Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

Gaudet

Seebär

  • »Gaudet« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 178

Bootstyp: Varianta 65

Heimathafen: Sorpesee

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

1

Samstag, 9. Juni 2018, 21:19

Wantenspannungsmessgeräte - Unterschied?

Ich guck nach Wantenspannungsmessgeräten. Es gibt ja den Surecheck, den von Loos&Co und das Gerät von Spinlock.
Preislich in dieser Reihenfolge.
Welches taugt oder ist ausreichend für den Fahrtensegler? Gibt es Unterschiede die die Preise rechtfertigen?

2

Samstag, 9. Juni 2018, 21:50

Mit dem Zollstock messen hatte für meine Zwecke immer bestens gereicht.
Ich hatte mal einen Spannungsmesser, den mit der Sackwaage. Nie genutzt.

Ente 24

Kapitän

Beiträge: 688

Wohnort: Leverkusen

Schiffsname: plan b

Bootstyp: Etap 24i

  • Nachricht senden

3

Samstag, 9. Juni 2018, 21:58

Der Surecheck ist für Fahrtensegler vollkommen ausreichend, und da ich nur den habe, kann ich zum Vergleich nichts sagen.

_Christian_

Salzbuckel

Beiträge: 2 044

Schiffsname: Jan Himp

Bootstyp: Hanse 325

Heimathafen: Großenbrode

Rufzeichen: DJ3567

MMSI: 211624230

  • Nachricht senden

4

Samstag, 9. Juni 2018, 22:01

Kann hier nur das von „Loos“ beschreiben. Es ist nahezu idiotensicher und geeignet sowohl den Vorjahresstandartdtrimm wieder herzustellen, als auch mal eben zu kontrollieren, was das herumspielen am Wantenspanner in Bezug auf die Bruchlast so zu bedeuten hat.

Die Messung einer Want dauert weniger als 20s und ist einfach genug um es auch während dem Törn mal eben zu machen.

Christian
»_Christian_« hat folgende Datei angehängt:
Lieber Cobb als Cup :frech:

horstj

Lotse

Beiträge: 1 722

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

  • Nachricht senden

5

Samstag, 9. Juni 2018, 22:35

bei Practical Boat Owner gab es einen Test. Am genauesten war der Shurecheck, die Ablesbarkeit bei Loos finde ich etwas besser. Beide gut.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

Gaudet

Seebär

  • »Gaudet« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 178

Bootstyp: Varianta 65

Heimathafen: Sorpesee

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

6

Sonntag, 10. Juni 2018, 23:12

Danke schon mal soweit für die Antworten.

Zollstockmethode trau ich mich bei unserem alten Boot nicht. Ich spanne die Wanten nach dem lose kommen bei Lage.
Ich möchte aber am Mastfall spielen und müsste ohne Messgerät immer wieder bei der Spannung von vorn anfangen. Daher das Interesse an einem Messgerät.

@Ente 24:
Wie ist denn die Handhabung des Surecheck?

zooom

Salzbuckel

Beiträge: 2 440

Schiffsname: NANA

Bootstyp: Gib Sea 312

Heimathafen: Trget

Rufzeichen: DH6616

MMSI: 211352760

Im Marktplatz: 2

  • Nachricht senden

7

Montag, 11. Juni 2018, 07:52

Bei Übernahme meiner NANA hat mir der Voreigner die Verwendung des Surecheck gezeigt, er hat vor dem Winterlager die Wanten immer entspannt: Dicke feststellen (bei NANA 5+6mm), einklemmen und auf 10% spannen. Dauert rundum keine 10 min.
Gruß Thomas



Passionierter Segelsommerverbastler

Ente 24

Kapitän

Beiträge: 688

Wohnort: Leverkusen

Schiffsname: plan b

Bootstyp: Etap 24i

  • Nachricht senden

8

Montag, 11. Juni 2018, 08:56

Wie Thomas schrieb ist die Anwendung relativ einfach: Wantenstärke feststellen, richtige "Delle" am oberen Knopf drehen, anlegen und Gerät einspannen und dann die Wanten spannen. 10% erscheint mir etwas wenig, 15% sollte reichen. Bei Druck in Luv sollte das Leseamt nicht lose kommen.

horstj

Lotse

Beiträge: 1 722

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

  • Nachricht senden

9

Montag, 11. Juni 2018, 09:14

Der einzige Nachteil beim Shurecheck ist, dass die Messpunkte etwas unklar ablesbar sind. Habe alle drei genutzt und privat auch den Shurecheck gekauft.
Zur Varianta oben: Lose Leewanten heißt auch immer, dass das Rigg ruckartige Kräfte erhält. Bei dem Boot spricht doch nichts gegen die verbreiteten 15% Bruchlast als Grundspannung.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

just sail

ex-beneteau

Beiträge: 698

Schiffsname: Sunny

Bootstyp: Sunbeam 22.1

Heimathafen: YCvH / FCSP

Rufzeichen: DB 2921

MMSI: 211757030

  • Nachricht senden

10

Montag, 11. Juni 2018, 09:34

Habe Erfahrung mit dem Loos und Spinlock. Beim Spinlock ist der Bereich der unterschiedlichen Wantendurchmesser größer. Der Loos lässt sich einfacher anwenden und auch besser und sicherer Ablesen. Der wäre mein Favorit. Aktuell ist es aber der Spinlock, da ich sonst 2 verschiedene Loos benötigen würde.
Surecheck hab ich nur im Laden in die Hand genommen und fand ich nicht so dolle.
First 21.7, Etap 21i, aktuell Sunbeam 22.1

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »just sail« (11. Juni 2018, 13:59)


fiete-34

Seebär

Beiträge: 1 152

Wohnort: Nähe Frankfurt

Bootstyp: klassische 34´- SY

Heimathafen: Kieler Förde

  • Nachricht senden

11

Montag, 11. Juni 2018, 13:36

Moin,
Wantenspannungstestgerät: naja...Was hortj ansonsten zur Vorspnannung und deren Zweck schreibt, ist völlig richtig. Um mehr Ruhe gerade ins 7/8- Rigg zu bekommen und auch noch trimmen zu wollen/dürfen, ist es sinnvoll, so vorzugehen wie in den Dehler- Bordbüchern insbesondere für die 34 einfach sowie anschaulich beschrieben....ganz ohne einem solchem nicht gerade zuverlässig anzeigenden Gerät..... Handbreit...! F.

12

Montag, 11. Juni 2018, 14:18

Hm. Die Dinger sorgen aber doch auch nicht dafür, dass der Mast gerade innerhalb seines "Zuggespannes" steht?!

D.h. wenn ich links 15% habe ich doch auch automatisch rechts mehr oder weniger 15% (15% abzgüglich "Mastbiegewiderstand" und ggfs. z.B. Unterwantzug). Oder täusche ich mich da?!

VG

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

norbaer

Salzbuckel

Beiträge: 4 254

Schiffsname: Top Job

Bootstyp: J 111

Heimathafen: Colijnsplaat

  • Nachricht senden

13

Montag, 11. Juni 2018, 14:46

Hm. Die Dinger sorgen aber doch auch nicht dafür, dass der Mast gerade innerhalb seines "Zuggespannes" steht?!

D.h. wenn ich links 15% habe ich doch auch automatisch rechts mehr oder weniger 15% (15% abzgüglich "Mastbiegewiderstand" und ggfs. z.B. Unterwantzug). Oder täusche ich mich da?!

VG



Nö du täuscht dich nicht, aber du gibst ja auch direkt die möglichen Variablen an. ;)
In der Theorie müsste es gleich sein ist aber in der Praxis nicht.

Auch sollte man die Wantenspannungsgeräte als "Tendenz" ansehen. Wir haben bei den J111 Teams alle die Loosgauge Geräte, weil alle Trimmguides sich darauf beziehen. Aber wir haben uns auch den Spaß erlaubt mal ein Rigg mit drei verschieden Geräten zu vergleichen. Und die 600€ Präzisions kalibrierten Dinger zeigten alle unterschiedliche Werte an. Fehlerquote bei ungefähr 10-15% ;(

Da ein Fahrtensegler das Rigg sowieso nicht jedes Wochenende nachtrimmt. Würde ich vorschlagen, mit einem erfahrenen Riggtrimmer (Regattasegler oder Rigger) sich das Rigg mal ordentlich einzustellen.
Dann werden die Maße zwischen den Bolzen der Gewindespanner mit der Schieblehre (auf den Millimeter nicht Zehntelmillimeter!!) aufgenommen. Und danach braucht man kein Wantenspannungsgerät mehr.

Die Spannungverändert sich schon je nach Temperatur und Sonnenenstrahlung!

Wir stellen das Rigg zwischen jedem Rennen ein wenn sich die Windstärke mehr als 3 Kn verändert. Wir zählen dabei aber die Törns an den Wantenspannern. Das war gestern 4 mal. ;) Einmal ganz lose, dann zweimal fester und anschließend wieder zurück auf die Basis.
Den Loosgauge brauchen wir nur um dies Basiswerte einzustellen die sich auf 10-12 Kn beziehen. Das ist auch der Wert den die Fahrtensegler nehmen sollten. Das sind die berühmten 20% Bruchlast.

14

Montag, 11. Juni 2018, 14:59

Den Loose hatte mal ein Schären-Eigner vor einigen Jahren und ich durfte mich mit dem Ding verlustieren. Und bin am Ende dann doch irgendwie etwas verloren dagestanden:

1. Wenn man den Loose seitlich "wegzieht" und wieder loslässt, verändern sich die Messwerte deutlich ;)

2. Letztlich benötigt man - siehe Norbaer - zusätzlich eine andere "absolute" Referenz. Was bei nem 90 Jahre alten Holzboot entweder ein (im Zweifel unterschiedlich hohes) Deck ist oder die Distanz ins Topp des ca. 17m Mastes, wobei sich das Maßband genüsslich im (fast nicht vorhandenen) Wind ausweht und sich bei der Länge fast schon beliebig dehnen ließ. Und dabei unterstellt man noch, dass der Spargel nach Jahren des einlagerns 100% gerade ist :D

Irgendwie passte das so überhaupt gar nicht in unsere heutige digitale Welt der 0en und 1en.

Gibts denn keine App für sowas? ;)

VG

PS: Am Ende auch nicht besser oder schlechter als ne 08/15 Zugwaage dazwischen.

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TrampMuc« (11. Juni 2018, 15:09)


zooom

Salzbuckel

Beiträge: 2 440

Schiffsname: NANA

Bootstyp: Gib Sea 312

Heimathafen: Trget

Rufzeichen: DH6616

MMSI: 211352760

Im Marktplatz: 2

  • Nachricht senden

15

Montag, 11. Juni 2018, 15:04

Doch, wenn Du die Wanten gleichmäßig spannst, sollte der Mast gerade stehen, aber natürlich kontrolliert man das optisch.
Ich bekam folgende Instruktion: Achterstag spannen, dann Babystag, dann Oberwant Bb, dann Stb, danach Unterwant Bb und schließlich Unterwant Stb. Danach optisch kontrolliert ob der Mast nicht in sich verwunden ist. Der Voreigner hatte so fast 40.000sm im Kielwasser, immer auf 10%. Kann nicht so falsch sein.
PS: Ich weiß nicht mehr, was wir mit dem Vorstag gemacht haben (Rollgenua), ich glaub, das haben wir über die Achterstagspannung geregelt.
Gruß Thomas



Passionierter Segelsommerverbastler

16

Montag, 11. Juni 2018, 15:11

Doch, wenn Du die Wanten gleichmäßig spannst, sollte der Mast gerade stehen, aber natürlich kontrolliert man das optisch.
Ich bekam folgende Instruktion: Achterstag spannen, dann Babystag, dann Oberwant Bb, dann Stb, danach Unterwant Bb und schließlich Unterwant Stb. Danach optisch kontrolliert ob der Mast nicht in sich verwunden ist. Der Voreigner hatte so fast 40.000sm im Kielwasser, immer auf 10%. Kann nicht so falsch sein.
PS: Ich weiß nicht mehr, was wir mit dem Vorstag gemacht haben (Rollgenua), ich glaub, das haben wir über die Achterstagspannung geregelt.

Naja in der Theorie.

In der Praxis unterstellen wir (trotz z.B. schräg angebauter Kiele, und trotz schräg im Wasser liegenden Großserienbooten), dass das alles gerade ist und als Referenz taugt :D

Alleine wenn ich bei einem lockeren Mast die Bootsseite wechsle (wiege ca. 95 kg), bewegt sich das Masttopp nicht unerheblich :D

Und das schon beim Neubauboot mit GFK und Alumast, wo die Varianzen zumindest gering sein sollten(!).

Letztlich kommts dann wieder aufs "Augenmaß" an, dass man irgendwo im Hafen/Beiboot glaubt, dass es schon irgendwie gerade ist. Dafür habe ich dann aber wieder 100 oder 200 EUR für so nen Stahlblech mit Feder ausgegeben ;D

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

horstj

Lotse

Beiträge: 1 722

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

  • Nachricht senden

17

Montag, 11. Juni 2018, 15:55

Der Spannungsmesser hilft natürlich gar nichts bei der Prüfung, ob ein Mast gerade steht. Der Mast muss vorher ausgerichtet sein.
Messtoleranz ist sicher da. Die Hersteller geben zur Sicherheit meist 10% an. Wobei der Vergleich mit Zollstock, unter den Geräten und bspw. auch die Messungen von PBO deutlich genauere Ergebnisse zeigen. Beim Loos muss man ein bischen darauf achten, dass der weiße "Schieber" leichtgängig ist oder mal mit Teflonspray nachhelfen. Dann bekommt man eigentlich reproduzierbare Werte hin. Oder auch mal etwas dagegen klopfen. Das steht aber sogar in der Anleitung glaube ich. Der Shurecheck ist nicht so anfällig in dieser Hinsicht.
App gibts auch bspw den LW Sense von Spinlock, dürfte aber für die Fahrtensegler zu abgehoben sein. Dafür ist die Meßgenauigkeit relativ gut.
20% Bruchlast als Allgemeinempfehlung finde ich gewagt. 15% ist eine gute Mitte, old fashion auch 10%. Und den Bereich der Riggspannung trifft man mit den Tools schon viel leichter als mit dem Zollstock.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

Beiträge: 1 764

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

Rufzeichen: DF5010

MMSI: 211391180

  • Nachricht senden

18

Montag, 11. Juni 2018, 17:05

20% Bruchlast als Allgemeinempfehlung finde ich gewagt. 15% ist eine gute Mitte, old fashion auch 10%

Das kommt doch aufs Rigg an..... :rolleyes:

Wobei 10% ist einfach nur Schlabber und gibt's bei keinem (modernen) Rigg (auf einem Mono).

Man beachte die hier schon 738 mal empfohlene Seldén Trimmanleitung ( http://www.seldenmast.com/files/595-540-T.pdf )

Wir brauchen z.B. 25 % auf den Oberwanten. Und die haben wir auch.

horstj

Lotse

Beiträge: 1 722

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

  • Nachricht senden

19

Montag, 11. Juni 2018, 17:15

Laut Selden Anleitung auch 15% als Mittelmaß. Wer 20% und mehr als Grundsetup bei 10-12kn fährt hat sicher eine Trimmtabelle, so wie bei uns für die schnellen Jollen und Sportboote. Als generelle Empfehlung finde ich das dennoch mit Vorsicht zu genießen. Mancher ältere Kleinkreuzer hat etwas überdimensionierte Wanten, weil da auf Sicherheit "abgeschätzt" wurde und dann käme da schon ordentlich Zug rein. Mag bei Dickschiffen anders sein, kenne nur einige Kleinkreuzer und eben sportboote.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

Gaudet

Seebär

  • »Gaudet« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 178

Bootstyp: Varianta 65

Heimathafen: Sorpesee

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

20

Mittwoch, 13. Juni 2018, 03:02

Eine Interessante Diekussion ist ja durch meine Frage entstanden...
Ich komm zu dem Schluss das man solche Geräte aufgrund ihrer Messfehler nur zum Vergleich nutzen kann.
Also spann ich mein Rigg nun so das die Wanten bei Lage nicht lose kommen und stell dann mit dem Surecheck zB die Ist Spannung fest und kann sie so bei Änderung des Mastfalles usw wieder reproduzieren.

Hab ich das so richtig verstanden?

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 373   Hits gestern: 1 881   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 4 089 523   Hits pro Tag: 2 339,02 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 8 883   Klicks gestern: 11 073   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 33 219 130   Klicks pro Tag: 18 999,82 

Kontrollzentrum

Helvetia