batterie wird geladen
  • Fahrwasser ist nach 2 sm zu Ende, Motor aus, Batterie wird entladen
  • noch drei Stunden gesegelt, dann wird angelegt, Motor an, Batterie wird geladen
  • nach dem Anlegen Schiff aufräumen, Kaffee trinken, Batterie wird entladen
  • irgendwann abends hol ich das Kabel raus, Stecker rein, Batterie wird geladen

Jetzt noch einen Windgenerator und ne Solarzelle dazu, die je nach Wind und Wolke immer mal wieder von viel bis gar nichts laden und das Chaos in der Batterie ist perfekt. :D

Es ist ein ständiges Hin und Her. Dafür ist die Batterie doch aber auch gedacht. Soll man das unterdrücken, um nur 'ganze' Ladezyklen durchlaufen zu lassen?


Ich sehe meine Batterien als das an, was sie sind - als Verschleissteil

exakt :thumb:


Aber dann wurde mir da halt ein Batteriemeucheln zugesprochen. (...) War ein Gespräch zu später stunde

Auf solche Gespräche sollte man nicht allzu viel geben.

grummel

Leuchtturmwärter

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Schiffsname: Estel

Bootstyp: Albin Vega

Heimathafen: Monnickendam

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19

Donnerstag, 17. Mai 2018, 17:37

Naja, früher war das mal so mit den Batterien im Winter und gefährlich. Die sind damals ganz gerne mal eingefroren.
Vor allem wenn man kein destiliertes Wasser genommen hat. ;)
Nachtrag: Aber früher hatten wir auch mal eine Kaiser und so weiter. :D :prost:
von nix Ahnung, aber glücklich.
Mein Marktplatzeintrag

spliss

Proviantmeister

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Wohnort: Berlin

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20

Donnerstag, 17. Mai 2018, 18:21

Die Ladeschlußspannung von Bleiakkumulatoren ist stark temperaturabhängig. Das Ladegerät sollte also genau so temperiert sein wie der Akku oder besser einen Sensor am Akku haben.
Wenn ein bei 20grd C vollgeladener Akku auf -20grd C abkühlt, dann ist lediglich seine Kapazität nur zu einem Teil nutzbar. Also: nicht nachladen, nicht entladen, einfach in Ruhe wieder warm werden lassen und es ist nix passiert.
Wird ein zu 60% aufgeladener Akku tiefgekühlt, ist natürlich scheinbar eher "Schluss." Wird dieser wieder erwärmt, ist alles wieder gut.... und man kann ihn auch wieder laden.
Kriechströme durch die angeschlossene Anlage (und auch angeschlossene Ladegeräte (interner Meßspannungsteiler)) sind beim Lagern aber auszuschließen.
"Schleichladung" mögen insbesondere Starter-Typen nicht gern. Mit I/10 ist man auf der besseren Seite (meint: 105Ah freuen sich eher über definiertes Nachladen mit 10A am Stück als so ein Steckerdingens mit 800mA).
Zur Fehlbehandlung von Bleiakkumulatoren gehört für mich übrigens das Parallelschalten. (auch wenn gleich gejault wird und sogar Hersteller das ab Werk so verbauen... )
Entladene Feierabendgrüße!
spliss
Holt groß das Dicht !

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