Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

Seaskip

Proviantmeister

  • »Seaskip« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 238

Wohnort: Eckernförde

Bootstyp: Sirius 32 DS

Heimathafen: Eckernförde

Rufzeichen: DB3216

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 12. Juli 2018, 09:58

Sicherung (elektr.) für Ankerwinde

Moin,
beinuns an Bord befindet sich eine elektr Ankerwinsch vom Typ Lofrans Cayman 88. Gemäß Spezifikation hat diese Winsch eine Leistung von 1000 Watt. Unser Bordnetz arbeite mit 12 Volt

Beim letzten Ankermanöver ist die Streifensicherung, die die Kabel von der Batteriebank zurr Winde absichert durchgebrannt. Was mich wundert, ist dass die Sicherung einen Nennwert von nur 80 A hatte. Das würde gerade die volle Leistung der Winde absichern.

Ich hätte erwartet eine Sicherung von 100 A oder ähnliches vorzufinden und würde auch jetzt auch 100 A eine entsprechende Sicherung nehmen.

Spricht etwas dagegen?
Und
Gibt es Streifensicherungen mit unterschiedlicher Trägheit? Gibt es da bei Ankerwinden etwas zu beachten?

Danke und Grüße
Stefan

gelan

Seebär

Beiträge: 1 196

Schiffsname: Neferou

Bootstyp: Contest 31HT

Heimathafen: Urk

Rufzeichen: DG3244

MMSI: 211153640

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:05

Hab selber kein Plan von elektro, aber was spricht gegen einen entsprechenden Automat?
Über den Wind können wir nicht bestimmen,
aber wir können die Segel richten.
(Weisheit der Wikinger)

Handbreit Georg

Seaskip

Proviantmeister

  • »Seaskip« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 238

Wohnort: Eckernförde

Bootstyp: Sirius 32 DS

Heimathafen: Eckernförde

Rufzeichen: DB3216

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:19

Hab selber kein Plan von elektro, aber was spricht gegen einen entsprechenden Automat?

Erstmal wohl nix. Bis auf den Aufwand der Montage bzw. Demontage der alten Halterung.

Aber auch da stellt sich die Frage der Auslegung der Sicherung.

Übrigens im Handbuch habe ich nichts zum Kennwert der Sicherung gefunden.

4

Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:28

Die 80A kann wahrscheinlich satte 240A für eine sekunde ab, die 80A kann sie aber stundenlang halten.
Die Sicherungen sind schon träge, genaue Werte liefern Datenblätter.

Unterm Strich heißt das, das zuviel Strom geflossen ist, Winde blockiert o.ä.
Alternativ ist die Sicherung zu heiß geworden (Kontaktprobleme)

Klaus Helfrich

Salzbuckel

Beiträge: 3 950

Wohnort: Lübeck

Schiffsname: Tammina und Siebengestirn

Bootstyp: Motoryacht + Jolle Triss Giggen

Heimathafen: Schlutup

Rufzeichen: DJNW

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:29

Gemäß Spezifikation hat diese Winsch eine Leistung von 1000 Watt. Unser Bordnetz arbeite mit 12 Volt

Beim letzten Ankermanöver ist die Streifensicherung, die die Kabel von der Batteriebank zurr Winde absichert durchgebrannt. Was mich wundert, ist dass die Sicherung einen Nennwert von nur 80 A hatte. Das würde gerade die volle Leistung der Winde absichern.

1000 geteilt durch 12 ergibt 83,33
Somit ist die Achtzigamperesicherung zu klein. Ich denke mit der Hundertamperesicherung wird es klappen...
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

DieterRS

Salzbuckel

Beiträge: 3 182

Schiffsname: Poison Princes II

Bootstyp: Oceanis 320

Heimathafen: Lemmer

  • Nachricht senden

6

Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:36

Die Sicherung sichert die Kabel ab ...Also mal einfach auf 100A hochsetzen kann ein fataler Fehler sein.

1. Kabelquerschnitt prüfen.
2. Kabellänge prüfen
3. Sicherungswert bestimmen
4 Wenn ein Schutz gegen Überlast nötig ist auf Motorschutzschalter direkt vor der Ankerwinde zurückgreifen.

DIe Sicherung ist nur für den Schutz der Kabel zuständig !!!!!
Dieter

----------
Ich hab' gehört, Du triffst nicht mal das Wasser, wenn Du aus 'nem verdammten Boot fällst.

7

Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:37

Mal eine typische Kennlinie einer 100A Litlefuse Mega 70V
>1000A für 0,03s
500A für 0,2s
300A für 1s
200A für 10s
100A für 3Std

Also wird die 80er für 10sec rund 160A aushalten und der Motor wird fleissig leuchten ...

Mach wieder eine 80er rein und wenn sie durchbrennt such den Fehler Richtung Winde

Klaus Helfrich

Salzbuckel

Beiträge: 3 950

Wohnort: Lübeck

Schiffsname: Tammina und Siebengestirn

Bootstyp: Motoryacht + Jolle Triss Giggen

Heimathafen: Schlutup

Rufzeichen: DJNW

  • Nachricht senden

8

Donnerstag, 12. Juli 2018, 11:21

Im Manual zu der Winde auf Seite 11 erfährt man:

index.php?page=Attachment&attachmentID=223725
Also für Winde 1000 Watt 12 Volt:
Batteriegröße 150 Ah
Kabelquerschnitt: 35 mm²
Sicherung 100 A

Ich glaube, da besteht kein weiterer Diskussionsbedarf, einfach die Vorgaben erfüllen und es ist in Ordnung
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

9

Donnerstag, 12. Juli 2018, 11:48

Die Realisierung eines echten Motorschutzes ohne Thermofühler in der Kupferwicklung ist recht kompliziert und mit der Sicherung auch nicht beabsichtigt. Wie schon erwähnt, soll die Sicherung die Zuleitung zur Ankerwinde schützen.
Abhängig vom Kupferquerschnitt der Zuleitung gilt für 35 / 50 qmm ein Automatennennstrom von 100 / 125 A (Zulässige Kabelbelastung 86 / 106 A).
Wir haben für unsere Winde (1000 Watt / 12 Volt) einen ETA Automaten 410-K-1-04 mit einem Nennstrom von 100 A gewählt. Nicht ganz preiswert aber gleichzeitig auch Hauptschalter der Ankerwinde an der Schalttafel. Bei größeren Strömen schaltet der Automat magnetisch in relativ kurzer Zeit ab. Über 25 Jahre problemlos im Einsatz.
Grüße vom Kugelblitz

Seaskip

Proviantmeister

  • »Seaskip« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 238

Wohnort: Eckernförde

Bootstyp: Sirius 32 DS

Heimathafen: Eckernförde

Rufzeichen: DB3216

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 12. Juli 2018, 14:44

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!
Auf einen Sicherungsautomaten werde ich ersteinmal verzichten.

und dem Hinweis von Adrenalin folgen.

Beiträge: 1 742

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

Rufzeichen: DF5010

MMSI: 211391180

  • Nachricht senden

11

Donnerstag, 12. Juli 2018, 15:05

(...) und dem Hinweis von Adrenalin folgen.

Das macht Sinn, wo die passende Lösung von 'Klaus Helfrich' in #8 geschrieben wurde.......


:wand:

Seaskip

Proviantmeister

  • »Seaskip« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 238

Wohnort: Eckernförde

Bootstyp: Sirius 32 DS

Heimathafen: Eckernförde

Rufzeichen: DB3216

  • Nachricht senden

12

Donnerstag, 12. Juli 2018, 19:38

Zitat von »Seaskip«



(...) und dem Hinweis von Adrenalin folgen.

Das macht Sinn, wo die passende Lösung von 'Klaus Helfrich' in #8 geschrieben wurde.......

(...) und dem Hinweis von Adrenalin folgen.

Das macht Sinn, wo die passende Lösung von 'Klaus Helfrich' in #8 geschrieben wurde.......


:wand:


Na ja, rechnen kann ich auch. Deshalb ja meine Eingangsfrage ob 100 A nicht besser wären.. Fast alle Antworten in dem Thread berücksichtigen Einwände insbesondere hinsichtlich Kabelquerschnitt oder auch Trägheit die imich „überzeugen“ und ich ähnlich auch vermutet hatte. Helfrich Empfehlung ist sicher nicht falsch nur für meine Umgebung nicht ausreichend.

Da muss ich nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern über den Tellerrand hinaus blicken (wollen).

Klaus Helfrich

Salzbuckel

Beiträge: 3 950

Wohnort: Lübeck

Schiffsname: Tammina und Siebengestirn

Bootstyp: Motoryacht + Jolle Triss Giggen

Heimathafen: Schlutup

Rufzeichen: DJNW

  • Nachricht senden

13

Freitag, 13. Juli 2018, 00:15

Helfrich Empfehlung ist sicher nicht falsch
Das ist keine Empfehlung, sondern das Zitat aus dem Manual der Ankerwinde.....
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

Gurli

Leichtmatrose

Beiträge: 29

Wohnort: Berlin

Schiffsname: Gurli

Bootstyp: Spækhugger

Heimathafen: Berlin

  • Nachricht senden

14

Freitag, 13. Juli 2018, 04:17

Hallo stefan,

wenn man sich mal die Herstellervorgaben zu ein paar Geräten ansieht, stellt man fest, dass die Sicherung meist deutlich mehr Strom verträgt als das Gerät im Regelbetrieb zieht. Ein paar Beispiele von meiner Elektrik:

Gerät
I max. in A
Sicherung in A
Radar1,55
SSB-Radio0,21
UKW-Funke610
Lenzpumpe19,525
Kühlbox315



Sicherungen werden nicht an ihrem Limit betrieben. Im Normalfall sollen sie den Strom größtenteils ungehindert durchlassen. Ist die Sicherung am Limit, behindert sie den Stromfluss, wird warm und fängt schlimmstenfalls an, vor sich hinzuschmoren. Im Fehlerfall soll die Sicherung den Stromfluss komplett unterbrechen, und zwar bevor die Motorwicklungen oder die Leitungen durchbrennen. Die Motorwicklungen kennt der Hersteller und schreibt Dir deswegen die 100 A ins Handbuch.

Wer auch immer die Winsch dann elektrisch anschließt, muss die Leitungen so dimensionieren, dass sie deutlich mehr Strom vertragen als die Sicherung. Das Gemeine an zu schwachen Leitungen ist, dass sich bei ihrer Erwärmung auch der elektrische Widerstand ändert. Es gibt einen Zwischenbereich, in dem die heißen Leitungen einen so hohen elektrischen Widerstand haben, dass die Sicherung nicht mehr auslöst.
Wenn die Leitungen Deiner Ankerwinsch für 100 A zu dünn sind, aber mit 80 A ausreichend abgesichert, wäre es sicher besser, bei der 80-A-Sicherung zu bleiben. Eine gute Lösung wäre allerdings nur der Tausch gegen stärkere Leitungen.

Grüße

Martin

15

Freitag, 13. Juli 2018, 08:26

Frage an Seaskip: Wie viele Jahre war die 80 A Sicherung vor der Auslösung eingebaut und hat problemlos funktioniert? Wurde die Winde bei der Sicherungsauslösung besonders lange und intensiv gequält? Wenn Schmelzsicherungen häufig am Limit betrieben werden, dann kann sich der Auslösestrom durch Alterung verkleinern.
Die Herstellerangaben 35 qmm / 100 A wurden bei unserer alten Lofranz Tiger (1000 W) eingehalten. Ein kleinerer Kupferquerschnitt als 35 qmm ist wegen der Spannungsfälle auf der Zuleitung auch nicht sinnvoll (Batterie achtern).

Hier einige Durchmesserangaben zu gummiisolierten feindrähtigen Kupferkabeln von 2 Lieferanten:
qmm mm / mm
16 9 9,2
25 10,5 11
35 12 12,1
50 13,5 14

Ohne Angabe des verwendeten Kupferquerschnitts sind hier alle Empfehlungen reine Spekulation.
Grüße vom Kugelblitz

Louise70

Daniel Düsensegler

Beiträge: 5 098

Schiffsname: Louise

Bootstyp: 3KSB (keiner ist langsamer)

Heimathafen: Möltenort

  • Nachricht senden

16

Freitag, 13. Juli 2018, 08:36

Stefan,
wie schon oben von anderen geschrieben, mußt Du einfach mal den Kabelquerschnitt kontrollieren. Verlegegruppe 1 angenommen, wären 25mm² die Untergrenze für 100A Absicherung. Hinsichtlich des Spannungsabfalls wären mindestens 35mm² zu empfehlen, was ja auch Lofrans so vorschreibt. Damit wärest Du auf der sicheren Seite mit 100A.
Gruß Niels

Seaskip

Proviantmeister

  • »Seaskip« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 238

Wohnort: Eckernförde

Bootstyp: Sirius 32 DS

Heimathafen: Eckernförde

Rufzeichen: DB3216

  • Nachricht senden

17

Freitag, 13. Juli 2018, 09:27

Besten Dank, für Eure mehr als ausführlichen Erläuterungen !

Das fasst zusammen, was in anderen Antworten auch mitschwang.

Seaskip

Proviantmeister

  • »Seaskip« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 238

Wohnort: Eckernförde

Bootstyp: Sirius 32 DS

Heimathafen: Eckernförde

Rufzeichen: DB3216

  • Nachricht senden

18

Freitag, 13. Juli 2018, 09:41

Im Manual zu der Winde auf Seite 11 erfährt man:

index.php?page=Attachment&attachmentID=223725
Also für Winde 1000 Watt 12 Volt:
Batteriegröße 150 Ah
Kabelquerschnitt: 35 mm²
Sicherung 100 A

Ich glaube, da besteht kein weiterer Diskussionsbedarf, einfach die Vorgaben erfüllen und es ist in Ordnung

Im Manual zu der Winde auf Seite 11 erfährt man:

index.php?page=Attachment&attachmentID=223725
Also für Winde 1000 Watt 12 Volt:
Batteriegröße 150 Ah
Kabelquerschnitt: 35 mm²
Sicherung 100 A

Ich glaube, da besteht kein weiterer Diskussionsbedarf, einfach die Vorgaben erfüllen und es ist in Ordnung


Danke Dir! Die Seite habe ich im Handbuch tatsächlich übersehen!

19

Freitag, 13. Juli 2018, 09:49

Eigentlich ist alles gesagt aber hier noch ein letzter Aspekt: Streifensicherungen für wenige Eurocent aus China sind keine Präzisionsinstrumente und haben bezüglich des Auslöseverhaltens einen großen Streubereich. Im Kurzzeitbetrieb, wie er bei einer Ankerwinde typisch ist, sollte der Nennstrom nicht zur Auslösung führen. Aber wer weiß das schon.... . Also lieber 100 A wählen.

Grüße vom Kugelblitz

20

Freitag, 13. Juli 2018, 10:34

Die Sicherung sichert die Kabel ab ...Also mal einfach auf 100A hochsetzen kann ein fataler Fehler sein.

1. Kabelquerschnitt prüfen.
2. Kabellänge prüfen
3. Sicherungswert bestimmen
4 Wenn ein Schutz gegen Überlast nötig ist auf Motorschutzschalter direkt vor der Ankerwinde zurückgreifen.

DIe Sicherung ist nur für den Schutz der Kabel zuständig !!!!!
Die Vorsicherung der Ankerwinch soll die Winde schützen,Sitzt die Winde oder der Anker aus irgend einem Grunde fest dann steigt der Strom rapide an,die Wicklung wird heiß und kann durchbrennen.Die Vorsicherung soll das verhindern und wird dehalb nach der Leistung der Ankerwinsch bemessen.

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 131   Hits gestern: 2 554   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 4 079 069   Hits pro Tag: 2 339,05 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 809   Klicks gestern: 19 034   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 33 150 799   Klicks pro Tag: 19 009,57 

Kontrollzentrum

Helvetia