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  • »Salzwassersegler« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 12. Juli 2018, 14:53

Albin Vega Benzinmotor defekt. Suche kostengünstige Lösung

Hallo,

meine Albin Vega sieht noch recht gut aus und auch der Motor lief bislang meistens gut. Nun habe ich Wasser im Öl. Da ich natürlich ungerne in ein fast 50 Jahre altes Schiff Unsummen investieren möchte, suche ich eine Lösung. Ein Aussenborder ist keine Lösung.

1. Option: Albin Benzinmotor suchen und austauschen oder den alten Motor instand setzen lassen. Der Vorteil ist, das das ganze Drumrum passt.

2. Option: Diesel einbauen. Das bedarf einer Änderung/Austausch der Wellenanlage, des Tanks und in Teilen der Elektrik. Möglicherweise muss auch das Wellenlager ausgetauscht werden.
Eine Frage zwischendurch: Wenn der Austausch gegen einen MD6A erfolgen würde, ist die Welle/Stevenrohr die/das Gleiche? (Das Getriebe ist zumindest anders)
Es wäre schön, wenn jemand eine Lösung hat oder sogar mit Teilen dienen kann?

Wir haben das Schiff seit 5 Jahren und würden gerne noch einige Zeit damit verbringen wollen. Ein Bootswechsel wäre daher die letzte Option.

Vielen Dank und Viele Grüße von der ostfriesischen Nordseeküste.

Horst

grummel

Leuchtturmwärter

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2

Donnerstag, 12. Juli 2018, 15:43

Hallo Horst,
eine ähnliche Situation hatte ich auch und habe einen neuen Diesel eingebaut.
Es ware eine teure, aber richtige Entscheidung.
Vor allem da ich plane meine Vega noch länger zu Segeln.
Hier im Marktplatz wird ein enuer Vetus vom User "Thor Heyerdahl" angeboten.
Der Einbau würde dann nochmal ca. 1500-2000€ kosten.
von nix Ahnung, aber glücklich.
Mein Marktplatzeintrag

  • »Salzwassersegler« ist der Autor dieses Themas

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3

Donnerstag, 12. Juli 2018, 16:37

Moin Grummel,
habe ich schon gesehen. Vielen Dank für den Hinweis. Komme ich einschl. Anpassung des Fundaments, neuer Wellenanlage usw. wirklich mit 2.000 aus? Hätte ich nicht gedacht.

F28

Salzbuckel

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4

Donnerstag, 12. Juli 2018, 17:15

hm, die Albin Vega hatte doch üblicherweise diesen lustigen Verstellpropeller anstelle eines Wendegetriebes.
Müsste der (samt Verstellmimik) nicht auch ersetzt werden, wenn da ein neuzeitlicher Motor mit Wendegetriebe reinkommt?
Gruß
F28

  • »Salzwassersegler« ist der Autor dieses Themas

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5

Donnerstag, 12. Juli 2018, 17:42

Jepp. So ist das. Daher oben die beiden beschriebenen Lösungen. Bei einem Wechsel muss alles neu oder zumindest anders. So auch meine Frage, ob das beim Md6 auch so ist, der hat diesen lustigen Verstellpropeller.

Aries

Maat

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6

Donnerstag, 12. Juli 2018, 17:45

Kopfdichtung

Moin Horst,

wenn Dein Motor immer gut lief, dann würde ich erst mal den Motor von innen trocken legen, indem Du das komplette Öl-Wassergemisch absaugst. Dann baue den Zylinderkopf ab und überprüfe die Kopfdichtung. Möglicherweise ist die kaputt und so gelangt dann Wasser ins Motoröl. Neue Dichtung besorgen, alles schön sauber machen und wieder zusammenbauen.
Wenn man von oben an den Zylinderkopf rankommt, braucht dazu der Motor nicht mal ausgebaut werden.
Das würde ich auf jeden Fall erst probieren, bevor ich viel Geld für einen neuen Jockel ausgebe.
Gruß aus Bremen

Götz

  • »Salzwassersegler« ist der Autor dieses Themas

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7

Donnerstag, 12. Juli 2018, 17:55

Gute Anregung. Vielen Dank. Da der Gute aber keinen Ölfilter hat, ist sich schon ziemlich viel Dreck in der Ölwanne. Die müsste schon einmal heraus. Ich hatte bislang vergessen eine Tatsache zu erwähnen. Und zwar hat der Motorblock im Bereich der Wasserpumpe ein Loch. Genau sehen kann ich es nicht, da die Schwungscheibe davor ist. Wenn der Motor läuft, kommt dort zumindest Waser und man kann das Loch auch fühlen. Ich habe es dann nach Aussen hin abgedichtet und hoffte, es würde für die Saison reichen. Das aber das Loch scheinbar auch nach innen reicht, hätte ich nicht vermutet. Zunächst habe ich aber das Öl-Wassergemisch nun abgesaugt - soweit es ging und den Motor mt neuem Öl mehrmals befüllt. Natürlich nur mit der Hand gedreht und nicht mit dem Anlasser. Zuletzt habe ich dann noch die Kolben oben mit etwas Öl befüllt um hoffentlich Korrosion zu vermeiden.

Peterp

Smutje

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8

Donnerstag, 12. Juli 2018, 18:14

Hallo Salzwassersegler

im Bereich der Wasserpumpe ein Loch ........

das muss so sein denn wenn der Simmering in der Pumpe defekt läuft hier das Wasser raus und wenn das Loch verschlossen wird baut sich der Wasserdruck in Richtung
Kurbelgehäuse auf und wird hier durch den Dichtring gedrückt.
Pumpe Raus Dichtringe und Lager,Impeller neu 2mal Ölwechsel max 80 Euro und vor allem die Entwässerungsöffnung wieder frei machen.

PS hatte ich schon mal an einem 2 Zylinder Bukh und bin mir sicher.

Gruß PeterP

MissEllie

Bootsmann

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9

Donnerstag, 12. Juli 2018, 18:23

Seewasserpumpe undicht!

Hallo Salzwassersegler,
den Motor kenne ich nicht aber ich vermute mal, Du hast den Motor selbst mit Wasser geflutet! Das Loch das Du abgedichtet hast ist vermutlich die Ablaufbohrung hinter dem Wellendichtring der Seewasserpumpe. Ein Freund von mir hat das selbe an seinem Yanmar geleistet.
Ich beschreibe mal, wie das bei Ihm war:
Die Seewasserpumpe ist an den Motorblock geflanscht. Die Antriebswelle der Wasserpumpe wird nicht über einen Keilriemen, sondern direkt aus dem Motorblock heraus angetrieben.
Leckt der Wellendichtring der Seewasserpumpe, tritt das Wasser zwischen Pumpe und Motorblock aus einer Bohrung (Loch das Du abgedichtet hast) aus. Wird diese Bohrung verschlossen, drückt das Wasser in den Motor. Somit ins Öl!
Reparatur grob:
- Ablaufbohrung wieder öffnen.

- Wellendichtring der Seewasserpumpe ersetzen
- Sollte die Pumpe immer noch undicht sein, ist die Welle eingelaufen. Pumpe neu oder Welle bearbeiten lassen!


- Ölwechsel mit Filter, ggf. nach ein paar Betriebsstunden nochmal.
Peterp war schneller beim Schreiben... :D
Grüßle aus dem Süden

Maik

10

Donnerstag, 12. Juli 2018, 18:35

Da kann man mal sehen wie schnell relevante und vollständige Informationen zu qualifizierten Antworten führen....

Irgendwie immer dasselbe, Infos tröpfchenweise und nach gefühlten 150 posts ist irgendwann eine Lösung in sicht.
In diesem Fall ging es aber ausnahmsweise schnell. ;)

PS: Tausch beide Wellendichtringe, Ölseite und Wasserseite.

  • »Salzwassersegler« ist der Autor dieses Themas

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11

Donnerstag, 12. Juli 2018, 19:09

Ich bin begeistert von der vielen Hilfe. Ob ich das auf die Schnelle alles schaffe weiß ich nicht, aber möglicherweise bleibt mir ein neuer Motor erspart. Klasse. Ich werde berichten. Vielen Dank noch.
Wenn ich nun ans Werk gehe, muss zunächst das Schwungrad runter. Würde ich mit einem normalen Abzieher machen. Ansonsten komme ich nicht an die Wasserpumpe ran. Hinweise dazu?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Salzwassersegler« (12. Juli 2018, 19:20)


Klaus13

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12

Donnerstag, 12. Juli 2018, 19:42


Wenn ich nun ans Werk gehe, muss zunächst das Schwungrad runter. Würde ich mit einem normalen Abzieher machen. Ansonsten komme ich nicht an die Wasserpumpe ran. Hinweise dazu?


Moin, wenn ich mal ganz ehrlich sein darf, mach' das nicht selbst. Ganz augenscheinlich verstehst Du nicht viel von Motoren, denn der Simmering ist wirklich ein Klassiker, den ein Monteur in 1 min und ein Segler mit Grundkenntnissen für Motoren in 5 min entdeckt und in kurzer Zeit repariert hätte. Deine Eigendiagnos hat dagegen um ein Haar zu einem neuen Motor geführt. ;) Das wird jetzt bei der Reparatur nicht anders sein. Selbst beim Einbau von Simmeringen kann man Fehler machen, die nachher wieder teuer werden. Vielleicht ist machen lassen doch die günstigere Option.

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

13

Donnerstag, 12. Juli 2018, 20:10

Ich glaub das Schwungrad muß auch nicht runter, scheint recht viel platz zu sein.
Ansonsten sehe ich das so wie Klaus.

Könntest natürlich versuchen sie auszubauen, aber Reparatur und Einbau solltest du vielleicht weiterreichen.

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14

Donnerstag, 12. Juli 2018, 21:30

Hallo, ihr habt recht. Mit meinen Kenntnissen hangle ich mich so durch. Nicht weil nichts mit meiner Zeit anzufangen weiß, sondern weil ich einfach niemanden finde, der mir bei diesem Motor hilft. Motor und Umkehrmechanismus sind so kurios und alt, dass da niemand ran geht. Hatte in der Vergangenheit Probleme mit dem Vergaser und mit dem Wellenlager. Musste ich mangels Hilfe alleine und mit Tips von Freunden klären. Hier und da hat jemand mit angefasst, aber so richtig wollte da niemand ran. Es fanden Aussagen statt wie:"Mit dem Motor willst Du doch nicht fahren, der gehört ins Museum". Er mag ja Recht haben, aber bislang lief er meist gut.
Habt Ihr einen Werkstatttip an der ostfriesischen Nordseeküste?
Viele Grüße

15

Donnerstag, 12. Juli 2018, 22:22

Werkstatttip hab ich nicht, aber die Seewasserpumpe kann jeder Marine-Motorschrauber.
Ausser er macht nur Aussenborder. (Soll es ja geben...)
Eigentlich kann das jeder Industriemechaniker, Landmaschinenschlosser, Autoschrauber etc der was taugt.
Da solltest du jemanden im Bekanntenkreis haben der schon Wellendichtringe verarbeitet hat.
Die Lager müssen übrigens auch gespült werden oder je nach Zustand auch gewechselt werden.

  • »Salzwassersegler« ist der Autor dieses Themas

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16

Donnerstag, 12. Juli 2018, 22:27

Dann werd ich mal auf die Suche gehen.....
Danke nochmals und einen schönen Abend.

Beiträge: 213

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17

Donnerstag, 12. Juli 2018, 22:56

Bei mir arbeitet Fa. Janssen aus Dornum zuverlässig:

http://www.yacht-motoren-technik.de

Ist ja dicht bei Bensersiel..

  • »Salzwassersegler« ist der Autor dieses Themas

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18

Freitag, 13. Juli 2018, 08:06

Hallo und Danke für den Tipp. Werde ich versuchen.

Aries

Maat

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Schiffsname: Aries

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Rufzeichen: DG 5052

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19

Freitag, 13. Juli 2018, 13:17

Schwungscheibe abziehen und Wedis wechseln

Moin Horst,

lass Dich mal nicht bange machen, Schwungscheibe abziehen und Wedis wechseln ist ganz einfach.
Eine Schwungscheibe lässt sich in den meisten Fällen mit einem Prellschlag lösen. Man löst die Sicherungsmutter der Kurbelwelle, die in der Schwungscheibe steckt, dreht sie aber nicht ganz runter. Dann hält man einen Metallbolzen (am besten Alu oder Messing ) auf die Kurbelwelle und schlägt mit einem 5kg Hammer gegen den Alubolzen / Kurbelwelle. Durch die Massenträgheit der schweren Schwungscheibe löst man so den konischen Sitz der Kurbelwelle. Die noch auf die Kurbelwelle gedrehte Sicherungsmutter verhindert dass Du beim Prellschlag das Gewinde beschädigst, und dass Dir die Schwungscheibe nicht ungewollt auf die Füße fällt. Lässt sich die Schwungscheibe so nicht lösen, dann setze einen Abzieher an und mache den Prellschlag wenn der Abzieher unter Spannung steht. Aber immer die Sicherungsmutter ein paar Gewindegänge auf der Kurbelwelle lassen.

Wellendichtringe (Wedis) kann man normalerweise einfach so austreiben. Mit einem passenden Rohr oder Steckschlüssel-Nuss aus dem Knarrenkasten auf einem geöffneten Schraubstock legen und dann mit dem Gummihammer leichte Schläge bis er raus ist. Kommt man von hinten nicht an den Wedi, kann man auch zwei kleine Löcher in den Wedi bohren und Blechschrauben hineindehen. Ziehst Du an den Blechschrauben kommt der Wedi mit. Bei der Beschaffung neuen Wedis würde ich welche mit Staublippe verwenden. Die Wedis haben eine etwas andere Geometrie und Du kannst davon ausgehen dass die Wedis dann auf einem frischen Wellenstück laufen und gut abdichten.

Du siehst, alles kein Problem.

Aber bevor Du Dir die Saison mit Schrauben versaust, würde ich das verschlossene Loch an der Wasserpumpe wieder öffnen und den Motor weiter betreiben. Du hast dann zwar etwas Wasser im Schiff, kannst so aber prüfen ob es tatsächlich an den Wedis der Wasserpumpe liegt.

Schrauben kann man am besser im Winter, mit viel Zeit und Ruhe.
Gruß aus Bremen

Götz

20

Freitag, 13. Juli 2018, 14:22

@Aries:
Das wichtigste hast du nicht erzählt....
Wie man den neuen Dichtring einsetzt ohne Käfig verbiegen und die Lippe zu schädigen.

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